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Hemmungslos im Märchenland

Inhalt

  1. Cover
  2. Über dieses Buch
  3. Titel
  4. Impressum
  5. Vorwort
  6. Gib acht auf die Erbse
  7. Im dunklen Wald
  8. Gildi und das schwerfällige Komitee der Bären
  9. Vereistes Glas
  10. Der Lebkuchenmann
  11. Ein ganz normaler Arbeitstag
  12. Großer, böser Wolf (Auszug)
  13. Der Kuss
  14. Die Rückkehr
  15. Der steinerne Raum

Über dieses Buch

Was passiert, wenn der Lebkuchenmann auf einmal zum Leben erwacht und geheime Wünsche erfüllt? Wie besänftigt man den bösen, lüsternen Wolf? Und wie hemmungslos geht es zu, im dunklen Wald?

Wer schon immer wissen wollte, was sich in den dunkelsten Ecken des Märchenlands abspielt und welche sündigen Geheimnisse hinter den sieben Bergen warten, der sollte sich diese erotischen Märchengeschichten nicht entgehen lassen. Stimulierend, sinnlich und verdammt sexy. Vergessen Sie alles, was Sie bisher über Märchen wussten, und begeben Sie sich auf eine lustvolle Entdeckungsreise der ganz besonderen Art …

Kristina Wright (Hg.)

HEMMUNGSLOS
IM
MÄRCHENLAND

Erotische Stories

Aus dem Englischen übersetzt
von Markus Berg

Vorwort
Angela Knight

Als ich noch ein Kind war, liebte ich Märchen über alles. Geschichten von bösen Hexen, schönen Prinzessinnen und gut aussehenden Prinzen – Geschichten voller Magie und Romantik, die meine unschuldige Vorstellungskraft beflügelten. Als erwachsene Frau wurde mir klar, dass den Märchen ursprünglich eine ausgeprägte düstere Seite innewohnte, die man sorgsam aus den Kinderversionen entfernt hatte. Wussten Sie zum Beispiel, dass Dornröschen in der Originalfassung aufwachte und schwanger war? Offensichtlich hatte ihr hübscher Prinz sie nicht nur geküsst.

Was Rotkäppchen und den großen, bösen Transvestiten-Wolf betrifft, ist offensichtlich, wie abgedreht die Story ist.

dann treiben sie’s noch heute erforscht das sinnliche Potenzial der Geschichten, die wir als Kinder hörten, und verleiht ihnen den gewissen Kick, den ich schon immer unter der Oberfläche vermutete. Sie werden Schönheiten, Tieren, Meerjungfrauen und jeder Menge gut aussehender Helden begegnen, dazu gibt es sexy Geschichten, die Ihren Herzschlag beim Lesen beschleunigen.

Was haben Märchen an sich, dass wir ihnen eine sinnliche Ausrichtung geben wollen? Vielleicht liegt es daran, dass das Sexuelle immer schon unterschwellig da ist, uns aber erst mit dem Blick des Erwachsenen bewusst wird. Vor Jahren schon schrieb ich meine eigene abgedrehte Version von Die Schöne und das Biest, weil ich so von der Vorstellung fasziniert war, mich in ein Tier zu verlieben.

Mir gefiel die Disney-Version dieser Geschichte – aber bin ich die Einzige, die sich fragt, ob die Schöne sich betrogen fühlt, als ihr vor Wut rasendes Alphatier ein gut aussehender Beta-Mann wird?

Mir persönlich gefiel er besser als Tier mit Pelz und Klauen und schlechten Manieren. Was eine interessante Frage aufwirft: Als starke, kluge, unabhängige Frauen wissen wir, dass wir uns nicht danach sehnen sollten, uns von einem attraktiven Prinzen retten zu lassen. Und wir sollten auch nicht das Tier (im Mann) wollen.

Doch insgeheim und tief in unseren Herzen sehnen sich einige von uns nach Helden mit Ecken und Kanten, die Reißzähne und Klauen haben oder eine Peitsche und Ketten. Das Problem ist nur, dass uns bewusst ist, dass wir diese dunklen, dominanten Männer nicht begehren sollten. Schließlich sind wir heutzutage in jeder Hinsicht gleichberechtigt. Und genau so soll es ja auch sein.

Zumindest meistens.

Doch da ist etwas Verführerisches an der Vorstellung, Sex mit einem Mann zu haben, der uns dazu zwingen könnte, unsere geheimsten und dunkelsten Impulse zu erforschen.

