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Heilsame Frequenzen

Inhalt

Vorwort von Dr. Ruediger Dahlke

Ein-Schwingung: All-Eins-Sein versus Alleinsein

GRUNDLAGENTEIL

Einblicke in die Grundlagen der Schöpfung

Zeitmessung – Am Anfang war der Schatten

Zeit, Frequenz und die Oktave

Transposition kosmischer Rhythmen

Längenmaße, Winkel und Zeit im alten Ägypten

Das heilige Mandala der Tempelbauer

Die ägyptischen Längenmaße und die Töne der Erdbahnelemente

Farb- und Klangbilder aus dem Mikrokosmos

Farb- und Klangstruktur der Wasserstoffspektren

Faszinosum Wasserstoffspektren

Harmonikale Struktur der Wasserstoffspektren

Wasserstoff-Stimmschlüssel

Die Geburt des bewussten „kosmischen Menschen“

Astrologie ist das Wetter weiter draußen

Das Atmen des Mondes: Einfluss und Bedeutung des Mondknotens

Mondbetrachtungen: Feiertage und der Mond

Kosmisches Bewusstsein contra Religionswahn

Das einzig Beständige ist der Wandel

Der kosmische Mensch, das „unbekannte“ Wesen

Mikrokosmos Mensch = Makrokosmos Universum

Der Mensch als energetisches kosmisches Wesen

Unsere Wahrnehmung: Vom Hören und Sehen

Archetypische Medizin: Krankheit als Aufschrei einer beleidigten Seele

Schwingung als Weg – Die praktische Anwendung der „Kosmischen Oktave“

Harmonie als Vereinigung der Gegensätze

Die sichtbare Welt und die Welt dahinter

Der subjektiv-irdische Farbkreis

Sind wir in einer Scheinwelt gefangen?

Vom Hören und Sehen der Planetenschwingungen

Der objektiv-archetypisch-kosmische Farbkreis

PRAXISTEIL

Die Archetypen der Planeten und ihre Analogie beim Menschen

Schwingung und Gesundheit – praktische Anwendung

„Bedienungsanleitung“ für diesen Praxisteil

Sonne

Merkur

Venus

Mond

Mars

Jupiter

Saturn

Uranus

Neptun

Pluto

Aus-Schwingung

Danksagung

Literaturverzeichnis

Impressum und Bildnachweis

Stichwortregister

Vorwort

Thomas Künne, inzwischen vertrauter Weggefährte, habe ich 2002 auf einer Nordland-Kreuzfahrt kennen und schätzen gelernt. Er war Manager mit künstlerischen Ambitionen, die weitgehend brachlagen wie bei so vielen. Ihm aber wurde das in den knapp zwei Wochen der Reise so klar, dass er die Konsequenz zog und wirklich kompromisslos Schwingung zu seinem Weg machte. Seine Abschlussarbeit für meine Ausbildung schlug ich ihm als Buch vor, und statt einer Beurteilung schrieb ich das Vorwort für sein erstes und gleich erfolgreiches Buch. Seitdem ist dies unser Running Gag, „nach dem Vorwort ist vor dem Vorwort“. Eine lange Kette erfolgreicher Bücher ausgehend von den Schwingungen der Lebensprinzipien bis zu den heilenden Schwingungen von Stimmgabeln im Sinne seiner Phonophorese zeichnet ihn und seinen Weg aus.

Insofern finde ich es geradezu konsequent, wenn er nun zusammen mit Hans Cousto, einem der Großen in der Welt der Schwingung, ein Buch macht, und freue mich, dazu ein Vorwort beisteuern zu dürfen.

