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Gestaltung einer rationalen Marktwirtschaft

Gestaltung einer rationalen Marktwirtschaft

Gemeinsam können wir die Welt zum Besseren verändern

Walter Ponner

©2017 Walter Ponner

Umschlaggestaltung, Illustration: tredition GmbH, Hamburg

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN 978-3-7439-4875-4 (Paperback)

ISBN 978-3-7439-4876-1 (Hardcover)

ISBN 978-3-7439-4877-8 (e-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://dnb.d-nb.de abrufbar.

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Über das Eigentum allgemein und über die Rolle des Privateigentums an Produktionsmitteln in einer proletarischen Revolution

3 Die Wechselbeziehungen zwischen Arbeitsproduktivität, Arbeitskräftebedarf und profitorientiertem Wettbewerb

4 Vorstellungen über einen sozio - ökonomischen Paradigmenwechsel

5 Der Übergang offener profitorientierter Volkswirtschaften in eine gemeinsame rationale Marktwirtschaft

6 Wie realistisch ist ein Paradigmenwechsel in Richtung einer rationalen Marktwirtschaft?

Ein kleiner Anfang, der aber Epoche macht, indem er der Denkungsart eine ganz neue Richtung gibt, ist wichtiger als die ganze unabsehliche Reihe von darauffolgenden Weiterungen der Kultur.

Immanuel Kant

1 Einleitung

In vielen Veröffentlichungen der Printmedien sowie in Talkshows und Sendungen zum Zeitgeschehen werden sozio - ökonomische Missstände in profitorientierten Marktwirtschaften wie Bankenkrise, Harz IV, Leiharbeit, unzureichende Rentensicherung, wachsende Ungleichheit bei den Einkommen, Brexit und Wirtschaftskrisen in Ländern der Europäischen Union umfangreich und detailliert dargestellt, ohne jedoch schlüssige Antworten darauf zu geben, wie die anstehenden Probleme, u.a. in Bezug auf Arbeitslosigkeit, Armut und Chancengleichheit, einer dauerhaften Lösung zugeführt werden können. Manche Volkswirte sind der Auffassung, dass sich die zu beobachtenden Defizite durch die Förderung eines volkswirtschaftlichen Wachstums und das Zusammenspiel der Marktkräfte von selbst beheben. Andere setzen darauf, dass durch die Umverteilung der Einkommen von Oben nach Unten soziale Sicherheit und Gerechtigkeit erreicht werden können. Manche machen die Gier der Manager für ökonomische Entgleisungen in der Volkswirtschaft, wie z.B. bei der Bankenkrise, verantwortlich und hoffen durch Regulierung der Prozessorganisation im Finanzwesen derartige Situationen auszuschließen. Aber auch durch erzwungene Sparmaßnahmen soll in ökonomisch instabilen Ländern ein wirtschaftlicher Strukturwandel herbeigeführt werden, um deren Volkswirtschaften zu stabilisieren. Alle diese Denkansätze sind unbefriedigend, weil sie einer logischen Prüfung auf Schlüssigkeit nicht standhalten. Die Konzepte und Vorstellungen der etablierten Parteien in Europa sind offensichtlich für eine Behebung derartiger ökonomischer Fehlentwicklungen ungeeignet, weil im Verlaufe von Jahrzehnten weder Chancengleichheit noch soziale Sicherheit trotz vollmundiger Versprechungen hergestellt wurden und die Gesellschaft tiefer gespalten ist als je zuvor.

Besonders deutlich tritt die ökonomische Misere im gegenwärdie tigen Zustand der Europäischen Union zu Tage. Da stellt sich die Frage: was kennzeichnet die ökonomischen Beziehungen der Mitgliedsländer? Die Frage ist einfach zu beantworten. Gemeinsam haben sie eine profitorientierte Marktwirtschaft, einen gemeinsamen Binnenmarkt und zum großen Teil eine gemeinsame Währung. Damit haben sie aber auch ein gemeinsames Schicksal in Form einer nicht behebbaren sozioökonomischen Instabilität, wenn nicht ein erforderlicher Paradigmenwechsel, auf den ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen werde, auf demokratischer Basis vollzogen wird.

