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Humor als Schlagfertigkeitstechnik

Humor als Schlagfertigkeitstechnik

Dr. Matthias Nöllke

Hinweis zum Urheberrecht

Alle Inhalte dieses eBooks sind

urheberrechtlich geschützt.

Die Herstellung und Verbreitung

von Kopien ist nur mit

ausdrücklicher Genehmigung

des Verlages gestattet.

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Inhalt

Einführung

Wundermittel Humor

Die lustige Bemerkung

Angriffe parieren

Durchbrechen Sie die Erwartung

Einfach überraschend: Die SIHR-Technik

Nutzen Sie die Ansteckungskraft des Lachens

Die Macht der Anspielung

Spielen Sie den Clown

Machen Sie sich über Ihren Angreifer lustig

Lösungsteil

Über den Autor

Literatur

Weitere Short eBooks

Einführung

In unserem Short eBook erfahren Sie, warum Sie mit Humor sehr viel schlagfertiger sind. Warum Sie kein Komiker sein müssen, um die anderen zum Lachen zu bringen. Wie Sie lachend aus peinlichen Situationen wieder herauskommen. Was das Lachen mit Überraschung zu tun hat, wie Sie mit Anspielungen Sympathien erwerben. Und wo der Spaß aufhört. Sie lernen verschiedene Arten des Lachens kennen, das gutmütige Lachen, das entwaffnende und das aggressive Lachen. Dazu bekommen Sie vermittelt, welche Techniken Sie bei welcher Gelegenheit einsetzen sollten.

Viel Erfolg wünscht Ihnen Matthias Nöllke

Wundermittel Humor

Lachen entspannt. Wenn es Ihnen gelingt, die anderen zum Lachen zu bringen, dann können Sie bewirken, dass sich eine bedrohliche Situation in Nichts auflöst. Stellen Sie sich vor, ein Unbekannter tritt neu in eine Runde. Er wird misstrauisch von den anderen beäugt. Dann macht er eine lustige Bemerkung, die anderen lachen. Das Misstrauen ist verflogen, er ist in der Gruppe „angekommen“.

Wenn wir über eine lustige Bemerkung lachen, dann geht es uns gut. Wir fühlen uns wohl. Wir sind in einem gelösten Zustand. Wir sind locker, spielerisch, im Einklang mit den anderen, die mit uns lachen. Und ganz oft lachen wir zusammen, denn Lachen ist ungemein ansteckend.

Heiteres Lachen, hämisches Lachen

Es gibt aber nicht nur das harmlose, heitere Lachen, sondern noch viele andere Arten des Lachens: etwa das verschwörerische Lachen, das verkniffene Lachen, das schadenfrohe Lachen, das Auslachen, das hinterhältige Lachen und das alberne Lachen. Die verschiedenen Arten des Lachens „funktionieren“ jeweils etwas anders. Auf welche Weise und wie Sie daraus Nutzen ziehen können, soll uns in dieser Lektion beschäftigen.

Lachen als „soziales Schmiermittel“

In jüngster Zeit ist das Lachen wissenschaftlich genauer untersucht worden. Unter anderem interessierte die Lachforscher, worüber überhaupt gelacht wird. Das verblüffende Ergebnis: Wir lachen gar nicht so oft über irgendwelche Scherze oder zündenden Pointen, sondern in der erdrückenden Mehrzahl (in 80 %) der Fälle über banale Bemerkungen der Güteklasse: „Sieh mal an, da ist André.“

Lachen ist eben nicht nur die Reaktion auf einen gelungenen Scherz, in weit höherem Maße ist Lachen eine Art von „sozialem Schmiermittel“, das wir einsetzen, um eine Situation, die sonst vielleicht unangenehm oder bedrohlich wäre, für alle Beteiligten akzeptabel zu gestalten. Lachend können wir uns gegenseitig aus Peinlichkeiten heraushelfen. Lachend können wir jemanden auf Fehler hinweisen, ohne dass er sich gekränkt oder bedroht fühlen müsste. Vorstellbar wäre auch die folgende Version:

