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Fleischeslust oder Donjuanesk

Kapitel 1

Er überlegte angestrengt, in wessen Bett er lag. Es war nicht seins.

Es war auch nicht seine Wohnung in der es stand. Nie gesehen. Da lag ein grüner BH. Kenne ich nicht. Inge trägt nur blau, schwarz und Fleischfarben. Quatsch, Inges Wohnung sieht ganz anders aus. Wo bin ich hier? Langsam, ganz zögernd begann sich die letzte Nacht zu wiederholen. Erst in sehr verschwommenen Bildern. Dann kam langsam Schärfe in das Geschehen. Richtig, er hatte nach langer Zeit wiedermal einen Auftrag als Fotograf bekommen. Ja Mode sollte er fotografieren. Wie hatte er sich gefreut. Doch nun ist er in fremden Betten gelandet. Das gibt es nicht. Was hast du blöder Kerl wieder verzapft. Der Film war immer noch nicht vollständig. Da sauste eine elegante Dame um ihn, der da Fotos machte, herum und gab Befehle. Immer wenn sie den Mund aufmachte knipste er sie, wie zur Strafe. Bald hatte er mehr Bilder von der Dame als von den eigentlichen Objekten. Er sollte doch sicher die neuesten Kreationen ablichten. Lautete nicht so der Vertrag? Ja, richtig.

Habe ich alles in den Sand gesetzt oder ist es gelungen?

Der Mann merkte plötzlich, er war total nackt! Er hatte auch merkwürdige Gefühle in der Lendengegend, Druckgefühle, ja als hätte jemand darauf herum gehampelt. Auch tat sein Pint weh, wie nach einem heftigen Geschlechtsakt, der ohne Zielgenauigkeit durchgeführt wurde. Als hätte sein U Boot bei der Einfahrt in den Hafen ständig die Keyanlagen gestreift. Er faltete die Hände und hoffte es war eine Frau, die heute Nacht hier gelegen hat und kein Mann! Er muss betäubt worden sein. Mit KO Tropfen, anders kann ich mir das nicht erklären. Er ist schließlich ein trinkfester und erfahrener Mann, den so leicht nichts umwirft. Doch eine Frau hat das bei mir wirklich nicht nötig. Bisher habe ich mich bei Frauen stets sofort ergeben. Es kann nur ein schwuler Kerl gewesen sein. Denn auf Männer spring ich nicht an. Er denkt sofort an AIDS und stöhnt: "Scheiße."

In diesem Moment stürmt die Dame aus seinem Anfangstraum herein und ruft: "Emil deine Fotos sind fantastinella." Emil, so heißt der Kerl im Bett, ist erschrocken und froh zu gleich. Die Dame ist also die Realität und nicht irgendein schwuler Wicht, der ihm diese Falle gestellt hat.

Die Dame hat nicht nur die Musterfahne der Fotos in den Händen, sondern auch ein umfangreiches Tablett mit Frühstück. Damit und in über hochhackigen Hauspantoffeln, nur mit einem Hauch bekleidet, versucht sie schadenfrei das breite Bett zu erreichen.Emil, schamlos nackend, wie er ist, dreht sich elegant aus den dicken Daunen und greift nach der Dame deren Namen ihm entfallen ist. Sie lässt jeden Griff zu, als hätten beide die ganze Nacht das geprobt.Dabei zog sie genussvoll die Luft durch die Nase ein, was ein überaus sinnliches Geräusch verursachte. Das Tablett landete fast im Sturzflug auf dem Nachttisch.Emil konnte nur ganz schnell einen kräftigen Schluck Kaffee nehmen, als das wahre Frühstück über ihm herein brach. Die Dame, und plötzlich wusste Emil ganz genau, wer sie war, packte ihm mit einer Urgewalt dorthin, wo es ihm schon beim wach werden, gleich wehgetan hatte. Doch sein Schmerz wurde von der Freude überwunden, damit die Verursacherin alter Wunden gefunden zu haben. Es war kein Kerl, es war diese lustvolle Dame mittleren Alters die sich so reizvoll gab, als wäre sie ihre eigene Tochter. Kein Deut schlechter in der Liebe. Erfahrungreich, hingebungsvoll, aufreizend, als ginge es zum letzten Tanz.

Emil war voll begeistert. Dennoch musste er unbedingt wissen, wie er hier her gekommen ist. In einer Poppause fragte er: "Sag mal, hast du mir etwas in den Kaffee getan?" Sie griff sofort zum Frühstücksservice: "Wieso schmeckt der anders?" Das kam Emil ein wenig scheinheilig vor.

"Ich meine doch nicht den. Heute Nacht bei der Aftershowparty ……" plötzlich fiel Emil sogar der Name der Schönen ein. Elvira! Sie war sogar als Besitzerin des Ateliers und Sponsorin der Show, Emils Chefin! Er hat bei ihr den Vertrag unterschrieben. Mensch was haben sie dir nur in den Tee getan?

Elvira hielt Emil zart an den Eiern fest und flüsterte: "Sonst wärst du nicht hier gelandet. Einige wenige kleine KO-Tropfen brachten das Wunder zustande und mir den Sieg." Emil versuchte sich aus der Umklammerung seines Patengeschenks zu befreien: "Bin ich Opfer einer Wette geworden?" Elvira wurde immer zärtlicher und begann dem kleinen Emil die richtige Steife zu verleihen. "Ja und ich habe es fast bereut. KO-Tropfen killen die Potenz. Der Mann kann noch so gut ausgestattet sein, nach solchem Drink bekommt er nichts auf die Reihe!"

Emil wurde immer mehr guten Muts. Elvira ermunterte ihn. "Sieht gut aus, sieht sehr gut aus." Sie nahm, wie selbstverständlich, die Reiterstellung ein. Dabei schob sie sich ein wesentlicher Teil von Emil in ihren Körper. Emil fand sich auch gut. Leistungsfähig und stark.

Er spürte ein Selbstwertgefühl, wie nie zuvor. Der Gedanke, eine schöne Frau verabreicht ihm KO-Tropfen, weil er sich sonst nicht erobern lässt machte ihn stolz. "Um was ging es denn bei dieser Wette und wer war der Gegner?" Elvira hatte sich inzwischen in den Sattel geschwungen und stammelte vor Erregung: "Ach es ging um ein Cabrio. Ein verrückter Autohändler wollte unbedingt mit mir schlafen. Er sagte spontan zu mir, dass ich den Fotografen sowieso nicht abschleppe, damit meinte er dich.

Da sagte ich leichtfertiger weise: Wollen wir Wetten? Der dicke Autofritze schlug ein. Gut um ein Cabrio. – Oh, das gefällt mir! Oh, das ist gut!“ Stöhnte Elvira und meinte nicht das Cabrio.

