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Homer für Eilige

Inhaltsübersicht

I. ZUVOR

Homer lesen?

Wer war Homer?

Wahrheit versus Fiktion

Wer war Odysseus?

Kleine Götterkunde

Am Anfang war der Apfel

Paris und Helena

In Aulis

Achilleus

II. DIE ILIAS

Götterschach

Menelaos gegen Paris

Hera und Zeus

Diomedes

Familienstreitigkeiten

Über die Grenzen hinweg

Hektor und Ajax

Wem die Waage sich neigt

Der unversöhnliche Achilleus

Im Schatten der Nacht

Zeus der Grausame

Der Schutzwall

Höchstens ein Gott

Außer Gefecht

Der Gürtel der Aphrodite

Die Rache des Zeus

Patroklos

Der Kampf um die Leiche

Neue Waffen

Ein neuer Tag

Achilleus‘ Comeback

Der Showdown

Die Leichenfeier

Der Wettkampf

Priamos und Achilleus

Das war’s?

Ein Königreich für ein Pferd

In alle Winde

III. DIE ODYSSEE

Spielball der Götter

Vegetarier und Kannibalen

Glück und Leid im Tyrrhenischen Meer

Kirke

Im Reich der Toten

Mut im Herzen, Wachs in den Ohren

Kalypso

Athene

Bye-bye, Kalypso

Telemachos

Poseidon

Nestor

Nausikaa

Sparta

Alkinoos

Der Hinterhalt

Ich bin es selbst

Menelaos

Wo bin ich?

Eine schlaflose Nacht

Vater?

Nach zwanzig Jahren

Iros

Penelope

Drohende Schatten

Der Bogen

Der Showdown

Happy-End

Laërtes

IV. ANHANG

Zum Weiterlesen

Landkarte

Personenregister

 

Kopie einer Homerbüste (um 100 v. Chr.)

I . ZUVOR

Homer lesen?

Warum soll man sich mit Literatur befassen, die vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren entstanden ist? Was können uns so alte Geschichten und eine so alte Sprache noch vermitteln, das für unser Leben von Belang wäre?

Tatsächlich wirken die beiden Hauptwerke des antiken Dichters Homer – die Ilias und die Odyssee – zunächst etwas sperrig. Es sind Epen von nahezu 16 000 beziehungsweise 12 000 Versen Umfang, geschrieben im Hexametergesang, der damals gebräuchlichen Wortkunstform der Oberschicht, die als mündliche Überlieferungsart bereits seit Jahrhunderten gebräuchlich war. Kaum einer wird nach der Lektüre der ersten hundert Hexameter der Ilias freudig ausrufen: »O toll! Da lese ich doch die anderen 15900 auch gleich noch!«

Dabei wird man für die Mühe, sich auf Homer einzulassen, reich belohnt. Von ihrer einzigartigen kulturgeschichtlichen Bedeutung und dem Umstand, daß man »die eigentlich mal gelesen haben muß«, einmal abgesehen, erweisen sich seine Epen nämlich bei näherer Betrachtung als großartige Storys voller Spannung und Psychologie. Die Ilias hat den sagenumwobenen, zehn Jahre dauernden Krieg um Troja zum Thema, der etwa 1200 Jahre vor Christus stattgefunden haben soll; die Odyssee erzählt die Geschichte eines der Helden dieses Krieges – Odysseus –, dessen schicksalhafte Rückkehr in die Heimat zu einer beispiellosen Irrfahrt gerät.

Leider sind Homers Werke im Laufe der Zeit von der Last ihrer eigenen Bedeutung etwas erdrückt worden: Auf der Suche nach einem Vergleich, der ihre Wirkungsgeschichte treffend umreißt, werden die Bibel oder der Koran herangezogen – und in der Spätantike gab es tatsächlich Bestrebungen, sie in den Stand einer »heidnischen Bibel« zu erheben. Seit dem Beginn der intensiven wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Homers Hinterlassenschaft im 3. vorchristlichen Jahrhundert hat die Beschäftigung damit ununterbrochen fortgedauert.

Dabei hat sich der Einfluß seiner Werke längst nicht nur auf den literarischen beziehungsweise kulturellen Bereich beschränkt. Über Jahrhunderte haben sich immer wieder Philosophen mit ihnen befaßt, Rhetoriker, Politiker und Historiker sowieso. Themen, Figuren und Motive aus Homers Werk finden sich in allen Künsten aller Zeiten: angefangen bei der Darstellung prägnanter Szenen auf antiken Vasen bis zur filmischen Umsetzung seiner Stoffe in unserer Zeit. Über Jahrhunderte waren Homerische Szenen als Bildmotive gefragt – gerne solche mit unverkennbar moralischer Aussage. Die Römer sahen sich als Nachfahren des trojanischen Helden Äneas, und im Mittelalter stammte plötzlich jeder, der es sich leisten konnte, von den Trojanern ab, so zum Beispiel die Merowinger und Karolinger. Überhaupt beanspruchten Adel und Rittertum ein trojanisches Erbe für sich.

In der höfischen Literatur des Mittelalters bildet der trojanische Heldenmythos mit seinen Wertvorstellungen das Vorbild und Ideal für Ritterschaft und Minne. Auch wenn Homer zu dieser Zeit nur dem Namen nach bekannt ist – der Mythos Trojas, der alle beschäftigt, ist erst durch seine Ilias unsterblich geworden. Immer neue Stämme und Völker machten sich im Laufe der Zeit den Mythos Trojas zu eigen.

Wer war Homer?

Im Gegensatz zu Troja, das Jahr für Jahr mehr von seinen Geheimnissen preisgibt, sperrt sich Homer, der etwa zwischen 750 und 680 vor Christus gelebt haben soll, hartnäckig gegen jeden Annäherungsversuch. Als Geburtsort und Wirkungskreis des Dichters nimmt man Smyrna (heute Izmir), Chios oder Kolophon an; alle drei Städte liegen im heutigen Westanatolien, das sich damals, mit Milet als Hauptstadt, zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des neuen Griechenland entwickelte. Sein Sterbeort könnte die Insel Ios gewesen sein. Tatsächlich aber ist nicht einmal erwiesen, ob er überhaupt je gelebt hat.

Überliefert ist uns Homer als blinder fahrender Sänger. Die Niederschrift der Ilias und Odyssee (wahrscheinlich auf Leder- oder Papyrusrollen) dürfte nach und nach während seiner Reisen erfolgt sein, wobei die Kernsagen kontinuierlich erweitert und ausgeschmückt worden sind. In jedem Fall stammen die Epen in der uns vorliegenden Form nicht vollständig von ihm: Der zehnte Gesang der Ilias beispielsweise hat erst später Eingang in das Werk gefunden, und auch die Unterteilung in jeweils 24 Gesänge ist, wahrscheinlich um sie für den Vortrag geeigneter zu machen, erst nachträglich vorgenommen worden. Entstanden sind sie um 720 v. Chr. und somit die ältesten schriftlich überlieferten Dichtungen der abendländischen Kultur überhaupt. Hineingeboren in die Tradition mündlicher Überlieferung und von der noch jungen Alphabetisierung der Sprache profitierend, könnte Homer der erste schriftlich arbeitende Dichter Griechenlands gewesen sein.

Zu dieser Zeit war der Mythos von der untergegangenen Stadt Troja bereits weit verbreitet; Homer schrieb eine Geschichte nieder, die in Grundzügen allgemein bekannt war. Wieviel davon seiner Imagination entstammt, läßt sich nicht mehr nachvollziehen.

Wahrheit versus Fiktion

Als sich Heinrich Schliemann 1871 auf die Suche nach den Überresten der Burg Ilion machte, die Homer als Schauplatz für seine Ilias gewählt hatte, hielt man Troja noch für einen Mythos und glaubte, die Sage sei frei erfunden. Spätestens seit 1996 aber kann als gesichert gelten, daß es sich bei den zehn verschiedenen Ausgrabungsschichten der Befestigungsanlage, die man inzwischen auf dem Hügel Hisarlik im Westen der Türkei freigelegt hat, um das Troja Homers handelt, das bereits um 1200 v. Chr. eine florierende Stadt mit ausgeprägter Infrastruktur und etwa 10 000 Einwohnern gewesen sein muß.

Die außergewöhnliche Bedeutung der Stadt und ihre lange und wechselvolle Geschichte erklären sich vor allem aus ihrer Lage: An der Einfahrt der Dardanellen gelegen, befand sich Troja an der Schnittstelle der griechischen Zivilisation und des barbarischen Asien. Es diente als Anlaufstelle für sämtliche Handelsschiffe, die die Enge zum Marmarameer passieren wollten. Da man mit den Schiffen der damaligen Zeit noch nicht gegen den Wind kreuzen konnte, mußte man an dieser Stelle oft wochenlang auf den geeigneten Wind warten.

Nach der Zerstörung der Stadt soll sie der Griechenfürst Agamemnon bei seiner Abfahrt verflucht haben, und in der Tat scheint der Hügel Hisarlik später für Jahrhunderte unbesiedelt geblieben zu sein. Fest steht, daß Homer das von ihm beschriebene Troja nicht gesehen haben kann; zwischen den Ereignissen vor Ilion und der Niederschrift des Epos Ilias liegen etwa 450 Jahre.

Die Ruinen der Stadt aber müssen noch zu Homers Zeit ein beredtes Zeugnis von ihrer einstigen Größe und dem sagenhaften Krieg zwischen Griechen und Trojanern vermittelt haben; die hochaufragende Stadtmauer von mindestens acht Metern Höhe, die der Sage nach Apollon und Poseidon errichtet hatten, sowie die Reste der Unterstadt und ihrer Umgrenzung waren damals noch deutlich zu sehen.

Ebenso kenntnisreich wie die Beschreibung Trojas sind die Schilderungen der Stationen von Odysseus’ Irrfahrt, die von einer ungewöhnlichen Kenntnis des westlichen Mittelmeerraums zeugen – einer Gegend, die von den Griechen damals noch nicht befahren wurde. Ob Homer selbst jemals gesehen hat, was er Odysseus sehen läßt, kann nicht verläßlich geklärt werden. Er könnte seine detaillierten Kenntnisse auch von den Phöniziern gehabt haben, die als einzige diesen unbekannten und gefürchteten Teil des Mittelmeeres befuhren und sogar die Straße von Gibraltar durchsegelten. Von dem, was einen dort erwartete, erzählte man sich die schrecklichsten Geschichten – genährt von den Phöniziern, die sich auf ihren Handelswegen mögliche Konkurrenz vom Hals halten wollten.

Wer war Odysseus?

Ob der Odysseus Homers jemals wirklich gelebt hat, ist unbekannt. Kultisch verehrt hat man ihn offenbar schon Jahrhunderte vor Homer, Beweise seiner Historizität aber konnten bis heute ebensowenig erbracht werden wie für irgendeine andere der Homerischen Figuren.

Was Odysseus so interessant macht, hat nicht nur mit seinen unglaublichen Abenteuern zu tun; seine Geschichte wäre nur halb so spannend, wenn Homer aus ihm den strahlenden Helden ohne Fehl und Tadel gemacht hätte, den man zunächst einmal erwartet. Doch wir lernen Odysseus als vielschichtige Persönlichkeit kennen: Oft ist er weinerlich und verzagt, dann wieder mutig, listig und gerissen wie kein zweiter. Wann immer etwas Hinterhältiges ansteht, wird vorzugsweise Odysseus mit der Ausführung betraut. Dann wieder ist er hoffnungslos romantisch: Aus Liebe zu seiner Frau und seinem Sohn schlägt er sogar die Unsterblichkeit aus!

Und er ist eitel. Odysseus über Odysseus: So wie immer Odysseus vor allen Menschen auf Erden wußte, was Nutzen schafft; da kann sich ihm keiner vergleichen. Gemeint ist damit, daß er niemals etwas getan hätte, ohne nicht vorher zu bedenken, was für ihn dabei herausspringen würde.

In diesem Buch wird Odysseus’ Irrfahrt aus Gründen der besseren Verständlichkeit chronologisch erzählt. In der Odyssee aber läßt Homer seinen Helden, nachdem er am Hof des Phäakenkönigs Alkinoos Aufnahme gefunden hat, seine Geschichte rückblickend selbst berichten, was eine gewisse Irritation hervorruft: Der Leser ist sich nie sicher, ob Odysseus’ Abenteuer sich tatsächlich, wie von ihm geschildert, zugetragen haben, oder ob er hinzudichtet. Er stellte sich gerne im glänzenden Licht dar – möglich, daß er dabei eine Menge Seemannsgarn gesponnen hat, schließlich hing eine interessierte Zuhörerschaft an seinen Lippen, darunter hübsche Damen, die es zu beeindrucken galt.

In jedem Fall finden in Odysseus’ Geschichte all die Sehnsüchte Erfüllung, die sonst im Leben so widersprüchlich und unvereinbar erscheinen: Als Fürst der unbedeutenden Insel Ithaka lebt er ein vergleichsweise bescheidenes und zurückgezogenes Leben, dann wieder verkehrt er in den höchsten Kreisen, tafelt mit den mächtigsten Herrschern und ist Gast in den prunkvollsten Palästen. Im Handumdrehen erobert er die Herzen der Frauen, die seiner seltenen Mischung aus Sensibilität, Klugheit und männlicher Stärke einfach nicht widerstehen können und ihn am liebsten alle vom Fleck weg heiraten würden. Er stürzt sich sogar mit Göttinnen in heiße Liebesabenteuer – und doch bleibt die Treue zu seiner geliebten Gemahlin Penelope (wenigstens im Herzen) ungebrochen. Zugleich ist er ein friedfertiger, liebevoller Familienvater und unvergleichlicher Abenteurer. (Es sollte allerdings darauf hingewiesen werden, daß seine Herumtreiberei und glorreiche Heimkunft nur dank einer Frau vom Schlage Penelopes möglich war, die die übermenschliche Ausdauer aufbrachte, zwanzig Jahre lang auf die Rückkehr ihres Gatten zu warten.)

Die Erfahrungen, die Odysseus macht, verändern ihn: Als er nach zehn Jahren Krieg gegen Troja und weiteren zehn Jahren Irrfahrt nach Hause zurückkehrt, besitzt er die Nachdenklichkeit des gereiften Mannes, dem die Vergänglichkeit des Lebens zu Bewußtsein gekommen ist. Es sind ja den Menschen nur wenige Tage beschieden, wie Penelope sagt.

