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Für immer und ewig

1. KAPITEL

Schockiert blickte Robert seinen Vater an. Was hatte Werner gerade gesagt? Eva war verschwunden?

„Sie suchen alles ab, um wenigstens …“ Tränenerstickt brach Werner ab. „Sie muss zu weit rausgeschwommen sein“, flüsterte er schließlich tonlos.

„Nein!“ Roberts Gesicht spiegelte nun das blanke Entsetzen wider. „Bitte sag das nicht!“

„Mein armer Junge …“ Werner wollte seinen Sohn in den Arm nehmen. Für ihn gab es keinen Zweifel: Eva war ertrunken! An ihrem Hochzeitstag! „Sie muss verzweifelt um Hilfe gerufen haben. Ein Spaziergänger ist sofort in den See gesprungen, aber keine Spur von ihr. Jetzt müssen wir abwarten, was die Taucher finden …“

„Das kann nicht sein.“ Robert starrte ins Leere, straffte dann aber den Rücken. „Ich muss zum See. Ich muss sie finden.“

Bis zu den Knien stand Robert im See. Immer wieder rief er Evas Namen. Er erhielt keine Antwort. Verzweifelt schleppte er sich zurück zum Ufer, wo sein besorgter Vater auf ihn wartete.

„Wo lagen ihre Sachen?“, fragte Robert.

„Hier ungefähr …“ Werner deutete auf eine Stelle der Wiese. Die Feuerwehr war inzwischen dabei, den ganzen See abzusuchen. Mit Booten und mit Tauchern. Aber sie hatten Eva noch immer nicht aufgespürt.

„Sie müssen sich beeilen, sonst ist es zu spät“, sagte Robert leise.

„Ich habe mit dem Einsatzleiter gesprochen …“ Es brach Werner fast das Herz, seinen Sohn so unglücklich zu sehen. „Er ist sich sicher, dass sie Eva früher oder später finden werden. Aber … Er sagt, dass nach so langer Zeit keine Hoffnung mehr besteht, sie noch lebend aus dem Wasser zu holen.“

„Woher will er das wissen?!“, brüllte Robert. „Eva ist nicht tot! Sie darf einfach nicht tot sein!“

Jacob ließ es nicht gelten, dass Sibylle nun plötzlich ihre Hochzeit infrage stellte.

„Du bist die Frau meines Lebens“, erklärte er. „Und ich will, dass die ganze Welt das endlich weiß.“

„Ach Jacob …“ Seine Worte berührten sie, machten sie aber noch trauriger. „Du bedeutest mir unendlich viel. Aber ich kann dich nicht heiraten. Irgendwas stimmt bei uns nicht. Passt nicht zusammen.“

„Ich kapiere nicht …“ Fassungslos sah er sie an.

„Noch nie in meinem Leben bin ich so abgestürzt“, seufzte sie. „Dass ich überhaupt dachte, ich muss trinken, um das alles auszuhalten …“ Sie wusste ja nicht, dass die K.-o.-Tropfen in der Champagnerflasche ihren Zusammenbruch verursacht hatten.

„Es ist wegen Xaver Steindl!“ Grimmig ballte Jacob die Fäuste.

„Xaver hat damit gar nichts zu tun!“, protestierte sie. „Ich kenne mich selbst nicht mehr.“ Sie mochte Jacob, sehr sogar. Aber reichte das wirklich für ein ganzes Leben?

„Na schön. Dann gibt es ja nichts mehr zu sagen.“ Sie wollte nach seiner Hand greifen, doch er entzog sich ihr. Und ging dann ohne ein weiteres Wort davon.

„Sibylle hat gerade mit mir Schluss gemacht.“ Böse starrte Jacob Xaver an.

„Was?! Warum das denn?“ Der Portier war ehrlich erschrocken.

„Nur zu, freuen Sie sich.“ Jacob lachte bitter. „Sibylle und Sie haben mich doch die ganze Zeit verarscht!“

„Jetzt geht das schon wieder los.“ Xaver verdrehte genervt die Augen. „Ich dachte, die Sache hätten wir geklärt?“

„Natürlich“, schnaubte Jacob. „Ständig habe ich jede noch so dumme Ausrede geglaubt. Zum Idioten habe ich mich gemacht!“

„Das stimmt doch gar nicht“, widersprach Xaver. „In letzter Zeit habe ich viel Unruhe in Ihre Beziehung gebracht, ja. Und wenn Sie böse auf mich sind, kann ich das nachvollziehen. Ich kann auch verstehen, dass Sie wütend sind über die Trennung. Aber ich habe nichts mit Sibylle angefangen!“ Jacob hatte Mühe, nicht auf ihn loszugehen. Er glaubte Steindl kein Wort mehr.

