Logo weiterlesen.de
Gefährliches Vertrauen

1. KAPITEL

„Drehst du jetzt komplett durch?“ André starrte Fiona fassungslos an. Hatte sie gerade tatsächlich von ihm verlangt, sie zu heiraten?

„Wieso?“ Spöttisch zuckte sie die Schultern. „450.000 Euro sind eine Menge Geld – da werde ich ein wenig Sicherheit verlangen können.“

„Das ist Erpressung!“

„Du bekommst fast eine halbe Million, dazu eine attraktive Frau und nennst das Erpressung?“

„Ich lasse mir nicht die Pistole auf die Brust setzen!“, erklärte er. „Und ich brauche das Geld. Jetzt. Sofort. Sonst geht unser Vorhaben den Bach runter!“

„Ich bin doch Geschäftsfrau, mein Lieber“, säuselte sie. „Du glaubst ja wohl nicht, dass ich so einen Deal ohne Absicherung eingehe. Und wenn du Charlotte Saalfeld nur wegen des Geldes heiraten würdest, kannst du auch mich heiraten.“

Sprachlos schüttelte er den Kopf.

„Dabei machst du sogar den besseren Fang“, fuhr sie fort. „Ich bin jünger, knackiger, und ich werde meinen ehelichen Pflichten mit Vergnügen nachkommen.“

Er musterte sie voller Verachtung. „Meine Liebe gibt es kostenlos oder gar nicht!“ Damit ließ er sie allein.

André blieb nichts anderes übrig, als seinem Bruder Werner mitzuteilen, dass er ihm das Geld nicht so schnell würde geben können, wie er es versprochen hatte.

„Es ist fest angelegt“, behauptete er. „Ich kann es nicht von heute auf morgen flüssigmachen.“

„Das fällt dir jetzt ein?“, stieß Werner ungläubig hervor.

„Es tut mir leid, aber es gestaltet sich etwas schwieriger als gedacht“, entschuldigte sich der Chefkoch verärgert.

„Du hast das Geld gar nicht!“, erwiderte der Senior. „Das ist alles nur heiße Luft! Ich hätte es mir denken können. Du willst dich nur wichtigmachen!“

„Du bekommst dein Geld!“, entgegnete André.

„Das glaubst du doch selbst nicht!“

André winkte entnervt ab und ging.

Entgeistert blickte Werner ihm hinterher. „Weißt du überhaupt, was du damit angerichtet hast?“ Doch sein Bruder hörte ihn nicht mehr.

„Es kann doch sein, dass André die Wahrheit sagt“, versuchte Charlotte, Werner zu besänftigen. Er hatte ihr kurz zuvor wutentbrannt berichtet, dass er das versprochene Geld nun doch nicht bekam. „Es ist doch normal, dass man solche Summen in verschiedenen Papieren anlegt, die nicht sofort flüssigzumachen sind.“

„Es gibt nichts flüssigzumachen, weil es dieses ominöse Erbe niemals gab!“, versetzte der Senior zornig. „Und ich bin André mal wieder auf den Leim gegangen. Das ärgert mich am meisten!“

„Aber wieso sollte er denn eine solche Geschichte erfinden?“

„Weil er sich wichtigmachen will!“ Werner war sich ganz sicher. „Er ist ein kleiner Hochstapler, sonst nichts!“

„Das ist nicht fair“, widersprach sie. „Dein Bruder will uns mit einer sehr großzügigen Summe helfen – dafür kannst du ihn nicht derart beschimpfen.“

„Deine Gutgläubigkeit in allen Ehren, aber ich kenne meinen Bruder länger als du“, knurrte er.

„Vielleicht täuschst du dich in ihm.“

Er funkelte sie an – schließlich nagte neben allem anderen auch die Eifersucht an ihm.

„Der ‚Fürstenhof‘ steht auf dem Spiel“, mahnte sie. „Vergiss wenigstens für einen Moment deinen Privatkrieg mit André. Was hätte er davon, Geld anzubieten, das er gar nicht hat?“

„Ich sagte schon: Er will sich in Szene setzen – und zwar vor dir“, gab Werner mühsam beherrscht zur Antwort. „Er ist ein Genie, wenn es darum geht, Intrigen einzufädeln.“

André bat Fiona indes, ihm in den Weinkeller zu folgen.

„Kannst du mir bitte sagen, warum wir uns hier unten treffen müssen?“, fragte sie kühl, als sie die Treppe herunterkam.

„Ich möchte mit dir reden – in Ruhe“, entgegnete er.

„Da bin ich aber gespannt.“ Sie warf ihm einen forschenden Blick zu. „Viktoria Tarrasch weiß übrigens, wo sie mich suchen muss. Nur für den Fall, dass du mich um die Ecke bringen willst …“

„Ich liebe dich, Fiona.“

Mit einem solchen Geständnis hatte sie nicht gerechnet.

