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Im Zeichen des Vollmonds - Verbotene Gefühle

Renate Blieberger

Im Zeichen des Vollmonds - Verbotene Gefühle





BookRix GmbH & Co. KG
81675 München

Prolog

In einer Zukunft, die so fern ist, dass von mir nur noch Staub übrig sein wird, wird ein Mädchen geboren werden. Ein Kind der Erde, geboren von einer Hexe, aber gesegnet von Mutter Natur selbst. Sie wird so sehr mit unser aller Mutter verbunden sein, dass sie fähig sein wird, auf die Magie der Natur selbst einzuwirken.

Durch drei Zeichen werdet ihr sie erkennen. Das erste Zeichen ist ein Traum, vor ihrer Geburt wird ihre Mutter träumen, sie würde einen Teil der Erde selbst zur Welt bringen. Das zweite Zeichen zeigt euch die Erde, denn dort, wo das Kind seine ersten selbstständigen Schritte tun wird, wird der Boden erblühen. Das dritte Zeichen, zeigt sich in der Magie selbst, wenn sie zur Frau gereift ist, wird sich ein Ort der Macht mit ihr verbinden, wenn sie ihn das erste Mal betritt.

Dieses Kind wird, wenn sie sich als Frau, mit einem Mann verbindet, unsere Welt verändern. Mit dem richtigen Mann an ihrer Seite wird sie ein großes Übel zerstören, aber mit dem falschen Mann, wird sie uns allen den Untergang bringen.

Möge Mutter Natur ihre Wahl lenken, oder euch zumindest ein gnädiges Ende schenken.

Prophezeiung von Salia, Hohepriesterin des Zirkels der Hexen, 200 nach Christus

1.Kapitel

Sie rannte durch den brennenden Wald, Rauch drang in ihre Lunge und ließ sie qualvoll husten. Die flirrende Hitze versengte ihre Haut, die brennenden Zweige der Büsche verkohlten den Stoff ihres Nachthemds, und doch lief sie weiter, immer weiter ins Zentrum des Brandes. Dorthin, wo der alte große Baum stand, dort wo die Magie dieses Ortes wohnte. Zu diesem uralten mächtigen Baum, der schon seit Urzeiten hier zu stehen schien, und der sie vom ersten Moment an gerufen hatte, damals, als sie noch ein Kind gewesen war. Gerade als das Inferno drohte sie zu verschlingen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Sie blieb stehen und atmete tief ein, um den beißenden Geschmack nach Rauch aus ihrer Kehle zu bekommen. Aber anstatt des sauberen Geschmacks von frischem Regen füllte ein kupfriger Geschmack ihren Rachen aus. Sie hob ihre Hände und schrie auf, die Ströme, die das Feuer löschten und ihr langes Nachthemd tränken waren rot, es regnete Blut vom Himmel. Sie taumelte weiter, zu dem alten Ort, der immer noch nach ihr rief. Als sie endlich ankam, watete sie bereits bis zu den Knöcheln im Blut, aber es war der Anblick vor ihr, der sie straucheln ließ. Von dem majestätischen Baumriesen war nur noch ein verkohlter Stumpf übrig und das weiche Moos um ihn herum war bereits in der blutigen Flut verschwunden. Sie sank vor den Überresten des Baumes, der einst einen heiligen Ort markiert hatte, auf die Knie und schluchzte auf. Sie kauerte dort im roten Matsch, bis ein Brodeln und Gluckern ihre Aufmerksamkeit erregte. Es kam von dem Stamm. Fast gegen ihren Willen taumelte sie hoch und wankte zu dem Stumpf, um sich darüber zu beugen. Kaltes Grauen stieg in ihr auf, der Stumpf war hohl und in ihm brodelte eine blutige Masse. Jede Faser von ihr schrie danach zurückzuweichen, aber wie von jemand anderem gelenkt schob sie sich immer weiter vor, bis sie über den Stamm gebeugt stehen blieb. In dem Moment ertönte ein tiefes Grollen, als ob die Erde selbst klagen würde, dann schoss die Masse, wie ein Geysir, aus dem Stumpf hoch, ergoss sich über sie, warf sie um und überschwemmte den gesamten Wald.

