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Heißer Ritt in Colorado - Caprice

Inhalt

  1. Cover
  2. Caprice - Die Erotikserie
  3. Über die Autorin
  4. Caprice - Maren & Sophie
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Heißer Ritt in Colorado
  8. In der nächsten Folge …

Caprice – Die Erotikserie

Maren und Sophie sind beste Freundinnen und Journalistinnen bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Sie berichten von Events überall auf der Welt, die der internationale Adel, die High Society und Prominente aus dem Showgeschäft besuchen. Für ihre Artikel recherchieren sie knallhart – mit vollem Körpereinsatz …

Caprice ist eine Erotikserie, die monatlich in abgeschlossenen Folgen erscheint. In den einzelnen Folgen geht es mal härter und mal sanfter zu. Dafür sorgen die unterschiedlichen Autoren, die für diese Serie schreiben. Da jeder Autor seinen eigenen Stil hat, ist Caprice Folge für Folge ein neues erotisches Leseerlebnis.

Über die Autorin

Natalie Frank lebt und arbeitet in Berlin. Beim Schreiben ihrer erotischen Romane lässt sie sich von den Eindrücken und Abenteuern inspirieren, die sie auf ihren Reisen zu den exklusivsten Orten der Welt erlebt.

Caprice – Maren und Sophie

Maren, die Unschuld vom Lande – das ist zumindest ihre Masche. Dass sie nicht so unschuldig ist, wie sie tut, haben schon die Dorfjungs, mit denen Maren in einem norddeutschen Kaff aufwuchs, am eigenen Leib erleben dürfen. Da sie die Jungs nur aus Langeweile vernaschte, zog es sie in die Großstadt, und sie landete bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Maren weiß, dass ihre mädchenhafte, naive Art den Beschützerinstinkt bei Männern weckt und nutzt diese Tatsache für ihre Zwecke. Trotzdem hofft sie, damit auch ihrem Mr. Right zu begegnen. Und so lange sie den noch nicht gefunden hat, vertreibt sie sich die Zeit mit den Stadtjungs …

Spontan, dominant, durchsetzungsstark – das ist Sophie, der selbstbewusste Vamp mit französischen Wurzeln. Aufgewachsen in einem Pariser Vorort hat sie früh gelernt, sich alleine durchzuboxen. Schon damals merkte sie, dass sie eine gewisse Anziehung auf Männer ausübt – und bekam auch so die Stelle beim BLITZ. Ihre neugierige Reporternase führt sie nicht nur zu exklusiven Topstorys, sondern auch in Situationen, bei denen sie ihre Phantasien ausleben kann. Denn das findet sie viel spannender, als die große Liebe zu suchen. Außerdem ist ihr Körper zu wertvoll, um nur von einem Mann bewundert zu werden …

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Natalie Frank

Heißer Ritt
in Colorado

Der Alleinunterhalter spielte und sang wie er hieß: Johnny Kasulke. Mit breitem Dauergrinsen malträtierte er die Hammondorgel, schmetterte dazu Schlager wie »Das rote Pferd« oder »Ich hab ’ne Zwiebel auf dem Kopf« und forderte die Gäste dabei mit ungebrochenem Frohsinn zum Mitklatschen auf. Maren wäre am liebsten an den Stromkasten gelaufen und hätte sämtliche Sicherungen herausgedreht. Oder noch besser, sie hätte Kasulke erschossen und damit dem Rest der Menschheit seine weiteren Vorträge erspart. Aber den Mitgliedern der Familie Janson schien sein Auftritt zu gefallen. Alle klatschten und sangen begeistert mit, und Opa und Oma Janson legten sogar eine zittrige Sohle auf den Tanzboden des Gasthauses »Zum Blauen Anker«.

Man feierte den sechzigsten Geburtstag von Marens Onkel mütterlicherseits und das, wie es sich nun mal gehört, mit allen Freunden, den Angehörigen der freiwilligen Feuerwehr sowie den Kumpels vom Fußballverein (Altherrenabteilung), Onkelchens Arbeitskollegen und natürlich der gesamten Familie Janson.

Maren hasste diese massenauftriebigen Veranstaltungen. Unter all den aufgerüschten Menschen kam sie sich mehr denn je vor wie eine Außenseiterin oder, noch besser, wie ein Alien. In ihrem Kopf schrie eine Stimme pausenlos Ich will hier weg!; ihre sämtlichen Sinne waren auf Flucht programmiert. Und Johnny Kasulke machte das alles nur noch schlimmer und schwerer zu ertragen.

Jetzt stimmte er »Countryroads« von John Denver an. Die meisten der Gäste konnten mit dem »amerikanischen Kram« allerdings nichts anfangen und blieben sitzen. Kasulke trällerte und orgelte weiter »… take me home …«

Zu gerne hätte Maren ihm diesen Wunsch erfüllt. Am besten sofort. Verzweifelt sah sie sich um. Würde es wirklich auffallen, wenn sie auf die Toilette verschwand und von dort … aus dem Fenster … ins Auto und weg …

Im nächsten Moment blinzelte sie ungläubig. Sie presste die Augenlider zusammen, riss die Augen auf, blinzelte … Das Bild blieb! Mit einem Aufschrei fuhr sie von ihrem Stuhl hoch und rannte zum Saaleingang, wo Sophie sich suchend nach ihr umsah. Maren fiel ihr dermaßen stürmisch um den Hals, dass es die weitaus größere und kompaktere Kollegin beinahe von den Füßen riss.