„Ich liebe dich wie keine andere Frau zuvor“, fuhr er fort. „Wir sind füreinander geschaffen. Lass uns an einem Strang ziehen, dann können wir alles erreichen!“

„Fragt sich nur, wohin die Reise geht.“

„In null Komma nichts gehört uns der ‚Fürstenhof‘“, erklärte er. „Wir dürfen uns nur nicht mehr misstrauen.“

„Zu heiraten ist der größte Vertrauensbeweis, den es gibt“, versetzte sie. „Und ich bin bereit dazu. Aber du offenbar nicht. Also, vergiss es!“

„Versteh doch …“ Er sah seine Felle davonschwimmen. „Selbst wenn ich es wollte – es geht nicht! Das bringt meinen ganzen Plan durcheinander.“

„Ich habe es verstanden“, erwiderte sie kühl. „Du willst für Charlotte frei sein. Aber dann kannst du das Geld vergessen!“

„Wenn ich dich heirate, bekommen wir den ‚Fürstenhof‘ nie! Charlotte ist momentan der einzige Weg zu unserem gemeinsamen Glück!“

„Wohl eher zu deinem.“

„Es könnte so einfach sein!“, beharrte er. „Noch ein paar Tage, dann frisst sie mir aus der Hand. Und wenn wir ihre 45 Prozent erst einmal haben, ist es ein Leichtes, Werner die andere Hälfte abzuluchsen!“

Fiona schwieg.

„Sobald wir beide Besitzer des ‚Fürstenhofs‘ sind, werde ich dich heiraten!“, versicherte er. „Aber erst dann!“

„Wer garantiert mir, dass du es dir nicht anders überlegst?“

„Wieso sollte ich?“, hielt er dagegen und blickte sie treuherzig an. „Ich liebe dich und will mit dir glücklich sein.“

„Ich glaube dir kein Wort! Sobald ich dir das Geld gebe, bin ich dir egal!“ Damit verschwand sie nach oben.

Wütend und hilflos sah er ihr hinterher.

Und auf André wartete schon neuer Ärger mit Werner.

Der Senior verlor die Beherrschung, als er in der Küche mitbekam, dass der Chefkoch Austern bestellt hatte. „Wer soll diese sündhaft teuren Dinger denn essen?“, fuhr Werner seinen Bruder vor versammelter Mannschaft an. „Wir haben doch kaum Gäste!“ André wollte etwas zu seiner Verteidigung vorbringen, doch der Senior ließ ihn nicht einmal zu Wort kommen. „Solche Scherze werden dir bald vergehen!“, drohte er. „Du bist nämlich der Erste, der gefeuert wird, wenn sich das Blatt nicht bald wendet.“

„Wie du weißt, bin ich auf dein bescheidenes Gehalt kaum angewiesen“, versetzte André kühl.

„Natürlich bist du das!“, knurrte Werner. „Deine große Klappe und die leeren Versprechungen haben mich wertvolle Zeit gekostet.“ Tatsächlich musste er so schnell wie möglich Geld auftreiben, wenn er den „Fürstenhof“ noch retten wollte. Und so bat er Fiona, die in der Nähe gestanden und alles mit angehört hatte, sich umgehend nach Interessenten umzusehen, die den Golfplatz des Hotels kaufen wollten.

Johann war froh, dass er sich endlich mit Samia und Gregor ausgesöhnt hatte.

Und außerdem war ihm eine Idee gekommen, wie er und Gregor die Ermittlungen vorantreiben könnten. Er machte sich auf den Weg in Gregors Praxis, um mit ihm über seinen Einfall zu sprechen.

„Wir brauchen jemanden, der völlig unbelastet an die Sache herangeht und den Mörder nicht übersieht“, erklärte Johann. Kommissarin Jana Schneider, die bislang im Mordfall Obote ermittelte, hielt er nicht für objektiv – er glaubte, dass die Polizistin sich in Gregor verliebt hatte.

Stirnrunzelnd musterte Gregor ihn. „Wir werden Frau Schneider kaum austauschen lassen können.“

„Aber wir könnten doch einen Privatdetektiv engagieren“, schlug Johann vor. „So einer findet den wahren Mörder im Handumdrehen!“

Ganz überzeugt wirkte Gregor nicht. Er zögerte. Doch dann nickte er langsam. „Vielleicht haben Sie recht … Wir sollten es auf einen Versuch ankommen lassen.“

Samia hielt Gregors und Johanns Plan gar für keine gute Idee.

„So ein Privatdetektiv bringt nur zusätzliches Durcheinander!“, erklärte sie, nachdem Gregor ihr von seinem Gespräch mit Johann erzählt hatte.

„Oder endlich die Wahrheit.“

„Dafür ist die Polizei zuständig“, beharrte Samia.

„Bis jetzt hat die Kommissarin aber kaum etwas herausgefunden.“

Dem musste Samia notgedrungen zustimmen.