Anna fuhr mit einem Schrei hoch, und bemerkte zu ihrer Erleichterung, dass sie nicht im Wald, sondern in ihrem Bett war. Sie stöhnte gequält auf, sie hatte wieder von dem Brand und der blutigen Flut geträumt, oder besser gesagt, sie hatte eine Vision gehabt, wie jede Nacht seit Monaten. Mit zitternden Händen schob sie die Bettdecke, die sich um ihre Füße verstrickt hatte, weg, um aufzustehen und zum Bad zu taumeln. Dort angekommen wusch sie sich das schweißnasse Gesicht. Aus dem Spiegel sah ihr ein blasses Gesicht entgegen, Anna war eine Hexe, Visionen waren ihr nicht neu, die Magie hatte schon oft zu ihr gesprochen. Aber noch nie war sie so lange von einer Vision gequält worden, ohne auch nur einen Hinweis auf die Lösung zu erhalten. Sie lachte bitter auf, die Magie war offenbar nachtragender als ihre Eltern. Das war wohl die Strafe, weil sie vor einigen Monaten gegen die Regeln des Zirkels verstoßen hatte, um ihrer Freundin Jess das Leben zu retten. Es war Hexen verboten sich in die Belange von anderen übersinnlichen Wesen einzumischen, und Jess Gefährte war ein Werwolf. Dabei hatte die Magie selbst ihr die Vision des anderen Wolfes geschickt, die sie dann an Lukas weitergegeben hatte. Lukas, sie seufzte, wenigstes hatte ihre Freundin seitdem ein herrliches Leben. Der Wolf las seiner Gefährtin jeden Wunsch von den Augen ab, während Anna selbst sich mit flüchtigen Bekanntschaften zufriedengeben musste. Ihre Eltern verscheuchten nämlich zuverlässig jeden Mann aus ihrem Leben. Hatten sie doch die verrückte Idee, nur ein Hexer käme für Anna infrage. Sie seufzte abermals auf, natürlich hätte sie ausziehen können, sie war immerhin schon dreißig und nicht dreizehn. Aber zum einen wäre das Leben als Hexe um ein ganzes Stück schwieriger geworden, wenn sie all die Rituale und Angewohnheiten vor jemand hätte verstecken müssen. Und zum Zweiten hätte sie ihre Eltern verloren, da die beiden so sehr an den alten Traditionen hingen, dass es für sie schier undenkbar war, dass Anna sich vom Zirkel abwenden könnte. Zumal dadurch die Beiden dort ebenfalls in Ungnade gefallen wären. Das konnte und wollte sie ihnen nicht antun. Anna liebte die Magie und die sanfte Berührung von Mutter Erde und ihre Eltern, aber diese verstaubten Zirkelregeln waren ihr zuwider. Sie spielte nur wegen ihrer Eltern mit, also führte sie praktisch ein Doppelleben. Vor ihnen gab sie die brave Zirkelhexe, die sich nur dann und wann einen kleinen Ausreißer aus der Routine vergönnte. Aber hinter ihrem Rücken hatte sie sich ein kleines Stück Freiheit geschaffen. Sie traf sich in den Nachbarstädten mit Männern, manchmal hielt so eine lockere Beziehung sogar einige Monate, bis es selbst dem Gutmütigsten zu viel wurde, und er darauf bestand, ihre Familie kennenzulernen. Aber eigentlich war ihr in den vergangenen Monaten die Lust auf solche lockeren Sachen ohnehin vergangen. Jess und Lukas Glück vor Augen, erschien ihr weniger als die Beiden hatten einfach nur unbefriedigend. Sie schüttelte sich, um ihren Kopf freizubekommen, egal wie deprimierend ihr Leben, und wie grauenerregend diese Visionen auch waren, sie hatte keine Lust sich deswegen auch noch die Hysterie ihrer Eltern anzuhören. Die waren schon wegen der Sache mit Jess aus dem Häuschen gewesen, und hatten ihr praktisch Haussarest verpasst. Nicht, dass sie den nicht sabotiert hätte, sobald die beiden geschlafen hatten. Aber jetzt stand Weihnachten vor der Tür und sie hatten sich gerade ein wenig beruhigt. Heute hatten sie zur Beendigung von Annas Haussarest sogar ein feierliches Abendessen angekündigt. Da würde sie den Teufel tun und sie mit Weltuntergangsszenarien wieder in Aufregung versetzten.

Einige Stunden später

Anna saß an ihrem Platz am Tisch und wartete, bis ihre Mutter das Essen auftrug. Da ihr Versuch Hilfe anzubieten mit einer gebieterischen Handbewegung ihrer Mutter beendet worden war, ließ sie sich nun eben bedienen. Ihr Vater saß ihr gegenüber und musterte sie ernst, sie bemühte sich feierlich zu wirken, malte sich in Gedanken aber schon aus was sie nach dem Ende ihres „Haussarestes“ heute tun würde. Sie musste nur noch das Essen und die abschließende Predigt durchstehen, dann war sie endlich wieder offiziell frei.

Nachdem ihre Mutter alle drei Gänge der Reihe nach gebracht hatte, und alles verspeist worden war, brachte sie jetzt das edle Kristall, und ihr Vater erhob sich, um den Wein, den er zuvor aus dem Keller geholt hatte einzugießen. Der Mittfünfziger, von dem Anna ihren großen schlanken Wuchs geerbt hatte, erhob sein Glas, prostete ihnen zu und begann nun feierlich zu sprechen: „Anna, du weißt, dass du im Herbst etwas Falsches getan hast, aber du hast deine Strafe abgebüßt“,

„denkst du“, dachte Anna ironisch,

„und ich freue mich, dir neben deiner Freiheit auch noch eine freudige Botschaft überbringen zu können.“ Bei Anna begannen in diesem Moment sämtliche Alarmglocken zu schrillen, Wein plus freudige Nachricht für ihren Vater ergab vermutlich sehr viel Ärger für sie.

„Welche freudige Nachricht denn?“, fragte sie, griff nach ihrem Weinglas und nahm einen Schluck, um ihre Nerven zu beruhigen.

