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Folie à deux

© 2017 Birgit Natale-Weber

Verlag und Druck: tredition GmbH, Grindelallee 188, 20144 Hamburg

ISBN
Paperback: 978-3-7439-5851-7
Hardcover: 978-3-7439-5852-4
e-Book: 978-3-7439-5853-1

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Das Buch

"Prosecco oder stilles Wasser – wie prickelnd ist unsere Partnerschaft? Als sich Lea (39) und Moritz (41) sich diese Frage stellen, wird ihnen bewusst, dass sie nach 16 Ehejahren und der Erziehung zweier pubertärer Töchter den Tiefpunkt ihres Liebeslebens erreicht haben.

Mit viel Mut, Neugierde und einer gehörigen Portion Ehrlichkeit, beginnen sie, gemeinsam ihren erotischen Phantasien freien Lauf zu lassen. Die Allmacht unanständiger Gedanken hat sie in den Bann gezogen und so tauchen sie ein, in die frivole Welt sinnlicher Willenlosigkeit.

Die Autorin

Birgit Natale-Weber, 1964 in Bad Vilbel geboren, begleitet Paare als Beziehungsexpertin auf ihrem Weg in eine glücklichere Beziehung. Authentisch, feinfühlig, mit klaren Worten und jeder Menge Humor.

Sie schreibt Kolumnen u.a. für die Fachzeitschrift freundin zu den Themen Partnerschaft, Liebe und Beziehung.

© 2017 Birgit Natale-Weber

© Titelabbildung: alphaspirit - Fotolia.com

Verlag und Druck: tredition GmbH, Grindelallee 188, 20144 Hamburg

ISBN
Paperback: 978-3-7439-5851-7
Hardcover: 978-3-7439-5852-4
e-Book: 978-3-7439-5853-1

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhaltsverzeichnis

Verbotene Gedanken

Weekend for Lovers

Lustmomente

Upper Sex

Nuit Bizarre

Fremde Haut

Nachwort

Verbotene Gedanken

Das ganze Haus bebt, als die Tür ins Schloss fällt. Unsere jüngste Tochter Charlotte, von der Familie liebevoll „Charly“ genannt, hat mal wieder einen Tobsuchtsanfall. Es ist nichts Außergewöhnliches, wenn sie pubertäre Anfälle bekommt. Deshalb atme ich immer tief durch und mache das, was meine Yoga-Lehrerin seit Jahren immer wieder predigt: „Lernt, in gestressten Situationen in die Ruhe zu kommen. Sucht euch einen geeigneten Platz, atmet tief ein und aus. Inhale – Exhale.“

Das ist einfacher gesagt, als getan. Kaum habe ich mich von meiner Tochter, diesem Monster, abgeseilt, klingelt das Handy und meine Kollegin Sophia sucht entnervt die unterzeichnete Auftragsbestätigung unseres gemeinsamen Neukunden.

Vor drei Jahren wagte ich den beruflichen Wiedereinstieg. Ich kehrte stundenweise zu meinem ehemaligen Arbeitgeber, einer Werbeagentur in Frankfurt, als Texterin zurück. Die Arbeit macht großen Spaß und ich genieße die Anerkennung meiner Kollegen.

Trotzdem steht das Hamsterrad des Alltags nie still. Manchmal habe ich das Gefühl, mein Leben rennt an mir vorbei. Besonders wenn Moritz - wie jetzt gerade - für einige Tage auf Geschäftsreise ist, wird es mir manchmal zu viel.

„Mmh“, seufzend setze ich mich an unseren Bistrotisch, der den Küchenbereich vom Wohnzimmer trennt und versuche ein wenig abzuschalten. In meinem Kopf herrscht Gehirnschlamassel.

***

„Ja, ich will!“ Als ich, Lea Neuberger, im jungen Alter von 23 Jahren heiratete, offerierten mir meine Schmetterlinge im Bauch ein Leben voller Liebe, Lust und Leidenschaft. Moritz war mein Traummann und ich war über beide Ohren in ihn verliebt.

Wir begegneten uns auf einem Seminar, das uns neue „Einblicke in das Konsumverhalten moderner Kunden“ geben sollte. Ich war alleine aus unserer Agentur angereist, blickte bei meiner Ankunft etwas verunsichert in die Teilnehmerrunde.

Süßer Typ, dachte ich als ich Moritz das erste Mal sah. Er stand zusammen mit anderen im Foyer des Konferenzbereichs, lachte und unterhielt sich scheinbar angeregt mit einigen Frauen. Seine warmen braunen Augen fesselten mich sofort, ich mochte sein charmantes Lächeln. Mehrmals schaute ich zu ihm herüber, hoffte, dass er mich wahrnimmt.

Tatsächlich. Ich sollte belohnt werden. Er löste sich plötzlich aus der Gruppe und kam direkt auf mich zu. Nervös musterte ich ihn. Seine männliche Ausstrahlung war nicht zu übersehen. Die Quälerei im Fitness-Studio – wie er mir später verriet – hatte Früchte getragen. Seine muskulösen Oberarme und seine breite Brust, über die sich sein tailliertes Hemd straffte, beeindruckten mich. Sein knackiger Po entging nicht meiner Aufmerksamkeit, mein Körper reagierte sofort auf seinen Sex-Appeal, es bitzelte von den Haarspitzen bis zu den Füßen.

„Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Moritz Neuberger“, lächelnd streckte er mir seine Hand entgegen. Beim Klang seines dunklen Timbres spürte ich Gänsehaut auf meinem Körper. Dieser Satz reichte völlig aus, um mich wie Butter in der Sonne schmelzen zu lassen.

„Hallo“, stammelte ich, „ich bin Lea Müller von der Werbeagentur Hohenstein.“

Es dauerte einige Sekunden bis ich meine Stimme wiederfand, versuchte, unserem Gespräch so ruhig wie möglich zu folgen. Ich weiß bis heute nicht, ob er damals meine Unsicherheit bemerkte.

Wir verabredeten uns für den Abend an der Hotelbar. Obwohl mich seine selbstverständliche Gelassenheit im Moment meiner Zusage störte, hörte ich meine innere Stimme:

Er ist sehr attraktiv und charmant. Geh mit ihm aus und lerne ihn kennen.

„Zwei Gläser Champagner, bitte!“

Im blauen Business Kostüm, dessen Rock meine schönen Beine betonte, saßen wir an der Bar und redeten über Gott und die Welt. Meine weiße Bluse hatte ich gerade so weit geöffnet, dass die Spitze meines Push-Ups zu sehen war. Interessiert saß ich ihm gegenüber, lauschte seinen Worten.

Immer wenn sich unsere Blicke trafen, schlug mein Herz bis zum Hals.

Noch niemals zuvor hatte mich ein Mann derart aus der Fassung gebracht. Er hatte Humor, Charme und sehr gute Manieren. Für sein junges Alter von fünfundzwanzig Jahren eine eher ungewöhnliche Eigenschaft. Auf keinen Fall wollte ich mich ihm an den Hals werfen, schließlich war er ein Fremder.

Was er wohl von mir wollte? Sah er in mir nur eine schnelle Beute für einen One-Night-Stand?

Keine Frage, er war sexy und attraktiv und meine innere Stimme befahl, endlich mit ihm aufs Zimmer zu verschwinden.

Lea, du willst ihn. Nein, erst denken, dann handeln!

Mein Verstand gewann das Duell.

Ich bin keine Frau für eine Nacht, stellte ich mir selbst gegenüber klar. Und schon gar nicht mit einem wildfremden Mann, der mich allein mit seinem Blick durcheinanderbringt.

***

„Mama, wir müssen los zum Reiten!“, reißt mich Annabelle aus meinen Gedanken.

„Ja mein Schatz, ich komme“, seufzend spring ich auf, schnappe meine Handtasche und folge Annabelle zum Auto.

Der Reiterhof liegt außerhalb im Taunus, Annabelle ist darauf angewiesen, von mir gefahren zu werden - Shuttle Service Mama. Seit Jahren geht das so. Zwei Töchter, zwei Hobbies. Es ist schwierig, seinen Kindern Wünsche abzuschlagen, ihren Anforderungen zu genügen.

Nur einmal haben Moritz und ich es tatsächlich geschafft, uns durchzusetzen. Charly und Annabelle hatten sich gegen uns verschworen und wollten partout einen Hund.

„Nein niemals, ich bin doch nicht euer Mädchen für alles“, streikte ich.

Nach endlosen Diskussionen schlossen wir einen Deal. Erst wenn beide es schaffen, regelmäßig ihre Zimmer in Ordnung zu halten, sind neue Verhandlungen möglich, vereinbarten wir. Moritz und ich gewannen, denn wie das Leben so spielt, schafften sie es beide in den darauffolgenden Jahren nicht. Das Thema Hund war irgendwann vom Tisch.

Auf dem Reiterhof angekommen, winkt Annabelle von weitem ihrem neuen Reitlehrer Alex zu, kann es kaum erwarten, Richtung Reitstall zu verschwinden. Begeistert hat sie mir von ihm vorgeschwärmt und ich bin sehr gespannt, wie lange sie mit ihm klar kommt.

„Guten Tag Frau Neuberger, was darf ich Ihnen bringen?“

Lena, die junge Studentin, begrüßt mich herzlich auf der Sonnenterrasse des kleinen Hof-Cafés, das zusammen mit einem Bio-Markt direkt auf dem Reiterhof liegt.

Wie ich, überbrücken viele Eltern die Wartezeit im Café oder erledigen ihren Einkauf.

„Hallo Lena, ich hätte gerne einen Cappuccino und ein Stück von diesem leckeren Streuselkuchen, bitte.“

Auf der Sonnenterrasse habe ich ein ruhiges Plätzchen gefunden und schaue meiner ältesten Tochter beim Reiten zu. Annabelle ähnelt ihrem Vater sehr. Sportlich elegant führt sie ihr Pferd souverän durch den Parcours.

***

Wieder muss ich daran denken, als Moritz und ich verliebt und ohne Verpflichtungen unsere Zeit als Liebespaar genossen.

Beim Verabschieden an der Hotelbar überreichte er mir damals seine Visitenkarte.

„Ich möchte dich gerne wiedersehen. Ruf mich an, wenn du willst“, versuchte er mich, anzumachen.

Wow, damit hatte ich nicht gerechnet. Beeindruckt stand ich vor ihm, gab ihm aus Verlegenheit einen flüchtigen Kuss.

Natürlich ließ ich ihn einige Tage zappeln, länger hielt ich es aber nicht aus. Mein Verlangen, ihn wiederzusehen, steigerte sich auf ein solches Ausmaß, dass ich nach wenigen Tagen beschloss, ihn mir zu angeln.

Warum nicht, Lea? Nervös griff ich zum Telefonhörer.

„Guten Tag, Sie haben die Telefonnummer von Moritz Neuberger gewählt“, meldete sich der Anrufbeantworter.

Mist, was jetzt?

„Hallo Moritz,“ stammelte ich auf Band.

„Ich würde gerne auf dein Angebot zurückkommen. Wenn du magst, ruf mich zurück. Ich bin jetzt erreichbar.“

Wie ein Teenager muss ich geklungen haben. Mein Herz klopfte, meine Hände zitterten. Schluss Lea. Reiß dich zusammen.

Minuten später rief er zurück.

„Hallo Lea“, seine Stimme zog mich magisch an, erstarrt hielt ich mein Handy fest, meine Hände begannen, zu schwitzen, „schön, dass du anrufst.“

„Ja“, stammelte ich.

„Hast du es dir noch einmal überlegt?“

Ja, Moritz. Ich bin heiß auf dich und will dich sehen. Deine Blicke hypnotisieren mich, dein Körper erotisiert mich. Alles an dir lässt meine Vernunft über Bord werfen. Ich will dich schmecken, fühlen, küssen, dich in mir spüren!

Mit diesen unanständigen Gedanken im Kopf, antwortete ich brav:

„Ja, Moritz. Das habe ich.“

Wir verabredeten uns für den nächsten Abend. Unendliche vierundzwanzig Stunden ließen meine Gefühle Kapriolen schlagen. Hin und hergerissen zwischen Vernunft und Begierde, dachte ich den ganzen Tag an nichts anderes.

Was ziehe ich bloß an? Im Schlafzimmer sah es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Röcke, Kleider, Hosen, Blusen – alles lag auf dem Bett. Nichts konnte meinem Anspruch gerecht werden. Erst als die Zeit drängte, wurde ich nervös und entschied mich für mein Lieblings-Outfit, von dem ich wusste, dass es meine Reize betonte:

Ein kurzer knallenger Rock, der sich wie eine zweite Haut über meinen süßen Po legte, passend dazu eine rote Bluse und hohe Pumps. Mein prüfender Blick im Spiegel bestätigte mir, dass mein Dekolleté genügend Einblick bot, um meine in einem Spitzen-BH verpackten Brüste ins rechte Licht zu rücken.

Lippenstift nachziehen, Lea! Stimmt.

Auf dem Parkplatz des Restaurants angekommen, holte ich schnell meinen knallroten Lippenstift aus der Tasche, wollte mein Make-up im Spiegel überprüfen.

Plötzlich tauchte Moritz im Rückspiegel auf, lächelte mich an. Komm zu mir, schöne Frau. Ich will dich begehren, hier und jetzt, dich verführen und dich zu deinem Höhepunkt treiben...

Meine erotischen Phantasien waren nicht zu bremsen.

Konzentration Lea, mahnte ich mich selbst.

***

„Toll siehst du aus, Lea.“

Moritz hatte ein geschmackvolles Restaurant ausgesucht. Ungestört in einer kleinen Ecke, quatschten wir über alles Mögliche, lachten ausgelassen. Seine Blicke blieben immer wieder an meinen Ausschnitt haften.

Ich konnte seine Hände auf meiner Brust spüren, wie er mich langsam auszog und meinen ganzen Körper mit Küssen übersäte.

„Hast du Lust, auf einen Schluck Champagner bei mir?“

Der Abend war kurzweilig, die Zeit verging rasend schnell, nach Hause zu gehen war keine Option.

„Ja“, sprudelte es aus mir heraus und meine heißen Gelüste galten nicht dem Kaffee.

Hemmungsloser Sex war die Folge dieser Nacht. Wild und leidenschaftlich fielen wir bei jeder erdenklichen Gelegenheit übereinander her, probierten alles aus, was uns in unserem jugendlichen Leichtsinn einfiel.

Immer wieder brachte er meinen Körper zum Beben, spielte mit meiner Scham. Geschwitzt, erschöpft, befriedigt – wir verlangten uns alles ab, erlebten diese Zeit wie im Rausch. Dann wurde ich schwanger.

***

„Ihre Tochter wird eine hervorragende Reiterin, Frau Neuberger.“

„Wie bitte? Ach so, ja, das glaube ich auch“, entgegne ich Alex, dem Reitlehrer.

In meinen Erinnerungen versunken, bemerke ich ihn zunächst nicht, als er plötzlich vor meinem Tisch steht. Ein attraktiver Mann, dieser Alex. Die Begeisterung meiner Tochter ist durchaus berechtigt. Obwohl er einige Jahre jünger als ich zu sein scheint, wirkt er sehr reif.

„Hallo Frau von Lichtenfels“, grüßt er beim Vorbeigehen aufmerksam die Vorsitzende des ortsansässigen Reitvereins. Natürlich besitzt er die nötigen Manieren, die ein Reitlehrer in der vornehmen High-Society-Gesellschaft, die ein Reiterhof unweigerlich mit sich bringt, braucht.

Er sieht mich schmunzelnd an. Seine Blicke machen mich ein wenig verlegen, ich versuche, mir nichts anmerken zu lassen.

Sein charmantes Lächeln erinnert mich an Moritz, ich muss mir eingestehen, dass er einen gewissen Reiz auf mich ausübt.

„Wie soll denn der zukünftige Trainingsplan meiner Tochter aussehen?“, frage ich ihn mit dem Hintergedanken, ihn öfter zu sehen.

Auf der Fahrt nach Hause gehen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Annabelle sitzt neben mir, ist jedoch damit beschäftigt, ihrer besten Freundin Larissa wichtige Nachrichten zu schicken.

Ich habe nur die Funktion des Fahrers und so stelle ich das Radio lauter und frage mich, warum mich dieser Alex derart durcheinander bringt.

Was ist los mit mir? Ich liebe Moritz, daran gibt es keinen Zweifel. Aber wenn ich ehrlich bin, scheint das einst lodernde Feuer mit der Zeit auszugehen.

Wo ist bloß unsere anfängliche Leidenschaft geblieben, versuche ich mich zu erinnern. Eine Frage, über die Moritz und ich schon lange nicht mehr gesprochen haben.

***

Wenige Monate nach unserer Hochzeit kam Annabelle zur Welt. Zwei Jahre später Charly. Moritz erklomm als Marketing Manager die Karriereleiter, ich organisierte den Haushalt und das Familienleben.

Meine Karriere bestand im Laternen basteln, Färben der Ostereier oder das Organisieren ausgefallener Kindergeburtstage. Mein absolutes Highlight war die alljährliche Urlaubsplanung mit der besonderen Herausforderung, die Wünsche jedes einzelnen Familienmitglieds unter einen Hut zu bringen.

Es ist zwar nicht so, dass wir gar keinen Sex hätten. Allerdings erweist sich die Gestaltung unserer Zweisamkeit als äußerst schwierig. Ständig kommt etwas dazwischen.

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Viel Spaß!



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