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#ICHMACHDASJETZT

#ICHMACHDASJETZT

Geschichten aus dem Alltag,

die dein Leben positiv auf den Kopf stellen

Simone Janak

Inhalt

Persönliches Vorwort

Geschichten aus dem Alltag sprechen die klarste Sprache

TEIL 1 #ichmachdasjetzt: Dranbleiben

Die guten Vorsätze und der lange Atem

Der Wachhund

Der neue Haarschnitt

Auf die Plätze! Fertig! Los!

Die Absicht öffnet die Tür zum Erfolg

Mehr Zeit für mich

Das Gummitier auf Luftentzug

TEIL 2 Von Glaubenssätzen und alten Strukturen

Der Eichenschrank

Spieglein, Spieglein an der Wand

Besser beneidet als bedauert! Oder wie ist das mit dem Neid?

Nähe und Distanz

Die alten Schleifen

TEIL 3 Klarheit und Entscheidungen

Kommunikation und Klarheit

Einmal Fenster putzen bitte!

Die Nadel im Heuhaufen

Der Zug des Lebens

Mit Unsicherheit umgehen

TEIL 4 Abgrenzung und Gedankenkarusell

Darf ich bitten?

Theater, Theater, der Vorhang geht auf

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Das nackte Gummibärchen

Saat und Ernte

Perspektive und Fokus

Enttäuschungen ohne Frust

TEIL 5 Gesundheit, das höchste Gut

In 30 Tagen zu mehr Gesundheit, Fitness und Lebensfreude

Heißhunger!

Die Einserregel

TEIL 6 Meine noch persönlicheren Geschichten

Meine kleinen Entscheidungen

2019 - Das Jahr der Berge, das Jahr der Täler

Der große Bereich: Beruf - Berufung - Finanzen

Der wunderbare Bereich: Privates

Die Weisheit des Alters

Soziale Medien

Durch Stille zur Gelassenheit

Bonuskapitel:

#ichmachdasjetzt - Wie du dein Wissen umsetzt

Danksagungen: ja ich bin dankbar!

Die nächsten Schritte und Empfehlungen

Haftungsausschluss und Datenschutz

Persönliches Vorwort

Seit langem kam mir immer wieder der Gedanke: „Wie wäre es, wenn ich ein Buch schreibe?” Und stets waren die Antworten in etwa so: „Naja, was soll ich denn schreiben? Wen interessiert das? Wie mach ich das überhaupt?” Und schon war die Idee wieder für eine Weile vom Tisch.

Ich habe zwar früher schon Bücher geschrieben, über meine Beziehung und meine Schwangerschaft, über das erste Jahr zu dritt, über Urlaube und allerlei Erfahrungen. „Ja, ABER das waren ja nur meine eigenen Erfahrungen, das interessiert ja keinen! Für ein “echtes“ Buch muss ich etwas ganz Anderes können.“ So waren meine Gedanken.

Auch in den letzten Monaten kamen immer wieder diese kleinen Stimmen auf, die sagten „Die, die Bücher schreiben, können das viel besser!“ oder „Vergiss es, das ist nicht deins!”

Aber soll ich euch etwas verraten? Der Grund, warum ich eben doch dieses Buch schreiben kann, ist gleichzeitig die Basis des Buches: #ichmachdasjetzt.

Über viele Jahre habe ich an mir gearbeitet, mich weiterentwickelt, unzählige Coachings als Teilnehmer besucht und noch viel mehr Coachings und Beratungen als Coach mit Teilnehmern selbst durchgeführt. Und immer mehr habe ich verstanden, um wirklich etwas verändern zu können, müssen wir ins Handeln kommen und auch verstehen, warum wir es dennoch manchmal nicht tun.

Warum sollte ich also nicht genauso an diese Thematik herangehen, wenn ich an das Schreiben eines Buches denke?

• Habe ich das nötige Hintergrundwissen und genügend Erfahrungen? JA!

• Habe ich etwas Interessantes aus meiner eigenen Geschichte zu erzählen? JA!

• Habe ich unzählige Analogien und Bilder, die diese Gedanken einfach transportieren können? JA!

• Habe ich etwas zu sagen, das den Menschen hilft, ein noch besseres Leben zu führen? JA!

• Habe ich das Talent, das zu Papier zu bringen? Das wirst du entscheiden, wenn du auf den letzten Seiten bist und mir Feedback geben wirst.

Auf jeden Fall ist es jetzt Zeit, dass die “Popotreterin“, dir ihre Geschichten zur Verfügung stellt, damit du dein Leben in die Hand nimmst.

Kleiner Tipp: Nimm dir Zeit für die einzelnen Kapitel und nimm dir gerne ein Notizbuch beim Lesen dazu. Du wirst dein Leben sehr zum Positiven verändern, wenn du all die Fragen und Anregungen, die ich gebe, gleich aufschreibst, für dich reflektierst und dann umsetzt.

Geschichten aus dem Alltag sprechen die klarste Sprache

Es gibt unendlich viele Ratgeber, die den Menschen zu einem glücklicheren Leben verhelfen wollen. Ich möchte dich anhand von Geschichten und Analogien zum Nachdenken anregen, denn sie sind die beste Möglichkeit, auch komplexe Themen zu verarbeiten. Noch wichtiger ist, dass du dann direkt ins Handeln kommst, denn es geht ja darum, aktiv etwas zu verändern.

Ich werde dir daher auf den nächsten Seiten Geschichten anbieten, die dir so wichtige Themen wie Glaubenssätze, Abgrenzung, Achtsamkeit, negative Gedanken, Veränderung, Entscheidungen oder das Gesetz der Anziehung auf einfache und einprägsame Weise näherbringen sollen.

Viele der Geschichten entstanden auf ähnliche Weise: Entweder ich erlebte eine Situation selbst oder mir fiel eine Analogie auf, über die ich nachdenke, und die ich dann niederschreibe.

Der Grund, dieses Buch zu schreiben, ist derselbe Grund, warum du schon während des Lesens dein Leben zum Positiven verändern wirst, langsam, Schritt für Schritt und mit Kontinuität. Du wirst beginnen Positives in dein Leben zu integrieren und immer häufiger in schwierigen Entscheidungen oder Situationen sagen: #ichmachdasjetzt!

Und genau deswegen sagte ich mir: Ich schreibe dieses Buch JETZT! Es wäre einfach Verschwendung, all diese Geschichten, Analogien und Gedanken nicht gesammelt niederzuschreiben, weil ich weiß, dass ich dadurch Menschen zu einem positiven Leben verhelfen kann. Und genau das macht mich und meine aus: Ich bewege Menschen in ein positives Leben. Für die Zukunft unserer Kinder.

Deine

Simone Janak

TEIL 1 #ichmachdasjetzt: Dranbleiben

Die guten Vorsätze und der lange Atem

Im ersten Kapitel geht es gleich um ein sehr spannendes Thema, mit dem wohl fast jeder schon einmal zu tun hatte, die guten Vorsätze. Du erfährst warum, das Dranbleiben dabei einesteils so wichtig und andernteils so schwierig ist. Schon der große Denker und Dichter Goethe wusste: „Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer.“

Mein Motto #ichmachdasjetzt klingt sehr einfach, und das ist es auch. Wenn da nur nicht die kleine Möglichkeit wäre, es doch NICHT zu machen. Und das Gemeine an dieser Möglichkeit ist, meist ist es genauso einfach etwas nicht zu tun, wie es einfach wäre, es doch zu tun.

Nehmen wir zum Beispiel die Neujahrsvorsätze. Inzwischen hat sie vielleicht nicht mehr jeder, aber es gibt doch immer noch viele Menschen, die den ersten Tag des Jahres als Start für eine Gewohnheit nehmen, die sie ändern möchten. Sei es, ich rauche nicht mehr, ich trinke weniger oder gar keinen Alkohol mehr, ich achte besser auf meine Ernährung, ich treibe aktiv Sport, ich kümmere mich um unerledigte Aufgaben im Haus, ich mache mehr Neukunden Gespräche oder ich suche mir einen neuen Job, etc.

Und was passiert an Tag 1? Ok, die meisten sind zu diesem Zeitpunkt noch voll dabei, außer vielleicht diejenigen, die so einen Kater von der Silvesternacht haben, dass der Vorsatz “Joggen gehen” oder “Gesund ernähren” schlichtweg der Toilette zum Opfer fällt.

Wie sieht es allerdings zwei Wochen später aus? Da sind gerade noch 5% der Menschen dabei, ihre Vorsätze tatsächlich in die Tat umzusetzen. Warum ist das so? Dafür gibt es ein paar einfache Gründe:

Weil es so leicht ist, es doch nicht zu tun.

