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Getrübte Hoffnung

1. KAPITEL

Maxim lag noch immer bewusstlos im Gewächshaus. Die K.-o.-Tropfen, die Barbara ihm unter den Champagner gemischt hatte, zeigten ihre volle Wirkung. Nichts von dem, was Barbara von Heidenberg und Vanessa Salamar, eine ehemalige Affäre von Maxim und derzeitige Miss Westerland, die eigens für diese Intrige von Barbara eingespannt worden war, mit seinem leblosen Körper anstellten, drang zu ihm durch. Und auch, dass Miriams Mutter der jungen Frau, die sie durch einen Privatdetektiv in den „Fürstenhof“ hatte bringen lassen, ein dickes Bündel Geldscheine überreichte, bekam er nicht mit.

Zur gleichen Zeit platzte Tanja in das Hotelzimmer, in dem Miriam vergeblich auf ihren Freund gewartet hatte.

„Du hast ja geweint!“, rief das Zimmermädchen erschrocken, als sie Miriams traurige Miene bemerkte.

„Er war nicht hier“, flüsterte Miriam verzweifelt.

„Maxim hat dich versetzt?“ Tanja starrte ihre Freundin fassungslos an. „Ich glaub’s nicht. So ein mieser Typ!“

„Vielleicht ist ihm was dazwischengekommen“, versuchte Miriam hilflos, ihren Freund zu verteidigen.

„Dann hätte er dich angerufen“, widersprach das Zimmermädchen.

Miriam schluchzte. „Vielleicht war es falsch von mir, alles auf einmal zu wollen.“

Das Unglück ihrer Freundin zerriss Tanja beinahe das Herz. „Fang jetzt bloß nicht an, die Schuld bei dir zu suchen“, entgegnete sie betroffen. „Es tut mir so leid für dich. Ich weiß, du hattest es dir so sehr gewünscht.“

„Er hat wohl doch Angst bekommen“, murmelte Miriam bedrückt.

„Es ist dein erstes Mal, nicht seins!

„Du vergisst den Rollstuhl neben dem Bett“, bemerkte Barbaras Tochter voller Bitterkeit. Mit diesen Worten rollte sie hinaus. Mitfühlend blickte das Zimmermädchen ihr hinterher.

Robert war derjenige, der Maxim schließlich im Gewächshaus fand.

„Was soll das denn?“ Er rüttelte den Restaurantleiter an der Schulter. „Los, aufwachen, du Penner!“

Maxim schlug die Augen auf, wirkte aber noch immer völlig benommen. „Miriam, wo ist Miriam?“, murmelte er.

„Was weiß ich“, erwiderte der Küchenchef ungehalten. „Mann, du musst ja ganz schön gesoffen haben!“

Der Restaurantleiter rappelte sich auf. „Was ist passiert?“, fragte er erschrocken.

„Wir haben Lauras Verlobung gefeiert.“ Erst jetzt fiel Robert auf, dass Maxim ausgesprochen derangiert aussah: Sein Hemd stand offen, und am Kragen fanden sich Lippenstiftspuren. „Keine Ahnung, was hier so abging“, versetzte er mürrisch. Maxim hielt sich nur stöhnend den Kopf. „Jetzt steh schon auf, Mann!“, schimpfte Robert und spritzte ihm kaltes Wasser aus der Gießkanne ins Gesicht. „Mensch, dich einfach volllaufen zu lassen, echt!“

Nun begriff auch Maxim, was passiert war. „Verdammt!“, fluchte er. „Ich habe Miriam versetzt!“ Ansatzlos packte er Robert am Kragen. „Da steckst du doch dahinter, du verdammtes Schwein!“, brüllte er. „Was hast du mit mir gemacht?“

„Hey, hey, hey! Finger weg!“, wehrte der Küchenchef ab. „Sonst gehst du gleich noch mal k. o.!“

„Du bist echt ein schlechter Verlierer“, stieß Maxim hervor und schnaubte verächtlich. „Aber Miriam liebt mich und nicht dich. Kapier das endlich!“ Damit eilte er davon und ließ einen irritierten Robert im Gewächshaus zurück.

Tanja war gerade dabei, das Hotelzimmer, in dem Miriam vergeblich auf Maxim gewartet hatte, wieder aufzuräumen, als der atemlos hereinplatzte.

„Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, versetzte sie schnippisch.

„Wo ist Miriam?“, rief Maxim, ohne auf ihre Bemerkung einzugehen. „Sie muss denken, ich hätte sie versetzt! Hast du mit ihr gesprochen?“

Das Zimmermädchen warf ihm einen verächtlichen Blick zu. „Du bist der größte Mistkerl aller Zeiten“, erklärte sie sachlich. „Und ich hoffe, dass Miriam nie wieder mit dir redet und dich in die Wüste schickt. Und zwar in eine, in der dich die giftigen Skorpione ratzeputz auffressen.“

„Ich kann nichts dafür“, verteidigte er sich. „Ich bin einfach mit einem dicken Kopf im Gewächshaus aufgewacht. Ich weiß selbst nicht, wie das passiert ist.“

„Sehr glaubwürdig“, stieß Tanja verächtlich hervor. „Erzähl das mal Miriam.“ Sie stockte und fixierte plötzlich Maxims Hemdkragen. „Du hast da Lippenstift!“

„Lippenstift?“, wiederholte er verständnislos und verrenkte den Hals, um seinen Kragen zu begutachten.

„Wahrscheinlich kannst du dir das auch nicht erklären“, spottete sie.

„Nein“, beteuerte er verzweifelt.

Doch das Zimmermädchen schüttelte nur den Kopf. „Und Miriam wartet hier auf dich … Du bist echt das Letzte.“

Barbara war vollauf zufrieden, als sie sah, wie unglücklich ihre Stieftochter war. Ihr Plan hatte bis hierher bestens funktioniert.

„Sicher ist ihm nur was dazwischengekommen“, sagte sie scheinheilig, nachdem Miriam ihr erzählt hatte, dass Maxim sie versetzt hatte. „Eine geplatzte Verabredung, das hat doch nichts zu bedeuten.“

Miriam hatte wohlweislich verschwiegen, dass das Treffen im Hotelzimmer nicht einfach irgendeine Verabredung gewesen war. Sie hatte endlich mit ihrem Freund schlafen wollen … Endlich hatte sie sich Maxim als ganze Frau hingeben wollen, trotz des Rollstuhls. Und nun?

„Hast du immer noch Angst, von ihm im Stich gelassen zu werden?“, heuchelte Barbara weiter.

Ihre Stieftochter nickte. „Papa hat immer gesagt, Angst ist ein schlechter Ratgeber“, sagte sie leise.

„Das stimmt.“ Barbara von Heidenberg lächelte. „Man sollte sich niemals aus Angst an einen Mann binden.“

„Ich liebe Maxim“, erklärte Miriam traurig.

„Wenn er dich auch liebt, wird er dir einen Blumenstrauß schenken und das Missverständnis aufklären“, bemerkte ihre Mutter leichthin.

Kurz darauf flüchtete Miriam sich ins Gewächshaus. Sie wollte in Ruhe nachdenken, und das konnte sie am besten hier – inmitten ihrer geliebten Pflanzen.

Doch lang blieb sie nicht ungestört. Unvermittelt tauchte Maxim auf. Er hatte sich erst umgezogen, bevor er nun Miriam unter die Augen kam.

„Es tut mir leid, Miriam“, begann er sofort. „Tanja hat mich bereits zur Schnecke gemacht. Ich war da – aber viel zu spät.“

Sie schwieg und starrte an ihm vorbei ins Leere.

„Ich wollte dich nicht versetzen“, beteuerte er. „Ich war schon auf dem Weg, wollte dir nur noch eine Rose mitbringen …“ Er deutete auf einen Rosenbusch. „Von denen. Und plötzlich ist mir schwindelig geworden.“

„Und das soll ich dir glauben?“, erwiderte sie resigniert.

„Ich bin einfach umgekippt und habe einen kompletten Filmriss“, erklärte er, selbst irritiert. „Als ich wieder zu mir kam, stand Robert neben mir und hat mich wieder auf die Beine gebracht.“

Sie schien seiner Geschichte keinen Glauben zu schenken.

„Vielleicht war es eine Kreislaufschwäche“, fuhr er fort. „Ich war ohnmächtig.“

„Und was sagt dein Arzt?“ Sie musterte ihn misstrauisch.

„Ich war nicht beim Arzt.“

„Dann wird es nicht so schlimm sein.“ Enttäuscht wandte sie ihren Blick von ihm ab.

„Gib mir noch eine Chance, Miriam“, bat er. Als sie nicht reagierte, nahm er eine Gartenschere und schnitt eine Rose von dem Busch. „Lass uns noch mal bei der Rose anfangen.“ Ein Flehen lag in seiner Stimme.

Doch sie nahm ihm die Gartenschere aus der Hand und schnitt die Blüte wortlos ab, sodass sie zu Boden fiel.

„Damit es wieder bei den Dornen endet?“, fragte sie bitter.

Er hob die Blüte auf und legte sie in ihren Schoß.

„Verzeih mir“, flüsterte er. Aber sie tat so, als wäre er Luft für sie.

„Das ist die lächerlichste Ausrede, die ich je gehört habe!“, erklärte Barbara, nachdem sie von ihrer Tochter erfahren hatte, wie Maxim die geplatzte Verabredung begründet hatte. „Er muss dich für sehr naiv halten, wenn er denkt, dass du ihm das abkaufst.“

„Er hält mich nicht für naiv“, widersprach Miriam. „Deshalb glaube ich ihm ja.“ Barbara von Heidenberg verdrehte die Augen. „Gerade weil seine Ausrede so billig klingt, könnte sie doch wahr sein“, beharrte ihre Stieftochter. „Maxim ist viel zu klug, um so schlecht zu lügen.“

„Mach dir nichts vor!“,stieß Barbara hervor und schnaubte verächtlich.

