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Guter Hoffnung

1. KAPITEL

Sandra traute ihren Augen nicht: Da stand Lukas im Park und küsste eine fremde Frau! Schließlich machte sie auf dem Absatz kehrt und eilte davon, Richtung Hotel. Lukas und Mia hatten sie nicht einmal bemerkt.

„So feige, wie ich dachte, bist du gar nicht“, meinte Mia kokett, nachdem sie sich von Lukas gelöst hatte. „Für den Anfang war das jedenfalls schon mal nicht so schlecht. Vielleicht sollten wir noch ein bisschen weiterüben …“ Er lächelte.

„Mir ist das hier draußen nur ein bisschen zu viel Publikum“, sagte er dann und nahm ihre Hand. Er führte sie in seine Wohnung.

Doch als sich die beiden küssend dem Schlafzimmer näherten, hielt Lukas plötzlich inne.

„Ich kann nicht“, flüsterte er. „Sei mir nicht böse, aber … Es ist nicht richtig.“ Mia schluckte.

„Ich dachte, du seist kein Feigling“, sagte sie dann und versuchte, mit ihm zu flirten. So schnell wollte sie einfach nicht aufgeben.

„Ich möchte das einfach nicht“, erklärte er ernst. „Ich bin noch nicht so weit.“

„Ist es wieder wegen deiner Ex?“, stöhnte Mia. Er nickte stumm. Sie war sichtlich gekränkt. „Wenn du meinst, dass es besser ist, ihr nachzutrauern …“ Matt zuckte er mit den Schultern. „Willst du wirklich, dass ich gehe?“, versuchte sie ein letztes Mal, ihn umzustimmen.

„Ja. Es tut mir leid.“ Mia rümpfte die Nase und verließ ohne ein weiteres Wort die Wohnung.

Schlecht gelaunt setzte sie sich an die Bar und bestellte ein Glas Weißwein. Simon, der Geschäftsführer, bediente sie – die Grippewelle, die im Hotel grassierte, sorgte dafür, dass er kurzfristig in seinem alten Job einspringen musste.

Nils Heinemann trat nun ebenfalls an die Bar und bestellte zwei Flaschen Wasser. Dann erst bemerkte er Mia und begrüßte sie freundlich.

„Danke noch mal“, sagte er zu ihr. „Für die Bilder und dafür, dass du geschwiegen hast.“ Es war Mias Verdienst, dass Katjas Tarnung nicht aufgeflogen war.

„Schon okay.“ Resigniert winkte sie ab.

„Und? Schon Fortschritte gemacht in Sachen Lukas Zastrow?“ Mia schnaubte verächtlich.

„Wir haben uns geküsst, er hat mich mit zu sich nach Hause genommen … Aber dann fiel ihm plötzlich ein, dass er nach wie vor unsterblich in seine Ex verliebt ist. Also hat er mich rausgeschmissen.“ Simon versuchte hinter der Theke, alles genau mit anzuhören.

„Das heißt, Sie geben auf?“, fragte Nils.

„Was soll ich machen?“, seufzte Mia und nahm einen großen Schluck von ihrem Weißwein.„Lukas hängt noch an seiner Ex. Und eigentlich finde ich das ja sogar ganz süß … Mehr als eine Ablenkung von seinem Liebeskummer wäre ich sowieso nicht gewesen.“ Und darauf konnte sie verzichten.

Sandra lag derweil schluchzend auf ihrem Bett. Aber was hatte sie denn erwartet? Dass Lukas ihr ein Leben lang hinterhertrauerte und allein blieb? Doch dass er sich so schnell tröstete, hatte sie nicht erwartet … Und sie wollte ihm noch vorschlagen, heimlich zusammen zu sein. Damit seine Mutter nichts merkte. Aber so lange hatte er offensichtlich nicht warten können.

Kurz darauf kam Simon zu Besuch und berichtete Sandra, was er an der Bar aufgeschnappt hatte: Dass nichts gelaufen sei zwischen Lukas und dieser Mia, weil Lukas noch viel zu sehr an Sandra hing.

„Er liebt dich nach wie vor“, stellte Simon fest. „Warum machst du nicht einfach, was du vorhattest? Du liebst ihn doch auch!“

„Ja, schon, aber …“ Sandra hatte inzwischen wieder all ihren Mut verloren. Am Fürstenhof konnte man einfach nichts geheim halten, schon gar nicht vor Lukas’ Mutter. „Wenn wir wieder zusammen wären, heimlich …“ Sandra schüttelte den Kopf. „Sie bekommt es raus, und dann bringt sie ihren eigenen Sohn hinter Gitter! Für mich und Lukas gibt es nur eine Zukunft, wenn der wahre Täter gefasst wird.“

„Aber die Polizei wird kaum noch etwas machen“, entgegnete Simon. „Für die steht fest, dass Rosalie Selbstmord begehen wollte.“

„Nur wenn Lukas’ falsches Alibi aufflöge, würde die Polizei die Ermittlungen wieder aufnehmen.“ Sandra klang fatalistisch. Niemals würde sie beweisen können, was damals tatsächlich passiert war. Warum konnte Rosalie nicht einfach aufwachen? Dann könnten endlich alle Fragen geklärt werden. „Wahrscheinlich ist es wirklich das Beste, wenn Lukas geht. Dann ist es vorbei. Und irgendwann tut es vielleicht auch nicht mehr so weh.“

Michael hatte Tanja auf den Kopf zugesagt, dass er sich sicher sei, dass sie etwas für ihn empfinde. Und sosehr sie auch protestierte – er blieb dabei.

