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Hot Chocolate – Ein Kuss für Maddie

Inhalt

  1. Cover
  2. Über dieses Buch
  3. Über die Autorin
  4. Titel
  5. Impressum
  6. Willkommen
  7. Locker bleiben
  8. Nicht von dieser Welt
  9. Fehlinterpretationen
  10. Einstellungssache
  11. Seelenverwandt
  12. Nur ein Wochenende!
  13. Nur ein Wochenende?
  14. Ein Festmahl für Maddie
  15. Danksagung

Über dieses Buch

Sexy, wild und absolut verführerisch - Hot Chocolate geht weiter!

Maddie ist überzeugte Veganerin. Dass sie im Hot Chocolate saftige Burger serviert, macht die Sache nicht gerade einfacher. Als sie dann noch auf Dave Kingston trifft, den heißen Zulieferer, der das Hot Chocolate mit hochwertigen Zutaten versorgt, kann sie mit ihrer Abneigung für Fleischesser nicht hinterm Berg halten.

Maddie und Dave sind wie Feuer und Eis, oder wie Grünkernbratling und Ribeye-Steak - doch bei so viel Reibung fliegen auch bald die Funken.

"Ein Herz für Ryan" ist die dritte Folge der neuen Staffel rund um die Bar Hot Chocolate. Wie immer wird es lustig, aufregend, ein bisschen kompliziert und sehr erotisch.

Über die Autorin

Charlotte Taylor ist seit 2014 das Pseudonym der Frankfurter Autorin Carin Müller, wenn sie Ausflüge in Richtung horizontaler Literatur unternimmt. Seitdem teilen sich die beiden einen Körper, einen Mann und einen Hund – und streiten sich täglich um die Vorherrschaft am Computer.

Willkommen

Willkommen bei der dritten Staffel von »Hot Chocolate« – oder besser gesagt, im Hot Chocolate, denn dabei handelt es sich um eine wunderbare Bar in Los Angeles, die seit Jahren der perfekte Ausgangspunkt für aufregende Abenteuer und vielversprechende Romanzen ist. Besitzer Freddy Cooper hat sein Schmuckstück vor über zwanzig Jahren eröffnet und seitdem nicht nur fantasievolle Cocktails erfunden, sondern auch der einen oder anderen Liebe auf die Sprünge geholfen.

Das gilt auch für die Bewohner der schicken Penthousewohnung, die Freddy regelmäßig jungen Menschen zur Verfügung stellt, die aus den unterschiedlichsten Gründen etwas Starthilfe fürs Leben brauchen. Statt Miete zu zahlen, müssen sie lediglich ein paar Stunden pro Woche in seiner Bar jobben. Da bleibt es nicht aus, dass Freundschaften entstehen und gerne auch mal mehr, denn das Hot Chocolate ist der ideale Nährboden für heiße Begegnungen.

Sängerin Holly Hanson hat den Zauber schon zu spüren bekommen und sich Hals über Kopf in den sexy Gitarristen Raul Garcia verliebt. Auch Tiermediziner Ryan Bishop hat ganz unverhofft sein Glück gefunden – und die traurigen Augen der Belgierin Claire Renard nachhaltig zum Leuchten gebracht. Nur die beiden anderen Mitbewohnerinnen, Yogalehrerin Madison Parker und Rechtsanwaltsgehilfin Rachel Li, suchen noch immer ihren Platz im Leben. Doch wer Freddy und die »good vibrations« in seinem Hot Chocolate kennt, ahnt, dass auch bei ihnen wildes Herzklopfen und prickelnde Abenteuer nicht zu kurz kommen werden.