Die Fallstricke dieser Sehnsucht liegen auf der Hand. Woher wissen wir, ob der gut aussehende Typ, den wir in einer Bar kennenlernen, nicht womöglich ein Serienkiller ist? Wie können wir abschätzen, ob er nicht irgendetwas Schreckliches mit uns anstellt, wenn er uns erst einmal gefesselt hat? Es ist nicht leicht, unsere abgedrehten Fantasien im wirklichen Leben umzusetzen.

Das ist noch nicht einmal in Geschichten einfach. Ich persönlich würde mich schwer damit tun, eine Heldin zu erschaffen, die es bewusst darauf anlegt, einen dominanten Typen in einer Bar aufzugabeln, weil sie dadurch unfassbar unselbständig erscheinen würde. Aus demselben Grund würde ich es auch dämlich finden, so etwas mit dem dominanten Typen in der Bar im wirklichen Leben zu tun.

Doch bei Märchen erwarten wir keinen Realismus und keine Logik. Bei Märchen darf man noch an Zauber und Magie glauben. Man kann sich sogar vorstellen, dass sich eine Frau dazu entschließt, bei dem Tier ihrer Träume zu bleiben, oder dass ein Mann sich durch eine Dornenhecke schlägt, um die schöne Frau seiner Träume zu finden. Wir hinterfragen nicht die Logik im Verhalten der Figuren, weil Märchen nicht logisch sein müssen.

Und genau das macht diese Stories so unangreifbar. Der Leser kann sich entspannen und die scharfen, lustbetonten Fantasien genießen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, warum die Heldin sich danach sehnt, sich dem Mann ganz und gar zu unterwerfen. Ebenso wenig braucht man zu hinterfragen, ob es klug von der Heldin ist, freiwillig bei dem Biest zu bleiben. Denn ohnehin sollte man keine Geschichte zu ernst nehmen, die mit »Es war einmal …«, beginnt.

Dann wären da noch jene acht wundervollen Worte: »Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.« Sie brauchen sich also keine Gedanken darüber zu machen, ob die Heldin es bei ihrem dominanten Prinzen trotz seiner Vorliebe für Peitschen und Ketten gut hat. Er wird ihr nie wehtun – zumindest nicht auf eine Weise, die ihr nicht gefällt. Sie bekommt ihr »glücklich bis an ihr Lebensende«. So lässt es uns die Geschichte jedenfalls am Schluss wissen.

Also gönnen Sie sich ein Glas Wein, zünden Sie ein paar Kerzen an, und machen Sie es sich bequem, um die folgenden Stories zu genießen. Genauso, wie ich es getan habe.

Gib acht auf die Erbse
Allison Wonderland

Sie haben alle schon davon gehört, dass man sich nach oben schlafen kann, aber ich wette, Sie haben noch nie gehört, dass man sich auch bis ganz nach unten schlafen kann.

Gemäß den Richtlinien, die im Handbuch für den Hochwohlgeborenen stehen, hat man den Beweis, ein echter Prinz zu sein, nur dann erbracht, wenn man imstande ist, eine Erbse unter einem Stapel aus zwanzig Matratzen zu spüren. Die Regeln der alten Schule besagen, dass sich ein Mann nur so als Der einzig Wahre qualifizieren kann. Fällt er aber durch den Test, gehört er in die Kategorie Großer Schwindler und wird, aus Rücksicht auf die verwunderte Prinzessin, mit einem Tritt in den Hintern aus dem Schloss gejagt.

Die überarbeitete Ausgabe des Handbuchs enthält noch eine zusätzliche Anforderung, sozusagen als Bonus für die Prinzessin, der zu Lasten vieler Prinzen geht. Im Anhang wird erläutert, dass die Männer fortan ihre Wahrhaftigkeit demonstrieren müssen, indem sie sich einem Ausdauertest unterziehen.

Dies wird unter Beweis gestellt mittels der feinen Kunst der Unzucht. Jeden Abend nimmt man eine Matratze von dem Stapel und verringert dadurch die Distanz zwischen dem Prinzen und der Erbse. Ist der Mann ein echter Prinz, wird er die Erbse intensiver spüren, ganz so, als läge er auf einer Bowlingkugel. Binnen kurzer Zeit wird die Prinzessin eine horizontale Lage einnehmen, da es um die Wahrhaftigkeit des Mannes geht, nicht um ihre. Die Männer, die den Test bestehen und dadurch beweisen, dass sie echte Prinzen sind, erhalten die Erlaubnis, um die Prinzessin zu werben.

Seit der Veröffentlichung des Handbuchs für die Hochwohlgeborenen (überarbeitete Fassung) vor drei Monaten, beben die Prinzessinnen überall im Land vor Freude, während die Eltern vor Angst zittern.

Das königliche Spiel- und Vergnügungszimmer ist erfüllt von schwatzenden Stimmen und dem Klappern von Teegeschirr. Ich stoße auf ein hitzig geführtes Canasta-Spiel. Wohl kaum der rechte Zeitpunkt für eine ernsthafte Diskussion, aber ist der rechte Zeitpunkt nicht sowieso immer der falsche? Ich schaue mich nach meinen Eltern um, die hier irgendwo inmitten der Menge sein müssen. Sie werden gewiss bürgerlich gekleidet sein, wie ich mir klarmache, da ich sie nirgends entdecken kann. Wissen Sie, meine Eltern haben einen kleinen Dünkel, und ohne ihre standesgemäßen Roben und Kronen erkenne ich sie kaum. Schließlich entdecke ich sie an einem Kartentisch in der Mitte des Zimmers. Vorsichtig trete ich an den Tisch.

»Hallo, Mutter. Hallo, Vater.«

Meine Eltern beäugen mich über den Rand der Kartenfächer hinweg. Ihre Augen sind zu Schlitzen verengt, ähnlich wie denen von Münzautomaten, ihre Lippen sind gespitzt. »Ja?«, fragen sie wie aus einem Munde und stehen auf.

Ich schlucke und spüre, wie mir das Herz bis zum Hals schlägt. »Da ist etwas, was ich mit euch besprechen möchte«, fange ich an.

Vater legt die Spielkarten auf den Tisch. Ein unverbindliches Lächeln liegt auf seinen Lippen. »Meine Zuckererbse, das haben wir doch schon hundertmal besprochen«, sagt er, während ich mich mit ihm und meiner Mutter in eine Ecke zurückziehe.

»Aber Vater, ich bin fast dreißig. Denkst du nicht, dass ich alt genug bin, um mich mit Männern zu treffen?« (Ich vögele schon seit Jahren, aber das klassische Date ist noch eine ganz andere Geschichte.)

Mutter schüttelt den Kopf, und ihre goldenen Locken wippen von links nach rechts. »Dieser Ansicht sind wir gewiss nicht. Dreißig ist viel zu jung. Warte noch zehn oder fünfzehn Jahre. Dann reden wir weiter.«

Ich schiebe schmollend die Unterlippe vor. »Aber ihr habt es mir versprochen.«

Vater strafft die Schultern und versucht, mich mit seiner körperlichen Präsenz einzuschüchtern. »Was haben wir versprochen?«

»Dass ich ein Date haben darf.«

»Wir sollen das gesagt haben?«, höhnt Mutter. »Wir sollen einem solchen Unsinn zugestimmt haben? Da musst du uns aber an einem schlechten Tag erwischt haben.«

»Aber das ist unfair«, wende ich ein. »Und unvernünftig. Das ist ethisch nicht korrekt. Das ist –«

»Jaja, schon gut, schon gut«, wirft Mutter ein, um ihre Nerven zu schonen. »Du wirst wohl erst aufhören, wenn wir nachgeben, also … du hast gewonnen. Wir erlauben dir, ein erstes Date zu haben.«

»Oh, pfui!«, nörgelt Vater, der immer was zu meckern hat.

»Wenn wir einen passenden Mann finden«, fährt Mutter fort, da sie stets Bedingungen stellen muss. »Der Mann, mit dem du dich triffst, muss nicht nur ein Prinz sein. Er muss auch als Mann etwas von einem Prinzen haben.«

»Natürlich«, pflichte ich ihr bei. »Ich gehe ja nicht mit jedem Tölpel aus, der gerade vorbeikommt. Ich möchte jemanden kennenlernen, mit dem ich viel gemeinsam habe. Gleich und gleich gesellt sich gern, wie es so schön heißt. Jemand, der sehr intelligent ist. Er müsste gut erzogen und belesen sein. Und er muss natürlich ein echter Blaublüter sein. Denn schließlich ist nur ein Vollblut-Prinz mit königlichem Stammbaum gut genug für mich.«

Vater gluckst. Seine Pupillen schillern, Lachfältchen umrahmen seine Augen. »Möchtest du ein Date mit einer Person, meine Zuckererbse, oder mit einem Pudel?«

»Was für eine hervorragende Idee!«, trällert Mutter. »Anstelle eines Dates kaufen wir dir ein Hündchen!«

Ein halbes Jahr lang gehen Mutter, Vater und ich die Bewerbungsschreiben durch, die uns fast alle begehrten Junggesellen des Königreichs geschickt haben. Meine Eltern setzen eine Ankündigung (keine Anzeige, wie sie betonen) in den Daily Dignitary und machen die Untertanen darin aufmerksam auf die Verfügbarkeit und Attraktivität ihrer kleinen Prinzessin.

