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I love you – Schwule Paare über ihr Liebe

Inhalt

  1. Cover
  2. Über dieses eBook
  3. Über die Autoren
  4. Über die Herausgeber
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Einleitung
  8. Matthew Rettenmund & José Vélez
  9. Regie Cabico & Guillermo Castro
  10. Edmund White & Michael Carroll
  11. Craig Lucas & Patrick Barnes
  12. Arnie Kantrowitz & Lawrence D. Mass
  13. Mark Thompson & Malcolm Boyd
  14. Richard Labonté & Asa Dean Liles
  15. Tom Bianchi & Mark Prunty
  16. Douglas Sadownick & Tim Miller
  17. Walta Borawski & Michael Bronski
  18. Paul Monette & Winston Wild
  19. Christopher Isherwood & Don Bachardy
  20. Harlan Greene & Olin B. Jolley

Über dieses eBook

Eine Liebeserklärung an die schwule Liebe – aus der Feder von Paaren!

Aktuelle und verflossene Liebschaften, Leidenschaft und Alltag, Langzeitpartnerschaften oder das Prickeln neuer Beziehungen – die tagtägliche Realität der Liebe ist vielfältig. Diese Anthologie erzählt auch von einer Zeit der Verluste, in der viele Männer ihre Partner verloren haben, und davon, wie dies allein durch Entschlossenheit und Lebenswillen erträglich ist. Aber vor allem erzählt sie von etwas Zeitlosem: der Liebe.

»I love you«, das bewegende, witzige und erotische Dokument schwuler Liebe, erschien erstmals 1998 – jetzt endlich wieder zu haben und nur als eBook bei Bastei Entertainment!

Über die Autoren

Don Bachardy ist Maler und lebt immer noch in dem Haus in Santa Monica, das er mit Christopher Isherwood bewohnte. Dort malt er Porträts für seine Ausstellungen sowie auf Bestellung. (Christopher Isherwood)

Patrick Barnes ist Schauspieler und Komponist. Er hat die Musik zu Theaterproduktionen in New York, Ohio, Virginia und Pennsylvania geschrieben. Zusammen mit Craig Lucas schrieb er die zwei kurzen Musicals The Conversion und Al Fresco. (Craig Lucas)

Tom Bianchi ist ein Fotograf und Autor, der 21 Bücher mit Fotografien, Gedichten und Essays veröffentlich hat. Bianchi ist HIV-positiv und war an verschiedenen Projekten zur Bekämpfung von AIDS beteiligt. Er ist unter anderem der Mitgründer eines Biotech-Unternehmens zu diesem Zweck. (Mark Prunty)

Walta Borawski (1947-1994) ist Autor der Bücher Sexually Dangerous Poet (Good Gay Poets, 1984) und Lingering in a Silk Shirt (Fag Rag Books, 1994). Er starb 1994 an den Folgen von AIDS. (Michael Bronski)

Malcolm Boyd (1923-2015) war ein Priester der amerikanischen Episkopalkirche und Autor. Er war 1961 in der Bürgerrechtsbewegung als einer der Freedom Riders aktiv. 1977 outete er sich als schwul und war fortan ein Fürsprecher für Schwulenrechte. (Mark Thompson)

Michael Bronski ist Akademiker und Autor. Sein bekanntestes Werk ist A Queer History of the United States (2011). (Walta Borawski)

Regie Cabico ist ein preisgekrönter Performance-Poet. 1993, 1994 und 1997 gewann er die US-amerikanischen nationalen Poetry Slams. Seine Gedichte erschienen in über 30 Anthologien. (Guillermo Castro)

Michael Carroll hat an Universitäten in Amerika, im Jemen und in der Tschechischen Republik gelehrt. 2014 erschien seine Kurzgeschichtensammlung Little Reef. Er stammt aus Jacksonville, Florida und ist seit 1995 mit Edmund White zusammen. 2013 heirateten sie. (Edmund White)

Guillermo Castro wurde 1962 in Argentinien geboren, wo er seine ersten Gedichte veröffentlichte. Nach seiner Teilnahme an Lyrik-Workshops in New York sind seine Gedichte in zahlreichen Literaturzeitschriften, etwa in Excursus und Brookline, erschienen. (Regie Cabico)

Harlan Greene ist Autor und Historiker, der sowohl Belletristik als auch Fachtexte veröffentlichte. Für seinen Roman What the Dead Remember (Dutton, 1991) erhielt er den Lambda Literary Award. Er arbeitet als Konservator in Durham, North Carolina. (Olin B. Jolley)

Christopher Isherwood (1904-1986) war einer der bedeutendsten schwulen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Unter seinen zahlreichen Büchern finden sich Meilensteine wie The Berlin Stories (1935 und 1939) – aus denen Cabaret hervorging – und A Single Man (1964). Über dreißig Jahre lebte er mit dem Maler Don Bachardy in Santa Monica, Kalifornien, zusammen. (Don Bachardy)

Olin. B. Jolley, M.D., (1963-1996) wurde in Gaffney, South Carolina, geboren und besuchte die Duke University und die Medical University of South Carolina. Nachdem er 1989 beinahe den Folgen von AIDS erlegen war, stellte er seine Tätigkeit im Bereich der Psychiatrie an der University of North Carolina in Chapel Hill ein und widmete sich fortan Reisen, seinem Garten, seinen Hunden und seinem Partner. (Harlan Greene)

Arnie Kantrowitz ist Schwulenrechtler, emeritierter Professor und Autor. Er war Vizepräsident der Gay Activists Alliance sowie Gründungsmitglied der Gay and Lesbian Alliance Against Defamation. Seine Autobiografie trägt den Titel Under the Rainbow: Growing Up Gay (1977). (Lawrence D. Mass)

Richard Labonté ist ein kanadischer Autor und Redakteur, der besonders für seine zahlreichen Anthologien von LGBT-Literatur bekannt ist. Er hat drei Lambda Literary Awards für seine redaktionelle Arbeit erhalten und lebt derzeit mit seinem Mann in British Columbia. (Asa Dean Liles)

Asa Dean Liles wuchs in Florida, Mississippi und Tennessee auf. Er lebte vierzehn Jahre in Tucson, bevor er nach San Francisco zog, wo er schließlich einen Mann, einen Truck und einen Hund fand. Mit dem Mann ist er mittlerweile verheiratet und lebt in Kanada. (Richard Labonté)

Craig Lucas ist Dramatiker, Drehbuchautor, Regisseur und Musical-Schauspieler. Seine Stücke und Filme umfassen Prelude to a Kiss, Longtime Companion, Reckless, Blue Window, Missing Persons, God’s Heart und The Dying Gaul. Er erhielt den Obie-Award, den Sundance Film Festival Audience Award, den L.A. Drama Critics Award, den Outer Circle Award und sowohl Guggenheim- als auch Rockefeller-Stipendien. (Patrick Barnes)

Lawrence D. Mass ist ein Arzt aus New York. Er ist Mitbegründer der Gay Men’s Health Crisis und schrieb die ersten Presseberichte über die Epidemie, die später als AIDS bekannt wurde. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und schreibt derzeit eine Kolumne für die Huffington Post. (Arnie Kantrowitz)

Tim Miller ist Performance-Künstler und Aktivist. Seine Stücke beschäftigen sich mit schwuler Identität, der Schwulen-Ehe und Einwanderungsthemen. Er war einer der Gründer des P.S. 122 Performance Space in New York, sowie des Highways in Santa Monica, Kalifornien. (Douglas Sadownick)

Paul Monette (1945-1995) erhielt 1992 den National Book Award für seine Memoiren Becoming a Man: Haifa Life Story (Harcourt Brace Jovanovich, 1992). Er ist außerdem Autor mehrerer Romane, Drehbücher und Gedichtsammlungen sowie der Memoiren Borrowed Time (Harcourt Brace Jovanovich, 1988). Er starb an AIDS. (Winston Wilde)

Mark Prunty wurde in Lexington, Kentucky, geboren. Er arbeitet als Grafik-Designer. (Tom Bianchi)

Matthew Rettenmund ist Autor von Boy Culture, Encyclopedia Madonnica und Queer Baby Names, alle bei St. Martin’s Press erschienen. Er lebt in New York. (José Vélez)

Douglas Sadownick ist Autor, Aktivist, Professor und Psychotherapeut. Er ist Gründungsdirektor der ersten LGBT-Spezialisierung in klinischer Psychologie an der Antioch University, und er gründete 2011 das Colors LGBTQ Youth Counseling Center. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Sex Between Men: An Intimate History of the Sex Live of Gay Men Postwar to Present (HarperCollins, 1996) sowie der Roman Sacred Lips of the Bronx (St. Martin’s, 1994). Er erhielt außerdem den GLAAD-Award für Reportagen. (Tim Miller)

Mark Thompson ist der Autor bzw. Herausgeber von Gay Spirit (St. Martin’s, 1987), Leatherfolk (Alyson, 1991), Gay Soul (HarperCollins, 1994) und The Long Road to Freedom: The Advocate History of the Gay and Lesbian Movement (St. Martin’s, 1994). (Malcolm Boyd)

José Vélez ist ein Dramatiker, dessen Stücke in seiner Heimat Puerto Rico inszeniert wurden. (Matthew Rettenmund)

Edmund White ist ein amerikanischer Romancier, Biograph und Essayist für literarische und soziale Themen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen The Joy of Gay Sex (1977, mit Charles Silverstein), seine Trilogie autobiografischer Romane (A Boy’s Own Story (1982), The Beautiful Room is Empty (1988) und The Farewell Symphony (1997)) sowie seine Biographie von Jean Genet. (Michael Carroll)

Winston Wilde ist ein Sexualkundler, Psychotherapeut und Autor, der in seiner Geburtsstadt Los Angeles lebt. 2007 veröffentlichte er nach vierzehn Jahren Recherche das Buch Legacies of Love: A Heritage of Queer Bonding, eine Chronik berühmter queerer Beziehungen in Text und Bild. (Paul Monette)

Über die Herausgeber

Michael Lassell ist ein vielfach veröffentlichter und übersetzter Schriftsteller und Redakteur. Er hat drei Gedichtbände und zwei Sammlungen mit kurzen Texten verfasst und viele weitere Bücher herausgegeben. Sein Werk wurde mit dem Lambda Literary Award ausgezeichnet. Er lebt in New York, wo er über Theater, Architektur und Design schreibt.

Lawrence Schimel hat über 100 Bücher als Autor oder Herausgeber veröffentlicht, darunter »Gut bestückt«, »Zwei verliebte Jungs« und »I love you – Schwule Paare über ihr Liebe«. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lambda Literary Award (zweimal), dem Spectrum Award und der Siegessäule-Auszeichnung für das Buch des Jahres. Er lebt in Madrid und arbeitet dort als Literaturübersetzer.

Michael Lassell


& Lawrence Schimel (Hg.)

I love you

Schwule Paare über ihre Liebe

Aus dem amerikanischen Englisch
von Marc Staudacher

Einleitung

Lawrence Schimel & Michael Lassell:
DOPPELANSICHTEN

Mindestens so lange wie Geschichte geschrieben wird – heidnische und jüdisch-christliche Geschichte –, gibt es gleichgeschlechtliche Paare. Für diese Partnerschaften sind viele Bezeichnungen gebraucht worden, die von platonischer Freundschaft bis hin zur offen sexuellen Beziehung reichen. Dennoch existiert nach wie vor das Bild vom schwulen Mann als einsamem Wesen, das ohne den Anker der Familie, oft promisk, häufiger noch unglücklich, durchs Leben driftet; seit kurzem zwar befreit, was immer das heißen mag, letztendlich aber immer doch Außenseiter.

Dies liegt zum Teil in der Art und Weise begründet, in der wir schwulen/homosexuellen Männer uns selbst gezeichnet haben. Selbst wenn wir von Liebe schreiben, geschieht das überwiegend mit dem Blick des vereinzelten Individuums auf »den Anderen«; wie selbstverständlich akzeptieren wir das Gefühl des Ausgeschlossenseins, das wir kennen, seit wir zum ersten Mal unser Interesse an anderen Männern entdeckt haben. In diese literarische Tradition hat sich Homosexualität in den vergangenen Jahrtausenden eingeschrieben. Trotz schärfster Verfolgung haben wir Schwule indes einen stattlichen Packen an Gedichten und Geschichten sowie persönlichen Zeugnissen hinterlassen, die unsere Wünsche und Begierden offen aussprechen, selbst in solchen Fällen, in denen eine Veröffentlichung niemals hätte ...

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