„Du willst mich doch genauso wie ich dich!“, beharrte er. „Warum gibst du nicht endlich zu, wie es wirklich in dir aussieht?!“

„Weil es nichts zuzugeben gibt!“, behauptete sie. „Und jetzt – geh bitte! Ich kann nicht mehr.“

„Weißt du, was?“, schnaubte er. „Mir geht es genauso. Ich kann so auch nicht weitermachen.“

„Ich bin eine verheiratete Frau.“Verzweiflung lag in Tanjas Stimme. „Und ich liebe Nils!“

„Tust du das?“, hakte Michael nach. Sie nickte. Er legte seine Hände auf ihre Schultern. „Glaubst du, dass du so wirklich glücklich wirst?“ Sie kämpfte mit sich. Doch bevor sie ihm eine Antwort geben konnte, kam Nils nach Hause. Der Fitnesstrainer bemerkte die angespannte Stimmung zwischen den beiden sofort.

„Störe ich?“, fragte er.

„Nein“, erwiderte Tanja eilig. „Michael wollte sowieso gerade gehen.“ Nils runzelte die Stirn. „Wir hatten eine kleine Auseinandersetzung wegen Fabien. Nichts weiter.“

„Worüber habt ihr denn gestritten?“, wollte Nils wissen, nachdem der Doktor gegangen war.

„Ach …“ In Tanjas Kopf arbeitete es fieberhaft. „Wegen Fabien. Michael wollte morgen außerplanmäßig zum Fußball mit ihm.“

„Und?“, wunderte sich ihr Mann.

„Es geht nicht. Es gibt einen Besuchsplan, an den er sich zu halten hat“, sagte sie. Nils runzelte die Stirn.

„Aber du bist krank!“, meinte er dann. In der Tat war Tanja noch immer stark erkältet. „Du kannst morgen doch sowieso nichts mit dem Kleinen unternehmen. Fabien würde es bestimmt Spaß machen, Fußball zu spielen. Und dir täte die Ruhe gut.“ Tanja fühlte sich in die Ecke gedrängt und wurde trotzig.

„Noch einmal: Wir haben einen Plan erstellt. Für ein Kind in Fabiens Alter ist es wichtig, seinen Vater regelmäßig zu sehen. Und nicht nur dann, wenn es dem gnädigen Herrn passt. Und jetzt wäre ich froh, wenn wir das Thema wechseln könnten.“ Nils gab sich fürs Erste geschlagen.

Charlotte hatte Alfons von Cosimas Plan erzählt: Ihre Erzfeindin wollte Werner als Geschäftsführer einsetzen, jetzt, nachdem Lukas Zastrow gekündigt hatte. Und Charlotte wusste nicht, was sie von der ganzen Sache halten sollte.

„Nachdem Cosima uns ihr wahres Gesicht mehr als einmal gezeigt hat …“, seufzte sie. „Ich nehme ihr diese plötzliche Freundschaft zu Werner einfach nicht ab. Dahinter steckt etwas anderes.“

„Wenn sie sich bei ihm lieb Kind macht, könntest du ganz schnell außen vor sein“, warnte sie Alfons. Charlotte hatte die gleiche Befürchtung.

„Cosima will Werner und mich gegeneinander ausspielen“, vermutete sie.

„Glaubst du denn, er würde zulassen, dass sie einen Keil zwischen euch treibt?“, wollte Alfons wissen.

„Wir kennen Werner beide.“ Charlotte machte sich nichts vor: Ihr Exmann konnte noch nie von seinen unsauberen Geschäftsmethoden abrücken. „Aber die Bank hat mich nicht umsonst als Direktorin eingesetzt. Ich trage die Verantwortung, wenn etwas schiefläuft.“

„Ob die überhaupt zustimmen?“, gab Alfons zu bedenken. Vielleicht würde die Bank ja gar nicht einwilligen, Werner Saalfeld als Geschäftsführer des Fürstenhofs einzusetzen – nachdem er seine Direktorenstelle verloren hatte.

