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Fort Aldamo - Folge 39

Inhalt

  1. Cover
  2. Über diese Serie
  3. Impressum
  4. Zu hoch gepokert, Finnewacker!
  5. Vorschau
  6. Titelliste Fort Aldamo

Über diese Serie

Liebe Western-Freunde!

 

Mit FORT ALDAMO bringt Bastei die erweiterte Neuauflage eines Klassikers von Bill Murphy und Frank Callahan, der in den Jahren 1982 bis 1987 schon einmal gedruckt wurde – allerdings in geteilter Form. Erst erschienen 1982 in der Reihe WESTERN-HIT (WH) 14 Romane, dann startete – parallel zu CAPTAIN CONCHO, wo ein um 15 Jahre jüngerer Sergeant Finnewacker mitwirkt – die eigene Serie mit 44 Heften (1984/85), deren erste vier Bände noch vor den WH-Ausgaben spielten. Anschließend folgten noch einmal fünf Romane im WH (1986/87). Und als die Abenteuer des Master Sergeant Finnewacker dann eingestellt wurden, blieben weitere fünf bereits verfasste Manuskripte unveröffentlicht.

 

In dieser Sammler-Ausgabe vereinen wir nun alle FORT-ALDAMO-Romane – insgesamt 68 Stück – in chronologischer Reihenfolge! Und illustrieren sie einheitlich mit den Covern des Malers Günter König, der damals etwa zwei Drittel aller Titelbilder beigesteuert hat.

 

Noch ein Wort zur recht derben, manchmal auch »politisch inkorrekten« Sprache in den Romanen: FORT ALDAMO ist eine Western-Militärserie, die in einem Gefangenenfort weitab der Zivilisation spielt. Die Ausdrucksweise der Soldaten ist dementsprechend zotig und sollte nicht auf die Goldwaage gelegt werden; im Gegenteil macht sie einen Teil des Flairs aus, das FORT ALDAMO auszeichnet. Jeder Leser, der seine Zeit beim Bund absolviert hat, wird uns da zustimmen.

 

Genießen Sie also die Abenteuer des Haudegens Finnewacker und seiner »Mannschaft«. Wir wünschen viel Lesespaß!

 

Die ALDAMO-Redaktion

Zu hoch gepokert, Finnewacker!

von Bill Murphy

Der verschlagene Outlaw John Barney hat Finnewacker den Tod geschworen! Nicht nur, dass der verdammte Master Sergeant ihm den sicher geglaubten Juwelenschatz wieder entreißen konnte – er hat auch seinen Bruder Joel zur Hölle geschickt. Das soll dieser Blaurock büßen! Es kommt John Barney nur recht, dass seine ehemalige Komplizin Sue eine eigene Meute um sich schart, weil auch sie es auf die Juwelen abgesehen hat. Denn nun beginnt ein höllisches Kesseltreiben auf Finnewacker und Vivienne. Und es sieht ganz so aus, als habe der Master Sergeant diesmal die schlechteren Karten …

Als Finnewacker erwachte, graute der Morgen. Er hob den Kopf und schaute zu dem schmalen Fenster des kleinen Hotelzimmers. Vivienne, die hübsche Frau aus Camp Lowell, die dort einen Saloon betrieb und die seine Geliebte war, lag in seinem Arm und schlief noch tief und fest. Ihr wunderbar geformter Busen senkte sich unter den gleichmäßigen Atemzügen sanft auf und ab.

Er wusste, dass er nicht von selbst aufgewacht war. Ein Geräusch musste ihn aus dem Schlaf gerissen haben.

Da war dieses Geräusch wieder!

Draußen vor der Tür regte sich etwas. Finnewacker schloss für einen Moment die Augen, um konzentrierter hören zu können. Er glaubte, leise flüsternde Stimmen zu vernehmen.

Behutsam zog er den rechten Arm unter Viviennes Nacken hervor und glitt aus dem Bett, den Blick auf die Tür gerichtet. Er hatte noch Zeit, wenigstens in die Unterhose zu schlüpfen. Der Master Sergeant griff nach seinem auf dem Nachttisch liegenden Revolver und nahm im Vorbeigehen den Karabiner vom Tisch.

Finnewacker trat an die Tür. Die Matte, die draußen gelegen hatte, war nach innen geschoben worden. Geräuschlos bewegte sich der Schlüssel und fiel lautlos auf die Matte herab.

Nein – das schafften die Kerle nicht. Sie versuchten, den Schlüssel auf der Matte unter der Tür hindurchzuziehen. Aber das klappte nicht. Die Matte bewegte sich bis an die Tür, und dort blieb der Schlüssel hängen. Es war ein kaum wahrnehmbares Geräusch, als er aufs Holz fiel und die Matte verschwand.

Einige Sekunden schien draußen Ratlosigkeit zu herrschen. Dann versuchte es einer mit dem kleinen Finger.

Finnewacker packte den Karabiner am Lauf, um dem Kerl die stählerne Bodenplatte auf den Finger zu schmettern, überlegte es sich aber anders.

Revolver und Karabiner im Anschlag und die Abzüge gespannt, trat er zurück.

Leise knackte metallisch der Schlüssel im Schloss, und die Tür schwang herum.

Finnewacker sah schemenhafte Gestalten mit ebenfalls schussbereiten Waffen, die da zu ihm eindringen wollten. Er feuerte.

Dröhnend spien die Waffen des großen Mannes Feuer und Rauch, und das heiße Blei peitschte aus den Rohren.

Aufschreiend stürzten Männer getroffen übereinander.

Mit einem Schlag schien die Hölle los zu sein.

Finnewacker duckte sich und feuerte, so schnell er nur konnte. Gestalten zuckten da draußen ins Dunkel zurück. Stiefelpoltern entfernte sich.

Finnewacker war mit einem Satz im Flur und schoss auf die Männer, die schon an der Treppe waren und deren Revolver wild blitzten und krachten. Seine Kugeln warfen sie einen nach dem anderen die Treppe hinab.

Plötzlich trat Stille ein.

Finnewacker blickte auf die beiden Männer, über denen er breitbeinig stand. Sie waren tot.

Jetzt wurde es im Hotel lebendig. Türen klappten, aufgeregte Stimmen und Schritte waren zu vernehmen.

Ihm fiel ein, dass er fast nackt war. Er ging schnell ins Zimmer zurück, schloss ab und wandte sich dem Bett zu.

Wie eine Statue saß Vivienne da, die Decke bis zum Hals hochhaltend und den Blick starr auf ihn gerichtet. Hatte sie vor Schreck der Schlag getroffen?

Finnewacker legte die Waffen auf das Bett. »Nur ruhig, Vivienne!«, sagte er und packte sie an den Schultern.

Da schloss sie die Augen und senkte den Kopf. »Ich habe geglaubt …«

Ihre Lippen zitterten wie im Krampf.

Er fasste ihr unter das Kinn. »Mir ist nichts geschehen, Kleines! Also wozu Tränen?«

Die Sorge, das Entsetzen und die Angst, die sie in den paar Sekunden eben durchlitten hatte, waren in ihren schönen, dunklen Augen sichtbar. Tiefschwarze, lange Wimpern hatte sie, unter denen langsam Tränen hervorquollen.

Er küsste ihr die feine, gerade Nase. »Komm, zieh dich an! Hier wird gleich eine Menge los sein!«

Sie sah ihn an und wurde sich dabei der eigenen Nacktheit bewusst. Draußen waren Stimmen zu hören. Da klopfte es schon.

Finnewacker zuckte zurück. »Augenblick!«, rief er dröhnend und fuhr rasch in die Sachen.

Vivienne sprang aus dem Bett und hüllte sich in den Morgenmantel, den Blick auf die Tür gerichtet, an der es jetzt geradezu donnerte.

»Verdammt noch einmal! Ich habe gesagt, Moment!«, röhrte Finnewacker gereizt.

»Hier ist der Sheriff! Öffnen Sie!«

Finnewacker rammte die Füße in die Stiefel und schritt zur Tür, den Oberkörper noch nackt. Mit einem Griff warf er den Feldrock breit auf das Bett, sodass seine Mastersergeantwinkel gleich ins Auge stechen mussten.

Er öffnete!

Der Sheriff und zwei Deputies drängten ins Zimmer, die Gewehre schussbereit in den Fäusten.

»Warum bedrohen Sie mich?«, fragte Finnewacker mit Polterstimme und zeigte auf die toten Männer vor der Tür. »Die da wollten mich überfallen.«

»Kennen Sie diese Leute, Master Sergeant?«, fragte der Sheriff und nahm die Winchester in die linke Hand, den Lauf abwärtsgerichtet. Seine Deputies folgten diesem Beispiel.

»Nein! Das ist es ja.«

»Was können die von Ihnen gewollt haben? – Ihre Frau?« Der Sheriff musterte Vivienne interessiert.

Finnewacker neigte den Kopf. »Na hören Sie mal!« Er riss den Mund dabei weit auf.

»Ma’am!« Der Sheriff lüftete kurz den Hut und wandte sich wieder Finnewacker zu. »Das war eigentlich keine Frage, mehr eine Feststellung«, entschuldigte sich der Sternträger.

Finnewacker ging zum Bett und holte die blaue Tasche hervor, in der die Kiste lag, die er in Colonel Brooks Auftrag nach Socorro an die Bahnlinie zu bringen hatte.

»Da!«, sagte Finnewacker und stellte dem Sheriff die Tasche vor die Füße. »Ich habe eine Menge Geld bei mir. Und verschiedene Leute wissen das.«

»Darf ich mal sehen?«

»Nein. Ich bin dienstlich unterwegs«, erklärte der Master Sergeant, was ja stimmte. Auch wenn Vivienne bei ihm war. Der Colonel hatte ihm ausdrückliche freie Hand zugesichert und es ihm überlassen, wie und auf welche Weise er vorging. Hauptsache, die Kiste erreichte das Ziel.

»Dürfen Sie mir sagen, wie groß die Summe in etwa ist?«, fragte der Sheriff höflich.

Finnewacker wedelte mit der Hand. »Runde hundert.«

»Tausend?«

Finnewacker nickte.

»Wohin sind Sie damit unterwegs?«

»Geheime Kommandosache!«, dröhnte Finnewacker.

»Sie sind also hier überfallen worden?«

»Wir haben noch geschlafen, als ich die Kerle draußen hörte«, erwiderte Finnewacker und berichtete von der Matte und dem Schlüssel.

»Niemand kann mir übelnehmen, dass ich geschossen habe!«, fügte er zum Schluss hinzu und wies auf die Einschläge in der Wand, vor der er gestanden hatte, als die Tür aufflog. »Schließlich habe ich nicht nur den Kies, sondern auch meine Frau zu schützen.«

Der Sheriff machte sich Notizen.

Kies, wie Finnewacker behauptet, war das nicht. Auch die Summe von hunderttausend war geschwindelt.

In dieser Kiste, die er da in Viviennes blauer Reisetasche transportierte, befand sich ein Vermögen im Wert von zwanzig Millionen Dollar.

Nicht in Gold, sondern in Juwelen und Dokumenten.

Pioniere hatten vor Tagen beim Brückenbau diese Kiste in einem See gefunden.

Es handelte sich um Dokumente der ehemaligen Regierung der Südstaaten von historischem Wert und um Juwelen aus deren Kriegskasse.

Hohe Beamte der Konföderierten Regierung mussten bei Kriegsende oder danach die Kiste in diesem See versenkt haben, damit Dokumente und Juwelen nicht in die Hand des Feindes fielen. Vermutlich waren sie hinterher ums Leben gekommen. Der Krieg zwischen den Nord- und den Südstaaten war seit über einem Jahrzehnt zu Ende und solange hatte die Kiste auf dem Grund des Sees gelegen.

Der Sheriff steckte den Notizblock in die Tasche. »Ma’am! Master Sergeant!« Er schritt zur Tür, den Blick auf die blaue Tasche gerichtet. »Sie können selbstverständlich weiterreisen.«

Er ging hinaus, und die Deputies folgten ihm. Finnewacker schloss die Tür.

»Du kennst die Männer nicht, die uns ermorden wollten?«, fragte Vivienne betroffen. »Ich dachte, es sind die Banditen gewesen, die uns in Safford überfielen!«

Bei diesem Überfall in Safford war Finnewacker die Tasche losgeworden. Über ein Dutzend Banditen hatten ihn und Vivienne umzingelt, sodass er keine Chance gehabt hatte. Doch der Master Sergeant war losgeritten und hatte die Tasche zurückerkämpft. Einige dieser Hundesöhne waren ihm entkommen. Darunter auch der Anführer, der ihm die Juwelen abgenommen hatte. Doch nur dessen Gesicht hatte er sich eingeprägt.

»Ich habe Nein gesagt«, versetzte Finnewacker. »Aber genau genommen kann ich das nicht behaupten. Ich kann mich an die Gesichter nicht erinnern. Lange genug, um mir so eine Visage einzuprägen, habe ich die Kerle ja nie zu Gesicht gekriegt. – Aber nun Schwamm drüber. Zieh dich an! Wir müssen weiter.«

Sie befanden sich in Duncan. Nur vierzig Meilen von Safford entfernt. Bis Socorro, wo Finnewacker die Kiste an eine Gruppe Eisenbahndetektive übergeben sollte, waren es noch gute zweihundert Meilen.

Hinter den Juwelen waren aber nicht nur die Banditen her, die ihn in Safford überfielen.

Finnewacker hatte Camp Lowell mit der Kiste nachts verlassen. Still und heimlich. Am Tag darauf war ein Transport mit einer leeren Kiste aufgebrochen, eskortiert von einer ganzen Schwadron. Und alle Ganoven und Banditen, die von den Juwelen erfahren hatten und deshalb nach Camp Lowell gekommen waren, hatten sich dem »blinden Transport« auf die Fersen geheftet.

Doch sobald die Banditen den faulen Braten rochen, musste Finnewacker damit rechnen, dass sie sich wie Aasgeier auf ihn stürzten.

Er rasierte sich, als er sah, dass Vivienne Schwierigkeiten mit dem Mieder hatte. Er ging zu ihr und schloss die lange Reihe der Haken.

»Warum hast du mich dem Sheriff gegenüber als deine Frau vorgestellt?«, fragte sie. »Das stimmt doch gar nicht.«

»So ein Sheriff ist ein Mann, der alles essen und trinken kann, aber doch nicht unbedingt auch alles wissen muss, oder?«, brummte er.

Sie lachte.

Finnewacker war froh, dass sie ihr Gleichgewicht wieder hatte. Immerhin! Wer war es schon gewohnt, auf diese Weise aus dem Schlaf gerissen zu werden?

Er küsste ihren Nacken, wischte den Seifenschaum weg, den er darauf hinterließ, und kehrte zum Spiegel zurück.

Während er sich rasierte, summte er leise vor sich hin, dachte dabei aber angestrengt darüber nach, ob es noch klug war, mit Viviennes Kutschwagen weiterzureisen.

Waren das eben Männer einer anderen Bande gewesen als jener, die ihm in Safford die Juwelen abgenommen hatte? Dann wurde die Geschichte allmählich höllisch gefährlich.

Wusste der Teufel, wer ihm da noch alles auf der Fährte war.

Er war allein. Über kampfstarke Bataillone, um sich dem Gegner stellen zu können, verfügte er nicht.

Also musste er die Aasgeier irgendwie ins Leere laufen lassen, sie überlisten.

»Gute Idee!«, brummte er. »Bloß wie?«

»Was hast du gesagt?«, fragte Vivienne.

Finnewacker ließ das Rasiermesser sinken und wandte sich ihr zu.

Wie hübsch sie war! Wie jugendlich faszinierend sie wirkte. Dabei war sie fast in seinem Alter. Ihr Lächeln gab den Blick auf ihre perlweißen Zähne frei. Und alles war noch so verdammt straff und fest an ihr. Er liebte sie nicht nur, er vergötterte sie geradezu.

Vivienne kam zu ihm. Sie war schon fertig angezogen. Lächelnd legte sie ihm den Arm um die Schultern und wedelte mit der linken Hand vor seinen Augen hin und her. »Träumst du und führst Selbstgespräche?«

Er schaute in den Spiegel und rasierte sich weiter.

Es war ihr Vorschlag gewesen, die Kiste mit ihrem Kutschwagen nach Socorro zu bringen und Finnewacker zu begleiten. Er hatte das nicht gewollt. Aber sie hatte ihn schließlich doch dazu überredet. – Seine Schuld, dass er sich hatte breitschlagen lassen.

Zum ersten Mal wurde ihm so richtig klar, in welche Gefahr er sie damit gebracht hatte.

»Ich habe eben nur laut gedacht!«, meinte er brummig.

»Weißt du was, Finnewacker! Wir kommen, glaube ich, nur weiter, wenn wir dieses Banditenpack überlisten!«, sagte sie.

Ihre Blicke begegneten sich im Spiegel.

»Wir sollten die Kiste erst einmal irgendwo verstecken und ohne sie weiterfahren.«

Finnewacker schob das Kinn vor und rasierte sich die Halspartie. »Genau in der Richtung liegt es. Aber es ist nicht das Gelbe vom Ei. Die Verbrecher würden uns beide umbringen, wenn wir ihnen nicht verraten, wo wir die Kiste gelassen haben.«

»Wir könnten doch behaupten, dass sie uns hinter der letzten Wegbiegung von anderen abgenommen wurde.«

»Auch nicht das Wahre! Und vor allen Dingen nicht minder gefährlich. Diese Ratten würden uns mitschleppen und dann doch noch umlegen, sobald sie uns auf die Schliche kommen. Nein, nein, so geht es auf keinen Fall.«

»Wir trennen uns. Ich fahre mit dem Wagen weiter und du nimmst den Braunen!«, schlug sie vor.

»Und die Kiste?«

»Na, die nimmst du. Und du lässt dich nicht erwischen. Bist doch so ein alter, erfahrener Krieger.«

Finnewacker lächelte breit. Seine Miene verschloss sich aber sofort wieder.

»Nein!«, grollte er dann und donnerte das Messer auf die Platte. »Sie würden mir androhen, dir das hübsche Hälschen durchzuschneiden. Finden sie mich nicht, tun sie dir aus Rache sonst irgendetwas an. Alles gute und schöne Gedanken, Vivienne, die mir klarmachen, dass ich dich aus der Frontlinie nehmen muss.«

»Du hast mir in Safford versprochen, dass wir zusammen weiterfahren!«, protestierte sie sofort.

Er wischte sich den Rest Seifenschaum ab, goss Rasierwasser in die Hände und beklatschte sich damit das Gesicht.

Sie ging zum Fenster und schaute hinaus.

Finnewacker stand auf und knöpfte sich das Hemd zu.

»Verfahrene Kiste! Ein paar Burschen aus unserem alten Haufen müsste ich jetzt haben. Nur ’ne Handvoll von Captain Conchos Reitern. Da würden wir die Halsabschneider aber kommen lassen! Heidewitzka! Und wenn die nicht kommen …«

»Finnewacker!«, unterbrach sie ihn herb.

Er schlüpfte in die Feldbluse und ging zu ihr.

»Du hast diese alten Kriegskameraden nicht zur Verfügung. Wir sind allein, du und ich!«

Er knöpfte die Bluse zu und küsste ihr das Näschen. »Zuckerschnute! Ich hab’s!« Er klopfte ihr sanft auf den Po. »Weißt du was? Ich werde auf die Dreckskerle losgehen.«

»Was?!« Sie legte erschrocken ihre Hände auf seine Arme.

»So hätten wir es damals gemacht. Unser alter Captain …«

»Finnewacker!«, unterbrach sie ihn heftig. »Ich kann das nicht mehr hören. Mein alter Kriegskamerad, mein alter Brook, mein alter Captain Concho … Wie alt ist denn dieser Captain damals gewesen? Siebzig? Da konnte er euch gut und gern in die Hölle führen. Er hatte sein Leben ja gelebt.«

»Wer hat dich denn auf dieses schmale Brett gehoben? Concho ist damals nicht viel älter als wir gewesen. Wir waren so achtzehn, neunzehn, und er ist höchstens zweiundzwanzig gewesen.«

»Warum sagst du denn dann immer ›mein Alter‹

»I

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