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In Adelskreisen - Folge 44

In Adelskreisen

Tauchen Sie ein in die glanzvolle Welt des Hochadels.

Erleben Sie Leid und Glück in Märchenschlössern und Liebe, die nicht nach Rang und Namen fragt.

Die Tränen der reichen Braut

Vor der Hochzeit erfuhr sie die bittere Wahrheit

Von Ina Ritter

Wir brauchen kein Hochzeitsmenü, die Hochzeit mit Leonhard von Sassenau findet nicht statt!« Kühl und unpersönlich kommen diese Worte über Ricarda Hellers Lippen, und doch – wie viel Kummer und Tränen verbergen sich dahinter!

Gewiss, Ricarda ist schön und reich, die Besitzerin des Grandhotels, aber gerade das macht sie so angreifbar und verletzlich. Mit den Jahren hat Ricarda einen Schutzwall um sich errichtet, den die Menschen ihrer Umgebung schlicht als Hochmut bezeichnen. Dabei sehnt sich ihr so oft enttäuschtes Herz nach einem Menschen, der sie uneigennützig um ihrer selbst willen liebt …

»Herein!«, rief Ricarda Heller und hob den Kopf von den Papieren, die vor ihr auf dem Schreibtisch lagen.

»Guten Morgen«, wünschte Oberkellner Frank Behlmer und verneigte sich devot.

»Guten Morgen«, gab die entzückende junge Dame zurück und unterschrieb einen Brief. »Was wollen Sie?«

»Es handelt sich um das Menü, gnädiges Fräulein.«

Der Oberkellner war ein Mann, den so leicht nichts aus der Ruhe brachte, aber vor seiner jungen Chefin fühlte er sich klein und befangen. Dabei war sie alles andere als einschüchternd, die Besitzerin des Grandhotels. Nur wenn sie jemanden anschaute mit ihrem kühlen, unpersönlichen Blick, dann allerdings wirkte sie einschüchternd.

»Was für ein Menü?« Ricarda Heller trommelte mit den Fingerspitzen ungeduldig auf den Schreibtisch. Sie hasste Umständlichkeit, denn ihre Zeit war kostbar.

»Ihr Hochzeitsmenü, gnädiges Fräulein.«

Ricarda schaute den Oberkellner einen Moment an, als wisse sie gar nicht, wovon er sprach.

»Wir brauchen kein Hochzeitsmenü«, erwiderte sie dann knapp. »Die Hochzeit findet nicht statt.«

»Aber …« Unwillkürlich schüttelte Frank Behlmer den Kopf. Die junge Chefin hatte ihnen schon einiges geboten, aber das hier ging entschieden zu weit. »Aber die Gäste … die Einladungen sind verschickt …«

Die junge Dame lehnte sich im Stuhl zurück und verschränkte die Arme.

»Ich habe alles abgesagt, lieber Behlmer.«

»Wie gnädiges Fräulein wünschen«, stammelte der Mann. Er war wie vor den Kopf geschlagen.

Seit Wochen war die bevorstehende Hochzeit der jungen Dame mit Arno von Korten nicht nur Thema eins im Grandhotel, sondern die ganze Stadt nahm Anteil an diesem Ereignis. Und fast einstimmig war man der Ansicht, es würde auch allerhöchste Zeit, dass Fräulein Heller unter die Haube kam.

Sie brauchte einen Mann, der ihren Hochmut zügelte und ihr ab und zu einen kleinen Dämpfer aufsetzte. Ihr Reichtum war ihr zu Kopf gestiegen, das war die einhellige Meinung aller Menschen, die Ricarda Heller nicht gut kannten.

Und es gab kaum einen Menschen, der Ricarda Heller gut kannte. Sie ließ niemanden an sich heran, blieb stets reserviert, und es schien nichts zu geben, was sie innerlich berührte.

»Es tut mir leid, gnädiges Fräulein«, murmelte Behlmer.

Wahrscheinlich hatte Herr von Korten sich im letzten Moment zurückgezogen. Übelnehmen konnte man es ihm nicht, fand Frank Behlmer.