Werner hielt Robert am Arm gepackt, während er ihn zurück zum Fürstenhof brachte. Sein Sohn lief wie in Trance neben ihm her. André kam den beiden entgegen und reagierte zutiefst bestürzt, als er hörte, was passiert war. Nur einem Menschen bereitete es große Freude, Robert so am Boden zu sehen: Barbara von Heidenberg. Voller Genugtuung beobachtete sie, dass ihr Plan aufging. Sie hatte den Tag, der der glücklichste in Roberts Leben hatte werden sollen, ruiniert.

Aber Eva war nicht tot. Sie lag gefesselt in einer Scheune. An ihrem Kopf hatte sie eine kleine Wunde davongetragen, als Curd Heinemann sie verschleppt hatte. Und sie hatte immer noch ihren nassen Badeanzug an. Eine ganze Weile war sie bewusstlos gewesen. Aber nun kam sie langsam wieder zu sich.

„Das ist ja schrecklich.“ Nachdem er Robert zu Charlotte gebracht hatte, war Werner zu Doris gegangen. „Wenn ich irgendwie helfen kann …“ Er nahm ihre Hand.

„Ich hoffe, du hast Verständnis, dass wir uns vorläufig nicht so oft sehen können“, seufzte er. Sie nickte. „Robert braucht mich jetzt.“ Auch wenn Werner keine Ahnung hatte, was er für seinen Sohn tun konnte. „Wie soll er das nur überstehen? Zum zweiten Mal verliert er seine große Liebe …“

„Darf ich dir einen Rat geben?“, fragte Doris. „Du musst dich jetzt zusammenreißen. Du musst Haltung zeigen. Der Baum sein, an den dein Sohn sich anlehnen kann.“

„Ja, natürlich“, entgegnete der Senior überfordert.

„Jammern und Wehklagen nützt jetzt nichts“, fuhr sie fort.

„Das mit Eva ist gerade erst passiert!“, rief er. „Ich habe doch kein Herz aus Stein!“

„Ich weiß. Und was deinem Sohn passiert ist, tut mir wirklich sehr leid. Aber … Robert ist noch jung. Er wird darüber hinwegkommen. Am Ende macht es ihn sogar stärker.“ Er konnte nicht fassen, was sie da redete. War das etwa Doris’ Art, jemanden zu trösten? Werner ahnte ja nicht, wie hart das Schicksal diese Frau gemacht hatte …

„Ich bin schuld.“ Robert lag auf der Couch und murmelte vor sich hin. Charlotte wusste vor lauter Kummer kaum, was sie sagen sollte. „Ich bin schuld, dass Eva tot ist. Weil ich sie heute Morgen aufgefordert habe, noch mal schwimmen zu gehen.“ Er hatte in der Zeit heimlich die Eheringe holen wollen. „Ohne mich Vollidioten wäre Eva nie noch einmal zum See gegangen.“

„Hör auf, so was auch nur zu denken“, bat seine Mutter. „Das war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Keiner ist schuld. Das war ein tragischer Unfall.“ Aber Robert war untröstlich.

Inzwischen hatte sich im Hotel bereits herumgesprochen, was geschehen war. Sibylle wollte von Xaver wissen, ob Jacob schon Bescheid wusste. Eva war seine Schwester.

„Ich glaube, nicht“, antwortete Xaver bedrückt.

„Dann gehe ich jetzt zu ihm.“ Er hielt sie zurück. Er war sich sicher, dass Sibylle die Letzte war, die Jacob im Augenblick sehen wollte. Aber irgendjemand musste ihn vom Tod seiner Schwester benachrichtigen.

Die Sonnbichlers waren vollkommen erschüttert, nachdem sie vom Tod ihrer Nichte erfahren hatten. Sie saßen im Restaurant zusammen und schwiegen. Warum ließ Gott so etwas zu? Eva und Robert hatten ihr ganzes Leben noch vor sich gehabt. Und Valentina hatte Eva geliebt wie eine Mutter.

Da kam Jacob ins Restaurant. Und Hildegard und Alfons begriffen sofort, dass er die schlimme Nachricht noch nicht gehört hatte. Alfons atmete tief durch.

„Ich muss dir etwas Schreckliches sagen“, begann er mit zitternder Stimme.

„Nur raus damit“, winkte Jacob ab. „Mich kann heute nichts mehr schocken.“ Er war in Gedanken noch bei der Trennung von Sibylle. Doch als er begriff, was passiert war, brach er zusammen.

„Das kann nicht sein“, schluchzte er. Alfons legte den Arm um seine Schulter. „Das ist ein Albtraum. Es wird einer kommen, der mich wachrüttelt.“

„Heute Morgen war sie noch so glücklich“, meinte Alfons.

„Da hat sich doch irgendein Irrer einen Witz ausgedacht.“ Jacob würde es erst glauben, wenn er Evas toten Körper sah.

„Vielleicht passiert noch ein Wunder.“ Aber Alfons hatte wenig Hoffnung.