„Schwingung als Weg“ hat Thomas einmal treffend formuliert, und das ist tatsächlich besser als „Krankheit als Weg“. Letzteres ist doch ein recht beschwerlicher und oft auch schmerzhafter Weg zu Selbsterkenntnis und Erwachen. Schwingung ist die viel bessere Wahl. Und alles ist natürlich Schwingung. Das sagen uns schon die frühesten Weisheitslehrer der Menschheit, etwa der Vorsokratiker Heraklit mit seinem „Panta rhei – alles fließt“ und auch Rudolf Steiner mit seinem „Alles Leben ist Rhythmus“. Richard Alpert, der Harvard-Professor, der später zu Ram Dass wurde, titelte einmal „Alles Leben ist Tanz“. Aber längst ist auch die Naturwissenschaft mit an Bord und beweist, dass alles Schwingung ist, von den Elektronenschwärmen, die um ihren Atomkern schwingen, über das Schwingen der Moleküle, das Chemiker als Brown‘sche Molekularbewegung bezeichnen, bis zu den Planetenschwingungen, die schon der Weisheitslehrer der Antike Pythagoras, der deutsche Dichterfürst Goethe, aber auch Isaac Newton als Sphären-Harmonie besangen.

Der Schweizer Mathematiker, Musikwissenschaftler und Astrologe Hans Cousto verfolgte in den 1970er-Jahren den Gedanken des Astronomen Johannes Kepler weiter, der die Sphärenharmonie wissenschaftlich fassen wollte und die Relationen der Bahngeschwindigkeiten der Planeten musikalischen Intervallen zuordnete. Die für Kepler noch nicht lösbare Frage nach dem Grundton löste Cousto, indem er die astronomisch bekannten Rotationsperiodenzeiten oder Umlaufperiodenzeiten der Erde um die Sonne in den menschlichen Hörbereich transformierte. Auf dieser Grundlage, dargestellt in seinem Grundlagenwerk Die Kosmische Oktave, entstanden die Planetentöne, die mein Freund, der Musikwissenschaftler Joachim Ernst Berendt, Urtöne nannte.

Heute leben wir im unendlichen Schwingungsfeld der Quantenphysik, aus dem alle alten Sicherheiten verschwunden sind, wie die Stabilität des Raumes und die Verlässlichkeit der Zeit. Ereignisse wirken weiterhin aus der Vergangenheit nach, aber auch schon aus der Zukunft auf uns zurück. Schwingende Felder werden zu den neuen Mustern und die einzig bleibende Sicherheit ist, dass es keine gibt, weil alles ständig veränderlich in Schwingung ist. Insofern ist Schwingung die letzte uns noch bleibende Sicherheit.

Und jetzt ist offensichtlich die Zeit des Mitschwingens und Teilens endlich gekommen, auch wenn wir die Grundlagen der Schwingungslehre dank großer Geister wie Hans Cousto und begeisterter Praktiker wie Thomas Künne schon länger haben. Inzwischen lieben wir es, Mitteilungen auf Facebook zu teilen, und freuen uns, wenn andere auf gleicher Wellenlänge mit uns schwingen und unsere Gedanken teilen. Was für eine Freude, kürzlich zu erleben, dass ich in weniger als drei Jahren schon über 100.000 Freunde auf Facebook gewonnen habe, auch wenn diese natürlich von ganz anderer Art als die alten Freunde sind. Und wir freuen uns und haben auch noch etwas davon, unsere schönsten heimeligsten Plätze zu teilen. AirB&B lebt gut und begeistert davon, dass immer mehr Menschen ihre Wohnungen und Häuser teilen und beide Seiten davon profitieren. Wie angenehm, auf Vortragstouren in Genua und Turin, Bologna und Prag in Privatwohnungen statt sterilen Hotels zu leben und unser Haus in Bali in guten Händen von Fremden zu wissen, die auch schon zu richtig guten Freunden wurden, mit denen man sich trifft und Urlaube verbringt.

