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Fürsten-Roman 2623 - Adelsroman

Eine Chance für die Liebe

Findet Prinz Daniel endlich
das wahre Glück?

Von Gesa Maartens

Kurz vor der Hochzeit wurde Daniel Prinz von Dahlenburg von seiner Verlobten verlassen. Seither wünscht sich seine Mutter nichts sehnlicher, als den beschmutzen Rufes des Fürstenhauses wiederherzustellen. Daniel soll sich nun endlich mit einer standesgemäßen Frau verheiraten! Doch der Prinz will von den Heiratsplänen der Fürstin nichts hören. Er will diese Schande nur noch vergessen.

Um sich abzulenken, ist er ständig auf Reisen. In den Bergen trifft er auf die Fotografin Klara. Sie kommt ebenfalls aus München. Zurück aus dem Urlaub besucht er eine ihrer Ausstellungen. Der Prinz ist nicht nur angetan von ihrem natürlichen Wesen, sondern fühlt sich auch von ihren wunderschönen Fotografien wie magisch angezogen.

Da das vierhundertjährige Bestehen des Fürstenhauses von Dahlenburg vor der Tür steht, beschließt er, Klara mit einem Bildband zu beauftragen. Er lädt sie auf das Familienschloss ein, und die junge Frau weiß gar nicht, wie ihr geschieht, als sie sich plötzlich in einer Märchenwelt wiederfindet. Doch in jedem noch so schönen Märchen gibt es eine böse Hexe ...

»Sie hat ihn verlassen!« Die Stimme von Yolanda Komtess von Schönfeldt überschlug sich fast vor Aufregung. »Tabea Thoma ist mit einem anderen Mann gesehen worden. Eng umschlungen! Sie hat bestätigt, dass sie nicht mehr mit Daniel zusammen ist.« Gebannt starrte die Komtess auf die Fotoseite ihres Online-Lifestylemagazins. »Die Nachricht ist topaktuell. Ihr Neuer ist Philipp Rosen, der berühmte Theaterregisseur. Also die hat wirklich Glück mit den Männern.«

»Zeig her«, erwiderte ihre Mutter Greta Gräfin von Schönfeldt und suchte den Frühstückstisch nach ihrer Lesebrille ab.

Mutter und Tochter glichen sich aufs Haar. Beide waren blond, hochgewachsen und schlank. Sie wirkten wie Schwestern, wäre da nicht der Altersunterschied von fast dreißig Jahren.

Neugierig setzte sich die Gräfin ihre Brille auf die Nase und nahm Yolandas elektronisches Tablet entgegen.

»Na, das hat ja nicht lange gehalten. Nicht einmal ein Jahr! Hier steht, dass Tabea Thoma den Prinzen einen Monat vor der Hochzeit sitzen ließ. Das ist ja ein regelrechter Skandal!« Sichtlich zufrieden legte Gräfin Greta das Tablet beiseite. »Was Prinz Daniel an dieser mageren Frau fand, habe ich nie verstanden. Aber das geschieht ihm recht, Yolanda. Ich war sehr enttäuscht. Er hat sich kaum um dich gekümmert, als wir vor zwei Jahren auf dem Sommerfest der Dahlenburgs waren. Ich hatte so sehr gehofft, er interessiert sich für dich. Aber nein, er nimmt ein Model! Zu dumm, dass er ihr begegnet ist. Ich hatte gehofft, du wirst eines Tages seine Braut!«

»Dafür ist es noch nicht zu spät, Mama«, sagte Komtess Yolanda. Ihre Augen leuchteten. »Ich muss ihn unbedingt wiedersehen! Und diesmal wird er sich in mich verlieben! Dafür sorge ich. Wenn es ein Model wie Tabea Thoma geschafft hat, ihn zu erobern, dann wird mir das auch gelingen. Ich werde Tabea Thoma übertrumpfen! Schließlich bin ich von Adel, richtig? Diesmal wird ihn sich keine andere Frau schnappen!« Yolanda stand vom Tisch auf und drehte sich lachend im Kreis. »Er soll nur noch Augen für mich haben!«