„Eva ist es gelungen, Markus ins Leben zurückzubringen, aber sie selbst soll nicht glücklich werden?“ Das war einfach zu viel.

Tanja gab sich selbst eine Teilschuld an Evas Unfall. Sie und Debbie hatten Eva die Karten gelegt. Und eine Gefahr gesehen, die Robert und Eva drohte.

„Nur, weil ich ihr so kurz vor der Hochzeit keine Angst machen wollte, habe ich nichts gesagt“, sagte Tanja mit zitternder Stimme. Nils nahm sie in den Arm. „Ich hätte Eva warnen müssen.“

„Tanja, was war die andere Karte noch mal, die vor dem Turm?“, fragte Debbie. Eva hatte erst „Die Liebenden“ gezogen und am Schluss „Den Turm“.

„Der Ritter der Schwerter“, antwortete Tanja. „Wieso?“

„Das Wasser passt nicht dazu!“ Debbie war plötzlich ganz aufgeregt. „Eher die Bedrohung durch einen Menschen. Skrupellose Gerissenheit – das kann diese Karte bedeuten. Tanja, da stimmt was nicht!“

„Schluss mit diesem Quark!“, ging Nils genervt dazwischen.

„Vielleicht hat Debbie aber recht, und es gibt noch Hoffnung!“, erwiderte seine Frau.

„Eva ist tot!“, brach es da aus ihm heraus. „Und durch diesen ganzen Esoterik-Blödsinn wird sie auch nicht wieder lebendig!“ Tanja und Debbie schwiegen betroffen.

Zu ihrer großen Überraschung erhielt Debbie Rückendeckung von ihrem Vater. Auch Michael war schockiert und fassungslos über die Nachricht von Evas Tod. Und er fragte sich die ganze Zeit, wie eine erwachsene Frau im See hatte ertrinken können.

„Auch wenn sie keine sehr gute Schwimmerin ist – der See ist selbst für Nichtschwimmer völlig harmlos.“ Er war nicht besonders tief, und gefährliche Strömungen gab es auch nicht. Debbie erzählte noch einmal von der Gefahr, die die Karten vorhergesagt hatten. Michael nickte. „Ich erinnere mich. Und ich hielt es für denkbar, dass mit Roberts Stockkampfunfall die Vorhersage eingetreten ist und der Fall erledigt.“

„Aber nicht für Eva.“ Er nickte. Debbie stutzte verblüfft. „Hast du mir gerade zugestimmt?“

„Vielleicht will ich an deine Fähigkeiten glauben“, gestand er mit einem schiefen Lächeln. „Allein schon, weil es Hoffnung macht.“

„Dann hör zu!“ Sie war voller neuer Energie. „Tanjas Karten haben nichts von Wasser gesagt. Schwertritter und Turm weisen auf eine Gefahr hin, die von einem Menschen ausgeht. Vielleicht will ihr irgendjemand was Böses.“ Für Debbie war es inzwischen ziemlich klar, dass Eva nicht ertrunken war. „Ihr ist etwas zugestoßen, ja. Aber kein Badeunfall.“ Sie dachte einen Augenblick nach. „Eigentlich sollte ich mit Jacob Krendlinger sprechen“, meinte sie dann.

„Langsam“, bremste Michael sie. „Du hast keine Beweise.“ Aber auch er hätte viel dafür gegeben, wenn sie alle daran glauben könnten, dass Eva Krendlinger noch lebte.

Eva war mittlerweile wieder ganz wach. Panisch blickte sie sich in dem Raum um, in dem sie gefangen gehalten wurde. Wo um Gottes willen war sie? Und wie war sie hierher gekommen? Verzweifelt bemühte sie sich, ihre auf dem Rücken gefesselten Hände zu befreien – vergeblich. Auch der Knebel saß fest in ihrem Mund. Sie versuchte, sich zu erinnern. Sie war am See gewesen und hatte noch ein bisschen Schwimmen geübt … Dann war sie aus dem Wasser gestiegen. Dieser Mann hinter ihr … Seine Stimme war ihr bekannt vorgekommen … Fieberhaft dachte sie nach. Und dann kam sie drauf: Curd Heinemann! Nils’ Vater! Er musste es gewesen sein. Aber warum war er nicht im Gefängnis? In jedem Fall war der Kerl vollkommen verrückt. Lena hatte er fast in den Wahnsinn getrieben. Und was hatte er jetzt mit ihr vor?

Sibylle hatte Jacob ihr Beileid aussprechen wollen. Und ihm sagen wollen, dass sie immer für ihn da war. Aber er stieß sie brüsk zurück.

„Ich will dir doch nur helfen“, beteuerte sie kläglich.

„Das Letzte, was ich jetzt brauche, ist dein Gesülze!“, herrschte er sie an und ließ sie stehen.

Hildegard räumte Evas Zimmer auf. Sie stellte frische Blumen auf den Tisch, zupfte Evas Laken zurecht – ganz so, als würde Eva im nächsten Moment zur Tür hereinkommen. Alfons hatte versucht, Gustl und Käthe zu erreichen, aber die beiden waren schon auf dem Weg nach Verona, in ihrem Wohnmobil. Dann würde Gustl dort erfahren, dass er seine Tochter verloren hatte.

„Aber noch dürfen wir die Hoffnung nicht aufgeben“, erklärte Hildegard. Die Taucher hatten Eva noch immer nicht gefunden. Und sie wollte so sehr, dass Eva wieder nach Hause kam. Sie nahm eine Kerze aus der Schublade, zündete sie an und stellte sie dann feierlich an Evas Fenster. „Damit sie den Weg nach Hause findet …“

Eva stand der Schweiß auf der Stirn. Sie spürte, dass sie Fieber hatte. Ihr war kalt, und sie musste dauernd husten. Außerdem hatte sie Durst, furchtbaren Durst. Draußen war es dunkel geworden. Wo steckte dieser Heinemann nur? Und was hatte er mit ihr vor? Sie brauchte doch wenigstens eine Decke. Sonst hätte er sie doch auch gleich umbringen können. Sie zitterte am ganzen Körper. Aber Robert würde bestimmt bald kommen. Sie wusste, dass er sie suchen würde. Er würde sie hier rausholen …

Doch Robert suchte nicht nach ihr. Er saß wie versteinert vor seinem Laptop und sah sich immer wieder das Video an, das Gitti König für den Polterabend gemacht hatte. Evas Liebeserklärung an ihn, mit Schuhcreme im Gesicht. Sie war so glücklich gewesen …

Erst als er in einen unruhigen Schlaf gefallen war, bekam er neue Hoffnung. Er träumte von Eva. Sie lag neben ihm im Bett. Unendlich erleichtert strich er ihr übers Gesicht.

„Mein Liebling“, flüsterte er im Traum. „Wo warst du denn? Ich habe dich überall gesucht.“ Doch dann sah er, dass ihre Hände gefesselt waren.

Am anderen Morgen war er überzeugt davon, dass Eva noch lebte.

„Ich habe sie gesehen“, erklärte er seinen verdutzten Eltern.

„Aber das war ein Traum“, meinte Werner. „Du bist ihr in einem Traum begegnet.“

„Ja, ich weiß“, erwiderte Robert. „Ich bin nicht verrückt. Ich habe gefühlt, dass sie nicht tot ist.“

„Herrgott!“ Werner war sichtlich besorgt. „Das bringt doch nichts!“

„Und wenn sie entführt worden ist?“, hielt Robert dagegen.

„Gibt es eine Lösegeldforderung? Nein!“ Aber Robert blieb dabei: Irgendein Psychopath konnte Eva in seiner Gewalt haben. Wie gern hätten seine Eltern seine Hoffnung geteilt! Aber es sprach einfach alles dagegen.

„Okay, von mir aus, gebt Eva auf.“ Er schnaubte. „Aber verlangt nicht, dass ich das auch tue!“

„Wir wissen, wie schwer das für dich sein muss“, meldete sich Charlotte zu Wort.

„Das hat nichts mit meiner Vergangenheit zu tun.“ Ihr Sohn deutete auf sein Herz. „Es gibt keine Leiche. Und hier drin, da sagt mir ihre Stimme, dass ich sie suchen muss, dass sie mich braucht.“

Curd Heinemann schlich sich in die Scheune. Er hatte eine Decke, Kleidung und Lebensmittel dabei. Auf den ersten Blick registrierte er, in welch schlechtem Zustand sich Eva befand. Vorsichtig breitete er die Decke über sie.

„Wenn sie keinen Blödsinn machen und hier nicht rumschreien, nehme ich den Knebel raus.“ Sie zeigte keine Reaktion. Und auch, als er sie vom Knebel befreite, hustete sie nur leise und starrte ihn aus glasigen, leeren Augen an. Dann verlor sie das Bewusstsein.

„Wir brauchen einen Arzt, dringend!“ Curd hatte Barbara um ein Treffen im Wald gebeten. Und ihr passte das alles natürlich gar nicht. „Die Kleine ist krank. Ich habe Angst, dass sie stirbt.“ Aber Barbara wollte keinen Arzt benachrichtigen. Wen hätte sie denn schon in die Scheune schicken können? Zu einer gefesselten Gefangenen? „Wir hatten vereinbart, dass ich sie entführe!“, sagte Curd. „Aber wir hatten abgemacht, dass ihr nichts Ernsthaftes passieren darf!“

„Das lag in Ihrer Verantwortung“, entgegnete Barbara kühl. „Jetzt müssen wir das Risiko eben eingehen.“ Er musterte sie voller Abscheu.

„Und wenn sie stirbt?!“ Barbara zuckte nur die Schultern. „Da mache ich nicht mit. Ich bin kein Mörder. Entweder Sie holen einen Arzt – oder ich lege Eva Krendlinger vor einem Krankenhaus ab.“

„Dann lasse ich Sie auffliegen“, drohte sie ihm.

„Dann sind Sie aber auch dran“, konterte er.

„Wirklich?“ Sie schnaubte. „Wer von uns ist denn der flüchtige Sträfling? Lena Zastrow hat ein Stück Ihrer Kleidung gefunden.“ Davon ließ Curd sich nicht beeindrucken. „Niemand wird Ihnen glauben, dass ich hinter der Entführung stecke. Zumal es keine Beweise gibt. Selbst die kleine Krendlinger hat nur Sie zu Gesicht bekommen. Und falls es dumm läuft und sie stirbt, verurteilt man Sie auch noch wegen Totschlags.“

„Sie sind Abschaum, wissen Sie das?“ Sie lachte.

„Das sagt der Richtige“, spottete sie dann. „Und trotzdem gebe ich Ihnen noch eine Chance. Wenn Sie jetzt wieder vernünftig werden.“

„Falsch.“ Curd straffte den Rücken. „Ich gebe Ihnen noch eine Chance. Entweder Sie holen sofort einen Arzt, oder ich kümmere mich selbst darum. Wenn die Polizei mich schnappt, habe ich eben Pech gehabt. Aber Ihr ganzer schöner Plan ist dann im Eimer …“ Sie stand gewaltig unter Druck.

„Okay“, kam sie ihm entgegen. „Ein Arzt ist zu riskant, aber ich besorge ein Antibiotikum.“ Das würde etwa eine Stunde dauern.

„Wenn Sie dann nicht da sind, rufe ich einen Arzt.“ Sie funkelte Curd an.

„Herr Heinemann, versuchen Sie nicht, mir zu drohen! Wenn Sie sich geschickter angestellt hätten …“ Zornig fiel er ihr ins Wort.

„Wie lange soll Ihr Rachemanöver eigentlich noch gehen?“, giftete er.

„Solange ich das möchte“, antwortete sie.

„Robert Saalfeld dürfte genug gequält worden sein, finden Sie nicht?“, sagte er. „Also, wie lange?“

„Achtundvierzig Stunden.“

2. KAPITEL

„Sie sehen müde aus.“ Debbie hatte Jacob im Personalraum getroffen.

„Ich habe nicht gut geschlafen“, erwiderte er matt.

„Ich auch nicht. Ich glaube, keiner im Hotel hat das.“ Er nickte nur. Ihm war nicht nach Konversation. Noch immer hatten die Taucher keine Spur von Eva gefunden. „Ich habe eventuell einen Hinweis, dass Ihre Schwester doch nicht ertrunken ist“, platzte Debbie da heraus. „Ich glaube, sie lebt noch.“ Sie begann, von den Tarotkarten zu erzählen. Doch Jacob unterbrach sie unwirsch.

„Lassen Sie mich mit dem Schwachsinn in Ruhe!“, schnauzte er sie an. „Eva ist tot! Ertrunken in diesem verdammten See! Das ist die Wahrheit!“

Michael war es, der bei Jacob eine Lanze für Debbie brach.

„Sie meint es nur gut und glaubt, dass es jemand auf Eva abgesehen hat“, sagte er.

„Jemand“, wiederholte Jacob verächtlich.

„Ich bin normalerweise auch sehr skeptisch“, fuhr Michael fort. „Aber Debbie hatte schon einmal recht mit ihren Voraussagen.“

„Als unsere Eltern gestorben sind …“ Jacob klang gequält. „Da habe ich fast ein Jahr lang nachts wach gelegen und gewartet, ob sie nicht doch wieder nach Hause kommen. Also bleiben Sie mir einfach vom Hals mit falschen Hoffnungen!“

Alfons hatte Gustl inzwischen telefonisch erreicht. Aber er schaffte es nicht, seinem Halbbruder die ganze Wahrheit zu sagen. Gustl hatte Eva doch gerade erst kennengelernt. Also erzählte Alfons nur, dass Eva vermisst wurde. Und dass er sich wieder bei Gustl melden würde, sobald es Neuigkeiten gebe.

Wie sollten sie alle diesen Verlust nur verkraften? Was würde Robert tun? Und Jacob? Der hatte doch außer Eva niemanden mehr …

Barbara meldete sich bei Dr. Niederbühl und simulierte einen Zeckenbiss. Sie hatte sich einfach mit einer Nadel in den Arm gepiekt. Michael begutachtete die Wunde stirnrunzelnd. Nach einem Zeckenbiss sah das eigentlich nicht aus. Aber Frau von Heidenberg verlangte hartnäckig nach einem Breitbandantibiotikum, und so gab er es ihr.