Weil das Leben kein sofortiges Feedback auf die kleinen Fortschritte gibt.

Weil der Körper dir nicht am dritten Tag „Gemüse essen“ sagt, „Klasse, ich schmeiß mal schnell sechs Kilo von mir!“

Auch deine Beine wollen nach vier Tagen Training sicher keinen Marathon laufen. Bestenfalls signalisieren sie dir: „Verdammt, die zwei Kilometer von vorgestern tun immer noch weh!”

Wir bekommen also meist durch kleine Änderungen nicht sofort ein positives Feedback, und das führt schnell zu Selbstzweifeln wie: „Lohnt sich das überhaupt? Warum sollte ich? Eine Pause kann ja nicht schaden. Ein Bierchen macht den Kohl ja auch nicht fett.“ Und daraus entstehen dann die Ausnahmen, die schnell zu Gewohnheiten werden, und vorbei ist es mit den guten Vorsätzen.

Außerdem nehmen sich einige Menschen einfach schlichtweg zu viel vor. Wer noch nie in seinem Leben beim Joggen war und sich als Vorsatz nimmt: „Anfang Februar möchte ich einen Halbmarathon laufen“, der mag auf der einen Seite vielleicht sehr ambitioniert sein, aber in den meisten Fällen leider nur kurzsichtig.

Wenn jemand am Tag 5, also nur noch 25 Tage vor dem Marathontermin, feststellt, dass er trotz täglichen Trainings die 4 Kilometer Grenze noch nicht einmal überschritten hat, wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Jemand weitermacht? Sehr gering, oder?

Wenn derjenige sich jedoch das Ziel gesetzt hätte, erst ein Jahr später den Marathon zu laufen, dann könnte er auf seine bereits erreichten 3 km sehr stolz sein und beginnen auf ein nächstes Zwischenziel, z.B. auf die 10 km im Mai, hinzuarbeiten.

Auch wenn wir das allseits beliebte Abnehm-Thema anschauen: Wer wird wohl weiter dranbleiben? Derjenige, dessen Vorsatz es ist, möglichst schnell 40 Kilo abzunehmen, indem er im Januar mit dem Walken beginnt, zudem im Fitness Studio am Start ist, keinen Alkohol mehr trinkt und radikal auf HighCarb, LowCarb, Metabolic, Paleo, vegane Ernährung oder sonst irgendeine Ernährungsform umstellt?

Oder derjenige, der sich das Ziel setzt, in einem Jahr 25 Kilo abzunehmen, es aber langsam angeht, Bewegung und gesunde Ernährung in seinen Alltag zu integrieren und sich vielleicht dabei noch Unterstützung holt? Ich denke die Antwort ist klar.

Was wir hier in diesem Punkt sehen, ist das zu frühe Aufgeben vor dem Erreichen des Ziels. Und wann passiert das? Meistens dann, wenn wir den Eindruck haben, das gewünschte Ziel nicht schaffen zu können. Oder wenn wir frustriert sind, dass nicht sofort ein Ergebnis sichtbar ist. Wenn wir kein direktes Feedback bekommen, wird der Nutzen des Ganzen immer weniger in unser kurzfristiges Denken passen.

Warum aber lohnt sich das “Dranzubleiben“? Weil unser Menschenverstand uns EIGENTLICH sagt, dass Ergebnisse eben erst nach einer gewissen Zeit kommen, dass sich Gewohnheiten nicht von heute auf morgen ändern lassen, ebenso wenig wie der Körper oder der Geisteszustand. Eigentlich ist übrigens ein Wort, bei dem es sich immer lohnt, es zu hinterfragen, da wir es meist nutzen, um ein Vorhaben zu vereiteln.

Chinesisch lerne ich nicht an einem Tag, Klavierspielen oder Schwimmen auch nicht.

Es ist alles immer eine Frage der Übung und des “Dranbleibens“. Ist es also logisch, dass wir nicht zu früh aufgeben dürfen? Ist es logisch, dass wir uns nicht alles auf einmal vornehmen? Ist es logisch, dass wir nicht sofort Ergebnisse erwarten? Genau, es IST so logisch, und dennoch scheitern permanent 95% aller Menschen aus einem dieser Gründe!

Hier eine Geschichte, die mich immer wieder begleitet hat und die wunderbar dazu passt. Sie handelt von zwei Fröschen, die auf einem Bauernhof einen großen Eimer sahen. Da sie sehr neugierig waren, was wohl in dem Eimer sei, sprangen sie mit einem großen Satz hinein. Es stellte sich jedoch leider heraus, dass das keine so gute Idee gewesen war, denn der Eimer war halb gefüllt mit Milch. Da schwammen die Frösche nun in der Milch und konnten nicht mehr herausspringen, da die Wände zu hoch und zu glatt waren. Der Tod schien ihnen sicher.

Einer der beiden Frösche war schnell verzweifelt: „Wir müssen sterben”, jammerte er, „nie wieder werden wir hier herauskommen.” Da alles ja doch keinen Sinn mehr hatte, hörte er mit dem Schwimmen auf und ertrank alsbald in der Milch. Der andere Frosch aber sagte sich: „Ich gebe zu, die Sache sieht nicht gut aus. Aber aufgeben werde ich deshalb noch lange nicht. Ich bin ein guter Schwimmer! Ich schwimme, solange ich kann.” Und so stieß der Frosch kräftig mit seinen Hinterbeinen und schwamm im Eimer herum. Er schwamm und schwamm und schwamm.

Wenn er müde wurde, munterte er sich selbst immer wieder auf und kämpfte tapfer weiter.

Irgendwann spürte er unter seinen Füßen einen Widerstand. Ja tatsächlich, da war keine Milch mehr unter ihm, sondern etwas Festes. Durch das unermüdliche Treten hatte er die Milch zu Butter geschlagen und konnte nun leicht in die Freiheit springen. (Fabel nach Aesop)

Was genau hatte der erste Frosch also getan? Er gab auf, weil es ihm nicht im Geringsten möglich erschien, etwas Sinnvolles erreichen zu können. Er bekam kein Feedback auf sein Treten, nichts änderte sich, also resignierte er.

Der andere Frosch bekam zwar ebenso wenig Feedback, aber er wollte alles geben, um aus seiner misslichen Lage herauszukommen. Das war sein Ziel, und er vertraute einfach darauf, dass er es schaffen würde. Schließlich wurde die Milch immer dicker und dicker, und so hatte es sich für ihn letztlich gelohnt, weiterzumachen. Mit vielen kleinen Bewegungen kam er schließlich an sein Ziel und konnte sich befreien.

Was wird dieser Frosch also für seine Zukunft lernen? Er weiß nun, dass er dranbleiben und sich nicht aufgeben wird. Auf diese Weise wird er auch weiterhin seinen Weg gehen, egal welches Hindernis sich vor ihm aufbauen wird.

Und genau so ist es bei vielen anderen Dingen:

• Können wir das Gras schneller wachsen lassen, indem wir daran ziehen?

• Ist der Grand Canyon mit all seinen Schluchten in nur einem Jahr entstanden, einfach so?

• Wird ein Baby innerhalb eines Jahres 1,70m groß werden, wenn wir ihm nur genug zu essen geben?

• Wurde das wunderbare, viel zitierte Rom wirklich in einem Tag gebaut?

Natürlich ist uns das völlig klar, und wir wissen, dass alles seine Zeit braucht. Zeit zu reifen, Zeit zu wachsen, und vor allem Zeit, jeden Tag ein kleines Schrittchen weiterzukommen. Wie kommt es dann, dass wir zwar in unserem eigenen Leben einerseits immer jahrelang warten, bis wir endlich eine Entscheidung treffen, dann aber die gewünschten Veränderungen am besten sofort passieren sollten?

Wir haben oft einschneidende Erlebnisse, die uns in Handeln kommen lassen. Das können schlimme Krankheiten, Todesfälle, schmerzhafte Trennungen und vieles mehr sein. Aber auch positive Momente, wie die Geburt eines Kindes, eine Heirat oder die Gesundung eines lieben Menschen, können Auslöser sein. Und es ist völlig ok, dass diese Ereignisse uns wachrütteln. Wenn nicht in so einem Moment, wann dann?

Es gibt auch die “selbst auferlegten“ besonderen Termine, wie beispielsweise der schon erwähnte Jahresbeginn, der 40. Geburtstag oder der Anfang der Rente. Alles das sind absolut legitime Ansatzpunkte, doch eines bleibt für mich ein Fakt: Wer den Anfangsschub für eine wirkliche Veränderung von alten Gewohnheiten nicht weiter ausdehnt, der wird nach ein paar Wochen, ein paar Monaten, vielleicht auch erst nach ein paar Jahren, wieder am selben Punkt sitzen.