„Und solange ich selbst nicht weiß, was in der Mordnacht passiert ist, bleibe ich verdächtig“, fuhr Gregor fort. „Ein Detektiv findet vielleicht etwas – ein kleines Detail oder was weiß ich – das mir die Erinnerung zurückbringt.“

Doch das konnte Samia nicht beruhigen. Was war, wenn ein Detektiv herausfand, dass Gregor ihren Vater tatsächlich erschlagen hatte? Dann würde Gregor ins Gefängnis kommen, selbst wenn es im Affekt geschehen war. Und sie war sich sicher, dass sie eine solche Trennung nicht würde ertragen können.

„Was denkst du?“ Gregor sah Samia fragend an.

„Vielleicht ist es gut, dass du dein Gedächtnis verloren hast“, sagte sie leise.

„Du hast Angst, dass ich es doch gewesen sein könnte?“ Er wirkte verunsichert.

„Ich habe Angst, dass du als Täter vor Gericht kommst, obwohl du es gar nicht gewollt hast“, korrigierte sie.

Er atmete tief durch.

Und sie begriff, wie sehr er unter ihren Zweifeln litt. Behutsam schloss sie ihn in die Arme. „Bitte, Gregor …“, hauchte sie. „Entschuldige …Verzeih mir, ich wollte dich nicht verunsichern.“

„Ich kann dir das nicht einmal übel nehmen“, flüsterte er unglücklich.

„Falls du es wirklich warst, werde ich alles versuchen, um dir zu verzeihen“, versprach sie. „Aber bitte, sieh du mir auch nach, dass ich deine Schuld irgendwie für möglich halten muss …“

Gregor wusste, dass sie recht hatte.

Samia und Gregor übernachteten in Samias Zimmer.

Gregor bemerkte sofort, dass das Foto von Joshua verschwunden war.

„Ich habe es weggelegt“, erklärte Samia schlicht.

„Meinetwegen?“, wollte er wissen.

Sie nickte. „Es ist besser so.“

„Damit ich keine Albträume mehr habe?“

Wieder nickte Samia.

„Bitte, stell es wieder auf. Du brauchst ihn bei dir. Und ich will dir nicht auch noch die Zeit zum Trauern nehmen.“

„Ich brauche kein Foto, um Vater nahe zu sein“, erwiderte sie. „Er will mich nicht trauernd sehen, sondern glücklich. Mit dem Mann, den ich über alles liebe.“ Und dann gab sie Gregor einen innigen Kuss.

Johann hatte Jana Schneider auf den Kopf zu gesagt, dass sie in Gregor verliebt wäre und deshalb nicht objektiv ermitteln würde. Außerdem hatte er angekündigt, einen Privatdetektiv einzuschalten.

Jana war so in ihrer Ehre gekränkt, dass sie gleich am nächsten Morgen eine Reihe von Hausdurchsuchungen durchführen ließ.

Als Erstes platzte sie bei Gregor in die Sprechstunde. Er war wütend, weil sie ihn dazu zwang, die Behandlung seiner Patienten abzubrechen.

„Wir haben den dringenden Verdacht, dass hier wichtige Beweismittel in einem Mordfall versteckt sind!“, erklärte Jana.

„Was suchen Sie denn überhaupt?“

„Den Diamanten natürlich.“

„Da bemühen Sie sich hier umsonst.“

„Ich werde ihn finden und den Mörder überführen!“ Es war plötzlich deutlich spürbar, wie sehr es an ihr nagte, noch immer keine heiße Spur zu haben. „Selbst wenn ich den gesamten ‚Fürstenhof‘ noch drei- oder viermal auf den Kopf stellen muss!“

Doch – wie Gregor gesagt hatte – in der Praxis fand sich der Edelstein nicht.

Also schickte Jana ihre Kollegen zu Johann Gruber, damit sie seine Wohnung noch einmal auseinandernahmen. Johann war darüber natürlich alles andere als erfreut.

Aber auch in seiner Wohnung entdeckten die Beamten nichts.

Zu guter Letzt durchsuchten sie Samias Zimmer.

Während die Polizisten sich an die Arbeit machten, trat Jana zu Samia. „Wie fühlt es sich an, mit einem Mann liiert zu sein, der behauptet, Ihren Vater erschlagen zu haben?“

Was war das für eine Frage? Samia ließ sich nichts anmerken. „Wir sind glücklich und lieben uns“, entgegnete sie mit fester Stimme.

Jana schluckte. Doch sie kam gar nicht dazu nachzuhaken …

Denn plötzlich stürmte Werner in Samias Zimmer. „Eine bodenlose Frechheit ist das! Dieser Raum gehört zum Privattrakt des ‚Fürstenhofs‘! Was haben Sie hier verloren?“

„Ich denke, Sie sind an einer baldigen Aufklärung des Mordes genauso interessiert wie ich“, erwiderte Jana kühl. „Also lassen Sie uns unsere Arbeit tun.“

„Sie verdächtigen doch nicht allen Ernstes Frau Gruber, ihren eigenen Vater umgebracht zu haben?“, wollte er fassungslos wissen.