Ihr Vater strahlte sie mit seinen blauen Augen an, „du wirst heiraten mein liebes Kind.“ Anna keuchte auf, verschluckte sich dabei am Wein und begann qualvoll zu husten. Ihre Mutter sprang auf und eilte zu ihr, um ihr auf den Rücken zu klopfen.

Anna, die zum Glück inzwischen wieder Luft bekam, schüttelte sie ab, sprang nun selbst auf und fauchte: „Das ist nicht dein Ernst.“ Die feierliche Miene ihres Vaters wich einem strengen Gesicht.

„Wir haben dir mehr als genug Freiheiten gelassen, es wird Zeit, dass du deine Pflicht tust. Du bist jetzt dreißig, hast aber, wie wir im Herbst gesehen haben, immer noch nur Flausen im Kopf, das muss jetzt aufhören. Wir haben schon vor Jahren eine Abmachung getroffen. Du wirst David Namarra heiraten, den Sohn des Zirkelherrn.“

„Hallo, willkommen im einundzwanzigsten Jahrhundert, arrangierte Ehen kommen im westlichen Kulturkreis nicht mehr vor“, protestierte sie lautstark. Sie fühlte sich, als ob ihr Kopf gleich explodieren würde, so wütend war sie. Sie hatte auf so viele Dinge verzichtet, aus Liebe zu ihren Eltern und der Magie, aber das war nur noch absurd.

„Bei uns Hexen sehr wohl, und das ist auch notwendig. Du weißt sehr gut, nur wenn du deine Kinder mit einem Hexer zeugst, werden sie vollwertige Hexer oder Hexen. Als unser einziges Kind hast du die Pflicht unser Blut weiterzugeben“, belehrte er sie.

Sie schnappte: „Habe ich euch vielleicht verboten noch mehr kleine Hexen in die Welt zu setzen.“ Ein Aufschluchzen ihrer Mutter lies Anna herumfahren.

Die kleine etwas mollige, aber immer noch sehr hübsche Frau schniefte: „Mach deinem Vater keine Vorwürfe, das ist meine Schuld, nach dir bin konnte ich keine Kinder mehr bekommen.“ Das offensichtliche Elend ihrer Mutter schwemmte Annas Wut weg und ließ nur Schuldgefühle und Verzweiflung übrig.

Sie murmelte: „So hatte ich das nicht gemeint Mama, tut mir leid, aber das könnt ihr doch nicht von mir verlangen.“

Jürgen Steiner fragte ernst: „Findest du denn das Leben deiner Eltern so furchtbar?“

„Nein, natürlich nicht, aber ...“,

„nun wir wurden auch per Abmachung verheiratet, deine Mutter zog zu mir in die Staaten ohne mich auch nur zu kennen, und wir sind sehr glücklich geworden.“

„Genau, und du kennst David ja sogar, du mochtest ihn doch immer“, schniefte ihre Mutter nun von hinten. Anna begann sich wie ein Ping Bong Ball zu fühlen, sie trat einen Schritt zur Seite, um endlich beide zusammen im Blickfeld zu haben.

„Ja sicher doch, aber wir waren damals Teenies. Ich habe ihn seit fast fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen, und was sagt überhaupt er dazu? Ich meine vielleicht ist er ja inzwischen verliebt?“, fragte Anna hoffnungsvoll.

„Natürlich ist er das mein Lämmchen, in dich, er war ja immer schon verrückt nach dir“, antwortete ihre Mutter eifrig.

Anna stöhnte gequält auf und sagte hart: „Um mal eines klarzustellen, ich werde nicht, ich betone nicht heiraten, nur weil irgendeine idiotische Zirkelregel das verlangt.“ Die Augen ihres Vaters begannen wütend zu funkeln, und Anna machte sich auf eine verbale Attacke gefasst, aber die traf nicht sie, sondern ihre Mutter.

Er knurrte sie an: „Das ist nur deine Schuld, ich war ja dagegen sie auf diese öffentlichen Schulen gehen zu lassen, sie hätte in Europa eine Zirkelschule besuchen sollen, so wie wir, dann hätte sie nicht solche Flausen im Kopf.“

Ihre Mutter zuckte zusammen und flüsterte schluchzend: „Aber ich wollte doch nur, dass sie eine glückliche Kindheit hat.“

„Und das haben wir jetzt davon, sie wird Schande über uns alle bringen, weil sie keinen Sinn für die Überlieferungen und unser Erbe hat, gerade sie, sie werden uns verbannen, wir werden Ausgestoßene sein.“ Ihre Mutter sackte immer weiter in sich zusammen.

Anna schaltete sich ein: „Moment mal, jetzt übertreibst du aber, die werden doch nicht euch rauswerfen, weil ich etwas Verbotenes mache.“ Die Blicke der Beiden richteten sich auf sie, der ihrer Mutter tränenblind, der ihres Vaters eisig.

Er erwiderte kalt: „Es ist unser Versagen, wenn der Zirkel das Erbe des Erdenkindes verliert, also gebührt uns diese Strafe.“

„Erdenkind? Was soll das jetzt wieder sein?“, fragte Anna verwirrt.

Susanne Steiner antwortete flüsternd: „Ich habe dir doch als Kind oft von unseren Vorfahren erzählt, auch von Salia und von ihrer Prophezeiung, du erinnerst dich sicher.“ Anna kramte in ihren Erinnerungen. Ihr ganzes Leben war von Magie geprägt gewesen, sie brauchte eine Weile um sich auf die richtige Erzählung zu besinnen.

Ihre Augen weiteten sich, „ihr denkt ernsthaft ich wäre das weisgesagte Mädchen?“

Ihre Mutter nickte nur stumm, während ihr Vater antwortete: „Alle drei Zeichen stimmen. Vor deiner Geburt träumte deine Mutter sie würde eine Wurzel des alten Baumes gebären. Dort wo du deine ersten Schritte gemacht hast, hat der Boden begonnen zu blühen, und deine Verbindung mit dem alten Baum kennst du ja. Du siehst, die ganze Hexenwelt blickt auf uns, du kannst diese Familie groß machen, oder du kannst uns zerstören.“ Verdammt, verdammt, verdammt, da hatte sie gedacht das Schlimmste wäre vorbei. Und falls die Beiden die Wahrheit sagten, könnte ihre Vision durchaus eine Warnung sein, aber wovor bloß? Ihr fehlte immer noch der Hinweis, den brauchte sie jetzt, und zwar flott.

Sie krächzte: „Wäre …, wäre euch denn geholfen, wenn ich es mir überlegen würde?“

Ihr Vater runzelte missbilligend die Stirn, aber ihre Mutter sagte rasch: „Das ist gut, wir werden David einladen. Sobald ihr euch wieder trefft, wirst du erkennen, wie gut ihr zusammenpasst, du wirst schon sehen.“ Daran zweifelte Anna, und zwar ernsthaft. Sie hatte den Briten als Teenie sehr gemocht, aber nur als Freund, da müsste der Funke schon blitzartig überspringen, damit sie sich verliebte. Aber sie konnte damit immerhin Zeit schinden, um vielleicht doch noch einen Ausweg zu finden, auch wenn die Chancen sehr schlecht standen. Vernunftehe und vielleicht Weltuntergang, oder alles inklusive ihrer Eltern zu verlieren und vielleicht Weltuntergang, das waren entzückende Aussichten, die Magie hatte offenbar wirklich beschlossen, sie zu bestrafen. Zum ersten Mal in ihrem Leben verfluchte Anna ihr Hexenerbe.

2.Kapitel

David Namarra stand am Fenster und starrte in die Nacht hinaus, aber er sah nicht den großen Park vor dem Anwesen, sondern seinen Weg von hier fort. Die meisten Leute hätten das prachtvolle Anwesen im Norden Englands als Schloss betrachtet, aber für ihn war es ein Gefängnis. Zwar eines mit goldenen Gitterstäben aber dennoch ein Gefängnis, und zwar eines, in dem er schon sein ganzes Leben eingekerkert war, oder besser gesagt fast sein ganzes Leben. Seit er denken konnte, bestand Davids Leben aus Pflichten. Kaum hatte er das Lesen und Schreiben erlernt, hatte er begonnen die Bücher des Zirkels zu studieren, die Geschichte und die Magie. Sein Vater, der Zirkelherr, hatte ihn selbst unterrichtet und ihm auch seine Verantwortung nahe gebracht, was auch die Leitung des Familienunternehmens betraf. David hatte noch nie in seinem Leben etwas außerhalb dieser strengen von Pflichten behafteten Welt des Zirkels getan, bis auf diese wenigen kostbaren Monate, damals vor fast fünfzehn Jahren. Ihm war schon früh beigebracht worden, dass eine spätere Verbindung zum Wohle des Zirkels zu erfolgen hatte. Da der Zirkel sein einziger Lebenszweck war, hatte er das akzeptiert. Seine Magie, sein Wissen und das Geld seiner Familie würden ihn eines Tages zu einem der mächtigsten Männer dieser Welt machen. Aber im Grunde genommen war er ein Sklave, ein Sklave des Zirkels. Es wäre ihm nie eingefallen sich dagegen aufzulehnen, dazu war die Stabilität der Magie zu wichtig für diese Welt, und er viel zu pflichtbewusst. Also verbrachte er sein Leben damit, seine magischen Fertigkeiten immer weiter zu verbessern, das Unternehmen seines Vaters immer erfolgreicher zu machen, und natürlich damit, Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Denn Schwäche war ein Makel, und Makel waren für einen Namarra inakzeptabel, auch das hatte man ihm schon früh beigebracht. Als sein Vater ihm damals mitgeteilt hatte, dass er seine zukünftige Frau kennenlernen würde, hatte er eine weitere unangenehme Pflicht erwartet. Das hatte sich schlagartig geändert, als er sie getroffen hatte, Anna Steiner, seine zukünftige Ehefrau. Er war damals siebzehn gewesen, sie zwei Jahre jünger, und ein richtiger Wildfang. Das hübsche blonde ungestüme Geschöpf hatte sein Herz im Sturm erobert, und das wohl ohne es zu wollen. Man hatte ihm zu verstehen gegeben, dass sie außerhalb des Zirkels aufgewachsen, und noch nicht mit ihren Pflichten vertraut gemacht worden war. Sie hatte vermutlich auch nichts von den Eheplänen geahnt, hatte sie ihn zwar liebevoll aber eindeutig nicht wie einen Mann behandelt. Er war sich nicht sicher, ob sie noch an ihn dachte, er hatte lange nichts von ihr gehört. Aber für ihn war die Erinnerung an diese zwei Monate, die er in ihrer Nähe verbracht hatte, sein kostbarster Schatz. War es doch die einzige Zeit seines Lebens, in der er glücklich gewesen war. Er betete sie an, sie war für ihn wie ein voller Brunnen für einen Verdurstenden. Er gestattete sich ein Lächeln, nun war es endlich soweit, gerade eben hatte er die Einladung nach Hopes End erhalten. Bald würden sie vereint sein, bald würde er wieder glücklich sein. Er hatte bisher noch nie eine Frau berührt, nicht weil sein Vater dagegen gewesen wäre, der hatte selbst seine Affairen gehabt, sondern einfach weil ihm der Gedanke eine andere Frau zu berühren, wie Verrat an seiner geliebten Anna vorgekommen wäre. Er galt als Eiskönig, den keine Frau reizen konnte, manche tuschelten sogar, er hätte nichts für Frauen übrig, auch wenn niemand es gewagt hätte, ihm das ins Gesicht zu sagen. Der Name Namarra stand sowohl im Zirkel als auch in der Geschäftswelt für Brillanz, Härte, Rücksichtslosigkeit und für Erfolg. Er ebenso wie sein Vater wurden gefürchtet, aber Anna würde er dazu bringen ihn zu lieben. Er war kein Narr, es würde nicht leicht werden sie zu erobern, aber er würde es schaffen, egal was es ihn kosten würde. Denn wenn sein trostloses Leben ihn auf eines vorbereitet hatte, dann auf das Beseitigen von Hindernissen. Gnade Mutter Erde dem, der es wagen sollte, sich zwischen ihn und Anna zu stellen.