Der schnelle, erste Motivationsschub ist wunderbar, und hilft uns, endlich “in die Hufe zu kommen“, aber ohne die Konsequenz, auch weiterzumachen, wenn es schwieriger wird, wenn der Schmerz nicht mehr so stark ist, wenn der sogenannte Leidensdruck vielleicht weniger groß ist, ohne diese Konsequenz wird es keine langfristigen positiven Ergebnisse geben.

Dann beginnen wir uns selbst Geschichten zu erzählen, die mit den Worten beginnen: „So schlecht ist es ja eigentlich gar nicht“, „Wenn XY noch wäre, dann würde ich…“, „Jetzt ist es gerade ungünstig, aber ich könnte ja nächstes Jahr mal…“, … und schon ist der erste Elan vorbei, die alten Strukturen haben dich wieder eingefangen, und du machst so weiter, wie du es schon immer gemacht hast.

Der Wachhund

Hast du auch einen? Nicht? Vielleicht ist er dir unter dem anderen Namen “innerer Schweinehund“ bekannt? In diesem Kapitel schauen wir ihn etwas genauer an, egal, ob er nun Schweine- oder Wachhund genannt wird. Du erfährst, was er mit deinen guten Vorsätzen zu tun hat, und wie du am besten mit ihm umgehst. Was kannst du von ihm lernen, und warum ist er trotz allem dein Freund?

Ja, warum ist das so? Warum klappen die meisten Vorsätze nicht? Wenn du das erste Kapitel genau gelesen hast, kannst du die Fragen vielleicht schon beantworten.

Es geht gar nicht nur um das neue Jahr. Letztendlich fällt dieses Phänomen immer auf, wenn du versuchst, deine Gewohnheiten zu ändern. Das gilt in allen Bereichen, sei es bei der Ernährung oder beim Sport, dem Konsum von Alkohol, Nikotin, Internet oder Fernsehen oder um persönliche Bedürfnisse wie Achtsamkeit, sich nicht mehr provozieren zu lassen, mehr bei sich zu sein oder öfter nein zu sagen. Und zwar weil der Schweinehund am Werk ist!

Die meisten sprechen negativ über ihn, denn schon das Wort Schweinehund ist negativ behaftet. Wir können dazu auch sagen: Unsere alten Strukturen, unsere alten Muster oder der innere Kritiker. Wichtig ist, zu erkennen, dass der Schweinehund ein Teil von uns ist. Es gibt keinen Grund, ihn zu bekämpfen. Im Gegenteil, denn wenn wir unseren Schweinehund bekämpfen, bekämpfen wir uns selbst.

Der Schweinehund, ich nenne ihn in meinen Coachings immer, den Wachhund, ist nichts anderes als eine Schutzfunktion unseres Verstandes und unseres Egos, die uns hilft, in der Komfortzone zu bleiben. Denn früher (wenn wir ganz weit in der Geschichte der Menschheit zurückgehen) war es unglaublich wichtig, immer alles “abzusichern“ und am besten daran auch nichts zu verändern.

Heute wissen wir, dass Veränderung wichtig für uns ist, dass Bewegung Wachstum ist, und dass Pflanzen sterben, wenn sie nicht wachsen. Das macht auch Angst, und in dem Moment kommt der Wachhund ins Spiel. Er hält uns in unseren gewöhnten Gefilden und verhindert, dass wir zu viel verändern. Er möchte immer im komfortablen Bereich bleiben, und das macht er sehr erfolgreich. Dabei erscheint er in verschiedenen Verkleidungen, so dass wir es oft gar nicht merken.

Ist das nun schlecht? Nein, es ist nicht schlecht, das IST einfach, wie es ist. In vielen Fällen hat uns dieser Wachhund auch schon sehr gute Dienste geleistet. Er ist ein Teil dessen, was wir heute sind. Allerdings gibt es gewisse Handlungsweisen, die nicht mehr gut dazu passen, wenn wir eine Veränderung herbeiführen wollen. Die nicht mehr stimmig sind, wenn wir aus unserer Komfortzone herauskommen, etwas Neues erleben und andere Gewohnheiten etablieren wollen.

Genau dann ist es essenziell, dass wir nicht gegen ihn kämpfen, sondern ihn anerkennen. Dass wir verstehen, warum er jetzt reagiert, und was er uns sagen möchte. Ich darf ihm zuhören und dann bewusst entscheiden, trotzdem weiterzumachen. Von deinem Schweinehund kannst du so viel lernen. Du kannst erkennen:

• was dir beigebracht wurde von der Familie, von Lehrern oder anderen Menschen.