„Was sollten sie dagegen haben?, fragte Charlotte. Lukas Zastrow hatte um die sofortige Auflösung seines Arbeitsvertrags gebeten. Und seine Mutter hat eingewilligt. „Simon kann den Posten unmöglich allein ausfüllen.“ Werner war wirklich die einzige Alternative, da konnte Charlotte noch so viele Magenschmerzen haben.

„Willst du es dir nicht noch einmal überlegen?“, fragte Cosima zur selben Zeit ihren Sohn.

„Da gibt es nichts mehr zu überlegen“, knurrte Lukas.

„Alles nur wegen dieses dummen Blumenmädchens“, sagte sie giftig.

„Sie heißt Sandra!“ Lukas klang gereizt.

„Einfach so deine Karriere hinzuwerfen …“ Aber er hielt es nun mal keinen Tag länger im Fürstenhof aus. „Aber du hast eine Verantwortung, Rosalie gegenüber“, ermahnte ihn seine Mutter. „Du verwaltest ihre Anteile.“ Er nickte. „Hast du dir darüber schon Gedanken gemacht? Wenn du möchtest … Ich könnte das natürlich für dich übernehmen.“

„Das würde dir so passen“, erwiderte er herablassend.

„Ich biete dir lediglich meine Hilfe an“, behauptete sie beleidigt. „Wenn du nicht mehr vor Ort bist …“

„… bedeutet das nicht, dass ich aus der Welt bin“, beendete Lukas ihren Satz und fügte hinzu: „Wenn wichtige Entscheidungen anstehen, könnt Herr Saalfeld und du mich jederzeit anrufen.“

„Wie du meinst.“ Cosima versuchte, ihre Unzufriedenheit zu verbergen. „Wie geht es Rosalie denn? Gibt es immer noch nichts Neues?“

„Keine Veränderung, nein.“ Lukas seufzte. „Der Arzt, mit dem ich gestern gesprochen habe, hat nur noch wenig Hoffnung, dass sie je wieder aufwacht.“ Er ahnte ja nicht, dass das die beste Nachricht war, die er seiner Mutter überbringen konnte …

Ben hatte Post von seiner Mutter bekommen. Barbara schrieb ihm aus dem Gefängnis, wie sehr sie ihn vermisste. So traurig hatte bisher noch keiner ihrer Briefe geklungen. Ben war niedergeschlagen. Mitfühlend legte Katja den Arm um ihn. Sie waren bei ihm zu Hause in der Dachkammer, Simon würde sobald nicht nach Hause kommen. Deshalb musste sie im Augenblick nicht Kai Krone spielen.

„Wir sind schon ein Pärchen …“ Bens Stimme klang bitter. „Mutter und Vater im Knast …“ Katja nickte bedrückt. Wenigstens konnte Ben seine Mutter im Gefängnis besuchen! Sie konnte sich bei ihrem Vater nicht einmal blicken lassen, weil man sie dann sofort auch verhaften würde.

„Ich hätte mir viel früher ein Beispiel an Nils nehmen sollen“, seufzte sie. „Er hat sein Leben wenigstens im Griff.“ Wie gern hätte sie selbst ein normales Leben geführt! Gemeinsam mit Ben, in einer eigenen Wohnung … „Aber bis meine Brüche verjährt sind …“ Liebevoll zog Ben sie in seine Arme. Natürlich wünschte auch er sich eine leichtere Situation. Aber er liebte Katja. Und wenn sie weiterhin das schwule Paar spielen mussten, um zusammen sein zu können, dann würde er das tun.

Abends lag Sandra im Bett und lauschte den Klängen von „Without You“.Das war Lukas’ und ihr Lied. Warum konnten sie nicht einfach abhauen? Und irgendwo, wo sie niemand kannte, glücklich sein? Aber dann würde Lukas’ Mutter sofort ihre Drohung wahr machen. Und sie beide wären fortan immer auf der Flucht … Es hatte keinen Sinn, Sandra musste das endlich akzeptieren. Je eher Lukas hier verschwand, desto schneller würde sie ihn vergessen. Es war keine Liebe stark genug, um sich gegen eine so böse Schwiegermutter zu behaupten.

Auch Lukas hörte zum letzten Mal das Lied, das ihn mit Sandra verband. Und auch er spürte, dass er sich von ihr lösen musste – wollte er nicht für immer unglücklich bleiben. Also nahm er die CD aus dem Player und zerbrach sie. Morgen würde er den Fürstenhof für immer verlassen.

Früh am nächsten Tag ging er ins Gewächshaus. Sandra war schon dort und strich gedankenverloren über die junge Pflanze, aus der hoffentlich einmal eine Ludovika werden würde.

„Ich wollte mich von dir verabschieden“, sagte er leise. Sie nickte. Sie wusste, er würde heute noch fahren. „Ich wünsche dir, dass du glücklich wirst …“, sagte er. Es war alles andere als leicht für ihn, aber er hielt ihr die Hand hin und lächelte sie tapfer an. Sandra zögerte. Dann atmete sie zitternd aus und ergriff seine Hand.

„Dir auch viel Glück“, flüsterte sie. Die beiden sahen einander in die Augen, und jeder kämpfte für sich darum, die aufsteigende Verzweiflung vor dem anderen zu verbergen. Schließlich zog Sandra ihre Hand zurück. Enttäuscht ging Lukas davon – er drehte sich nicht noch einmal um. Da brach Sandra zitternd zusammen und weinte lautlos vor sich hin.

Sie hatte sich in ihr Zimmer geflüchtet. Simon kam herein und nahm sie in den Arm. Er hatte es eben gehört, dass Lukas Zastrow heute noch den Fürstenhof verlassen wollte.

„Es ist besser so“, sagte Sandra schluchzend und bebte am ganzen Körper. Tapfer versuchte sie, Haltung zu bewahren, doch dann brach es nur so aus ihr heraus. „Ich weiß einfach nicht, wie ich ohne Lukas leben soll! Wenn ich ihn nie wieder sehe … Ich dachte, ich schaffe es, aber Simon … Es ist so furchtbar!“

„Ich weiß …“ Ihr Cousin hielt sie einfach nur fest.

„Ich habe ihn für immer verloren. Und es fühlt sich so schrecklich an.“ Sandra klammerte sich an Simon und weinte bitterlich. Und er starrte nachdenklich ins Leere.

„Hast du dir das wirklich gut überlegt?“ Michael hätte seinen Freund und Mitbewohner gern im Fürstenhof behalten. Aber Lukas hielt hier einfach nichts mehr. Seine Möbel wollte er fürs Erste bei Michael in der Wohnung lassen und nur das Nötigste mitnehmen.

„Soll ich mir vielleicht anschauen, wie Sandra mit ihrem neuen Liebhaber rumturtelt?“, knurrte er. Michael konnte ihn gut verstehen.

„Mir geht es nicht viel anders.“ Er erzählte Lukas, dass er Tanja gestern noch einmal zur Rede gestellt hatte, und sie wieder behauptete, nichts als Freundschaft für ihn zu empfinden.

„Was erwartest du denn von ihr?“, fragte Lukas.

„Sie soll endlich zugeben, dass sie mich liebt!“, rief Dr. Niederbühl.

„Vielleicht solltest du endlich akzeptieren, dass sie verheiratet ist!“, entgegnete Lukas bestimmt. „Und zwar mit Nils Heinemann, nicht mit dir. Soll sie jetzt etwa ihren Ehemann, den sie gerade erst geheiratet hat, mit dir betrügen, oder wie stellst du dir das vor?“

„Du hast Rosalie ja auch kurz nach eurer Hochzeit mit Sandra betrogen“, erwiderte Michael gereizt.

„Moment mal! Bei uns lagen die Dinge komplett anders als bei Tanja und dir!“ Michael seufzte und ließ sich aufs Sofa fallen. Er wusste doch selbst nicht mehr, was er tun sollte. „Auch wenn es wehtut – du musst dir eingestehen, dass es keinen Sinn mehr hat, um Tanja zu kämpfen. Man kann niemanden zur Liebe zwingen.“ Lukas wusste, wovon er sprach, denn er hatte ja schon versucht, Sandra die Pistole auf die Brust zu setzen. Ohne Erfolg.

Tanja trank unterdessen eine Tasse Tee mit Hildegard. Frau Sonnbichler erkundigte sich nach Dr. Niederbühl. „Was soll mit ihm sein?“ Das Zimmermädchen fühlte sich ertappt.

„Hat er nicht mit dir gesprochen?“, wunderte sich Hildegard. „Er war ziemlich wütend, als er mich mit Fabien gesehen hat. Und du ihn nicht mal gefragt hast, ob …“

„Doch, ich habe mit ihm gesprochen!“, unterbrach sie Tanja schnell. „Besser gesagt, gestritten. Weil er wieder gefragt hat, ob ich nicht doch Gefühle für ihn hätte.“

„Und?“ Forschend blickte Hildegard ihr ins Gesicht.

„Ich hab natürlich Nein gesagt“, erzählte Tanja.

„Aber er hat dir nicht geglaubt?“, bohrte Frau Sonnbichler weiter nach.

„Er muss es einfach kapieren. Ich bin mit Nils verheiratet.“ Das Zimmermädchen gab sich tapfer und eisern. „Und ich will meine Ehe nicht aufs Spiel setzen. Ich bin ja … glücklich.“ Hildegard Sonnbichler war ganz Tanjas Meinung und tätschelte ermutigend ihre Schulter. „Ach, Frau Sonnbichler …“ Tanja wirkte auf einmal ganz verzweifelt. „Als ich hergekommen bin … Ich habe mir so gewünscht, dass ich Fabiens Vater finde. Dass wir uns ineinander verlieben und eine ganz normale, glückliche, kleine Familie werden würden. Und dann kam Nils. Und dann Michael. Und jetzt ist alles so kompliziert.“

„Solange du weißt, was du willst …“, sagte Frau Sonnbichler. Tanja schluckte.

„Das weiß ich“, behauptete sie dann und richtete sich auf. „Und Michael … Irgendwann wird er einsehen, dass es keinen Sinn hat.“

2. KAPITEL

Charlotte hatte mit Herrn Fuchs von der Hausbank gesprochen: Von dessen Seite gab es keine Bedenken, Werner als Geschäftsführer einzusetzen. Also legte sie ihrem Exmann einen Arbeitsvertrag vor und bat auch Cosima zu diesem Treffen.

„Uns allen liegt der Fürstenhof sehr am Herzen“, sagte Charlotte, nachdem jegliche Unterschriften geleistet worden waren. „Das Haus, in dem ich aufgewachsen bin, das Werner zu einem der führenden Hotels gemacht hat … Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit.“

„Worauf du dich verlassen kannst“, versicherte Werner.

„Dank Cosimas Einsatz haben wir es doch noch geschafft, zu den besten Luxushotels zu zählen“, fuhr sie fort. „Wir sollten alles dafür tun, um diesen Platz zu behalten.“

„Wir werden ihn nicht nur weiterhin behaupten – wir werden ihn sogar ausbauen.“, sagte Werner. Er war zuversichtlich, dass für den Fürstenhof von nun an wieder bessere Zeiten anbrechen würden. Und auch Cosima gab sich einvernehmlich.

„Auch ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit“, heuchelte sie. „Und ich wäre froh, wenn wir die bisherigen Reibereien beilegen könnten.“

„Von meiner Seite jederzeit gerne.“ Werner lächelte sie an, doch hundertprozentig glaubte er ihr jedoch nicht.

Und auch Charlotte war sich immer noch nicht ganz sicher, was sie von ihrem Exmann halten sollte. Sie ließ Simon zu sich rufen.

„Werner hat seinen Vertrag unterschrieben“,berichtete sie.

„Das heißt, der alte Gauner sitzt wieder im Sattel.“ Simon war sichtlich erleichtert, die Geschäftsführung des Hotels nicht allein verantworten zu müssen. Aber Charlotte hatte einen Auftrag für ihn.

„Ich traue Cosima nicht“, erklärte sie. „Und Werner frisst ihr im Moment förmlich aus der Hand. Sie hat ihn wieder aufs Pferd gesetzt. Das ist alles, was für ihn zählt. Ich kann also auch Werner im Moment nicht trauen.“ Sie bat Simon, ihm bei der Arbeit auf die Finger zu schauen. „Ich weiß, das ist viel verlangt. Werner ist dein Onkel und du fast so was wie ein Sohn für ihn. Aber ich habe Angst, von den beiden ausgebootet zu werden.“ Simon fühlte sich unwohl in seiner Haut. „Ich würde dich nicht darum bitten, wenn ich eine andere Lösung sähe“, fügte sie hinzu. „Ich brauche deine Hilfe …“

Die Arbeit am Kochbuch machte Fortschritte. Hildegard genoss es, gemeinsam mit André über den Rezepten ihrer Großmutter zu sitzen.

„Es läuft alles bestens“, sagte sie zu Alfons. Sie hatte auch keine Angst mehr, dass André sie in irgendeiner Form über den Tisch ziehen würde. „Und eines muss man ihm wirklich lassen: Er ist ein Spitzenkoch. Manches Rezept würdest du nicht mehr wiedererkennen. Er hat da wirklich Schwung reingebracht.“ Alfons wünschte sich nichts mehr, als dass seine Frau mit dem Kochbuchprojekt erfolgreich sein würde. Aber er war sich nicht sicher, ob man André Konopka wirklich trauen konnte. Das würde die Zukunft zeigen …

Nils hatte Tanja zu einem Spaziergang im Park überredet – die frische Luft würde ihr guttun, da war er sich sicher. Doch draußen kam ihnen ausgerechnet Dr. Niederbühl entgegen. Nils begrüßte ihn freundlich und bat ihn, einen Moment stehen zu bleiben.

„Ich weiß, Sie wären heute gern mit Fabien zum Fußball gegangen …“ Irritiert verzog Michael das Gesicht. „Und es tut mir leid, dass es nicht geklappt hat. Ich finde, Sie und Tanja sollten sich aussprechen.“

„Wir machen das schon, bei Gelegenheit.“, ergriff Tanja das Wort. Sie fühlte sich wie auf glühenden Kohlen. Aber Nils ließ einfach nicht locker. Er schlug vor, dass Michael und sie im Park eine Runde drehen sollten.

„Dann hättet ihr Zeit, mal in Ruhe alles zu besprechen“, sagte er gutgläubig. „Es ist doch auch in Fabiens Sinn, wenn sich seine leiblichen Eltern nicht ständig in den Haaren liegen.“ Unsicher blickte Michael zu Tanja.

„Wenn du nichts dagegen hast?“, fragte er. Gezwungenermaßen stimmte sie zu. Aber auch Michael war nicht wohl bei der Sache. Und als jetzt sein Telefon klingelte und einer seiner Patienten um einen Hausbesuch bat, täuschte er Nils und Tanja gegenüber einen Notfall vor, der auf der Stelle seine ärztliche Hilfe erfordere. Das Zimmermädchen war sichtlich erleichtert.

„Schade“, meinte Nils enttäuscht. „Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.“

Gegen Mittag fuhr das Taxi vor, mit dem Lukas abreisen wollte. Seine Mutter brachte ihn vor die Tür.

„Grüß bitte den Rest der Belegschaft von mir“, bat er sie. „Die Abendschicht und … den Rest eben.“ Sie nickte und heuchelte mütterliches Mitgefühl. Zum Abschied gab er ihr einen unverbindlichen Kuss auf die Wange und wünschte ihr alles Gute.

„Das wünsche ich dir auch“, erwiderte sie. „Und versprich mir, dass du bald über Sandra hinwegkommen wirst.“ Er presste die Lippen zusammen und wollte schon ins Taxi einsteigen, da kam ein Page auf ihn zugerannt.

„Herr Zastrow!“ Ein Brief war für Lukas an der Rezeption abgegeben worden. Ein Brief ohne Absender. Stirnrunzelnd riss er das Kuvert auf.

„Sandra liebt Sie!“, stand da geschrieben. „Sie hat nie aufgehört, Sie zu lieben. Und wenn Sie sie auch lieben, dann bleiben Sie hier und kämpfen sie um sie. Ein Freund.“ Überfordert ließ Lukas das Schreiben sinken.

„Was ist?“, fragte Cosima verunsichert. „Willst du nicht ins Taxi steigen?“ Hin- und hergerissen sah er seine Mutter an. „Was ist denn los?“, wollte sie nun leicht gereizt wissen. „Was steht in diesem Brief?“ Ein versonnenes Lächeln ging über sein Gesicht. „Es scheint ja ein ganz außerordentliches Machwerk zu sein, wenn es dir dermaßen die Sprache verschlägt“, sagte seine Mutter kalt.

„Wie es aussieht, bleibe ich.“ Gelassen faltete er den Brief zusammen, ohne dass sie auch nur einen einzigen Blick darauf werfen konnte.

„Du bleibst?“, wiederholte sie ungläubig. „Was ist denn das schon wieder für eine Schnapsidee?“

„Lass mal, Mutter …“ Lukas war in Gedanken schon ganz woanders.

„Erst willst du Hals über Kopf alles aufgeben und schmeißt deinen Job hin – nur weil die kleine Floristin dich abserviert hat“, empörte sich Cosima. „Und jetzt bekommst du einen ominösen Brief, aufgrund dessen du alles wieder rückgängig machen willst?! Du machst dich ja lächerlich!“

„Das lass mal meine Sorge sein.“ Er drückte dem Taxifahrer einen Geldschein in die Hand, nahm seinen Koffer und verschwand Richtung Hotelpark. Misstrauisch und beunruhigt sah sie ihm hinterher. Was hatte das nun wieder zu bedeuten?

Jetzt war Lukas weg. Sandra kauerte im Gewächshaus und wischte sich immer wieder eine Träne aus dem Gesicht. Sie durfte gar nicht daran denken, dass sie Lukas vielleicht niemals wiedersehen würde. Vielleicht hätte sie es ja doch riskieren und ihm sagen sollen, dass seine fürchterliche Mutter an allem schuld war. Aber jetzt war es zu spät. Da hörte sie plötzlich ein leises Klopfen an der Scheibe und blickte auf.

„Lukas!“ Er hatte schon eine Weile dort gestanden und sie beobachtet. Nun kam er herein. „Ich habe gedacht, ich sehe dich nie wieder …“, flüsterte sie. Er ging auf sie zu, nahm ihre Hand und sah ihr tief in die Augen.

„Ich kann doch nicht gehen, wenn die Frau, die ich unendlich liebe, zurückbleibt“, sagte er zärtlich. „Vor allem, weil ich weiß, dass sie genauso leidet. Auch wenn sie es ständig abstreitet.“ Hastig entzog sie ihm ihre Hand. „Geht das schon wieder los?“, seufzte er.

„Lukas … Das mit uns ist endgültig vorbei.“ Es kostete sie so viel Kraft, ihn so anzulügen. Und er schüttelte nur den Kopf.

„Ich habe Augen im Kopf“, erklärte er gelassen. „Du hast eben geweint. Wenn ich dir egal wäre, würdest du das nicht tun.“

„Abschiede sind immer traurig …“, versuchte sie, sich herauszureden.