In dieser Episode dreht sich (fast) alles um Madison, genannt Maddie – oder Kermit, wegen ihrer vormals grünen Haare. Nicht nur ihr bunter Schopf sorgt regelmäßig für Verwunderung bei ihren WG-Freunden und den Mitarbeitern des Hot Chocolate. Maddie hat ziemlich ausgefallene Meinungen zu so gut wie allen Bereichen des Lebens und keine Scheu, sie lautstark kundzutun. So hat die Veganerin nicht das geringste Verständnis für Gäste, die sich einen saftigen Hamburger bestellen. Aus diesem Grund arbeitet die ausgebildete Physiotherapeutin und Masseurin eher im Hintergrund und sorgt dafür, dass die Barcrew immer schön locker und gechillt ist. Kaum einer ihrer neuen Freunde weiß jedoch, dass Madisons manchmal recht forsche Art ein mühsam aufgebauter Schutzmechanismus ist, der ihre verletzte und sehr sensible Seele vor weiterem Schaden bewahren soll.

Dave Kingston ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt. Der dynamische, eigenwillige Zulieferer hochwertigster Zutaten für die Spitzengastronomie ist nicht nur offen für fleischliche Genüsse aller Art, sondern hat auch einen Charme, der auf Schutzmauern aller Art wie ein Presslufthammer wirkt. Maddie und Dave sind wie Feuer und Eis, oder wie Grünkernbratling und Ribeye-Steak – doch bei so viel Reibung fliegen bald auch die Funken.

Werden die beiden Exzentriker zueinanderfinden? Oder sind die ideologischen Gräben zwischen geräuchertem Tofu und gegrilltem Steak zu tief?

Ihr werdet es erfahren! Viel Spaß bei »Ein Kuss für Maddie«!

Die dritte Staffel von »Hot Chocolate« lässt sich übrigens komplett unabhängig von den ersten beiden lesen, weshalb ich mich ganz besonders auch über Neuleser freue, die die süßen und sinnlichen Seiten meiner heißen Schokolade gerade erst für sich entdeckt haben. Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid und auch die Originalbesetzung kennenlernen wollt, hier ist die Reihenfolge:

»Hot Chocolate – Promise«: die Vorgeschichte in Romanlänge

Episode 1.1: »Ava & Jack«

Episode 1.2: »Jill & George«

Episode 1.3: »Kate & Blue«

Episode 1.4: »Lisa & Dan«

Episode 2.1: »Love«

Episode 2.2: »Pleasure«

Episode 2.3: »Lust«

Episode 2.4: »Passion«

Episode 2.5: »Forever«

Episode 3.1: »Ein Song für Holly«

Episode 3.2: »Ein Herz für Ryan«

Episode 3.3: »Ein Kuss für Maddie«

Darüber hinaus gibt es noch zwei »Hot Chocolate«-Quickies, die ebenfalls unabhängig von der bisherigen Serie genossen werden können – »Fay & Enrico« und »Merry X-Mas« –, sowie die komplette erste Staffel als Sammelband in Romanlänge: »The Ladies«.

Weitere Informationen zur Serie, Veröffentlichungstermine der nächsten Episoden und einiges mehr findet ihr unter www.charlottetaylor.de.

Locker bleiben

»Du bist völlig verkrampft«, stellte Madison Parker mit gerunzelter Stirn fest und wärmte weiteres Massageöl zwischen ihren Handflächen an, um es gleich darauf mit festen, gleichmäßigen Bewegungen auf der Nackenpartie ihrer Patientin zu verteilen.

»Erzähl mir was, was ich noch nicht weiß«, stöhnte Isabella Martino.

»Ich dachte, du kochst im Hot Chocolate nur noch zum Vergnügen.« Maddie bearbeitete eine Muskelverhärtung. »Deine Schultern fühlen sich an wie die von Steven.«

»Steven? Ist das dein neustes Abenteuer?« Bella wollte sich leicht aufrichten, doch Maddie drückte sie mit sanfter Gewalt wieder in die richtige Position auf der Massageliege.

»Nein, das ist mein neuster Boss. Steven schreibt Bücher. Thriller. Und ist wohl wahnsinnig erfolgreich. Jedenfalls sitzt er jeden Tag zehn bis zwölf Stunden in mieser Haltung an seinem Laptop und tippt. Und genau so fühlen sich deine Schultern auch an. Also, hast du ein heimliches Laster, von dem ich nichts weiß?«

»Ja. Nein. Also, nicht wirklich. Ich versuche nur zu erreichen, dass das Hot Chocolate in die Kingston-Route aufgenommen wird.« Der letzte Halbsatz war kaum zu verstehen, weil Bella ihn in die mit flauschigem Frottee eingehüllte Kopfstütze gemurmelt hatte.