Die „gute Neuigkeit“ hatte Anna ihre Pläne für ihren ersten Abend in Freiheit gründlich verdorben. Statt in die Stadt oder zu ihrer Freundin zu gehen, hatte sie den Rest des Abends in der Bücherstube der Steiners verbracht und die Prophezeiung der Salia studiert. Die hatte ihre Laune zwar nicht verbessert, aber dafür einiges an Klarheit in ihr Leben gebracht. Da ihre Eltern sie für dieses Erdenkind aus der Prophezeiung hielten, und die Verbindung mit einem Mann, sprich eine Ehe oder zumindest dauerhafte Beziehung, so großen Einfluss auf die Magie haben sollte, war ihr klar geworden, warum ihre Eltern jeden potenziellen Ehemann verscheucht hatten, und warum sie auf der Ehe mit David bestanden. Sie hielten den Briten wohl für die richtige Wahl, und nachdem ihre Wut sich erst mal abgekühlt hatte, musste sie zugeben, dass sie recht haben könnten. Auch ihre Vision, die sie seit Monaten verfolgte, begann Sinn zu machen. Der Brand und die Blutflut standen vermutlich für das Schicksal der Magie, falls sie die falsche Wahl treffen sollte. Es war nie ratsam den Rat der Magie zu missachten, oder ihre Regeln, darum hatte sie damals ihrer Freundin auch nur mit dezenten Hinweisen geholfen, damit die Regeln wenigstens nur verbogen und nicht gebrochen wurden. Aber diesmal würde sie nicht so leicht davonkommen. Ob David tatsächlich die richtige Wahl war, wusste sie nicht, aber sie hoffte auf ein Zeichen der Magie, wenn er erst mal da war. Sollte so ein Zeichen allerdings bekunden, dass er der Falsche war, hatte sie erst recht Probleme. Denn davon würde sie den Zirkel oder auch nur ihre Eltern nie überzeugen können. Sie rief sich die Zeit damals ins Gedächtnis. David war zwei Jahre älter als sie, also war er jetzt zweiunddreißig, sie hatte keine Ahnung, wie er jetzt aussah, damals war er ein hochgewachsener aber viel zu dünner Junge gewesen, dessen an sich hübsches Gesicht immer viel zu ernst gewesen war. Aber sie hatte es geschafft ihn zum Lachen zu bringen, und dazu, ein paar harmlose Regeln zu übertreten. Als sie an seinen Vater, den Zirkelherrn dachte, stieg Mitleid in ihr auf. Der Kerl war furchtbar, er hatte nie auch nur ein nettes Wort für seinen Sohn übrig gehabt, egal wie sehr der arme Junge sich bemüht hatte, nie war es genug gewesen. Sie hatte David wirklich gemocht, aber eher wie den älteren Bruder den sie nie gehabt hatte, nicht wie einen Jungen. Sie versuchte sich ihn als Ehemann vorzustellen, er würde vermutlich sehr zuverlässig sein, sehr pflichtbewusst und sehr nett zu ihr. Vor einem Jahr wäre das neben ihren kleinen lockeren Geschichten, die sie sich neben ihrem braven Hexenleben im Geheimen genommen hatte, nicht so schlecht gewesen. Aber wenn sie jetzt an einen Partner dachte, tauchte immer das Bild von Lukas und Jess vor ihr auf. Der Gedanke an die innige Liebe und die prickelnde Leidenschaft die ständig um die Beiden in der Luft zu flirren schien weckte Sehnsucht in ihr, und nun da sie ihre Zukunft kannte tiefe Niedergeschlagenheit. Anna, die sich während ihrer Grübeleien fürs Bett fertiggemacht hatte, kniete sich jetzt davor hin, und murmelte: „Bitte Mutter Erde, ich weiß ich bin nicht wichtig im Vergleich mit der Magie an sich, aber bitte hilf mir, ich will so nicht leben.“ Es kam keine Antwort, aber das hatte sie auch nicht erwartet, so funktionierte die Magie nicht. Falls sie überhaupt eine Antwort erhalten sollte, dann würde sie eine Vision haben, und diesmal hoffentlich nicht nur wieder diesen bescheuerten Albtraum.“

Als ob die Magie sie verhöhnen wollte, war sie schon wieder in dem brennenden Wald und rannte wieder auf den alten Baum zu. Wie immer begann es auf dem Weg dorthin, Blut zu regnen. Als sie aber am verkohlten Stumpf ankam, veränderte sich die Vision. Neben dem Stumpf stand ein Mann, er war groß, gut trainiert, wenn auch eher auf schlanke sehnige Weise, sein Haar war hellbraun, aber seine Augen, völlig untypisch für diese Haarfarbe, hellblau. Es waren diese Augen, an denen sie ihn erkannte, obwohl er über ein Jahrzehnt älter geworden war. „David“, flüsterte sie.

Er lächelte sie an, streckte ihr die Hand entgegen und sagte zärtlich: „Anna, ich habe so lange auf dich gewartet, komm zu mir.“ Dabei sah er sie so voller Liebe und Sehnsucht an, dass sie instinktiv die Hand ausstreckte, um seine zu ergreifen. Aber kurz bevor ihre Finger sich berührten, erklang aus der Ferne ein klagendes Heulen. Anna fuhr herum, um die Quelle zu finden. Sie fand sie einige Meter hinter sich, ein Wolf stand mitten in der abgebrannten Landschaft und starrte sie an. Ihr erster Gedanke galt dem Mann ihrer Freundin, aber er war es nicht, denn das Fell dieses Wolfs war rot, und ein schneeweißer Streifen zog sich vom Kopf bis zu seinem Schwanz über das ganze Fell. Als sie ihn nun endlich ansah, heulte er noch mal kurz auf, es klang wie eine Auforderung. Dann wandte er sich um und begann zu laufen. Sie verstand nicht warum, aber sie musste dem Wolf folgen.

Als sie ihm folgte, schrie David hinter ihr gequält auf: „Anna, verlass mich nicht.“ Anna zögerte kurz, der Schmerz in Davids Stimme berührte sie, aber das Verlangen dem Wolf zu folgen war stärker. Sie ließ den Mann zurück und folgte dem Wolf. Sie rannten über den kahlen blutbesudelten Boden, er immer knapp vor ihr, durch die Stadt, die Landstraße, bis sie bei dem Truckstopp zwei Meilen vor der nächsten Stadt ankamen. Dort öffnete sich die Tür, und der Wolf schlüpfte ins Gebäude. Mit ihm verschwand auch das unwiderstehliche Bedürfnis, ihm zu folgen. Anna blieb stehen und sah sich um, aber da war nur der Parkplatz und die abgestellten Autos, sonst nichts. Was immer die Magie ihr zeigen wollte, war in dem Gebäude. Gerade als sie den ersten Schritt in die Richtung der Tür machte, erklang plötzlich Davids schmerzliche Stimme hinter ihr, „Warum willst du ihn? Du gehörst zu mir, das musst du doch wissen. Wir werden die Welt verändern, wir werden den Zirkel verändern, du und ich.“ Anna fuhr herum, er stand so knapp vor ihr, dass sie ihn fast berührte und sie sah die Tränen auf seinem Gesicht. Sie streckte die Hand aus, um sie wegzuwischen, aber sie berührte nur Stoff, denn in diesem Moment wachte sie auf. Anna schüttelte sich, um wieder ganz zu sich zu kommen, so intensiv war die Vision gewesen. Da hatte sie ihre Antwort, das Dumme daran war nur, sie wurde nicht schlau daraus. David spielte in ihrer Zukunft zweifellos eine Rolle, aber warum war sie zum Truckstopp geführt worden, noch dazu von einem Wolf? Schlimmer noch, diesmal endete die Magie nicht mit der Vision. Wieder verspürte sie den Drang, in den Truckstopp zu gehen. Die Magie nach ihr und Anna folgte ihr.

