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Glücklicher Aufbruch

1. KAPITEL

Langsam löste sich Miriam aus den Armen ihres Freundes und starrte ihn fassungslos an. Er deutete ihren Blick falsch.

„Was ist mit dir?“, wollte er besorgt wissen. „Hast du dich verletzt?“ Doch sie musste ihn immer weiter ansehen. Tränenspuren auf seinen Wangen verrieten, dass er geweint hatte. Geweint! Dabei hatte er doch seit dem Koma gar nichts mehr fühlen können! Sogar ihre Liebe hatte er vergessen …

„Mir geht es gut“, flüsterte sie. „Aber was ist mit dir?“

„Ich habe gedacht, du wärst bewusstlos … oder …“ Er konnte den Satz nicht zu Ende bringen. Als er Miriams Pferd reiterlos im Wald entdeckt hatte, war er panisch geworden. Endlich hatte er sie auf dem Boden liegend gefunden, gestürzt, als Othello gestolpert war. „Ich hatte schreckliche Angst um dich“, erklärte er weiter. „Um die Frau, die ich … liebe. Es ist wieder da!“

„Dein Gefühl? All deine Gefühle?“ Jetzt schossen auch ihr die Tränen in die Augen. Er nickte stumm und zog sie dann voller Leidenschaft an sich. „Ich bin so glücklich“, hauchte sie. „So wahnsinnig glücklich.“

„Ich auch“, bekräftigte er und küsste sie innig. Jetzt würde nichts und niemand sie mehr auseinanderbringen.

„Und du meinst, es ist wieder alles da, du fühlst wirklich alles?“, fragte Miriam von Neuem, als die beiden langsam Richtung „Fürstenhof“ gingen.

„Ich könnte gleichzeitig heulen und lachen“, bestätigte er sichtlich bewegt. „Ich bin so glücklich, dass ich dich ständig küssen möchte.“ Lachend schmiegte sie sich an ihn.

„Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Sturz vom Pferd mal so glücklich machen würde“, stellte sie fest.

„Gut, dass du mich daran erinnerst“, entgegnete er. „Du musst zu Gregor. Der soll sich deinen Hinterkopf ansehen.“

„Du musst dir keine Sorgen machen“, winkte sie ab. „Der Sturz war harmlos.“

„Ich will mir aber Sorgen machen!“, rief er euphorisch. „Und mich freuen und wütend sein, und traurig und …“

„Ist ja gut!“, unterbrach sie ihn lächelnd. „Hör auf!“

„Ich kann nicht!“, sprudelte er weiter. „Ich fühle Tausend Sachen! Vielleicht werde ich jetzt wahnsinnig.“

„Das warst du schon immer“, frotzelte sie, ließ sich dann aber doch überreden, Dr. Bergmeister einen Besuch abzustatten.

„Ist es schlimm? Muss sie ins Krankenhaus?“ Robert lief unruhig durch die Praxis, während sich Gregor Miriams Hinterkopf ansah.

„Machst du dir etwa Sorgen?“, versetzte der Arzt ironisch.

„Und wie!“

„Großartig!“, grinste Dr. Bergmeister, der sich schon sicher war, dass Roberts Freundin nichts Ernsthaftes geschehen war.

„Mach keine Witze!“, ereiferte sich der ehemalige Küchenchef. „Mit Kopfverletzungen ist nicht zu spaßen!“

„Robert, bitte!“, stöhnte Miriam.

„Wochenlang bringt dich nichts aus der Ruhe, und jetzt hüpfst du hier rum und machst uns die Hölle heiß“, erwiderte der Arzt und musterte seinen ehemaligen Patienten.

„Könntest du jetzt bitte meine Freundin weiter untersuchen?“, fuhr der ihn an, und es klang ganz und gar nach dem alten Robert.

„Sieht gut aus“, stellte Gregor lakonisch fest. „Aber erzähl mir lieber, wie genau es passiert ist – wieso sind deine Gefühle wieder da?“

„Ich habe Othello allein im Wald gesehen“, berichtete er, nun wieder ruhiger. „Und dann bin ich herumgeirrt, habe nach Miriam gesucht, nach ihr geschrien … Aber nichts. Und dann lag sie da, wie tot. Es war ein Schock! Ein Schlag in die Magengrube. Ich hatte Angst, Panik, die ganze Palette.“

Seine Freundin betrachtete ihn voller Wärme. „Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich schon früher vom Pferd gestürzt“, meinte sie.

„Bist du sicher, dass es Miriam gut geht?“, wollte Robert nun noch einmal wissen.

„Sie hat eine kleine Beule und vielleicht eine ganz leichte Gehirnerschütterung, aber morgen …“

„Bin ich wieder topfit!“, ergänzte Miriam den ärztlichen Befund.

Lächelnd schickte Gregor die beiden nach Hause. Dass eine große Liebe dazu in der Lage war, alle Hindernisse zu überwinden, sogar eine Beeinträchtigung in Roberts emotionalem Hirnzentrum zu heilen – das berührte ihn tief in seinem Herzen.

