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Frauen mit Männergeschichten

Shunga live

Ich war sowieso schon sauer, weil er es wieder nicht fertig gebracht hatte, mal früher nach Hause zu kommen. Es würde zur Feier des Tages etwas Besonderes geben, hatte ich ihm bedeutungsvoll hinterhergerufen, als er das Apartment verlassen hatte.

„Ja, ja…”, war die Antwort gewesen.

„Ja, ja, heißt: …du kannst mich mal!”, konterte ich wie immer.

„Sorry!”, hörte ich noch, als er schon halb draußen war.

Nur deshalb hatte er zwischendurch angerufen: Es würde doch etwas später werden, so ungefähr acht, weil er noch eine Auswertung abwarten müsse und ein Kandidat noch einen ausgäbe. Und dann wurde es Viertel nach neun – und er schellte auch noch, als hätte er seinen Schlüssel vergessen. Aber ich riss mich zusammen. Es sollte doch ein schöner Abend werden, sonst wäre ja die ganze Vorbereitung umsonst gewesen.

Also ging ich zuversichtlich zur Tür, setzte mein verführerisches Lächeln auf und öffnete in der Erwartung ihn die Treppe heraufkommen zu hören. Stattdessen stand er aber schon vor der Wohnungstür, taumelte offensichtlich angetrunken herein und mit einer knappen Entschuldigung an mir vorbei ins Badezimmer – ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen. Etwas verdattert stand ich im Türrahmen und blickte ihm nach. Ich wollte schon die Tür zuwerfen, als ich bemerkte, dass er nicht allein gekommen war.

Zuerst sah ich nur einen südländisch aussehenden, jungen Mann, der sichtlich besorgt darauf zu achten schien, dass Jens sicher nach Hause kam. Zugleich musterte er mich ganz unwillkürlich. Und er schien überrascht, wie ich aus seinem unsicheren Lächeln zu erkennen glaubte. „Na, wenigstens bei ihm erziele ich eine Wirkung“, dachte ich. Zwei, drei Stufen weiter unten stand noch so ein Jüngling, der offenbar auch zum Begleittross gehörte. Er versuchte auf Zehenspitzen einen besseren Blick zu erheischen. Ich machte es ihm leichter und trat zwei Schritte vor ans Geländer.

Als hätte jemand die Pause-Taste gedrückt, standen wir drei nun im Hausflur und scannten einander. Zeit genug für mich die Situation abzuwägen: Jens machte nicht den Eindruck als ob er noch einen schönen Abend mit mir verbringen würde. Vielleicht könnte ich ja die beiden einladen zu bleiben – wenigstens zum Essen. Vielleicht würde Jens dann…

Da löste der Erste das Standbild auf und hielt mir unseren Autoschlüssel entgegen. „Wir wollten nur sicherstellen, dass Jens heil nach Hause kommt”, erklärte er sich und das Schlüsselbund klimperte vor Aufregung.

Ihr hättet ihn sehen sollen, wie er da so stand, hin- und hergerissen zwischen der Höflichkeit sich vorzustellen und der Peinlichkeit der Situation, aus der er am liebsten sofort geflüchtet wäre. Ein großer Lockenkopf, den ich fragend anschaute, bis er schließlich lieferte: „Ich bin Cedric. Ich schreibe meine Masterarbeit bei Jens. Wir haben ein bisschen gefeiert, weil ich heute abgegeben habe. Er hat schon gesagt, dass Sie auf ihn warten, aber irgendwie ist er nicht losgekommen.”

Schließlich siegte die Höflichkeit und er machte einen Schritt auf mich zu, um mir die Hand zu geben. Wie im Sog kam nun auch der Zweite die paar Stufen hinauf und stellte sich als „Karl” vor, „auch aus der Arbeitsgruppe”, aber er wäre „noch nicht so weit wie Cedric“.

Die beiden gefielen mir auf Anhieb – beide ganz süß, so verschieden sie auch waren. Und sie waren offensichtlich nicht halb so betrunken wie Jens – einer musste ja auch gefahren sein. Meine Pläne bezüglich des asiatischen Abendessens mit erotischer Note, die ich zum Anlass unseres 5-Jährigen geschmiedet hatte, schienen zwar geplatzt, aber vielleicht konnte ich mit diesen beiden ja noch etwas retten. So wie Jens jetzt drauf war, würde er meine kleine Inszenierung eh nur wieder mit spitzem Spott kommentieren, wenn er nicht sogar gleich ins Bett fallen würde.

Also besann ich mich meines Aufzugs und kokettierte:

„Nun, ihr scheint ja zumindest zu ahnen, dass heute ein besonderer Tag ist, für den ich ein Abendessen vorbereitet habe, das ich ganz unmöglich alleine essen kann. Ich brauche unbedingt Verstärkung und Jens“, ich warf einen verächtlichen Blick in die Wohnung, „wird wohl keine große Hilfe sein. – Also, hiermit lade ich euch ganz förmlich ein, euren besonderen Abend zu meinem besonderen Abend zu machen.”

