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Praktisches Lehrbuch zum Faszien Distorsions Modell in der Pädiatrie

Inhaltsverzeichnis
Praktisches Lehrbuch zum Faszien Distorsions Modell in der Pädiatrie
Geleitwort
Vorwort
Allgemeines
Faszien
Mögliche Krafteinwirkungen
Körpersprache
Körpersprache
Diagnose ohne Körpersprache
Triggerband
Definition
Klinische Zeichen
Ursachen
Untersuchung
Behandlungen von Triggerbändern
Wirbelsäulen Triggerband
Mögliche Körperhaltungen bei Wirbelsäulen Triggerbändern
Sterno-Cleido Triggerband
Colon Triggerband
Continuum Distorsion
Definition
Klinische Zeichen
Ursache
Untersuchung
Behandlung von Continuum Distorsionen
Behandlung einer Continuum Distorsion am Occiput
Behandlung einer Continuum Distorsion am Kiefer
Hernierter Triggerpunkt
Definition
Klinische Zeichen
Ursache
Untersuchung
Behandlung Hernierter Triggerpunkt
Supra-Claviculär Hernierte Triggerpunkte
Beckenboden Hernie
Bauchwand Hernie
Ösophagus Hernie
Faltdistorsion
Definition
Klinische Zeichen
Ursachen
Untersuchung
Behandlung von Faltdistorsionen
Behandlung von Faltdistorsionen
Globale Behandlung von Faltdistorsionen der Wirbelsäule
Behandlung einer Atlas Translation
Behandlung von Einfalt- und Entfaltdistorsionen im Bereich der Brustwirbelsäule
Faltdistorsionen der Schädelknochen
Zylinder Distorsion
Definition
Ursache
Untersuchung
Behandlung von Zylinder Distorsionen
Zylinder Distorsionen an der Halswirbelsäule
Behandlung von Zylinder Distorsionen am Bauch
Behandlung von Zylinder Distorsionen nach Injektionen
Tektonische Fixierung
Definition
Klinische Zeichen
Ursachen
Behandlung von Tektonischen Fixierungen
Behandlung von Tektonischen Fixierungen der Schädelknochen
Behandlung der Sutura Coronalis
Behandlung der Sutura spheno-squamosa
Behandlung der Sutura sagitalis
Behandlung der Sutura fronto-nasalis
Behandlung Sutura lambdoidea
Behandlung der Sutura occipito-mastoidea
Behandlung der Sutura temporo-zygomatica
Behandlung der Sutura zygomaticomaxillaris
Schwangerschaft und Geburt
Die Geburt
Normale Geburt
Geburtsanomalien
Nabelschnurumwicklung
Kaiserschnitt
Schädelasymmetrien
Plagiocephalien
Therapie
Brachiocephalie
Therapie
Differentialdiagnostik Kraniosynostose
Testverfahren
Krabbeln
Aufhängen
Kompression
Judorolle
Flexion
Extension
Literaturverzeichnis

Praktisches Lehrbuch zum Faszien Distorsions Modell in der Pädiatrie

Frank Römer

Geleitwort

Dieses Buch soll dazu dienen, das Faszien Distorsions Modell in der Pädiatrie auf eine einfache und verständliche Art und Weise zu vermitteln. Es soll nicht die Ausbildung zum Kinder-Therapeuten ersetzen, sondern vielmehr als ein Nachschlagewerk der praktischen und theoretischen Grundlagen dienen.

Dieser Text soll keinen Ersatz für den medizinischen Rat eines ­Arztes darstellen. Auf den folgenden Seiten werden Erwägungen und Behandlungen aufgezeigt für Patienten mit Verletzungen oder Erkrankungen. Es liegt in der Verantwortung des behandelnden Therapeuten, begründet durch seine Erfahrung und sein Wissen, die beste Therapie für jeden Patienten auszuwählen. Jeder Therapeut ist dazu angehalten die Situation so gut wie möglich zu beurteilen, bevor er sich für die Anwendung dieser oder anderer Therapien entscheidet. Ein guter Mediziner wird eine Behandlung auf die speziellen Notwendigkeiten jedes einzelnen Patienten anpassen. Der Autor kann nicht für Entscheidungen verantwortlich gemacht werden, die ein Mediziner trifft, ebenso wenig für Nebenwirkungen oder unerwünschte Resultate nach einer Behandlung, die in diesem Buch beschrieben werden.

Hinweis: In Deutschland kann die Anwendung des Faszien Distorsions Modells durch Personen, die keine Ärzte oder Heilpraktiker sind, als Ausübung der Heilkunde beurteilt werden. Physiotherapeuten und Osteopathen werden daher darauf hingewiesen, dass Sie zur Ausübung einiger FDM-Techniken vom Arzt oder Heilpraktiker ­beauftragt werden müssen.

Vorwort

Die Behandlung von Säuglingen hat im Faszien Distorsions Modell (kurz: FDM) bisher keine nennenswerte Rolle gespielt. Fehlt unseren kleinsten Patienten jede bisher mit der Zeit erlernte Körpersprache, so erscheint eine klassische Behandlung nach dem Faszien Distorsions Modell quasi unmöglich. Haben wir bisher immer den Patienten nach dessen Beschwerden gefragt, woraufhin sie uns bereitwillig gezeigt wurden, so ist diese Möglichkeit bei Säuglingen fast ausgeschlossen. Hier müssen wir uns vielmehr auf die Klinik und Palpation sowie auf unsere Erfahrungen im FDM verlassen.

Wie wir als FDM-Therapeuten wissen, ist eine Behandlung nach dem Faszien Distorsions Modell oftmals von Schmerzen begleitet – jedoch sehr erfolgreich. Finden wir bei unseren kleinen Patienten schmerzhafte Distorsionen, so bleibt uns eigentlich nichts anderes übrig, als den Säugling davon zu befreien. Leider ist dieser Vorgang für unsere kleinen Patienten ebenso schmerzhaft wie für die Großen. Hier stellt sich für den Kinder-Therapeuten die Frage, ob solch eine Behandlung mit seinem Gewissen zu vereinbaren ist. Aus meiner Sicht ist es nahezu die Pflicht des Therapeuten, den Säugling von seinem Leiden zu befreien! Fügen wir ihm kurzzeitig Schmerzen während der Behandlung zu, so tun wir dies mit den besten Absichten zum Wohle des Kindes.

Aufgrund der großen Geschmeidigkeit des Gewebes zu Beginn eines Lebens, erzielen wir schon innerhalb von 1-2 Behandlungen bereits große Erfolge. Dies macht gerade die FDM-Arbeit mit Säuglingen so interessant.

Wie schon bei meinem ersten Buch, werde ich mich auch hier überwiegend mit fremden Federn schmücken. Das vorliegende Werk konnte nur entstehen, weil einige geniale Köpfe vor meiner Zeit als FDM-Therapeut bereits Meilensteine in der Therapie gesetzt haben. Mein Ziel ist es nun, die Entwicklungen einiger großer Therapeuten zu filtern und mit meinen Erfahrungen in die Behandlung von Säuglingen umzusetzen. Zu den großen Therapeuten die mich hierfür inspiriert haben, gehört neben Andrew Taylor Still, William Sutherland, Stephen Typaldos auch Tom Esser. Gerade durch Letzteren habe ich meine Liebe zur Behandlung von Säuglingen und Kindern entdeckt. Hierfür gilt Dir, lieber Tom, rückwirkend noch mein außerordentlicher Dank.

Nun wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Buches viel Spaß und hoffe, zum einen Verunsicherungen bzw. Ängste vor der Behandlung von Säuglingen zu nehmen sowie einige lohnenswerte Ideen zu bieten.

Wenn nicht wir Therapeuten den Kindern helfen, wer dann?

Frank Römer, Juni 2015.

Allgemeines

Allgemeines

Faszien

Im FDM können wir 4 Arten von Faszien unterscheiden:

  • Bandartige Faszien
  • Zylindrische Faszien
  • Faltfaszien
  • Glatte Faszien

Zu 1.: Bandartige Faszien

Bandartige Faszie des Tractus iliotibialis.

Die Fasern der Bandartigen Faszie verlaufen überwiegend in eine Richtung. Zu dieser Kategorie gehören z.B. der Tractus iliotibialis oder die Achillessehne.