• was deine Großeltern und die Geschichte deiner Familie mit dir zu tun haben

• welche Strukturen und Muster du hast. Manche sind ähnlich wie die anderer Menschen, andere wiederum sind komplett individuell.

• was dein tiefes Bedürfnis ist. Ist es der Wunsch nach Bedeutung, nach Anerkennung, nach Sicherheit oder nach Kontrolle?

Was auch immer es ist, dein Wachhund kann dir den Weg zeigen. Daher ist es also nicht das Ziel, ihn bekämpfen, sondern das Ziel ist es, ihn zu deinem Freund zu machen, denn genau das ist er.

Du darfst ihm zuhören, wenn er sich meldet. Dann kannst du bewusst entscheiden, ob du das für wahr annimmst, was er sagt, oder ob du es als nicht relevante Geschichte der Vergangenheit entlarvst und entsprechend handelst.

Wenn es dir aber gar nicht bewusst ist, dass es diesen Wachhund gibt, und warum er so handelt, dann wirst du immer wieder in dieselbe Falle tappen. Sie und gleichzeitig die Chance kann erklärt werden als “Denken, Machen, Fühlen“.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich nach einer gelungenen Diät von zwei Wochen, nach weiteren zwei Wochen wieder in alte Muster falle, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass genau dies passiert. Ich bestätige meine Gedanken, indem ich genauso handele und dann natürlich genau das erwartete Ergebnis bekomme. Das wird zu einem dauerhaften Spiralverlauf nach unten und führt zu Frust, Angst und Schuldgefühlen.

Diese Spirale kann aber auch aufwärts gehen, denn „Denken - Machen - Fühlen“ funktioniert auch im positiven Sinn. „Ich weiß es jetzt besser, denn ich habe gelernt, wie ich mich gesund ernähre, und deswegen werde ich nicht in alte Muster zurückfallen. Sie sind Teile der Vergangenheit. Jetzt weiß ich, wie ich es anders und besser machen kann und bin zuversichtlich, dass das auch klappt.“

Wir möchten immer unsere eigenen Gedanken bestätigen. Um sie zu untermauern, wirst du anders handeln, und das Ergebnis wird positiv sein.

Hier sind meine drei Tipps, um den Schweinehund zu deinem besten Freund zu machen:

• Erkenne an, dass dein Schweinehund nichts Böses ist. Du darfst ihm zuhören, um dich besser zu verstehen und dann bewusst zu entscheiden, was du wirklich möchtest.

• Denken - Machen - Fühlen: Achte auf deine Gedanken. Es gibt keinen Grund, dass irgendetwas eintritt, nur weil es immer schon so war. Du darfst den Gedanken frei wählen, dass du es verändern kannst. Dann wird es auch passieren.

• Hol dir Unterstützung! Werde Teil einer Gruppe, nimm dir jemanden an die Seite, von dem du weißt, dass derjenige gut motivieren und dir eventuell fehlende Informationen geben kann. Dieser Partner kann dir in wichtigen Phasen zur Seite stehen, falls du doch noch an dir zweifelst.

Unserer Wachhund hat eine wichtige Funktion: Er schützt uns. Er schützt uns vor zu viel Änderung und lässt uns die „Kontrolle“ behalten. Er lässt uns sicher fühlen, unterstützt private wie berufliche Kontinuität und hilft uns so zu Anerkennung.

Woher weiß ich, dass das funktioniert? Weil ich es täglich in meinen Coachings erlebe. Meine Teilnehmerinnen bezeichnen mich als “Hartnäckige Popo-Treterin mit dem Herz am rechten Fleck“. Und das stimmt! – Ich motiviere auf hartnäckige, direkte und sehr menschliche Art.

Mir liegt es am Herzen, dass du einen zeitnahen Zugang zu deiner Zuversicht und Selbstwirksamkeit bekommst nach dem Motto #ichmachdasjetzt, und dass du dies langfristig in deinem Leben in allen Lebensbereichen und im Einklang mit deinen Bedürfnissen verändern kannst.

Ein Ausflug in die Kohärenz und das Konzept Denken Machen Fühlen!

Warum fall ich immer wieder in alte Gewohnheiten?

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Gehirn. Das Gehirn sucht Kohärenz und findet sie in alten Gedanken.