Ricarda Heller war zwar eine ungewöhnlich aparte Erscheinung, in die jeder Mann sich auf Anhieb verliebte. Aber bei keinem Mann hielt dieses Gefühl an, wenn er sie näher kennengelernt hatte.

Ricarda Heller hatte kein Herz.

»Danke«, gab die junge Dame zurück. »War sonst noch etwas, Behlmer?«

Er verneigte sich eckig und ging rasch hinaus. Erst auf dem Flur atmete er tief durch, weil er den Eindruck hatte, in Gegenwart seiner Chefin einfach nicht genügend Luft bekommen zu haben.

Und dann grinste er, als er richtig begriff, was geschehen war. Fräulein Heller war sitzen gelassen worden, und er gönnte es ihr, gönnte es ihr von ganzem Herzen.

Es würde diesem hochmütigen Ding eine Lehre sein, und vielleicht kam sie jetzt auch ein bisschen von ihrem hohen Ross herunter. Viel Hoffnung hatte Behlmer allerdings nicht.

Die junge Dame, von der hier die Rede war, saß hinter ihrem Schreibtisch, aber sie arbeitete nicht. Nur wenn sie allein war und sich unbeobachtet wusste, zeigte sie ihr wahres Gesicht.

Es war das Gesicht einer müden jungen Frau, der die Verantwortung für die übernommene Aufgabe manchmal einfach zu viel wurde.

Ricarda schaute vor sich hin, und obwohl ihr Blick dabei auf dem Angebot einer Besteckfirma ruhte, sah sie nichts. Nicht einmal das Gesicht des Mannes, den sie in drei Wochen hatte heiraten wollen.

Arno von Korten …

Ein Name für sie, nicht viel mehr. Und doch eine weitere Enttäuschung in ihrem an Enttäuschung nicht gerade armen Leben.

***

»Einen wunderschönen guten Morgen.«

Die Tür zu Ricardas Zimmer wurde schwungvoll geöffnet. Der junge Mann warf sie ebenso achtlos hinter sich zu und eilte durch den Raum, die Hände vorgestreckt.

»Und mein armer kleiner Liebling sitzt hier und muss bei dem herrlichen Wetter arbeiten!« Er packte Ricardas Oberarme und zog die junge Dame vom Stuhl hoch. »Den ganzen Vormittag habe ich mich darauf gefreut, dich zu sehen«, gestand er mit vibrierender Stimme. »Wie schön du wieder aussiehst! Hast du meine sehnsüchtigen Gedanken gespürt? Ich kann es gar nicht mehr abwarten, dass du mir endlich ganz gehörst.«

Er wollte Ricarda küssen, aber die junge Dame bog den Kopf zur Seite, sodass seine Lippen nur ihre Wange trafen. Der Mann war nicht gekränkt, sondern lachte nur verhalten.

»Wie scheu du bist«, sagte er leise.

»Hör auf mit dem Theater!« Ricardas Stimme klang sehr kühl und fast gleichgültig. »Wir werden nicht heiraten! Ich habe die Hochzeit abgesagt.«

»Was hast du?« Der Mann schüttelte den Kopf. »Deine Scherze entbehren jeglichen Humors. Nun lach schon!«

Erneut versuchte er, sie an sich zu ziehen. Er wusste, was er als Mann wert war. Die Frauen hatten es ihm oft genug gesagt.

Allerdings seine künftige Frau noch nicht. Ricarda war von Anfang an kühl und zurückhaltend gewesen, und eine ganze Weile hatte Arno von Korten ihre Haltung imponiert.

»Ich habe die Hochzeit abgesagt«, wiederholte Ricarda geduldig, und beim Sprechen nistete sich wieder dieses überhebliche Lächeln um ihre Mundwinkel ein. »Verstehst du plötzlich kein Deutsch mehr?«

»Ich verstehe dich nicht«, knurrte der Mann. »Was soll der Unsinn?«

»Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass du nicht der richtige Mann für mich bist, das ist alles. Die Absagekarten habe ich in Druck geben lassen. Sie werden heute Nachmittag geliefert. Du brauchst dich um nichts zu kümmern, mein Büro erledigt alles.«

»Du sprichst, als meintest du es ernst«, murmelte Arno von Korten. »Es muss sich um ein Missverständnis handeln. Ich liebe dich.«

»Du brauchst es nicht mehr zu sagen, ich glaube dir doch nicht.«

»Warum nicht?«, fragte der Mann naiv.