»Ich verstehe kein Wort. Will Freddy das Hot Chocolate etwa nach Jamaika transferieren?«

»Jamaika?«

»Ich habe was von Kingston verstanden, und das ist doch die Hauptstadt von Jamaika, oder etwa nicht?«

»Was soll Freddy auf Jamaika?«, kam es matt von unten.

»Das frag ich dich«, murmelte Maddie leise und schüttelte den Kopf. Gespräche mit Patienten während der Behandlung ergaben meist nicht viel Sinn, und Isabella war ohnehin ein recht spezieller Fall. Maddie massierte nun die Muskelstränge entlang der Wirbelsäule und merkte, wie sich die zierliche Frau langsam entspannte. Isabella war eine ehemalige Sterneköchin, die vor einem guten Jahr, nach einem Burnout, ihr Restaurant in New York Hals über Kopf verlassen hatte und nach Los Angeles geflohen war. Kurz darauf war sie zufällig als Gast im Hot Chocolate gelandet und hatte einen mittleren Skandal wegen eines angeblich ungenießbaren Hamburgers provoziert. Das war alles vor Maddies Zeit gewesen, doch die Mitarbeiter der Bar erzählten die Geschichte immer noch gern und schmückten sie von Mal zu Mal mehr aus. Freddy hatte damals cool wie immer reagiert und Bella in seine Küche gebeten, um Verbesserungsvorschläge mit ihr auszuarbeiten. Seitdem wies die bis dato typische Diner-Speisekarte einige Extravaganzen auf. Und wann immer Bella der Sinn danach stand, schwang sie selbst Messer und Kochlöffel. In letzter Zeit war sie oft da, was sicher auch an Alex Masters, dem Chefbarkeeper, lag, mit dem sie zusammen war.

Maddie hatte in den ersten Wochen einige Meinungsverschiedenheiten mit Bella durchgefochten, aber seit die Köchin ein paar neue vegetarische und sogar vegane Gerichte entwickelt hatte, war sie einigermaßen versöhnt. Allein der Hummus mit Ingwer, Koriander und Limette war so göttlich, dass sie sich ätzende Bemerkungen über die ansonsten ziemlich fleischlastige Speisenauswahl meist verkniff. »Dreh dich um«, bat sie nach zwanzig Minuten Massage leise, doch Bella reagierte nicht. Sie war eingeschlafen. Madison rüttelte sie sanft an einer Schulter. »Aufwachen, Schlafmütze. Wir sind noch nicht fertig mit der Behandlung.«

Schlaftrunken hob Bella den Kopf und drehte sich dann mühsam auf den Rücken. »Ich hätte ewig so liegen bleiben können. Du hast das wirklich drauf.«

»Ein bisschen was haben wir ja noch vor uns.« Maddie lächelte und freute sich über das Kompliment. Das war das Schöne an ihrem Job, dass sie häufig schnell Erfolge erzielen konnte. Sie goss sich noch ein wenig mehr von dem duftenden Öl in die Hand und begann vorsichtig, die verspannten vorderen Halsmuskeln zu lockern. »Also, was ist nun mit Jamaika?«, nahm sie das Gespräch von vorhin wieder auf. »Bist du deshalb so verkrampft?«

»Ich weiß nicht, was du da mit Jamaika hast. Ich sprach von der Kingston-Route. David Kingston hat vor knapp drei Jahren einen Lieferservice für die Spitzengastronomie an der Westküste aufgebaut, und ich hoffe, dass er das Hot Chocolate beliefern wird.«

»Hm.«

»›Hm‹? Was heißt hier ›Hm‹? Das ist die Chance!«, rief Bella aufgebracht.