Das Gehirn sucht Kohärenz, um Energie zu sparen. Wo findet das Gehirn Kohärenz? In gewohnten Gedanken. Dabei ist es irrelevant, ob die Gedanken gesund (ich bin wertvoll, zuversichtlich und stark) oder komplett sabotierend sind (ich schaff das eh nicht, ich bin nicht gut genug, ich werde immer versagen, ich brauch Süßigkeiten, usw.). Weil also das Gehirn in einer Situation im JETZT, die herausfordernd ist, eine möglichst kohärente Lösung sucht, gelangt es sehr schnell in gewohnte Pfade, denn auch wenn diese ungesund sind, so kennt das Gehirn sie und empfindet sie deswegen als kohärent.

Wenn wir dann erstmal im Denken (ich schaff das eh nicht) drin sind, dann werden wir immer eine Bestätigung finden, in dem wir uns auch so verhalten (machen) und somit auch die Ergebnisse und das dazu gehörige Gefühl bekommen (fühlen). Dies nicht unterbrochen führt zu einer Abwärtsspirale.

Wir wissen, dass die Spirale auch andersrum funktioniert, das heißt wir dürfen üben, das Kohärenz Bedürfnis des Gehirns nicht so ernst zu nehmen, dass ALLES recht ist, um Kohärenz zu schaffen, denn wir können durch unsere neuen Gewohnheiten immer mehr Kohärenz schaffen (die kleinen, neuen Erfolge schaffen Kohärenz).

Dabei darfst du nie vergessen, die Energie folgt deiner Aufmerksamkeit. Wenn du also deinen alten Gedankenmustern folgst, dann setzt du darauf deine Aufmerksamkeit, und somit folgt dir deine Energie. „Where focus goes energy flows“. Also besser die Energie auf gesunde Gewohnheiten legen!

Das heißt, das wichtigste Element sind deine kleinen Gewohnheiten – beginnend mit deinen Gedanken. Sie entscheiden über dein Leben in der Kohärenz der Vergangenheit oder der Kreation einer neuen Kohärenz.

Hier nochmal der Ablauf von “Denken Machen Fühlen”:

Du hast ein Bild von dir in deinem Kopf.

Du denkst diesen Gedanken – DENKEN

Du sprichst diesen Gedanken aus.

Du verhältst dich danach – MACHEN

Du bekommst das erwartete Ergebnis.

Du fühlst die Bestätigung – FÜHLEN

Du hast ein Bild von dir in deinem Kopf…. das wird zu deinem GLAUBEN über dich und alles geht immer mehr auf Autopilot und beginnt von vorne.

Was brauchen wir also? Einen neuen Auto-piloten! Und deswegen ist es sinnvoll, die Gewohnheiten immer wieder zu prüfen und zu verändern. Dazu machen wir kleine Schritte.

Suche dir immer erst EINE Gewohnheit, die du in deinem Leben haben möchtest, Beispiele:

• täglich 10 Seiten lesen

• Meditieren

• keine Süßigkeiten essen

• 15 Minuten Sport

• Spazieren gehen

• bewusst atmen

• Dankbarkeitstagebuch schreiben

• einen Neukunden anrufen

• Pausen machen etc.

Nimm dir Zeit dafür und verbinde die Gewohnheit immer an eine andere Tat, zum Beispiel direkt nach dem Aufstehen, immer nach dem Mittagessen, beim Zähneputzen. Das stärkt und normalisiert die Gewohnheit!Mach das mindestens 21 Tage (erster Umgewöhnungseffekt) und dann auch weiter. Und dann siehst du im nächsten Abschnitt auch gleich, was das mit deiner Frisur zu tun hat.

Der neue Haarschnitt

Die guten Vorsätze, mit denen wir uns in den vergangenen Kapiteln bereits befasst haben, zielen in den meisten Fällen auf eine Veränderung des Lebens in eine positive Richtung ab. In diesem Kapitel erfährst du, dass Veränderung mehr ist als nur ein neuer Haarschnitt. Dazu gebe ich dir Tipps, wie du auf einfache Weise Veränderungen in deinem Alltag erreichen kannst.

Kennt ihr das von euch selbst oder aus eurem Bekanntenkreis? Was passiert bei vielen Frauen, wenn eine Veränderung ansteht, wie zum Beispiel eine Trennung, ein Umzug oder eine Diät? Richtig, sie gehen zum Friseur.

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Viel Spaß!



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