»Weil ich weiß, dass ich dir nichts bedeute. Müssen wir wirklich darüber sprechen?«

»O ja, allerdings. Ich habe ein Recht darauf, deine Gründe zu erfahren. Was wirfst du mir vor?«

Ricarda zuckte die Schultern.

»Wenn du darauf bestehst … Ich hatte allerdings gehofft, du würdest dir und mir die Peinlichkeit einer unnötigen Auseinandersetzung ersparen. Du betrügst mich.«

»Wer behauptet das?«, knirschte der Mann. Er ballte die Hände zu Fäusten. »Nenne mir den Namen – ich werde den Schuft zur Rechenschaft ziehen.«

Ricarda betrachtete ihn interessiert. Und dann lächelte sie amüsiert.

»Hör doch endlich auf, Theater zu spielen! Wir wollen keine Tragödie daraus machen. Ich bin nun einmal nicht bereit, einen Mann mit anderen Frauen zu teilen. Das ist sehr unmodern, ich weiß, aber ich kann einfach nicht aus meiner Haut heraus.«

»Aber das ist doch alles Lüge und Verleumdung. Ich liebe dich, Ricarda, auch wenn du aus Eis zu bestehen scheinst. Ich werde das Eis schon schmelzen. Warte nur, bis wir verheiratet sind. Du hättest mir schon vorher erlauben sollen …«

»Ich bin froh, dass ich es nicht getan habe«, erklärte sie gelassen. »Sie heißt Betty. Ich kann dir auch sagen, wo sie wohnt, aber das weißt du besser als ich. Glaube nicht, ich sei eifersüchtig. Meinetwegen kannst du tun und lassen, was du willst. Du musst nur verstehen, dass ich nicht bereit bin, einen Mann zu heiraten, der mich schon vor der Ehe betrügt.«

»Wäre es dir lieber, ich hätte damit bis nach der Hochzeit gewartet?«, knurrte Arno. »Die Geschichte mit Betty – gut, ich gebe zu, dass … aber sie hat überhaupt nichts zu bedeuten. Sie ist ein kleines, dummes Ding – überhaupt nicht mit dir zu vergleichen. Ehrlich, du hast ein ganz anderes Format, du bist wer.«

»Nun, diese Dame scheint immerhin ihre Qualitäten zu besitzen, sonst hättest du sie nicht mit deiner Gunst beehrt«, meinte Ricarda mit feinem Lächeln.

Der Mann zog ein Taschentuch und tupfte sich den Schweiß vom Gesicht.

»Du bist eifersüchtig«, sagte er dann. »Also, das hätte ich nicht für möglich gehalten, Kleines. Und dann noch auf solch ein unbedeutendes Geschöpf wie Betty.«

Er glaubt tatsächlich, was er sagt, schoss es Ricarda durch den Kopf. Viel fehlte nicht und sie hätte laut gelacht.

»Ich verspreche dir, mit Betty Schluss zu machen. Ich wollte sie sowieso nicht wiedersehen. Du musst verstehen, dass ich … ich bin nun einmal ein Mann, Ricarda. Und wärest du nicht so spröde gewesen …«

»Du wolltest nicht auf mich warten. Die paar Monate waren dir zu viel. Und das nennst du Liebe? Es tut mir leid, Arno, aber wir passen einfach nicht zusammen. Ich muss dich um Entschuldigung bitten, dass ich es erst jetzt bemerkt habe. Gott sei Dank ist es noch nicht zu spät.«

»Du willst mich abschieben. Aber bilde dir nicht ein, du könntest mich so billig loswerden. Wofür hältst du dich eigentlich? Glaubst du, du wärest etwas ganz Besonderes?«

Ricarda schaute auf den kostbaren Teppich.