Uber hat das alte Taxi-Business in kürzester Zeit überholt. Und wir haben angefangen, Autos zu teilen, bis vor Kurzem noch eine Art heilige Kühe. Jetzt werden sie zu Allgemeingut und fördern Verbundenheit statt Spießerneurosen. Der Sharing-Economy wird die Zukunft gehören – wer denselben Weg hat, benutzt dasselbe Auto, wer geistig gleich schwingt, denselben Blog. Wir verbanden uns bisher nur ausnahmsweise vor allem über Musik und schwangen tanzend im selben Rhythmus oder bestenfalls noch miteinander gehend und schlafend. Jetzt aber erkennen wir zunehmend die Schwarm-Intelligenz und wenden sie immer mehr an.

Und wir werden weitermachen, dieselben Petitionen zu signieren, und damit ausdrücken, dass wir zu Millionen auch mit den Frauen in islamischen Ländern mitschwingen oder mit einem Minderjährigen in Saudi-Arabien, den unsere in der Steinzeit hängen gebliebenen Freunde dort steinigen oder kreuzigen wollen.

Das gehört sich unter Freunden, miteinander zu schwingen und aufeinander aufzupassen. Diese Solidarität des Mitschwingens hat die Welt für die Potentaten schon schwieriger gemacht und wird ihnen hoffentlich in überschaubarer Zeit den friedlichen Garaus machen.

Ich glaube und hoffe, selbst wenn der mächtigste Rüstungs- und Militärkomplex unserer immer besten Freunde in USA tatsächlich auch einen eigenen Krieg mit den immer bösen Russen um die Ukraine führen will, wird das in dieser zunehmend miteinander schwingenden Welt nicht mehr möglich sein. Selbst die Politmarionetten der treuesten Vasallen werden das an ihren anders schwingenden Mehrheiten vorbei nicht mehr geregelt bekommen. In der schwingenden Welt ist es schon fast so weit, wie wir seinerzeit als Hippies träumten: Stell dir vor, es ist Krieg, und niemand geht hin.

Die Welt war natürlich immer Schwingung – wie große Geister wie Hans Cousto es auch immer ahnten oder intuitiv wussten. Er formulierte es ja auch, lange bevor Mehrheiten es begreifen und nachvollziehen konnten. Ihm gebührt das Verdienst, es auch für eine wissenschaftshörige Welt wissenschaftlich gefasst zu haben, und seit wir das nun alle wissenschaftlich wissen, werden wir immer mehr eins mit dem schwingenden Feld.

Heute brauchen wir überall den Vermittlungsschritt über die Wissenschaft. Das Gaia-Bewusstsein von der Erde als lebendigem Wesen verdanken wir der Raumfahrt. Wir mussten erst Bilder der Erde als dieser weißblauen Schönheit haben, um sie als geliebte und erhaltenswerte Heimat zu begreifen. Nur so konnte James Lovelock die Gaia-Hypothese formulieren.

In Bezug auf das Mitschwingen, das wir heute erleben dürfen, ist dieses Feld Vordenkern und -fühlern wie dem Meister der Schwingungs-Theorie Hans Cousto und dem Meister der Schwingungs-Praxis Thomas Künne zu danken.

Und was für ein Wunder, wenn wir in Gedanken die Augen vor nur zehn oder gar 20 Jahren schließen und heute wieder öffnen: Wer hätte das damals gedacht? Dass wir unsere liebsten Autos und sogar Wohnungen und Häuser teilen, in Solidarität über Ländergrenzen und Kontinente hinweg schwingen und dadurch uns und die Welt verändern, schneller noch als diese es begreift. Und das macht trotz aller Querschläge des weitgehend immer noch unbegriffenen Schattenprinzips auch Freude.

Herzlichen Dank also beiden Autoren, dass wir heute anders schwingen und ticken, dass wir anders und mehr teilen.

Dr. Ruediger Dahlke,

im Juni 2016

Ein-Schwingung: All-Eins-Sein versus Alleinsein

„Die ganze Schöpfung bildet in der Anordnung der Gedanken und des Geistes ebenso wie der stofflichen Wesen eine wunderbare Symphonie. Alles wird durch gegenseitige, unauflösliche Beziehungen gehalten und verbunden, alles bildet ein zusammenklingendes Ganzes.

Alles, was besteht, ist belebt und beseelt, weil alles miteinander verknüpft und verbunden ist. Es gibt kein Gestirn, das nicht ein lebendiges Wesen wäre, das nicht eine Seele hätte. Die Seele der Gestirne ist die Ursache ihrer Bewegungen und der Zuneigung, welche die Gestirne untereinander vereinigt. Sie erklärt die Regelmäßigkeit der Naturerscheinungen.“

„Gott treibt immer Geometrie.“

Johannes Kepler, Mathematiker und Astronom (1571–1630)

Wenn wir den roten Faden verloren oder uns in Kleinigkeiten verrannt haben, dann passt sehr gut der Ausdruck: Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht!

Was hilft in diesem Falle? Wir können unseren Blickwinkel verändern, unsere „Scheuklappen“ ablegen und den Blick auf das große Ganze legen, nicht nur auf winzig kleine Bestandteile. Und genau dies wollen wir, die Autoren dieses Buches, erreichen. Wir wollen Ihnen in bildhafter Sprache und sprechenden Bildern aufzeigen, dass „alles in allem ist und alles in uns“.

Wir möchten Ihnen eine zeitgemäße Interpretation der obigen Zitate von Johannes Kepler liefern. Mehr noch: Indem wir die Sprache der gesamten Schöpfung verstehen und auch selbst „sprechen“, erkennen wir uns selbst als Teil dieses Ganzen. Diese Erkenntnis hat weitreichenden Einfluss auf unser Leben, denn:

 Wir können uns geborgen fühlen im all-umfassenden Kosmos, weil wir in uns selbst erkennen: „Mikrokosmos = Makrokosmos“ (Paracelsus, 1493–1541) oder auch: „Wie oben, so unten – wie innen, so außen“ (Hermes Trismegistos*)

 Wir gehen mit der heilenden Kraft der Planetenschwingungen in Resonanz und aktivieren somit unsere Selbstheilungskräfte und den Inneren Heiler.

 Unser Weltbild (und damit unser Horizont) erweitert sich und macht den Weg frei für ein bewusstes und achtsames Leben im Ein-Klang mit allem Lebendigen wie auch Unlebendigen.

 Wir werden ganz und damit heil, wir pflücken Gesundheit und Wohlbefinden im kosmischen Garten.

Analphabeten tun sich bekanntlich häufig schwer damit, sich im Leben zu orientieren, weil sie Botschaften nicht richtig deuten können. Kosmischen Analphabeten geht es nicht besser: Sie irren durch ihre grobstofflich-materielle Welt, sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht, unter anderem deswegen, weil sie den Bezug zum großen Ganzen verloren haben.

Wir wollen Sie dazu anregen und ermutigen, sich ganzheitlich und all-umfassend „wahr“-zunehmen, zu spüren und in der Folge auch zu genießen. Außerdem wollen wir Sie teilhaben lassen an den „Geschenken des Himmels“.

Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“

Galileo Galilei, Mathematiker, Physiker und Astronom (1564–1642)

Wenn ihr‘s nicht fühlt, ihr werdet‘s nicht erjagen!

Johann Wolfgang von Goethe, Schriftsteller (1749–1832)

Zur Welt suchen wir den Entwurf – dieser Entwurf sind wir selbst!

Novalis (Friedrich von Hardenberg), Schriftsteller und Philosoph (1772–1801)

Wir, die Autoren dieses Buches, möchten Ihnen zeigen, wie wir selbst vorgegangen sind:

Unsere Weltanschauung beruht darauf, dass wir die Welt anschauen!

Und: Unsere Erfahrung und unser Wissen über Schwingungsphänomene, Planetentöne, Farbton, Tonfarbe oder auch Klangfarbe möchten wir Ihnen so vermitteln, dass Sie alle diese Mosaiksteinchen in sich selbst fühlen und „wahr“-nehmen. Dabei harmonisieren Sie wie von selbst Körper, Geist und Seele, verbinden Mikrokosmos MENSCH mit Makrokosmos UNIVERSUM, oben mit unten, innen mit außen (und jeweils auch umgekehrt). Vielleicht ist ja unser gesamtes Leben nichts anderes als ein kontinuierlicher Lernprozess, ein Weg zu Erkenntnis und Bewusstheit, vom ersten bis zum letzten Atemzug.

Und so dürfen Sie den Aufbau dieses Buches auch verstehen, als eine Art „kosmische Fahrstunde durch die Schöpfung“! Dazu machen wir Ihnen theoretische und „praktische“ Angebote. Wir möchten Ihnen aufzeigen, was das Credo des Hermes Trismegistos „wie oben – so unten“ wahrhaftig bedeutet.

Ein gut gemeinter Hinweis hierzu: Wer Auto fahren möchte, sollte wissen, wie das funktioniert. Grundvoraussetzung für ein harmonisches Miteinander aller Menschen inklusive Umwelt ist die bewusste und korrekte Anwendung von Gas und Bremse (zum richtigen Zeitpunkt).

Dieses Buch verzichtet dabei bewusst auf Wertungen wie richtig oder falsch, denn: Bewertung trennt und schafft künstliche Gräben, wo naturgemäß in der Ganzheit überhaupt keine existieren. Auch sagen wir nicht: (Nur) so ist es! Vielmehr möchten wir als eine Art Pontifex (aus dem Lateinischen: Brückenbauer) passende und „stimmige“ Mosaiksteinchen aus der Weisheit der Alten wie dem Wissen von heute so zusammentragen, dass Sie sich selbst als „kosmischen Menschen“ begreifen und erfahren.

Dieses Buch ist voller Demut für diese wunder-volle Schöpfung geschrieben, die uns immer in Ehrfurcht erstaunen lässt. Wir verstehen es als Mischung aus fundierter wissenschaftlicher Abhandlung und einer Art „Liebeserklärung“ für alles Lebendige und Unlebendige.

Unser Vorhaben ist dann gelungen, wenn Sie sich im Sinne des Bibelzitats „Lasset uns werden wie die Kinder“ über jede weiße Schneeflocke freuen können, die vom Himmel direkt auf Ihre Nasespitze fällt, dort schmilzt und Ihnen in der Seele guttut. Nüchtern (wissenschaftlich) betrachtet ist diese Schneeflocke „nur“ Wasser. Noch ein Beispiel: Gefrorenes Wasser erzeugt – zum Beispiel auf einer Fensterscheibe – ohne Fremdeinwirkung die wundervollsten Mandalas.

Ganzheitlich betrachtet, bedeuten diese Phänomene so viel mehr, sie bringen uns in Ein-Klang mit dem All-Eins, verbinden oben mit unten, Makrokosmos mit Mikrokosmos, ja, sie versetzen unsere Seele in Schwingung und können uns mit unserer Quelle verbinden, wie dieser Gedanke von Thomas Künne zum Ausdruck bringen möchte:

„… und das Universum sprach zur suchenden Seele:

Alles ist in allem und alles ist in Dir, denn Du bist Sternenstaub,

der sich in der Zeit Deines Lebens als menschliches Wesen offenbart.

Ich bin Du und Du bist Ich, Wir sind Eins!

Diese Erkenntnis ist tröstlich, denn das einsame Alleinsein kann so zu einem verbindenden All-Eins-Sein wachsen und zu einem gelingenden Leben gedeihen.

* Die Götter-Gestalt des Hermes Trismegistos ist eine synkretistische Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot. Bis in die frühe Neuzeit glaubte man, Hermes Trismegistos hätte tatsächlich gelebt und wäre der Verfasser der nach ihm benannten hermetischen Schriften.

Grundlagenteil

Eine Musik, die den Anspruch erhebt, kosmische Musik zu sein, erfüllt diesen nur, wenn sie im Einklang mit dem Kosmos, im Einklang mit dem Lauf der Dinge gestimmt ist. Die Erläuterungen hier zeigen, wie himmlische Rhythmen in verschiedene Bereiche transponiert werden können, damit sie für das menschliche Ohr wahrnehmbar sind, und wie man eine Musik komponieren kann, die sich in den kosmischen Urklang harmonisch einschwingt. Diese Musik schließt sich somit der großen Tradition der spirituellen chinesischen Musik wie auch der religiösen indischen Tempelmusik an.

Einblicke in die Grundlagen der Schöpfung

Die erfreulichste Frucht der Naturforschung bietet der Gewinn, durch Einsicht in den Zusammenhang der Erscheinungen den Genuss der Natur vermehrt und veredelt zu sehen. Eine solche Veredelung ist das Werk der Beobachtung, der Intelligenz und der Zeit, in welcher alle Richtungen der Geisteskräfte sich immer wieder reflektieren.

Zeitmessung – Am Anfang war der Schatten

Der Schatten eines Baumes ist am Morgen lang und gen Westen, am Mittag kurz und gen Norden gerichtet – am Abend ist er wieder lang und gen Osten gerichtet. Für den Beobachter bewegt sich der Schatten kontinuierlich. Das Schrumpfen des Schattens am Vormittag und sein Anwachsen am Nachmittag vollziehen sich für den Beobachter ebenfalls kontinuierlich. Zudem zeigt es sich, dass der Schatten im Sommer am Mittag kürzer fällt, als dies im Winter der Fall ist. Und so begannen die Menschen, aus der Beobachtung der Schatten und deren Vermessung, den Raum im Umkreis des Baumes und die Zeit einzuteilen.

Die Geschichte der Zeitmessgeräte lässt sich bis zu den Sumerern und Ägyptern zurückverfolgen, die um 3000 v. Chr. Sonnenuhren auf Basis einfacher Schattenstäbe kannten. Seit 2400 v. Chr. ist der Schattenstab auch aus China bekannt. Die Griechen nannten ihn später Gnomon.

Um 2000 v. Chr. wurde von den Babyloniern das Sexagesimalsystem mit der Basiszahl 60 verwendet, aus dem sich später das Zwölfersystem (Duodezimalsystem) für die Stundeneinteilung entwickelte. Astrologen teilen heute noch das Horoskop (griech. hora = Stunde und skopéin = beobachten) in zwölf Häuser. Die alten Ägypter unterteilten den Tag bereits in zwei Zwölf-Stunden-Zeiträume – wie wir das heute noch tun – und verwendeten große Obelisken, auf denen die Bewegung der Sonne verfolgt werden konnte.

Nun wird sich manch einer fragen, wieso die Menschen auf Zahlen wie 12 und 60 kamen, um die Zeit einzuteilen. Um dies nachvollziehen zu können, lohnt es sich, sich ein wenig mit Geometrie und Naturbeobachtung zu beschäftigen. Die nachfolgenden Erklärungen setzen keine höhere Bildung voraus und können leicht selbst nachvollzogen werden.

Die einfachsten Kreisteilungen

Die ersten Geräte der Menschen zum Erstellen von geometrischen Zeichnungen waren Schnüre und Stöckchen. Um eine gerade Linie zu ziehen, steckte man zwei Stöckchen in den Boden und verband die beiden Stöckchen miteinander mit einer gespannten Schnur. Entlang dieser Schnur konnte man nun mit einem weiteren Stöckchen eine gerade Linie im Erdboden markieren. Zog man ein Stöckchen aus dem Boden, dann konnte man, wenn man darauf achtete, dass die Schnur immer gespannt blieb, einen Kreis um das im Boden steckende Stöckchen ziehen. So erhielt man einen Kreis mit eingezeichnetem Radius. Heute verwendet man für geometrische Zeichnungen auf dem Papier nebst Stift ein Lineal und einen Zirkel. Prinzipiell kann man alles, was man mit Lineal und Zirkel bewerkstelligen kann, auch mit Schnüren und Stöckchen zeichnen – nur nicht so präzise.