„Du brauchst Zeit, okay.“ Er konnte warten. Aber aufgeben würde er auf gar keinen Fall.

„Ich saß schon fast im Auto. Der Brief kam in allerletzter Sekunde. Hier …“ Lukas reichte Michael das anonyme Schreiben. Dr. Niederbühl freute sich natürlich sehr darüber, dass sein Mitbewohner ihm nun doch erhalten blieb.

„Merkwürdiger Zufall“, meinte er, nachdem er den Brief gelesen hatte. „Was ist, wenn sich jemand einen schlechten Scherz mit dir erlaubt?“

„Wer denn?“, entgegnete Lukas. „Meine Mutter bestimmt nicht. Ihr wäre es am liebsten gewesen, ich hätte ihr die Verwaltung von Rosalies Anteilen übertragen. Das war das Erste, was ihr zu meiner Entscheidung eingefallen ist.“

„Auch wenn ich froh bin, dass du bleibst …“ Michael wirkte nachdenklich. „Du weißt, du hast hier nicht nur Freunde.“

„Du denkst an den alten Saalfeld.“ Der hätte es sicher begrüßt, wenn Lukas endgültig aus dem Blickfeld seiner Tochter verschwunden wäre. „Aber es stimmt, was in dem Brief steht! Ich habe doch die ganze Zeit selbst gespürt, dass Sandra noch etwas für mich empfindet.“

„Du bist dir deiner Sache anscheinend sehr sicher.“ Das war Lukas.

„Sandra hat sogar geweint, weil sie dachte, ich sei weg.“

„Selbst wird sie den Brief wohl kaum geschrieben haben“, überlegte Michael. Das war Lukas auch klar.

„Jedenfalls hat mich der- oder diejenige auf die richtige Spur gesetzt.“ Seine Stimme wurde feierlich. „Ich bleibe, bis Sandra sich endlich zu mir bekennt. Ich habe Zeit.“

„Viel Glück“, wünschte ihm sein Freund. „Du wirst es brauchen.“

„Du anscheinend auch“, bemerkte Lukas. „Tanja schwirrt dir doch immer noch im Kopf herum.“

„Mehr, als mir lieb ist“, gab Dr. Niederbühl zu. „Aber sie hat sich nun mal für Nils Heinemann entschieden. Und sie scheint mit ihm glücklich zu sein.“

„Dann solltest du sie dir besser endgültig aus dem Kopf schlagen“, fand Lukas.

„Wenn das so einfach wäre …“ Gefühle würden sich leider nicht einfach so an- und ausknipsen lassen.

Werner war allerbester Laune: Nun war es amtlich, dass er am Fürstenhof wieder etwas zu sagen hatte. Als Geschäftsführer. Glücklich präsentierte er seinem Bruder den unterschriebenen Vertrag. André freute sich aufrichtig für ihn, war aber vor allem mit sich selbst und seinem Aufzug beschäftigt.

„Heute werden nämlich die Aufnahmen für das Kochbuchcover gemacht“, berichtete er aufgeregt. Er hatte gleich den Termin mit dem Fotografen.

„Das ging jetzt aber schnell“, bemerkte Werner.

„Wenn du mich ganz lieb bittest, bekommst du vielleicht sogar ein Exemplar mit Widmung.“ Der Chefkoch zwinkerte ihm zu.

„Ach, so ist das.“ Werner lachte. „Der Meister der Töpfe träumt bereits heimlich vom Ruhm und einer eigenen Kochshow im Fernsehen. Aber mir soll’s recht sein. Solange du deinen Job nicht vernachlässigst.“ Morgen sollte das Vorstandstreffen eines Pharmakonzerns mit anschließendem Bankett im Fürstenhof stattfinden.

„Dafür ist bereits alles vorbereitet. Die Menüfolge steht fest. Und einer möglichen Katastrophe habe ich schon vorgebeugt.“ Fragend zog der Senior die Augenbrauen hoch. „Bei meinem Eierlieferanten gab es leider einen Salmonellenfall“, erklärte André. „Jetzt guck nicht so, ich habe natürlich auf der Stelle einen anderen beauftragt.“

„Und die alte Lieferung wurde hoffentlich komplett entsorgt?“, fragte sein Bruder besorgt.

„Das steht ganz oben auf der Liste.“ André wollte sich später höchstpersönlich darum kümmern.

Hildegard platzte sofort der Kragen, als sie in die Küche kam und sah, dass der Chefkoch in voller Montur für den Fotografen posierte. Er hatte ihr nichts von dem Fototermin gesagt. Schließlich gehörte sie genauso mit aufs Cover für das Kochbuch!

„Sie haben schließlich die Rezepte von meiner Großmutter übernommen!“, ereiferte sie sich.