Homer, das zeigen diese Beispiele, erweist sich als genauer Beobachter des Menschseins. Das Handeln und die Aussprüche seiner Protagonisten künden von einem Verständnis der menschlichen Natur, das auch nach 2700 Jahren nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt hat.

Kleine Götterkunde

Nichts geht ohne die Götter bei den alten Griechen. Sie sind für das Wetter verantwortlich, für Krieg und Frieden, Hungersnöte und für den Streit mit dem Nachbarn. Auch bei Homer sind die Bewohner des Olymp unermüdlich im Einsatz. Neben Zeus, dem obersten der Götter, und seiner Frau Hera gibt es noch zwölf weitere große Gottheiten. Die weiblichen heißen Aphrodite, Artemis, Athene, Demeter, Hestia. Die männlichen hören auf die Namen Apollon, Ares, Dionysos, Hades, Hephaistos, Pan und Poseidon. Wenigstens von diesen (es gibt noch zahllose andere) seien kurz diejenigen vorgestellt, die in Homers Epen von Bedeutung sind.

 

ZEUS und HERA: Der Gott des Himmels und Beherrscher des Olymp war der größte Schürzenjäger der griechischen Mythologie; kaum eine Frau oder Göttin durfte sich vor ihm sicher fühlen. Die Ehe mit seiner ohnehin zänkischen Schwester Hera vermochte daran auch nichts zu ändern. Hera war intrigant, intelligent und wußte ihren Willen durchzusetzen; Göttinnen oder sterbliche Frauen, die sich von Zeus Kinder hatten machen lassen, gingen ihr besser aus dem Weg.

Sie waren das sprichwörtliche alte Ehepaar: Er wollte im Grunde nur seine Ruhe, sie hingegen ließ keine Gelegenheit aus, einen Streit vom Zaun zu brechen. Er hatte die Macht, sie führte das Regiment. Selten nur lehnte er sich gegen ihren Willen auf; es war ihm schlicht zu anstrengend.

Neben Ares und Hephaistos, die der Ehe mit Hera entstammten, zeugte Zeus zahllose Götter und Halbgötter. Bei Homer begegnen uns unter anderem die unbarmherzige Persephone, die er mit seiner Schwester Demeter zeugte, sowie Apollon, Artemis und Hermes, die aus der Liaison mit Leto beziehungsweise Maja hervorgingen.

 

APHRODITE (Venus): Bekannt geworden ist die Göttin der Liebe und der Schönheit als die »Schaumgeborene«, wie sie in Botticellis berühmtem Gemälde einer Muschel entsteigt. Die Darstellung ist ein Euphemismus. In Wirklichkeit war folgendes passiert: Uranos, der Himmel, hatte mit Gäa, Mutter Erde, unter anderem die Kyklopen gezeugt, die er wegen ihrer furchtbaren Gestalt und Stärke gefesselt und in die Unterwelt geschleudert hatte. Gäa war empört und trug ihrem jüngsten Sohn Kronos, dem Herrscher über die Zeit, auf, seinem Vater mit einem Messer das Glied abzutrennen. Der tat, wie ihm geheißen, und warf danach den Phallus ins Meer, wo sich ein weißlicher Schaum darum bildete, dem dann Aphrodite entstieg.

Bei Plato findet sie sich später als Göttin der himmlischen, reinen, unsinnlichen Liebe, was angesichts ihres Lebenswandels mehr als verwunderlich ist, denn vor ihren Verführungskünsten war kaum einer sicher. Bei Homer begegnet sie uns als Tochter des Zeus und der Dione. Ihr Sohn Äneas ist einer der tapfersten Helden auf trojanischer Seite.

 

ARTEMIS (Diana): Die Göttin der Jagd war extrem leicht reizbar und konnte ebenso unbarmherzig sein wie ihr Bruder Apollon. Während er mit seinen Pfeilen die Männer tötete, nahm sie sich die Frauen vor. Von ihr ist vor allem bekannt, daß sie, im Gegensatz zu Aphrodite, ihre Jungfräulichkeit aufs äußerste verteidigte. Dabei konnte sie schnell hysterisch werden, wie die Begegnung mit Aktäon eindrucksvoll belegt, von der Ovid in den Metamorphosen berichtet: Aktäon war ein junger Jäger und durchstreifte arglos mit seinen fünfzig ihm treu ergebenen Hunden den Wald, als er das Pech hatte, Artemis zufällig nackt beim Baden in einer Grotte anzutreffen. An ihrem Anblick durfte er sich nicht lange erfreuen: Die eiserne Jungfrau verwandelte ihn auf der Stelle in einen Hirsch, was zur Folge hatte, daß der eben noch Jagende nun selbst von seinen Hunden gehetzt und schließlich zerfleischt wurde. In der Ilias zieht sich König Agamemnon ihren Zorn zu – mit ebenfalls weitreichenden Folgen.

 

ATHENE (Minerva): Zeus hatte Metis geschwängert, die Göttin der Einsicht. Anschließend verschlang er sie, weil ein Orakel besagte, daß der Sohn der Metis seinen Vater dereinst vom Thron stoßen werde. Daraufhin bekam er so gräßliche Kopfschmerzen, daß er Hephaistos bat, ihm den Schädel zu spalten. Der tat, wie ihm geheißen, und sofort wurde die Ursache der Kopfschmerzen offenbar: Dem geöffneten Schädel entstieg Athene, die Göttin der Weisheit, komplett mit Schild, Helm und Lanze.

Sie ist die eigentliche Regisseurin insbesondere der Odyssee. Odysseus erfreute sich ihrer besonderen Gunst; ohne ihre Unterstützung wäre er nicht weit gekommen. Natürlich war sie stets darauf bedacht, ihrem Vater das Gefühl zu geben, er sei derjenige, der die Entscheidungen fällt, in Wirklichkeit aber hielt sie die Fäden in der Hand.

Athene war nicht nur sehr einflußreich, sondern außerdem die klügste Bewohnerin des Olymp – wenn einer der anderen es wagte, sich mit ihr zu messen (siehe Ares in Achilleus’ Comeback), trug er meist selbst den Schaden davon.

 

APOLLON: Bei dem vielseitigen Sohn des Zeus und der Leto kann man ohne Übertreibung von einer komplexen Persönlichkeit sprechen. Ihm wurden die unterschiedlichsten Attribute zugeschrieben: Er war der Gott des Gesangs und des Saitenspiels und trieb als solcher die Menschen dazu an, das Gute und Rechte zu tun, außerdem galt er als Gründer der Städte und Kolonien und gab den Staaten ihre Gesetze. Auch als Abwehrer des Übels und Gott der Weissagung war er bekannt. Doch neben seiner musischen Ader und seinen friedenstiftenden und sozialen Ambitionen hatte er auch eine unbarmherzige und zerstörerische Seite. So trat er als strafender und verderbender Gott auf, der jeglichen Übermut mit dem Tode ahndete.

In der Ilias begegnet er uns als Athenes Widersacher auf seiten der Trojaner und frustriert die Gegner seiner Günstlinge vorzugsweise, indem er ihre Opfer in letzter Sekunde in undruchdringlichen Nebel hüllt und heimlich aus der Schlacht trägt.

 

ARES (Mars): Der jähzornige Kriegsgott war der meistgehaßte Bewohner des Olymp. Keiner konnte ihn leiden – außer Aphrodite, die sich auf eine Affäre mit ihm einließ, was bei ihr allerdings nicht viel hieß. Wahrscheinlich hatte die schönste aller Göttinnen, die – ausgerechnet! – mit dem einzigen unansehnlichen Gott, nämlich Hephaistos, vermählt worden war, einfach den körperlichen Attributen Ares’, den Homer als überheblichen Muskelmann mit wenig Verstand porträtiert, nicht widerstehen können.

Ares war es nur recht, daß niemand ihn leiden konnte; er wollte nicht gemocht, er wollte gefürchtet werden. Als zerstörender und leidbringender Gott hat er bei Homer nur ein Interesse: blutiges Gemetzel.

 

HADES (Pluto): Als die drei Brüder Zeus, Poseidon und Hades die Herrschaftsbereiche der Welt untereinander verlosten, fiel Hades die Unterwelt zu, ein finsteres Schattenreich verstorbener Seelen, in dem er und seine Gemahlin Proserpina mit eiserner Hand regierten. Dabei war er den Menschen im allgemeinen sehr gewogen, aber wer tot war, durfte nun mal (von wenigen Ausnahmen abgesehen) nicht mehr zu den Lebenden zurück.

Damit die Seelen der Toten alle Erinnerung an das irdische Leben verloren, mußten sie aus dem Lethe trinken, einem der Flüsse des Erebos, der Unterwelt; Kerberos (Cerberus), ein dreiköpfiger Höllenhund, wachte darüber, daß keiner, der das Totenreich einmal betreten hatte, wieder herauskam. Gute Menschen durften sich Hoffnung machen, im Elysium Aufnahme zu finden, einem paradiesähnlichen Ort, der bei Homer in heiterem Sonnenlicht liegt; auf die Seelen der Bösen hingegen wartete der Tartaros, ein Ort finsterster Verdammnis. Unter anderen mußten dort Tantalos und Sisyphos ihre grausamen Strafen verbüßen.

 

HEPHAISTOS (Vulcanus): Gott des Feuers. Angesichts seiner Biographie und des pathologischen Verhältnisses insbesondere zu seiner Mutter Hera müßte jeder Psychologe von analytischem Ehrgeiz gepackt werden. Als einziger schwächlicher Gott von unschöner Gestalt war er seiner Mutter so verhaßt, daß sie ihn heimlich vom Olymp schubste. Das hätte sein Schicksal besiegelt, wenn die Meeresgöttin Thetis ihn nicht in ihrem Schoß aufgefangen und in einer Grotte versteckt hätte, wo er die nächsten neun Jahre zubrachte. Vermutlich aus Langeweile begann er, sich die Zeit mit Bastelarbeiten zu vertreiben. Dabei bewies er früh ein außergewöhnliches handwerkliches Geschick und beschenkte seine Retterin mit allerlei ausgefallenem Schmuck. Um sich später an seiner Mutter zu rächen, schmiedete er ihr einen Sessel, von dem niemand ohne seine Einwilligung wieder aufstehen konnte. Er hatte Hera beim Wort genommen: Die hatte nach einem Thron verlangt, von dem sie niemand herabstoßen konnte. Nach seiner Rückkehr auf den Olymp richtete er sich dort eine Werkstatt ein, in der er Arbeiten verfertigte, die ihresgleichen suchten. Eine von seiner Hand gefertigte Rüstung oder ein von ihm geschmiedetes Schwert zu besitzen war ein außerordentliches Privileg. Als begehrtester Waffenschmied der griechischen Sagenwelt hat er in der Ilias natürlich allerhand zu tun, wenngleich er seine Waffen niemals selbst benutzte – dafür war er zu sanftmütig.

 

POSEIDON (Neptun): Zeus’ älterer Bruder war der Gott des Meeres, im weiteren Sinn der Gewässer überhaupt, also auch der Flüsse und Quellen. Auf Abbildungen erkennt man ihn für gewöhnlich an seinem Markenzeichen, dem Dreizack, mit dem er das Wasser aufwühlt. Er jammerte viel, war schnell beleidigt, furchtbar aufbrausend und fühlte sich gerne ungerecht behandelt. Mehr als alles andere aber neidete er seinem kleinen Bruder die Vormachtstellung auf dem Olymp. Er hätte alles dafür gegeben, einmal einen großen Coup zu landen und den anderen Göttern zu zeigen, was er wirklich draufhatte, aber was auch immer er in Angriff nahm, ging ihm daneben.

 

Außerdem erwähnt werden sollte an dieser Stelle HERMES (Mercurius): Der Götterbote war Zeus’ Spezialagent für komplizierte Aufgaben, eine Art olympischer James Bond. Diese ausführende Funktion wird allerdings seiner Bedeutung unter den Göttern nicht gerecht. Denn Hermes war außergewöhnlich schlau, einfallsreich, listig und besaß dazu eine gehörige Portion Kaltschnäuzigkeit. Außerdem hatte er eine musische Ader und zahlreiche Liebschaften, vorzugsweise mit den anmutigen Nymphen. Die Hermeneutik, die Lehre des Verstehens, verdankt ihm ihren Namen. Bei Homer begegnet er uns oft als »der Argosbezwinger«. Dahinter verbirgt sich folgende Geschichte: Zeus stellte der schönen Io nach, einer Priesterin seiner Frau, die er schnell in eine Kuh verwandelte, um nicht von Hera beim Ehebruch ertappt zu werden. Dummerweise nahm seine argwöhnische Frau die Kuh an sich und gab sie Argos, dem »Allesseher«, in Obhut. Der war nicht nur sehr stark, sondern von Kopf bis Fuß mit Augen bedeckt, weshalb er sich bestens als Wächter eignete. Ein klarer Fall für Hermes, der von Zeus mit Ios Befreiung beauftragt wurde. Er verkleidete sich als Hirte, suchte Argos auf und spielte so lieblich auf seiner Panflöte, daß Argos einschlief. Daraufhin schlug ihm Hermes den Kopf ab. Zum Andenken an den Getöteten setzte die betrübte Hera Argos’ Augen in den Schweif ihres Lieblingsvogels – des Pfauen.

Am Anfang war der Apfel

Diesmal hatte es Zeus auf Thetis abgesehen, eine der fünfzig schwarzäugigen Nereiden, die der Meeresgott Nereus mit seiner Schwester Doris gezeugt hatte. Die Nereiden führten, nebenbei bemerkt, ein angenehmes Leben: Gemeinsam bewohnten sie einen prächtigen Palast auf dem Meeresgrund und gingen zum Zeitvertreib gerne mit Delphinen schwimmen. Sonst hatten sie nicht viel zu tun.

Zeus also begehrte die schöne Meeresgöttin, doch ein Orakelspruch besagte, daß ihr Sohn einst mächtiger werden würde als sein Vater, was sogar Zeus davon abhielt, sich mit ihr einzulassen. Um ganz sicherzugehen, daß ihm durch ihren Sohn keine Gefahr drohte, wurde Thetis mit einem Sterblichen vermählt: Peleus. Der mächtige Sohn, der aus dieser Verbindung hervorgehen sollte, war kein geringerer als Achilleus, der später den Trojanischen Krieg entschied.

Die Hochzeit von Thetis und Peleus war ein rauschendes Fest: Sämtliche Bewohner des Olymp waren anwesend, und es wurde ausgelassen gefeiert – bis Eris, eine Tochter der Nacht und Göttin der Zwietracht, einen Apfel unter die Gäste warf, der die Aufschrift »der Schönsten« trug. Hera, Athene und Aphrodite meldeten ihre Ansprüche an.

Zeus wollte die Entscheidung nicht treffen, er konnte nur verlieren: Wem immer er auch den Apfel zuerkannte – die beiden anderen würde er sich für ewig zu Feindinnen machen. Die Entscheidung wurde vertagt.

Eines Tages sah sich Paris, Sohn des trojanischen Königs Priamos, unvermittelt mit den drei Göttinnen konfrontiert, als er gerade im Idagebirge unterwegs war; der geflügelte Hermes war ebenfalls dabei.

»Keine Angst«, sagte der Götterbote zu dem verschüchterten Paris. »Du sollst bestimmen, welcher der drei Göttinnen der Apfel für die Schönste zusteht.«

Hera, die Gemahlin des Zeus, sprach als erste: »Wenn du mir den Apfel gibst, mache ich dich zum Herrscher über das schönste Reich der Erde.«

Athene zog nach: »Ich biete dir höchsten Ruhm durch Weisheit und männliche Tugend.«

Schließlich sprach Aphrodite: »Ich werde dir die schönste Frau der Welt in die Arme führen.«

Da saß nun der arme Paris den drei nackten Göttinnen gegenüber und sah sich gezwungen, zwischen Macht, Weisheit und Lust entscheiden zu müssen. Was für eine Prüfung!

Mag sein, daß Paris’ Geist willig gewesen ist, sein Fleisch jedenfalls war schwach, und so erkannte er schließlich Aphrodite den Sieg zu, der Göttin der Liebe.

Hätte er den Apfel doch bloß gedrittelt! So brachte er Hera und Athene gegen sich auf, die beschlossen, sich an ihm zu rächen. Der Untergang Trojas und des trojanischen Volkes einschließlich Paris’ und seines Vaters Priamos erschien ihnen als angemessene Strafe. Und hier nimmt die Geschichte ihren Anfang.

Paris und Helena

Menelaos, König von Sparta, war mit seinem Schiff auf dem Weg nach Pylos zum weisen Fürsten Nestor. Pylos lag, ebenso wie Sparta, auf der griechischen Halbinsel Peleponnes. Um dorthin zu gelangen, mußte Menelaos den Lakonischen Golf durchfahren und entlang der Südküste in Richtung Westen segeln. Noch bevor er jedoch den Golf hinter sich gelassen hatte, ereignete sich etwas sehr Sonderbares: Eine Flotte trojanischer Schiffe tauchte plötzlich vor ihm auf; Dutzende von Schiffen, die bereits seit Tagen unterwegs gewesen sein mußten.

Anton Raphael Mengs »Das Urteil des Paris« (um 1757)

Menelaos war die Begegnung nicht geheuer: Wer, von Troja kommend, das gesamte Ägäische Meer durchfahren hatte und bis zur Südküste der Peleponnes gesegelt war, hatte nicht mehr viele Zielorte zur Auswahl.

Auch die Trojaner fragten sich, wer wohl an Bord des prächtigen griechischen Schiffes sein mochte, das ihnen entgegenkam. So segelten sie aneinander vorbei und sahen sich nach, ohne daß etwas geschah. Menelaos konnte nicht wissen, daß er gerade seinem späteren Schicksal und dem seines ganzen Landes begegnet war.

Die Gemahlin des blonden Menelaos war die schönste Frau der Welt: Helena. Während der Abwesenheit ihres Mannes saß sie in ihrem Palast in Sparta und langweilte sich. Bereits die Schönheit ihrer Mutter Leda hatte Zeus so betört, daß der oberste der Götter sich extra in einen Schwan verwandelt hatte, um sie beim Baden überraschen zu können. Kurze Zeit später gebar sie zwei Eier, denen neben Helena die Brüder Kastor und Polydeukes entstiegen.

Der Anführer der trojanischen Flotte, die an Menelaos’ Schiff vorbeisteuerte, war Paris (der mit dem Apfel). Er war unterwegs zur Insel Kythera, um in einem Aphrodite und Artemis geweihten Tempel Opfer darzubringen. Im Anschluß daran wollte er nach Sparta reisen, um für seinen Vater eine alte Rechnung zu begleichen: Als Priamos noch ein Kind war, hatte Herakles dessen Schwester Hesione nach Salamis verschleppt. Das lag zwar schon lange zurück, doch Priamos hatte es nie verwinden können. Paris wollte in Sparta bei Kastor und Polydeukes auf ihre Herausgabe drängen und Hesione notfalls mit Gewalt entführen.

Nachdem er in Kythera angelangt war und seine Opfer dargebracht hatte, stand plötzlich Helena vor ihm. Sie war eilig aus Sparta angereist, nachdem sie von der fremden Flotte gehört hatte, um selbst ein Opfer darzubringen. In Wirklichkeit natürlich hatte sie die weibliche Neugier getrieben.

Ihre Schönheit verschlug Paris die Sprache, und unwillkürlich mußte er an die Begegnung mit Aphrodite denken, die ihm einst die schönste Frau der Welt versprochen hatte. Eigentlich hatte Paris dabei eher eine Jungfrau im Sinn gehabt als eine verheiratete Frau und erst recht keine erwartet, die gerade erst Mutter geworden war. Helenas Schönheit aber erlaubte keinen Zweifel: Sie mußte es sein, von der Aphrodite gesprochen hatte. Helena selbst war von dem langhaarigen Jüngling aus Asien ebenfalls sehr eingenommen; sein exotischer Anblick faszinierte sie.

Zunächst jedoch blieb es bei schmachtenden Blicken. Helena reiste wieder ab und nahm an, das Zusammentreffen mit Paris würde ohne Konsequenzen bleiben. Paris aber hatte den folgenschweren Entschluß gefaßt, ohne sie nicht weiterleben zu können. Er folgte ihr nach Sparta und entführte sie kurzerhand – nicht ohne vorher Menelaos’ Palast erstürmt und geplündert zu haben. Seine Tante Hesione, die er eigentlich hatte zurückbringen sollen, war in dem ganzen Liebestaumel in Vergessenheit geraten. Paris hielt es nicht einmal für nötig, nach Troja zurückzukehren: Auf der Insel Kranä vermählten sich die Frischverliebten und nisteten sich gleich für ein paar Jahre dort ein.

Als Menelaos von der Entführung seiner Frau erfuhr, wandte er sich sofort an seinen älteren Bruder Agamemnon und bat ihn um Hilfe. Agamemnon war König von Mykene und somit der mächtigste Mann im Reich; die Regionen Griechenlands, die nicht dem direkten Befehl der beiden Brüder unterstanden, waren – mehr oder weniger freiwillig – mit ihnen verbündet. Seine Frau Klytemnästra war eine Tochter Ledas, Helena also ihre Halbschwester.

Der Raub Helenas konnte, da waren Menelaos und Agamemnon sich einig, nicht ungestraft bleiben; gemeinsam rüsteten sie sich daher für einen Krieg gegen Troja und riefen die Fürsten Griechenlands (die Liste ihrer Namen würde diese Seite füllen) mit deren Schiffen in der Bucht von Aulis zusammen, einem kleinen Ort auf der Insel Euböa südlich von Chalkis.

Helenas rachsüchtige Brüder Kastor und Polydeukes indes verfolgten Paris auf eigene Faust. Ihr Schiff kenterte jedoch bei Lesbos während eines Sturms, bevor sie Troja erreichen konnten. Trotzdem wurde ihnen ein versöhnliches Schicksal zuteil: Zeus, der den Anblick der Ertrinkenden nicht ertragen konnte, entriß seine Söhne den Wellen und machte sie zu Sternbildern am Himmel, wo sie bis heute ihre schützenden Hände über die Seefahrer halten.

In Aulis beschloß man, es erst einmal auf diplomatischem Weg zu versuchen, und schickte eine Gesandtschaft nach Troja. Hierzu wurden der schlaue Palamedes, Odysseus und Menelaos ausgewählt.

Als die drei bei König Priamos eintrafen, war dieser einigermaßen überrascht zu hören, daß sein verschollener Sohn Menelaos’ Frau entführt haben sollte. Er versuchte das Beste aus der unglücklichen Situation zu machen und versprach, Helena auszuliefern, sobald Paris zurückkäme – vorausgesetzt, seine Schwester Hesione würde dafür nach Troja gebracht.

»Die Erfüllung unserer Forderung läßt sich von keiner Bedingung abhängig machen«, entgegnete der sonst so besonnene Palamedes, und das bedeutete Krieg.

In Aulis

Während sich die griechischen Fürsten mit ihren Schiffen in der Bucht von Aulis einfanden, ereignete sich ein Zwischenfall, der einen unheilvollen Schatten auf die bevorstehende Belagerung Trojas warf: Während einer Opferung kroch plötzlich ein gräßlicher Drache unter einem Altar hervor und schlängelte sich vor den entsetzten Augen der Anwesenden einen Ahornbaum hinauf, ...

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