„Aber mein Gefühl sagt mir, dass Maxim mich wirklich liebt“, sagte Miriam.

„Fühlen ist nicht wissen“, wandte ihre Mutter ein. „Verlass dich lieber nur auf deinen Verstand.“ Ihre Mahnung zeigte nicht die gewünschte Wirkung. „Du bist für mich der wichtigste Mensch auf der Welt“, setzte sie also eindringlich hinzu. „Und ich will nicht, dass du von jemandem wie Maxim zum Narren gehalten wirst.“

Doch Miriam wirkte noch immer nicht überzeugt.

Laura und Gregor saßen auf dem Sofa in seiner Wohnung und waren noch immer in Feierlaune.

„Auf dich“, sagte er und prostete ihr mit einem Sektglas zu.

„Auf uns und unsere Verlobung“, erwiderte sie liebevoll.

„Herzlichen Glückwunsch, Frau Bergmeister“, flachste er.

„Ebenfalls, Herr Mahler“, grinste sie.

„Du meinst, ich soll deinen Namen annehmen?“, fragte er.

„Mahler ist auf alle Fälle kürzer und schöner“, fand sie.

„Ich habe meinen Namen gerade erst zurück, und da soll ich ihn schon wieder hergeben?“

Laura verstand seine Bedenken sofort. „Dann … Doppelname“, schlug sie vor.

„Bergmeister-Mahler? Meister Mahler?“

Die beiden lachten.

„Klingt nach Malermeister.“

Gregor dachte nach. „Es könnte natürlich auch jeder seinen Namen behalten …“, meinte er langsam.

Aber das hielten beide für unromantisch.

Sie vertagten das Thema auf später und küssten einander voller Zärtlichkeit. Genießerisch streckte Laura ihrem Verlobten den Hals entgegen.

„Ich sehe die Sterne“, flüsterte sie und sah nach oben.

„An der Zimmerdecke?“, wunderte er sich. Sie nickte. „Es ist aber noch gar nicht Nacht.“

„Verlobungsnacht geht auch am Nachmittag“, erklärte sie glücklich.

Er stieg auf ihr Spiel ein. „Jetzt sehe ich sie auch“, behauptete er. „Ist das nicht der Abendstern?“ Er deutete nach oben. „Und da sind wir.“

„Was machen wir denn in den Sternen?“, wollte sie wissen.

„Wir nehmen den kleinen Wagen und fahren damit zum Kreuz des Südens“, gab er zur Antwort.

„Und da … tun wir was?“ Eng umschlungen sanken die beiden zu Boden.

Lauras Herz klopfte wie verrückt – vor lauter Glück. Endlich war sie angekommen. Endlich hatte sie einen Mann gefunden, den sie lieben konnte. Den sie so lieben konnte wie früher Alexander …

Alexander hatte den ganzen Tag wie ein Hund gelitten. Dass Laura sich nun tatsächlich verlobt hatte, machte ihn vollkommen verrückt. So konnte es einfach nicht weitergehen, sagte er sich wieder und wieder. Es musste einfach etwas passieren.

Robert musterte seinen Bruder mitfühlend, als er ihn im Büro antraf. Es war nicht zu übersehen, wie schlecht es ihm ging.

„Willst du vielleicht wissen, wie die Verlobungsfeier war?“, fragte er vorsichtig.

Alexander lehnte sich müde zurück. „Egal, wo Laura auch war …“, begann er leise. „In Brüssel oder in Halle … Seit ich sie zum ersten Mal gesehen habe, war sie mir immer so nahe. Auch, als ich mit Katharina zusammen war. Immer. Und jetzt …“

„Akzeptier endlich, dass ihr Geschwister seid“, unterbrach Robert ihn. „Und dass Laura Gregor heiraten wird.“

„Ich muss vor allem Distanz schaffen“, erklärte Alexander. „Diese Nähe, die macht mich ganz kaputt. Wir können nicht normale Geschwister sein und erst recht keine Freunde.“

„Immerhin hast du kapiert, dass ihr kein Paar sein könnt“, meinte Robert.

„Ich muss sie vergessen!“, fuhr sein Bruder fort. „Sie muss raus aus meinem Herzen! Raus!“ Er wirkte beinahe erleichtert, als er diese Worte ausstieß.

Laura lag noch immer in Gregors Armen. Aber in Gedanken war sie bei Alexander. Wie es ihm wohl gehen mochte? Sie wünschte ihm so sehr, dass auch er irgendwann so glücklich werden würde wie sie. Vielleicht fand er seine große Liebe ja eines Tages. Dann könnten sie beide endlich Freunde sein, einfach nur Freunde …

Marie wollte gerade mit dem Rad zum „Fürstenhof“ fahren, als sie bemerkte, dass Mike die Landstraße entlangging. Eigentlich wollte sie nicht mit ihm sprechen, doch er wirkte so traurig, dass sie es nicht über sich brachte, ihn zu ignorieren.

„Bist du auf dem Weg ins Hotel?“, fragte Mike leise, nachdem sie einander begrüßt hatten. „Wenn du Tanja triffst …“ Er brach ab.

„Ich könnte ihr Grüße von dir ausrichten“, schlug sie warmherzig vor.

„Mach das!“, bat er.

Sie wollte schon losfahren, hielt dann aber doch noch einmal inne. „Sie hat Angst, dass du den Entzug nicht schaffst“, erklärte sie. Er reagierte nicht. „Tanja und du, ihr gehört zusammen“, fuhr Marie fort. „Ihr habt eine Zukunft. Lass dir das von den Drogen nicht kaputt machen.“

„Unsere Zukunft …“ Er gab sich cooler, als er in Wirklichkeit war. „Das ist doch nichts weiter als ein Traum.“

„Sie fehlt dir“, hielt sie dagegen. „Und die Trennung tut dir weh. Das sehe ich.“

Ein nachdenklicher Ausdruck erschien auf Mikes Gesicht. „Was tut mehr weh, die Wahrheit oder die Lüge?“, murmelte er. Sie wusste nicht, was er meinte. „Vergiss es, winkte er ab. Ich finde Zukunft bescheuert. Was zählt, ist die Gegenwart.“

„Wenn du nicht Schluss machst mit den Drogen, gibt es für Tanja und dich nur noch Vergangenheit“,stellte sie leise fest und radelte davon.

Traurig sah er ihr hinterher. Er konnte ihr die Wahrheit nicht sagen. Niemand sollte wissen, dass er gar kein Drogenproblem hatte, sondern an Multipler Sklerose litt. Er wollte das Mitleid seiner Freunde nicht. Und auch Tanja sollte in ihm nicht den Kranken sehen. Lieber tat er weiterhin so, als sei er ein Junkie auf Entzug …

„Schöne Grüße übrigens von Mike“, richtete Marie Tanja kurz darauf aus.

„Wie, von Mike?“, wollte Tanja argwöhnisch wissen.

„Na, von Mike eben“, meinte die Freundin.

„Hatten wir nicht eine Abmachung?“, erwiderte das Zimmermädchen wütend. „Keinen Kontakt mehr zu ihm, damit er endlich kapiert, dass er sich zwischen Freundschaft und Drogen entscheiden muss?“ Betreten starrte Marie zu Boden. „Ich dachte, wir wären uns einig, dass Mitleid alles nur noch schlimmer macht“, fuhr Tanja fort.

„Ich habe ihn zufällig auf der Straße getroffen“, verteidigte sich Marie. „Er hat mich gebeten, dich zu grüßen, das ist alles. Soll ich ihn jetzt total ignorieren oder was?“

Tanja zuckte hilflos die Achseln. „Ich weiß es doch auch nicht“, seufzte sie. „Aber er wird mit den Drogen erst aufhören, wenn er ganz am Boden liegt.“

„Du hast ja irgendwie recht“, sagte Marie, doch es klang halbherzig.

Hildegard hatte ihrem Mann sein Lieblingsessen gekocht, um ihn schonend darauf vorzubereiten, dass Jonas wieder aufgetaucht war. Ihr fünfzehnjähriger Großneffe war von zu Hause ausgerissen, weil seine Mutter ihn ins Heim hatte stecken wollen. Für eine kurze Zeit war er bei den Portiersleuten untergekommen, hatte sich dann aber wieder aus dem Staub gemacht. Nur telefonisch hatte er sich noch einmal bei ihnen gemeldet und behauptet, er sei auf dem Weg nach Italien. Glücklicherweise gewährte Marie ihm ein paar Tage Unterschlupf in ihrer Wohnung. Aber irgendwann brachte sie es einfach nicht mehr übers Herz, ihre besorgte Mutter anzulügen.

Hildegard hatte bereits mit Jonas gesprochen. Aber nun musste Alfons noch davon überzeugt werden, dass der Junge eine zweite Chance verdiente.

Sie rief ihn erst nach dem Essen ins Wohnzimmer. Alfons klappte beinahe die Kinnlade herunter, als er den Jungen erkannte.

„Der Bub hat dir einiges zu erzählen“, sagte Hildegard und warf Jonas einen auffordernden Blick zu.

„Na, das hast du ja wieder mal geschickt eingefädelt“, knurrte der Portier.

„Du rufst jetzt zu Hause an und sagst deiner Mutter, dass du nicht in Italien bist, sondern bei uns“, sagte er, nachdem er alles gehört hatte.

„Mama kriegt die Krise und steckt mich sofort ins Heim“, wandte Jonas kläglich ein.

„Das hast du dir selbst zuzuschreiben!“, wetterte Alfons.

„Ich weiß, ich habe viel Mist gebaut“, gab der Junge kleinlaut zu.

Hildegard legte einen Arm um ihn. „Das mit dem Heim, das ist noch längst nicht entschieden“, meinte sie aufmunternd.

„Das heißt, ich muss nicht anrufen?“

Alfons Sonnbichler schlug mit der Faust auf den Tisch. „Doch!“

„Jetzt reg dich nicht so auf“, bat Hildegard ihren Mann.

„Es hat keinen Sinn, den Jungen dauernd mit Samthandschuhen anzufassen!“, polterte er. „Da lernt er nie, wo’s langgeht.“

„Ich will nicht zu Hause anrufen“,erklärte Jonas unglücklich. „Mama regt sich immer so furchtbar auf, und entweder sag ich dann nichts mehr oder das Falsche.“

Alfons musterte ihn eindringlich, griff dann jedoch unnachgiebig nach dem Telefon. Jonas zog den Kopf ein. Hildegard nahm schnell den Apparat in die Hand.

„Ich rufe jetzt bei deiner Mutter an und gebe Entwarnung. Und du rufst sie morgen an und sprichst dich mit ihr aus.“ Damit verließ sie das Zimmer.

Und Jonas atmete hörbar auf.

2. KAPITEL

Am nächsten Morgen meldete sich Maxim noch einmal bei Miriam. Er wollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass er sich doch noch mit ihr versöhnen könnte.

„Ich war beim Arzt“, erklärte er. „Der hat nichts gefunden, aber er will ein Belastungs-EKG machen.“

„Du warst beim Arzt?“ Sie wirkte sichtlich erstaunt. „Entweder bist du der schlechteste Lügner der Welt – oder der beste.“

„Ich bin ein viel zu guter Lügner, um eine so bescheuerte Geschichte wie die gestern zu erfinden“, bestätigte er.

Sie musste unwillkürlich lächeln. „Genau das habe ich auch schon gedacht“, entgegnete sie.

„Früher war ich ein Riesenschlitzohr“, gab er zu. „Aber das mit dem Lügen ist vorbei, seit ich dich liebe …“ Miriam wirkte schon halb überzeugt. Sie ließ es sogar zu, dass er ihre Hand nahm. „Weißt du noch, als ich ein Loch in unser Boot gebohrt habe, damit ich den Helden spielen und dich retten konnte?“

„Wie könnte ich das vergessen“, gab sie zurück.

„Du hast dich einfach ins Wasser fallen lassen und bist mir davongeschwommen. Du warst so schön, so stark …

Und seitdem ist alles anders.“

Seine Beteuerungen gingen nicht spurlos an ihr vorbei.

„Ja, ich weiß“, sagte sie leise. „Ich habe es auch gespürt.“ Forschend sah sie ihm in die Augen.

„Ich werde dir nie mehr wehtun“, versprach er.

„Wenn du mich jemals anlügst, bringe ich dich um“, entgegnete sie grimmig. Er nickte und küsste ihre Hand. „Meine Mutter wird mich für verrückt erklären“, stellte sie fest.

„Dabei hat sie mir erst gestern auf Lauras Verlobungsfeier ein Friedensangebot gemacht“, erzählte er.

„Meine Mutter?“ Miriam lachte leise. „Das musst du geträumt haben.“

Maxim stutzte und versuchte, sich zu erinnern. Natürlich … Barbara von Heidenberg. Sie hatte ihm ein Glas mit Champagner überreicht und mit ihm angestoßen. Und kurz darauf war er ohnmächtig geworden …

Maxim kam ein schlimmer Verdacht.

In der Lobby kam ihm kurz darauf Vanessa Salamar entgegen.

„Seit wann bist du im ‚Fürstenhof‘?“, fragte Maxim das Partygirl verblüfft.

Wortlos gab sie ihm einen leidenschaftlichen Kuss. Er war viel zu überrumpelt, um sich dagegen zu wehren.

„Was soll das?“, murmelte er nur.

„Gestern hast du dich nicht so geziert“, bemerkte sie süffisant.

„Wieso gestern? Wir haben uns doch seit Monaten nicht gesehen …“

Sie fiel ihm ins Wort: „Kaum hast du bekommen, was du wolltest, kennst du mich nicht mehr, oder was?“ Vanessa gab sich tief verletzt. „Erst machst du mir Versprechungen und dann behandelst du mich wie ein Flittchen?“

Erschrocken blickte er sich um. Glücklicherweise hatte niemand von den Gästen etwas mitbekommen.

„Lass uns später reden!“, knurrte er. „Ich ruf dich an.“

Aber sie war noch nicht fertig mit ihm. „Ich habe es endgültig satt, dass du meine Gefühle ausnutzt“, behauptete sie. „Ich bin verliebt in dich, Maxim!“

Überfordert eilte er davon.

Laura und Gregor gingen gemeinsam zur Arbeit. Beiden stand das Glück förmlich ins Gesicht geschrieben, und sie legten den Weg zum Hotel unter zärtlichen Albereien zurück.

Vor dem Eingang des „Fürstenhofs“ bog Alexander um die Ecke. Er tat so, als würde er die beiden nicht bemerken, schlug aber sogleich eine andere Richtung ein.

„Vielleicht sollte ich mal kurz mit ihm reden“, überlegte Laura laut.

„Mach das“, stimmte Gregor ihr zu.

Sie gab ihm einen Kuss und lief zu ihrem Bruder.

„Alexander, warte!“, rief sie.

Hilflos standen Alexander und Laura schließlich voreinander.

„Herzlichen Glückwunsch zu deiner Verlobung“, sagte er ungelenk. Seine Stimme klang rau.

„Bist du noch böse, weil ich dich ausgeladen habe?“, fragte sie unsicher.

Der Juniorchef straffte die Schultern. „Es war die richtige Entscheidung“, erklärte er distanziert. „Wir sollten uns auch in Zukunft aus dem Weg gehen.“

„Wie meinst du das?“, entgegnete sie erschrocken. „Ich dachte, wir könnten irgendwann … Freunde werden.“

„Akzeptier es einfach, Laura!“, fuhr er sie an. „Du und ich, wir werden nie Freunde sein. Nie im Leben.“ Aufgebracht stapfte er davon.

Alles Glück war aus ihrem Gesicht gewichen.

War das jetzt seine Rache dafür, dass sie ihn von ihrer Verlobung ausgeladen hatte? Dabei hätte sie ihn so gern dabeigehabt. Er war so wichtig für sie, doch es ging einfach nicht. Sie musste aufhören, darüber nachzugrübeln. Gestern hatte sie sich verlobt! Sie liebte Gregor! Wie konnte sie da nur wieder die ganze Zeit an Alexander denken?

„Ich finde es nicht fair von Alexander, dass er überhaupt nichts mehr mit mir zu tun haben will“, beklagte Laura sich kurz darauf bei Robert.

Der Küchenchef seufzte. „Wir reden jetzt wirklich ein allerletztes Mal über dich und Alexander“, erklärte er schließlich kategorisch.

„Er ist eben wichtig für mich“, rechtfertigte sich Laura. „Und ich will seine Freundschaft nicht verlieren.“

„Ich finde es richtig, dass er einen klaren Schlussstrich zieht“, entgegnete Robert und sah sie eindringlich an. „Nach eurem kleinen Ausrutscher …“

„Das haben wir doch schon lange geklärt“, behauptete sie, „aber …“

Er ließ sie nicht ausreden. „Nein, Laura, kein Aber mehr. Du liebst Gregor und damit basta! Und nach allem, was war, kannst du nicht erwarten, dass Alexander weiterhin auf liebenden Bruder und Freund macht. Du kannst nicht beides haben, akzeptier das endlich! Werde, verdammt noch mal, glücklich mit Gregor. Und vergiss Alexander!“

Eine Weile sagte keiner von beiden ein Wort.

„Ist das der Preis?“, flüsterte Laura. „Den ich zahlen muss für mein Glück?“

Darauf wusste Robert keine Antwort. Tröstend schloss er sie in die Arme.

Später überraschte Gregor Laura im Personalraum. Laura hielt eine Tasse Kaffee in der Hand und hatte gar nicht gemerkt, dass jemand hereingekommen war. Gedankenverloren starrte sie in ihren Becher.

Lächelnd beobachtete Gregor sie eine Weile, räusperte sich dann und sagte: „Frau Bergmeister?“

Unwillkürlich hob Laura den Kopf.

„Du fühlst dich ja sogar angesprochen“, freute er sich. Erst in dem Moment registrierte er ihr bemühtes Lächeln. „Das ist jetzt aber kein Original-Laura-Lächeln.“ Und er kannte sie mittlerweile zu gut, um nicht zu ahnen, wer hinter ihrer trüben Stimmung stecken musste. „Wenn du mich das nächste Mal fragst, ob ich dich kurz mit Alexander allein lasse – dann sage ich Nein“, stellte er ironisch fest.

„Das wird nie wieder nötig sein“, winkte sie ab.

„Wie bitte?“

„Ich habe es endlich begriffen.“ Ihre Stimme klang müde. „Alexander und ich … wir können einfach keine Freunde sein.“ In seiner Miene spiegelte sich Überraschung. „Es ist zu viel zwischen uns passiert.“

„Aber … Ihr seid euch doch so nah.“

Sie schluckte und wich seinem Blick aus. „Wir sind ja auch keine Feinde“, erklärte sie leise. „Doch eine richtige, enge Freundschaft, das geht nicht. Das hätte ich schon längst kapieren müssen.“

„Und warum jetzt plötzlich?“, hakte er nach.

„Alexander hat mir auf den Kopf zugesagt, dass er mehr Abstand will“, erzählte Laura. „Und Robert meinte, dich als meinen Mann und Alexander als Freund – beides kann ich nicht haben.“

„Du verzichtest also auf die Freundschaft mit Alexander …“, begann er zögerlich und brach ab.

Doch sie vollendete seinen Satz: „Weil ich mit dir glücklich sein will.“

„Und du bist sicher, dass du damit klarkommst?“, wollte er wissen.

„Ja. Ganz sicher.“ Sie legte so viel Überzeugung wie möglich in diese Worte und bekräftigte ihre Entschlossenheit mit einem innigen Kuss.

Robert hat recht, sagte sie sich, als sie wieder allein war. Alexander und sie … sie hatten sich geliebt. Sie hatten sogar vor Kurzem noch einmal miteinander geschlafen. Es war doch ganz logisch, dass sie nicht einfach so zur Normalität zurückkehren konnten. Jetzt würden sie einfach ein wenig auf Distanz gehen. Dann wüsste jeder endlich, wo er hingehörte: sie nicht mehr in sein Leben, und er nicht mehr so sehr in ihres. Geschwister blieben sie ja trotzdem. Halbgeschwister … Plötzlich erschien ihr alles wieder einfach und klar. Sie liebte Gregor. Sie hatte eine wunderbare Familie. Und sie durfte in ihrem Traumjob arbeiten …

Auf einmal fiel ihr siedend heiß die Eröffnung des Golfplatzes ein, die sie bei dem ganzen Tumult um ihre Verlobung beinahe vergessen hatte. Sie sollte sich schleunigst ausdenken, was für Pralinen sie für diesen Anlass kreieren würde. Schließlich war das ein wichtiges Ereignis für den „Fürstenhof“.

Tanja musste nur eins und eins zusammenzählen, als sie entdeckte, dass Vanessa Salamar im „Fürstenhof“ abgestiegen war.

„Wenn die hier aufkreuzt, kann das nur eines bedeuten“, sagte das Zimmermädchen zu Robert, der in Gedanken noch bei seiner Schwester war.

„Was denn?“, erwiderte er desinteressiert.

„Maxim versetzt Miriam. Du findest ihn derangiert im Gewächshaus. Er hat Lippenstift am Hemd, und jetzt sitzt die hier“, kombinierte sie. „Du musst was tun!“

„Ich?“, wehrte sich Robert. „Das geht mich nichts an!“

„Wenn du Miriam noch liebst, dann ist das deine Chance“, beharrte sie.

„Ich werde doch nicht Miriams Unglück ausschlachten“, entgegnete er empört. „Außerdem liebe ich sie nicht mehr.“

„Und ich bin der Osterhase“, murmelte Tanja, doch da war Robert schon Richtung Küche verschwunden.

Als Robert Miriam später zufällig über den Weg lief, wirkte sie so glücklich, dass er es nicht übers Herz brachte, sie auf Vanessa Salamar anzusprechen.

Zur gleichen Zeit traf sich Maxim mit Vanessa im Park.

„Was willst du?“, fragte er knapp.

„Du erinnerst dich nicht?“, säuselte sie. „Du und ich? Gestern, im Gewächshaus?“ Fassungslos starrte er sie an. „Du warst ganz wild“, fuhr sie genüsslich fort. „Und dann bist du eingeschlafen. Richtig süß.“

„Du lügst“, entgegnete er tonlos. „Und Barbara von Heidenberg steckt dahinter, stimmt’s?“

„Kenn ich nicht“, behauptete sie, aber er schenkte ihr nicht den geringsten Glauben.

„Miriam ist die Frau, die ich liebe“, erklärte er ernst. „Und das lasse ich mir nicht von dir kaputt machen.“

Spielerisch begann Vanessa, ihm das Hemd aufzuknöpfen. „Wie spießig“, spottete sie. „Was ist nur aus meinem feurigen Maxim geworden?“

„Lass mich los!“, fuhr er sie an.

Sie küsste ihre Fingerspitzen und legte sie auf seine Lippen. „Ruf mich an, wenn du wieder der Alte bist“, spottete sie und ging davon.

Wenn Robert sich nicht in die Sache einmischen wollte, so hielt Tanja es erst recht für ihre Pflicht, Miriam ein weiteres Mal vor Maxim zu warnen.

„Er hatte gestern Lippenstift am Kragen“, erzählte das Zimmermädchen der Freundin. „Und heute habe ich Vanessa im Hotel gesehen. Mit der hatte Maxim früher schon mal was.“

Aber Miriam grinste nur. „Lippenstift und eine alte Bekannte von Maxim?“

„Er betrügt dich!“, erklärte Tanja.

„Das ist doch lächerlich“, widersprach ihre Freundin. „Maxim liebt mich. Und Lippenstift kann man auch bei einer freundschaftlichen Umarmung abbekommen.“

„Miriam, belüg dich nicht selbst“, mahnte Tanja. „Ich kenne Maxim.“

„Und ich liebe ihn, und deshalb vertraue ich ihm, und ich will …“

Ein Bote unterbrach Miriam. Schnell drückte er ihr ein Kuvert in die Hand und eilte wieder davon. Irritiert verzog sie das Gesicht. Auf dem Umschlag stand kein Absender …

Mit versteinerter Miene saß Miriam am Tisch, als Maxim die Saalfeld’sche Privatwohnung betrat.

Als er Miriam sah, begriff er sofort. „Ich komme zu spät, nicht wahr?“, fragte er ernst.

„Wofür?“ Sie blickte ihn nicht an.

„Um dir die Wahrheit über mich und Vanessa zu erzählen, bevor dir irgendjemand Unsinn erzählt.“

„Und wie sieht deine Wahrheit diesmal aus?“ Bitterkeit lag in ihrer Stimme.

„Vanessa und ich hatten mal eine kurze Affäre, aber das ist lange vorbei“, gab er wahrheitsgemäß zur Antwort.

„Und jetzt?“

„Plötzlich taucht sie hier auf, doch ich schwöre dir, da ist nichts mehr“, beteuerte er.

„Wie schön, dass du so ehrlich bist“, zischte sie und reichte ihm das Kuvert, das man ihr überbracht hatte. Es enthielt Fotos, die Maxim und Vanessa in eindeutiger Pose zeigten. Sprachlos starrte Maxim auf die Bilder, während Miriam Tränen die Wangen hinunterliefen.

„Miriam …“, stammelte er schließlich. „Es ist nicht so …“

Doch sie stellte nur voller Enttäuschung fest: „Deswegen bist du also nicht zu unserer Verabredung gekommen.“

„Nein! Ich schwöre es!“, beteuerte er.

„Und ich kaufe dir auch noch die Geschichte ab – von wegen Kreislaufkollaps.“

Maxims Hand zitterte, als er auf die Fotos deutete. „Was du hier siehst“,begann er,„das ist in Wahrheit gar nicht passiert.“

Ihre Traurigkeit schlug nun auf der Stelle in Wut um. „Maxim!“, rief sie zornig. „Das sind Fotos! Und Fotos zeigen die Realität!“

„Nein!“ Verzweifelt schüttelte er den Kopf. „Das sind Fälschungen! Jemand hat mich da in eine ganz üble Falle tappen lassen.“

„Ach ja?“, versetzte sie höhnisch. „Und wer sollte das sein?“

„Ich … ich weiß es nicht.“ Ihm war klar, dass er alles noch schlimmer machen würde, wenn er zu diesem Zeitpunkt und ohne einen Beweis ihre Mutter verdächtigte. „Jemand, der mir schaden will. Der uns schaden will …

„Spar dir deine Verschwörungstheorien!“, fuhr sie ihm über den Mund. „Fehlt nur noch, dass du sagst, meine Mutter sei es gewesen.“

Er schluckte. „Ich werde herausfinden, wer uns das angetan hat“, erklärte er entschlossen. „Aber bis dahin musst du mir vertrauen. Ich flehe dich an …“

Doch Miriam wandte ihm den Rücken zu. „Lass mich bitte allein!“ Er wollte nach ihrer Hand greifen, aber sie ließ es nicht zu. „Hast du nicht gehört? Du sollst verschwinden!“

Mit hängenden Schultern verließ er die Wohnung.

Vanessa Salamar hatte von Barbara noch eine Erfolgsprämie erhalten und stieg nun in ein Taxi.

Als Maxim, der gerade um die Ecke bog, das sah, rannte er los und versuchte, den Wagen zu stoppen. Vergeblich. Von Weitem beobachtete Barbara von Heidenberg das Geschehen und lächelte amüsiert. Der Restaurantleiter bemerkte ihren Blick und stürmte auf sie zu.

„Jetzt weiß ich, was hier gelaufen ist!“, rief er außer sich vor Wut und Verzweiflung. Sie haben diese ganze Schweinerei angezettelt.“

„Ich will nur eines“, erwiderte Miriams Mutter von oben herab. „Dass meine Tochter glücklich wird.“ Damit ließ sie ihn stehen.

Zur gleichen Zeit pfefferte Miriam den Ring, den Maxim ihr geschenkt hatte, in eine Ecke des Gewächshauses. Sie hatte sich dorthin geflüchtet, um ihrem Kummer freien Lauf zu lassen, ohne dass jemand etwas davon mitbekam. Dass Robert Kräuter hatte holen wollen und nun erschrocken sah, wie schlecht es ihr ging, bemerkte sie gar nicht.

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