Das heutige Europa ist ein Europa der Finanzoligarchie und des Kapitals, es ist weit davon entfernt das gemeinsame Land der Völker Europas zu sein, wie die gegenwärtigen Zerfallserscheinungen in der Europäischen Union zeigen. Diese Zerfallserscheinungen sind das Resultat einer in allen Länder der Europäischen Union vorherrschenden profitorientierten Marktwirtschaft in einem gemeinsamen Wirtschafts- und Währungsraum, infolge dessen weniger wettbewerbsfähige Volkswirtschaften immer mehr das Nachsehen gegenüber erfolgreicheren Volkswirtschaften haben.

Ein Paradigmenwechsel in Politik und Ökonomie ist zwingend erforderlich, um katastrophale soziale Turbulenzen, wenn nicht sogar Kriege, in Zukunft zu vermeiden. Noch haben wir die Chance auf demokratischem Wege einen solchen Wechsel vorzubereiten und schrittweise umzusetzen, damit sozialen Entgleisungen wie Chauvinismus, Fremdenhass, Antisemitismus und erblicher Armut der Nährboden entzogen wird. Noch immer gilt die Lebenserfahrung, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt. Hier sind auch die Gründe dafür zu suchen, dass der Populismus im Vormarsch ist. Es genügt einfach nicht die sozio-ökonomischen Zustände in der Welt zu beschreiben, wir müssen sie verändern. Wer wäre besser geeignet der Menschheit Wege in eine friedliche, gemeinsame Zukunft aufzuzeigen als die Länder Europas mit ihrer kulturellen Vielfalt und ihren historischen Erfahrungen? Ökonomische Alleingänge, egal welche Länder sie auch immer anstreben mögen, bieten keine Möglichkeiten für soziale Sicherheit, Chancengleichheit und wirtschaftliche Stabilität.

In der Ökonomie ist es ähnlich wie beim globalen Umweltschutz. Entweder die Völker der Welt lösen die anstehenden Probleme gemeinsam, oder die Menschheit hat keine Chance auf eine gesicherte Zukunft. Ein Änderung der gesamtgesellschaftlichen Systemorganisation ist angezeigt, wenn sich die Menschheit aus der Knechtschaft von Armut und sozialer Ungerechtigkeit befreien will. Alle Versuche einen sozio - ökonomischen Paradigmenwechsel mit den Zielsetzungen Chancengleichheit und soziale Sicherheit für alle zu vollziehen waren in der Vergangenheit nicht erfolgreich. Wie wir sehen werden, spielt der Umgang mit den möglichen Eigentumsformen an Produktionsmitteln und deren Stellenwert im Wirtschaftsgeschehen eine entscheidende Rolle bei der Optimierung der ökonomischen und sozialen Verhältnisse zum Wohle aller Mitglieder des Gemeinwesens.

Anmerkung

In Ratio versus Profitfi1 habe ich aus meiner Sicht die Ursachen für die sozio - ökonomischen Instabilitäten rein profitorientierter Marktwirtschaften untersucht und gezeigt, dass bei Beibehaltung dieser gesamtgesellschaftlichen Systemorganisation weder Chancengleichheit noch soziale Sicherheit für alle Mitglieder eines Gemeinwesens aus objektiven Gründen gewährleistet werden können. Im Zusammenhang damit habe ich realitätsnahe, kompakte, mathematisch und grafisch unterlegte Systemmodelle zur Beschreibung der ökonomischen Prozesse in profitorientierten Marktwirtschaften dargestellt, an-hand dieser Modellvorstellungen die sozio-ökonomischen Ent-wicklungstendenzen profitorientierter Marktwirtschaften analysiert und die Anforderungen an eine rationale Marktwirtschaft skizziert, in der soziale Gerechtigkeit zum Allgemeingut werden könnte.

Die vorliegenden Schrift ist thematisch eng an Ratio versus Profit angelehnt, jedoch mit einer anderen Setzung der Schwerpunkte. Es war mir wichtig zu analysieren, weshalb in der Neuzeit alle Versuche zur Errichtung einer gerechteren Gesellschaft gescheitert sind und welche Bedeutung dabei u.a. dem Eigentum an Produktionsmitteln zukommt. Wenn wir die Welt zum besseren verändern wollen, ist es mit einer Zustandsanalyse der Gesellschaft nicht geschehen. Deshalb habe ich den Versuch unternommen, Möglichkeiten für einen Paradigmenwechsel aufzuzeigen. Teilweise greife ich dabei auf Aussagen in Ratio versus Profit zurück, ohne jeweils im Einzelfall darauf hinzuweisen. Ausdrücklich möchte ich unterstreichen, dass es sich bei dieser Niederschrift um eine theoretische Arbeit handelt.

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