Sie war hungrig, wie eine Löwin in einer Fallgrube. Elvira war oft ein Opfer ihres Berufes geworden. Wenn die Schwänze verteilt sind, bleibt einen nur noch die Hand! Lautet ein alter Witwenballspruch! Als Modemanagerin hatte sie nach einer Modenschau als letzte am Laufsteg, nur selten noch einen Kerl abbekommen.Woran lag das? Sie sah gut aus. Sie hatte reichlich Geld und Reife. Sie sah aus, als wüsste sie genau wie man einen Mann an den Eiern packt. Sie mochte nicht das offene anbaggern.Elvira war eine Flirtkillerin.

Ein Freund fragte mich mal, wie sie zu nehmen ist. Er wusste nicht, ob sie frisch beschlafen ist oder lesbisch, oder noch nie einen Mann in der Hand gehabt hat. Doch wie sich bei mir herausstellte, war sie eine Schläferin, die sich selbst erwecken wollte.

Das misslang ihr leider oft. Aber wenn sich mal einer bei ihr einbringen konnte, folgte eine wüste Nacht ohne Ende. Der Kerl konnte dann machen was er konnte. Sie war hammergeil. Er reichte nie für ihre Ansprüche und Fantasien. Er konnte die tollsten Nummern mit ihr schieben,- sie verlangte mehr! Ja sie stellte seine Ausdauer und sein Stehvermögen sogar in Frage, obwohl er stand! Er konnte übers Wasser laufen, dann sagte Elvira immer noch: "Was schwimmen kannst du auch nicht?"

Kapitel 2

Emil Schulze begann seine Karriere als Kraftfahrer mit eigenem Auto. Da der Fuhrpark des Fernsehens auch nicht über genügend Fahrzeuge verfügte, wurden gerne freischaffende Mitarbeiter mit Auto engagiert. Zumal Emil auch Fotograf und Kameramann war. Emil ist mein Freund. Wir kennen uns aus der Jugendzeit.

Auf langen Autofahrten kommt es oft zu langen Gesprächen. Er weiß genau, dass alles unter uns bleibt. Emil ist eine originelle und angenehme Plaudertasche. Er braucht auch jemand um seine Erlebnisse an den Mann zu bringen. In mir sah er immer den Vertrauten und Verschwiegenen. Nicht jeden wählte er zum Zuhören aus. Es gab auch Touren, wo wir nicht beide allein unterwegs waren. Da schwieg er beharrlich und sagte nur das Nötigste. Neben den Fahrten für uns bediente er auch private Kunden mit seinen Transportdiensten. Er ist eigentlich gelernter Fotograf. Doch der Beruf des Sportfotografen ist am Sterben. Zu groß ist die Konkurrenz der großen Bildagenturen die für pauschale Billighonorare aktuelle Fotos verramschen. Die Zeiten in denen Fotografen zwischen 50 und 100 DMark für ein aktuelles Bild bekamen sind längst vorbei. Jeder kann heute mit seinem Handy Fotos machen. Die Vereine und Konzerne bieten oft sogar aus Imagegründen kostenlos den Medien oder Agenturen Bilder von ihren Wettkämpfen oder neuen Produkten an.

Ohne Nebenjob kann ein Berufsfotograf heute kaum noch überleben.

So hatte sich auch Emil auf viele Jobs eingerichtet. Es glückte ihm, weil er ein sehr vielseitiger Mensch war und sich in seiner außerordentlich charmanten zuvorkommenden Art stets anpassungsfähig zeigte. Das hatte ihm auch immer außerordentliche Pluspunkte in der Damenwelt eingebracht. Emil hat ein unglaubliches Glück bei den Frauen und Riesenchancen in allen Altersklassen. Nur ehefähig ist er nicht. Seine Ehen dauerten nicht so lange, wie die Kennenlernphase vor der Trauung.

Aus diesen Verbindungen entstanden zwei wunderbare Kinder, die ihren Vater lieben. Emil unterstützt seine Familie auch nach der Trennung ständig und hat seinen Kinder die besten Ausbildungen ermöglicht.

Schon deshalb muss er sich um ein regelmäßiges reichliches Einkommen kümmern. Sein gut betuchter Vater unterstützte den Sohn, in der Not.

Eine seiner Nebenquellen ist das Transportieren begüterter Herren und Damen, die sich einen eigenen Chauffeur und ein eigenes Auto nicht unbedingt ständig halten wollten. Sein Kundenkreis hatte sich in letzter Zeit stattlich erweitert. Ärzte, Unternehmer, mittelständische Handwerker, Künstler, Geschäftsleute und Pensionäre, die sich das Kutschieren durch einen gewieften und verschwiegenen Fahrer leisten konnten, stehen auf der Anmeldeliste.

Allerdings hat Emil auch besondere Kriterien bei der Auswahl seiner Klientel. Er bevorzugt besonders ältere Herren, die mit etwas bis sehr viel jüngeren Frauen verheiratet waren. Die Dienstherren fährt er, mit einigen ihrer Damen ist er im Verkehr. Ich komme dadurch nicht selten in den Gegenverkehr, wie er sein oftmals nicht ungefährliches Verhaltensmuster nannte. Aber das ist nun mal seine besondere Fleischeslust. Emil Schulze war immer schon ein kraftvoller, stets jugendlich aussehender Mann. Von stattlicher sportlicher Figur. Sein blonder Haarschopf, seine energischen Gesichtszüge und sein flotter Bewegungsablauf bei allen Gelegenheiten, erregten oftmals die erwünschte Aufmerksamkeit in der Damenwelt. Dazu konnte er sich glänzend unterhalten, fand stets ein passendes Gesprächsthema und wusste sich wie ein Gentleman zu benehmen.

Emil ist ein lustiger und Lust besessener Mann. Offensichtlich hat er aber einen Mangel an vertrauensvollen Zuhörern. Der "Mann im Gegenverkehr", wie er sich oft nennt, sucht immer schon den "Beichtvater", aber auch gern den Berater. Dem er seine Erinnerungen, Erlebnisse und Heldentaten auf dem Schlachtfeld der Liebe erzählen möchte.

Emil verfügt über eine raubeinige Erotik, die er aber auch in zartes Begehren schnell umwandeln kann. Je nachdem, wie er die Dame seines Verlangens beurteilt. Sein unbezähmbares Sexverlangen ist Legende. Jeder Rock zieht ihn magnetisch an. Schon in unserer Jugendzeit zeichnete sich das ab. Welche bei drei nicht auf den Bäumen war, wurde von Emil erwischt. Selten konnte eine seinem Drängen widerstehen. Sein Charme und sein Manneskraft sprachen sich herum. Seine stattliche Ausstattung wanderte im wahrsten Sinne des Wortes von Mund zu Mund. Um Schwangerschaften zu vermeiden, zogen viele seiner Gespielinnen den oralen Verkehr vor. Das setzte sich fort, obwohl die Antibabypille bald erfunden war. Emil war als Kindermacher verschrien. Allerdings war das eine Zweckpropaganda einiger Frauen zur Abschreckung, damit der " Wanderpokal Emil " nicht weitergereicht werden sollte. In Wirklichkeit hatte er nur zwei Kinder in die Welt gesetzt. Frank und Marie, sie leben mit Emils geschiedener Frau, einer Opernsängerin, in Neuseeland.

Er war schon im jugendlichen Alter ein Schwerenöter, wie man früher zu sagen pflegte. Emils Hormonspiegel drohte schon immer über zulaufen.

Es machte ihm Vergnügen seine Erlebnisse an den Mann zu bringen.

Nicht laut trompetend und nur zur Person seines Vertrauens.

Er musste erst Vertrauen und Verschwiegenheit prüfen und in einem Menschen gefunden haben. Bei unseren langen Fahrten nahm ich gerne auf dem Beifahrersitz Platz, wenn wir nicht allein im Auto waren. Dort konnte ich ihn besser unauffällig warnen, wenn er über das zulässige Maß hinausging. Doch bald stellten sich unsere Unterhaltungen von selbst ein.

Zu viel Ärger war entstanden. Neid und üble Nachrede bis zu politischen Verdächtigungen. Emil und ich versprachen sich in die Hand, nur noch unter vier Augen zu quatschen. Da hatten plötzlich die Klatschmühlen nichts mehr zu malen.

Neben den Fahrten für das Fernsehen bediente Emil auch eine nicht geringe Anzahl privater Kunden. Zu seinem Passagierkreis gehörten zum größten Teil begüterte Geschäftsleute, Damen und Herren sowie viele Ärzte und Rechtsanwälte. Der reine Zufall wollte es, dass es oftmals ältere Herren waren, die sich fahren ließen. Die meisten dieser gut situierten Männer waren netter Weise mit weit jüngeren Frauen verheiratet. Sie nahmen hin und wieder auch gern Emils Dienste in Anspruch. Es ist sogar mal vorgekommen, dass Emil dazu von einem Ehemann ermuntert wurde.

Dieser Drang zum Schwatzen über die intimsten Erlebnisse ist nicht nur ein Phänomen der Frauen. Männer sind nicht weniger geschwätzig.

Jeder Mensch benötigt ein verständnisvolles Ohr, um von seinen Erfolgen und Misserfolgen des Lebens zu sprechen. Emil drängte es in erster Linie von seinen Erlebnissen und Heldentaten auf dem Schlachtfeld der Liebe zu berichten. Er musste sein Herz ausschütten, Probleme besprechen. Auch hatte er sehr oft das Bedürfnis um Rat zu fragen, eine zweite Meinung einzuholen! Emils Mitteilungsbedürfnis hatte mich zu seinem Ohr gemacht. Wir kannten uns aus der Schulzeit. Ich war sein Beichtvater. Seine Erlebnisse mit Frauen wurden mir brühwarm vermittelt. Wie auch seine Erfolge im Beruf und Sport. Ich muss gestehen, ich bin ein interessierter und geduldiger Zuhörer, schon von Berufs wegen. Ein Zuhörer, der auch mal hinterfragt oder zum Erzählen animiert.

So entschloss ich mich Emil direkt zu fragen, wie er zu seinen Verführungskünsten gekommen ist. Wodurch wurde er zum Womanizer, zum Don Juan und zum Bel Ami. Er ist zwar ein sehr gut aussehender Mann, aber kein Superheld, kein Olympiasieger oder Nobelpreisträger, kein Filmstar oder Kriegsheld. Was hat er, was ich nicht habe? Du pflückst dir die Frauen, wie Äpfel. Das soll in diesem Buch ein wenig aufgehellt werden. Und an dem Begriff Don Juan wird er noch arg zu knabbern haben.

Emil ist einfach sicherer in den Frauenverführen als ich. Das kann doch nicht nur eine Vererbung seines Vaters sein. Ein wenig Intuition gehört doch auch dazu. Wie kommt er zu einem so außerordentlichen Frauenriecher?

Dagegen ist ein Drogenhund eine taube Nuss. Emil sah mich belustigt, aber auch nachdenklich an. Wir kommen schließlich aus demselben Stall. Wir haben die gleiche Schulbank gedrückt, dieselben Lehrer gehabt und dieselben Dämlichkeiten gemacht, sowie dieselben Mädchen geküsst. Wir wurden auch zur gleichen Zeit von der guten alten Studienrätin Almchen Weißdorn in Biologie aufgeklärt." Doch da entgegnete Emil: "Aber was die alte Biolehrerin ihren Schülern servierte reichte nicht aus für ein modernes Leben. Wenn man biologisch voll aufgeklärt ist, ist man noch lange nicht sexuell voll aufgeklärt. Das gilt für Männer, wie für Frauen. Oberstes Gebot ist es, das man seinen Körper liebt und erkundet. Da sind die Mädels früher dran. Sie tasten sich gründlich aus.

Jungs fassen sich manchmal an den Schniedelbutz und staunen, dass plötzlich etwas raus spritzt. Aber das war es schon! Frauen gehen da schon tiefer zur Sache.Sie sind ja nicht nur mit einer tollen Figur ausgestattet, sondern wissen auch aus sich das Beste zu machen. Sie verwandeln sich mit der geringsten Bewegung, mit dem kleinsten Fummel zu einer begehrenswerten Erscheinung.

Frauen überlegen auch, wenn mit ihren Proportionen etwas nicht so hinhaut, stets etwas anderes besonders zu unterstreichen. Das macht ihnen kein Mann nach. Und wenn es ein Lächeln, ein Blick oder eine Halskette ist. Jeder Körper kann reizvoll und anziehend sein, wenn man es will. Man muss sich auch selbst schön und sexy finden, dann klappt das auch. Man muss sein Selbstwertgefühl aufbauen. Wenn du das alles an einer Frau beachtest und erkennst, nimmst du die Person auch ganz anders wahr. Auch das weibliche Wesen weiß deine Aufmerksamkeit zu schätzen. Viele dieser Dinge sind auch für einen Mann wichtig. Wie notwendig ist dein Selbstbewusstsein überhaupt im täglichen Leben. Mach dich anziehender, errege etwas mehr Aufmerksamkeit, in Haltung, Benehmen, Manieren, Kleidung, Frisur, Blicken und Sprache. Oft reicht ein Ring oder ein Schal. Um einen Leuchtpunkt zu setzen. Wie bei einer Frau, die sonst einfach aussieht und plötzlich durch ein Paar hochhackige Schuhe den ganzen Eindruck verbessert. Übe meinetwegen vor einem Spiegel Eindruck zu schinden."