Robert steckte seine Freundin ins Bett und behandelte sie, als wäre sie ein zerbrechlicher Schatz – da konnte sie sich noch so sehr wehren und darauf beharren, dass mit ihr alles in Ordnung sei.

„Das muss ganz schön hart für dich gewesen sein“, sinnierte er und ließ sich neben ihr nieder. „Zuerst mein Zusammenbruch, die Operation …“

„Vor allem dein kurzer Herzstillstand“, gab sie zu.

Er nickte. „Und dann auch noch der Eisblock an deiner Seite …“

Sie spürte sofort einen Kloß im Hals, wenn sie daran dachte. Es war schrecklich gewesen, ihren Freund so gefühllos zu erleben.

„Jetzt ist alles gut“, tröstete er sie. „Was wäre bloß aus mir geworden, wenn du nicht vom Pferd gefallen wärst?“ Das wollte Miriam sich lieber nicht vorstellen. „Du hast mich gerettet“, fuhr er gerührt fort. „Schon wieder. Du siehst, ich kann ohne dich nicht leben. Und ich will es auch nicht.“

Eine Weile später war er eingeschlafen. Auch ihn hatten die Ereignisse dieses Tages erschöpft. Miriam hatte sich auf die Ellenbogen gestützt, um ihn zu betrachten. Er war wieder gesund! Sie hatte schon keine Hoffnung mehr gehabt. Bald würden sie gemeinsam nach Paris gehen – sie würde Tender Love herausbringen, und Robert würde ein Restaurant eröffnen. Sie würden heiraten, ein Leben lang zusammen sein, Kinder bekommen … Süße, rotzfreche Roberts! Jeden Tag würde sie mit ihm teilen, das versprach sie ihm in diesem Moment. Ihn sehen, hören, küssen … Sie konnte nicht genug von ihm kriegen. Am liebsten würde sie ihn wecken … Und da schlug der ehemalige Küchenchef auch schon die Augen auf.

„Ich kann deine Gedanken lesen“, sagte er leise und liebevoll.

„Glaube ich nicht“, erwiderte sie kokett.

„Ich weiß, was du dir jetzt wünschst …“ Und dann beugte er sich über sie und küsste sie so leidenschaftlich, dass die Welt um die beiden herum einfach versank …

Simon war außer sich vor Zorn. Sein Vater, der ihn für den nächsten Tag vollmundig zum Angeln eingeladen hatte, wollte nun doch einen Rückzieher machen – weil er an der Bar des „Fürstenhofs“ eine Frau kennengelernt hatte und sich lieber zu einem Tête-à-Tête verabreden wollte. Als André die Wut des Sommeliers bemerkte, ruderte er schnell zurück – doch Simon dachte gar nicht daran, sich auf die Beteuerungen des neuen Küchenchefs einzulassen. Er würde nur wieder zweite Wahl sein, sagte er sich.

„Er weiß vermutlich gar nicht, wie sehr er dich gekränkt hat“, meinte Viktoria, nachdem sie von ihrem Freund gehört hatte, was vorgefallen war.

„Klar weiß er das“, knurrte der Sommelier. „Aber es interessiert ihn nicht die Bohne.“

„Gib ihm eine Chance!“, riet sie.

„Wozu?“, hielt er dagegen. „Er ist egoistisch und wird es immer bleiben. Und wenn du wüsstest, was er schon alles gebracht hat, würdest du mich verstehen.“

„Erzähl mal!“, bat sie ihn.

„Keine Lust!“

Sie lächelte ihn an. „Das macht man aber, wenn man ein Paar ist“, neckte sie ihn. „Man erzählt sich, wie es im Kindergarten war, wie man sich das erste Mal verliebt hat, wie die Eltern so waren …“

„Meine Mutter hat ihm Tausend Chancen gegeben“, seufzte er. „Bis sie nicht mehr konnte …“

Die Geschäftsführerin wurde sogleich hellhörig. „Wie meinst du das?“, wollte sie wissen.

„Viktoria …“ Resigniert winkte er ab. „Ich bin froh, wenn ich den ganzen Mist vergessen kann. Ich will nicht darüber reden.“

„Manchmal hilft das aber“, beharrte sie.

„Keine Therapiestunde, bitte“, erwiderte er brüsk. „Das mit meiner Mutter geht nur mich und meinen Vater was an.“

Sie insistierte nicht weiter. Aber es war mehr als deutlich, dass ihr Freund etwas sehr Belastendes mit sich herumschleppen musste, wenn er so abweisend auf ihre Nachfragen reagierte.

Gregor hatte Tanja gesucht. Er musste das Zimmermädchen dringend etwas fragen.

„Sag mal, hast du in letzter Zeit was von Mike gehört?“, begann er vorsichtig.