Die Aufgaben dieser Faszien sind:

  • Schutz vor senkrecht einwirkenden Kräften auf Gelenke und Gewebe (Zugkräfte).
  • Kraftübertragung auf den Knochen oder in anderes fasziales Gewebe.

Bei Neugeborenen ist diese Art der Faszie noch nicht besonders ausgeprägt, da sich der Fötus doch bisher in einer nahezu schwerelosen Umgebung befand und daher weder vor einwirkenden Kräften geschützt werden musste noch kraftvolle Bewegungen durchzuführen hatte.

Die am häufigsten vorkommenden Distorsionen der Bandartigen Faszien sind Triggerbänder sowie Continuum Distorsionen.

Zu 2.: Zylindrische Faszien

Zylindrische Faszie.

Die Zylindrische Faszie umringt große Abschnitte der Extremitäten, Rumpf, Rücken, Gefäße und Organe. An den Extremitäten wird sie als Fascia superficialis bezeichnet.

Aufgabe dieser Faszie ist:

  • Schutz von gelenkfernem Gewebe (z.B. Muskeln) vor Traktions- und Kompressionskräften.

Die häufigste Distorsion der Fascia superficialis ist die Zylinderdistorsion.

Zu 3.: Faltfaszien

Faltfaszie.

Die Faltfaszie umschließt Gelenkkapseln, bildet intermuskuläre Septen und interossäre Membranen.

Aufgabe der Faltfaszie ist:

  • Schutz von Gelenken vor auftretenden Traktions- und Kompressionskräften.

Die Distorsion der Faltfaszie ist die Faltdistorsion (Einfalt – Entfalt).

Zu 4.: Glatte Faszien

Glatte Faszie.

Die Glatte Faszie umhüllt Gelenke, Abdomen und Organe. Sie bildet Flächen von faszialem Gewebe, welches nicht faltbar ist.

Aufgabe der Glatten Faszie ist:

  • Sie sorgt für die Gleitfähigkeit von Gelenken, Muskeln, Organen und Gewebe.

Die Distorsionen, die wir in der Glatten Faszie vorfinden können, sind der Hernierte Triggerpunkt sowie die Tektonische Fixierung.

Allgemeines

Mögliche Krafteinwirkungen

Es gibt viele Möglichkeiten der Krafteinwirkung auf einen Körper. Durch die Analyse der zu einem Trauma geführten Kräfte können bestimmte Distorsionen ausgeschlossen und wiederum andere in Betracht gezogen werden. Dies ist jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt möglich und stellt keine 100prozentige Sicherheit dar, sondern sollte uns als ein weiteres Puzzleteil zur Vervollständigung unserer Diagnose dienen.

Tension

Traktionskräfte wirken auf den Körper und werden von bandartigen Faszien weitergeleitet. Übersteigt diese Kraft jedoch die Kompensationsfähigkeit des Gewebes, können an der Ansatzstelle zum Knochen Continuum Distorsionen entstehen. Wirkt die Zugkraft über einen längeren Zeitraum auf das fasziale Gewebe, so versucht der Körper der auftretenden Kraft entgegenzuwirken. Es kommt zur Einlagerung von Kalzium in das kollagene Bindegewebe, wodurch ein kalzifiziertes Triggerband entsteht/entstehen kann.

Compression

Wirken Kompressionskräfte auf einen Körper, so werden diese durch kompressionsresistentes Gewebe, wie z.B. die Bandscheibe, gepuffert. Trifft der Kompressionsdruck jedoch auf Bereiche, die nicht druckresistent sind (z.B. der Thorax), so entsteht ein großer intrathorakaler Druck. Dieser kann zu Hernierten Triggerpunkten führen. Des Weiteren können durch langandauernden Druck auf das Gewebe Tektonische Fixierungen entstehen.

Bending

Bei reiner Lateralflexion kann es auf der konvexen Seite durch auftretende Zugkräfte zu Continuum Distorsionen kommen. Auf der konkaven Seite können wiederum die entstehenden Kompressionskräfte zu Hernierten Triggerpunkten führen.

Shear

B

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