»O nein«, gestand sie leise, »das glaube ich nicht. Ich habe nur gesagt, dass wir nicht zueinander passen. Das ist alles. Es ist kein Werturteil, Arno. Sicherlich wirst du genug Frauen finden, die mit dem zufrieden sind, was du ihnen geben kannst. Ich verlange nun einmal etwas anderes.«

»Du selbst willst nichts geben, du verlangst nur! Du verlangst Treue von einem Mann, ohne … Sag einmal, wie stellst du dir das eigentlich vor? Ich habe Blut in meinen Adern, kein Eiswasser wie du. Dir fällt es leicht, auf alles zu verzichten, was auch zur Liebe gehört. Aber ich bin eben ein richtiger Mann!«

»Das habe ich nicht bezweifelt. Ich habe nur gesagt, dass wir nicht zueinander passen. Nimm meine Entscheidung nicht persönlich. Jeder hat das Recht, sich einmal zu irren. Entschuldige jetzt, ich habe noch dringend zu arbeiten. Also dann, Arno …«

Sie streckte die Rechte aus, aber der Mann nahm sie nicht.

Er starrte sie wild an, ein Mann, der zum ersten Mal von einer Frau zurückgewiesen worden war. Alle anderen hatten sich darum gerissen, von ihm beachtet zu werden. Er konnte jede haben, die er wollte, und seine Wahl war auf die schönste Frau der Stadt gefallen.

Und die schickte ihn fort wie einen Laufjungen. Das war mehr, als er verkraften konnte.

»Du wirst mich heiraten!«, knirschte er. »Hast du verstanden, Ricarda? Du wirst diese dummen Karten in den Kamin stecken und vernünftig sein. Ich lasse mich nicht von dir blamieren.«

»Es tut mir leid, mein Entschluss steht fest.«

»Und das alles nur, weil ich mit Betty befreundet bin? Wenn man hört, dass du mir deshalb den Laufpass gegeben hast, wird man dich noch mehr auslachen als bisher. Oder glaubst du etwa, du würdest respektiert?« Seine Stimme überschlug sich fast. »Eine lächerliche Figur bist du, damit du es nur weißt. Ein Mensch, der aussieht wie eine Frau, aber in Wirklichkeit keine ist. Ein Niemand bist du, ein Nichts! Und jetzt setzt du dich aufs hohe Ross, nur weil du einfach nicht imstande bist, einen Menschen zu verstehen, der sich normal verhält.«

Wie froh muss ich sein, dass mir ein Zufall noch rechtzeitig die Augen über ihn geöffnet hat, dachte Ricarda. Er ist nicht nur treulos, darüber hinaus ist er noch kleinlich und ungerecht.

Ricarda Heller setzte sich wieder auf ihren Stuhl.

»Ich habe zu arbeiten. Den Ausgang findest du ja. Lass dir das Mittagessen gut schmecken.«

»Was für ein Mensch bist du nur«, sagte Arno von Korten schwer. »Du wirst nie einen Mann finden. Jedenfalls keinen Mann, wie du ihn dir wünschst. Du wirst dir einmal einen Mann kaufen müssen, das sage ich dir schon heute. Und dabei siehst du so schön aus …«

Ricarda schlug eine Akte auf. Sie gab sich den Anschein, den Mann vergessen zu haben, aber der Schein trog. Sie hatte seine bitteren Worte gehört, und sie wusste, dass er recht hatte.

***

Es kam nicht selten vor, dass die junge Chefin des Grandhotels vergaß, sich ihr Mittagessen zu bestellen. Sie arbeitete häufig so konzentriert, dass sie keinen Hunger verspürte. So war es auch heute.

Die Stirn gefurcht, überflog sie die Berichte. Häufig schrieb sie Anmerkungen an den Rand, und dabei vergaß sie, auf die Uhr zu schauen.

Ricarda überhörte sogar das Öffnen der Tür, und erst als jemand sie recht unsanft schloss, drehte sie den Kopf. Wie aus einem Traum erwachend, schaute sie auf die füllige Frau, die jetzt auf sie zu stampfte und dabei ein recht grimmiges Gesicht machte.

