Logo weiterlesen.de
Fürsten-Roman - Folge 2466

Worte der Liebe

Als der Brief eines Unbekannten das Herz der hübschen Nella berührte

Von Nina Gregor

Als Nella von Farell nach Hause kommt, kann sie es nicht glauben: Da liegt schon wieder eine einzelne rote Rose auf ihrer Fußmatte. Seit einer Woche geht das nun schon so, und die hübsche Gräfin hat keine Ahnung, wer der edle Absender ist.

Nella geht eilig die letzten Stufen zu ihrer Wohnung nach oben, als sie plötzlich überrascht innehält. Dieses Mal liegt neben der Rose ein blütenweißer Briefumschlag. Mit klopfendem Herzen öffnet die Gräfin den Umschlag, zieht einen handgeschriebenen Brief hervor – und liest die schönsten Zeilen, die jemals an sie gerichtet wurden … Aber eine Unterschrift fehlt!

Wer ist nur der geheimnisvolle Unbekannte?, überlegt Nella mit tausend Schmetterlingen im Bauch. Und weil sie es nicht mehr aushält, macht sie sich schließlich auf die Suche nach ihrem Traumprinzen …

»So ein Tag …«, stimmte Lucie Dormbach an und wedelte auffordernd mit den Armen, damit die anderen in ihren Gesang einfielen.

Das war völlig unnötig, denn die acht jungen Frauen hätten auch ohne ihre Animation direkt mitgesungen.

Es ging hoch her an diesem Freitagabend in dem schicken Nachtclub, in dem gleich zwei größere Gesellschaften einen feucht-fröhlichen Junggesellenabschied feierten.

Die künftige Braut, Amanda von Löwenstein, hatte den Raum bereits vor Monaten für diesen Abend gemietet. Und natürlich hatte keine ihrer engsten Freundinnen es sich nehmen lassen, die letzten Stunden in Freiheit mit ihr zu feiern.

Alle hatten sich seit Wochen auf die Fete gefreut. Jetzt floss der Champagner in Strömen, und das exzellente kalte Büfett, das in einem Nebenraum aufgebaut worden war, war längst geplündert. Nun schien es nur noch darum zu gehen, mit der Gruppe junger Männer am Nachbartisch darum zu wetteifern, den Spaß auf den Gipfel zu treiben.

Auch Nella von Farell hatte diesem Abend als einem der Höhepunkte der Hochzeitsfeierlichkeiten entgegengefiebert. Sie war bereits seit mehr als zwanzig Jahren mit der künftigen Ehefrau befreundet. Mit ihr zusammen hatte sie im Sandkasten Kuchen gebacken, den ersten Schultag mit prall gefüllten Schultüten hinter sich gebracht und die folgenden Schuljahre bis zum Abitur mal schlecht, mal recht überstanden.

Erste Teenie-Schwärmereien hatten Nella und Amanda noch enger zusammengeschweißt, wenn das überhaupt möglich war. Gemeinsam hatten sie sich über die eher bescheidenen Versuche der jungen Männer in der Tanzschule amüsiert, sich an der Uni Tübingen eingeschrieben, um Jura zu studieren, und in einer vierköpfigen Mädchen-WG so manche Nacht durchgefeiert oder durchdiskutiert.

Männer hatten in der Mädchenclique keinen Platz gehabt – darum war Nella auch erst einmal aus allen Wolken gefallen, als Amanda ihnen einen fröhlichen, hoch aufgeschossenen, rothaarigen Burschen mit tausend Sommersprossen im Gesicht vorgestellt hatte.

»Mädels, das ist Jasper, der Mann, mit dem ich gemeinsam alt werden will!«, hatte sie gesagt.

Während Nella weiterhin entschlossen an ihrer Karriere als Anwältin arbeitete, schwebte Amanda mit Jasper im siebten Himmel der Liebe. Schon nach wenigen Wochen hatten die beiden sich verlobt und wollten mit der Hochzeit ebenfalls nicht lange warten.

»Aber du kennst ihn doch kaum«, hatte Nella fast ein wenig hilflos argumentiert.

»Wir haben ein Leben lang Zeit, einander kennenzulernen«, hatte Amanda unbekümmert erwidert. »Nun komm schon, Nella, gib uns endlich deinen Segen!«

Während die Mütter der Verliebten sich begeistert in die Hochzeitsvorbereitungen gestürzt hatten, richteten Amanda und Jasper sich in einer hübschen Jugendstilvilla am Stadtrand ein kuscheliges Nest ein …

»Wir machen durch bis morgen früh …«, intonierte die blonde Brigitta und riss Nella damit aus ihren Gedanken. »Los, Mädels, hoch die Tassen, so jung kommen wir nicht mehr zusammen!«

Der Champagner schäumte in den Gläsern, die hell aneinander klangen. Schon kletterte Brigitta auf ihren Stuhl und weiter auf den Tisch, und die angeheiterten jungen Frauen folgten lauthals singend ihrem Beispiel. Irgendwoher hatten sie plötzlich spitzenbesetzte rosa Schlüpfer, die sie sich unter übermütigem »Hallo« auf die Köpfe setzten.

»He, Nella, nun zier dich nicht so!«, wurde auch Nella zum Mitmachen aufgefordert.

Doch Nella, die sonst für jeden Spaß zu haben war, verspürte mit einem Mal einen unerklärlichen Widerwillen in sich aufsteigen. Sie tauschte einen raschen Blick mit Amanda, die ebenfalls noch zögerlich auf dem Boden verharrte, während die anderen ihren Namen auffordernd skandierten. Dann flüchteten sie, ohne lange nachzudenken, Richtung Toiletten.

Während die restlichen Mädels inbrünstig weitergrölten – anders konnte man ihre Darbietung nicht mehr nennen –, beschleunigte Nella ihren Schritt, Amanda im Schlepptau … und stieß vor den Toilettentüren unsanft mit jemandem zusammen, der sich wortreich entschuldigte.

Von starken Armen vor einem unsanften Sturz bewahrt, hob Nella den Kopf und versank in den leuchtend blauen Augen des attraktiven Blonden von der Männergruppe. Er hatte bereits den ganzen Abend über ihr Interesse auf sich gezogen und ihr gelegentlich ein hinreißendes Lächeln geschenkt.

»Wenn ich mich nicht täusche, finden Sie die Veranstaltung hier ebenso daneben wie wir«, stellte er grinsend fest und deutete auf den jungen Mann im Hintergrund. Dabei ließ er Nella nicht aus seinem Griff, was dieser keineswegs unangenehm war. »Was halten Sie davon, die Lokalität zu wechseln?«

»Einer geht noch …«, tönte es aus den Kehlen ihrer Freundinnen.

Ein rascher Blickwechsel mit Amanda genügte, dann folgten sie den beiden jungen Männern zu einem schicken Sportwagen und quetschten sich kichernd auf den schmalen Rücksitz. Kurz darauf ging es mit aufheulendem Motor quer durch die Stadt. Vor einer angesagten Disco fanden sie mit Mühe einen Parkplatz.

»Hier ist ja wieder mal der Teufel los«, kommentierte Raffael, wie der attraktive Blonde sich inzwischen vorgestellt hatte, ehe er über Gott und die Welt schwatzte. Sein, im Gegensatz dazu, verblüffend stiller Begleiter hieß Philipp.

»Nella und Amy«, hatte Nella rasch eine kurze Atempause Raffaels genutzt.

Nachnamen waren nicht wichtig, wie Raffael entschieden abwehrte.

»Wir wollen schließlich nicht heiraten, nicht wahr?«

Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite, selbst der zurückhaltende Philipp stimmte in dieses Lachen ein. Flüchtig stellte Nella fest, dass der ruhige Freund ein sympathisches, warmes Lachen hatte.

»Na, hab ich euch zu viel versprochen, Mädels?«, wollte Raffael wissen, nachdem sie problemlos den Türsteher passiert hatten. Die Bässe wummerten ohrenbetäubend und auf der riesigen kreisrunden Tanzfläche tummelte sich die Schickeria der Stadt.

Ohne große Umstände zog er Nella auf die Tanzfläche, wo sie die nächsten Stunden tanzten, bis sie ihre Füße kaum noch spürten.

Anfangs hatte Nella noch nach Amanda und Philipp Ausschau gehalten, die an einem der Tische, die um die Tanzfläche gruppiert waren, Platz genommen hatten. Offensichtlich war Philipp ein Tanzmuffel, denn zu Amandas Leidwesen forderte er sie kein einziges Mal an diesem Abend auf.

Stattdessen hielt er sich an seinem Bierglas fest, beantwortete ihre Fragen meist nur mit Ja oder Nein – und wandte kaum einen Blick von Nella und Raffael. Es war offensichtlich, dass Nella ihm gefiel, doch brachte er es einfach nicht über sich, sie zum Tanz aufzufordern, wenn sie und Raffael für gelegentliche kleine Pausen zu ihnen stießen.

»Tolle Location, was?« Raffael blickte Beifall heischend in die Runde, sein Arm ruhte dabei lässig auf Nellas Schultern. »Hundertmal besser, als diese ätzenden Junggesellenabschiede, habe ich recht?«

Und jedes Mal, wenn Philipp seine Schüchternheit beinahe überwunden und sich entschlossen hatte, Nella um den nächsten Tanz zu bitten, sprang Raffael auf und zog sie erneut mit sich aufs spiegelnde Parkett.

Amanda bemerkte sehr wohl den Schatten, der stets über Philips durchaus ansprechendes Gesicht huschte – und versuchte ihn mit unbekümmertem Geplauder abzulenken. Schade fand sie, dass Philipp ganz im Schatten seines Freundes Raffael stand. Mit seinem dunklen Haar und den sanften braunen Augen war er durchaus eine Augenweide, bei der Frau schon mal einen zweiten Blick riskiert hätte – wenn er nicht derart schüchtern gewesen wäre.

Mitternacht war längst vorüber und die Tanzfläche begann sich zu leeren, als der DJ auf langsamere Rhythmen umstieg. Prompt zog Raffael Nella in seine Arme, und so tanzten sie Wange an Wange, bis über der Stadt ein neuer Tag anbrach.

Philipp unterdrückte einen tiefen Seufzer, während er beobachtete, wie Raffael und Nella das Lokal im Morgengrauen stillschweigend verließen. Wie immer hatte sich Raffael mit seinem jungenhaften Charme locker das weibliche Wesen geangelt, für das sich Philipp ebenfalls brennend interessierte.

»Vielleicht sollten wir uns auch auf den Heimweg machen«, schlug Amanda vor, der Philipps Reaktion nicht entgangen war. »War ein netter Abend, findest du nicht?«

Ein schüchternes Lächeln huschte um Philipps Mund, das süße Grübchen in seiner linken Wange vertiefte sich.

»Ja, das finde ich auch. Tut mir leid, wenn ich nicht so ein glänzender Unterhalter bin, aber …«

Vielleicht, lag es Amanda auf der Zunge, solltest du ein wenig mehr aus dir herausgehen, du bist doch ein ansehnlicher Bursche. Und dir einen anderen Freund suchen …

Doch es blieb unausgesprochen, wie so manches andere, was sie ihm gern noch gesagt hätte.

Nachdem Philipp die Rechnung beglichen hatte, brachte er Amanda in einem Taxi heim und begleitete sie zur Haustür, während der Taxifahrer mit laufendem Motor auf ihn wartete.

»Nella gefällt dir, habe ich recht?«, stellte Amanda fest, als sie einander zum Abschied die Hände reichten.

Philipp zuckte wie ertappt zusammen, dann nickte er mit resigniertem Seufzer.

»Schon«, räumte er ein. »Aber gegen Raffael habe ich wohl kaum eine Chance.«

Damit hatte er wohl den Nagel auf den Kopf getroffen, was Amanda jedoch nicht laut aussprach.

»Warum kommst du nicht zu meiner Hochzeit am nächsten Samstag?«, erwiderte sie stattdessen. »Wir feiern im ›Haus am See‹, Nella wird auch da sein.«

Hoffnung blitzte in Philipps sanften braunen Augen auf.

»Danke, vielleicht mache ich das wirklich.«

Rasch küsste er sie auf die Wange, ehe er beschwingten Schrittes zum Taxi zurückkehrte.

***

Prüfend betrachtete sich Philipp Prinz von Sorenberg im Standspiegel seines Ankleidezimmers. Der dunkle Anzug saß perfekt, das blütenweiße Hemd betonte seine leichte Bräune, und es war ihm auf Anhieb gelungen, den Knoten seiner silbergrauen Krawatte zu binden.

»Du siehst super aus, Bruderherz«, erklang von der offenen Zimmertür her die unbekümmerte Stimme seiner Schwester Christina. »Wetten, dass du heute so mancher schönen Frau das Herz brichst?«

»Das Herz einer einzigen würde schon genügen«, murmelte Philipp, mehr zu sich selbst, doch Christina hatte ihn sehr wohl verstanden.

»Hey, dann hat es dich also endlich erwischt?« Christina wirbelte in den Raum und umarmte den fünf Jahre älteren Bruder ungestüm. »Ich freue mich riesig für dich! Und natürlich auch für sie. Mama wird Augen machen …«

»Um Himmels willen, Chris, mach nur die Pferde nicht scheu«, protestierte der Prinz verlegen und löste sich aus der schwesterlichen Umarmung. »Mama macht mir ohnehin schon die Hölle heiß, dass ich ihr endlich eine Schwiegertochter ins Haus bringen soll.«

»Womit sie durchaus recht hat, du ewiger Junggeselle.« Christina zauste lachend sein Haar, das er eilig mit beiden Händen wieder ordnete.

»Jetzt muss ich aber los«, stellte Philipp mit einem Blick auf seine schlichte, aber teure Armbanduhr fest. »Sonst verpasse ich die Trauung.«

»Wer heiratet denn?«, wollte Christina neugierig wissen und hängte sich an seinen Arm, um gemeinsam mit ihm das Zimmer zu verlassen.

Über die Galerie erreichten sie die geschwungene Treppe und gelangten in die immer ein wenig dämmrige, mit schwarz-weißen Fliesen ausgelegte, Eingangshalle.

»Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, wer das Brautpaar ist«, erwiderte Philipp verlegen. »Ich habe Amanda, die Braut, eher zufällig vergangenen Freitag auf der Junggesellenparty kennengelernt, und bei der Gelegenheit hat sie mich eingeladen.«

»Amanda?« Nachdenklich krauste Christina die Stirn. »Doch nicht etwa Amanda von Löwenstein? Himmel, Phil! Das feiern die Medien als Hochzeit des Jahres! Amanda von Löwenstein heiratet Jasper von Romberg, den reichsten Junggesellen weit und breit. Und du bist eingeladen! Wie ich dich beneide! – Aber du hast dich ja sicher nicht für Amanda so aufgebrezelt. Sag endlich, wer denn nun die Glückliche ist, und lass dir nicht jedes Wort aus der Nase ziehen!«

»Sie heißt Nella«, gab Philipp widerwillig preis, da Christina sonst ohnehin keine Ruhe gegeben hätte.

»Nella? Etwa Nella von Farell?« Die Prinzessin riss entzückt die Augen auf. »Ach Gott, Phil! Du bist ein Glückspilz! Ausgerechnet Nella von Farell, die sich vor Verehrern kaum retten kann, verliebt sich in meinen einzigen Bruder! Ich kann es nicht glauben!«

»Lass gut sein, Chris«, wehrte Philipp von Sorenberg hastig ab. »Ich habe gerade mal ein paar Sätze mit ihr gewechselt. Das ist noch lange kein Grund …«

»Nein, natürlich nicht«, stimmte Christina ihm mit blitzenden Augen zu. »Aber tu dir und mir den Gefallen und nutze die Gunst der Stunde.«

»Mal sehen, was ich machen kann«, brummte Philipp, ehe er die Halle mit weit ausholenden Schritten durchquerte und in den sonnigen Nachmittag hinaustrat …

»Philipp ist verliebt!«, platzte Christina von Sorenberg kurz darauf in den Salon ihrer Mutter. »Bis über beide Ohren! Und du wirst es kaum glauben, Mama, in Nella von Farell! Stell dir vor! Mein Bruder und die schöne Nella!«

Für die Fürstin war das kaum ein Grund, von den Tarot-Karten aufzuschauen, die vor ihr auf einem runden Tischchen lagen.

»Tatsächlich?«, murmelte sie gedankenverloren.

»Sie nehmen heute gemeinsam an der Hochzeit von Amanda von Löwenstein teil!«, fuhr Christina eifrig fort. »Mama, hörst du mir überhaupt zu? Ich sagte …«

»Ich habe es gehört, Schätzchen.« Fürstin Delia schenkte ihrer Tochter ein amüsiertes Lächeln. »Und, so leid es mir tut, dich enttäuschen zu müssen, bist du wohl einem haltlosen Gerücht aufgesessen.«

»Von wegen Gerücht!«, trumpfte die Prinzessin auf. »Philipp hat es mir soeben selbst erzählt. Sie haben sich auf dem Junggesellenabschied vergangene Woche kennengelernt. Und du hättest ihn sehen müssen! Er ist verliebt bis über beide Ohren.«

Fürstin Delias Hand, die auf halber Höhe über den Karten schwebte, hielt in der Bewegung inne.

»Philipp hat es dir erzählt?« Nun klang ihre Stimme längst nicht mehr so desinteressiert. Ungeduldig winkte sie ihre Tochter an ihre Seite. »Setz dich, Schätzchen, und berichte mir haarklein, was du weißt.«

***

Währenddessen befand sich der Prinz mit gemischten Gefühlen auf dem Weg zur Kirche, in der das junge Paar getraut werden sollte. Und er wäre nicht Philipp von Sorenberg gewesen, wenn er nicht ein ums andere Mal überlegt hätte, auf der Stelle kehrtzumachen, statt sich vor Nella von Farell lächerlich zu machen.

Nella von Farell! Der Name der jungen Frau war gleichbedeutend mit Lebensfreude und Abenteuerlust. Kaum eine Woche verging, ohne dass ihr Name in den Tageszeitungen des Städtchens auftauchte, und auch in den bunten Blättern des Landes rauschte es gewaltig, wenn von der jungen Gräfin die Rede war. Stets ging es dabei mehr um ihre ständig wechselnden Herrenbekanntschaften als um die Tatsache, dass die ehrgeizige Anwältin auf dem besten Wege war, sich beruflich einen Namen zu machen.

Im Kreisstädtchen schienen sämtliche Einwohner auf den Beinen zu sein, und nur seiner Ortskenntnis verdankte Philipp es, die flaggengeschmückte Klosterkirche der Nonnen »Zum Heiligen Geist«, doch noch pünktlich zum Traugottesdienst zu erreichen.

Der Vorplatz des im strengen Stil der Gotik erbauten Gotteshauses schien aus allen Nähten zu platzen. Übertragungswagen zahlreicher Fernsehsender wetteiferten mit Fotoreportern und Schaulustigen um jeden Zentimeter Boden. Gerade schob sich der Rolls-Royce mit der Braut durch die aufgeregten Zuschauer, die sich nur widerwillig hinter den Absperrungen halten ließen.

Als die Nobelkarosse am Hauptportal stoppte, stieg Graf Roland von Löwenstein im eleganten silbergrauen Cut aus. Er streckte die Hand ins Innere des Fahrzeuges, um der Braut beim Aussteigen behilflich zu sein.

Erste Jubelrufe ertönten, die sich zu ohrenbetäubender Lautstärke steigerten, als die Braut in einem Traum in Weiß ihre zierlichen Füße auf den roten Teppich setzte, ehe sie sich aufrichtete und lächelnd in die Menschenmenge winkte.

»Amy, Amy, Amy!«, skandierten die Zuschauer, während eine frische Frühlingsbrise den hauchzarten Spitzenschleier spielerisch um ihr apartes Gesicht bauschte.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Fürsten-Roman - Folge 2466" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen