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Haus der Dämonen: Dämonenjäger Murphy

Michael Siefener

Haus der Dämonen: Dämonenjäger Murphy

Cassiopeiapress Horror





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Haus der Dämonen

- Ein Murphy Roman -

von Michael Siefener

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© 2012 M.Siefener

© 2012 der Digitalausgabe AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

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Dämonenjäger Murphy in einem außergewöhnlichen Abenteuer von Michael Siefener, dem Literaten unter Deutschlands Horror-Autoren. Das Böse lauert in einem alten Haus... Was Murphy erwartet, ist schlimmer als Tod...

VORSPIEL

Und wieder befand sich Murphy mitten im Kampf gegen die Dämonen der Dämmerung. Nur wusste er es noch nicht.

Das Faxgerät zischte. Unwillig stellte Murphy seinen amerikanischen Malt-Whiskey ab und wuchtete seine 110 Kilo aus dem Sessel. Als er stand, wirkte er jedoch nicht sonderlich dick; eine seltsame Spannkraft schien von seinem muskulösen Körper auszugehen, als er zu seinem Faxgerät ging.

Murphy beugte sich über das Blatt, das die Maschine auszuspucken begonnen hatte. Sein rotblondes Haar leuchtete in der kalten Sonne des Februarnachmittags, die durch das Fenster hereinschien. Murphy schaute angestrengt auf das Papier und verzog seine Lippen zu einem verstehenden Lächeln.

Es war eine verschlüsselte Nachricht des Ordens vom Weißen Licht. Als das Blatt durchgelaufen war, riss er es aus dem Faxgerät und setzte sich damit an seinen Schreibtisch. Er brauchte keine Anleitung, um die Botschaft zu entschlüsseln; er kannte den Code auswendig. So dauerte es nur einige Sekunden, bis er den Klartext hatte

"Wir haben Informationen darüber, dass im fernen Europa ein neuer Angriff die Dämonen der Dämmerung bevorsteht. Es könnte eine der schlimmsten Invasionen sein, die wir bisher erlebt haben, wenn man den Vorzeichen trauen kann. Die hiesigen Mitglieder sind verhindert, deshalb wird ihre Hilfe hier vonnöten sein. Ihr genauer Einsatzort ist in der Nähe der deutschen Stadt Karlsruhe und besitzt die Koordinaten..."

Frustriert ließ Murphy das Blatt sinken. Wo sollte denn das sein? Gab es einen solchen Ort überhaupt? Er seufzte auf, rief seine Freundin an der Westküste an und meldete sich bei ihr auf unbestimmte Zeit ab. Sie war wieder einmal nicht gerade begeistert darüber, doch sie wusste, dass ihm keine andere Wahl blieb. Mit zitternder Stimme wünschte sie ihm viel Glück. Verdammt, das würde er brauchen!

Dann bestellte er telefonisch ein Ticket für den nächsten Flug nach Deutschland und ein Wörterbuch. Sein Deutsch war miserabel. Aber er würde es schon schaffen.

Er musste es schaffen.


*


Durch die Schwärze eines frostigen Februarabends tasteten sich zwei Lichtkegel mit langen, weißen Fingern. Sie fuhren über glitzernde Tümpel inmitten weißbereifter Wiesen, streiften vorbei an bleichen, dürren Tannen, die, kaum aus der Finsternis hervorgezerrt, wieder in sie zurückwichen, wieder eins wurden mit dem schwarzen Neumondhimmel, den harte Sternnadeln spärlich durchglommen.

Die Lichtfinger zogen die dunkle Masse eines grauen Volvo hinter sich her, dessen hohl tönendes Motorengeräusch die Stille des Abends zerhackte. Auf der kurvenreichen, an vielen Stellen eisglatt das Scheinwerferlicht spiegelnden Straße fuhr der Wagen nur langsam voran.

Die Fahrerin starrte angestrengt auf den finsteren Asphalt. Sie hatte ihren Oberkörper weit vorgebeugt; ihr Gesicht, das durch die Anspannung verzerrt war, berührte beinahe die Windschutzscheibe. Der Mann neben ihr rutschte unruhig auf dem glatten Sitzpolster hin und her. Er fühlte schmerzhaft deutlich die drohende Gefahr eines Unfalls. Nun zweifelte er nicht mehr daran, dass sie die falsche Straße genommen hatten.

"Dein Orientierungssinn war wieder einmal hervorragend, Inge!", giftete er seine Frau an, die die Anstrengung stumm gemacht hatte. Sie ließ die glatte Fahrbahn nicht aus ihren Augen. "Du weißt genau, dass ich morgen früh eine ungeheuer wichtige Kammersitzung habe. Wenn ich nicht dabei bin, kommt es zu einer juristischen Katastrophe! Fahr doch endlich schneller, sonst sind wir übermorgen noch nicht in Karlsruhe!"

"Bitte, Heinz, lass mich doch in Ruhe. Ich muss mich konzentrieren, wenn wir nicht im Graben landen wollen", zischte Inge durch ihre zusammengepressten Zähne.

Die Straße verengte sich zu einem Feldweg mit unzähligen Schlaglöchern. Er führte zwischen weiß glitzernden Wiesen hindurch, die von einer schwarzen Waldwand umschlossen wurden.

"Wundervoll, wundervoll!", höhnte Heinz. "Ich bin sicher, dass dieser Weg eine Sackgasse ist. Aber was solls, ich habe ja diese Woche nichts mehr vor!!" Er fuchtelte erregt mit seinen Händen hinter der Windschutzscheibe herum.

"Halt deinen Mund!", sagte Inge beherrscht und leise.

Verdutzt schaute Heinz seine Frau an. Er war nicht an Gegenwehr gewöhnt.

Erstaunt betrachtete er sie von der Seite, als säße da eine ganz andere Frau, eine Frau, die er in seinem Leben noch nicht gesehen hatte. Damals, ja, damals...

Um ihre Mundwinkel zeigten sich die ersten Falten, nun ja, 35; ihre Haut alterte, war nicht mehr so glatt und makellos wie damals; lange her, dass er verrückt nach ihr gewesen war, vom ersten Augenblick an, als er sie bei einem Kommilitonen getroffen hatte, die schöne Inge - sie wirkte wie eine Unschuld vom Lande mit ihren blauen Augen, ihrem ein wenig molligen, aber doch wohlgerundeten Körper - er stand in Flammen, noch am ersten Abend, noch am ersten Abend verführte er sie, die keine Jungfrau mehr war.

Enttäuscht? Ein bisschen, nein, eigentlich nicht - sie war zärtlich, nicht wild, oft aber auch nicht wild genug, zu sehr Geliebte, zu wenig Hure - doch - sie waren zusammengeblieben; sie hatte ihn während seines Jura-Studiums finanziell unterstützt, konnte sie ja auch, war schließlich schon Grundschullehrerin, war trotzdem lieb von ihr – lieb manchmal zu lieb wie so oft, denn wenn er sie anherrschte - manchmal, wenn es nötig war -, blieb sie meist ruhig, das reizte ihn - so oft schon. Daher war er überrascht von ihrer unerwartet barschen Entgegnung.

Sie fuhr gut, eigentlich, für eine Frau, bloß so vorsichtig - so vorsichtig, wie sie lebte. Heinz war davon überzeugt, dass man manchmal unvorsichtig sein musste. Er selbst war einmal fast zu unvorsichtig gewesen, damals, kurz nach ihrer Hochzeit, mit Brigitte, diesem Teufel im Bett, aber schließlich hatte Inge nichts gemerkt. Doch, er liebte sie noch, natürlich - schlechtes Gewissen? Ein wenig - flackernder Feuerschein - ?

"Da vorn!", rief Inge aufgeregt.

Ein Haus! Die Straße stieg nun leicht an. Sie führte auf ein am Hang angelegtes, zweistöckiges Gebäude zu, das ein ausladendes, zur Straßenseite hin tief herabgezogenes Dach besaß. Aus zwei Fenstern des Parterre drang warmer, gelber Glanz wie von einem Kaminfeuer. Dort konnten sie nach dem Weg fragen.

Die Straße endete vor einem schmalen Holztor, das in eine niedrige, entlaubte Hecke eingelassen war. Hinter dem Tor schlängelte sich ein Kiespfad hinauf zum Haus.

Inge brachte den Volvo nach wenigen Metern sanften Gleitens über den vereisten Untergrund zum Stehen, und Heinz stieg mit einem lauten Seufzen aus. Er ging mit vorsichtigen, unsicheren Schritten durch das nur angelehnte Tor und betrat den wie eine weiße Schlange daliegenden Pfad.

Er betrachtete das große Haus, das im bleichen Scheinwerferlicht seines eigenen Wagens badete. Das Mauerwerk bestand bis zum ersten Stock aus Bruchsteinen. Darüber wich die Mauer ein wenig zurück und machte Platz für zwei nebeneinander liegende, durch ein dünnes Holzgitter getrennte Balkone, über ...

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