Ich begann zu lachen. "Ich kann mich doch nicht vor einen Spiegel stellen und mir verlockende Haltungen vorspielen." Emil nickte lebhaft mit dem Kopf. "Ja durchaus. Es schaut dir niemand zu. Du muss alles ausprobieren. Du musst selbst auf einen Tonträger sprechen um deine Sprache zu kontrollieren. Es ist wichtig, wenn du bestimmte Sätze von dir selbst hörst, um sie im Sprachrhythmus zu verbessern, wie du im Duktus der Schrift deine Schreibweise verbessern kannst. Ich kenne einen Reporter, der hat sich ständig trainiert mit Reportagen, die er an seinem Wohnzimmerfenster gesprochen hat. Dabei sprach er über alles, was er gerade sah. Also komm mir nicht mit solchen lächerlichen Scham – gefühlen." Ich schüttelte den Kopf. "Nein das könnte ich nicht. Am Fenster laut sprechen oder vor einem Spiegel Posen." Emil grinste: "Du sagst vor dem Spiegel geht das nicht? Vor einem Spiegel geht noch etwas ganz anderes und es macht Spaß. Was glaubst du, wie viele junge Paare meistens noch schrecklich verklemmt und unerfahren sind, sie sollten alle einen Spiegel benutzen. Sie sollten sich erstmal schamlos vor dem Ding betatschen lassen und davor alles üben. Alle Stellungen, die ihnen einfallen. Der Spiegel ist wie ein Partner, der sofort sagen kann, ob es schön und richtig ist, was du gerade machst."

Emil schwelgte einmal mehr in seinen Erfahrungen. Wenn der eine den Wünschen und Träumen des anderen Partners nicht gerecht werden kann, hilft auch die stärkste Liebe nur selten. Wenn es sexuell nicht stimmt, ist auch die größte Liebe bald an Ende. Viele Paare zerstören ihr Glück, weil sie nicht im Bett oder anschließend darüber reden, was beim Beischlaf schief gegangen ist. Weil sie ihre Hemmungen auf dem Laken ausbreiten.

Die berühmte Schüchternheit auf der Bettkante macht sich breit. Manche glauben auch es ist alles OK, sonst hätte sich mein Partner schon gemeldet.

Wer die meiste Erfahrung hat, muss mit der Führung beginnen. Nach dem Motto: Learning Boy Bücking! Bald werden sie sich gegenseitig führen.

Zwei Partner, die sich auf der Augenhöhe ihrer Erfahrungen befinden, sind das idealste Gespann.

Die Lustlosigkeit auf Sex, hat zu oft seinen Ursprung in der Unkenntnis und Fantasielosigkeit. Bald hat man das eintönige rein und raus satt. Sex nach Noten ist auf die Dauer langweilig und unbekömmlich Ein simpler Austausch von Körperflüssigkeiten ist noch lange kein guter Sex. Schade um jede Beziehung, die deshalb in die Brüche geht. Ich musste Emil wieder direkt fragen:

"Warum hat es denn bei dir von Anfang an geklappt?" Emils Blick wurde etwas wehmütig: "Ich hatte das Glück, vor meiner ersten längeren Bindung eine Therapeutin kennen zu lernen, die es mir offensichtlich richtig besorgte. Sie entwickelte mit großer Offenheit großartige erotische pädagogische Fähigkeiten, die meine Wissbegierde und Lernfähigkeit auf den Punkt trafen. Sonja Görlitz war auf dem besten Weg eine hervorragende Sexualmedizinerin zu werden. Sie machte mich sofort zu ihren Probanden. Sonja kannte in ihren Anleitungen keine Hemmungen.

Ich lernte das Üben der vaginalen Erregung. Da muss natürlich auch die Frau nachhelfen. Das kann ein Partner nicht alleine schaffen. Dazu ist auch das Training des Beckenboden wichtig. Es fördert auf jeden Fall den Orgasmus und die bessere Durchblutung der Muskulatur. Hast du schon mal etwas von "Cunnilingus" gehört? Kannst du mit dem Wort etwas anfangen?" Ich musste lange überlegen. "Kommt dir dieses Wort wenigstens bekannt vor?" Kopfschütteln: "Eigentlich nicht. Mir damals, ich war achtzehn Jahre alt, auch nicht. Cunnilingus ist die Stimulation der weiblichen Geschlechtsorgane mit Mund oder Zunge." Bei mir dämmerte es: "Ja das kenne ich auch. Zumindest habe ich davon gehört." Da wurde Emil sogar ein wenig überheblich: "Man spricht von der vaginalen und der klitoralen Reizung. In Wirklichkeit ist die Klitoris der Mittelpunkt der Lust. Es ist leider oft ein großes Glück diesen Mittelpunkt, der wie Quecksilber sich hin und her bewegen kann, zu treffen. Wer die Klitoris erobert hat die Schlacht gewonnen. Daher kommen die Verlockungen zur Selbstbefriedigung, weil die Frau diesen wunderbaren Punkt am schnellsten selbst erwischen kann."

Sonja zeigte Emil, dass das Sexterritorium viel größer ist als der kleine G-Punkt. Die Zunge kommt bei der Hafenrundfahrt um den Leuchtturm, der als Klitoris bezeichnet wird, in die empfindlichsten Zonen der unteren Regionen der Frau.

Emil hat ein wahnsinniges Glück gehabt, eine so innige und schamlose Lehrerin zu treffen. Sicher lag es auch daran, dass Sonja Görlitz ihre in den Hörsälen mitgeschriebene Theorie in der Praxis anwenden wollte.

Sie machte Emil in Selbstversuchen klar, dass die Klitoris praktisch die sexuelle Antenne jeder Frau ist. Über diesen Kontaktpunkt läuft alles.

Wer diesen Knopf findet und ihn verwöhnt, hat eine tolle Nacht.

Natürlich ist es eine Kunst auf diese Lustfrucht zu stoßen. Oft ist es mühseliger als nach Trüffel zu suchen. Intuition, Gefühl, Verbalismus und Erfahrung sind notwendig. Wie oft verzweifeln die Frauen weil es dem Partner nicht gelingt. Wie oft werden heiße Begegnungen wegen Aussichtslosigkeit vorzeitig beendet. Ehen gehen deshalb auseinander.

Frauen finden, weil der Partner den entscheidenden Trüffel nicht findet, darin einen Grund zum Fremd gehen in eine gleichgeschlechtliche Liebe.

Von dieser Findung und Berührung des Lustpunktes hängt unglaublich viel ab. Wenn das klappt, ist es den meisten Damen egal, ob der Mann schielt bucklig oder hässlich ist.

Sonja brachte Emil praktisch bei, dass es nur ein Mittel gibt. Die Zusammenarbeit von Frau und Mann. Sie muss die Führung übernehmen.

Die Frau muss den Finger oder Penis des Mannes zur Hand nehmen und zu der entscheidenden Stelle führen! Es wurde jedes Mal ein Fest, wenn Sonja das mit Emil demonstrierte.

Die Klitoris führt nicht umsonst den volkstümlichen Namen Kitzler und ist der Penis des weiblichen Geschlechts. Auch der Kitzler ist ein Schwellkörper und füllt sich bei Erregung mit Blut. Doch er führt im Gegensatz zum Penis keinen Urin ab.

Dieser Trüffelpunkt der Frau verbirgt sich unter den Schamlippen, wie der Edelpilz unter dem Waldboden. Indem man ihn vorsichtig mit den Fingern freilegt, wächst bei der Frau das Verlangen, dort gestreichelt zu werden. Ist er erstmal gefunden, braucht es nur noch Finger oder Zunge des Partners, um zauberhafte Gefühle entstehen zu lassen.

Wenn beide Partner empathisch sind, d.h. sich gut in den anderen hinein versetzen können, wird der Sex zu einem total neuen Vergnügen. Die weibliche Seite revanchiert sich gern mit einem Blowjob. Oftmals bleiben diese oralen Befriedigungen im Ansatz stecken, weil es den Mädels bzw. Jungs niemand gezeigt hat. Im Gegensatz zu Lehrstunden in asiatischen Ländern.

Die Sexualtherapeutin Sonja konnte es nicht nur gut erklären, sondern auch delikat demonstrieren. während sie es vorführte, sprach sie sogar an der Seite weiter. Meinte Emil nebenbei! Viele Anfänger sagen einfach: mir hat das blasen noch keiner gezeigt, folglich mache ich das nicht oder so, wie ich glaube es richtig zu machen. Der Standpunkt ist falsch und unterschlägt die schönsten Momente für beide Seiten. Der Blowjob wird nicht nur allein mit dem Mund ausgeführt. Nein, während man lutscht und saugt, streicht man am Penisschaft mit der Hand rauf und runter, während die andere Hand vorsichtig die Eier massiert. Das erreicht nicht nur beim Partner die tiefsten Gefühlswogen, sondern es wird eine völlig neue Erregungskurve für die Frau erschlossen, um schneller das Orgasmus Ziel zu erreichen. Die Fellatio ist der Höhepunkt des Aktes!

Der Wunsch des gleichzeitigen Kommens ist weit verbreitet und gehört zu den größten gemeinsamen Höhepunkten!

Man sollte alles ausprobieren. Der erogenen Zonen gibt es viele. Von der Kniekehle bis zur Schulterachsel. Viele Stellen sind selbst erfunden oder findet man, wenn man den Körper abtastet. Das heißt nicht, dass diese weniger sensibel sind, sowie nicht so empfindungsreich, wie Eichel und Klitoris. Jeder Mensch empfindet anders, das ist das Interessante am Homosapiens.

Sonja machte dem jungen Emil auch klar, wie wichtig das emotionale Wohlbefinden der Frauen für das Sexverlangen ist. Also nicht nur Herzenswärme, sondern auch Nestwärme ist gefragt. Auch die Qualität ihrer Beziehung zum Partner ist für Frauen wichtig. Die Lust auf Sex entsteht im Kopf durch die Nähe und Zufriedenheit in der Partnerschaft. Sonja versäumte auch nicht gegen über Emil die akademische Seite zu zeigen. Sie strapazierte ihn mit Begriffen, die er bis dahin noch nicht gehört hatte. Wie: Die Lust zu Sex wird gefördert durch besondere Fortpflanzungshormone im Blut der Frauen. Unter anderem durch Testosteron und Dehydroepiandrosteron (DHEA in der Abkürzung) genannt. Emil hatte blitzschnell die Begriffe in seinem Notizbuch nachgeschlagen. Für den täglichen Verkehr sind Begriffe nicht so sehr wichtig. Sonja soll auch Emil beigebracht haben, dass für den täglichen Gebrauch und überhaupt, Männer einfacher gebaut sind, als Frauen.

Sie erreichen ihren Höhepunkt durch Stöße in die Vagina, oder durch Reiben des Penis mit der eigenen oder mit einer fremden Hand. Aber auch durch Saugen im Oralverkehr. Für den Mann ist jede Körperöffnung verlockend.

Seine Sextherapeutin machte ihm auch klar, dass Frauen sechs verschiedene Steigerungsformen haben.

Der schnelle Orgasmus kommt zustande durch intensive klitorale Stimulation.

Das kann mit dem Finger, dem Penis und mit der Zunge geschehen. Der G Punkt liegt an der vorderen Wand der Vagina und schwillt bei Erregung an. Er ist am schwersten zu finden. Die Frau sollte den Mann dabei führen." Ich nickte heftig als Bestätigung! Emil grinste zustimmend: “Ja, du hast recht. Dieser Bereich im Tal der Träume wird aber besonders durch heftige Stöße in der Missionarsstellung berührt. Diese Nummer hatte Sonja am liebsten, wenn ich mal aus der Schule plaudern darf." Ich fragte ihn noch, wie der größte Höhepunkt erreicht wird? "In dem du die Region berührst, die kurz vor dem Muttermund liegt. Um diesen Punkt zu erreichen ist eben die Reiterstellung am geeignetsten. Ein mehrfaches Echo schafft man, wenn man mit einer ganz sanften Berührung den weiblichen Schwellkörper trifft, der sich zwischen Vagina und Harnröhrenöffnung befindet! Auch die Brustwarzen sind empfind- liche Antennen. Sie leiten Berührungen gleich weiter in die unteren Regionen des weiblichen Körpers. Dabei kann ein schneller Busenorgasmus ausgelöst werden. Ich begann langsam an ein Mitschreiben zu denken.

Oftmals unbemerkt beginnt der Start zum Höhepunkt, schon beim intensiven Küssen. Ein heißer Kuss kann zum Lippenorgasmus führen, bei dem sich die Vagina befeuchtet und es zu einer Erektion in der männlichen Hose kommt.

Ich tippte Emil an: "Nun höre auf. Wer soll sich das alles merken? Hast du das auswendig gelernt?" Emil machte ein nachdenkliches Gesicht. "Du hast sachlich nach meinem Glück bei Frauen gefragt. Ich habe mir jedes Mal, wenn ich bei Sonja war, Notizen gemacht. Ja, und auch etwas nachgelesen. Ich bin ziemlich sicher, dass viele Männer besser Bescheid wissen über die Funktionsweisen ihres Autos, als über das Innenleben ihres Körpers oder des Körpers ihrer Frau.“ "Ja, du hast völlig recht: Es gibt zwei Dinge, von denen ein Mann nie zugeben wird, dass er sie nicht gut kann: Sex und Autofahren."

Mir blieb nach diesem Vortrag nichts anderes übrig, als Emil bei zu pflichten.

"Solche praktische Anleitungen, wie du sie erfahren hast, brauchte eigentlich jeder Jungmann. Die jungen Damen lassen sich ja oft instinktiv oder mit Berechnung von älteren erfahrenen Herren einreiten.

Nun ist mir einiges klar, du hast es von der Pike auf gelernt. Aber die Libido, also was dein sexuelles Begehren, deine Lust und deinen unglaublichen Trieb anbelangt, darin bist du unübertroffen."

"Du musst in jungen Jahren solche Gelegenheit nutzen oder direkt suchen. Sieh mal Sonja hatte mir auch die wichtigsten Stellungen gezeigt. Kennst du die Wiener Auster?" Ich wusste nicht recht, was er meinte. Seine Überlegenheit nahm groteske Züge an. "Die Wiener Auster ist eigentlich abgeleitet von der Missionar Stellung. Sie legt ihre Beine auf deine Schultern. Sie kann dabei deinen Po anfassen und dabei das Tempo bestimmen. Dabei gibt es noch den Kissentrick. Man schiebt einfach ein Polster unter ihren Hintern. Oder der Strecktrick, wobei die Dame ihre Beine ausstreckt, die Oberschenkel ganz eng zusammen drückt, damit ihr Scheideneingang enger wird. Schön ist auch die chinesische Schlittenfahrt. Es ist praktisch der umgekehrte Missionar. Sie liegt mit dem Rücken auf dir. Von den normalen Varianten, wie Löffelchen, Hundchen, stehend am Gartenzaun und meiner Lieblingsstellung, die Reiterin, muss ich dir ja nichts erzählen.“

Kapitel 3

Wenn Emil zu mir kam und sagte: „Ich habe etwas Neues angefangen…"

Dann wusste ich sofort, dass er wieder ein sexuelles Problem oder Abenteuer hat, das er unbedingt mit mir besprechen musste.

In einem Supermarkt in Hellersdorf traf er eine Werbeverkäuferin für Käse aus Oberbayern.

Sie hatte am Eingang der Verkaufshalle einen kleinen mobilen Stand aufgebaut und bot den Kunden Kostproben ihrer Werbeprodukte an.

Emil blieb sofort stehen. Nicht nur weil die Käsehäppchen, sondern auch ihre Anbieterin selbst so appetitlich aussahen. Im Dirndl, blond, hübsch, lebhaft, freundlich. schlagfertig, einfach anziehend. Und das Reizvolle, sie war wirklich aus Bayern. Die duftenden Kostproben, Emil langte zu.

Sie verbreitete schon im ersten Gespräch eine Vertrautheit, als würden sie sich schon lange kennen.

So etwas hatte mein Freund selten erlebt. Sofort griff er die Stimmung auf und begann auf seine geübte Art zu flirten. Es schien ihr zu gefallen.

Vom Geschmack der Käsesorten kam er sofort mit ziemlich intimen Bemerkungen zur Sache. Er merkte, dass sie sich mühelos und ohne Umschweife darauf einließ. Die reife junge Frau konterte geschickt mit gleicher Munition. Ja mit einem geradezu geilen Humor erwiderte die etwa fünfunddreißigjährige Münchnerin jede Anzüglichkeit ihres Kunden.

Getragen von einer viel versprechenden Offenheit, erzählte die lockere Bayerin, dass sie für zwei Wochen diesen Job hier in der Hauptstadt angenommen hat, um auch mal Berlin kennen zu lernen. Eine Steilvorlage für Emil, sich als Stadtführer an zu bieten. Sie sollte eigentlich zunächst interessierte Hausfrauen aus Berlin für diesen Job anlernen. Doch es ist niemand gekommen. Nun musste sie selbst ihre Produkte anbieten. Mit einem tiefen Blick in ihr Dekolleté stimmte Emil ihr zu: "und was für Produkte!“ Sie merkte das mit einem frechen Augenaufschlag. Emil war von ihrem Charme hin und her gerissen. Ihre großen Warteaugen, ihre breiten Sauglippen und ihr lustiges Lachgrübchen faszinierten ihn immer mehr.

Emil hielt sich nun schon über eine halbe Stunde an diesem provisorischen Käsestand auf. Er hatte schon fünf Sorten Käse probiert. Emil holte erstmal für sich und für seine neue Eroberung vom nahen Bäckerstand zwei Becher Kaffee. Da fällt plötzlich das Stichwort "Hotel König", denn die Käseverkäuferin sagte: "Solchen guten Kaffee gibt es noch nicht mal in meinem Hotel!"

"Wo?" Sie schaut ihn mit großen Augen an. " Hotel König in der Adam Str." Emil bestätigt: "Ein schönes kleines ruhiges Hotel.“ "Nein“ Die Münchnerin protestiert: "Von wegen ruhig, das ist es nun gerade nicht.

Ich habe kaum in den Schlaf gefunden."

Sie erzählt von Ruhe störenden Lärm, der sie aufweckt und nicht schlafen lässt. Emil entschuldigt mit der Lautstärke der Berliner Innenstadt, die von Jahr zu Jahr immer mehr zu nimmt. Besonders der Verkehr kann schon Nachts ziemlich lästig werden.

Die Dame von der Käsetheke erklärt schelmisch, dass Emil mit "Verkehrslärm" genau die Ursache getroffen hat.

Nur mit "Verkehrslärm“ sind in diesem Fall nicht die Geräusche der Automobile auf der Straße gemeint. Emil geht sofort der Spur nach, wie ein Fährtenhund.

"Was kann das bloß für ein * Verkehrslärm * sein, wenn er nicht von den Autos kommt?" Fragt er naiv. "Etwa aus der Hotelküche? Vom Fahrstuhl? Von der Heizung? Aus der Hotelbar?" Sehr schnell erklärt, etwas verschämt, Frau Kieselweiher, so steht es auf ihrem Namensschild, Lena Kieselweiler: "Es ist ganz einfach ordinärer Sexlärm aus dem Nebenzimmer."

"Die Wände sind halt dünn im Hotel König!" Erklärt Emil fachmännisch und empfiehlt eine Beschwerde. Frau Kieselweiher findet es sehr peinlich, sich darüber bei der Rezeption zu beschweren. "Auch wenn das schon drei Nächte lang so geht. Ich kann das nicht."

Emil war von der Lena aus München schwer beeindruckt und machte endlich seine vorgesehene Einkaufsrunde durch den Supermarkt. Dabei überlegte er intensiv, wie er es am besten anstellt die hübsche Käseverkäuferin zu verführen.

Als er seinen Einkaufswagen wieder an den Stand von Frau Kieselweiler schob, gab sie ihm den passenden Einsteiger. Lena besah sich die eingekauften Lebensmittel mit fachfraulichen Augen.

Da waren viele Fertiggerichte und Tütensuppen, sowie Konserven, geschnittenes Brot, Bier und abgepackter Kuchen im Wagen. "Sie sind Junggeselle?" Fragte sie kühn und zeigte dabei auf die ausgesuchten Waren. "Sie Kochen nicht selbst, oder?" Emil bestätigte sofort ihre Vermutung. "Ja ich lebe allein. Am liebsten gehe ich essen. Doch oft habe ich auch dazu keine Zeit und mache mir rasch etwas zu Hause." "Oh das tut mir leid, darf ich ihnen noch ein Stückchen Käse anbieten?" Emil bedankte sich recht förmlich. "Ich kann ihnen nicht das ganze Werbeangebot wegessen."

Dabei kam ihm die Idee Frau Kieselweiher zum Abendessen einzuladen. Sie ging fast sofort darauf ein. Er erfuhr, dass sie ihren Stand um 19 Uhr schließt und versprach um diese Zeit auf dem Parkplatz des Supermarktes zu warten.

Kapitel 4

In einem kleinen, aber feinen Speiserestaurant saßen sie vertraut und unterhielten sich, als würden sie sich schon lange kennen. Ortskundig fuhr Emil die Bayern Lena zur späten Abendstunde zum Hotel König in der Adam Straße. Lena wollte ihrem Begleiter ihr Zimmer zeigen, nach dem sie sich gestritten hatten. Denn die Münchnerin behauptete von ihrem Fenster aus, den Funkturm zu sehen. Doch ihr Begleiter bezweifelte das energisch. Emil war überrascht, wie schnell sich erfüllte, was er eigentlich vorhatte. Also fuhren sie im Fahrstuhl in den zwölften Stock um das zu überprüfen. Dabei kam es schon zu ersten Berührungen, die beide in eine gewisse Erwartungshaltung versetzten. Als sie das Hotel-Zimmer betraten lagen sie sich sofort in den Armen und küssten sich innig.

Dabei erkannte Emil sehr klar, dass Lena genau wusste, es ist nicht der Funkturm sondern der Fernsehturm am Alexanderplatz, den sie von ihrem Fenster sehen kann. Zumal auf einem Britisch ein Hotelprospekt mit dem Titelbild "Blick auf den Fernsehturm Berlin“ lag. Beiden waren die angeblichen unterschiedlichen Ortskenntnisse Mittel zum Zweck und sie wussten das. Emil spielte freudig mit, obwohl er spürte in eine hübsche Venusfalle getappt zu sein.

Die Kühle des Abends sorgte dafür, dass sie sich nicht so lange auf dem Balkon aufhalten konnten. Lena hatte bayrisches Bier. Das Oktoberfest war in ihrer Heimatstadt im Gange, und sie hier im langweiligen Berlin, klagte Frau Kieselweiher. Sie einigten sich bald auf Emil und Lena. Sie stießen mit Büchsenbier an und küssten sich mit zunehmender Leidenschaft Allerdings passierte das noch mit geschlossenen Lippen und verhaltenem Temperament. Doch plötzlich hörten sie einen lautenden Schrei und lustvolles klar vernehmliches Stöhnen. Rhythmisches knarren von Sprungfedern und das tiefe grollen und brummen eines Mannes der offensichtlich ebenfalls seinen Pflichten nachkam. Der "Verkehrslärm“ hatte begonnen. Unsere beiden lauschten in Wartestellung für kurze Zeit. Dann folgten sie den Zeichen der Zeit und schlossen sich den Geräuschen aus dem Nachbarzimmer an. Sie erreichten dabei eine verblüffende Synchronität, das man glauben konnte die Geräusche aus dem Nebenzimmer wären die ihren. Sofort hatte Lena ihre Lippen bei Küssen geöffnet und atmete schneller.

Emil registrierte ihre Veränderung mit in der Hose wachsendem Interesse.

Sein Schwellkörper reagierte, wie ein Bewegungsmelder. Hatten sie sich vorher in Gesprächen, wie zwei Handwerker in einer Zweckgemeinschaft, die einen gemeinsamen Auftrag zu erfüllen haben benommen, folgten nun Handgriffe wie verabredet. Als Lena in Emils Hose sein Glied ertastete, kannten sie sich erst sieben Stunden! Nun hielt dem ehemaligen Käsekunden aus dem Supermarkt nichts mehr zurück. Ihm gefiel die Eile sehr! Er passte sich schnell der Situation an. Der Atem des Bayern Mädel ging immer schneller, als hätte sie die letzte Seilbahn verpasst.

Er ließ alle Hosen runter. Seine Unter -und Überhose und versuchte sich etwas ungeduldig an ihrem zarten Höschentextil. So glaubte er jedenfalls. Bis er merkte, dass er an der Befestigung ihrer Strapse zog. Einen Schlüpfer hatte sie nicht an. Sie muss ihre Höschen beim letzten Besuch im Badezimmer ausgezogen haben. Oder hatte sie im Lokal schon keine an?

Das wird sicher ein Geheimnis bleiben. Lena hatte also einen vorbereiteten Plan, schlussfolgerte Emil, neben seinen aufregenden Tätigkeiten an der Frau. Sie hechelte lustvoll als er ihr über das Tal der Freuden strich. Das gab ihm ein sehr angenehmes Gefühl. Er brauchte nun mehr nur noch am Krater zu baggern. Lena wollte das so. Sie hatte damit gerechnet und Zeichen gesetzt, alles mit Genuss mitzumachen. Das machte ihn frei und er konnte sich voll dem Koitus widmen. Das turnte nicht nur ihn an. Lena versuchte mit dem Pärchen von nebenan mitzuhalten. Sie strebte immer noch an, den Takt der Geräusche aus dem Nebenzimmer zu imitieren. Dabei übernahm die Dame vom Käsestand selbst die Stöhn- und Schreilaute ihrer Geschlechtsgenossin hinter der Hotelzimmerwand. Routinemäßig kam sie zur Sache. Lena eroberte sich die Führung bei der Samenjagd. Emil pinselte mit seinem Tauchsieder ihren Kitzler im Tal der Freude. Lena zeigte Wirkung und steigerte sich in ihren Gebärden. Für Sekunden lauschte sie stets auf die Geräusche der Nachbarn, um dann plötzlich noch lauter und noch schneller zu arbeiten. Schließlich kam sie zu ihrem Höhepunkt und versenkte den kleinen Emil in ihren Liebesbecher. Nun war es an Emil der tief, wie ein Höhlen – forscher in Lenas Körper eine Runde drehte, um dann, wie ein Rammbock zu stoßen.

Lena stöhnte vor Lust und Wonne. Sie übertönte nun ganz klar die Frau von nebenan. Es war ein learning by doing im Sex. Untermalt vom gedämpften Geräusch der strapazierten Sprungfedern und das vermischte sich mit dem kraftvollen aber unterdrückten Schnaufen von Emil.

"Was für ein Mannsbild, was für ein Mannsbild" stammelte Lena verzückt, ehe sie sich erschöpft in ihrem breiten Bett zurückfallen ließ.

Emils Nikotinsucht, wie jedes Mal, nach einem erschöpfenden Beischlaf, kam durch. Aus dem Nebenzimmer waren nun wieder die unermüdlichen Geräusche einer Marathonsexnacht zu hören. Emil küsste anerkennend seine Verkehrsteilnehmerin und schwang sich aus dem Bett. "Du warst Klasse. Ich gehe eine rauchen." Er nahm aus seiner Hose Zigaretten sowie Feuerzeug und verschwand auf dem Balkon.

Vor ihm lag das nächtliche Berlin. Der Fernsehturm hatte seine Warnfeuer eingeschaltet, der Straßenverkehr beruhigte sich. Etwas gedämpft war zu hören, was im Nachbarzimmer immer noch gespielt wird. Plötzlich ging dort die Balkontür auf. Das Stöhn Geräusch schwoll sofort an und ein etwa sechzigjähriger silberköpfiger Mann trat heraus. Er schloss gleich wieder hinter sich die Tür, steckte sich eine Pfeife an und kam grinsend mit einem freundlichen “Guten Abend Herr Nachbar“ auf Emil zu. "Sie müssen sicher eine schöne Nacht gehabt haben, wie ich so gehört habe." Emil, der immer noch aufmerksam den Lustschreien der Konkurrenz lauschte, deutete auf die geschlossene Balkontür des Mannes. "Na sie doch aber auch, wie viele Personen sind denn beteiligt, wenn ich fragen darf?"

Der Nachbar schaute ihn etwas verwirrt an. „Ach ich bin ganz allein. Ich schalte nur mal schnell die DVD ab." Verschwand wieder hinter der Tür und die Pornoakustik war verstummt. Emil war so verblüfft und amüsiert zu gleich. "Mann das hörte sich aber verdammt echt an."

Ja, ja die neuen Porno DVDs sind echt Klasse. Emil konnte sich fast vor Lachen nicht halten. Er wäre fast vom Balkon gefallen. Der alte Herr entschuldigte sich mehrmals und stellte sich vor. "Alfred Maierring aus Wien. Ich bin Vertreter für die besten Weine Österreichs. Wenn man so wochenlang unterwegs ist, langweilt man sich in den Hotels zu Tode. Dann greift man halt zu einer solchen geschmacklosen Unterhaltung."

Emil, der immer noch schwer das Lachen unterdrücken konnte, sagte mit gespielten Ernst: "Kein Problem, kein Problem, ich dachte nur sie hätten echt, ich meine es hörte sich an, wie eine Riesenleistung."

"Ja, ja das war es auch. Aber es ist nur eine Pornoscheibe! Gut gemacht zwar."

"Ich dachte schon sie hätten sich echt eine Freude gemacht.“ „Nein, wo denken sie hin. Das ist nicht meine Art. Ich muss ohnehin, morgen in der Früh geht mein Flug nach Wien, in die Heimat.“ Amüsiert unterhielten sie sich noch auf Männerart. Emil merkte im Hintergrund, dass Lena zugehört hatte. Schließlich huschte der Nachbar in sein Zimmer zurück. Als er wieder kam hatte er eine Flasche Wein und die Pornoscheibe in der Hand.

Er reichte die Flasche: "Hier weil sie und ihre Gattin durch meinen Krach gestört wurden. Und hier ist der Übeltäter. Die Pornoscheibe. Haben sie dafür Verwendung? Ich kann das Ding sowieso nicht mit nach Hause nehmen. Meine Frau würde mir den Kopf abreißen – und nicht nur den hier."

Dabei tippte er leicht an seinen grauhaarigen Schädel.

"Nun nehmen sie das schon als Andenken!“ Er drückte Emil die Sachen schnell in die Hand, als sei er froh sie los zu werden. Emil gelang es noch knapp dem freundlichen Nachbarn, eine gute Reise zu zurufen.

Lena erwartete Emil schon auf der Bettkante. Sie war total angeturnt und ließ sich die Story noch ausführlich erzählen.

Mein Freund Emil schaute mich nachdenklich an und sagte plötzlich: "Und nun stelle ich dir die Frage, weshalb ich dich überhaupt aufgesucht habe."

"Sag mir, wo bekomme ich einen kleinen handlichen DVD Player her?"

Offensichtlich geht dann der Sex mit Frau Kieselweiher leichter über die Bühne. Ich holte aus meinem Auto ein solches Gerät und gab es dem überglücklichen Emil. Der hatte es plötzlich unglaublich eilig. Es war 17 Uhr und um 18 Uhr machte der Käsestand im Supermarkt zu.

So war Emil. Er hatte mit keinem fehlenden Selbstbewusstsein zu kämpfen. Hindernisse oder Schwierigkeiten überrollte er mit seinem unendlichen Charme und Optimismus. Emil nahm bislang locker jede Hürde des Lebens. Er hatte auf Grund seiner Begabung und seines Fleißes große Erfolge in seinem Beruf. Er kleidete sich flott. Das ließ er sich immer etwas kosten. Emil pflegte seine sportliche Figur. Er war stets reich im Portmonee und genital üppig bestückt. In südlichen Ländern stecken sich manche Männer aus lauter Eitelkeit gerne Hasen-oder Katzenpfoten in die Hosen, um die Größe ihrer Männlichkeit vor zu täuschen. Das kann man nicht nur an Badestränden beobachten. Auch im Alltag weisen die erstaunlichen Beulen in den bevorzugten engen Hosen und die breitbeinigen Bewegungen sowie Gebärden ihrer prahlenden Galane darauf hin.

Nein, solche Vortäuschung falscher Tatsachen hatte Emil nicht nötig. "Er stand gut im Gebäude", würde man in der Hundezuchtsprache sagen.

Seine Verkehrsampel am Hosenschlitz war für die Damen ein wichtiger Orientierungspunkt. Emils Triebwerk funktionierte außergewöhnlich gut!

Kapitel 5

So kam Emil eines Tages und erzählte aufgeregt über seine jüngste Errungenschaft. Zu seiner Klientel gehörte auch ein etwas älterer Zahnarzt, der schon seit Jahren dem Alkohol verfallen war, wie kein zweiter. Unzählige Entwöhnungskuren hatte er schon hinter sich. Der Doktor wurde immer nach kurzer Zeit rückfällig. Seine viel jüngere Frau, ebenfalls Zahnärztin, trieb seine Krankheit zur Verzweiflung und offenbar auch zur Untreue. Wie sich bald heraus stellen sollte.

Doktor Schiebukat war mal wieder soweit, um in eine Abstinenzler bürg eingewiesen zu werden. In seiner Trunksucht hatte er wieder getobt und wertvolles Geschirr zerschlagen. Danach war er in ein Delirium tremens gefallen. Es bestand höchste Gefahr für sein Überleben. Der chronische Alkoholmissbrauch hatte auch wieder eine hochgradige Bewusstseinstrübung mit Sinnestäuschungen hervorgerufen. Sein Hausarzt hatte ihn wieder stabilisiert und in eine Klinik eingewiesen, die im entferntesten Winkel der Republik lag. Alles sollte unauffällig über die Bühne gehen.

Schlagzeilen konnte das Ärzteehepaar nicht gebrauchen. Der Patient verlangte, dass Emil ihn dorthin fuhr und kein Krankenwagen. Das machte er zur Bedingung.

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