Ich weiß, es war kitschig, aber dabei schlug ich meine Knie übereinander, damit meine Hilfsbedürftigkeit überzeugender rüberkam. Die beiden nahmen fragenden Blickkontakt auf, bis Karl schließlich zustimmend nickte. Ich trat zwei, drei Schritte zurück in die Wohnung, und lockte sie mit dem Zeigefinger und einem triumphierenden Lächeln.

Kaum durch die Tür schauten sie sich verwundert um, als hätten sie mit Aladin und seinen Kumpanen die Schatzkammer betreten. Kein Wunder, denn wenn ich so ein Event inszeniere, dann versuche ich es immer so stilecht wie möglich zu machen. Deshalb war ich auch so sonderlich und aufreizend angezogen. Für diesen Abend hatte ich ein japanisches Abendessen vorbereitet, das wir in typischer Sitzhaltung, also kniend, an unserem kleinen niedrigen Couchtisch essen sollten. Ich hatte, ohne allzu großen Aufwand zu betreiben, unser Wohnzimmer und den Flur ein wenig ‘japanisch‘ dekoriert und mit Papierfächern über den Lampen, ein paar Räucherstäbchen, passender Musik und so weiter, ein japanisches Ambiente in den Raum gezaubert. Ich mache so etwas schrecklich gerne, auch wenn Jens, wie gesagt, zuletzt nur noch darüber witzelt oder spottet. Weil er aber am Ende stets Sex bekommt, lässt er mich gewähren und spielt das Spiel meistens mit. Für die beiden Jungs war das alles nun aber sehr überraschend. Entweder hatte Jens ihnen davon wirklich noch nichts erzählt oder sie wollten es ihm nicht glauben und waren deshalb beeindruckt.

„Heute Abend gibt es ‘Japanisch‘ – ich meine, ich habe ein japanisches Essen vorbereitet und ich mag es sehr, so etwas in den passenden Rahmen zu setzen – deshalb die Deko, die Musik und so weiter.“ Dabei drehte ich mich einmal vor ihnen, wie vor einem Spiegel. „Dazu gehört auch, dass man in Japan die Schuhe an der Tür auszieht und sich barfuß an den Tisch setzt – äh kniet, ihr versteht?”

Cedric schien gar nicht überrascht und zog sofort bereitwillig die Schuhe aus. Karl kratzte sich am Kopf, aber er tat, wie ihm geheißen. Ich stellte ihre Schuhe in der Weise zusammen, dass man sie beim Verlassen des Hauses leicht wieder anziehen konnte, so wie es in Japan Sitte ist. Wieder hatte ich kaum Zeit darüber nachzudenken, ob ich nun, wie ursprünglich geplant weitermachen würde oder irgendwie was ändern müsste. Alles war ja eigentlich nur für Jens vorgesehen, aber jetzt ließ ich es drauf ankommen. Die Versuchung war zu verlockend, und wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt hatte, ließ ich auch nur ungern davon ab.

„Jetzt wird’s vielleicht etwas sehr schräg, aber ich hoffe ihr macht mit. Die Frau des Hauses wäscht ihrem Mann oder, in eurem Fall, besonderen Gästen die Füße, bevor sie weiter ins Haus gehen.“

„Krass”, entfuhr es Karl.

Er schaute etwas verlegen, setzte sich dann aber als Erster auf den angebotenen Schemel, streifte die Socken ab und ließ sich von mir die Füße waschen. Er hatte schöne Füße, ebenmäßig, etwas fleischig (er war insgesamt etwas untersetzt), mit kurzen, runden Zehen. Dafür kniete ich natürlich vor ihm, goss das vorbereitete, lauwarme Wasser in eine Keramikschüssel, tauchte seinen Fuß ein, strich über Fuß und Zehen und tupfte den Fuß schließlich mit einem kleinen Handtuch trocken. Dann war der andere Fuß dran. Als er fertig war, nahm ich ihn bei der Hand und führte ihn ins Wohnzimmer an den Couchtisch, wo ich ihn auf einem Kissen platzierte, das ich eilig vom Sofa nahm, denn schließlich fehlten ja zwei Kissen im Arrangement. Als ich zurückkam, saß Cedric schon auf dem Schemel und wartete auf seine zeremonielle Fußwaschung.

„Das ist ja mega”, murmelte er, als ich seine Füße ins Wasser tauchte.

Seine Füße waren viel größer, sehniger und sein zweiter Zeh war auffallend länger als sein großer Zeh. „Sagt man nicht, das sei Ausdruck großer Willenskraft?“, dachte ich. Ich spürte im Nacken, wie er mich musterte. Ich trug so eine Art Kimono, der unterhalb der Brust eng zusammengewickelt war. Bunte Bänder, die um die Taille herumgeführt und vorne verknotet werden, hielten ihn fest zusammen. Ich hatte meine Haare zusammengerollt und mit zwei feinen Essstäbchen hochgesteckt, so dass mein Hals in voller Länge zu bestaunen war.