3.Kapitel

Eine Stunde später stand sie vor dem Trucker Lokal, ihr Blick schweifte über den Parkplatz dann über das Gebäude. Für gewöhnlich ging Anna nicht an solche Plätze, aber die Magie drängte sie, durch die Tür zu gehen. Die Vision hatte sich verändert und sie hierher geführt, das hatte etwas zu bedeuten, kein Zweifel. Ein leichter Hoffnungsschimmer hatte sich auf der Herfahrt in ihr breitgemacht. Die Magie hatte sie noch nie betrogen, vielleicht wartete hinter dieser Tür der Ausweg, für den sie gebetet hatte. Manche Hexer beherrschten das Formwandeln, vielleicht war der Wolf aus ihrer Vision ja einer von ihnen. Vielleicht war er der Mann, der in ihr so eine Leidenschaft wie Lukas in Jess erwecken konnte. Und ein Hexer von solcher Macht würde auch den Ansprüchen ihrer Eltern genügen. Ein leichtes Lächeln glitt zum ersten Mal seit dem Abendessen über ihre Lippen, sie gab sich einen Ruck und trat ein. Es war nicht gerade eines der netten kleinen Lokale, die sie sonst bevorzugte, es war laut und rauchig und die Gäste waren vorwiegend Trucker oder leichte Mädchen, nur vereinzelt hatten sich Reisende für einen Zwischenstopp her verirrt. Sie zog sich an eine Wand zurück und ließ ihren Blick, ebenso wie ihre magische Sinne, durch den Raum wandern. Er wäre ihr sofort aufgefallen, selbst wenn sie nicht nach ihm gesucht hätte, der Mann war die fleischgewordene Sünde. Er war fast zwei Meter groß und athletisch ohne klobig zu wirken. Als er den Billard Queue in Stellung brachte, bewegte er sich mit der Geschmeidigkeit eines Raubtiers. Sein Gesicht war eine Spur zu kantig, um gut aussehend genannt zu werden, es wurde beherrscht von zwei tiefgrünen Augen. Sein Haar war rot und an seiner Schläfe zog sich eine schneeweiße Strähne bis in die Spitzen hinab. Kein Zweifel, er war der Wolf aus ihrer Vision, und kein Zweifel, er war kein Hexer, sondern tatsächlich ein Wolf, ein Werwolf. Bitterkeit stieg in Anna hoch, als sie die Wahrheit erkannte. Sie hatte die Vision falsch gedeutet, David war ihre Zukunft, egal wie furchtbar öde sie werden würde. Die Magie hatte sie nicht zu ihrem Märchenprinzen geführt, der sie vor ihrem Schicksal bewahren würde, sie hatte ihr nur ein Abschiedsgeschenk gewährt, eine Nacht voller Leidenschaft, die für ihr ganzes Leben würde reichen müssen. Ihre Schultern sackten für einen Moment nach unten und ihre Augen wurden feucht. Wütend blinzelte Anna die Tränen weg, wenn das hier schon alles war, was das Schicksal ihr vergönnte, bevor sie sich für die Magie opfern musste, würde sie verdammt noch mal jede Sekunde davon genießen. Sie straffte sich, setzte ein kokettes Lächeln auf und ging mit wiegenden Hüften auf ihn zu.

 

Patrick Kendrickson war ein Streuner, und das im wahrsten Sinn des Wortes. Er war ein Werwolf ohne Revier, und er genoss es. Nachdem er vor Jahren, noch als Junge, von seinem damaligen Zuhause weggelaufen war, war er weit herumgekommen. Er hatte alles Mögliche gemacht und hatte seine Berufung schließlich darin gefunden, Detektiv zu werden. Keiner von der Sorte, die ständig in den Medien präsent waren, oder großen Fällen nachjagten. Er begnügte sich mit kleinen Fischen, verschwundene Jugendliche, gestohlenen Wagen und so weiter. Es reichte, um sich über Wasser zu halten, und es ermöglichte ihm nach Lust und Laune herumzureisen, und seinem Wolf den benötigten Freiraum zu geben. Er hatte kein Zuhause, keine festen Bindungen und genau so mochte er es. Was Frauen anging, war er kein Kostverächter, ob es nun billige Flittchen waren, die an Orten wie diesem lauerten, um sich einen Drink oder noch mehr zu verdienen, oder kleine brave Mädchen, die mal ein Abenteuer erleben wollten, er hatte sie alle gehabt und wieder fallen gelassen. Aber dieses Prachtexemplar, das vor einigen Minuten zur Tür hereingekommen war, passte in keine der Kategorien. Für ein Gewohnheitsflittchen war sie zu hübsch und hatte zu viel Klasse, und für ein braves Mädchen zu viel Feuer. Er beobachtete sie aus dem Augenwinkel, während er so tat, als ob er sich auf sein Spiel konzentrieren würde. Was immer in ihrem hübschen blonden Köpfchen vor sich gegangen war, als sie so niedergedrückt gewirkt hatte, jetzt kam sie auf ihn zu, und die Art, wie sie ihn anlächelte und sich in den Hüften wiegte, sagten eindeutig, auf was sie aus war. Da das Leben ihm nur selten ein Geschenk machte, würde er keines ausschlagen, egal was mit der Kleinen los war. Als sie nur noch zwei Schritte von ihm entfernt war, stieg ihm ihr Geruch in die Nase, eine Mischung aus sinnlicher Frau und warmer Erde und dem Sommerregen, sie war eine Hexe, das wurde ja immer interessanter. Er legte den Queue beiseite und grinste sie anzüglich an. Sie überbrückte die letzten Meter und lehnte sich knapp vor ihm an den Tisch. Er raunte ihr zu: „Suchst du etwas Spaß Hexe?“