„Nein, wieso?“ Betroffen blickte sie ihn an. „Ist was mit ihm?“

„Ich zahle doch nach wie vor meine Praxis an ihn ab“, sagte er. „Und meine letzte Überweisung ist zurückgebucht worden. Ich weiß nicht, warum.“

„Wir haben keinen Kontakt mehr“, erwiderte sie beklommen.

„Denkst du noch oft an ihn?“ Der Arzt spürte sofort, wie nahe Tanja das Thema ging.

„Eigentlich nicht.“ Sie schluckte. „Aber vor ein paar Tagen habe ich von ihm geträumt.“

„Und jetzt geistert er dir wieder im Kopf herum?“, hakte er nach.

Sie zuckte die Achseln und lächelte verkrampft.

„Über sein Handy ist er nicht erreichbar“, berichtete er weiter. „Hast du eine Telefonnummer von ihm?“

„Nur von seinen Eltern“, gab sie zur Antwort. „Ich suche sie dir raus, wenn du möchtest.“

„Das wäre nett“, erwiderte er. „Ich muss das klären.“

Tanja wühlte gerade in einem Karton mit Erinnerungen, die ihr aus der gemeinsamen Zeit mit Mike geblieben waren, da klingelte es an der Tür. Sie konnte es kaum glauben: Xaver war da! Und grinste wie ein Honigkuchenpferd.

„Überraschung!“

„Das glaube ich nicht!“, rief das Zimmermädchen und fiel ihm um den Hals. „Was machst du denn hier?“

„Das kann ich mir doch nicht entgehen lassen“, witzelte der ehemalige Page. „Du als werdendes Muttertier …“ Er sah sich in der Wohnung um und entdeckte ein Foto von Mike, das Tanja auf den Tisch gelegt hatte. „Hast du wieder Kontakt zu ihm?“, fragte er vorsichtig. Sie schüttelte den Kopf. „Denkst du noch oft an ihn?“

„Ich habe neulich von ihm geträumt“, gab sie zu.

„Was denn?“, hakte er nach. „Was Schönes?“

„Wirres Zeug“, meinte sie achselzuckend. „Ich weiß es nicht mehr genau.“

„Weiß er, dass du schwanger bist?“, bohrte er weiter.

„Nein.“ Sie seufzte.

„Warum sagst du ihm nicht Bescheid?“

Sie griff sich das Foto und packte es zurück in den Karton. „Ich bin über ihn hinweg“, behauptete sie. „Und so soll es auch bleiben. Ich gucke nach vorn, nicht zurück.“ Skeptisch verzog Xaver das Gesicht, doch seine Freundin bestand darauf, das Thema zu wechseln. „Jetzt erzähl endlich von dir!“, verlangte sie. „Was machst du hier? Haben sie dich in Berlin rausgeworfen?“

„Quatsch!“, lachte er. „Ich bin der unentbehrliche Chef-Portier im Hotel „Seeheide“, aber auch der hat mal Urlaub. Zwar nur drei Tage, aber immerhin. Und da wollte ich hier mal nach dem Rechten sehen!“

Die beiden redeten bis spät in die Nacht. Endlich traute der ehemalige Page sich auch zu fragen, was das Zimmermädchen eigentlich in dem Karton mit den Erinnerungen an Mike gesucht hatte.

„Die Telefonnummer von Mikes Eltern“, erklärte sie. Er zog ein kleines Adressbuch aus der Tasche und hielt es ihr unter die Nase.

„Hier steht sie drin“, sagte er. „Aber warum brauchst du sie?“

„Gregor braucht sie“, korrigierte sie schnell. „Er zahlt doch eine monatliche Rate für die Praxis. Und die letzte Zahlung ist zurücküberwiesen worden.“

„Und jetzt will Gregor die neue Adresse von Mike rauskriegen“, kombinierte Xaver. „Du hängst noch an ihm, was?“

„Ach, eigentlich nicht, aber jetzt wegen dem blöden Traum …“ Es war nicht zu übersehen, dass sie dabei war, sich etwas vorzumachen. „Und du würdest den guten Mike doch auch gerne wiedersehen, oder?“

„Ja, klar“, entgegnete er. „Einen Kumpel wie ihn habe ich in ganz Berlin noch nicht gefunden.“

Endlich fand Gregor Zeit, auch Leonie zu berichten, dass Roberts Gefühle wie durch ein Wunder zurückgekehrt waren.

„Mir fällt ein Stein vom Herzen!“, freute sie sich. „Schließlich hat er das alles nur meinetwegen durchmachen müssen.“ Glücklich schloss sie ihren Freund in die Arme. „Miriam hat schrecklich gelitten in letzter Zeit“, meinte sie dann. „Hat sie sich bei dem Sturz verletzt?“

„Harmlos“, beruhigte er sie. „Ich habe dir doch gesagt, das Schicksal mag uns.“ Da klingelte sein Handy. Doch als er sich meldete, wurde aufgelegt. Und eine Nummer war nicht auf dem Display erschienen. „Das war jetzt schon das zweite Mal“, murmelte er nachdenklich.

„Komisch“, fand sie. „Wer kann das sein? Samia?“

„Das passt nicht zu ihr“, glaubte er nach einem kurzen Zögern. „Außerdem habe ich mit ihr geredet. Da ist nichts mehr – sie liebt Felix.“

Doch es war tatsächlich Samia gewesen, die angerufen hatte. Sie sehnte sich so sehr danach, Gregors Stimme zu hören. Und sie konnte noch immer nicht akzeptieren, dass ihr Exfreund nun eine andere liebte. Obwohl sie sich alle Mühe gab, mit Felix glücklich zu sein – Gregor war noch immer in ihrem Herzen.

Robert und Miriam saßen beim Frühstück auf der Hotelterrasse.

„Nächste Woche müssen wir wegen des Fotoshootings in Paris sein“, erklärte sie gerade. „Geht das für dich?“

Er nickte. „Ich muss vorher nur noch zum Notar und meinem Vater eine Vollmacht ausschreiben“, setzte er hinzu. „Für meine fünfzig Prozent …“ Da trat ein gut aussehender Mann an ihren Tisch.

„Entschuldigung, Sie müssen Frau Tarrasch sein“, sagte er und stellte sich als Bernhard Ring vor. Miriam schaltete sofort.

„Sie sind der Fotograf!“, rief sie. „Für die Parfümkampagne. Oder?“ Der Fremde nickte und schüttelte allen beiden die Hand.

„Die Leute vom Dufthaus wollten die Fotos in einem Pariser Studio machen“, berichtete er dann. „Aber als ich gehört habe, wie Tender Love entstanden ist, dass es eine ganz persönliche Liebesgeschichte ist, war mir klar: Ich schieße die Fotos hier oder gar nicht.“

„Und wann?“, wollte Miriam nachdenklich wissen.

„Ich hoffe, Sie nehmen es mir nicht übel – heute Nachmittag?“

Sie stimmte zu. Auch wenn es sie schrecklich nervös machte, ganz ohne Vorbereitung für die Kampagne posieren zu müssen. „Sehr schön“, freute sich Ring. „Wo finde ich denn das berühmte Gewächshaus?“ Sie wies ihm den Weg, und er ließ die beiden wieder allein.

„Mir wird jetzt erst klar, was das heißt“, stellte Robert mit einem schiefen Grinsen fest. „Überall wird man dein Gesicht auf den Plakaten sehen. Du wirst massenhaft Heiratsanträge bekommen.“

„Einer reicht mir“, konterte sie liebevoll.

„Darf ich bei dem Shooting dabei sein?“, fragte er.

„Auf keinen Fall!“ Sie verneinte entschlossen. „Ich bin schon nervös genug.“

„Keine Sorge, du siehst toll aus!“, fand er.

„Wirklich?“

„Dein Lächeln überstrahlt alles“, schwärmte er verliebt. „Ich hoffe, der versteht was von seinem Handwerk. Kennt man ihn?“

„Angeblich hat er schon berühmte Filmstars vor der Linse gehabt.“ Vor lauter Aufregung musste sie schlucken. „Robert! Wehe, du guckst zu!“

Nachdem der ehemalige Küchenchef sich von seiner Freundin verabschiedet hatte, suchte er seinen Vater in dessen Privatwohnung auf.

„Was ist mit deinem Gesicht los?“, wunderte sich Werner, als sein Sohn hereinkam. „Sieht aus, als ob du lächelst …“

„Macht man das nicht, wenn man sich freut?“ Robert grinste noch mehr.

„Das ist eine Show, oder?“, vermutete der Senior. „Du übst für Miriam.“

„Warum sollte ich?“, entgegnete sein Sohn.

„Was … was heißt das?“

„Dass ich ziemlich glücklich bin, dass ich wieder wütend sein kann, und traurig und panisch und all das!“, jubelte er.

„Ist das wahr?“, fragte Werner tonlos und ungläubig. Robert nickte. Und dann begriff der Senior endlich, was los war – ein strahlendes Lächeln erschien auf seinem Gesicht, und gerührt drückte er seinen Sohn an sich.

„Aber … wie?“, wollte er dann stammelnd wissen.

„Miriam ist vom Pferd gefallen und war ohnmächtig“, erzählte der ehemalige Küchenchef erneut. „Keine Sorge, ihr ist nichts passiert. Aber sie lag da, und ich hatte Angst um sie. Von einer Sekunde auf die andere! Panik!“

„Das ist … unfassbar.“ Werner war noch immer völlig durcheinander. „Und was sagt Dr. Bergmeister?“

„Er war ziemlich baff“, antwortete sein Sohn.

„Das kann ich mir vorstellen“, erwiderte der Direktor. „Und du machst jetzt erst einmal Urlaub.“

„Geht nicht.“ Robert schüttelte den Kopf. „Wir müssen nach Paris. Aber vorher gibt es noch einiges zu erledigen. Meine Vollmacht für dich, zum Beispiel. Wegen der Hotelanteile.“

Ein bedrückter Ausdruck erschien auf Werners Gesicht. „Leicht ist es nicht, dich gehen zu sehen“, gab er seufzend zu, riss sich dann aber zusammen. „Ich sage dem Notar Bescheid, dass er was aufsetzen soll.“

„Gut. Und noch was … Miriam hat in letzter Zeit so viel durchgemacht …“

„Allerdings“, bestätigte der Senior.

„Ich plane eine Überraschung für sie“, fuhr sein Sohn lächelnd fort und weihte Werner in seine Pläne ein.

Gregor staunte nicht schlecht, als plötzlich Xaver bei ihm in der Praxis erschien.

„Mensch!“, freute sich der Arzt. „Lass dich anschauen! Du bist ja kaum dicker geworden!“

„Man tut, was man kann!“, frotzelte der ehemalige Page.

„Was machst du denn hier?“, wollte Dr. Bergmeister wissen.

„Kurzurlaub. Und alte Kollegen nerven.“ Xaver zog einen Zettel aus der Hosentasche. „Hier, ich habe was für dich. Die Nummer von Mikes Eltern. Tanja hat mir gesagt, dass du sie brauchst.“ Sein Gesicht wurde plötzlich ernst. „Ich glaube, es geht ihr im Moment nicht so gut.“

„Wieso? Was hat sie gesagt?“ Gregor war sofort alarmiert.

„Irgendwie habe ich das Gefühl, sie hätte am liebsten, dass Mike der Vater ihres Kindes ist“, seufzte der ehemalige Page.

„Ich weiß nicht, ob das so wünschenswert ist“, hielt der Arzt nachdenklich dagegen. „Erinnere dich, wie es damals war. Er wollte kein Kind wegen seiner MS.“

Auch Hildegard war aufgefallen, dass das Zimmermädchen irgendwie traurig wirkte.

„Wie geht es dir denn?“, wollte sie vorsichtig wissen, als sie Tanja im Personalraum antraf.

„Dem Baby geht’s gut“, antwortete das Zimmermädchen ungewohnt einsilbig.

„Und dir?“

„Miserabel!“, platzte Tanja heraus.

„Vielleicht tut es dir gut, wenn du dein Herz ausschüttest …“, bot Hildegard an.

„Ach, ich weiß auch nicht …“, seufzte das Zimmermädchen. „Ich glaube, ich liebe Mike immer noch.“

„Mach jetzt nicht den Fehler und denk nur an die guten Zeiten zurück“, gab Frau Sonnbichler zu bedenken.

„Vielleicht sollte ich ihm eine zweite Chance geben …“, murmelte Tanja.

„Dazu müsste er aber erst mal da sein“ Der Köchin brach es fast das Herz.

„Warum hat er sich denn nicht mal gemeldet?“ Die Stimme des Zimmermädchens klang plötzlich verzweifelt.

„Ich nehme an, weil er krank war und keine Kinder wollte. Und daran hat sich sicher nichts geändert.“

Tanja nickte traurig und strich sich dann über den Bauch. „Ich wollte so gern mein Leben mit ihm verbringen“, gestand sie leise. „Und jetzt bin ich ganz allein und bekomme ein Kind.“

„Aber du bist nicht allein!“, widersprach Hildegard resolut. „Du hast so viele Freunde! Und deine Mutter und Franz. Und Alfons und ich sind auch noch da.“

„Dafür bin ich auch sehr dankbar …“ Das Zimmermädchen begann zu weinen.

„Nicht traurig sein“, meinte Frau Sonnbichler warmherzig und drückte ihr die Hand.

„Mike wäre ein toller Vater gewesen“, brach es plötzlich aus Tanja heraus. „Er hat bloß selbst nicht daran geglaubt, der Idiot.“ Darauf wusste die Köchin nun auch nichts mehr zu sagen.

2. KAPITEL

Miriam hatte Lampenfieber wegen des bevorstehenden Fotoshootings. Viktoria half ihr dabei, ein passendes Kleid auszusuchen. Felix’ Schwester war mehr als erleichtert darüber, dass Robert wieder gesund war.

„Ich bin so froh, dass ihr wieder glücklich seid!“, sagte sie ehrlich. „Ihr gehört einfach zusammen.“

Miriam lächelte gerührt und erklärte dann, dass sie eine Überraschung für ihren Freund plane.

Derweil saß der ehemalige Küchenchef bereits mit seinem Nachfolger zusammen und besprach eine Menüfolge.

„Ente mit gehacktem Rosmarin!“, rief er gerade begeistert. „Der darf bei unserer Hochzeit nicht fehlen.“

„Muss ich das verstehen?“, schmunzelte André, dem man ansehen konnte, wie sympathisch sein Neffe ihm war.

„Nein, aber es ist wichtig“, grinste Robert. „Auch wenn es nur eine symbolische Hochzeit sein kann, weil Miriam noch verheiratet ist. Kommen wir zum Nachtisch …“

„Schade, dass wir nicht öfter zusammenarbeiten“, fand Konopka.

„Und schade, dass wir uns erst jetzt kennenlernen“, setzte Miriams Freund hinzu. „Ein Onkel mit derselben Berufung, den hätte ich brauchen können.“ Dann wandte er sich wieder seinen Notizen zu. „Der Nachtisch muss sie umhauen!“, verlangte er entschlossen.

„Frau Sonnbichler!“ Miriam war schon fürs Shooting angezogen, als sie Hildegard am Lieferanteneingang entdeckte. „Ich möchte Robert überraschen“, erklärte sie aufgeregt.

„Mit einem Hochzeitsmenü!“

„Ist es so weit?“, rief die Portiersfrau freudig. „Ihr heiratet?“

„Nur symbolisch, ich bin ja noch nicht geschieden.“

„Da helfe ich doch gern!“ Hildegard strahlte. „Haben Sie sich schon etwas überlegt?“

Miriam reichte ihr einen Zettel. „Sehr gute Wahl!“, fand die Köchin, nachdem sie ihn überflogen hatte. „Und der gehackte Rosmarin, den sie aufgeschrieben haben, passt zum Schwertfisch ausgezeichnet.“

„Der Rosmarin ist wichtig“, sagte Roberts Freundin voller Eifer. „Der darf auf keinen Fall fehlen! Meinen Sie, Sie schaffen es, das Ganze diskret vorzubereiten? Ohne dass Robert etwas mitbekommt?“

„Ich verrate nichts“, versprach Frau Sonnbichler. „Und gebe mein Bestes. Der Nachtisch hat es allerdings in sich.“

„Ich weiß.“ Miriam lächelte verschmitzt. „Aber der Nachtisch … der muss ihn umhauen.“

Als Hildegard ihrem neuen Chef von dem Überraschungsmenü berichtete, staunte sie nicht schlecht. Denn André hatte ja seinerseits mit Robert über die geplante symbolische Hochzeit und das dazugehörige Menü gesprochen.

„Ist das schön!“, fand die Köchin. „Zwei Seelen – ein Gedanke. Wenn die nicht füreinander bestimmt sind!“

„Selbst die beiden Menüfolgen passen perfekt zusammen“, bestätigte Konopka lächelnd. „Sogar der Nachtisch!“

Miriam stand unterdessen bereits im Gewächshaus vor der Kamera. Bernhard Ring war ein Profi, das spürte man sofort. Nur sie selbst war verkrampft und schaffte es einfach nicht, sich zu entspannen und ein natürliches Lächeln aufzusetzen. Da kam plötzlich Robert herein.

„Was machst du denn hier!“, fuhr sie ihn an.

„Dich bewundern!“, antwortete er und betrachtete sie stolz. „Wow!“

„Ring ist total unzufrieden, und ich vergeige das Shooting“, flüsterte sie unglücklich. Das Team des Fotografen war gerade damit beschäftigt, einige Pflanzen umzustellen.

„So hinreißend, wie du aussiehst, geht das gar nicht“, gab der ehemalige Küchenchef zurück.

„Ich bin einfach kein Model“, klagte sie. „Ich bin nicht locker.“

„Hey, lächel!“, verlangte er zärtlich. „Du bist die schönste Frau der Welt! Wo ist das Problem?“ Er gab ihr einen liebevollen Kuss, und sogleich erschien ein Strahlen auf ihrem Gesicht.

„Halt, stopp, nicht bewegen!“, rief der Fotograf, der die Szene mitbekommen hatte. „Das ist es, dieser Kuss, das ist unser Foto!“ Er wandte sich an Robert. „Sie müssen mit aufs Bild! Tender Love ist eine Liebesgeschichte! Ein Mann, eine Frau, ein magischer Moment. Wieso bin ich nicht gleich darauf gekommen?“ Und sosehr er sich auch wehrte – weder Miriam noch Ring ließen seine Begründungen, warum er auf gar keinen Fall fotografiert werden könnte, gelten. Schließlich fügte er sich. Und Bernhard Ring kriegte sich gar nicht mehr ein vor lauter Begeisterung, so perfekt gelang das Bild.

Kaum waren sie fertig, kam Hildegard und bat Miriam um ein Gespräch unter vier Augen. Ungläubig vernahm Roberts Freundin, dass der ehemalige Küchenchef dieselbe Idee gehabt hatte wie sie – ein Hochzeitsmenü!

„Verrückt, was?“, fand auch Frau Sonnbichler. „Manchmal hat man das Gefühl, ihr beide seid eine Person.“

Robert wusste hingegen noch nichts von der doppelten Planung und machte sich auf die Suche nach Leonie. Seine Cousine strahlte ihn an, als er ins Büro kam.

„Jetzt kann ich dir endlich für alles danken!“ Sie umarmte ihn fest. „Danke! Und ist jetzt wirklich alles wieder gut?“

„Mir geht es super“, erwiderte er lächelnd. „Aber deine Akten könnten etwas mehr Zuwendung vertragen.“ Als sie ihm um den Hals gefallen war, war ein ganzer Stapel zu Boden gestürzt. Angewidert verzog sie das Gesicht.

„So ein Bürojob ist nichts für mich“, klagte sie. „In der Küche habe ich mich viel wohler gefühlt. Alles war viel lebendiger …“

„Mein Vater wollte mich früher auch immer ins Büro stecken“, erzählte er nun voller Verständnis für ihre Lage. „Aber glücklicherweise hatte Alexander dieser Zahlenkram dann besser drauf als ich.“

Sie lachte und fragte dann nach den Plänen, die er und Miriam hatten. „In ein paar Tagen gehen wir nach Paris“, antwortete er. „Aber vorher müssen wir noch etwas Wichtiges erledigen. Unsere symbolische Hochzeit!“

„Ah, toll!“ Leonie war sichtlich begeistert.

„Das soll eine Überraschung sein“, fuhr er fort. „Miriam weiß noch nichts davon. Und mir fehlt auch noch eine ganz wichtige Sache. Auch für eine symbolische Hochzeit braucht man nämlich einen Trauzeugen …“

„Was?“ Seine Cousine schien einen Moment zu brauchen, um wirklich zu begreifen, was er von ihr wollte. „Meinst du wirklich, ich soll …?“

„Es wäre mir eine große Ehre“, bestätigte er lächelnd.

„Du hast mir meine Idee geklaut!“ Grinsend stand Miriam eine Weile später vor ihm. „Ich wollte dich überraschen. Und du bist mir zuvorgekommen!“ Robert verstand nur Bahnhof. „Mit deinem supergeheimen Hochzeitsmenü!“ Langsam begriff er.

„Wolltest du etwa auch …?“ Sie nickte und lachte über das ganze Gesicht. „Wir hatten die gleiche Idee.“ Er konnte es noch immer nicht glauben.

„Und ich hatte mich so auf dein überraschtes Gesicht gefreut“, beschwerte sie sich im Scherz.

„Sieh’s doch mal so …“, schlug er vor. „Wir denken wie eine Person. Und wenn wir nicht füreinander bestimmt sind …“

„Wer dann?!“, fiel sie ihm glücklich ins Wort.

Gregor und Tanja liefen sich in der Lobby über den Weg. Um das Zimmermädchen aufzuheitern, erzählte der Arzt ihr strahlend von Roberts wundersamer Genesung. Sie wusste ja noch gar nichts davon. Doch ihre Reaktion überraschte ihn.

„Das ist ja toll“, sagte sie matt.

„Du freust dich ja gar nicht“, stellte Dr. Bergmeister irritiert fest.

„Wahrscheinlich die Hormone …“, seufzte sie und schien kurz davor, in Tränen auszubrechen, riss sich dann aber zusammen. „Die Angst um sie hat ihn also geheilt.“

„Und jetzt gehen sie zusammen nach Paris“, ergänzte er.

„In die Stadt der Liebe …“ Sie schniefte schon wieder. „Warum gehen immer alle Menschen, die ich liebe, weg?“

„Aber dafür ist Xaver jetzt wieder da!“, wollte er sie trösten.

„Doch nur auf Urlaub“, meinte sie kläglich.

„Du denkst an Mike, nicht wahr?“, hakte er vorsichtig nach.

„Seit dem Traum muss ich die ganze Zeit an ihn denken!“, platzte sie heraus. „Ich weiß, ich sollte ihn abhaken und nach vorne schauen, aber ich schaffe es nicht!“

„Xaver hat mir die Nummer von Mikes Eltern gegeben“, berichtete Gregor. „Ich werde sie jetzt gleich anrufen. Komm doch mit!“

„Nein, lieber nicht.“ Sie schien sofort die Flucht ergreifen zu wollen.

„Vielleicht ist Mike da, dann kannst du mit ihm reden“, versuchte er sie zu überzeugen.

„Was soll ich denn sagen?“, fragte sie kläglich.

„Nur fragen, wie es ihm geht.“ Aber das wollte sie auf keinen Fall. Da trat Xaver zu den beiden.

„Na, was liegt an?“, grinste er.

„Ich gehe dann mal. Macht’s gut.“ Damit war das Zimmermädchen verschwunden.

„Was hat sie denn?“, wunderte sich der ehemalige Page.

„Wegen Mike.“ Nachdenklich blickte Dr. Bergmeister in die Richtung, in die Tanja verschwunden war. „Es scheint ihr alles zu viel zu werden.“

Xaver nickte betrübt. Als er hörte, dass der Arzt gleich Mikes Eltern anrufen wollte, schloss er sich ihm an. Auch er wollte gern erfahren, was sein alter Kumpel so trieb …

Doch das Telefonat mit Frau Dreschke dauerte keine Minute. Mikes Mutter schien, kurz nachdem Dr. Bergmeister sein Anliegen geschildert hatte, wieder aufgelegt zu haben, und Gregor war auf einmal leichenblass. Erschrocken starrte der ehemalige Page ihn an.

„Was ist denn?“, flüsterte er. „Was hat sie gesagt?“

„Mike ist …“ Der Arzt schaffte es kaum, den Satz zu vollenden. „Er ist tot.“

Xaver stockte der Atem. „Sag, dass das nicht wahr ist!“ Seine Stimme war nur noch ein Keuchen. „Er hatte MS! Aber so schlimm war es doch nicht!“

„Dachte ich eigentlich auch.“ Dr. Bergmeisters Stimme war tonlos. „Seine Mutter hat gleich wieder aufgelegt. Mehr hat sie nicht gesagt. Nur, dass Mike …“

Die beiden schwiegen eine Weile. Endlich ergriff der ehemalige Page wieder das Wort.

„Und Tanja hat noch von ihm geträumt“, sinnierte er traurig. „Als ob sie etwas geahnt hätte.“

Gregor fuhr erschrocken zusammen. „Oje, Tanja!“, stöhnte er. „Für sie wird es am allerschlimmsten.“ Wie sollten sie dem Zimmermädchen bloß sagen, was passiert war? Der Arzt schlug vor, die Sache erst einmal für sich zu behalten.

„Aber das kannst du nicht machen!“, wandte Xaver ein. „Irgendwann erfährt sie es sowieso.“

„Du hast doch selbst gesehen, wie labil sie zurzeit ist“, ereiferte sich Dr. Bergmeister. „Außerdem ist sie schwanger! Und sie hatte schon mal eine Fehlgeburt. Wir müssen sie schonen.“

Der ehemalige Page zögerte. Doch dann versprach auch er, seiner Freundin nicht zu erzählen, dass Mike gestorben war.

Aber leicht war das nicht. Denn Tanja fragte Xaver nur kurze Zeit später, was der Anruf bei Mikes Eltern ergeben hatte. Er behauptete, dass nur eine Verwandte ans Telefon gegangen sei – Mikes Eltern wären erst in zwei, drei Tagen zurück.

„Und habt ihr irgendwas über ihn erfahren?“, forschte sie weiter.

„Nein, leider gar nichts“, log er. „Auch keine neue Telefonnummer. Aber Gregor bleibt dran …“

Das Zimmermädchen verabschiedete sich zurück an die Arbeit.

Da kam Xaver Viktoria Tarrasch entgegen. Die Geschäftsführerin freute sich sehr, ihren alten Kollegen zu sehen, bemerkte jedoch sogleich, wie schlecht es ihm ging. Und er konnte seine Tränen jetzt nicht mehr zurückhalten.

„Um Gottes willen!“, rief sie erschrocken. „Was ist denn passiert?“

„Ihnen kann ich es ja sagen“, flüsterte er unter Tränen. „Mike Dreschke ist tot.“

„Mike … Das war doch der Freund von Tanja“, erinnerte sie sich. „Weiß sie es schon?“

„Nein. Und sie darf es auch nicht erfahren.“ Er zählte die Argumente auf, die dafür sprachen, das Zimmermädchen im Augenblick mit dieser Wahrheit zu verschonen. Und auch sie versprach, das, was sie gerade erfahren hatte, für sich zu behalten.

„Schon wieder ein junger Mann, der viel zu früh stirbt“, seufzte sie nur und blickte in die Ferne. „Genau wie Lars Hoffmann. Was hatte der noch alles vor. Und auf einmal …“

Werner hatte beschlossen, seinem Sohn zum Abschied ein großzügiges Geschenk zu machen, und verhandelte mit einem Makler wegen eines Bistros im Herzen von Paris.

„Sie wollen ein Restaurant in Paris kaufen?“ Fiona war hereingekommen und hatte einen Teil des Telefonats mit angehört.

„Ja, richtig gelauscht“, bestätigte er grinsend. „Das Bistro, für das ich mich interessiere, liegt auf der Ile St. Louis. Nicht groß, nur für dreißig Personen. Aber sehr gepflegt.“

„Hört sich gut an“, fand Frau Marquardt.

„Aber noch ist die Sache nicht sicher“, erwiderte er. „Also behalten Sie es bitte für sich.“ Sie nickte und sprach nun das an, was sie eigentlich auf dem Herzen hatte.

„Wissen Sie, dass Ihr Bruder einen Brunch für alle Kollegen plant?“ In der Tat hatte André angekündigt, ein Essen für das gesamte Personal veranstalten zu wollen, um seinen Einstand im ...

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