„Was ist, wenn Jens uns hier sieht?”, wollte er wissen.

„Das ist mein Abend, und das weiß er ganz genau”, sagte ich etwas scharf, deshalb schaute ich Cedric besänftigend in die Augen und lächelte, „und er wird es nicht wagen, mir den zu verderben – wenn er überhaupt noch mal aus dem Bad kommt.”

Schließlich geleitete ich auch Cedric auf sein Kissen. Rasch holte ich aus unserer Küchennische die fehlenden Tischauflagen, Essstäbchen, Schalen für Reiswein und Speisen und kniete mich schließlich selbst an den Tisch.

„Ich bin übrigens ‘Hana’ – das ist japanisch und heißt so viel wie Blume, für euch bin ich heute ‘Hana’.” Ich goss dabei Reiswein in unsere Gläser.

Jetzt machte sich Jens im Bad und dann im Flur bemerkbar: „Oh je, was macht denn die Schüssel hier im Flur?”, rief er.

„Die entspannt sich!”, gab ich schnippisch zurück.

„Sehr witzig! Was wird das wieder für ein Abend?”, brachte er noch heraus, bis er das Wohnzimmer erreichte und reichlich überrascht auf die zwei Gäste am Couchtisch starrte.

„Japanisch! Und ich habe mir erlaubt, mir angenehme Gesellschaft einzuladen, schließlich haben die Jungs keine Mühen gescheut, dich heil nach Hause zu bringen. Setzt du dich zu uns?”

„Klar.”

Jens war sichtlich betrunken. Er schwankte die wenigen Schritte bis zum Sofa bedenklich, ignorierte das für ihn bereitliegende Kissen und plumpste stattdessen in seine angestammte Sofaecke.

Natürlich musterten Cedric und Karl die Situation genau, sie schienen bereit, unverzüglich einen Rückzieher zu machen, wenn es brenzlig würde, aber ich legte meine Hände beruhigend auf ihre Knie und beschwichtigte: „Lasst uns doch erst mal zum Kennenlernen einen kleinen Schluck Sake teilen, bevor ich das Essen auftrage.” Dabei füllte ich Jens Trinkschale fast randvoll.

Er beugte sich mit etwas Mühe vor und prostete allen zu. „Das ist ja wie im richtigen Forscherleben: Man teilt Freud’ und Leid”, sprach er den Toast aus und stürzte den Reiswein in einem Schluck herunter.

Da war er wieder, sein unnachahmlicher Sarkasmus, den ich mal als Schlagfertigkeit bewundert hatte, als ich noch nicht das Ziel seines Spotts war.

Karl und ich nahmen nur einen kleinen Schluck und Cedric schien sogar nur daran zu nippen. Später würde ich erfahren, dass er überhaupt keinen Alkohol trinkt und aus dem Grund mit dem Auto fahren konnte. Sein Schicksal war es die Autos besoffener Kommilitonen oder, wie heute, Chefs nach Hause zu kutschieren.

„Schatz, tue mir den Gefallen, zieh‘ Schuhe und Socken aus und setz‘ dich zu uns; so da oben macht es die Stimmung kaputt. Du weißt doch, dass…”

“Ja, ja…“, war der vorhersagbare Einwurf, und er bemühte sich aus seiner Ecke hochzukommen. Aber dann kam nur noch: „Hannah, ich glaub dieser Schnaps war irgendwie nicht gut für mich. Bitte sei mir nicht bös’, ich muss mich erst mal aufs Bett legen – mir ist grad so ganz anders”, entschuldigte sich Jens.

Wieder mit Mühe wuchtete er sich aus dem Sofa und stolperte in Richtung Flur. Ein kurzes Fluchen über die Schüssel, die im Weg stand, das Stampfen die Treppe rauf, ein Klappen der Tür zur Dachmansarde, das war alles, was wir von Jens an diesem Abend noch zu hören bekamen.

„Na das war’s dann wohl“, fasste ich die neue Lage kurz zusammen, „bei euch alles ok?”

Ich schaute die beiden an und konnte förmlich die Erleichterung sehen, die sich in ihren Gesichtern breitmachte.

„Dann machen wir drei uns eben einen schönen Abend! Ihr werdet sehen, ich bin keine schrullige Esoterikerin, sondern nur ein Genussmensch mit Spieltrieb. Und leider hab ich mit Jens einen Partner, der das nicht immer zu schätzen weiß. Jens und ich sind vor fünf Jahren hier eingezogen, und ich wollte das eigentlich heute mit ihm feiern. Jetzt seid ihr meine letzte Hoffnung, denn so wie ich ihn kenne, wird er nicht wieder auftauchen. – Hey, ihr seid doch bestimmt keine Kostverächter und sowas wie ‘ne Motto-Party kennt ihr doch auch, oder? – oder ist das so gar nicht euer Ding?” Es entstand nach meinem Geschmack eine viel zu lange Pause, aber ich wollte nicht schon wieder drauflos plappern, also schaute ich die beiden erwartungsvoll an.