„So ein Unsinn!“, entgegnete André verächtlich. „Ich habe die Rezepte Ihrer werten Oma akribisch überarbeitet, damit sie heutzutage überhaupt noch bestehen können.“ Aber Hildegard ließ das nicht gelten. Sie wollte mit aufs Umschlagsbild, basta! „Jetzt machen Sie mal halblang! Diese Rezepte waren nur eine Inspirationsquelle, mehr nicht.“

„Sie versuchen wieder einmal, die Tatsachen zu Ihren Gunsten zu verdrehen!“, warf Hildegard ihm vor. „Aber nicht mit mir! Am besten machen Sie direkt einen neuen Termin mit dem Fotografen aus.“ Er dachte gar nicht daran. Da betrat der neue Eierlieferant die Küche – die von Salmonellen befallenen Eier waren noch immer nicht entsorgt worden. „Die stehen noch hier rum?“ Hildegard war fassungslos.

„Lassen Sie das bitte meine Sorge sein“, knurrte der Chefkoch.

„Ihr Verhalten ist grob fahrlässig!“, rief sie aufgebracht. „Nicht auszudenken, wenn die falschen Eier versehentlich weiterverarbeitet werden!“

„Wollen Sie mir jetzt auch noch vorschreiben, wie ich meinen Job zu machen habe?!“, sagte er giftig. Aber immerhin schnappte er sich den Karton mit den verdorbenen Eiern und trug ihn nach draußen.

Sandra hatte einen Termin bei Michael: Der Arzt entnahm ihr Blut für einen neuen Labortest.

„Organisch sieht alles gut aus“, meinte er. „Sie müssen keine Bedenken mehr haben wegen einer Abstoßungsreaktion. Und auch, was die Blutuntersuchung angeht, müssen Sie sich keine Gedanken machen.“ Bislang seien Sandras Werte schließlich auch immer in Ordnung gewesen. Trotz dieser guten Aussichten wirkte sie bedrückt. „Wenn ich Ihnen sonst noch helfen kann …“

„Das kann niemand“, sagte sie leise. „Trotzdem danke.“ Sie wollte schon aufstehen, aber er hielt sie zurück.

„Ihre Psyche spielt bei Ihrer Erkrankung eine enorme Rolle, das dürfen Sie nie vergessen“, mahnte er. „Sie sollten damit sehr pfleglich umgehen. Das ist nicht immer leicht, ich weiß.“ Sie nickte unbestimmt. „Die Trennung von Lukas nimmt Sie doch mehr mit …“

„Wir … Es hat nicht funktioniert. Leider.“ Sandra wäre am liebsten in einem Mauseloch verschwunden.

„Sind Sie sich ganz sicher?“ Sie wand sich unter Michaels prüfendem Blick. „Darf ich Ihnen einen Rat geben? Hören Sie auf das, was Ihr Herz Ihnen sagt. Es weiß am besten, was richtig für Sie ist.“ Beinahe panisch verabschiedete sich Sandra und verließ fluchtartig die Praxis. Nachdenklich blickte Michael ihr nach. Lukas hatte recht: Diese Frau liebte ihn noch immer. Anders konnte man sich Sandras Zustand wirklich nicht erklären.

Cosima hatte sich derweil in die Wohnung ihres Sohnes geschlichen und den Brief gesucht, der ihn heute Mittag von seiner Abreise abgehalten hatte.

„So haben wir nicht gewettet, Fräulein!“, zischte sie, nachdem sie das Schreiben auf dem Couchtisch entdeckt und überflogen hatte. Für sie stand außer Frage, dass Sandra diese Zeilen selbst geschrieben hatte. Kurz entschlossen steckte Cosima den Brief ein und verließ die Wohnung.

„Fräulein, ich habe Sie gewarnt!“ Cosima wedelte aufgebracht mit dem Brief unter Sandras Nase herum. „Oder wollen Sie dafür verantwortlich sein, dass Ihr Liebster den Rest seiner Tage im Knast verbringt?“ Sandra überflog irritiert das Schreiben. Jetzt erst begriff sie, warum Lukas nun doch am Fürstenhof geblieben war.

„Lassen Sie mich in Ruhe!“, fauchte sie. „Ich war das nicht. Ich weiß, dass Sie Lukas in der Hand haben. Ich würde ihn niemals in Gefahr bringen!“ Cosima lächelte böse, sie glaubte Sandra kein Wort.

„Nun ja, mit guter Führung ist er vielleicht nach acht Jahren wieder draußen“, säuselte sie. „Aber nur für den Fall, dass Sie sich Illusionen hingeben … Der Zahn der Zeit wird auch an Ihnen nagen, meine Liebe.“

„Was habe ich Ihnen eigentlich getan?“, brach es nun aus Sandra heraus. „Warum wollen Sie mich unbedingt loswerden? Und opfern sogar Ihren Sohn dafür?“

„Es reicht, dass es Sie gibt“, erklärte Cosima voller Eiseskälte.

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