»Ich glaube, das musst du mir erklären, denn nach allem, was ich weiß, ist das Hot Chocolate in erster Linie eine Bar mit einer überschaubaren Speisekarte und ziemlich weit entfernt von dem, was man gemeinhin als Spitzengastronomie bezeichnet. Und außerdem kochst du hier doch eher nur hobbymäßig.« Maddie bearbeitete nun die rechte Schulter und den Oberarm. »Mal abgesehen davon, dass ich auch nicht verstehe, warum ein Restaurant einen speziellen Lieferservice braucht. Freddy bestellt doch alles beim Großmarkt, oder? Und was hat das Ganze mit deinen völlig verknoteten Muskeln zu tun?«

»Du lebst wirklich auf einer Insel der Ahnungslosen, nicht wahr?« Bella blähte fassungslos die Backen und stieß dann resigniert die Luft aus. »Wie der Rest der ignoranten Belegschaft. Nur Freddy versteht mich!«

Das will nicht viel heißen, dachte Maddie bei sich. Freddy Cooper war der verständnisvollste Mensch, den sie kannte. Aber sie war froh, dass sie offensichtlich nicht allein war mit ihrer Ahnungslosigkeit. In den letzten Tagen war ihr schon aufgefallen, dass die Mitarbeiter des Hot Chocolate etwas angespannter waren als sonst, aber sie war mit ihrem eigenen Kram und dem neuen Job so beschäftigt gewesen, dass sie gar nicht nachgefragt hatte.

»Jedenfalls hat mir Freddy sein Go gegeben«, fuhr Bella fort. »Wenn ich es schaffe, David Kingston vom Hot Chocolate und von seinem Küchenkonzept zu überzeugen und in seine Route aufgenommen zu werden, dann darf ich ein großes Gourmet-Event mit Sieben-Gänge-Menü einmal pro Monat einführen.«

»Noch mal für ignorante Masseurinnen: Dieser Dave Kingston ist ein Zutatendealer, und man braucht als Restaurant ein Konzept, um von ihm beliefert zu werden?« Maddies haselnussbraune Augen schimmerten voller Erstaunen. Sie hatte bei ihren diversen Jobs als Personal Trainer oder Privatphysiotherapeutin von Hollywoodsternchen schon einiges an Absonderlichkeiten erlebt, doch bislang war sie davon überzeugt gewesen, dass das Hot Chocolate eine erfreulich bodenständige Ausnahme in der aufgeregten Ausgehszene von Los Angeles darstellte.

»So ungefähr«, entgegnete Bella mit einem Seufzer.

»Na dann sorgen wir wohl besser mal dafür, dass du schön locker wirst für die ›Kingston-Route‹, sonst musst du am Ende doch noch nach Jamaika auswandern.«

»Was ist denn mit euch los?« Stunden später stemmte Maddie empört ihre Hände in die Hüften und sah die fünf Teilnehmer ihrer Yogastunde herausfordernd an. Jeden Donnerstag und Montag gab sie auf der Dachterrasse ihrer Wohngemeinschaft offene Yogastunden für alle Mitarbeiter des Hot Chocolate sowie deren Freunde und Bekannte. Manchmal kam keiner, zu anderen Terminen war auf der großzügigen Freifläche über den Dächern von Los Angeles kaum noch Platz für die Yogamatten zu finden, aber immer waren alle motiviert und konzentriert. Nur heute nicht.

»Bella dreht völlig am Rad«, berichtete Maddies Mitbewohnerin Holly, die heute die Tagesschicht hinterm Tresen des Hot Chocolate gehabt hatte.

»Und das ist noch charmant formuliert«, ergänzte Kellnerin Fay augenrollend.

»Ich weiß gar nicht, was ihr habt«, stöhnte Pablo, der katalanische Konditor. »Ihr seid draußen, da bekommt ihr ja nicht mal mit, was in der Küche abgeht.«

»Hat es mit dieser Kingston-Sache zu tun?«, erkundigte sich Maddie. »Bella hat heute Morgen etwas erwähnt.«

»Bella hofft auf einen Burger-Stern, und dafür braucht sie Kingston«, warf nun Alex Masters ein. Alex kam nur sehr selten zu den Yogastunden, denn er war von Natur aus gechillt. Aber offenbar gingen ihm die Capricen seiner Freundin auch ein wenig an die Substanz.

Maddie hob erstaunt eine Braue.

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