»Huch!« Mit beiden Händen umarmte sie Maren, aber eigentlich nur, um sich irgendwo festzuhalten. »Mon dieu, womit habe ich denn diese Begrüßung verdient? Ah, ja …« Sie nickte als Maren bedeutsam zu Johnny Kasulke blickte. »Verstehe. Der Typ ist die Pest.« Sophie zwinkerte vergnügt. »Soll ich dich hier rausholen?«

»Oh, bitte, ja!« Maren faltete tatsächlich flehentlich die Hände. Ihre Verzweiflung schien übergroß.

»Das trifft sich gut.« Sophie ließ die Freundin los. »Wir fliegen nämlich heute noch nach Denver, Colorado. In Aspen wartet Johnny Winer auf uns. Der Angeber glaubt tatsächlich, seine Erinnerungen seien so interessant, dass er sie aufschreiben lassen muss. Und das Schreiben sollen wir für ihn erledigen.«

Maren runzelte die Stirn. Johnny Winer war nicht unbedingt der Typ Mensch, mit dem man längere Zeit verbringen mochte. Aber alles war definitiv besser als Johnny Kasulke. Und ein Trip nach Aspen allemal interessanter als diese spießige Familienfete. »Wann geht unser Flug?«

»Lori hat nur noch eine Maschine um achtzehn Uhr nach Frankfurt bekommen. Von dort aus geht’s um zwanzig Uhr über den großen Teich.« Sophie grinste fröhlich. »Direktflug nach Denver und anschließend per Lufttaxi nach Aspen.«

»Mir ist alles egal«, behauptete Maren. »Hauptsache, ich komme hier weg und habe Zeit, noch ein paar Sachen zu packen.«

»Dann sollten wir uns beeilen, ma chérie.« Sophie marschierte direkt auf das Ehepaar Janson zu, das an der Tafel saß und der Rothaarigen misstrauisch entgegensah.

Sophie war nicht unbedingt die Person, in deren Gesellschaft das Paar seine Tochter gerne sah. Für Marens Eltern gab sich die junge Französin zu sexy, war, wie Mutter Janson es ausdrückte, einfach zu grell und zu schrill aufgemacht. Sie war froh, dass Maren in Hamburg auch weiterhin ihren sportlich-eleganten Look bevorzugte. Immerhin war sie eine Tochter aus gutem Hause! Ärgerlich genug, dass sie als Sensationsreporterin durch die Weltgeschichte jettete anstatt endlich zu heiraten und eine Familie zu gründen.

Jetzt setzte sie geschwind eine freundliche Miene auf und reichte Sophie die Hand.

»Bonjour«, grüßte Sophie höflich, die lüsternen Blicke einiger – insbesondere älterer – Herren ignorierend, die an ihren wohlgeformten Rundungen klebten. »Madame Janson, es tut mir sehr leid, dass ich so in Ihre Feier platze, aber ich muss Ihnen leider Ihre Tochter entführen.«

»Ach nein, Heiner!« Hilfesuchend wandte Frauke Jansen sich an ihren Mann, der gerade mit seinem Schwager einen Klaren kippte. »Hast du gehört? Frau Sophie will Maren wegholen.«

Heiner kippte den Rest seines Schnapses mit einer ruckartigen Bewegung in den Mund, schluckte und stellte das Glas ab. Erst dann sah er auf. »Wieso das denn?«

»Alors, unser Chef schickt uns in die Staaten«, gab Sophie Auskunft. Sie hatte sich bereits bei der Herfahrt auf dieses Gespräch eingestellt, weil sie wusste, wie die Jansons tickten und dass sie Maren Schwierigkeiten machen würden. »Wie gesagt, es tut mir leid, Monsieur. Ich hatte mein Wochenende auch anders verplant. Aber Job ist Job.«

»Ja, Job ist Job«, pflichtete Maren ihr bei, der es schwerfiel, ihre Ungeduld zu zügeln. Sie wollte bloß noch fort von hier, weit weg von Johnny Kasulke und den Verwandten. »Onkel Johann …« Mit einem bezaubernden Lächeln wandte sie sich an den Jubilar. »Ich wünsche dir noch eine schöne Feier. Trink einen Schnaps für mich mit, ja?«

»Mach ich, min Deern«, versprach Johann Fuhrberg. Zufrieden vor sich hinschmunzelnd griff er nach der Flasche und goss seinem Schwager und sich den nächsten Kümmel ein. Heute war sein sechzigster Geburtstag, und den ließ er sich von nichts und niemandem verleiden!

***

Da Sophie eigentlich mit mehr Widerstand seitens der Familie Janson und daher mit Verzögerungen gerechnet hatte, hatte sie vorausschauend gleich für Maren mitgepackt. Damit ging Sophie zwar das Risiko ein, dass ihre Freundin mit der Wahl der Kleidungsstücke und Schuhe überhaupt nicht einverstanden war, doch die Bedenken erwiesen sich als grundlos. Maren war es einzig und allein darum getan, schnellstens von der Familie wegzukommen, und das so weit wie möglich.

Nun, Aspen war sehr weit weg. Noch schöner wäre es gewesen, wenn die Aufgabe, die dort wartete, nicht mit Johnny Winer zu tun gehabt hätte. Der Countrysänger, der mit bürgerlichem Namen Jonathan-George Highsmith hieß, war ein schwieriger Typ, der zu cholerischen Anfällen neigte. Das durfte öffentlich zwar nicht bekannt werden, da es nicht zu seinem Image passte, aber Maren und Sophie hatten hinter den Kulissen bereits erlebt, wie Johnny ausrasten konnte, wenn etwas nicht klappte. Und es waren sehr unschöne Szenen gewesen.

***

Die digitalen Uhren auf den Flugtafeln zeigten eine Zeit kurz vor Mitternacht an, als die Freundinnen durch den Zoll und die Einreisekontrolle in den Empfangsbereich des Denver Flughafens traten. Lori Schneider, die gute Seele der BLITZ-Redaktion, hatte für die Freundinnen Zimmer im Hilton Garden Inn gebucht. Anderntags sollten sie dann per Lufttaxi nach Aspen weiterfliegen und dann von einem Fahrer der Farm abgeholt werden. Aber als die Freundinnen diese Planung beim gemeinsamen Gutenacht-Cocktail an der Hotelbar besprachen, kamen sie beide zu derselben Meinung: langweilig!

»Ich würde mir viel lieber ein wenig die Gegend angucken«, überlegte Maren laut. Sie lachte leise. »Auf Onkels Feier hat dieser scheußliche Alleinunterhalter John Denvers ‚Take me home, Country Roads’ zum Besten gegeben. Ich hätte echt Lust, die Strecke mit dem Jeep abzufahren.«

Sophie dachte nur kurz nach, ehe sie nickte.

»Gute Idee.« Auch ihr war bekannt, dass der verstorbene Countrysänger in seinem berühmtesten Song die endlos scheinende Straße von West Virginia nach Colorado gemeint hatte. »Zum Glück müssen wir ja nicht die gesamte Strecke abfahren, sondern nur die letzten zweihundertsechzig Kilometer.«

»Dann lass uns morgen früh einen Jeep oder so was mieten!« Für Maren war die Sache beschlossen. »Hey, das wird super. Ich freue mich jetzt schon drauf.«

»Alors, dann lass uns austrinken und ins Bett gehen«, erwiderte Sophie. »Ich will mich halbwegs ausgeruht hinters Steuer setzen.«

»Ja, Mama«, spottete Maren, führte aber ihr Glas zum Mund und trank den Rest in einem einzigen Zug aus.

»Sie wollen doch nicht etwa gehen, jetzt, wo wir gerade ankommen, Ladies!«

Die dunkle, etwas rau klingende Stimme ließ die Freundinnen aufblicken. In Sophies Augen funkelte sofort lüsternes Interesse, als sie die beiden hochgewachsenen, absolut gut aussehenden jungen Männer vor sich stehen sah.

»Aha, Sie sind also erst gekommen?« Sie drehte sich so zurecht, dass die beiden ihre weiblichen Rundungen und ihre üppigen Brüste unmöglich übersehen konnten. »Woher denn, wenn man fragen darf?«

Maren zog unwillig die Brauen zusammen. So wie Sophie die beiden jungen Herren taxierte, würde aus dem Plan ins Bett zu gehen nichts werden. Jedenfalls nicht, um dort zu schlafen.

»Aus Miami.«, gab der Größere der beiden jungen Männer zur Antwort. »Wir haben ein bisschen gechillt.«

Maren betrachtete die beiden Männer kurz. Sie hatten beide dunkles, gelocktes Haar, das der etwas Größere im Nacken zu einem Zopf zusammengebunden hatte. Sein Begleiter trug es dagegen relativ kurzgeschnitten und mit Gel zu einer Frisur gekämmt, wie sie sich Banker und Manager zurechtstylen.

Sie sahen einander ähnlich, und als wollte der Größere Marens Verdacht bestätigen, sagte er in diesem Moment: »Ich bin übrigens Joe, und der Kurze hier ist mein kleiner Bruder George.« Er versetzte dem Jüngeren einen kameradschaftlichen Schlag auf den Rücken, der allerdings derart kräftig ausfiel, dass George von der Wucht vorwärts geschleudert wurde. Fast wäre er mit dem Gesicht in Sophies prächtigem Dekolleté gelandet, wenn er sich nicht rechtzeitig am Tresen festgehalten hätte.

»Verzeihung«, murmelte er verlegen und richtete sich hastig auf, um mit allen zehn Fingern seine Frisur zu durchkämmen und somit zu ruinieren.

Wie süß, dachte Sophie entzückt, als sie sein vor Scham hochrotes Gesicht sah. Der ist ja noch ein richtiges Baby!

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