Beispiel: Die verwechselten Hotelschlüssel 1

„Ich glaube, da ist Ihnen ein kleiner Fehler unterlaufen“, sagt der Hotelgast lachend. „Sie haben mir die falschen Zimmerschlüssel gegeben. Ich habe nicht Zimmer 204, sondern 205.“ – „Oh, entschuldigen Sie bitte“, sagt die Empfangsdame lächelnd, „aber ich war doch schon ziemlich nahe dran.“

Dass die Empfangsdame zwei Schlüssel verwechselt, ist gewiss nicht komisch. Der Hotelgast gibt ihr durch sein Lachen nur zu verstehen: Ich sehe über Ihren Fehler hinweg, wenn Sie die Sache wieder in Ordnung bringen. Und die Empfangsdame signalisiert durch ihre Entschuldigung und ihren kleinen Scherz, dass sie mitspielt und die Sache auch nicht ernst nimmt.

Operation gelungen. Die beiden „meistern“ souverän eine kleine Peinlichkeit. So etwas verbindet. Doch was hat das mit Schlagfertigkeit zu tun? Nun, Sie können genau diesen Effekt ausnutzen und durch eine kleine scherzhafte Erwiderung eine Brücke zu Ihrem Gegenüber schlagen. Diese Brücke muss er allerdings betreten. Stellen wir uns die gleiche Situation vor.

Beispiel: Die verwechselten Hotelschlüssel 2

Der Hotelgast tritt an die Rezeption und bemerkt kühl: „Sie haben mir den falschen Schlüssel gegeben. Ich habe Zimmer 205 und nicht 204.“ Die Empfangsdame tauscht die Schlüssel aus: „Entschuldigen Sie bitte die Verwechslung.“ Mit einem Schmunzeln fügt sie hinzu: „Aber ich war doch schon recht nah dran.“ Der Gast nimmt lächelnd seinen Schlüssel.

Die lustige Bemerkung

Wenn Sie auf eine Bemerkung hin einen Scherz machen, dann zeigen Sie dem anderen: Ich bleibe entspannt und locker; ich lasse mich von der Situation nicht gefangen nehmen, ich bin souverän. Gleichzeitig ist die scherzhafte Bemerkung auch ein Angebot an den anderen: Machen Sie mit, lassen Sie uns die Sache in gutem Einvernehmen regeln. Sehr oft wird sich Ihr Gegenüber auf dieses Angebot einlassen. Denn er hat ja auch etwas davon, wenn zwischen Ihnen die Stimmung gelöst ist. Er bleibt ebenso souverän wie Sie und darf sich wohlfühlen. Es lohnt sich also, hin und wieder eine augenzwinkernde Bemerkung einzustreuen, um die Situation zu entkrampfen.

Kritische Momente meistern

Es gibt immer wieder Situationen, die von Unsicherheit geprägt sind: Wir nehmen mit jemandem Kontakt auf, den wir nicht kennen; wir geraten in eine ungewohnte Lage, müssen etwas tun, was wir noch nie getan haben; oder wir stellen fest, dass etwas nicht stimmt. Eigentlich werden wir in solchen Situationen angespannt, wir verkrampfen uns. Eine scherzhafte Bemerkung ist also eine Art Gegenmittel. Wir teilen den anderen mit, dass wir uns nicht in Alarmbereitschaft befinden, dass keine Gefahr droht. Gerade in etwas kritischen Momenten sind scherzhafte Bemerkungen hochwillkommen.

Peinlichkeiten überwinden

Eine scherzhafte Bemerkung ist das beste Mittel, um eine peinliche Situation zu meistern. Egal, ob Sie derjenige sind, dem etwas Peinliches widerfahren ist, ob Sie mit jemandem in dieser Lage stecken oder ob Sie jemandem aus einer Peinlichkeit heraushelfen ...

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