»Fürstin Gisela war alles andere als begeistert, als ihr Sohn ein Model heiraten wollte«, überlegte Gräfin Greta laut. »Die Fürstin hat mir bei Daniels Verlobung erzählt, dass sie Tabea Thoma nicht leiden kann. Sie war immer dafür, dass ihr einziger Sohn eine Frau von Stand heiratet. Und jetzt dieser Hochzeitsskandal!« Sie umfasste das strahlende Gesicht ihrer Tochter mit den Händen. »Damit ist deine zweite Chance gekommen. Wir müssen strategisch vorgehen, wenn du die zukünftige Fürstin von Dahlenburg werden willst. Zum Glück sind Fürstin Gisela und ich gut befreundet. Ich werde ihr schreiben und um ein Wiedersehen bitten. Oder soll ich ihr von unserem aufwendigen Umbau erzählen? Vielleicht können wir bei ihr wohnen? Schloss Schönfeldt ist klein und in einem schlechten Zustand. Seine Erhaltung verschlingt jedes Jahr viel Geld. Dein Vater will unbedingt den Park und einen Teil des Gebäudes für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch die Renovierung gestaltete sich schwierig und benötigte viel Zeit.«

»Aber Mutti, können wir uns denn bei den Dahlenburgs einfach so einladen? Ich bin mit Prinz Daniel nur einmal ausgegangen. Er war sehr aufmerksam, aber das war auch alles. Meinst du die von Dahlenburgs lassen uns wirklich bei sich wohnen?«, fragte Yolanda und verzog das Gesicht.

Die Fürstenfamilie stand gesellschaftlich weit über ihnen. Schon als kleines Kind hatte Yolanda davon geträumt, eines Tages einen Fürstensohn zu heiraten. Sie war glücklich gewesen, als Prinz Daniel sie vor zwei Jahren zum Essen ausführte. Obwohl er sich zurückhaltend verhielt, hatte sich Yolanda Hoffnungen gemacht. Doch dann trat das berühmte Model Tabea Thoma in sein Leben.

»Natürlich können wir das, mein Kind«, antwortete Gräfin Greta mit einem amüsierten Lächeln. Sie vergötterte ihre Tochter und war sehr stolz auf sie. »Ich muss der Fürstin doch beistehen, in dieser schweren Stunde. Eine geplatzte Hochzeit ist in Adelskreisen eine furchtbar peinliche Angelegenheit. Außerdem ist dies jetzt genau der richtige Augenblick, um dich wieder ins Spiel zu bringen!« Die Gräfin klingelte aufgeregt nach ihrem Hausmädchen. »Kathi, bring uns zwei Gläser und eine Flasche Champagner!«, rief sie dem knicksenden Hausmädchen zu. »Wir wollen auf die künftige Fürstin von Dahlenburg anstoßen!« Als das Hausmädchen verschwand, lehnte sie sich lachend auf ihrem Stuhl zurück. »Dein Vater wird sich freuen! Du weißt, wie gerne er dich in den höheren Adel verheiraten möchte. Wenn das klappt, dann wird unser zukünftiges Enkelkind ein echter Fürst sein.«

Und außerdem sind die von Dahlenburgs sehr reich, dachte Gräfin Greta bei sich. Endlich werden wir im Luxus schwelgen!

Plötzlich setzte ungeheurer Baulärm ein. Yolanda hielt sich die Ohren zu.

»Immer diese Reparaturen!«, sagte sie genervt. »Ich halte das nicht mehr lange aus.« Sie blickte sich in dem weitläufigen Frühstückszimmer um. Obwohl warme Sonnenstrahlen durch hohe Fenster und eine breite Terrassentür fiel, brannte im Kamin ein Feuer. Die zusätzlich eingebaute Zentralheizung setzte ständig aus. Gräfin Greta und Komtess Yolanda froren, egal in welchem Zimmer sie sich aufhielten. Wie sollte sie da den kalten Winter überstehen?

»Das halbe Anwesen ist heruntergekommen. Was sollen die Leute von uns denken?«, fragte Yolanda, als könne sie die Gedanken ihrer Mutter lesen. »Ich wünschte, wir würden nicht mehr in einem so baufälligen Schloss leben!«

»Wer weiß«, erwiderte Gräfin Greta. »Wenn du es geschickt anstellst, wird dich der Prinz auf Händen tragen. Und dann wirst du die neue Herrin von Schloss Dahlenburg sein.«

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»Ich kann nicht mehr!«, seufzte Henrike Gruber und setzte sich auf einen bemoosten Baumstumpf. »Ich laufe keinen Meter mehr. Meine Schuhe drücken entsetzlich!«

»Warum wanderst du auch mit neuen Bergschuhen? Jeder weiß, dass du dir damit die Füße wund läufst!«, erwiderte Klara Büchner und setzte sich lachend neben ihre Freundin auf den Baumstumpf. Sie genoss den Waldspaziergang und fühlte sich topfit. »Wir sind bald da. Der Gasthof liegt an der nächsten Biegung oberhalb der Straße«, beruhigte sie ihre erschöpfte Freundin.

»Na endlich, ich hatte schon befürchtet, wir kommen hier nicht mehr aus dem Tal! Die nächste Wanderung muss ohne mich stattfinden! Ich muss mir unbedingt diese Schuhe ausziehen und nach meinen Füßen sehen.« Langsam erhob sich Henrike wieder und klopfte ein paar Blätter von ihrer Jeans. »Ich habe einen Bärenhunger! Hoffentlich gibt es dort etwas Ordentliches zu essen!«

»Du wirst satt werden, das verspreche ich dir! Es gibt auf Berggasthöfen immer zünftige Mahlzeiten«, erwiderte Klara lachend und nahm ihren Fotoapparat aus dem Futteral. »Ich mache noch schnell ein paar Aufnahmen. Siehst du, wie schön die Mittagsonne durch die Herbstblätter leuchtet? Das muss ich unbedingt einfangen.«

»Noch mehr Fotos für die Ausstellung? Wir haben doch genug Material zusammengestellt«, bemerkte Henrike.

Sie war nicht nur Klaras beste Freundin, sondern auch Inhaberin einer kleinen Galerie im Herzen von München. Dort bereitete sie gerade mit Klara deren erste Fotoausstellung vor.

»Du kennst mich, Henrike. Wenn ich etwas sehe, was mir gefällt, drücke ich auf den Auslöser. Außerdem möchte ich noch die letzten Herbsttage nutzen. Das Licht ist wunderschön. Besonders bei diesem klaren blauen Himmel! Sieh doch, es sind nur ein paar Wölkchen zu sehen.«

Henrike blickte wenig interessiert nach oben. Ihre Füße taten ihr so entsetzlich weh, dass sie nichts wahrnahm. Außerdem knurrte ihr laut der Magen.

Klara liebte den Herbst über alles. Schnell schoss sie noch ein paar Fotos und verstaute ihre Kamera.

»Ich bin fertig. Lass uns zum Gasthaus gehen. Ich verspüre jetzt auch großen Hunger!« Lachend zog sie ihre Freundin vom Baumstumpf hoch.

»Ich mache alles, was du willst! Hauptsache, ich kann diese fürchterlichen Schuhe ausziehen!«, erwiderte Henrike erleichtert.

Die jungen Frauen machten sich auf den Weg. Sie wanderten durch ein kleines Waldstück. Der Himmel war klar und die Luft noch warm. Klara schaute immer wieder umher. Sie war auf der Suche nach stimmungsvollen Motiven. Ihr Vater hatte sie gelehrt aufmerksam zu sein, denn nur mit einem offenen Blick konnte man das perfekte Foto schießen.

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»Da hinten ist noch ein freier Tisch!«, rief Henrike und trat auf die Terrasse des kleinen einladenden Berggasthofs, der auf einer Anhöhe lag.

Von ihrem Platz aus hatten Klara und Henrike einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Wälder und Wiesen. In der Ferne ragten die Gipfel hoher Berge zum blauen Himmel empor. Klara sprang ständig von ihrem Platz auf und schoss Fotos.

»Die Bilder gehören unbedingt noch in die Ausstellung!«, sagte sie und fotografierte weiter. Ihre blonden Locken wehten dabei im Wind, und ihre blasse Haut rötete sich vor Aufregung.

»Nun leg doch endlich mal die Kamera beiseite«, sagte Henrike und blickte in ihre Speisekarte. »Du machst mich ganz nervös! Lass uns lieber über Waffeln mit heißen Kirschen nachdenken!«

»Ich bin gleich fertig«, verteidigte sich Klara. »Es gibt hier so viele interessante Motive.« Dann senkte sie ihre Stimme. »Siehst du den Mann dort? Er sieht aus wie ein Adliger auf seiner Jagdhütte!«

Möglichst unbemerkt deutete Klara mit dem Finger vier Tische weiter. Dort saß ein junger Mann, der auf rätselhafte Weise ihr Herz berührte. Er schaute gedankenverloren in die Weite und nahm seine Umgebung kaum wahr. Neben ihm saß ein großer brauner Jagdhund, der ihn treuherzig ansah.

»Meinst du den schwarzhaarigen Mann dort?«, fragte Henrike und klappte ihre Speisekarte zusammen. »Der sieht nicht schlecht aus!«

Anerkennend betrachtete sie das edle Profil des Fremden.

»Hey, nicht so auffällig«, mahnte Klara lachend und stupste ihre Freundin an. »Ob ich wohl eine Portraitaufnahme von ihm machen darf?«

»Frag ihn einfach«, erwiderte Henrike. »Vielleicht ist er mit ein paar Aufnahmen einverstanden.«

»Ich habe schon viele schöne Portraits von den Dorfbewohnern und Bauern hier. Das Bild dieses Mannes bereichert meine Sammlung. Vielleicht kommt er aus der Gegend. Ich bin gespannt, wer er ist«, gestand Klara und erhob sich.

Sie ging um ihren Tisch herum und näherte sich dem unbekannten jungen Mann.

Mit klopfendem Herzen blieb sie vor ihm stehen.

»Guten Tag«, sagte sie freundlich. »Mein Name ist Klara Büchner. Hätten Sie einen Augenblick Zeit für mich?«

Wie aus einem Traum erwacht, blickte der junge Mann Klara verwirrt an. Seine Gesichtszüge waren markant und sehr anziehend. Eine schwarze Locke fiel ihm widerspenstig in die Stirn. Doch was Klara wirklich fesselte, waren seine tiefblauen Augen. Diese Augen würde sie nie wieder vergessen! Sie hatten die Klarheit eines Bergsees. Ein scharfer Zug um den Mund, gab seinem Gesicht jedoch einen gequälten Ausdruck.

»Was wollen Sie?«, fragte er gereizt.

Erschreckt zuckte Klara zusammen. Warum reagierte der Fremde so abweisend? Sollte sie einfach umdrehen und sich wieder zu ihrer Freundin setzen? Doch ein seltsames Gefühl der Zuneigung ließ sie weiterhin bei dem jungen Mann stehen.

»Entschuldigen Sie, ich wollte sie nicht belästigen. Ich fotografiere die Landschaft und die Menschen hier in dieser herrlichen Berggegend«, erzählte sie hastig. »Darf ich ein Foto von Ihnen machen?«

Der Mann hob verärgert den Kopf und wollte gerade etwas sagen, als ihm gewahr wurde, welch hübsche Frau vor ihm stand. Er räusperte sich und versuchte freundlicher zu klingen.

»Verzeihen Sie meine Unhöflichkeit, aber ich möchte nicht belästigt werden. Und ich bin mir sicher, dass Sie in Wahrheit an einer Exklusiv-Story über Daniel von Dahlenburg interessiert sind. Die kriegen Sie nicht von mir und wenn Sie noch so hübsch aussehen. Also bitte stören Sie mich nicht weiter!«

»Wobei störe ich Sie denn?«, fragte Klara amüsiert. »Sie sitzen hier und starren ins Leere.«

Erstaunt hob der Fremde den Kopf und sah sich die junge Frau genauer an.

»Sie sind ziemlich frech!«, antwortete er lächelnd. Er fühlte sich entwaffnet. Eigentlich wirkte die fremde Frau nicht wie eine Klatschreporterin.

»Ja, das sagen viele«, erwiderte Klara. Ihre braunen Augen blitzten vor Schalk. »Also, darf ich?«

»Nein, ich hasse es, fotografiert zu werden. Seien Sie mir daher nicht böse, wenn ich ablehne. Ich meide die Presse, so gut es geht.« Mit einem leichten Lächeln blickte er sich um. »Hier gibt es genügend faszinierende Motive!«, sagte er und zeigte auf eine Gruppe amerikanischer Touristen, die sich lautstark um einen freien Tisch versammelten.

»Schade«, entgegnete Klara und wandte sich zum Gehen. »Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag«, sagte sie.

Die junge Frau war enttäuscht.

»Gleichfalls«, rief Daniel von Dahlenburg ihr nach.

Etwas an der fremden Schönheit ließ sein Herz springen. Dann erinnerte er sich an Tabea, die er für immer verloren hatte und unterdrückte dieses Gefühl sofort. Nein, es darf keine neue Liebe in meinem Leben geben, dachte er und verschloss sein Herz. In Erinnerungen verloren, streichelte er seinen Hund.

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»Und? Kein Foto?«, fragte Henrike erstaunt.

»Nein, er will nicht«, erwiderte Klara niedergeschlagen. »Komischer Kauz.«

»Hast du wenigstens seinem Namen erfahren?«, fragte Henrike neugierig. »So jemanden solltest du nicht einfach gehen lassen. Der ist doch genau dein Typ.«

»Ach Rike, wenn es nach dir ginge, sollte ich mich sofort auf ihn stürzen!« Klara lachte ihre Freundin an. »Du bist unmöglich! Mir ist nicht wohl dabei, mich anderen Männern aufzudrängen. Liebe kann man nicht erzwingen!«

»Es wird Zeit, dass du endlich wieder jemanden kennenlernst, Klara. Deine letzte Beziehung ist nun schon zwei Jahre her. Das solltest du ändern! Es wird Zeit!«, erwiderte Henrike mit ernstem Gesicht.

»Ich weiß«, murmelte Klara und sah zu dem jungen Mann hinüber. »Aber wie du siehst, will er nichts von mir wissen.«

»Dann ist er auch nicht der Richtige für dich, Klara. Warum meldest du dich nicht auf einer Dating-Plattform im Internet an? Ich kenne drei Paare, die sich dort gefunden haben und nun miteinander verheiratet sind.«

»Das fehlte mir noch! Nein, ich habe nur Schlechtes gehört. Du gehst ein paar Wochen mit jemandem aus, und dann hörst du nie wieder etwas von ihm. Das finde ich ziemlich frustrierend, Rike.«

»Wie willst du dann jemanden näher kennenlernen?«, fragte Henrike.

»Ich glaube fest an die romantische Liebe, auch wenn du darüber vielleicht lachst«, antwortete Klara und blickte verträumt zum Himmel. »Irgendwo wird der perfekte Mann auf mich warten!«

»Dann wünsche ich dir viel Glück«, erwiderte Henrike und lächelte. Typisch Künstlerin, dachte sie. Für sie ist die Welt ein märchenhafter Ort. Fast beneidete sie ihre Freundin um diese Weltsicht. »Nun sag schon, wie heißt er?«, fragte sie ungeduldig.

»Wen meinst du?« Verwundert sah Klara ihre Freundin an. Manchmal konnte sie deren schnellen Gedankensprüngen wirklich nicht folgen!

»Ich meine den jungen Mann dort drüben. Du hast doch mit ihm gesprochen«, antwortete Henrike ungeduldig.

»Ich glaube, er heißt Daniel von Dahlenburg oder so ähnlich«, antwortete Klara und blickte in dessen Richtung. »Mehr hat er nicht von sich verraten. Aber sein Name klingt richtig vornehm!«

»Sagtest du Daniel von Dahlenburg?«, fragte Henrike aufgeregt. »Ich habe von ihm in der Zeitung gelesen. Der Ärmste! Seine Verlobte hat ihn einen Monat vor der Hochzeit im Sommer verlassen. Man munkelt, dass das Paar vorher einen heftigen Streit hatte. Seine Verlobte war das Model Tabea Thoma. Eine atemberaubende Frau.

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