Cedric brach das Eis und erzählte, wie er schon mal als „Grauer Star” auf eine Hollywood-Motto-Party gegangen war, nur graue Klamotten trug und keiner war drauf gekommen, wen er mimte. Karl fand das mit dem Füßewaschen schon mal megakrass und wäre nun gespannt auf den Rest. „Das Geheimnis des Erfolgs? Anders sein als die anderen!”, stellte er in den Raum, als wollte er schon ein Resümee für den Abend ziehen. Cedric schmunzelte sofort, aber ich hingegen konnte noch nicht so viel mit diesem Spruch anfangen.

So allmählich löste sich dann die Spannung, die Jens im Raum hinterlassen hatte, in Wohlgefallen auf und die beiden machten nicht den Eindruck jetzt doch noch gehen zu wollen. Cedric erzählte von seiner marokkanischen Herkunft und der selbstgewählten Abstinenz, die eine Art Familientradition wäre und dass er deshalb auch heute mal wieder zum unfreiwilligen Taxifahrer geworden war. Ich stellte ihm zum Ausgleich für später ein Taxi in Aussicht, aber die beiden wollten lieber durch die laue Sommernacht zu Fuß gehen.

So nippten wir am Sake, Cedric bekam Grünen Tee und wir kamen ins Plaudern. Karl entpuppte sich als Fan von Woody Allen-Filmen und brachte uns mit seinen Dialogzitaten zum Lachen.

Als ich ihn zu seiner Arbeit befragte, sagte er zum Beispiel mit ernster Miene: „Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens verbringen werde.“ Und das ließ er dann wieder so im Raum stehen, bis wir prustend lachten.

Allmählich wurde es aber auch Zeit die Speisenfolge anzukündigen – soweit kein Problem – aber ich hatte mich noch nicht entschieden, ob ich meine Pläne ‘durchziehen’ wollte. Mit Jens hätte es ein Abendessen mit Sex werden sollen – endlich mal wieder Sex! Seit Wochen hatte er immer wieder Ausreden gehabt, warum es gerade nicht passen würde. Hin- und hergerissen zwischen der Lust auf ein Abenteuer und den kläglichen Versuchen meines Zweifelchens mich zur Vernunft zu bringen, redete ich mir ein, ich sollte mein Bauchgefühl spontan entscheiden lassen. Aber das hatte sich längst entschieden. „Hol dir, was du brauchst – jetzt und hier!“, bestürmte es mich. Bei dem Gedanken an die beiden überflutete mich ein heißer Schauer nach dem anderen. Es war schon längst da, dieses Verlangen nach Nähe, nach Berührung, nach Sex. Ich musterte Karl und Cedric noch einmal ganz genau, ließ mich von ihren fragenden Blicken nicht ablenken und horchte in mich hinein. Ja, die beiden waren so süß, dass ich mir das ganz leicht vorstellen konnte – zu leicht. „Das kannst du nicht machen, es sind zwei!“, meldete sich mein Zweifelchen wieder vehement. Ich hatte noch nie mit zwei Männern rumgemacht und, ehrlich gestanden, auch noch nie darüber fantasiert. „Und was machst du, wenn sie gar nicht wollen?“, setzte mir das Zweifelchen weiter zu, „Und später? – Was passiert danach? Hast du darüber schon nachgedacht?“ An später wollte ich aber gar nicht denken.

„So eine Gelegenheit kriegst du nie wieder!”, hörte ich mich dann laut sagen – und über die fragenden Gesichter der beiden streichelte ich einfach besänftigend mit dem Handrücken.

„Also, heute gibt es für jeden drei Gänge und – von jedem drei Enthüllungen – das ist der Deal und kneifen gilt nicht!”, beginne ich bedeutungsvoll.

„Als ersten Gang, als Vorspeise, haben wir Sushi. Ich hoffe Ihr mögt Sushi?”

Ohne eine Antwort abzuwarten stehe ich graziös auf, hole aus dem Kühlschrank den vorbereiteten Teller mit dem Sushi und trage ihn mit betont kleinen Schritten zum Tisch. Dort knie ich zuerst neben Cedric und verbeuge mich ganz nach japanischer Art. Dasselbe mache ich dann mit Karl. Schließlich knie ich mich auf mein eigenes Kissen, verbeuge mich und schiebe den Teller in die Mitte des Tisches. Die beiden sind sprachlos und kleben an jeder meiner Bewegungen.

„Alles ok soweit?“, frage ich und sehe ein zustimmendes Nicken.

„Nun gibt’s auch schon die ersten Enthüllungen.”

Betont langsam und theatralisch ziehe ich die Stäbchen aus meinem Haarknoten und lasse mein langes Haar offen über meine Schultern fallen. Nun schaue ich sie erwartungsvoll an. Sie sind wie Zwillinge gekleidet: Beide haben Bluejeans und ein weißes T-Shirt an. Mein Blick fällt auf ihr T-Shirt und ein Heraufziehen der Brauen reicht, um sie dazu zu bewegen, das Shirt auszuziehen. Ich bin zufrieden und lasse meinen Blick genüsslich über die so völlig verschiedenen Oberkörper streifen. Cedric hat dunkle Brustbehaarung, während Karls Brust völlig glatt ist. Cedric ist gut trainiert und Karl eher der Buddha-Typ. Aber bei beiden stellen sich die Brustwarzen auf und ich spüre wie meine Nippel es ihnen gleichtun. Zur Belohnung bekommen beide einen ersten Kuss. Cedric hat diese vollen Lippen, die ich zuerst mit der Zungenspitze erkunde, bevor ich sie dazwischen schiebe. Erst ist er noch etwas zögerlich, aber dann scheint ihm klar zu werden, wo diese Reise hinführt und kommt mir mit der Zunge entgegen. Karl lässt sich nicht lange bitten. Erwartungsvoll beugt er sich mir mit halb geöffnetem Mund zu mir herüber.

„Ist das okay für euch?“, will ich wissen, aber mehr als ein staunendes Nicken kommt nicht zurück.

Ich nehme eine der Sushi-Rollen mit meinen Essstäbchen und führe sie zu Karls Mund, der sie mit einem Schmunzeln entgegen nimmt. Noch bevor ich Cedric versorgen kann, hat der schon ein Stück mit den Fingern für mich parat und ich nehme Sushi und Finger genüsslich in den Mund. Ich lege die Stäbchen weg und meine Hand auf sein Bein und streichele von dort aufwärts bis an seinen Bauch. Ich bin schrecklich neugierig, wie sich seine dunklen Locken anfühlen. Auch er lutscht an meinen Fingern, als er sein Stück gereicht bekommt und gibt mir so Zeit sein Brusthaar zu erkunden. Es ist ein wenig, als würde ich durch die Krause an meiner Scham streichen, nur nicht so dicht und etwas borstiger fühlt es sich an.

Das nächste Stück erhalte ich von Karl auf die gleiche Weise, wie Cedric es vorgemacht hat. Auch hier bekomme ich die Gelegenheit über seine Brust zu streicheln und seine harten Nippel zu reiben. Und wieder revanchiere ich mich mit einem Stück Sushi, das er mir willfährig aus der Hand isst, während ich an der Jeans schon nach seinem Schwanz suche.

Bevor ich mich wieder Cedric widme und auch um es etwas langsamer angehen zu lassen, gieße ich uns allen etwas von dem vorbereiteten Grünen Tee in die Schalen. Karl und ich nippen auch noch einmal an unserem Sake, der im Zusammenspiel mit dem Sushi viel von seiner Schärfe verloren zu haben scheint. Nachdem ich den ganzen Tag mit dem Essen gewartet habe, genügt mir jetzt das Bisschen Sake schon für einen leichten Schwips.

Dann nehme ich unser Spiel wieder auf und versorge Cedric mit seinem zweiten Stück. Zum Abschluss der Verkostung gibt es diesmal einen Kuss für mich. Er will wohl testen, wie weit er gehen kann und versucht meine fest eingewickelte Brust zu streicheln – und ich lasse ihn gewähren. Und so taumle ich wie ein Schmetterling für die dritten und letzten Stücke noch einmal zwischen den beiden hin und her, in einen Rhythmus aufsteigender Lust, der ziemlich schnell Fahrt aufnimmt und schon bald nach dem nächsten Gang und der nächsten Enthüllung verlangt.

„Als zweiten Gang serviere ich ‘Gegrillten Aal an Wild-Reis’”, kündige ich etwas theatralisch an.

Wieder tippele ich so graziös wie möglich an die Küchenzeile, wärme mit wenigen Handgriffen den vorab gegrillten Fisch auf und drapiere ihn auf einem Berg von Reis. Die nebeneinanderliegenden Aal-Filets lagen wie drei Schwänze auf dem Präsentierteller. „Ziemlich eindeutig!“, denke ich schmunzelnd. Mit einem Blick über die Schulter und für jeden einen gehauchten Kuss versichere ich mich, dass die Jungs mich nicht aus den Augen lassen. Wieder serviere ich den Gang zuerst Cedric, verbeuge mich und küsse ihn – nur dass dieser Kuss etwas eindringlicher ausfällt als beim letzten Mal. Cedric nimmt meine Liebkosung bereitwillig entgegen und wir winden unsere Zungen umeinander, bis uns die Luft ausgeht. Karl erfährt natürlich die gleiche Behandlung, wenngleich er offensichtlich lieber wieder in der ‘offenen Mundstellung mit Zungenspitzentanz’ küsst. Mir ist beides recht.

Als der Hauptgang in der Mitte abgestellt ist, kündige ich die zweite Enthüllung an. Langsam, Schlaufe um Schlaufe aufziehend, löse ich nun den Knoten meines Kimonos. Ich genieße es, wie die beiden Augenpaare auf meine Hände fixiert sind, und dass ich diese Neugier und dieses Begehren in ihren Blicken aufblitzen sehe. Ich stehe auf, schäle mich schließlich aus dem Tuch und reiche es Karl zur sicheren Verwahrung. Ohne die Augen von meinem Körper zu lassen, nimmt er den Kimono entgegen, faltet ihn schnell zusammen und legt ihn hinter sich. Ich trage jetzt nur noch einen Hauch von Nichts, nur ein transparentes, schwarz-grünes Unterkleid mit Spaghetti-Trägern, das nicht ein Detail meines Körpers mehr verbirgt, sonst nichts. Ich genieße den Moment, den ich ihnen gebe, das Bild ganz in sich aufzunehmen, bevor ich mich wieder hinknie. Es tut so gut sich mal wieder in offener Bewunderung zu aalen. Mit Karl stoße ich noch einmal mit Sake an, um seinen Stupor zu lösen. Cedric holt sich einen Kuss ab.

Diesmal muss ich auch gar nichts weiter sagen. Die Jungs sind sichtlich angestachelt. Als sie ihre Jeans herunterziehen, beulen die aufgerichteten Schwänze ihre Boxershorts aus und drängen ins Freie. Da kann ich es mir nicht verkneifen, ein erstes Mal ihre Lanzen anzufassen. Bei beiden hat die Erregung schon eine feuchte Stelle in den Shorts hinterlassen. Dort suchen meine Fingerspitzen gezielt und die Jungs rollen ihre Augen nach hinten und stöhnen ein erstes Mal unterdrückt auf. Mit dem Zeigefinger vor dem Mund signalisiere ich ihnen leise zu sein.

Eigentlich sollte dieser zweite Gang mit Stäbchen gegessen werden, aber Fingerfood ist jetzt nun mal eingeführt. Cedric bricht ohne viel Mühe ein Stück vom Fisch ab und schiebt es mir in den bereitwillig offenen Mund. Karl formt aus dem Reis geschickt ein kleines Bällchen und taucht es in die Soße, bevor er mich davon kosten lässt. So werden die Fischfilets Stück für Stück, der Reis Bällchen für Bällchen unter uns aufgeteilt. Wieder taumele ich küssend vom einen zum anderen. Ich lasse mir die Brüste streicheln und kneten, lasse mir das Kleid ein wenig hochziehen, so dass die Jungs meinen Arsch kneten und mir flüchtig zwischen die Beine streichen können, bis ich genauso nass zwischen den Schenkeln bin wie ihre Schwanzspitzen, die unter meinen Händen nun große, nasse Flecken auf den Shorts hinterlassen. Schließlich hole ich ihre Penisse durch den Schlitz der Shorts ins Freie, umspiele mit den Fingerspitzen ihre Eicheln bis ihre Lusttropfen wie Seife auf der Haut sind. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Stärkungen aus Reis und Fisch, aus Tee und Sake. Es wird gewitzelt, gelacht und Liebesbeteuerungen und Küsse ausgetauscht. Das Pulsieren und Ziehen in mir, das Anschwellen meiner Schamlippen, die aufbrausende Gier nach ihren Schwänzen, die Sehnsucht von ihnen ausgefüllt zu werden, wird fast unerträglich, aber es soll doch erst der Nachtisch des Menüs zum Hauptgang des Liebesspiels werden, deshalb halte ich mich noch zurück.

„Kokos-Mango-Mus auf den Hügeln der Lust”, kündige ich nun als Dessert an, „ein süßer Höhenpunkt der japanischen Küche.”

Das Mus steht schon gut gekühlt bereit und ich serviere die kleine Schüssel auf die gleiche Weise wie die Gänge zuvor: mit aufreizenden Küssen. Nur dass ich mich diesmal, nach der Befreiung aus dem Hauch von Nichts, nicht auf mein Kissen knie, sondern rücklings darauf lege und löffelweise das Mangomus auf mir verstreiche: auf meinem Schamhügel, meinen Schamlippen, auf meinem Bauchnabel, auf meinen Brustwarzen und meinem Mund. Jetzt fallen auch bei den Jungs die letzten Hüllen und sie fangen ohne zu zögern an mir das Süße von der Haut zu lecken. Karl beginnt mit Mund und Gesicht und arbeitet sich bis zu meinen Ohren vor, die er auszulecken beginnt, übrigens, eine Stelle und ein Erlebnis, das mir bis gerade völlig unbekannt war – eine Stelle, die eine direkte Verbindung zu meiner Vagina zu haben scheint, wo sich ein heißes Kribbeln löst. Dort unten macht sich schon Cedric zu schaffen. Ich fühle seinen Schwanz durch meine feuchte Spalte gleiten, bis der ganz mit Mangomus überzogen ist. Meine Schamlippen glühen, scheinen das Mus zu schmelzen. Als Karl sich schon auf den Weg zu meinen Nippeln macht und dafür den Tisch zur Seite schiebt, bietet Cedric mir seinen Schwanz zum Lutschen an – und wer kann diesem süß-kleberigen Lollipop schon widerstehen. Ich lecke seinen Schwanz der Länge nach ab, während er ihn zwischen meinen Lippen hin und her schiebt. Ich spüre, wie das Blut in seinem Penis pulsiert, der härter und härter wird, bis Karl ihn beiseite schiebt.

Karl halte ich mit der Hand bei der Stange und genieße jetzt sein gieriges Saugen und Lecken an meinen Brüsten. Er drückt die Brüste so zusammen, dass er sich abwechselnd an beiden Warzen festsaugen kann. Ich spüre seine Zunge hart um meine Nippel kreisen. Schließlich nimmt er sie zwischen die Lippen und zieht sie saugend in die Länge, bis sie seinem Sog entschlüpfen und er wieder von vorne beginnen muss. Ich habe mich schon oft durch drehen und ziehen meiner Nippel stimuliert, aber Karl löst ein mir bislang unbekanntes Kribbeln in der ganzen Brust aus, das bis in die Spitzen zu schießen scheint und mich unvergleichlich aufgeilt. Dann wird er zu meinem Unmut anscheinend von meinem Bauchnabel angelockt und macht sich auf mit Lippen und Zunge das Mus dort aufzulecken.

Noch bevor er aber tiefer kommen kann, ist Cedric bereit, sein Reich, das er gerade so eigensinnig verlassen hat, selbst vom Mus zu befreien, und ich hole mir Karl wieder nach oben, an meine Brüste. Cedric braucht nicht lang, um meine Vulva und meine feucht-heiße Spalte auszulecken. Von der üppigen Krause von einst ist nur noch ein kleines Dreieck geblieben, das er nun sorgsam säubert. Immer wieder spüre ich seine Zungenspitze von dort hinunter in meine Vagina vorstoßen und ich giere danach ihn tiefer in mir zu spüren.

Als hätte er meinen Wunsch erkannt, dreht er mich um, hebt meinen Hintern hoch und stellt mich auf die Knie. Er bringt seine Eichel in Position und verharrt einen Moment vor dem Eingang. Ich schiebe mich ihm entgegen, will ihn jetzt und hier, aber er lässt sich das Zepter nicht aus der Hand nehmen, lässt mich schier endlos warten. Erst dann greift er meine Hüften fest und schiebt sich tief in mich hinein, bis ich ganz von ihm ausgefüllt bin. Ich kann ein tiefes Stöhnen nicht unterdrücken, das meine Kehle verlässt und diesmal halte ich einen Moment inne, um dieses Gefühl ganz auskosten zu können.

Dann lege ich mir Karl so zurecht, dass ich seinen Schwanz lutschen und er zugleich an meinen Brüsten saugen kann. Ich lasse ihn sich festsaugen und schiebe mich dann so weit vor, dass ich seine Schwanzspitze küssen kann. Und während ich seinen Schaft tief einsauge, muss er meine Nippel flutschen lassen. Und jedes Mal habe ich wieder diese geile Entladung in meiner Brust. Ich halte seine Eichel mit den Lippen an der weichen Kante fest und lasse meine Zungenspitze durch den Eichelschlitz gleiten bis er wieder meine Brüste verlangt. In meiner Hand um seinen geschwollenen Stab kann ich das Pulsieren des Blutes spüren.

Ich will nun alles synchronisieren: die tiefen Stöße, die Cedric bis an mein Herz führt und das Saugen und Lutschen an Brüsten und Schwanz. Wie ein wogendes Ganzes pendeln wir so, fast unhörbar, dem Höhepunkt zu. Obwohl wir alle total aufgegeilt sind, versuchen wir kaum einen Laut von uns zu geben.

Tief in mir fühle ich wie Cedric kommt und seine heiße Soße in mir ergießt. Auch ich bin nicht mehr weit vom Höhepunkt entfernt und setze mich deshalb flugs rittlings auf Karl, führe seinen Schwanz in die weit geöffnete Scheide ein und halte ihn dann in mir fest. Karl quittiert das mit einem Stöhnen, das ich mit einem Kuss ersticken muss. Dann beginne ich meinen Ritt ohne weiteres Zögern. Ich könnte endlos so weitermachen, einfach nur seinen Schwanz festhalten und in mir auf und ab gleiten lassen. Und dann führe ich uns zusammen an die Stelle, von wo aus wir beide – und doch jeder für sich allein – in Raum und Zeit zu fliegen scheinen.

Kaum gelandet und auch irgendwie aus der Geschichte gefallen, machten wir uns fast wortlos, aber geheimnisvoll schmunzelnd daran, alles wieder in einen unverfänglichen Zustand zu versetzen. Einer nach dem Anderen verschwanden wir kurz im Bad und kamen angekleidet wieder heraus. Nur die immer noch hochroten Gesichter und ein spürbares Knistern in der Luft konnten uns jetzt noch verraten. Nicht dass wirklich die Gefahr bestand, dass Jens doch noch auftauchten könnte, trotzdem sollte der Abend nun schnell ein Ende finden.

Ich für meinen Teil wollte vor allem sicherstellen, dass dieses überwältigende Gefühl nicht durch eine abflauende Stimmung zerstört würde; ich wollte diese Aufregung mit in die Nacht nehmen.

Trotzdem mussten wir uns darüber verständigen, was für eine Geschichte das denn nun für uns und für alle Nicht-Beteiligten gewesen sein sollte. Vernunft – oder sollte ich lieber sagen Angst vor den Konsequenzen – griff um sich und wir verständigten uns flüsternd auf folgende Version:

Die netten Jungs haben das spektakuläre japanische Menü aufgegessen, es war ein netter Abend mit den flotten Sprüchen von Karl, sonst nichts, und auch keine Anekdoten über Jens, dafür waren die Jungs viel zu loyal.

„Und solltest du mal ‘marokkanisch‘ versuchen wollen, dann würde ich – würden wir – dich gerne auch mal bekochen wie in Tausendundeiner Nacht”, flüsterte Cedric noch, als die beiden schon im Hausflur waren und noch einmal zu mir, ‘Hana’, in meinem Kimono hinaufschauten.

Stephano

Den Vormittag hatten wir mit Malerarbeiten verbracht. Die Bude sah ganz furchtbar abgewohnt aus. Es waren sicher mehrere Generationen von Studenten gewesen, die zu der gelb-grauen Patina beigetragen hatten, die auf allen Wänden klebte. Die Befürchtung, das Lila-Schwarz an der Stirnwand, mit aufgeklebten fluoreszierenden Sternchen, würde man nicht mit heller Farbe überstreichen können, hatte sich zum Glück nicht bewahrheitet. Ein warmes Beige-Gelb machte den Raum jetzt schon viel heller und freundlicher. Der Geruch frischer Wandfarbe, selbst wenn man umweltfreundliche, ohne Lösungsmittel wählt, hatte etwas von neu, jungfräulich, unverbraucht. Für die Wand gegenüber dem Fenster hatte sich Christian ein mittleres Weinrot ausgesucht. „Weinrot“, dachte ich, „das ist doch keine Farbe, das ist erotische Atmosphäre – mich macht das total an“, aber das konnte ich meinem Sohn natürlich nicht verraten. Thomas hatte vorgeschlagen, einfach alles weiß zu streichen und lieber mit Möbeln, Bildern und Büchern Farbe ins Zimmer zu bringen, aber zum Glück hatte niemand sonst aus der Familie diesen puren Pragmatismus je geteilt, den nur er Geschmack nannte.

Für Thomas und mich bedeutete diese Aktion, dass wir, für einen Samstag, recht früh aufstehen und gut zwei Stunden bis nach Aachen fahren mussten. Christian erwartete uns dort ja spätestens um 10 Uhr.

Für Thomas war das Schreckliche daran, dass er früh aufstehen musste. Er wollte samstags immer bis 9 Uhr schlafen, sonntags sogar noch länger. Als geborener Langschläfer brauchte er diesen Ausgleich, hob er immer wieder bedeutungsvoll hervor. Die Woche über musste er schon um 6 aus dem Bett, damit er vor der Rush Hour ins Büro kam, und das fiel ihm sichtlich schwer.

Für mich bedeutete das frühe Aufstehen am Samstag aber vor allem, dass ich diese Woche keinen Sex kriegen würde. Der Samstag hatte sich nämlich bei uns so eingeschliffen: samstags morgens, gut ausgeschlafen, hatten wir normalerweise unseren Sex. Kam etwas dazwischen, fiel der Sex aus. Das war der schlechte Kompromiss, den wir im Laufe von 22 Ehejahren gefunden hatten.

Für mich, die ich am liebsten jeden Tag Liebe gemacht hätte, zu unterschiedlichen Zeiten und an den verrücktesten Orten, war einmal samstags das absolute Mindestmaß – genau genommen schon zu wenig. Thomas hatte sich, nach anfänglicher Freude darüber, dass er keinen Sexmuffel zur Frau bekommen hatte, im Laufe der Jahre immer seltener zum Liebe machen hinreißen lassen. Schon recht bald hatte er sich sogar als generös dargestellt, wenn er ein „geregeltes Sexleben einmal die Woche“ führen wollte. Damit wären wir „deutlich über dem Durchschnitt für langjährig verheiratete Paare in Deutschland“, hatte er immer behauptet.

So waren wir schließlich auf Samstag gelandet.

Mir war das natürlich auf Dauer nicht genug und so hatte ich im Laufe der Zeit die eine oder andere Affäre gehabt.

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