»Ich bin es nur.« Die Frau hatte eine sehr tiefe Stimme, der es allerdings nicht gelang, barsch zu klingen.

»Mariechen«, murmelte Ricarda Heller.

»Jawohl, das Mariechen, und ich habe mir schon gedacht, dass Sie mal wieder nichts gegessen haben. Wo soll das noch hinführen? Sie legen sofort den Kugelschreiber aus der Hand und kommen mit! Ich habe nämlich gekocht.«

»Ist es denn schon so spät?« Ricarda fuhr sich mit der Linken über die Stirn. »Es gibt so viel zu tun, ich bin ein paarmal gestört worden …«

»Es ist schon fast zwei. Und Sie sollten nicht so viel arbeiten, dafür haben Sie doch Ihre Leute. Oder glauben Sie etwa, dass die alle unfähig sind?«

Ricardas ehrliche Antwort wäre ein glattes Ja gewesen, aber sie wollte Mariechen nicht unnötig reizen und zuckte deshalb nur die Schultern.

»Bin ich froh, wenn Sie erst verheiratet sind«, fuhr Mariechen fort. »Es gibt heute Puffer, selbst gerieben, die mögen Sie doch so gern. Nun kommen Sie schon, gnädiges Fräulein.«

Ricarda bewohnte ein paar Zimmer in der obersten Etage des Hotels, und das alte Faktotum der Familie, ihr Mariechen, betreute sie dort.

Solange Ricarda denken konnte, war Mariechen so füllig gewesen wie heute. An ihr schien die Zeit spurlos vorübergegangen zu sein.

Sie war die Einzige, die es sich gelegentlich erlaubte, der jungen Chefin gegenüber einen strengen Ton anzuschlagen. Schließlich hatte sie Ricarda früher einmal die Windeln gewechselt, und so etwas vergaß man nicht.

»Puffer … eigentlich habe ich gar keinen Hunger.«

»Der Hunger kommt beim Essen«, verkündete Mariechen. Sie war fest überzeugt, dass sie besser kochte als der französische Koch unten im Hotel. Sie hielt nichts von raffinierter Küche, sie bevorzugte reelle Hausmannskost.

So nahm Mariechen ihrer Chefin den Kugelschreiber aus der Hand und klappte die Akte zu, die Ricarda gerade durcharbeitete.

»Ist Herr von Korten auch zufällig im Hause? Dann können Sie beide zusammen essen.«

»Herr von Korten … ich weiß nicht, wo er ist. Ich werde ihn nicht heiraten.«

»Nein!« Mariechen war von ihrer Herrin einiges gewohnt, aber das ging ihr über die Hutschnur. »Und nur, weil er eine Freundin hat, wollen Sie ihn sausen lassen?«, fragte sie später fassungslos. »Das ist bei Männern so, damit muss man sich abfinden. Treu ist keiner. Oder nur die ganz Alten. Aber wenn die mal ein junges Ding zu fassen kriegen … Ich werde ihn anrufen und die Sache wieder ins Reine bringen. So was können Sie einfach nicht tun.«

Ricarda kannte das Lied, das Mariechen jetzt singen wollte.

»Bitte, bemühen Sie sich nicht«, fiel sie ihr ins Wort. »Ich bin mit Herrn von Korten fertig.«

»Aber mal müssen Sie doch heiraten. Jede Frau braucht einen Mann, auch wenn sie noch so oft sagt, dass sie keinen will. Die das sagen, haben bloß immer Angst, keinen abzukriegen.«

»Sie kennen meine Ansicht, und ich bitte Sie, meine Entscheidung zu respektieren!«

Diesen Ton kannte Mariechen. Wenn Ricarda so sprach, dann konnte man nicht mit ihr reden. Den Dickkopf hatte sie von ihrem Vater geerbt, Gott hab ihn selig. Was der sich in den Kopf gesetzt hatte, führte er auch durch.

»Also suchen wir uns in Gottes Namen einen anderen«, resignierte sie. »Hier im Hotel lernen Sie ja genug Menschen kennen. Sie dürfen bloß nicht immer in ihrem Büro sitzen.

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