Für einen Moment konnte er ihre Überraschung sehen, aber sie fing sich schnell wieder und schnurrte: „Allerdings Wolf, und mir scheint ich könnte ihn gefunden haben.“ Er lachte sinnlich auf, sie wusste, was er war, das wurde ja immer besser. Er ließ ein kehliges Grollen hören, das für die restlichen Leute im Lärm unterging.

„Du willst wohl einmal in deinem Leben richtig guten, wilden Sex haben, ja?", fragte er lockend. Sie lehnte sich noch weiter vor, sodass er ihre Körperwärme und ihre exakt perfekten Rundungen spüren konnte.

Sie hauchte: „Genau das, den besten Sex meines Lebens, was meinst du, bringst du das?“

„Darauf kannst du deinen hübschen Po verwetten meine Süße. Lass uns keine Zeit verschwenden, ich habe ein Zimmer oben.“ Sie antwortete, indem sie sich noch enger an ihn lehnte und ihn küsste, und wie, ihre Lippen nahmen seinen Mund praktisch in Besitz. Ihre Zunge glitt in seinen Mund und erforschte jeden Winkel davon, selbst als sein Wolf in ihm vor Erregung aufheulte und die Spitzen seiner Fangzähne durchbrachen wich sie nicht zurück, sondern umspielte sie mit ihrer Zungenspitze. Er packte sie und presste sie enger an sich um sie die Härte in seinem Schritt spüren zu lassen. Patrick konnte sich nicht mehr erinnern, wann er das letzte Mal so heiß gewesen war, und auch sein Wolf schrie nach der Frau. Er löste sich mit einem Aufkeuchen von ihr, packte ihren Arm und schleifte sie praktisch mit auf sein Zimmer.

 

Offenbar hatte sie nichts gegen die grobe Behandlung einzuwenden, denn kaum hatte er die Tür hinter ihnen verschlossen griff sie nach seinem Hemd und zerrte daran. Er lachte auf, „Nicht so gierig Süße, wir haben die ganze Nacht Zeit.“

„Die Nacht ist zu kurz“, flüsterte sie heiser und begann ihn aus seinen Kleidern zu schälen. Na, wenn sie es so wollte, gut, er konnte es selbst kaum noch erwarten. Er tat es ihr gleich und keine fünf Minuten später waren sie beide nackt. Sie war wundervoll, ihr Körper war gertenschlank aber an den richtigen Stellen üppig gerundet, ihre Haut war makellos und alabasterfarben, ihr langes blondes Haar, das er aus seinem Band gelöste hatte, fühlte sich wie Seide auf seiner Haut an. Er hob sie einfach hoch und trug sie zum Bett, er legte sie darauf ab und glitt zwischen ihre Schenkel. Er begann sie leidenschaftlich zu küssen, während seine Hände ihren herrlichen Körper erforschten. Er wusste nicht, was ihn verrückter machte, ihr perfekter Körper unter seinen Händen oder ihre Hände, die ihn überall zu berühren schienen. Patrick hatte nie viel Wert darauf gelegt den Wolf unter Kontrolle zu halten, aber im Moment war er extrem dominant. Er konnte die Verwandlung nur mit Mühe zurückhalten, es war, als ob der Wolf auch scharf auf sie wäre. Da sie ohnehin wusste, was er war, machte er sich nicht die Mühe sich zu verstellen. Er hielt zwar seine menschliche Gestalt, aber er gestattete es dem Wolf aus seinen Augen zu sehen, und vor Lust zu knurren. Sie lachte sinnlich auf, er griff nach ihren Hüften um sie zu fixieren, um endlich in sie einzudringen, aber sie wand sich aus seinem Griff.

Er knurrte: „Verasch mich nicht, du ...“

Sie schüttelte nur den Kopf und keuchte: „Lass mich nach oben.“ Sollte ihm recht sein, er griff nach ihr und drehte sich mit ihr, ehe sie ihn wieder abwehren konnte. Er lag jetzt am Rücken und sie kniete über ihm, sie lachte heiser auf und glitt über ihn. Das Gefühl endlich in ihr zu sein war unbeschreiblich, er öffnete den Mund um vor Lust aufzustöhnen aber heraus kam das Heulen des Wolfes. Sie vergrub die Fingernägel so fest in seinen Schultern, dass er sein Blut riechen konnte, und begann ihn zu reiten. Er umklammerte ihre Hüften und erwiderte ihre Stöße. Als er sich kaum noch zurückhalten konnte, und auch ihr Atem schon stoßweise kam, packte er sie an den Hüften, rollte sich mit ihr herum und drehte sie auf den Bauch.

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