„Ist Robert bei dir?“ Werner war in die Küche gekommen. André schüttelte den Kopf.

„Wollte er denn arbeiten?“ Werner verneinte.

„Ich mache mir nur Sorgen um ihn“, seufzte er. „Er steigert sich in falsche Hoffnungen hinein.“ Resigniert ließ er sich auf einen Stuhl fallen. „Warum musste das passieren? Hat Robert nicht schon genug durchgemacht?“

„Dem Schicksal ist so etwas leider egal“, erwiderte André betroffen.

„Robert will es natürlich nicht wahrhaben“, sagte Werner. „Glaubt an ein Gewaltverbrechen und klammert sich an jeden Strohhalm.“ André konnte das verstehen. Immerhin war keine Leiche gefunden worden. Und einen geliebten Menschen gab man nicht so ohne Weiteres auf. „Glaubst du wirklich, ein Wahnsinniger hat Eva entführt und hält sie irgendwo gefangen?“, knurrte der Senior.

„Barbara vielleicht?“, entgegnete André.

„Der würde ich alles zutrauen“, bestätigte Werner. „Aber sie hat ihren Hals gerade aus der Schlinge gezogen und muss tunlichst die Füße still halten.“ André nickte. Und dann fiel ihm etwas ein.

„Weil du von Entführung gesprochen hast …“

Robert staunte nicht schlecht, als er ins Wohnzimmer kam und seinen Vater über Landkarten gebeugt fand.

„Was wird das?“, fragte er.

„Wir suchen Eva.“ Robert verzog das Gesicht. Werner glaubte ihm plötzlich?

„Es gibt Neuigkeiten“, erklärte der Senior. „Ich habe gerade mit André gesprochen: Curd Heinemann ist aus dem Gefängnis ausgebrochen. Er wurde am Fürstenhof gesehen. Zumindest glaubt Lena, ihn gesehen zu haben.“

„Und du denkst, er hat Eva entführt?“ Robert war plötzlich ganz aufgeregt.

„Wäre doch möglich“, meinte sein Vater. „Heinemann war am See, Eva hat ihn erkannt, er hat Panik bekommen und sie in seine Gewalt gebracht.“ Werner hatte einen Geländewagen organisiert, mit dem sie die Umgebung des Sees durchkämmen konnten. „André mobilisiert parallel jeden Helfer, den wir kriegen können. Wenn Eva noch lebt – dann werden sie finden, das verspreche ich dir.“

„Ich habe was für Sie. Ein Antibiotikum. Das müsste Ihnen helfen. Hoffe ich.“ Eva war zwar wieder bei Bewusstsein, hatte aber aufgrund ihres hohen Fiebers Mühe, die Augen offen zu halten. „Ich nehme Ihnen den Knebel ab, und Sie schlucken die Tabletten, in Ordnung? Schreien wird Ihnen nicht helfen.“ Sie nickte matt, und er löste den Knebel. „Ich wollte nicht, dass es so endet.“ Sie schluckte die Tabletten.

„Bitte lassen Sie mich gehen“, flüsterte sie dann.

„Das würde ich gerne, aber das kann ich nicht.“ Curd litt mit der jungen Frau, aber er musste hart bleiben. „Trinken Sie mehr, Sie brauchen viel Flüssigkeit. Wie fühlen Sie sich denn?“ Sie zuckte einfach die Achseln und legte sich dann wieder auf den Boden und dämmerte weg. Ihre Kräfte schwanden.

Auch Nils wollte sich an der Suche nach Eva beteiligen. Doch Tanja reagierte besorgt – was würde geschehen, wenn Curd eine Waffe hatte? Doch ihr Mann hörte gar nicht auf sie, er machte sich selbst Vorwürfe. Warum hatte er den Zusammenhang nicht längst gesehen?

„Sie waren alle so sicher, dass Eva ertrunken ist“, meinte Tanja und bat ihn dann noch einmal, auf sich aufzupassen.

„Ich habe keine Angst vor meinem Vater“, sagte er.

„Nils? Wenn er sie als Geisel genommen hat … Glaubst du, er würde ihr etwas antun? Wie weit würde er gehen?“ Nils schluckte.

„Ich weiß es nicht, Tanja“, antwortete er dann tonlos. „Ich weiß nicht mehr, was ich von meinem Vater halten soll …“

Charlotte setzte derweil eine Suchanzeige in die Zeitung, mit einem aktuellen Foto von Eva. Alle hatten wieder Hoffnung geschöpft, dass sie noch lebte. Die Suche musste einfach erfolgreich sein! Auch wenn es einem Wunder gleichkäme …

Der Suchtrupp durchforstete die ganze Umgebung des Sees. Den Wald, das Moor, Felder und eine verlassene Fabrik. Alle führten Funkgeräte mit sich, damit sie untereinander kommunizieren konnten. Immer wieder fragte Robert die anderen, ob sie etwas gefunden hätten. Langsam wurde es dunkel.

„Jacob, hört ihr mich?“, fragte Robert in sein Walkie-Talkie.

„Wir hören dich“, erwiderte Evas Bruder. „Ich bin mit Steindl südwestlich von dir, noch haben wir nichts, aber wir machen weiter. Da müsste jetzt noch diese Scheune kommen, kennst du die?“

„Ja“, antwortete Robert. Er würde weiter das Moor absuchen. Und wenn es die ganze Nacht dauerte …

Jacob und Xaver waren gemeinsam zum Suchen eingeteilt. Natürlich wäre Xaver lieber in einem anderen Team gewesen, aber er hatte sich nicht getraut zu widersprechen, als Herr Saalfeld ihn Jacob zugewiesen hatte. Jacob war das alles egal. Er wollte seine Schwester finden, das war alles, was zählte.

„Und ich finde es toll, dass Sie überhaupt mithelfen“, sagte er zu Xaver. „Ehrlich.“ Gleich würden sie die Scheune erreicht haben.

„Und dann?“, fragte Xaver. „Was machen wir dann? Was, wenn er sie tatsächlich dort gefangen hält und mit einer Waffe auf uns wartet?“ Jacob ließ sein Jagdmesser aufspringen.

„Sie müssen nicht reingehen“, meinte er nur.

„Ich bin kein Weichei“, versicherte Xaver schnell. „Sie können auf mich zählen.“

Eva hatte sichtlich hohes Fieber: Sie bewegte ihre Lippen im Schlaf und schwitzte stark. Curd betrachtete sie voller Sorge. Plötzlich waren draußen Stimmen zu hören.

„Bleiben Sie mal hier stehen, ich guck rein.“ Hastig griff Curd nach einer alten Plastikplane und warf sie über sich und Eva.

Das Scheunentor ging auf. Mit seinem Messer in der Hand trat Jacob ein. Xaver folgte ihm zögerlich.

„Eva?“, rief Jacob. Von seiner Stimme wurde sie wach. Durch einen Schlitz in der Plane konnte sie ihren Bruder sehen. Sie wollte nach ihm rufen, ihn auf sich aufmerksam machen, doch Curd Heinemann hielt ihr mit aller Kraft den Mund zu. „Fehlanzeige.“ Jacob seufzte.

„Wäre ja auch zu schön gewesen“, sagte Xaver.

„Suchen wir weiter.“ Die beiden verließen die Scheune. Eva liefen die Tränen übers Gesicht. Jacob hatte sie doch schon gefunden!

Spät am Abend kam Jacob zurück in den Fürstenhof. Debbie hatte im Personalraum eine Brotzeit für alle, die nach Eva suchten, vorbereitet. Obwohl er krank war vor Sorge um seine Schwester, griff er zu. Er war so hungrig. Und so müde. Trotzdem entschuldigte er sich noch bei ihr.

„Es tut mir leid, dass ich Sie wegen der Tarotkarten so angefahren habe“, meinte er. „Aber ich hatte einfach Riesenangst vor der Hoffnung. Ich habe das schon mal durchgemacht.“ Debbie nickte wissend. Michael hatte ihr die Geschichte von Jacobs Eltern erzählt. „Vorhin, als wir vor der Scheune standen, ich war mir so sicher, Eva dort zu finden. Wenn ich Curd Heinemann wäre, hätte ich sie dort versteckt: Die Scheune wird nicht mehr benutzt, und kein Mensch kommt dahin.“ Sie schwieg. Wie gerne hätte sie ihn in den Arm genommen! Aber das war ganz sicher der falsche Zeitpunkt dafür.

Barbara wartete, bis Robert in den Fürstenhof zurückkehrte, um ihn mit ihrer nächsten Gemeinheit zu quälen. Sie beauftragte einen Pagen, ein Porträt von Eva in der Lobby aufzuhängen – mit einem Trauerflor.

„Nimm das sofort ab!“, herrschte er sie an.

„Ich wollte lediglich meine Anteilnahme zum Ausdruck bringen“, heuchelte sie.

„Sie ist nicht tot“, zischte er. „Und wir werden sie finden.“

„Wie lange ist sie schon verschwunden?“, spottete Barbara. „Aber vielleicht weißt du ja mehr als ich. Gibt es eine Lösegeldforderung?“

„Wir finden sie“, wiederholte er.

„Du fühlst dich schuldig“, säuselte sie. „Würde ich auch an deiner Stelle. Hast du dich nicht über sie lustig gemacht, weil sie keine so gute Schwimmerin war?“ Er schluckte. „Sie wollte üben und ist ertrunken“, legte sie nach. „Tragisch.“

„Nein, ist sie nicht.“ Zornig und aufgewühlt ließ er sie stehen. Und sie weidete sich an seinem Leid.

Nachdem Robert geduscht hatte, ging er zu den Sonnbichlers. Er wollte Eva nahe sein und bat darum, in ihrem Zimmer übernachten zu dürfen. Selbstverständlich ließen Hildegard und Alfons ihn gewähren.

„Wir geben nicht auf“, sagte Hildegard. „Der Herr ist meine Stärke und mein Schild, auf ihn hofft mein Herz und mir wird geholfen. Psalm achtundzwanzig.“ Sie und ihr Mann beteten regelmäßig für Eva.

„Danke“, erwiderte Robert und ließ sich sogar dazu überreden, ein bisschen Suppe zu essen.

Am nächsten Morgen marschierte eine junge Frau in den Fürstenhof. Sie war burschikos gekleidet, trug Jeans und Hemd. Auf der Terrasse zögerte sie kurz, entschied sich dann aber dafür, eine Kellnerin anzusprechen, die mit dem Rücken zu ihr stand. Es war Gitti.

„Entschuldigung?“ Gitti musste erst noch eine andere Bestellung aufnehmen, dann erst drehte sie sich um. Und plötzlich ging ein Strahlen über ihr Gesicht.

„Theresa!“, rief sie, und da fielen die beiden Frauen sich schon um den Hals.

Gitti nahm sich eine Stunde frei, um im Park mit ihrer alten Freundin Theresa Burger zu plaudern.

„Gitti König ist also Kellnerin geworden“, stellte Theresa fest. „Etwas überraschend, wenn du mich fragst. Vor ein paar Jahren wolltest du noch Bundeskanzlerin werden.

„Das hat ja dann jemand anderes gemacht.“ Gitti grinste. Und erzählte dann von ihrem Job als Unternehmensberaterin, den sie gerade erst aufgegeben hatte. Weil sie mit ihrem Leben etwas Sinnvolles anstellen wollte. Weil sie beinahe all ihre Träume vergessen hatte vor lauter Karriere. Und deswegen kellnerte sie. „Schön, dass du wieder im Lande bist“, meinte sie und sah Theresa freudig an. „Irgendjemand hat gesagt, du studierst Brauwesen an der TU Berlin.“ Theresa nickte. Sie hatte gerade ihr Diplom gemacht und war jetzt zertifizierte Braumeisterin. „Weißt du, wer noch von damals hier ist? Im Hotel, meine ich? Eva Krendlinger.“

„Die arbeitet auch hier?“, staunte Theresa. „Aber die wollte doch Kindergärtnerin werden!“

„Ist sie auch“, entgegnete Gitti. „Und ein Kinderbuch hat sie auch gemacht, ganz süß.“ Ihre Miene hatte sich verfinstert.

„Was ist denn?“ Gitti berichtete von Evas Verschwinden. Von dem Schock, als es hieß, sie sei im See ertrunken.

„Jetzt tippen sie eher auf eine Entführung, weil ein Häftling ausgebrochen ist und hier gesehen wurde“, schloss sie.

„Das ist ja furchtbar.“ Die beiden Frauen schwiegen eine Weile bedrückt. Dann schüttelte sich Gitti und fragte Theresa nach ihren Plänen. „Zuallererst muss ich nach Papa sehen. Wir haben länger nicht telefoniert, und er hat keinen blassen Schimmer, dass ich komme.“

„Dann weißt du es gar nicht?!“ Theresa runzelte die Stirn.

„Was denn?“

„Die Brauerei ist seit sechs Wochen geschlossen, und dein Vater ist weg.“ Sprachlos starrte Theresa Gitti an.

Robert hatte so gehofft, noch einmal von Eva zu träumen, noch einmal eine Art Botschaft von ihr zu empfangen. Aber es war nicht passiert.

„Ich spüre, dass sie mich braucht“, sagte er zu seiner Mutter. „Aber ich weiß nicht, wohin ich gehen muss.“ Charlotte strich ihm tröstend über den Arm. Sie glaubte daran, dass man in außergewöhnlichen Lebenssituationen Verbindung aufnehmen konnte zu geliebten Menschen, das hatte sie selbst in Afrika erlebt. „Wo ist Papa?“, fragte Robert nun.

„Er ist zur Polizei gefahren, um Druck zu machen“, antwortete sie. „Jetzt, da es einen möglichen Zusammenhang mit Curd Heinemann gibt. Und ich habe eine Suchanzeige geschaltet.“ Sie zeigte ihm die Zeitung. Für Hinweise auf Evas Aufenthaltsort hatte sie eine Belohnung von zwanzigtausend Euro ausgesetzt. „Da steht unsere Festnetz- und deine Handynummer. Ich hoffe, das ist dir recht.“ Natürlich war Robert das recht. Alles, was ihm Eva zurückbrachte, war gut.

Das Antibiotikum hatte angeschlagen: Eva ging es etwas besser, als sie aufwachte. Curd hatte sie nicht wieder geknebelt.

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