Logo weiterlesen.de
Höhepunkte - Bring mich um den Verstand

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Vorwort
  6. Bring mich um den Verstand
  7. Einsatzbefehl
  8. Vertraute Fremde
  9. Bis der Sturm vorüber ist
  10. Gästeservice
  11. Unser ganz privates Champagnerzimmer

Kristina Wright

HÖHEPUNKTE –
Bring mich um den
Verstand

Erotische Storys

Aus dem Amerikanischen von
Markus Berg

Vorwort
Shayla Black

Erotische Liebesgeschichten. Der Begriff beschwört Bilder herauf von Seidenlaken, heißem Atem, leidenschaftlichen Nächten, feuchter Haut und Freuden, die unser Vorstellungsvermögen übertreffen. Aber darüber hinaus verraten uns erotische Liebesgeschichten etwas über unsere tiefsten Wünsche. Es geht nicht nur um Sex. Diese Storys verbinden unsere Hoffnungen mit unseren Fantasien, unsere Träume mit unseren Sehnsüchten. Erotische Erzählungen öffnen uns durch ihre körperbetonte Ausdrucksweise ein Tor zu anderen Menschen.

Geschichten von erotischer Liebe vereinen unser sexuelles Selbst mit der romantischen Ader in uns. Dabei stoßen wir auf zwei etablierte literarische Genres: Liebesroman und Erotika. Der Liebesroman steckt voller Hoffnungen auf Erfüllung. Wir lesen diese Bücher, weil wir hoffen, irgendwann den perfekten Partner zu finden. Wir wünschen uns das Beste für die Zukunft und träumen von einem emotional erfüllten Leben. Liebesromane sind wie eine Reise, in deren Verlauf sich Menschen kennenlernen. Es ist eine Fantasie, die uns zeigt, dass die wahre Liebe letzten Endes gewinnt, ganz gleich wie trist die Umstände sind. Der Leser gelangt zu der Erkenntnis, dass es für jeden den vom Schicksal vorbestimmten Partner gibt und dass niemand für immer allein sein braucht.

In der klassischen erotischen Literatur erfahren wir, wie eine Person durch das Ausleben ihrer Sexualität und sexuellen Neugier zur Selbsterfüllung findet. Es werden neue Sachen mit neuen Leuten ausprobiert, Grenzen überschritten und neue Normen gesetzt, das ist der Grund für die starke Faszination von Erotika. Jedes Szenario ist offen für eine neue Auslegung, eine neue emotionale Ausdrucksweise. Der Himmel und die menschliche Erfahrung (und das Ganze mit ein wenig Fantasie ausgeschmückt) sind das Limit.

Wenn diese zwei Genres zusammentreffen, entsteht ein Leseerlebnis, bei dem Hoffnung und Sinnlichkeit zueinanderfinden. Es ist wie eine Reise durch Körper und Geist, die uns sowohl zur Sehnsucht unseres Herzens als auch zur Selbstverwirklichung führt. Und zwar deshalb, weil wir mit der Person, die wir lieben, unser tiefstes sexuelles Selbst zum Ausdruck bringen und ein Band schaffen können, das für die Dauer einer bedeutsamen Begegnung hält oder sogar für den Rest unseres Lebens.

Erotische Liebesgeschichten führen uns zu den Tiefen unseres Selbst und bringen uns dazu, in uns hineinzuhorchen und uns zu fragen, was wir wirklich möchten. Was sind wir bereit zu überwinden, um erfüllten Sex zu haben? Um Liebe zu bekommen? Um etwas zu erhalten, wonach wir uns schon immer gesehnt haben. Erotische Liebesgeschichten gestatten es uns, diese tiefen Sehnsüchte und in uns liegenden Konflikte zu erforschen. Erst dann können wir Grenzen überschreiten, die wir sonst nie überschreiten würden, und vergessen das Alltägliche.

Begleiten Sie die Autoren auf ihren Reisen, und tauchen Sie ein in die Geschichten. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Staunen Sie. Erotische Liebesgeschichten eröffnen uns neue Welten. Wir lernen, nach Dingen zu greifen, die uns unerreichbar erscheinen. Genießen Sie den Kampf, den Konflikt und die Entwicklung der Charaktere, denen Sie beim Lesen begegnen werden. Liebesgeschichten werden oft als Luftschlösser der Fantasie bezeichnet, als das Genre, in dem man sich verliert. Doch in Liebesgeschichten liegt eine Wahrheit, die dem Guten dient. Wir brauchen eine Möglichkeit, unserem Alltag entfliehen zu können. Wir brauchen unsere Happy Ends. Wir brauchen die Überzeugung, dass wir vollständig sein können.

Begleiten Sie uns auf dieser Reise, und lassen Sie Ihre Fantasie die tiefere Wahrheit finden. Wir sind nicht allein, und wir sind nur dann mit uns im Reinen, wenn wir nicht nur uns selbst lieben, sondern auch einen anderen Menschen.

Die Reise hört nie auf. Genießen Sie sie.

Bring mich um den Verstand
Delilah Devlin

Nur ein kurzer Blick auf ihn, wie er mit seinem festen, knackigen Arsch am Tresen lehnte, die Arme vor der stattlichen Brust verschränkt, und mir sein Profil zuwandte, genügte schon, um mich in meinem schwächelnden Entschluss zu bestärken. Mit seinen verwaschenen Jeans, dem schwarzen, eng anliegenden T-Shirt und der Baseballmütze, die er verkehrt herum auf seinem dunklen, zotteligen Haar trug, war er der Traum jeder Frau, die auf taffe Arbeiter steht. Mein Mund wurde ganz trocken, je länger ich seinen großen, kräftigen Körper betrachtete. Welche Frau, die bei Verstand ist, würde eine Nacht mit so einem scharfen Typen ausschlagen?

Mehr könnte es auch nicht sein – eine Nacht. Ich hatte bis zum letzten Moment gezögert, den ersten Schritt zu machen.

Auf der mitternächtlichen Fahrt zur Abfertigungsstelle hatte ich Zeit genug gehabt, Argumente gegen mein Vorhaben zu finden. Dabei hatte mein Plan zuerst so verheißungsvoll ausgesehen. Doch dann wurde mir bewusst, dass mir die Planeten in ihrer günstigen Konstellation die einmalige Möglichkeit boten, meine seit Langem bestehende Fantasie auszuleben.

Nie hatte es zeitlich gepasst. Bis vor Kurzem war ich verheiratet gewesen. Aber als mein Mann mich sitzenließ, lebte Danny noch mit einer Frau und zwei Kindern zusammen und schien geradewegs auf den Stand der Ehe zuzuhalten.

Klar, wir flirteten, und ab und zu machte er halbherzige Andeutungen, wir könnten uns im Motel 6, ein paar Kilometer die Straße runter, auf einen Quickie treffen. Aber nie konnte ich bei ihm Anzeichen von echtem Interesse entdecken. Wenn also etwas passieren sollte, dann würde ich den ersten Schritt machen müssen. Heute war mein letzter Tag bei Henderson Transport. Jetzt oder nie.

Alle Gründe, aus denen es verrückt wäre, überhaupt über eine heiße Affäre nachzudenken, lösten sich in Luft auf, als ich sie im Geiste wie auf einer Liste abhakte.

Er ist zu jung: Egal, er wird nichts dagegen haben, weil ich keine Erwartungen an ihn habe, sagte ich zu mir selbst. Ich will einfach nur meinen Spaß haben.

Ich komme aus der Verwaltung, er ist einer der Fahrer. Es war schon nach Mitternacht, also war das jetzt auch egal. Wir haben beide unseren freien Willen. Uns steht es frei, einzuwilligen … oder abzulehnen. Jetzt musste er nur noch Ja sagen.

