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Informationsflut im Griff der Fragen

Hinweis zu Autor und Publikationsformat

Der Autor, Gunnar Schanno, ist Fachjournalist und Buchautor gesellschaftspolitischer Themen.

Nach erfolgreicher Buchhandelslehre mit Abschluss in Freiburg im Breisgau studierte er Kommunikationswissenschaft an der Mainzer Universität, war dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem sozialwissenschaftlich-empirisch arbeitenden Institut tätig und danach langjährig in einem Wissenschaftsverlag. Für das Branchenmagazin Buchhändler heute war er regelmäßiger Autor. Gesellschaftspolitische und zeitgeschichtliche Thematik verbinden sich auch eng mit seiner publizistischen Aktivität, unter anderem für interkulturelle Gesellschaften.

Nach Buchveröffentlichungen in verschiedenen Verlagen publizierte der Autor bereits 2013 bei tredition einen kulturkritischen Zustandsbericht unter dem Titel Das Buch im Griff des Internets und 2014 seine ebenfalls kulturkritisch konzipierte Erörterung des Glücksbegriffs. Das Konzept zur vorliegenden Fragensammlung entstand auch im Laufe von Erfahrungen sowohl als Herausgeber einer britisch-amerikanischen Redensammlung (20th Century Speeches, Cornelsen 2001) als auch im beruflichen Ausbildungsbereich, nicht zuletzt als Volkshochschul-Dozent.

Um das Konzept im Ergebnis als Print- und E-Book zugänglich zu erhalten, entschied sich der Autor, die vorliegende Arbeit über Fragen im Sinne grundsätzlich fragender Haltung als hilfreiche Methode beim Rezipieren von Medieninhalten ebenfalls bei tredition mit dessen flexiblen Anbindungen an andere publizistische Plattformen zu veröffentlichen. Für den Autor ergänzt sich dies auch etwa mit seinen Verbindungen zu Online-Plattformen wie LinkedIn und Xing oder seinen Veröffentlichungen fachjournalistischer Beiträge bei verschiedenen News-Plattformen.

Gunnar Schanno

Informationsflut im Griff der Fragen

Texte und Begriffe durch Fragen hinterfragen – am Beispiel Politik und Zeitgeschichte

Inhaltsverzeichnis

I.

Einleitung:
Ein Lob auf das Fragen in frag-würdiger Zeit

II.

Eine Ermunterung:
Vom Gewinn des Fragens und Befragtwerdens

III.

Fragen zu historisch-politischen Texten

IV.

Fragen zu historisch-politischen Begriffen

Begriffsfelder: Politik, Geschichte, Zeitgeschichte, Landeskunde, Demokratie, Europa, Nation, Parlament, Partei, Staat, Volk, Medien

I. Einleitung:
Ein Lob auf das Fragen in frag-würdiger Zeit

Die Welt, in der wir leben, ist durchflutet von Informationen. Genau besehen war sie das zu allen Zeiten, wenn auch in weit geringerem Maße. Denn der größte Teil an Geschehnissen, welcher Art auch immer, verharrte – es lässt sich sagen, bis in die ersten Nachkriegsjahrzehnte, vielleicht lässt es sich sogar eingrenzen, bis in die 1968er Umbruchzeit – im Zustand des einfach nur Geschehenen oder eher im Dunkeln existierend als archivalische Faktenbestände, denen eher selten der Wert allgemein öffentlicher Zugänglichkeit zugesprochen wurde. Bis in die jüngste Zeit wurde amtlich-behördliches Schriften- oder Dokumentenmaterial nicht allein im Vorfeld etwa politischer Entscheidungsprozesse, sondern auch tendenziell als für die Öffentlichkeit ungeeignet und als ein unter Verschluss zu haltender Niederschlag in Gewahrsam gehalten.

Dies aber ist ein Informationsverhalten von gestern. Denn seit einigen Jahrzehnten öffnen die historischen Bewahrungsstätten von Moderne bis Altertum immer konsequenter ihre Archive, ihre Dokumentensammlungen oder Ausgrabungsfunde, öffnen die vergangene bis versunkene Welt der Sichtung, der Wertung, der Aufarbeitung zu letztlich öffentlich handhabbaren Inhalten. Wir hören den Begriff Museumspädagogik und erkennen, dass diese Disziplin auch Ausdruck des Bemühens um eine möglichst gelingende demokratische Partizipation des Bürgers an staatlich gehüteten Schätzen aus Kultur und Zivilisation darstellt. Das Erstaunliche aber ist, dass Gleiches auch mit den zeitgeschichtlich nahen Geschehnissen bis hin zum aktuell Politischen geschieht und dass der inzwischen auch digital gehortete und akkumulierte Wissensbestand in popularisierten, alle gesellschaftlichen Schichten erreichenden Formen zugeführt wird. In immer zeitnäherer Weise geben Archive und Behörden frei, was an Ereignissen geschah. Wir staunen über Dokumentationen in Zeitungen und in Fernsehsendungen über Hintergrund-Berichte zu jüngst geschehenen Skandalen, zu politisch-dramatischem, vielleicht gar unter Top-Secret verheimlichtem Geschehen, in denen Fakten offengelegt werden, Zeitzeugen und Verantwortliche zu Wort kommen. Man könnte meinen, die Ereignisse, die politischen, gesellschaftlichen, spannungsgeladenen Skandale geschähen allein deshalb, damit spannende Stories für die Massenmedien daraus gefertigt werden können. So ist aus der Massengesellschaft auch eine Informationsgesellschaft geworden.

Die für die Welt dominierend gewordenen Phänomene des Massengesellschaftlichen verbündet mit wirkungsstärkster Informationstechnologie hat also die Welt zur globalen Mediengesellschaft gewandelt. Es ist das revolutionär zu bezeichnende, um das Jahr 2000 so richtig auf Touren hochgefahrene Internet, das wie eine Widerspiegelung der realen Welt in digital-virtueller Form erscheint. So gut wie alle Bereiche des Lebens, ob aus Wirtschaft, Kultur oder Politik bis in die privatesten Sphären, sind immer häufiger interaktiv in den Netzwerken vertreten, doch auch mit der Konsequenz, dass einem immer größeren Teil der informationellen Flut verlässliche Wertungen, Kriterien, Maßstäbe fehlen. Die Filter-, Qualitäts-, Selektionsfunktion, derer sich die meist professionell-journalistischen und etablierten Medien, besonders der Zeitungsbranche, rühmten, ist zur Randfunktion geworden. Deutungshoheit ist kein Kompetenz-Privileg mehr, sondern demokratisch-medialer Anspruch von Jedermann und Jederfrau.

Innerhalb der Informationsflut stammt ein dominierender Teil aus Politik und Zeitgeschichte, konkreter: Zeitgeschehen. In dieser Flut geraten nicht nur Fachleute, sondern auch die am Tagesgeschehen beteiligten Bürger als politisch, gesellschaftlich, kulturell Interessierte in einen informationellen Sog. Täglich in dem Sinne, als die Vorstellungswelt der Leser, Hörer, Zuschauer, ganz allgemein der Mediennutzer, über Printmedien, Fernsehen, Radio oder Internet mit unzähligen Informationen geprägt wird. Die Informationsflut erreicht uns in unterschiedlichsten Formaten, z.B. als Berichte, Meldungen, Kommentare, Reportagen oder das, was Talkshows genannt wird.

Über alle Bequemlichkeit mühelosen Versorgt-Werdens mit Informationen aller medialen Formate aus nah und fern, so ist von medienkritischer Seite zu hören, sollten sie nicht fraglos hingenommen werden. Gerade auch im Anspruch darin, dass es möglich geworden ist, sich selbst in den täglichen über Internet ermöglichten Diskurs am Geschehen einbringen, zumindest aber den öffentlichen Diskurs bis in verzweigteste Blogger-Sphären mitverfolgen zu können. Für den mündigen, aufgeklärten Bürger gilt es, in mehr oder minder bewusster Weise Fragen zu stellen an das jeweils Inhaltliche, Fragen an das eigene Verständnis, das Verstandene oder Nichtverstandene daran, Fragen im Sinne des Hinterfragens dessen, was als Meinung, als Behauptung, überhaupt als Fragwürdiges ein Zurückfragen, ein Überprüfen, ein thematisches Aufarbeiten des Stoffs heraufbeschwört.

Politik und Zeitgeschichtliches gehören zum Dominantesten in der Themenvielfalt der multimedial vermittelten Informationen. Besonders im Bereich des Politischen, oder weiter gefasst, des Gesellschaftspolitischen, haben sich in immer weiterem Ausmaß technologisch ermöglichte multimedial-interaktive Formen unter den Lesern-Hörern-Zuschauern durchgesetzt. Kaum ein Medium auch der etabliert-traditionellen Zeitungs- oder Rundfunk/Fernseh-Branche, das nicht die Internet-Schleusen für ihre Rezipienten, so der Begriff für jene, die als Leser-Hörer-Zuschauer die Medieninhalte aufnehmen bzw. rezipieren, geöffnet hat für Feedbacks, Kommentare, für das, was Blogs genannt wird.

In fragend-analytischer Geübtheit an Inhalte, Hintergründe, Zusammenhänge, Behauptungen heranzutreten, kann als Möglichkeit genutzt werden, all diesen zwischen Brillanz und Chaotik changierenden Textformen und Themen gegenüber die Eigenständigkeit im Bewerten und Urteilen zu stärken. Freilich nimmt jeder Mensch eine „irgendwie“ bewusst oder unbewusst subjektiv geprägte fragende Haltung gegenüber jeglicher Information ein, mit der er konfrontiert wird. Fragende Haltung ist deshalb grundsätzlich hilfreich im allgemeinen Prozess der „Informationsverarbeitung“ durch den Menschen. Jedenfalls kann die in Kapitel III und IV vorgestellte Fragensammlung einen erweiterten Einstieg dazu geben oder weitere Anregungen dafür bieten, den jeweiligen Text bzw. besagten Content oder Medieninhalt interpretatorisch und sachlich über ein bewusstes Befragen „hintergründiger“ zu erfassen. Im Weiteren die Informationsinhalte auch besser ausschöpfen und kritisch auswerten zu können, sie in Zusammenhängen wahrzunehmen, darin also kann das kleine Fragekompendium als eine Ermunterung verstanden werden.

II. Eine Ermunterung: Vom Gewinn des Fragens und Befragtwerdens

Im Fokus des Fragekonzepts stehen Begriffe wie Politik, Geschichte, Zeitgeschichte, Landeskunde, Demokratie, Europa, Nation, Parlament, Partei, Staat, Volk, Medien – im vorliegenden Zusammenhang primär bezogen auf die Bundesrepublik Deutschland. Damit sei das umfasst, was auf den Ebenen von Gemeinden, Bundesländern und der Bundesebene und darüber hinaus international politisch geschieht. Und Geschichte erreicht uns besonders da, wo sie zur Zeitgeschichte wird, wo uns das Dokumentierte historisch und landeskundlich etwa auch als filmisches Material seit dem ersten Weltkrieg in bewegten Bildern vermittelt wird. Da die nachfolgende Fragensammlung nicht in einem Kontext schulbehördlicher Vorgaben für Lehrplan oder Klassenziel steht, ist sie also offen für politik- und geschichtsinteressierte Laien, ob in Ausbildung, ob in Beruf, als Mediennutzer allgemein. Die vorliegenden Ausführungen zum Fragen „an sich“ bzw. über ein „Befragt-Werden“ zum jeweiligen Thema, das gerade im eigenen Fokus steht, können hilfreich sein beim Erhellen des Inhalts.

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