„Wir müssen allen Spuren nachgehen. Und da Frau Gruber und Doktor Bergmeister ein überaus inniges Verhältnis pflegen …“ Sie warf Samia einen finsteren Blick zu. Dann wandte sie sich wieder dem Senior zu. „Das Mordmotiv, der Diamant, könnte sich also durchaus auch in Ihrem Privattrakt finden.“

Aber auch, wenn ihre Kollegen alles auf den Kopf stellten – der Diamant blieb verschwunden. Ohne ein befriedigendes Ergebnis erzielt zu haben, zog Jana sich mit den Beamten zurück.

Als sie wieder allein war, betrachtete Samia entsetzt das Chaos, das die Polizisten hinterlassen hatten. Seufzend machte sie sich daran aufzuräumen.

Jana Schneider wusste genau, wie sie jemanden verletzen und verunsichern konnte. Samia schluckte.

Wie ist es, mit einem Mann liiert zu sein, der behauptet, Ihren Vater erschlagen zu haben?

Solche Fragen würde sie vermutlich noch öfter zu hören bekommen. Wahrscheinlich dachten viele im „Fürstenhof“ genauso und trauten sich nur nicht, es zu sagen. Wie lange würde sie das aushalten? Wie lange würde Gregors und ihre Liebe das aushalten?

Ihr Blick fiel auf das Foto ihres Vaters, das die Polizisten achtlos aufs Bett geworfen hatten.

Vielleicht hatte Gregor Joshua wirklich auf dem Gewissen.

Aber selbst wenn – sie konnte nicht aufhören, ihn zu lieben. Sie konnte nur hoffen, dass ihr Vater sie verstand. Und ihr verzieh …

2. KAPITEL

Charlotte und André begegneten einander zufällig im Gewächshaus. Verhalten wünschten sie sich einen guten Morgen.

„Ich nehme an, Werner hat dir von der Verzögerung erzählt?“, fragte André zaghaft.

Charlotte nickte nur.

„Es tut mir leid“, entschuldigte er sich zerknirscht. „Aber keine Sorge – das Geld kommt, sobald ich es flüssigmachen kann.“

Enttäuscht sah sie ihn an. „Warum machst du Versprechungen, wenn du sie nicht einhalten kannst?“

„Ich bin davon ausgegangen, dass ich sofortigen Zugriff habe“, behauptete er. „Aber Anlagen dieser Größenordnung sind nicht von heute auf morgen zu kündigen.“

„Oder kann es sein, dass du dich mit deinem großzügigen Angebot nur profilieren wolltest?“, entgegnete sie.

„Charlotte, ich würde mich freuen, wenn du mich als Menschen schätzt.“ Er gab sich zutiefst gekränkt. „Mit dem Geld geht es mir einzig darum, den ‚Fürstenhof‘ zu retten.“

„Ich schätze Menschen, die ehrlich zu mir sind“, versetzte sie.

„Es verletzt mich, so ein Angebot zu machen und dann vom eigenen Bruder als Hochstapler beschimpft zu werden – nur weil die Scheine nicht schnell genug auf dem Tisch liegen.“

„Es geht nicht darum, ob und wann das Geld zur Verfügung steht. Sondern darum, ob ich dir vertrauen kann.“ Charlotte warf ihm noch einen langen prüfenden Blick zu, bevor sie sich abwandte und ging.

André schluckte. Es lief nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte.

Auch Viktoria machte sich Sorgen über die Situation des „Fürstenhofs“.

Sie sprach mit Fiona darüber – und die machte ihr nicht gerade Mut …

„Das Hotel geht sowieso den Bach runter“, stellte Fiona fest. „Durch den Mordfall ist der Ruf dieses Ladens vollkommen ruiniert. Und spätestens seit Frau Saalfeld einen der wichtigsten Reiseveranstalter verprellt hat, ist sowieso nichts mehr zu retten.“

Viktoria blickte Fiona fassungslos an. Wieso glaubte sie nicht mehr an den „Fürstenhof“?

Doch ihre Kollegin fuhr bereits fort: „Diskretion und Sicherheit sind für unsere Klientel ganz entscheidende Faktoren. Beides wird hier mit Füßen getreten, und zwar von der Frau des Direktors.“

„Was also schlagen Sie vor?“, hakte Felix’ Schwester nach. „Was sollen wir tun?“

„Suchen Sie sich einen neuen Job, bevor es zu spät ist!“

Entsetzt starrte Viktoria Fiona an. War die Lage tatsächlich so aussichtslos?

„Du hast gewonnen.“ André war im Blauen Salon zu Fiona getreten, die sich eine Tasse Kaffee gönnte.

„Woher der plötzliche Sinneswandel?“, wollte Fiona wissen.

„Du erpresst mich, ich habe keine andere Wahl.“

Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht – sie glaubte tatsächlich, gewonnen zu haben. „Wie hätte ich dich sonst zur Vernunft bringen sollen?“, entgegnete sie liebevoll. „Es wäre doch Irrsinn, noch einen Cent in diesen maroden Laden zu investieren.“ Sie griff nach seiner Hand. „Die 450.000 Euro sind uns sicher. Lass uns so schnell wie möglich verschwinden, das alles hier vergessen und irgendwo glücklich werden.“

Doch André entzog ihr die Hand. Seine Miene war hart geworden. „Du hast mich nicht verstanden“, erklärte er kühl. „Ich erwarte von dir die Hälfte unseres Geldes zurück. Und dann sind wir quitt. Das Kapitel ‚gemeinsame Zukunft‘ ist für mich abgeschlossen.“

„Was soll das denn jetzt?“

„Was erwartest du denn, wenn du mir dermaßen in den Rücken fällst?“, knurrte er. Zornig funkelte er Fiona an und wandte sich dann zum Gehen.

Fiona blieb aufgewühlt zurück.

Am Nachmittag stürmte Fiona in die Küche und knallte André eine Plastiktüte auf den Tisch, aus der ein Bündel Geldscheine herausrutschte.

„Bist du noch zu retten?“, fuhr er sie an. „Pack das Geld ein! Es kann jeden Moment jemand hereinkommen.“

„Das sind die kompletten 450.000 Euro“, erklärte sie aufgelöst.

„Was soll der Quatsch?“

„Das Geld gehört dir.“

„Es ist unser Geld!“

Uns gibt es nicht mehr. Das hast du mir vorhin eindrucksvoll klargemacht.“

„Wozu bringst du es mir dann?“ Misstrauisch sah er sie nun an.

„Ich will nichts mehr damit zu tun haben. Weder mit dem Geld noch mit dir. Ich kann nicht mehr, und ich will nicht mehr.“ Sie steigerte sich immer mehr in ihre Aufregung hinein. „Es waren schon lange nicht mehr unsere Pläne, sondern nur noch deine. Du hast völlig recht: Für uns gibt es keine gemeinsame Zukunft.“

Mit einem Blick auf die Tüte mit dem Geld ergriff André Fionas Hand. „Darüber müssen wir in Ruhe sprechen“, sagte er. „Aber nicht hier.“ Er nahm die Tüte und zog Fiona mit sich.

Kurz darauf standen sie an der Pferdekoppel. André hielt die Tüte an seine Brust gepresst. „Ich kapier das einfach nicht. Das alles hier, das ganze Hotel kann uns gehören. Wir haben schwer dafür gearbeitet – wieso willst du das plötzlich hinwerfen?“

„Mir ist klar geworden, dass ich mir etwas anderes erträumt habe als du“, erklärte Fiona.

„Wieso?“ André konnte sie einfach nicht verstehen. „Wenn ich mich an Charlotte ranmache und du Werner einwickelst, dann geschieht das doch nur, um einen Keil zwischen die beiden zu treiben! So hatten wir es ausgemacht.“ Er packte sie bei den Schultern und sah sie eindringlich an.

„Du willst sie heiraten. Und ich habe keine Lust, die heimliche Geliebte zu spielen.“

Allmählich verlor er die Geduld. „Was bedeutet so ein dämlicher Trauschein denn schon?“, knurrte er. „Du bist die Frau, die ich liebe.“

Traurig schüttelte sie den Kopf. „Nein, André. Wenn du mich lieben würdest, dann würdest du mich niemals zu einem anderen ins Bett schicken. Du liebst mich nicht, du benutzt mich nur.“ Sie machte sich von ihm los und lief davon.

André ging zurück an die Arbeit.

Als Simon ihm berichtete, Fiona würde an der Bar sitzen und sich betrinken, schrillten bei ihm sofort sämtliche Alarmglocken. Betrunken war sie nicht mehr zurechnungsfähig, und wer wusste schon, was sie dann alles erzählte.

Gerade noch rechtzeitig kam er in die Bar gestürzt …

Fiona saß – schon reichlich derangiert – an der Bar und nahm einen tiefen Schluck aus ihrem Whiskyglas. Sie beugte sich vor und winkte den Barmann zu sich heran. „Wollen Sie wissen, wer der Mörder von Joshua Obote ist?“

André schluckte. „Fiona!“, rief er und lief zu ihr.

„Du störst“, murrte sie. „Ich habe dir nichts mehr zu sagen.“

„Ich dir aber.“ Er wusste, dass ihm jetzt nur noch eine Möglichkeit blieb. „Fiona, ich kann und will nicht ohne dich leben“, log er. „Willst du meine Frau werden?“

Einen Moment lang sah sie ihn vollkommen überrascht an – dann brach sie in Lachen aus.

„Ich meine es ernst, Fiona!“, beteuerte André. „Ich möchte dich wirklich heiraten. Du weißt doch, wie sehr ich dich liebe. Du bist die Frau meines Lebens.“

„Aber gestern hast du noch gesagt, dass du nicht willst“, hielt sie dagegen.

Er blickte sie eindringlich an. „Als du mir das ganze Geld hingeworfen hast, ist mir klar geworden, was ich verliere“, behauptete er. „Es ist unser Geld. Und unsere gemeinsame Zukunft. Ich will dich nicht verlieren. Ich will mit dir zusammen sein – für immer!“

Fiona wusste nicht, was sie glauben sollte. Das klang alles viel zu schön, um wahr zu sein … Doch schließlich ließ sie sich von André in seine Wohnung bringen.

Viktoria versuchte es derweil mit einer Telefonaktion bei den Stammgästen des „Fürstenhofs“ – doch auf ihre Angebote erhielt sie nur ablehnende Antworten.

„Mach mal Pause“, sagte Marc, der zu ihr ins Büro gekommen war. „Manchmal muss man gar nichts tun für sein Glück.“ Er gab ihr einen zärtlichen Kuss.

„Ihr nehmt das alle nicht ernst!“, versetzte Viktoria leicht panisch. „Wir stehen kurz vor dem Aus!“

„Ach, du – auf die Arbeit könnte ich locker verzichten“, scherzte Marc.

„Und wer zahlt die Miete? Ich finde das nicht witzig!“

Wortlos legte er ihr einen Schein auf den Tisch.

„Ein Wettschein fürs Pferderennen?“ Stirnrunzelnd blickte Viktoria Marc an.

„Mit todsicheren Tipps von Ben. Der kennt sich aus.“

„Und du glaubst, wir gewinnen was?“

Er lächelte. „Wer weiß … Aber wenn, dann möchte ich ein Haus mit dir kaufen und sesshaft werden.“

Viktoria glaubte, ihren Ohren nicht zu trauen. „Was ist denn mit dir los?“

„Ich liebe dich und möchte, dass du dich wohlfühlst“, antwortete er.

„Das würdest du mir zuliebe machen?“

„Für dich würde ich noch ganz andere Dinge machen.“

Liebevoll umarmten sich die beiden.

„Ich habe eine viel bessere Idee“, sagte Viktoria leise und sah ihn an. „Wenn wir gewinnen, möchte ich eine Weltreise mit dir machen – am besten lebenslänglich.“

„Ich dachte, du stehst nicht so auf das ‚Lotterleben‘?“

„Ich liebe dich aber und will, dass du dich wohlfühlst.“

Am Ende gewannen die beiden nur zwanzig Euro – so gut waren Bens Tipps wohl doch nicht gewesen. Aber was machte das schon, wenn man so glücklich verliebt war?

Werner hatte Samia um ein Gespräch gebeten.

„Es tut mir leid, dass durch meine Familie so viel Unruhe in den ‚Fürstenhof‘ gekommen ist“, sagte Samia leise.

„Ich bitte dich!“, winkte er ab. „Das hat allein der Mörder zu verantworten. Du hast meine größte Bewunderung für die Kraft, mit der du das alles durchstehst – den Verlust deines Vaters und die furchtbaren Umstände, die zu seinem Tod geführt haben.“

„Ich wünschte, es wäre endlich alles vorbei“, seufzte sie.

„Das wünschte ich mir auch. Aus ganz profanen Gründen. Der ‚Fürstenhof‘ kann sich keine weiteren Risiken leisten. Die heutige Durchsuchung meiner Privaträume ist ein gefundenes Fressen für die Presse.“

„Aber die Wohnung wurde doch meinetwegen durchsucht.“

„Das ist denen egal“, erwiderte er. „Direktor des ‚Fürstenhofs‘ gewährt Mörder Unterschlupf – so wird es morgen in den Zeitungen stehen!“

„Ich kann nichts dagegen tun, dass die Kommissarin bei mir nach dem Diamanten sucht.“

„Sie tut es doch, weil du mit Doktor Bergmeister zusammen bist.“

„Ich werde mich deshalb nicht von ihm trennen“, erklärte sie entschieden.

„Das würde ich nie verlangen“, entgegnete Werner. „Aber ich muss ausschließen, dass diese Verdächtigungen mit mir als Hoteldirektor in Verbindung gebracht werden. Solange der Fall nicht geklärt ist, wäre es also besser, wenn Herr Bergmeister hier nicht mehr übernachtet.“

Samia schluckte getroffen.

Nach dem Gespräch mit Werner war Samia so durcheinander, dass sie zu spät zum Tanztraining erschien.

„Lass uns anfangen“, sagte Philipp, als sie sich umständlich entschuldigen wollte. „Damit wir nicht noch mehr Zeit verlieren.“ Er hatte Mühe, sich seinen Ärger nicht anmerken zu lassen. „Wir sparen uns die Grundschritte und fangen gleich mit der Choreografie an“, schlug er vor.

Die beiden begannen, den Paso doble zu tanzen. Die erste Schrittfolge funktionierte bereits recht gut.

„Das war schon ganz ordentlich.“ Philipp nickte Samia zu. „Trotzdem müssen wir noch wahnsinnig viel üben, bis das richtig sitzt. Wir brauchen einfach mehr Trainingseinheiten.“

„Wie stellst du dir das vor? Meine Arbeit …“

„Du hast gesagt, das Tanzen sei dir wichtig“, fiel Philipp Samia ins Wort. „Weil es dich von deinen Sorgen ablenkt. Also: Dann üben wir ab heute zwei Stunden mehr!“

„Das geht nicht, Philipp! Du weißt, dass ich nächste Woche meine Ausbildung zur Bewegungstherapeutin anfange.“

„Eine Stunde?“

Sie schüttelte den Kopf. „Ich fürchte, ich kann nicht einmal mehr das bisherige Pensum einhalten.“

„Das ist nicht dein Ernst!“ Entgeistert sah er sie an.

„Leider doch. Fürs Tanzen werde ich nicht mehr viel Zeit haben.“

„Und das Turnier? Uns steht die Welt offen, wenn wir gewinnen!“ Er konnte seine Enttäuschung nicht verhehlen.

„Ich habe dir schon gesagt, dass das Tanzen für mich nur ein Hobby ist.“

„Und was ist mit mir?“

„Wenn du dir jemand anderen suchen möchtest, der das gleiche Ziel hat wie du – ich könnte es verstehen.“

Philipp schüttelte den Kopf. „Auf gar keinen Fall. Du bist meine ideale Partnerin.“

„Auch wenn wir noch weniger proben können als bisher?“ Forschend blickte Samia ihn an.

„Auch dann. Du oder keine!“

Sie zuckte die Schultern, und die beiden setzten das Training fort.

Doch Samia war mit ihren Gedanken woanders. Immer wieder musste sie an das denken, was Werner ihr gesagt hatte. Sie konnte seine Bitte, Gregor nicht mehr bei ihr übernachten zu lassen, zwar irgendwie verstehen – aber sie wollte sich von ihm nicht ihr Leben vorschreiben lassen. Wenn Gregor nicht mehr zu ihr kommen durfte, dann würde sie zu ihm ziehen!

„Kannst du dich bitte mal konzentrieren?“, fuhr Philipp sie unvermittelt an. „So geht das nicht. Wenn wir tanzen, dann musst du ganz hier sein. Auch mit dem Kopf!“

„Ich funktioniere nun mal nicht auf Knopfdruck“, stieß Samia hervor. Philipps heftige Reaktion hatte sie erschreckt. „Es ist besser, wenn wir für heute Schluss machen.“ Sie ging.

Wütend und genervt blieb Philipp zurück.

„Wie kommst du dazu, Samia aus der Wohnung zu werfen?“ Vorwurfsvoll funkelte Charlotte Werner an. Kurz zuvor hatte sie hilflos mit ansehen müssen, wie Samia ihre Sachen gepackt hatte. Es war ihr nicht gelungen, sie aufzuhalten.

„Wovon redest du?“, verteidigte sich der Senior. „Ich habe sie nicht rausgeworfen!“

„Aber du hast ihr nahegelegt, Gregor hier nicht mehr zu empfangen!“

„Findest du es etwa gut, wenn seinetwegen unsere Wohnung durchsucht wird?“

„Er ist Samias Freund!“, versetzte sie empört.

„Und deswegen ist ständig die Polizei im Haus!“, entgegnete er. „Du weißt ganz genau, wie sehr diese Durchsuchungen dem Ruf des Hotels schaden.“

„Es geht dir wieder mal nur ums Geschäft.“ Sie musterte ihn kühl. „An Samia denkst du dabei überhaupt nicht.“

„Es ist doch nur vorübergehend“, wollte er sie besänftigen. „Bis dieser unselige Mord endlich aufgeklärt ist.“

„Jedenfalls ist sie zu Gregor gezogen!“ Charlotte konnte nicht fassen, dass Werner sich Samia gegenüber so gleichgültig zeigte.

„Das ist doch eine wunderbare Lösung. Wieso regst du dich auf?“

„Samia ist wie eine Tochter für mich!“ Charlotte blitzte den Senior wütend an. „Und der Mann, den sie liebt, ist bei mir herzlich willkommen!“

Werner ahnte, dass mit Charlotte im Augenblick nicht zu sprechen war. Also zuckte er knapp die Schultern und ging.

Aufgebracht sah Charlotte ihm hinterher.

Alfons Sonnbichler staunte nicht schlecht, als ein neuer Gast an der Rezeption erschien und die Fürstensuite buchte. Der Mann stellte sich als Frank Decker vor. Von Beruf war er Diamantenhändler.

Ben trug die Koffer des Gastes in die Suite.

Wohlwollend blickte Frank Decker sich um. Dann wandte er sich dem Pagen zu. „Ist nicht viel los hier zurzeit, oder?“, fragte er in vertraulichem Ton.

Zögerlich schüttelte Ben den Kopf.

„Hängt wahrscheinlich mit dem Mord zusammen“, vermutete Decker. „Ich habe davon in der Zeitung gelesen.“

Ben schluckte. Die ganze Situation erinnerte ihn sehr an seine Begegnung mit dem Journalisten, den er gegen Geld an den Tatort geführt hatte. Noch einmal wollte Ben sich nicht überrumpeln lassen und hielt sich deshalb bedeckt. Schweigend sah er Decker an.

„Hat der Mann, der erschlagen wurde, in dieser Suite gewohnt?“, bohrte Decker weiter.

„Nein.“ Ben fühlte sich unbehaglich.

Doch Decker ließ nicht locker. „Haben Sie diesen Diamanten gesehen, um den es dabei ging?“, wollte er wissen.

Der Page schüttelte den Kopf.

„Können Sie sich vorstellen, wo er nach dem Mord abgeblieben ist?“

„Ich? Nein, nein, ich weiß überhaupt nichts.“

„Entschuldigen Sie meine Neugier – es ist mein Job. Ich kaufe und verkaufe Steine. Und für einen guten Tipp bin ich immer dankbar.“ Der Diamantenhändler steckte Ben einen Fünfzigeuroschein zu, den dieser mit großen Augen entgegennahm.

„Von dem Diamanten fehlt jede Spur“, berichtete der Page. „Sogar die Polizei hat ihn nicht gefunden. Dabei haben die das ganze Hotel auf den Kopf gestellt. Mehr weiß ich nicht.“ Er nickte Frank Decker noch einmal zu und wandte sich dann zum Gehen – der Kerl war ihm nicht geheuer.

Am Nachmittag traf Frank Decker in der Lobby auf Samia.

„Es ist kein Zufall, dass ich hier bin“, erklärte er der verblüfften Samia, nachdem er sich vorgestellt hatte. „Ich habe von den tragischen Geschehnissen im Hotel gehört. Ich kannte Ihren Vater.“

Irritiert runzelte sie die Stirn.

„Sie sind doch die Tochter von Joshua Obote?“

Samia nickte. „Sie kannten ihn?“, fragte sie tonlos.

„Er hat sehr rührend von Ihnen gesprochen“, behauptete Frank Decker. „Er wollte mir die ‚Träne Afrikas‘ verkaufen. Ich bin Diamantenhändler. Leider ist es nicht mehr zu dem Geschäft gekommen. Aber vielleicht gibt es ja noch eine Chance …“

„Wie meinen Sie das?“ Samia war hellhörig geworden.

„Als seine Tochter sind Sie seine Erbin, nicht wahr?“

„Sie glauben, ich habe den Diamanten?“

Er nickte. „Ich möchte Ihnen den Stein abkaufen. Es braucht niemand etwas davon zu erfahren. Wir wickeln das Geschäft völlig diskret ab.“

„Mein Vater hat den Stein vor seinem Tod versteckt. Ich weiß nicht, wo er ist.“

„Sie wollen den Preis in die Höhe treiben“, vermutete Decker. „Aber egal, was andere Ihnen bieten: Ich zahle mehr!“

„Wie bereits gesagt, die ‚Träne Afrikas‘ ist verschwunden“, entgegnete sie.

Decker lächelte sie an. Dann zuckte er die Schultern. „Falls Ihnen doch noch einfällt, wo der Diamant sein könnte – melden Sie sich. Ich bleibe ein paar Tage im Hotel.“ Damit verabschiedete er sich von ihr.

Nachdenklich sah Samia ihm hinterher.

Umgehend machte sie sich auf den Weg zu Gregor und erzählte ihm von der unangenehmen Begegnung. Und Gregor versprach, dem Unbekannten auf den Zahn zu fühlen und dafür zu sorgen, dass er Samia in Ruhe ließ.

André und Fiona lagen derweil miteinander im Bett.

„Wenn wir jedes Mal so ausgiebig Versöhnung feiern, können wir uns ruhig öfter streiten“, säuselte Fiona und warf André einen verführerischen Blick zu. Sie setzte sich auf. „Jetzt lass uns über die Hochzeit reden.“

„Das können wir auch morgen noch“, versuchte er, sie zu bremsen.

„Ich möchte früh genug mit der Planung anfangen“, beharrte sie. „Schließlich soll alles perfekt sein.“

„Was stellst du dir denn unter einer perfekten Hochzeit vor?“, wollte er argwöhnisch wissen.

„Kirche, viele Gäste, weiße Tauben …“

„Das habe ich befürchtet. Fiona, wir dürfen nicht öffentlich vor den Altar treten. Unsere Hochzeit muss geheim bleiben! Sonst können wir unsere schönen Zukunftspläne vergessen!“

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Gefährliches Vertrauen" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple Books

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen