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In Devil Town ist die Hölle los: Western

Timothy Stahl

In Devil Town ist die Hölle los: Western

Cassiopeiapress Spannung





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

In Devil Town ist die Hölle los!

Western von Timothy Stahl

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

 

 

Der Himmel sah aus, als koche der Teufel ein ganz besonders giftiges Süppchen! Dunkle Wolken brodelten von Horizont zu Horizont. Das weite Land lag in schwefligem Licht. Der Wind heulte gespenstisch und ließ Geister aus Staub um den einsamen Reiter her tanzen.

"Hell and damnation!", fluchte Cameron Hunt ungehalten. Devil Town lag noch meilenweit entfernt. Der Sturm würde ihn mit aller Gewalt erwischen, hier draußen in diesem gottvergessenen Niemandsland, wo es weit und breit nichts gab, das ihm Schutz bieten konnte.

"Hey!" Während es ringsum immer dunkler wurde, ging in Cameron Hunts Gesicht plötzlich die Sonne auf. Vielleicht hatte der Allmächtige dieses Fleckchen Erde ja doch nicht vergessen und obendrein noch ein Auge auf Cameron Hunt!

Denn dort am Rand der kargen Ebene, allerhöchstens eine Meile voraus, lag eine Farm.

Cameron Hunt trieb sein Pferd zu schnellerer Gangart. Dennoch dauerte es noch eine Weile, bis die Farm wirklich näher rückte, nahe genug, dass Hunt Einzelheiten ausmachen konnte. Und als es schließlich soweit war, zügelte er den Gaul und seufzte enttäuscht.

Was aus der Ferne wie eine Farm von durchaus stattlicher Größe ausgesehen hatte, erwies sich aus der Nähe zwar immer noch als solche, ihr Zustand war allerdings erbärmlich. Die Gebäude wirkten heruntergekommen, in Wänden und Dächern klafften Löcher, aus denen das Gebälk hervorlugte wie das Skelett eines Riesen. Fensterläden, Türen und Tore hingen teils schief in den Angeln. Und nirgends rührte sich etwas.

Die Farm schien verlassen. Ausgestorben.

Cameron Hunt zuckte die Schultern. Letztlich war es egal. Er würde dort zumindest ein Dach über dem Kopf finden, das ihn vor dem Sturm schützen würde. Vorausgesetzt dieser Sturm war nicht stärker als die morschen Bauten da drüben. Was Hunt durchaus befürchtete.

Er ritt durch das offene Tor im Gatter auf den Hof der Farm. Die freie Fläche war umstanden von einer Scheune, einem Stall und dem Wohnhaus. Daneben gab es eine Handvoll kleinerer Bauten, darunter ein Hühnerstall, die anderen Verschläge mochten als Geräteschuppen genutzt worden sein, irgendwann einmal. Und dahinter wiederum lag eine Reihe umzäunter Pferche unterschiedlicher Größe.

Mit beiden Händen auf das Sattelhorn gestützt, nickte Cameron Hunt anerkennend. Tatsächlich musste diese Farm einst ein recht ansehnliches Anwesen dargestellt haben. Jetzt allerdings… Schade drum. Verdammt schade, dass so ein schönes Fleckchen Land derart verkommen musste.

Hunt sah nach oben. Der Himmel hatte sich weiter verdunkelt, die Wolken waren dichter, der Wind stärker geworden. Der Staub stach Cameron Hunt wie mit winzigen Nadeln ins Gesicht.

Es wurde Zeit, dass er sich in Sicherheit brachte. Der Sturm konnte gleich losbrechen. Und Hunt wusste die Vorzeichen gut genug zu deuten, um prophezeien zu können, dass dieser hier einer von der ganz üblen Sorte werden würde.

Er trieb sein Pferd hinüber zu der Scheune, saß ab und zog das Tor auf. Die Angeln schrien nach Öl, die untere Kante des Tores schleifte über den staubigen Boden. Im Zwielicht war im Inneren der Scheune nicht viel zu erkennen. Ein paar Feldgerätschaften standen herum, weiter hinten etwas, das wie ein Einspänner aussah. Schief, wie das Gefährt dastand, schien die Achse gebrochen zu sein.

