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Ihre geheimste Fantasie

1. KAPITEL

Kristin Taylor nahm den Aufzug zum 36. Stockwerk des Chicagoer Hochhauses, in das sie bis um fünf Uhr dieses Freitagabends noch jeden Tag hochgefahren war. Heute war also ihr letzter Tag bei der Corgan Architectural Group, gewesen. Doch eine Angelegenheit musste sie noch erledigen. Wenn Michael Karr für ihre verführerische Herausforderung zu haben war, würden sie heute eine aufregende Nacht verbringen.

Geistesabwesend ließ sie einen schwarzen Seidenschal durch ihre Finger gleiten. Schon der kühle, glatte Stoff genügte, um ihre Sinne zu erregen, besonders wenn sie daran dachte, was sie damit vorhatte. Würde Michael ihre erotische Einladung ebenso anregend finden? Oder würde er ablehnen und sie fortschicken, ohne ihr unbändiges Verlangen nach ihm zu befriedigen?

Dabei konnte er nicht leugnen, dass zwischen ihnen eine Anziehungskraft bestand, die in den letzten paar Monaten immer stärker, immer heißer geworden war. Sie hatten an ihrem sinnlichen, aber harmlosen Büroflirt Spaß gehabt, allerdings hatte Kristin seine beiden Einladungen zum Essen abgelehnt. Sie wollte nicht, dass sich eine ernsthafte Beziehung zwischen ihnen entwickelte.

Ihre Karriere stand für sie an erster Stelle. Das war schon immer so gewesen, und das würde auch so bleiben. Deswegen hatte sie auch das großzügige Angebot eines anderen Architekturbüros angenommen, die Restaurierungsabteilung zu leiten. Die neue Firma bot ihr eine bessere Position, mehr Geld und großartige Aufstiegsmöglichkeiten. Zwar war sie erst 28 Jahre alt, doch finanzielle Sicherheit und absolute Unabhängigkeit lagen bereits in unmittelbarer Reichweite.

Bevor sie sich jedoch auf ihren neuen Job konzentrierte, wollte sie eine unvergessliche Nacht mit dem Mann verbringen, der sie so sehr faszinierte wie keiner vor ihm.

Der Aufzug kam zum Stehen, die Türen glitten auf, und Kristin betrat den luxuriösen Empfangsbereich, der um diese Zeit menschenleer war. Nur gedämpftes Licht beleuchtete die Gänge, die zu zwei verschiedenen Flügeln der Firma führten. Kristin zog die Schuhe aus und ließ sie neben dem Aufzug stehen. Dann nahm sie den linken Gang und hielt lautlos auf Michaels Büro zu.

Es war Viertel vor acht. Alle Büros waren leer. Nur in einem, ganz am Ende des Gangs, brannte noch Licht. Kristin hatte darauf gebaut, dass Michael wie gewohnt noch spät am Abend arbeiten würde, und ihr war fast schwindlig gewesen vor Erleichterung, als sie seinen Wagen auf dem Parkplatz gesehen hatte. Ein Hindernis war also bereits überwunden, aber es blieb noch eins.

An der offenen Tür zu seinem Büro hielt sie inne. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Unwillkürlich zerknüllte sie das Tuch in ihrer Hand. Michael saß auf einem Hocker vor seinem Zeichenbrett am anderen Ende des Raums. Er schien völlig in die Entwürfe vertieft zu sein, die er vor sich ausgebreitet hatte. Leise Rockmusik erklang aus der Stereoanlage und würde sicher jedes Geräusch übertönen, wenn sie sich ihm von hinten näherte.

Fast lautlos ging Kristin auf ihn zu und bewunderte dabei seine breiten, starken Schultern, die schmale Taille und den knackigen Hintern. Sein dunkelbraunes Haar war leicht zerzaust, als würde er ständig mit den Fingern hindurchfahren, und er hatte die Ärmel seines Hemds hochgekrempelt, sodass seine kräftigen Arme zu sehen waren. Eine Hand hatte er neben den Plänen aufgestützt, und Kristin überlegte einen Moment selbstvergessen, wie groß und männlich sie war, wie lang die Finger, mit denen er zweifellos eine Frau zur Ekstase bringen konnte.

Sie erschauerte vor Vorfreude, doch auf einmal war sie verunsichert. Bei der Arbeit war sie selbstbewusst, ja sogar aggressiv, wenn es notwendig war. Allerdings musste sie zugeben, dass ihr Plan, Michael zu entführen und eine Nacht glutvoller Lust mit ihm zu verleben, sie ein wenig nervös machte. Bevor sie ihre Meinung ändern konnte, trat sie hinter ihn, legte ihm das Tuch um und verband ihm die Augen.

Er spannte sich sofort an und griff nach dem Stoff, den sie als Augenbinde benutzte.

„Was soll das?“

Schnell hielt sie ihn davon ab, das Tuch herunterzureißen. „Nicht abnehmen.“

Er hörte ihren leisen Befehl und ließ die Hand sinken. „Kristin?“

In seiner Stimme schwangen Überraschung und Ungläubigkeit mit.

Wenigstens schien er nicht verärgert zu sein, was sie als gutes Zeichen nahm. „Ja, ich bin‘s.“ Sie band das Tuch mit einem festen Knoten hinter seinem Kopf zu.

Michael entspannte sich und drehte sich vertrauensvoll zu ihr um, obwohl er sie wegen der Augenbinde nicht sehen konnte. „Ich dachte, du wärst fort.

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