Das Auswahlverfahren ist zu einer königlichen Qual geworden. Von den achthundert Bewerbern haben siebenhundertneunundneunzig die Musterung nicht bestanden. Schauen Sie sich nur den möglichen Prinzen Nr. 73 an: Er nennt Zungenkuss als seinen Lieblingssport und führt Wahrsagerei und Schattenspiele unter Hobby und Interessensgebiete auf. Dann war da noch der mögliche Prinz Nr. 127, der damit prahlt, ein sehr erfahrener Ehemann zu sein, da er schon achtmal verheiratet war. Das überraschte uns wenig, als wir uns den Unterpunkt »Helden und Idole« auf dem Bewerbungsbogen durchlasen, wo der Kandidat Elizabeth Taylor aufführte.

Der potenzielle Prinz mit der Nummer 361 war sogar noch weniger anziehend, beschrieb sich selbst als Monarch-der-noch-in-der-Mache-ist und gab uns Einblicke, wie er sich sein Leben auf dem Thron vorstellt. Ich fürchte, der einzige Thron, auf dem er je sitzen wird, ist die Kloschüssel.

Mein Lieblingsbewerber ist der mögliche Prinz Nr. 507, der ausführlich über die Größe seiner Libido schreibt und sich rühmt, sein Schwanz sei ungefähr so lang wie eine Elle. Als ich daraufhin Maß nahm, musste ich feststellen, dass die Angaben in dem Bewerbungsbogen nicht nur übertrieben, sondern vollkommen aus der Luft gegriffen waren.

Kommen wir nun zum möglichen Prinzen Nr. 712, Nolan, dem einzigen Kandidaten, dessen Bewerbung nicht im Reißwolf landete. Seine Antworten auf unsere Fragen erwiesen sich als klar, präzise und kreativ. Unter »Allgemeine Informationen«, schrieb er (leserlich, möchte ich hinzufügen):

Ich sollte Ihnen vielleicht noch sagen, dass ich Vegetarier bin. Aber das heißt nicht, dass ich beim Essen pingelig bin. Ich esse alles – solange es nicht bäht, muht, gackert, oink-oink oder quak-quak macht. Ich habe auch eine Leidenschaft für Philosophie. Ich denke gern über die Geheimnisse des Lebens nach. Wer, zum Beispiel, packte den Bob in den Bop Shoo Bop? Und wer den Rama in den Song Rama Lama Ding Dong?

Beeindruckt von diesen Zeilen, vereinbarten wir ein Gespräch. Seit zwei Wochen warte ich nun schon gespannt auf unser Treffen. Die Kandidaten mussten ihrer Bewerbung kein Foto beifügen, daher habe ich keine Ahnung, wie Nolan aussieht. Aber ich denke, es ist relativ egal, wie er aussieht. Trotzdem hoffe ich auf das große Los.

Ich ziehe tatsächlich das große Los. Und bin erleichtert. Denn es hätte auch leicht danebengehen können. Nolan sieht gut aus, hat königlich blaue Augen, einen Body wie aus dem Fitnessstudio und ein Lächeln, das von einem Ohr zum anderen geht.

Nach dem Gespräch geleite ich den möglichen Prinzen Nr. 712 zum Gästezimmer. »Erzählen Sie mir von Ihrer Familie«, bitte ich ihn, als wir beginnen, uns zu entkleiden. »Abgesehen von Ihrem Stammbaum.«

Nolan legt seinen Blazer ab. »Dad ist Flieger und Trainer für asiatische Kampfkunst«, sagt er und lockert seine Krawatte. »Mum ist Innenarchitektin und ehemalige Schönheitskönigin, die einst gegen Delta Burke antrat.«

Ich drapiere meine Bluse und meinen Rock über eine Stuhllehne. »Und, hat sie gewonnen?«, erkundige ich mich und strecke die Hand nach seinem Gürtel aus.

Sein Hemd findet den Weg zum Fußboden. »Das darf ich nicht sagen«, erwidert er. Ich glaube, er zwinkert mir zu, aber ich bin nicht sicher, weil ich mit meiner Aufmerksamkeit im Augenblick ganz bei seinem Sixpack und dem muskulösen Oberkörper bin.

Es dauert nicht lange, und Nolan ist komplett freigelegt. Ich betrachte seine untere Hälfte. Sein Phallus ist schlaff und dennoch interessant. Mit dem plumpen Kopf und dem soliden Schaft sieht er aus wie eine hängende Samtkordel.

Wir nähern uns der Leiter, die neben dem riesigen Stapel steht. Er besteht auf Ladies first, aber ich will, dass Nolan als Erster raufklettert. Nicht aus Höflichkeit, sondern weil ich Lust verspüre. Während er die Sprossen hinaufsteigt, mustere ich ihn und sehe, wie sein Arsch sich bewegt und seine Beinmuskulatur arbeitet.

Als wir die oberste Matratze erreichen, weise ich ihn an, sich auf den Rücken zu legen. Nolan kommt der Aufforderung nach, ohne zu zögern, ohne Einwände. Er wimmert, als er mit dem Rücken die Matratze berührt, aber der Schmerz hat keinerlei Auswirkungen auf Nolans schwellende Erregung. Ich beobachte, wie sein Schwanz hart wird, bis er den Marmorsäulen des Vestibüls ähnelt.

Ich setze mich rittlings auf seinen Mund. Seine Lippen wandern von meinem krausen Haar zu meiner Klitoris und zu meiner Spalte.

Ich setze mich auf seine Hüften. Seine Hände wandern von meinem Hals zu meinen Nippeln und zu meinem Bauchnabel.

Leises Stöhnen entsteigt meiner Kehle. Gänsehaut überzieht meine Arme. Rasch erhöhe ich das Tempo, ramme mein Becken gegen seins, nehme seinen Schwanz tief in mich auf.

»Bitte sei vorsichtig«, fleht er, und ich erfülle seine Bitte, sehe ich doch seine verzerrten Gesichtszüge, die Agonie seiner Ekstase.

Als wir es geschafft haben, klettern wir von dem Matratzenturm. Ich erlaube Nolan, auf einer normalen Matratze in einem normalen Bett zu schlafen, während ich mich in mein Schlafgemach zurückziehe. Ich bin ein altmodisches Mädchen und habe nicht die Absicht, vor der Ehe mit einem Mann in einem Bett zu schlafen.

Der Test zieht sich über die nächsten drei Wochen. Jeden Abend wird eine weitere Matratze entfernt, sodass Nolan immer näher an den Ursprung seines Leids gebracht wird. Er macht sich nach wie vor mit Eifer an die Sache, doch sein Enthusiasmus wird durch sein unablässiges Wimmern ein wenig gedämpft.

Im Handbuch für den Hochwohlgeborenen (überarbeitete Fassung) steht, dass eine Prinzessin absolut freie Hand hat, um das Stehvermögen eines Prinzen zu ermitteln. Das bedeutet, dass eine Prinzessin einen Prinzen belohnen darf, der versucht, es mit einem Grinsen auf den Lippen auszuhalten. Oder sie kann ihn tadeln, wenn er es vorzieht, im Stillen zu leiden. Ich bevorzuge Letzteres, da ich einen Mann, der meint »es wie ein Mann ertragen zu müssen«, nicht für einen echten Mann halte.

Als er sich dann endlich bis zum Boden durchgeschlafen hat, ist er am ganzen Körper grün und blau und rot. Ich teile ihm mit, fröhlich und doch zerknirscht, dass er den Test bestanden hat, und verleihe ihm den begehrten Titel Der einzig Wahre.

»Lass mich raten«, scherzt er. Sein Sinn für Humor ist das Einzige an ihm, das noch intakt ist. »Du hast eine Erbse unter die Matratzen gelegt?«

Ich lächele.

»Finde ich vielleicht eine Möhre unter dem Waschbecken?«

Ich zucke mit den Achseln.

»Prinzessin, da ich den Test bestanden habe, kann ich mich jetzt ein bisschen ausruhen und entspannen?«, bittet er mich und betrachtet seine Prellungen.

»Ja«, stimme ich zu. »Und weißt du auch, worauf du noch ein Anrecht hast?«

»Auf eine Massage?«

Ich knete an seinen Verspannungen nahe der Wirbelsäule. »Ja, und auf noch etwas anderes.«

»Auf was denn noch?«

Ich drücke einen Kuss auf die pflaumenfarbene Prellung, die sich bis in seine linke Schulter zieht. »Auf jede Menge Erbsensuppe.«

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