Cameron Hunt führte sein Pferd in die Scheune hinein und schlang die Zügel um einen Trägerbalken. Aufmunternd klopfte er dem Tier dann gegen den Hals und sagte: "Bleib ganz ruhig, alter Junge. Wird zwar ein bisschen rau werden, aber dir wird nichts passieren, verstanden?"

Das Pferd schnaubte und bewegte den Kopf auf und ab, gerade so, als habe es ihn tatsächlich verstanden.

Mit einem Grinsen wandte sich Cameron Hunt ab und stakste, noch steif vom langen Ritt, aus der Scheune hinaus. So sorgfältig wie möglich schloss er das Tor, dann ging er auf das zweistöckige Haupthaus zu.

Aufmerksam sah Cameron Hunt sich um und lauschte. Der Wind rauschte und heulte, und irgendwo schlug ein loser Fensterladen monoton hämmernd gegen eine Wand. Hunts Blick wanderte über die Fenster des Hauses. Die Scheiben waren blind von Staub. Unmöglich zu erkennen, ob sich dahinter etwas rührte.

"He!", rief er laut. "Ist da jemand?" Selbst wenn sich im Haus oder in der Nähe jemand aufhielt, war es unwahrscheinlich, dass dieser Jemand ihn hörte. Der Wind verschluckte seine Stimme beinah.

Abgesehen davon glaubte Cameron Hunt ohnehin nicht, dass noch jemand auf der Farm lebte. Das Anwesen machte schlicht und ergreifend einen unbewohnten, mehr noch, einen toten Eindruck.

Was natürlich die Frage aufwarf, welche Umstände dazu geführt haben mochten, dass die Farm von ihren einstigen Besitzern verlassen worden war… Denn andererseits sah es auch nicht so aus, als hätten sie ihren Weggang vorbereitet. Die Geräte in der Scheune und andere Kleinigkeiten ließen Cameron Hunt vielmehr vermuten, dass die Farmer kurzerhand alles liegen und stehengelassen hatten. Nur, aus welchem Grund? Was mochte hier passiert sein – und wann?

Natürlich dachte Cameron Hunt an einen Überfall. Banditen mochten die Farm heimgesucht haben, vielleicht auch Indianer. Das Anwesen lag weit vom Schuss, und so konnte es durchaus sein, dass dieser Überfall bislang noch von niemandem bemerkt worden war.

Cameron Hunt wappnete sich innerlich für das Schlimmste. Er hatte das ungute Gefühl, dass ihm kein erfreulicher, noch nicht einmal ein angenehmer Anblick bevorstand. Der Tod hatte nur hässliche Gesichter…

Darauf allerdings, was ihn wirklich erwartete, war Cameron Hunt nicht vorbereitet!

Und dass er es überlebte, verdankte er einzig und allein den Reflexen, die ihm im Laufe der Jahre in Fleisch und Blut übergegangen waren.

Als der Schuss krachte, hielt Hunt das Geräusch im allerersten Moment für den ersten Donnerschlag des Sturms. Trotzdem ließ er sich fallen, so schnell, als seien ihm die Beine unter dem Leib weggeschlagen worden.

Dennoch sirrte die Kugel noch spürbar nah über ihn hinweg. Cameron Hunt fühlte ihren sengend heißen Hauch im Nacken.

Und wer immer es auf ihn abgesehen hatte, er schoss weiter!

 

*

 

Die zweite Kugel schlug genau dort in den Staub, wo Cameron Hunt eben noch gelegen hatte. Sie hätte ihn getroffen, würde er sich nicht zur Seite gerollt haben, kaum dass er den Boden berührt hatte.

Und er drehte sich weiter, wälzte sich durch den Staub auf das Haus zu, während dicht hinter ihm zwei, drei weitere Kugeln in den Boden hackten.

Der Schütze hatte sich im Haus verschanzt, daran bestand kein Zweifel. Aus welchem Fenster er jedoch schoss, konnte Cameron Hunt nicht feststellen. Er versuchte, in den toten Winkel zu kommen. Wenn er es nahe genug an die höhergelegene Veranda heran schaffte, dann war er aus dem Blickfeld seines Gegners verschwunden.

Noch zwei, drei Umdrehungen, dann –

Hunt spürte ein Zupfen am Hosenbein, und eine brennende Spur zog sich über seine Wade. Streifschuss! Tat höllisch weh, blutete übel, war aber kein echter Grund zur Sorge. Nicht jetzt jedenfalls, nicht in dieser Lage. Hier ging es um mehr – um sein Leben, verdammt!

Im Liegen warf sich Cameron Hunt vor. Die Bretterverschalung des Veranda-Unterbaus bremste ihm. In ihrem Schutz kam er zur Ruhe, und endlich konnte auch er seine Waffe ziehen. Das vertraute Gewicht des Colts in seiner Hand ließ Cameron Hunts Stimmung gleich um ein paar Punkte steigen.

"Okay, Bastard!", knurrte er. "Jetzt wollen wir mal sehen, wer am Drücker ist!"

Wie ein Kastenteufel richtete sich Hunt blitzschnell und nur für einen Augenblick lang auf und feuerte blindlings einen Schuss über die Veranda. Der andere reagierte wie erhofft – er schoss ebenfalls. Und damit verriet er Cameron Hunt seinen Standort. Er hockte hinter dem Fenster rechts von der Eingangstür. Dort war das Mündungsfeuer seiner Waffe aufgeflammt wie eine orangefarbene Blume.

Wieder in Deckung nickte Hunt zufrieden. Jetzt wusste er, wo sein Kontrahent steckte. Das bedeutete zumindest eine Angleichung der Chancen. Der andere befand sich zwar immer noch in der besseren Situation, schließlich diente ihm das Haus als Deckung. Aber Cameron Hunt wusste jetzt immerhin, worauf er seine Aufmerksamkeit zu lenken hatte.

Dennoch verfluchte sich Cameron Hunt. Oder den verdammten Sturm zumindest! Wäre das Unwetter nicht heraufgezogen, hätte er, Hunt, hier nicht Halt gemacht, sondern wäre an dieser elenden Farm vorbeigeritten und unbehelligt geblieben.

Manchmal war Cameron Hunt davon überzeugt, ein Magnet zu sein, der das Unheil anzog. Und andersrum wurde auch ein Schuh daraus: Das Unheil zog auch ihn an.

Deswegen war er ja eigentlich unterwegs nach Devil Town. Weil ihn das dort nistende Übel anzog. Einen vernünftigen Grund, in diese schlimmste Stadt im Westen zu reiten, gab es nicht. Man musste selbst total verkommen oder wenigstens verrückt sein, Devil Town aufsuchen zu wollen. Oder man musste einen ganz persönlichen und besonderen Grund dafür haben…

Cameron Hunt schüttelte den Kopf, als könne er seine Gedanken damit wieder in andere Bahnen lenken. Dies war weder der rechte Ort noch die Zeit, um darüber nachzudenken, was ihn nach Devil Town trieb. Erst einmal musste er dafür sorgen, dass er seinen Ritt dorthin fortsetzen konnte. Und dem stand immer noch dieser hinterhältige Schießer im Wege!

Wer er wohl war?, überlegte Hunt. Einer der Typen vielleicht, die diese Farm überfallen hatten. Oder jemand, der nach den Banditen oder Indianern gekommen war, wie ein Aasgeier, um sich etwas von dem zu holen, das die anderen übriggelassen hatten.

Egal. Das würde er noch früh genug herausfinden. Hoffentlich… Jetzt war es an der Zeit, etwas zu tun. Cameron Hunt musste und wollte handeln und diesem Scheißspielchen ein Ende setzen – und er wollte dieses Spiel als Gewinner beenden!

Einen Moment lang spielte er mit dem Gedanken, kurzerhand auf die Tür des Hauses loszustürmen und dabei mit beiden Colts in Richtung des versteckten Gegners zu feuern. Aber er verwarf die Idee. So etwas funktionierte, wenn einem jemand Rückendeckung gab und den Kontrahenten mit Dauerfeuer dazu zwang, den Kopf unten zu halten. Im Alleingang kam eine solche Aktion einem Selbstmord gleich.

Hunt rief sich den Anblick der Farm in Erinnerung. Links des Wohnhauses hatte er einen Anbau gesehen, einen kleinen, windschiefen Schuppen, der vermutlich als Vorratskammer genutzt wurde. Sein Dach befand sich in Höhe der zweiten Etage des Hauses.

Cameron Hunt nickte. Von dort aus musste es möglich sein, eines der Fenster im oberen Stockwerk zu erreichen. Und wenn er es erst einmal bis in das Haus geschafft hatte, würden seine Chancen noch ein bisschen besser stehen. Dann wäre er näher an seinem Gegner und hätte bessere Deckungsmöglichkeiten als hier draußen.

"Dann los!", rief Hunt sich selbst zu.

Noch einmal schnellte er in die Höhe, feuerte zwei Schüsse in Richtung des Fensters, hinter dem er den Schützen wusste. Der schoss zurück und verriet Hunt damit, dass er noch an derselben Stelle lauerte.

Gut!

Cameron Hunt warf sich wieder zu Boden und kroch los. Wie eine Schlange schob er sich durch den Staub, erreichte die Ecke der Veranda und glitt herum.

Jetzt zählte vor allem Schnelligkeit.

Kaum hatte Cameron Hunt den Punkt erreicht, an dem er von dem anderen nicht mehr gesehen werden konnte, kam er hoch, nahm Anlauf und steckte dabei die Waffe ins Holster. Dann sprang er. Seine Hände bekamen die Kante des schrägen Anbaudachs zu fassen. Ein Klimmzug brachte ihn hinauf.

Oben angelangt, kehrte der Revolver wie von selbst zurück in seine Faust. Eine halbe Sekunde nahm sich Cameron Hunt, um zu lauschen. Er hörte nichts Verdächtiges. Offenbar hatte sein Gegner nicht gemerkt, dass Hunt die Position gewechselt hatte.

Zwei Fenster waren von dem Dach aus zu erreichen. Sie lagen links und rechts davon, jeweils etwa einen knappen Schritt von der Kante aus entfernt.

Hunt entschied sich für das rechte.

Zwei Schritte mussten als Anlauf genügen. Die Dachkonstruktion gab unter seinem Gewicht nach und knirschte gefährlich. Ein heftiger Windstoß brachte ihn zudem noch ins Wanken.

Trotzdem stieß sich Cameron Hunt ab. Einen Moment lag er fast waagrecht in der Luft, vor ihm das Fenster, hinter ihm das Dach, unter ihm der Erdboden. Ein Sturz aus dieser Höhe hätte ihn nicht umgebracht, aber vermutlich genug verletzt, um für den heimlichen Schützen leichte Beute zu werden.

Doch darüber brauchte sich Hunt keine Gedanken zu machen. Er erreichte das Fenster mit seinem Sprung. Die Arme schützend vor den Kopf gelegt, schlug er wie ein überdimensionales Geschoss durch die Scheibe. In einem klirrenden und funkelnden Splitterregen flog er in das Zimmer dahinter. Er prallte zu Boden, verwandelte den Sturz in eine Rolle und kam sofort wieder hoch, den Colt in Blickrichtung vorgestreckt.

Einen Augenblick lang blieb er leicht geduckt stehen und schaute sich um. Er befand sich in einem Schlafzimmer, das offensichtlich seit einer Weile nicht mehr genutzt worden war. Der Staub lag halbfingerdick auf dem Mobiliar, das Bettzeug war feucht und roch modrig.

Eine Tür führte hinaus auf einen Flur.

Im unteren Stockwerk rumorte es. Irgendetwas fiel dumpf scheppernd um. Jemand fluchte halblaut. Dann hörte Cameron Hunt hastige Schritte. Sie wurden lauter, und dem Geräusch nach stieg jemand eine Treppe hoch.

Perfekt!

Rasch versetzte Hunt der Tür einen Tritt, der sie jedoch nicht ins Schloss klappen ließ. Dann stellte er sich dahinter in den toten Winkel.

Wenn er Glück hatte, würde sein Gegner nicht gleich wissen, in welches Zimmer er eingedrungen war. Dann lag das Überraschungsmoment auf Cameron Hunts Seite.

Der andere hatte das Ende der Treppe erreicht. Ein Schuss krachte, blind in den Flur hinein gefeuert. Hunt ließ sich nicht aus der Reserve locken.

Wieder klangen Schritte auf, vorsichtig und langsam diesmal. Jemand schlich draußen an der Tür vorüber.

Cameron Hunt zählte in Gedanken bis drei. Dann trat er lautlos vor, riss die Tür auf und sprang hinaus auf den Flur, die Knie gebeugt und nunmehr seine beiden Colts in die Richtung haltend, in der er seinen Gegner wusste.

Seinen Gegner?

Cameron Hunts Zeigefinger krümmten sich um die Abzüge, aber sie schafften es nicht, abzudrücken. Er fühlte sich selbst wie gelähmt, war vor Überraschung erstarrt.

Diesen Anblick hatte er nicht erwartet, verdammt!

Vor ihm stand – eine Frau!

Und Hunt brachte es einfach nicht fertig, auf eine Frau zu schießen!

Sein Pech…

Denn die Frau kannte solche Hemmungen nicht!

Sie funkelte Cameron Hunt mit wildem Furienblick an.

Und drückte ab!

 

*

 

Cameron Hunt überwand seine Starre in dem Moment, da der Zeigefinger der schießwütigen Hexe sich um den Abzug krümmte.

Hunt ließ sich nach hinten fallen, als der Schuss krachte und ein feuriger Dorn aus der Mündung ihres Revolvers stach. Er spürte, wie die Kugel über sein Gesicht sengte, millimeterknapp.

Im Sturz riss Cameron Hunt den Fuß hoch. Seine Stiefelspitze traf das Gelenk der Schusshand des Frauenzimmers. Sie kreischte auf. Ihr nächster Schuss fuhr in die Decke des Flurs.

Und dann war Cameron Hunt auch schon wieder auf den Beinen und bei ihr. Als sie den Revolver von Neuem auf ihn richten wollte, blockte er ihre Bewegung mit dem Unterarm ab.

"Du bekommst mich nicht, du Hurensohn!", keifte sie mit verzerrtem Gesicht. Ihre Augen brannten in kaltem Feuer, und ihr schwarzes Haar flog wie von eigenem Leben beseelt.

"Wer sagt denn, dass ich dich will?", gab Hunt trocken zurück. "Und kein böses Wort mehr über meine Mutter, klar? Sie musste ihr Geld im Schweiße ihres Schoßes verdienen!"

Die eigenen Waffen hatte Cameron Hunt weggesteckt. Während er jetzt mit der linken Hand den Waffenarm der Frau aus seiner Richtung hielt, ballte er die rechte zur Faust und schlug zu. Nicht hart, und der Hieb tat vermutlich ihm mehr in der Seele weh als der Frau am Kinn. Mann, er hasste es, das tun zu müssen. Aber andererseits – verdammt, es ging um sein Leben. Und an dem hing er eben.

Aber der Schlag genügte, um sie auszuknocken. Hunt hatte den richtigen Punkt getroffen. Die Teufelin verdrehte die Augen, bis nur noch das Weiße zu sehen war, dann kippte sie seufzend nach hinten weg. Cameron Hunt fing sie auf und ließ sie behutsam zu Boden gleiten.

Zunächst wand er ihr den Colt aus den Fingern und nahm die Patronen aus der Trommel. Dann nahm er sich einen Moment lang Zeit, die Frau zu betrachten.

Sie war noch keine Dreißig, und sie war hübsch. Jetzt, da ihr Gesicht keine von Furcht und Wahn verzerrte Grimasse mehr war. Wie schlafend lag sie da, und ihr üppiger Busen hob sich unter gleichmäßigen, tiefen Atemzügen. Ihr Kleid hatte schon bessere Tage gesehen, es war schmutzig und stellenweise zerrissen.

Was mochte ihr passiert sein?, fragte sich Cameron Hunt.

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