»Du siehst ihn doch sowieso nicht wieder«, murmelte ich vor mich hin, während ich meine kalten Hände rieb. »Wenn er dich abblitzen lässt, dann brauchst du dir wegen seines überheblichen Grinsens keine Gedanken zu machen.«

Ich atmete noch einmal tief durch, zupfte den Kragen meines roten Lycra-Tops zurecht, um meine Brüste zur Geltung zu bringen, und drückte die Glastür auf.

Als er die Tür hörte, drehte er den Kopf in meine Richtung. Dann löste er sich vom Tresen und ließ die Arme langsam sinken. »Willst du mir meine Tour wegnehmen, Angela?«

Ich schenkte ihm ein schiefes Lächeln. »Glaubst du, ich tue das und bitte dich dann, mitten in der Nacht hier auf mich zu warten?«

Danny zog die Brauen zusammen, und Neugierde lag in seinem Blick, ehe er auf meine Titten starrte. Unter dem roten, dehnbaren Gewebe meines Tops zeichneten sich meine Nippel ab, und sie waren groß, weil ich sie ein bisschen gezwickt hatte, als ich aus meinem Auto gestiegen war.

Sein Stirnrunzeln vertiefte sich. »Was hat das alles zu bedeuten, Angela?«

Ich räusperte mich und versuchte, eine verführerische Miene aufzusetzen.

Er legte den Kopf etwas zur Seite und musterte mich erneut vom Scheitel bis zur Sohle. »Du brauchst einem Mann nicht erst die Schlüssel zu klauen, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, Süße.«

Ich stemmte die Hände in meine ausgeprägten Hüften. »Offensichtlich muss ich es doch tun, weil du keine von deinen Einladungen in die Tat umgesetzt hast.«

Seine Mundwinkel zuckten. »Ich dachte, du flirtest mit allen Typen hier.«

»Hast du je gesehen, dass ich das tue? Irgendwann mal?«

Er presste die Lippen aufeinander. Müde Schatten lagen unter seinen Augen. Bartstoppeln zogen sich über Kinn und Wangen.

Ich hatte plötzlich fast so etwas wie Schuldgefühle, weil ich ihm seine Nachtruhe vorenthalten wollte, doch das verdrängte ich. Er war noch jung und wahnsinnig scharf. Wenn er so dringend seinen Schlaf brauchte, dann könnte er das bei nächster Gelegenheit seiner Tussi sagen. Doch heute Nacht gehörte er mir.

»Meine Schlüssel waren nicht im Spind. Ich weiß aber, dass ich sie hiergelassen habe.«

»Stimmt ja auch«, sagte ich und nickte. Dann ließ ich meinen Blick über seinen Körper gleiten, um sicherzustellen, dass Danny meine Absichten nicht missverstand. »Tatsache ist, ich habe noch was vor und dachte, dass du mir dabei helfen könntest.«

Ich versuchte, Selbstvertrauen auszustrahlen, obwohl mich Dannys kraftvoller Körper ganz durcheinanderbrachte. Ich schluckte und hüstelte schließlich, um den Frosch im Hals loszuwerden. Als mein Blick auf Dannys Mund fiel, sah ich, dass er grinste.

Mist.

»Angela, gibt es da etwas, was du möchtest?«

Ja, dich, und zwar am liebsten nackt und festgebunden auf einem Bett, damit du mich nicht daran hindern kannst, dich von oben bis unten anzuknabbern.

»Angela?«

»Ob ich etwas möchte? Ja, ganz bestimmt.«

»Dann heraus damit.«

Aber mir fehlten die Worte. Ich kam mir schon dämlich genug vor. Also fasste ich in meine Handtasche und holte seinen Schlüsselanhänger hervor. »Hier, tut mir leid. Ich hätte es nicht so weit kommen lassen dürfen.«

»Dafür lässt du mich hier eine halbe Stunde lang warten? Ich könnte längst zu Hause sein und nach einer Dusche im Bett liegen. Du weißt doch, wie lange ich heute unterwegs war.«

»Klar, schließlich habe ich die Fahrten koordiniert.«

Doch er griff nicht nach dem Schlüsselbund.

Ich machte einen Schritt in seine Richtung, wobei ich den Kopf in den Nacken legen musste, um ihm in seine grauen Augen schauen zu können.

Er legte die Hände um meine Taille. »Du möchtest etwas, Süße?«, wiederholte er, und seine dunkle Stimme klang noch tiefer.

Ich kniff die Augen zusammen, hoffte auf mehr Mut und darauf, dass die Röte wieder aus meinen Wangen schwand. »Ich will dich«, brachte ich schließlich hervor und machte die Augen wieder auf.

Sein Grinsen wurde breiter. »Und, war das denn jetzt so schwer?«

»Wenn du es genau wissen willst, ja.«

Er beugte sich zu mir hinab, sein Blick lag schon auf meinen Lippen, aber ich drehte den Kopf zur Seite. »Nicht hier. In deinem Truck.«

Seine Augenbrauen schnellten hoch, und er schob mich sacht zurück. »Nach dir. Du weißt ja, wo ich parke, und du hast einen Schlüssel. Steig ruhig schon ein, und mach es dir bequem. Bin kurz noch in der Dusche im Spindraum. Rieche nach Diesel.« Er machte auf dem Absatz kehrt und wandte mir den Rücken zu, sodass ich in den Genuss seines knackigen Hinterns kam, auf den ich schon seit über einem Monat scharf war.

Mir entwich ein Stöhnen, und ich hörte noch, wie er leise lachte, als er durch die Tür verschwand und mich mit weichen Knien zurückließ.

Knappe zwanzig Minuten musste ich warten, bis die Tür zur Fahrerkabine aufging und er einstieg. Der Duft von Seife wehte herein und mischte sich mit dem Geruch der Kabine, in der er jeden Tag saß. Aber da er nicht rauchte und offenbar auch nicht dort aß, roch es für eine Truckerkabine ganz gut. Das Licht einer einsamen Laterne auf dem Parkplatz beleuchtete den Truck. Sicherheitskameras zeichneten auf, wer in die Wagen stieg, und ich hoffte, dass auf dem Film nicht zu sehen sein würde, was wir im Innern machten. Noch ein Grund, warum ich bis in die Nacht mit der Umsetzung meines Plans gewartet hatte. Tagsüber hätten alle getuschelt.

Ich saß auf dem Veloursledersitz des Beifahrers und schaute zur Seite, als Danny einstieg.

»Hast du’s dir noch mal anders überlegt?«, fragte er leise.

»Nein«, entgegnete ich ein wenig verärgert, weil er alles hinterfragte. Ich wollte, dass er die Initiative ergriff, anstatt bei jedem Schritt meine Einwilligung abzuwarten.

»Warum bist du dann nicht auf der Rückbank?«

»Hey, du brauchst dich nicht verpflichtet zu fühlen«, sagte ich und suchte seinen Blick. »Wenn du lieber schlafen möchtest …«

»Ich habe es mir in der Dusche besorgt.«

Ich dachte zuerst, ich hätte mich verhört. »Warum erzählst du mir so was?«, fragte ich ungläubig.

»Weil du wissen sollst, wie scharf ich auf dich bin. Dachte, ich nehme einen Gang raus, ehe ich zu dir komme. Ich wollte dich nicht unbefriedigt zurücklassen, Darling.«

Ich schluckte schwer, sah die markanten Konturen seines Kinns und die Erregung in seinem Blick glitzern. Vielleicht war es nur das, was ich hatte sehen wollen, doch als er die Hand nach mir ausstreckte, wich ich nicht zurück.

Er rückte näher an mich heran. Er strich über meinen Rücken und wühlte eine Hand in mein Haar. Dann hielt er meinen Kopf fest, während er mich leidenschaftlich küsste. Seine Lippen rieben über meine, seine Zunge spielte fordernd mit meiner. Er schmeckte nach Minzzahnpasta. Seine Hände waren kräftig, als er mich vom Sitz hob. Ich zögerte keinen Augenblick und ließ mich von ihm auf seinen Schoß ziehen.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Höhepunkte - Bring mich um den Verstand" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen