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Fußball Skills entwickeln: 3 gegen 3 Ballkontrolle Dribbling und Passspiel üben + 90 Übungen

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Inhalt

1Anstoß

2Aufwärmen

Im Quadrat 1 – Über Kreuz

Im Quadrat 2 – Hohe Pässe

Im Quadrat 3 – Drunter und Drüber

Im Quadrat 4 – Dribbling

Im Quadrat 5 – Synchronisation

Im Quadrat 6 – Direkte Konfrontation

Im Quadrat 7 – Abschießen

Im Quadrat 8 – Kombinationen 1

Im Quadrat 9 – Kombinationen 2

Im Quadrat 10 – Rotation

Im Quadrat 11 – Lange Pässe

Im Quadrat 12 – Mini-Rondo

31 gegen 1

1 – Kolonnen

2 – Wendigkeit

3 – Den Gegner überwinden: Auge in Auge

4 – Den Gegner überwinden: Diagonale

5 – Mehrere Gegner

6 – Schräge Tore

7 – Verdrehte Tore

8 – Rollenwechsel 1

9 – Nadelöhr

10 – Richtiger Zeitpunkt

11 – Manndeckung 1

12 – Manndeckung 2

13 – Kombinieren

14 – Gegen den Ball laufen

15 – Rollenwechsel 2

16 – Einer gegen den Keeper

17 – Spießrutenlauf

18 – Doppelpass

19 – Freies Schussfeld

20 – Dribbling-Grundlagen

21 – Kampf um den freien Ball

22 – Seiteneinsteiger

23 – Rollenwechsel 3

24 – Von einer Seite zur anderen

25 – 1 gegen 1 in der Gruppe

26 – Umwerfend

27 – Von Tor zu Tor

4Warum 3 gegen 3?

1 – Freies Spiel auf dem Kleinfeld

2 – Spiel mit vier Toren

3 – Zielspieler

4 – 2 gegen 2 plus 2

5 – 4 gegen 2 Ballbesitz

6 – Anspielstation

7 – Zonenspiel (senkrecht)

8 – Mittelfeldspieler 1

9 – Mittelfeldspieler 2

10 – One-Touch-Abschluss 1

11 – One-Touch-Abschluss 2

12 – Wechselspiel mit drei Spielern

13 – Endzonen

14 – Schüsse in der Raute

15 – Eishockey

16 – Umgekehrte Tore

17 – Angriffswelle 1

18 – Angriffswelle 2

19 – Angriffswelle 3

20 – Angriffswelle 4

21 – Angriffswelle 5

22 – Gegenschlag

23 – Entlastungsangriff

24 – Steilpässe und Raumgewinn

25 – Pressing

26 – Pressing und Abschirmen

27 – Pässe mit Springern

28 – Rotation über außen

29 – Den Gegner überspielen

30 – Killerinstinkt

31 – Alle viere

32 – Magisches Viereck

33 – Die Mitte verteidigen

34 – Nadelöhr mit 3 gegen 3

35 – Schneller Rollenwechsel

5Flexibel bleiben

1 – 3 gegen 3 in Wellen und mit Torwarten

2 – Sturmlauf

3 – Angriff mit Vorteil 1

4 – Angriff mit Vorteil 2

5 – Räumliches Bewusstsein

6 – 1 gegen 1 im Mittelfeld

7 – Zusammenspiel auf Distanz

8 – Rücken an Rücken plus 3

6Spielfeldtypen

1 – Reguläres Fußballfeld

2 – Versetzte Tore

3 – Spiel mit vier Toren

4 – Spiel mit sechs Toren

5 – Tore auf allen Spielfeldseiten

6 – Tore Rücken an Rücken

7 – Endzonen

8 – Verstellte Tore und Endzonen

9 – Horizontale Drittelung

10 – Das magische Viereck

11 – Vertikale Drittelung

12 – Eckzonen

13 – Mittelfeld

14 – Raute

15 – Viertelfeld

16 – Senkrechte Viertel mit vier Toren

17 – Kreisförmiges Feld

18 – Breite Ränder

Schlusswort

7Schlussfolgerungen für die Übungspraxis

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Anstoß

Was lieben wir am Fußball?

Auf diese kurze und einfache Frage gibt es unzählige mögliche Antworten.

Dabei stehen zentrale und allgemeine Aspekte im Mittelpunkt: Wettbewerb, Ruhm, Drama, eine packende Story, Teamarbeit, Ballkunst und Können. Als Fans erwarten wir zwei Dinge: den Sieg und gute Unterhaltung. Nur eines von beidem zu bekommen, reicht meist nicht. Teams können echte (oder vergleichsweise große) Erfolge verbuchen, und dennoch sind die Fans unzufrieden, weil sie keinen mitreißenden Fußball erlebt haben.

Wirklich herausragende Spieler sorgen für Unterhaltung und Spannung im Match. Jeder tut das auf seine Art, aber generell gilt, dass sich Zuschauer immer von hoher spielerischer Qualität mitreißen lassen. Je mehr Qualität sie geboten bekommen, desto besser fühlen sie sich unterhalten. Manche dieser Momente gehen in die Geschichte ein und tragen zur Bindung der Fans an den Sport bei.

Fußball steckt voller Widersprüche. Einer davon ist, dass große Teams große Individuen brauchen, die ihre ganze Qualität einbringen. Jedes Glied der Kette muss stark sein, aber manchmal treten Einzelspieler hervor, die stärker als die anderen sind. Von 2008 bis 2018 erlebte die ganze Welt gebannt das Spiel des FC Barcelona im Kollektiv. Dessen wunderbarer Tiki-Taka-Stil bei Pässen und in der Aktion benötigt selten mehr als ein oder zwei Ballberührungen, aber in jeder davon steckt höchstes technisches Können. Die hohe Teamqualität wird ausschließlich von der individuellen Klasse jedes einzelnen Spielers bestimmt.

Ein weiterer Aspekt machte den Fußball der Marke Barcelona so packend: Trainer kamen und gingen, aber ein Spieler bildete die Konstante in dieser Zeit: Lionel Messi. In Barcelona war er die ultimative Einzelpersönlichkeit im Team. Ein Spieler von reinster Qualität, für den schnelles Passspiel oder das Dribbeln an zwei oder drei gegnerischen Spielern vorbei kein Problem darstellt, ebenso wenig wie spektakuläre Fernschüsse oder das Binden mehrerer Gegner, bevor er den perfekten Pass spielt. Wir lieben das Team, aber auch den Einzelspieler.

Messi als herausragendes Individuum und Barcelona als bedeutendes Team stehen im Fußball nicht allein. In den angesprochenen Zeitraum fallen auch das faszinierende Duell zwischen Messi und Ronaldo und die scheinbar endlose Debatte darüber, wer denn der Bessere sei. Oder der Größte. Ist einer der beiden den früheren Fußballlegenden Pelé, Maradona, Cruyff, Di Stéfano oder anderen überlegen, die in diesem Zusammenhang gewöhnlich genannt werden? Jeder dieser Spieler verfügte über die Qualität, das Können, die Entschlossenheit und die Fantasie, um immer wieder und – vielleicht am wichtigsten – in Schlüsselmomenten ein Tor zu erzielen. Das ist letztendlich, was jedem Coach für seine jungen Spieler vorschwebt. Wie müssen das Umfeld und die Übungen aussehen, damit Spieler solche Eigenschaften auf höchstem Niveau entwickeln können?

Es wäre völlig unrealistisch, dies von jedem jungen Spieler zu erwarten, aber wenn wir ihm keine Chance geben, werden wir nie erfahren, was in ihm steckt. Als Haupthindernis erweist sich dabei, dass uns Coaches für unsere Spieler nur ein begrenzter Zeitrahmen zur Verfügung steht. Schlimmer noch: Wir wünschen uns immer mehr Zeit, als wir tatsächlich bekommen.

Die Anforderungen an einen Top-Spieler sind umfangreich:

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Tabelle aus England DNA, der Zusammenfassung der Spiel- und Trainingsphilosophie des englischen Fußballverbandes FA

Eine solch einschüchternde Aufgabenvielfalt verlangt nach Auswahl. Wie wirksam ein Coach auf diesen Gebieten tätig werden kann, wird vom Faktor Zeit bestimmt. Die Zahl der wöchentlichen Trainingseinheiten und ihre Dauer in Minuten wachsen schrittweise, wenn junge Spieler und Trainer die Stufen vom Einstieg bis zur akademischen Ebene durchlaufen. Generell werden Coaches aller Niveaus am ehesten die technischen, taktischen und psychologischen Ergebnisse der verschiedenen Leistungsklassen beeinflussen können.

Aus meiner Sicht liegt der Schlüssel zum Aufstieg eines Spielers darin, was er mit dem Ball machen kann. Beide müssen eine tiefe und gegenseitig befriedigende Langzeitbeziehung eingehen. Dabei muss der Spieler den Ball stets vollständig beherrschen. Er soll in der Lage sein, dem Ball in gewissen Momenten die scheinbare Überwindung physikalischer Gesetze aufzuzwingen, sodass er sich für den Gegner unberechenbar verhält. Das erfordert immens viel Übung, und viele Trainer widmen diesem Aspekt viel Zeit, aber das reicht nicht. Unzählige Stunden, die ein Kind mit dem Ball verbringt, vergehen mit dem Vervollkommnen, Verfeinern und Experimentieren, bei der steten Suche nach seinen bevorzugten Bewegungsabläufen.

Alles beginnt mit der Fähigkeit zum Dribbeln. Die Einstellung »Dribbeln zuerst« zahlt sich langfristig aus. Die Spieler brauchen einen sichtbaren Gegner und das Selbstvertrauen, dass sie es mit ihm aufnehmen können. Sind sie auf das Passspiel festgelegt, werden sie erst den Ball abgeben, wenn sie einen Gegner vor sich haben, und nervös reagieren, falls er zu nahe kommt. Sobald ein Dribbler unter Druck gerät, zeigt er eine andere Einstellung. Er hat keine Angst, er sieht die sich bietende Möglichkeit. Je fortgeschrittener ein Spieler ist, umso einfacher ist es, ihm das Passspiel beizubringen, wenn er zu viel dribbelt; einen Passspieler zum Dribbler umzuschulen gelingt selten oder nie.

Die großen Dribbler setzen am besten um, was wir am Fußball lieben. Sie repräsentieren den Fußballer, der wir in unseren Träumen gerne wären; der die Fähigkeit besitzt, den Gegenspieler zu täuschen und auszumanövrieren, indem er den Ball verlagert, blitzschnell ausweicht und dabei erstaunlicherweise das Gleichgewicht behält. Begeisternde Entertainer dieses Typs findet man auch bei weniger trophäengespickten Vereinen, sie sorgen beim Durchschnittsteam für die Spielfreude. In der englischen Premier League haben uns Juninho, Ginola und Kinkladse mit ihrer Ballbeherrschung bezaubert, auch wenn ihre Teams nicht überaus erfolgreich agierten. Oft wirft man den Dribblern vor, selbst nicht viel zum Spielresultat beizutragen, aber mit ihren Finten und Kunstgriffen kreieren sie Räume und Öffnungen. Wer sie allein an Torschüssen, Pässen oder Flanken misst, übersieht, dass Teams Spieler brauchen, die den Raum dafür erst einmal schaffen.

Damit wir so weit kommen, brauchen wir das 1 gegen 1. Ballbeherrschung muss man gegen einen Widersacher üben, damit das Bewusstsein fürs Dribbeln entsteht. Wenn wir Ballbeherrschung einüben und dann stets zu Situationen übergehen, in denen man sie nicht braucht, verschenken wir Chancen. 1 gegen 1 kann in Spielen mit Vorteilssituationen in der Offensive vorkommen, aber schnelle Pässe führen hier wahrscheinlich eher zum Resultat. Beim 1 gegen 1 aber gibt es keine Alternative – die Spieler kommen nur mit dribbeln weiter. Spieler müssen sich anderen Spielern stellen und brauchen die Konfrontation, sowohl als Angreifer wie als Verteidiger. Gegen den unmittelbaren Gegner zu verteidigen ist genauso wichtig wie anzugreifen. Wenn ein Spieler nicht 1 gegen 1 verteidigen kann, macht er sich und alle anderen angreifbar. Er ist das schwache Glied in der Kette, an dem der Gegner ansetzt. Dann heißt es nicht mehr 5 gegen 5 oder 11 gegen 11; das Spiel verläuft 4 gegen 5 oder 10 gegen 11. Nicht jede zahlenmäßig ausgeglichene Aufstellung ist auch eine.

1-gegen-1-Situationen muss man variieren, um die Spielbedingungen zu simulieren. Nicht bei jedem 1 gegen 1 sieht man dem Gegner ins Auge. Manchmal folgt er einem auf den Fersen, manchmal kommt er von der Seite, manchmal steht einem kein Verteidiger, sondern der Torwart gegenüber.

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