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Heimliche Gefühle

1. KAPITEL

Tief gekränkt sah Leonie Gregor an. Sie hatte ihm gerade einen Heiratsantrag gemacht. In seinem Sektglas lag noch der Ring. Doch Gregor hatte sie nur brüsk zurückgewiesen.

„Was soll das alles?“, fragte er jetzt. „Ich denke, du hältst Heiraten für Blödsinn?“

„So habe ich das nie gemeint!“, ereiferte sie sich.

„Jetzt hör aber auf!“, fuhr er sie an. „Man macht doch nicht einfach nur so aus Quatsch einen Antrag! Und auch nicht, um sich für irgendetwas zu entschuldigen.“

„Ich liebe dich!“, verteidigte sie sich. „Und du liebst mich. Warum sollen wir nicht heiraten?“

Er seufzte nur.

„Ich denke, dir ist das so wichtig?“, beharrte sie.

„Allerdings“, bestätigte er. „Das ist es auch. Und deswegen will ich auch nicht, dass du es auf die leichte Schulter nimmst.“

„Du nimmst mich überhaupt nicht ernst“, beklagte sie sich.

„Ich nehme dich dann ernst, wenn du es auch ernst meinst.“

Getroffen blickte Leonie Gregor an. Dann sprang sie auf und rannte davon.

Gregor machte sich nicht die Mühe, sie zurückzuhalten.

Samia suchte noch einmal das Gespräch mit Werner Saalfeld. Es ging um ihren Vater, der so plötzlich und überraschend im „Fürstenhof“ aufgetaucht war.

„Sie haben sich sehr dafür eingesetzt, dass er hier wohnen darf“, begann Samia. „Warum?“

„Jeder, der kein Verbrecher ist und zahlt, darf hier wohnen“, erwiderte der Senior. „Ich weiß, dass Ihr Verhältnis zu ihm ein wenig … angespannt ist. Aber ich weiß auch, dass Ihr Vater ein Mann ist, dem seine Tochter wichtig ist. Er liebt Sie sehr.“

„Und trotzdem hat er versucht, über mein Leben zu bestimmen, und mich behandelt wie einen Gegenstand“, versetzte sie bitter.

„Verständlich, dass Sie das verletzt hat“, gab er zu. „Aber dass Ihr Vater die weite Reise von Afrika auf sich genommen hat, um sich mit Ihnen zu versöhnen – das spricht doch für ihn.“

Die Skepsis war ihr deutlich anzusehen.

„Es ist natürlich Ihre Entscheidung“, fuhr Werner fort. „Aber ich finde, Ihr Vater hat eine Chance verdient. Und Sie vergeben sich damit doch nichts.“

„Was ist, wenn er mich wieder mit nach Afrika nehmen will?“, platzte sie heraus.

„Samia, was auch immer passiert …“ Seine Stimme war sanft geworden. „Ihr Zuhause ist hier. Im ‚Fürstenhof‘.“

Seine Worte berührten sie.

„Ich habe Charlotte versprochen, auf Sie aufzupassen“, erklärte er leise. „Und das werde ich auch tun.“

Vielleicht hat Werner Saalfeld ja recht, grübelte Samia, nachdem sie sich von ihm verabschiedet hatte. Sie musste herausfinden, ob ihr Vater sich verändert hatte. Oder ob er noch immer der Mann war, der sie hatte verkaufen wollen. Wenn er das wirklich bereute und sie sich nicht mit ihm aussprach … Dann würde sie nie ihren Frieden finden. Und trotzdem konnte sie ihm nicht trauen! Wie sollte sie nur herausfinden, was er wirklich dachte? War es ihrem Vater damals nur ums Geschäft gegangen? Oder hatte er sich doch Sorgen um sie und ihre Zukunft gemacht? Wenn nur Charlotte hier wäre …

Plötzlich kam Samia eine Idee. Gregor! Er war doch als Arzt in ihrem Dorf gewesen, nachdem sie selbst geflüchtet war. Möglicherweise wusste er, was ihr Vater gedacht hatte.

Aber sofort wurde sie wieder ernst. Ob sie Gregor jetzt um Hilfe bitten konnte? Schließlich hatte sie ihn am Vortag ganz schön abblitzen lassen aus Furcht vor einem Heiratsantrag. Erst zu spät hatte sie bemerkt, dass Gregor nichts dergleichen im Sinn hatte, denn die Champagnergläser mit dem Ring waren für ein ganz anderes Pärchen bestimmt gewesen. Sie ärgerte sich noch immer über diese blöde Geschichte. Hoffentlich trug er ihr das nicht nach …

Joshua Obote spazierte zur gleichen Zeit mit Samias Mutter durch den Hotelpark.

Vera war es im letzten Moment gelungen, ihren Noch-Ehemann aus dem Gewächshaus zu lotsen – Johann hätte sich sonst sicherlich vergessen.

„Was war nur mit diesem Gärtner los?“, wunderte sich Joshua. „Er wollte mir verbieten, mit dir zu reden! Das geht den doch überhaupt nichts an.“

„Er ist einfach nur ein netter Kollege“, log Vera. „Der sich Sorgen macht, dass ich belästigt werde. Aber du wolltest doch nicht mit mir alleine sein, um über meine Kollegen zu plaudern, oder?“

Er nickte langsam. „Es geht um uns“, sagte er zögerlich.

„Ich wüsste nicht, was es da noch zu reden gibt“, entgegnete sie kühl. „Es sei denn, du willst mir mitteilen, wann du wieder abreist.“

Ihre Worte verletzten ihn sichtlich, doch er bemühte sich um ein tapferes Lächeln. „Heute ist unser Hochzeitstag.“ Er deutete auf den Rosenstrauß, den er ihr geschenkt hatte. „Hast du das vergessen?“

Sie schüttelte den Kopf.

„Bedeutet dir das denn gar nichts mehr?“

„Joshua, bist du etwa den weiten Weg von Uganda hierhergekommen, nur um mir ein paar Blumen zum Hochzeitstag zu schenken?“, seufzte sie.

„Und was, wenn es so wäre?“, fragte er liebevoll.

Statt einer Antwort verdrehte sie genervt die Augen.

„Vera, bitte hör mich an …“, begann er.

Doch sie fiel ihm ins Wort. „Nein, bitte nicht! Aber wenn du schon mal hier bist, lass uns die Sache endlich zu Ende bringen.“

Irritiert runzelte er die Stirn. „Welche Sache?“, wiederholte er verständnislos.

„Unsere Ehe. Ich will die Scheidung. So bald wie möglich.“

Samias Vater reagierte entsetzt. „Ich kann nicht glauben, dass du … dass du das wirklich willst“, stammelte er fassungslos. „Vera … Auch wenn du mir das nicht glaubst … Ich liebe dich noch immer.“

Sie lachte bitter auf. „Du hast mich aus dem Dorf getrieben!“, warf sie ihm vor. „Wie kannst du es wagen, dass Wort Liebe überhaupt in den Mund zu nehmen!“

„Du übertreibst …“, wollte er sich verteidigen.

Wieder unterbrach sie ihn. „Ich übertreibe nicht!“, rief sie aufgewühlt. „Niemals werde ich diesen Tag vergessen!“

„Vera, bitte … Ich habe dich damals verehrt. Und ich verehre dich noch immer.“

Doch sie wollte sich nicht besänftigen lassen. „Wenn dir wirklich etwas an mir liegt, dann geh wieder und lass mich in Ruhe!“, stieß sie zornig hervor. „Mich und Samia.“

„Halt Samia da raus!“, verlangte er energisch. „Sie ist auch meine Tochter. Du kannst mir den Kontakt zu ihr nicht verbieten.“

„Natürlich kann ich das!“, hielt sie dagegen. „Nach allem, was du ihr angetan hast …“

„Was zwischen mir und Samia ist, geht dich nichts an“, beharrte er. „Was die Scheidung angeht – darüber können wir reden.“

Sie wurde hellhörig. „Du bist einverstanden?“

„Es bricht mir das Herz.“ Er ließ die Schultern sinken und nickte resigniert. „Aber wenn du es unbedingt willst … Du kannst die Scheidung haben.“

Erstaunt sah sie ihn an. Dass er sie so leicht gehen lassen würde – das hätte sie niemals für möglich gehalten.

Sie ahnte nicht, dass Joshua in Wirklichkeit auch nicht daran dachte …

Felix bemerkte Gregors schlechte Laune sofort, als er ihn im Personalraum antraf.

„Ist Leonie noch immer sauer auf dich, weil du ihr wegen dieser Eheringgeschichte eine Szene gemacht hast?“, fragte er vorsichtig.

Er wusste, dass es im Restaurant des Hotels eine Verwechslung gegeben hatte. Und er wusste, dass Leonie und Gregor Champagnergläser gebracht worden waren – und dass in einem der Gläser ein Ring gelegen hatte. Darauf hatte Leonie wenig begeistert reagiert. Dabei waren die Gläser für ein Pärchen am Nachbartisch bestimmt gewesen …

Nur zu gut erinnerte Gregor sich daran, wie er sich gefühlt hatte. Wenn er ihr tatsächlich einen Antrag gemacht hätte – nicht auszudenken. „Im Gegenteil!“, erwiderte er nun düster. „Dieses Mal hat sie zwei Gläser auf den Tisch gestellt.“

„Aber doch wohl nicht mit Ring?“, versetzte Felix überrascht.

„Doch!“, entgegnete Gregor bitter. „Und dieses Mal war es kein Missverständnis.“

„Soll das heißen, Leonie hat dir …“ Felix wirkte vollkommen perplex.

„Einen Heiratsantrag gemacht, ja“, bestätigte Gregor. „Aber man heiratet aus Liebe und Überzeugung, weil man sein Leben miteinander teilen will. Und nicht aus einer Laune heraus!“, erklärte er aufgebracht. „Ein paar Gläser hin- und herschieben. Einen Ring hineinwerfen und hoffen, dass alles gut ist. Das kann es doch nicht sein!“

„Entschuldige, aber erst fühlst du dich auf den Schlips getreten, weil Leonie negativ auf einen Antrag reagiert hätte“, wandte Felix ein. „Und jetzt fragt sie dich, ob du sie heiraten willst – und das passt dir auch nicht?“

„Das verstehst du nicht!“, herrschte Gregor ihn an. „Leonie nimmt das alles viel zu locker. Sie hat das doch nur getan, weil sie ein schlechtes Gewissen hatte. Sie hat gemerkt, wie entsetzt ich über ihr Verhalten war. Ich habe nicht den Eindruck, dass ihr bewusst ist, was es bedeutet, mit jemandem eine Ehe einzugehen.“

„Du solltest dich mal hören“, erwiderte Felix. „Wo ist denn der große Abenteurer geblieben? Du warst jahrelang in Mexiko und lange in Afrika! Da hast du auch nicht gewusst, was die Zukunft bringt!“

„Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe!“, erwiderte Gregor. „Ich versuche nur, verantwortlich mit meinen Beziehungen umzugehen …“

„Was ja wahnsinnig gut klappt“, murmelte Felix.

„Irgendwie ticken wir beide ziemlich unterschiedlich“, räumte Gregor unglücklich ein. „Ich hab’s gerne ein bisschen ernsthafter. Und Leonie …“

„… ist ein Springinsfeld?“, ergänzte Felix mit einem Lächeln.

Gregor nickte.

„Leonie hat es nur gut gemeint“, gab Felix zu bedenken. „Und warum? Weil sie dich liebt!“

„Hast ja recht …“ Gregor war nachdenklich geworden. „Vielleicht sollte ich ihr wirklich nicht so böse sein.“

Leonie arbeitet ihren Frust über den verpatzten Antrag gerade an ihrem Flugzeug ab.

Marc wunderte sich sehr, als er sie vor sich hin fluchen hörte. Er konnte sehen, dass sie geweint hatte. „Immer noch Ärger mit Gregor?“, fragte er behutsam.

„Ja, und warum?“, fauchte sie ihn an. „Weil du mir so einen Schwachsinn eingeredet hast!“

„Wieso? Was habe ich denn Schlimmes gesagt?“ Er war ehrlich irritiert.

„Dass ich Gregor heiraten soll, wenn es ihm so wichtig ist“, gab sie wütend zur Antwort.

„So habe ich das nicht gemeint“, verteidigte er sich.

„Ach ja? Das klang aber ganz anders!“

Erst jetzt begriff Marc, was vorgefallen sein musste. „Du hast ihm wirklich einen Antrag gemacht?“, fragte er.

Sie nickte stumm.

„Und er hat abgelehnt?“

„Allerdings!“

„Lass den Kopf nicht hängen, das wird schon wieder“, wollte er sie trösten.

Just in dem Moment klingelte Leonies Handy.

Gregor!

Energisch drückte sie den Anruf weg. „Ich will jetzt nicht mit ihm sprechen“, erklärte sie dem verwunderten Marc. „Ich habe keine Lust, schon wieder diesen ganzen Beziehungsirrsinn durchzukauen.“ Aufgewühlt machte sie sich wieder an die Arbeit und versuchte, einige Schrauben an ihrem alten Flugzeug mit Gewalt zu lösen.

„Warum denn so brutal?“, erkundigte Marc sich schmunzelnd. „Bist in Gedanken wohl immer noch bei deinem Herrn Doktor, was?“

„Unsinn!“, behauptete sie. „Ich will nur, dass mein Flugzeug endlich in die Luft kommt.“

„Natürlich, klar.“ Er grinste. „War ja nur so ein Gefühl.“

Plötzlich stieß Leonie einen lauten Schmerzensschrei aus. Sie hatte sich den Finger geklemmt. „Verdammt!“, fluchte sie.

Marc feuchtete schnell ein Taschentuch an und reichte es ihr zum Kühlen. „So sieht das also aus, wenn du total bei der Sache bist“, versetzte er ironisch.

„Kannst du nicht einmal deine Klappe halten?“, erwiderte sie, lächelte aber schon wieder. Aus einer Laune heraus schnappte sie sich eine Wasserflasche und spritzte ihn nass.

„Na warte, das wirst du bereuen!“, drohte er scherzhaft.

„Wie denn, du Angeber?“, zog sie ihn weiter auf.

Er entwand ihr die Flasche und spritzte sie nun ebenfalls nass. Lachend begannen sie eine kleine Rangelei, und irgendwann lagen beide am Boden. Ihre Blicke trafen sich. Und ganz unvermittelt, aus heiterem Himmel, kam es zu einem Kuss. Irritiert hielten beide für einen Augenblick inne. Doch dann küssten sie sich voller Leidenschaft weiter.

Erst als Leonie Marcs Hemdknöpfen öffnen wollte, hielt er sanft ihre Hand fest.

„Bist du sicher, dass du das willst?“, flüsterte er.

Für einen Moment schien sie nicht zu wissen, wo sie eigentlich war. Dann zog sie erschrocken ihre Hände zurück. „Was ist bloß los mit mir?“, stöhnte sie. „Ich … Wir sollten es besser dabei belassen …“

„Wir sollten nichts anfangen, was du später bereust“, erklärte er leise.

„Danke, dass du die Notbremse gezogen hast“, erwiderte sie verlegen.

„Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, das hätte ich gern gemacht“, gab er zu.

Sie lächelte matt.

„Du bist eine attraktive Frau, Leonie“, fuhr er fort. „Aber solange du vergeben bist …“

Erfolglos hatte Gregor versucht, Leonie telefonisch zu erreichen. Immerhin hatte er ihr eine Entschuldigung auf die Mailbox gesprochen. Als er nun durch die Lobby ging, lief ihm Samia über den Weg.

„Ich wollte mich bei dir entschuldigen“, sagte Samia sofort.

„Du? Wofür denn?“, wunderte er sich.

„Dass ich dich so angefahren habe, als du dich nach meinem Vater erkundigt hast.“

Er winkte ab. „Schon vergessen“, entgegnete er freundlich.

„Keine Ahnung, was mit mir los war“, seufzte sie. „Es ist im Moment alles nicht so einfach.“

„Mach dir keine Sorgen“, bat er sanft. „Ich bin dir nicht böse.“

„Wirklich nicht?“, hakte sie nach.

„Manchmal sagt man eben Dinge, die man gar nicht so meint“, erwiderte er. „Das passiert jedem.“ Er hielt einen Augenblick lang inne. Galten diese Worte nicht auch für ihn und Leonie? Er wandte sich wieder Samia zu. „Dass dein Vater hier ist, setzt dir ganz schön zu, was?“

„Deswegen wollte ich eigentlich auch mit dir sprechen“, erklärte sie. „Ich muss mehr über Joshua erfahren. Ich will wissen, wie er jetzt denkt. Ob er sich verändert hat, nachdem ich weg bin aus Uganda. Oder nicht.“ Sie seufzte. „Du warst doch während der Cholera-Epidemie in unserem Dorf.“ Als Gregor nickte, sah sie ihn beinahe flehentlich an. „Bitte, was weißt du über ihn?“

„Das waren damals schlimme Wochen …“, erinnerte er sich. „Fast jede Familie in deinem Dorf war von der Cholera betroffen. Zum Glück konnte das Schlimmste verhindert werden. Es gab nur wenige Tote.“

„Du warst der Retter für mein Dorf“, sagte sie voller Bewunderung. „Das vergessen sie dir nie.“

„Auf jeden Fall hatte ich so viel zu tun, dass ich von den Problemen in deiner Familie nichts mitbekommen habe“, berichtete er weiter.

„Hast du denn nicht mit meinem Vater gesprochen?“, hakte sie nach.

„Schon. Aber er hat nichts von sich und seiner Familie erzählt.“

Sie wirkte enttäuscht.

„Ich weiß nur, dass er im Dorf sehr geachtet war.“

„Ja, nach außen hin war er immer der große Ehrenmann.“ Ihre Stimme klang bitter.

„Du hast nach wie vor Angst vor ihm, oder?“

Sie nickte. „Ich habe immer zu ihm aufgeschaut“, fuhr sie traurig fort. „Aber als er mich dann mit Mabuto verheiraten wollte … Deswegen habe ich Angst, wieder mit ihm zu sprechen. Ich will nicht noch einmal enttäuscht werden.“

Tröstend nahm er ihre Hand. „Ich habe dich auch schon mal enttäuscht“, erklärte er verlegen.

„Das kannst du nicht vergleichen“, erwiderte sie. „Du hast mir nie etwas versprochen. Aber Joshua ist mein Vater. Er sollte mich lieben und beschützen. Und was hat er getan? Er wollte mich eintauschen gegen Geld und Ansehen!“

Vera berichtete Johann unterdessen, dass ihr Noch-Ehemann einer Scheidung zugestimmt hatte.

„Alles nur Taktik“, grollte Johann.

„Ich weiß nicht …“ Vera sah Johann nachdenklich an. „Ich hatte schon den Eindruck, dass Joshua endlich verstanden hat.“

„Ach was!“ Er machte eine wegwerfende Handbewegung. „So schnell gibt der nicht auf. Der wird alles versuchen, um dich rumzukriegen! Wieso hast du seine Blumen überhaupt angenommen?“

„Was hätte ich denn machen sollen?“, verteidigte sie sich.

„Ihm das Grünzeug vor die Füße werfen!“, polterte er.

„Ich fasse es nicht!“, ereiferte sie sich. „Begreifst du denn gar nichts?“

„Du kannst mir ja erklären, was da zwischen euch läuft“, versetzte er böse.

„Du vertraust mir ja sowieso nicht!“, beschwerte sie sich. „Am besten ist jedenfalls, du hältst dich aus der ganzen Sache raus.“

„Schon klar. Damit ihr beide freie Bahn habt.“

Bevor Vera etwas entgegnen konnte, kam Samia herein. Sie spürte die schlechte Stimmung sofort. „Habt ihr etwa Streit?“, wollte sie wissen. „Wegen Joshua?“

Vera und Johann schwiegen.

„Aber das ist er doch nicht wert“, erklärte sie.

„Ach ja?“ Johann hatte ihre Worte offensichtlich missverstanden. „Sag bloß, du bist diesem Heuchler auch schon auf den Leim gegangen!“

„Wie bitte?“ Samia verstand die Welt nicht mehr.

„Na bravo! Dann lasse ich dich am besten mit deiner Mutter alleine. Einen schönen Abend noch!“ Zornig verließ er das Haus.

Vera seufzte schwer. „Warum ist Johann immer so ein Sturkopf?“, sagte sie leise, nachdem die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen war. „Nie wieder würde ich mich auf Joshua einlassen. Warum glaubt er mir nicht?“

„Für Johann ist die ganze Situation nicht einfach“, wandte ihre Tochter ein. „Auf einmal muss er den heimlichen Geliebten spielen. Ausgerechnet er!“

„Ich weiß ja, wie schlimm das für ihn ist“, sagte Vera. „Und alles nur wegen Joshua! Warum musste der verdammte Kerl auch wieder auftauchen?“ Sie atmete tief durch. „Aber ein Gutes hat es, dass er hier ist“, fuhr sie etwas ruhiger fort. „Joshua hat in die Scheidung eingewilligt.“

„Wirklich?“ Überrascht blickte Samia ihre Mutter an.

„Natürlich hat es ihm nicht gefallen“, erzählte Vera. „Aber ich glaube, ich habe ihm deutlich gemacht, wie wichtig mir das ist.“

„Meinst du, er hat sich geändert?“, fragte Samia.

„Wie kommst du denn darauf?“, entgegnete Vera.

„Die Zustimmung zur Scheidung … Das hätte er früher nicht getan.“ Samia wirkte hin- und hergerissen. „Vielleicht sollten wir ihm eine zweite Chance geben?“, überlegte sie laut.

Voller Mitgefühl nahm Vera sie in den Arm. „Du hoffst, dass Joshua wieder der liebevolle Vater wird, der er einmal war, was?“, sagte sie leise.

Ihre Tochter nickte verlegen.

Vera schluckte. „Ich werde ihm nie verzeihen, dass er dich gegen deinen Willen verheiraten wollte.“

„Warum ist er bloß hergekommen?“ Diese Frage ließ Samia einfach keine Ruhe.

„Er ist älter geworden“, versetzte ihre Mutter nun achselzuckend. „Möglicherweise hat er gemerkt, dass seine Familie ihm fehlt.“

„Das zeigt, dass er sich vielleicht doch verändert hat, meinst du nicht?“ Samia klammerte sich an diese Hoffnung wie an einen Strohhalm.

„Tut mir leid, Liebes …“ Vera schüttelte langsam den Kopf. „Ich würde dir gern etwas anderes sagen. Aber dass er jetzt mit einem Diamanten versucht, deine Zuneigung zu kaufen, zeigt leider nur eines: Dass Joshua immer noch der Alte ist.“

Samia wurde in dieser Nacht von einem schlimmen Albtraum heimgesucht …

Gregor überreichte ihr den Diamanten, den sie bei ihrem Vater gesehen hatte. Und dann sagte er: „Du musst keine Angst mehr vor deinem Vater haben, nie mehr. Er ist krank, sehr krank.“

„Das ist nicht wahr!“, stieß Samia hervor.

„Es kann ihm niemand mehr helfen“, beharrte Gregor. „Dein Vater wird sterben.“

„Nein!“, rief sie. Sie war außer sich. Tränen liefen ihr über die Wangen. „Er darf nicht sterben! Niemals!“ Mit Fäusten schlug sie auf Gregors Brust ein und schrie ihre Verzweiflung heraus …

Ihr eigener Schrei weckte sie. Zitternd saß sie auf dem Sofa, auf dem sie eingeschlafen war, und konnte sich kaum beruhigen.

Als Gregor im Traum gesagt hatte, dass ihr Vater sterben würde, war sie sich sicher gewesen: Es war die Wahrheit! Dieses Gefühl würde sie nie vergessen – es hatte so wehgetan. Wie damals, als Joshua sie hatte verheiraten wollen, ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken, wie es ihr dabei ging. Sie verstand das einfach nicht. Ihr Vater hatte sie so verletzt. Und trotzdem liebte sie ihn. In ihrem Herz war kein Platz für so unterschiedliche Gefühle. Sie musste etwas tun. Sonst würde es sie noch zerreißen.

2. KAPITEL

Im Gegensatz zu einigen anderen Bewohnern des „Fürstenhofs“ schwebten Simon und Viktoria im siebten Himmel.

Simon hatte seine Habseligkeiten in einem Rucksack verstaut. Und den stellte er gerade mit einem lauten Krachen bei seiner Freundin in der Wohnung ab.

„So, da bin ich!“ Strahlend sah er sie an. „Jetzt wirst du mich nicht mehr los.“

„Wer sagt denn, dass ich das will?“ Viktoria gab ihm einen innigen Kuss.

Von nun an würden die beiden zusammenleben.

Und auch mit Fiona Marquardt schien es etwas besser zu laufen.

Viktorias Kollegin hatte ihr die Organisation des bevorstehenden Wohltätigkeitsdinners abgenommen. Freiwillig.

Viktoria ahnte nicht, dass Fiona in den Vorbereitungen für das Dinner vor allem eine Möglichkeit sah, André Konopka zu schaden. Denn mit ihm hatte sie noch immer eine Rechnung offen. Und die Kalkulation, die der neue Chefkoch für die Veranstaltung vorgelegt hatte, übertraf das, was Robert Saalfeld für derlei Events an finanziellem Aufwand betrieben hatte, um ein Vielfaches. Fiona witterte ihre Chance. Sofort hängte sich die Geschäftsführerin ans Telefon …

Am nächsten Tag betrat Fiona die Küche und warf Werners Bruder ein undurchdringliches Lächeln zu. „Guten Morgen, Herr Konopka! Wir beide müssen uns dringend unterhalten. Ich möchte nämlich gerne, dass Sie mir das hier erklären.“ Sie legte ihm ein Papier vor.

„Das ist meine Kalkulation für das Wohltätigkeitsbankett“, stellte er leicht verwundert fest. „Stimmt etwas nicht?“

„Könnte es sein, dass Sie sich verrechnet haben?“, säuselte sie. „Sie haben die Kosten viel zu hoch angesetzt.“

„Qualität hat ihren Preis“, hielt er dagegen.

Fiona musterte ihn abfällig. „Die eigentliche Frage ist doch, warum Ihre Lieferanten so teuer sind“, erklärte sie von oben herab.

Andrés Miene versteinerte.

„Ich habe mich nämlich informiert“, fuhr Fiona selbstgefällig fort. „Alles, was hier auf der Liste steht, könnten wir wesentlich billiger beziehen.“

„Wie schön, dass Sie sich Sorgen um meine Arbeit machen“, erwiderte er. „Ich bin hier der Chefkoch. Wo und welche Qualität ich einkaufe, ist meine Sache!“

„Aber ich bin eine der Geschäftsführerinnen!“, hielt sie dagegen. „Und wenn meine Angestellten illegale Absprachen mit Lieferanten treffen, ist das meine Sache.“

Für einen Moment verschlug es ihm die Sprache. „Das ist absurd“, brachte er schließlich heraus.

„So?“, provozierte sie weiter. „Sie bestellen absichtlich zu überhöhten Konditionen. Das Hotel zahlt. Und Sie teilen sich den Gewinn mit Ihren Lieferantenfreunden.“

Finster sah er sie an. „Sie sind ja verrückt.“

Doch Fiona dachte gar nicht daran, sich einschüchtern zu lassen. „Entweder Sie reduzieren die Kosten für das Bankett um die Hälfte … Oder wir beide gehen zu Ihrem Bruder. Dann wird sich ja herausstellen, ob Sie nicht rechnen können – oder in die eigene Tasche wirtschaften.“ Damit rauschte sie hinaus und ließ einen völlig überrumpelten André zurück.

Mit einer Tüte Croissants in der Hand klingelte Gregor an Leonies Tür.

„Frühstücksservice“, rief er, als sie ihm öffnete.

Lächelnd ließ sie ihn herein.

„Ich habe dir eine Nachricht auf die Mailbox gesprochen“, begann er, nachdem sie sich an den Tisch gesetzt hatten.

„Nimm es mir nicht übel …“ Sie zögerte ein wenig. „Aber ich hatte gestern irgendwie keine Lust mehr, dich noch mal zu sehen.“

„Gestern, das ist blöd gelaufen“, gab er zerknirscht zu. „Ich hätte deinen Antrag nicht so abschmettern dürfen.“

„War vielleicht auch keine so gute Idee mit den Gläsern“, entgegnete sie selbstkritisch. „Aber … Ich weiß auch nicht, irgendwie bin ich da reingeschlittert, weil ich dir alles recht machen wollte.“

„Das musst du doch nicht!“, widersprach er perplex.

„Ich weiß gar nicht mehr, was ich sagen und machen soll“, erklärte sie.

„Hey, ich gebe ja zu, dass ich vielleicht ein bisschen altmodisch bin“, sagte er. „Aber ich habe niemals verlangt, dass du dich verbiegen sollst.“

„Bin ich gegen eine schnelle Hochzeit, bist du sauer … Und wenn ich darauf eingehe und dich selbst mit einem Antrag überraschen möchte, bist du’s auch. Was ist denn nun richtig?“

„Leonie, ich weiß nicht, wie ich es dir erklären soll …“ Er wand sich unter ihrem Blick.

„Du bist manchmal ganz schön kompliziert“, stellte sie seufzend fest.

„Bin ich nicht!“, protestierte er.

„Doch. Du grübelst einfach zu viel. Sei einfach mal ein bisschen lockerer. So wie …“ Im letzten Moment biss sie sich auf die Zunge.

Aber Gregor hatte genug gehört. „Was wolltest du gerade sagen?“, hakte er nach. „Ich soll ein bisschen lockerer sein – wie wer?

„Na, wie Marc zum Beispiel!“, platzte sie heraus.

Fassungslos starrte er sie an. „Hast du schon eine Positiv-Negativ-Liste angelegt?“, knurrte er. „Marc: locker, lustig, spontan. Gregor: ernst, anstrengend, unflexibel …“

Leonie fühlte sich in die Enge getrieben. „Das meine ich! Du machst immer alles total kompliziert.“

„Tut mir leid, dass ein Heiratsantrag kein Partygag für mich ist“, erwiderte er zornig. „Ich bin eben nicht so ein lockerer Typ wie Marc. Aber ihr beide scheint ja voll auf einer Wellenlänge zu liegen. Offenbar schwirrt dieser Typ dir schon seit Tagen im Kopf rum.“

Bei Leonie meldete sich das schlechte Gewissen. Deshalb hielt sie Gregor auch nicht zurück, als er erklärte, frische Luft zu brauchen, und die Wohnung verließ.

Samia hatte sich ein Herz gefasst und ihren Vater angerufen. Die beiden hatten sich zu einem Treffen im „Alten Wirt“ verabredet.

Samia war gerade auf dem Weg ins Wirtshaus, als jemand hinter ihr ihren Namen rief. Sie drehte sich um und sah Joshua, der die Straße entlang auf sie zukam.

„Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich über deinen Anruf gefreut habe.“ Joshua strahlte über das ganze Gesicht. „Ich wusste doch, dass du irgendwann zur Vernunft kommen würdest.“

„Wie war das?“ Augenblicklich kehrte ihr Argwohn zurück.

„Jetzt sag nicht, du misstraust mir noch immer“, seufzte er.

„Was erwartest du, nach allem, was passiert ist?“, rief sie überfordert. „Dass ich dir jubelnd um den Hals falle? Du hast mich einmal verraten und würdest es wieder tun!“

„Nein, niemals …“, beteuerte er getroffen.

„Gib es doch zu!“ Sie verlor endgültig die Fassung. „Dieser Diamant, den du mir gezeigt hast … Damit willst du mich nur zu dir locken!“

„Was redest du denn da?“, erwiderte er fassungslos. „Dieser Diamant ist die Grundlage für deine Zukunft!“ Er zog den Beutel mit dem Edelstein aus der Tasche.

„Du willst mich damit kaufen!“ Samias Stimme überschlug sich beinahe. „Und, wer weiß, irgendwann verkaufst du mich vielleicht wieder!“

„Ich bin mit ehrlichen Absichten nach Deutschland gekommen!“, hielt er aufgewühlt dagegen. „Ich liebe dich! Der Diamant bedeutet mir nichts. Du bist mir wichtig!“ Zu ihrer großen Überraschung packte er entschlossen den Edelstein aus und hielt ihn direkt über einen Gully auf der Dorfstraße. „Wenn du willst, werfe ich ihn weg. Sofort.“

„Ich lasse mich nicht erpressen!“, brach es aus ihr heraus.

„Aber ich meine es ehrlich“, beharrte er. „Wie soll ich dir das beweisen?“

Sie wusste nicht, was sie darauf antworten sollte.

Mit einem hilflosen Seufzen steckte Joshua den Diamanten wieder in seine Tasche. „Ich habe meine Lektion bitter gelernt“, sagte er leise. „Und das tut weh.“ Er deutete auf sein Herz. „Lass uns noch einmal ganz von vorne beginnen. Alles vergessen und einfach neu anfangen.“

Doch Samia konnte einfach nicht. „Ich habe dir vertraut. Ich habe mich auf dich verlassen“, klagte sie ihn an. „Aber als ich mich gegen die Heirat mit Mabuto gewehrt habe … du hast das ganze Dorf gegen mich aufgehetzt und mich in die Enge getrieben. Mir blieb nichts anderes übrig, als zu fliehen.“

„Hast du denn noch nie einen Fehler gemacht, Kind?“ Samias Vorwürfe setzten ihm schwer zu.

„Hast du auch nur einmal darüber nachgedacht, was das für mich bedeutet hat?“, fuhr Samia unter Tränen fort. „Ich hätte auf der Flucht sterben können! Ich habe alles verloren, was mir wichtig war. Meine Heimat, meine Freunde – und meine Familie.“

„Ich bereue es sehr.“ Joshuas Stimme zitterte. „Ich würde alles dafür geben, wenn du mir verzeihst.“

Aber sie wich vor ihm zurück. „Ich habe es versucht. Doch mein eigener Vater hat mich verraten. Das kann ich nicht vergessen.“ Vollkommen aufgelöst stürmte sie davon.

Samia zog sich in den Park zurück, um in Ruhe nachdenken zu können.

War das alles nur Show gewesen, fragte sie sich ein ums andere Mal. Oder hätte ihr Vater den Diamanten wirklich in den Gully geworfen? Sie hätte es einfach darauf ankommen lassen sollen …

Aber wozu eigentlich? Hätte sie ihm dann seine guten Absichten geglaubt? Nein.

Doch für einen Moment hatte es sich so angefühlt wie früher. Ganz nah und vertraut … So war es gewesen, bevor Joshua sie und ihre Mutter verraten hatte.

Und was war, wenn seine Verzweiflung echt war und sie das vor lauter Enttäuschung nicht sehen konnte? Er hatte sie so traurig angeschaut. Wenn sie nur wüsste, ob er es wirklich ernst meinte!

Vera hatte nach Johann gesucht und ihn im Gewächshaus endlich gefunden. Sie wollte nach dem Streit vom Abend zuvor noch einmal mit ihm reden. Er hatte jedoch das Haus am Morgen so früh verlassen, dass keine Gelegenheit mehr dazu bestanden hatte. Doch bevor sie auch nur ansetzen konnte, hielt Johann ihr eine rote Rose entgegen.

„Bitte“, sagte er leise.

„Für mich?“, fragte Vera verwundert.

„Ich sollte dir viel öfter Blumen schenken“, erklärte er zerknirscht. „Weil du es wirklich nicht leicht mit mir hast. Ich habe mich benommen wie ein Hornochse.“ Er suchte nach den richtigen Worten. „Samia macht es schon genug zu schaffen, dass ihr Vater aufgetaucht ist“, sagte er. „Und für dich ist es auch keine angenehme Situation …“ Zärtlich berührten sich ihre Hände.

Just in dem Moment platzte Joshua herein. „Ich habe dich gesucht, Vera!“

Hastig trat Vera einen Schritt von Johann weg und legte die Rose beiseite. Sie hoffte, dass ihr Noch-Ehemann die Nähe zwischen ihr und Johann nicht wahrgenommen hatte.

Doch Joshua war viel zu sensibel, um nicht zu spüren, was hier los war. Anmerken ließ er sich allerdings nichts.

„Was willst du?“, fragte Vera nun.

„Mit dir über die Scheidung sprechen“, behauptete er. „Das ist sicher ganz in deinem Sinn.“

„Ja, natürlich“, bestätigte sie und führte ihn schnell aus dem Gewächshaus.

Als Joshua und Vera allein waren, fragte er sie, ob sie sich bereits einen Anwalt genommen hätte.

„Ich wüsste nicht, wozu ich einen eigenen brauche“, versetzte sie.

„Ich dachte, das wäre hier so üblich.“ Joshua lächelte wehmütig.

„Nicht, wenn die Situation so eindeutig ist wie unsere“, entgegnete sie.

„Über zwanzig Jahre“, flüsterte er. „Und es waren so viele glückliche dabei …“

„Bis dir das nicht mehr gereicht hat und du diese junge Frau mit ins Haus bringen musstest.“ Veras Stimme war hart geworden.

„Aus Fehlern lernt man“, beteuerte er. „Und ich habe gelernt, glaube mir.“

„Du hast dir zu viel Zeit gelassen“, entgegnete sie.

„Du bist also ganz sicher, dass du die Scheidung willst?“, fragte er bekümmert.

„Joshua, ich dachte, du hättest es verstanden. Es ist aus und vorbei.“

Langsam nickte er. „Dann muss ich das wohl akzeptieren“, stellte er traurig fest.

„Machen wir es bitte kurz und schmerzlos“,

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