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Exzess im Orientexpress - Caprice

Inhalt

  1. Cover
  2. Inhalt
  3. Caprice - Die Erotikserie
  4. Über diese Folge
  5. Über den Autor
  6. Caprice - Maren und Sophie
  7. Titel
  8. Impressum
  9. Exzess im Orientexpress
  10. In der nächsten Folge …

Caprice – Die Erotikserie

Maren und Sophie sind beste Freundinnen und Journalistinnen bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Sie berichten von Events überall auf der Welt, die der internationale Adel, die High Society und Prominente aus dem Showgeschäft besuchen. Für ihre Artikel recherchieren sie knallhart – mit vollem Körpereinsatz …

Caprice ist eine Erotikserie, die monatlich in abgeschlossenen Folgen erscheint. In den einzelnen Folgen geht es mal härter und mal sanfter zu. Dafür sorgen die unterschiedlichen Autoren, die für diese Serie schreiben. Da jeder Autor seinen eigenen Stil hat, ist Caprice Folge für Folge ein neues erotisches Leseerlebnis.

Über diese Folge

Sex und Glamour – Caprice, die Erotikserie. Jeden Monat neu.

Als er schließlich in seiner ganzen Pracht vor ihr stand, war Maren endgültig von ihm angetan. Dieser Mann war wirklich hübsch anzusehen. Und so artistisch hatte sich noch nie jemand für sie ausgezogen. Das musste belohnt werden. Sie schob die Decke beiseite und winkelte die Beine an. Erst noch züchtig aneinandergedrückt und vom Nachtkleid bedeckt, öffnete sie ihre Schenkel ganz langsam, während sie den Stoff im gleichen Tempo nach oben raffte …

Über den Autor

Bella Apex ist ein Kind der späten Sechziger und lebt in einer aus Film und Fernsehen bekannten westfälischen Metropole. Seit 2010 coacht sie Menschen zum Thema »erfüllte Sexualität« und schreibt mit Liebe, Lust und Leidenschaft über die schönste Sache der Welt. Jetzt auch für Caprice. www.bella-apex.eu

Caprice – Maren und Sophie

Maren, die Unschuld vom Lande – das ist zumindest ihre Masche. Dass sie nicht so unschuldig ist, wie sie tut, haben schon die Dorfjungs, mit denen Maren in einem norddeutschen Kaff aufwuchs, am eigenen Leib erleben dürfen. Da sie die Jungs nur aus Langeweile vernaschte, zog es sie in die Großstadt, und sie landete bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Maren weiß, dass ihre mädchenhafte, naive Art den Beschützerinstinkt bei Männern weckt und nutzt diese Tatsache für ihre Zwecke. Trotzdem hofft sie, damit auch ihrem Mr. Right zu begegnen. Und so lange sie den noch nicht gefunden hat, vertreibt sie sich die Zeit mit den Stadtjungs …

Spontan, dominant, durchsetzungsstark – das ist Sophie, der selbstbewusste Vamp mit französischen Wurzeln. Aufgewachsen in einem Pariser Vorort hat sie früh gelernt, sich alleine durchzuboxen. Schon damals merkte sie, dass sie eine gewisse Anziehung auf Männer ausübt – und bekam auch so die Stelle beim BLITZ. Ihre neugierige Reporternase führt sie nicht nur zu exklusiven Topstorys, sondern auch in Situationen, bei denen sie ihre Phantasien ausleben kann. Denn das findet sie viel spannender, als die große Liebe zu suchen. Außerdem ist ihr Körper zu wertvoll, um nur von einem Mann bewundert zu werden …

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Bella Apex

Exzess im Orientexpress

Maren tastete sich vorsichtig an der Holzvertäfelung entlang durch den Gang. Der Teppich schluckte das Geräusch ihrer Schritte, und um sie herum war es so finster, dass sie längst die Orientierung verloren hatte. Das war mehr als besorgniserregend, weil es bekanntermaßen keine gute Idee war, nachts verwirrt und allein durch den dunklen Orient-Express zu irren. Sie musste unbedingt ihr Abteil wiederfinden, und zwar möglichst bald, sonst …

Ein spitzer Aufschrei zerriss die Stille.

Maren schreckte so hastig von der Rückenlehne hoch, dass ihr ein Stich in den Nacken fuhr, als wäre darin eine Sehne gerissen. Unwillkürlich sog sie die Luft ein und rieb sich mit der flachen Hand über die brennende Stelle. Gleichzeitig fixierte sie das matte Leselicht an der Decke, um die Nachwirkungen ihres unruhigen Schlafs so rasch wie möglich abzuschütteln. Sobald Schmerz und Albtraum ein Stück weit abgeklungen waren, hielt sie inne und lauschte, ob der Schrei sich womöglich wiederholte. Doch es blieb ruhig.

Also hatte sie wohl nur schlecht geträumt. So ein Blödsinn aber auch, schalt sie sich. Ich sollte einfach nicht so viele Krimis gucken. Dann bilde ich mir im Schlaf auch keine mörderischen Verfolger ein.

Dabei hatte der Traum ja durchaus einen wahren Kern. Immerhin war sie gerade nach Paris unterwegs, um dort den Orient-Express nach Istanbul zu nehmen. Der Zug war vor allem durch Agatha Christies Kriminalroman legendär geworden, in dem Meisterdetektiv Hercule Poirot einen mysteriösen Mord aufklärt. Ein sagenumwobener Klassiker, der es auch auf die Leinwand schaffte. Maren war indes klar, dass es sich bei der Lokomotive, in die sie in ein paar Stunden umsteigen würde, natürlich nicht um das Original handelte. Selbst wenn ein paar der alten Waggons wieder angekoppelt wurden, stellte der Zug dieser Tage größtenteils eine Neuauflage für gutbetuchte Nostalgiker dar.

Doch noch saß sie im ICE von Hamburg nach Frankfurt, wo sie offensichtlich während des Versuchs, sich auf ihren ungeliebten Auftrag vorzubereiten, eingenickt war. Kein Wunder bei der Stille, die hier herrschte. Zwar standen die Zeiger ihrer neuen Edel-Swatch aus Rosengold noch nicht einmal auf fünf Uhr in der Früh. Und außerdem reiste sie Erster Klasse, in der ohnehin weniger los war. Dennoch kam es ihr für einen Freitagmorgen auf einer der meistgenutzten Bahnstrecken Deutschlands ungewöhnlich ruhig vor. Fast schon ein bisschen unheimlich.

Maren beschied, dass es zumindest nicht schaden konnte, wenn sie sich einmal vorsichtig umsah. Langsam stand sie auf und drehte sich ein bisschen steif in alle Richtungen, um den Nacken nicht wieder zu reizen.

Soweit sie es in der zur Nacht herabgedimmten Schummerbeleuchtung erkennen konnte, waren die übrigen Sitze im Großraumabteil tatsächlich noch genauso leer wie bei ihrem Einstieg vor einer guten Stunde. Weit und breit war nicht einer der Anzugträger zu entdecken, die sonst so geschäftig wichtige Mitteilungen in ihre Laptops hackten oder unfreiwillige Zuhörer mit Dauerkonferenzen am Smartphone malträtierten.

Eigentlich genau so, wie sie es sich erhofft hatte, als sie ihrem Chefredakteur Walter Stein vor ein paar Tagen mühsam das Zugeständnis abgerungen hatte, für die aktuelle BLITZ-Reportage wenigstens Erster Klasse fahren zu dürfen. Sie fand, das war das Mindeste, was er ihr hatte anbieten können, wenn er ihr schon diesen elenden Auftrag aufs Auge drückte: Eine fünftägige Zugreise von Paris nach Istanbul! Und dabei waren die Anfahrten zu den jeweiligen Metropolen nicht mal mit eingerechnet!

Treffen musste es natürlich ausgerechnet sie, die Zugfahren aus tiefstem Herzen hasste. Was nicht nur daran lag, dass die anderen Fahrgäste ihr meistens gehörig auf die Nerven gingen. Sondern vor allem an den Umständen. Ständig lief doch irgendetwas schief, sobald man auch nur eine einzige Umsteigeverbindung zu bewältigen hatte. Und auf Marens Route lauerten gleich zwei davon! Die erste nachher in Frankfurt, wo ihr bei fahrplanmäßiger Ankunft kaum eine Stunde Zeit bleiben würde, in den Hochgeschwindigkeitszug TGV nach Paris zu wechseln, und die nächste dann in der Stadt der Liebe selbst, von wo aus der Orient-Express noch am gleichen Nachmittag nach Istanbul startete.

Was für ein Grauen! Aber noch schlimmer als die Vorstellung, möglicherweise einen der Anschlüsse zu verpassen und auf einem ungemütlichen Bahnhof ausharren zu müssen, war der Anlass für diese Reise. Denn im Orient-Express war Maren mit der erfolgreichen, aber als extrem verschlossen geltenden deutschen Schauspielerin Bela Carmon verabredet. »Beca – die Unberührbare«, wie die Künstlerin wegen ihrer zugeknöpften Art gern genannt wurde, hatte nämlich verlauten lassen, dass sie gedachte, den ersten Teil ihrer Memoiren auf den Markt zu bringen, bevor sie ein halbes Jahrhundert ihres Lebens vollendet haben würde. Damit das in den bis dahin verbleibenden achtzehn Monaten auch sicher klappte, hatte sie außerdem angekündigt, in dem Buch einen veritablen Skandal enthüllen zu wollen. Ihr Kalkül ging auf, sämtliche Medien rissen sich um sie.

Da die BLITZ jedoch eine der auflagenstärksten Zeitungen des Landes war, bot Beca ihr großzügig das alleinige Recht zum Vorabdruck an. Aber so exzentrisch wie die Dame war, gab es natürlich einen Haken an der Sache. Für dieses exklusive Arrangement machte Beca zur Bedingung, dass eine Redakteurin des Magazins sie an den Bosporus begleiten und ihre Story dabei aufzeichnen sollte. Die Kosten für Logis und Unterkunft im Orient-Express würde sie selbstverständlich übernehmen. Und die waren mit 14.000 Euro pro Nase nicht gerade gering.

»Das wird der Knüller«, hatte Stein frohlockt, als er Maren die frohe Botschaft überbrachte.

Ihr Stirnrunzeln ignorierte er geflissentlich.

»Aber bislang hat es doch noch niemand geschafft, diesen Kühlschrank von Frau zu knacken«, versuchte sie ihn umzustimmen. »Und warum, frage ich dich? Weil hinter dem ganzen arroganten Gehabe nämlich gar nichts Weltbewegendes steckt.«

»Quatsch.« Stein wischte ihren Einwand wie einen Haufen lästiger Brotkrümel vom Tisch.

»Walter. Diese Show zieht sie doch nur ab, um sich wieder ins Gespräch zu bringen. Sie wird einfach alt. Das ist der wahre Skandal für sie.«

»Schluss jetzt!«, hatte der Chef daraufhin verfügt. »Du bist für diese Aufgabe einfach prädestiniert. Da braucht es jemanden mit Fingerspitzengefühl, Empathie, Sensibilität. Und genau das ist meine Maren.«

Am liebsten wäre sie ihm an die Gurgel gegangen für diese alberne Schleimerei. Die hätte er sich sparen können, denn er ließ ihr ja sowieso keine Wahl.

Und so war sie nun hier im ICE gelandet und sah eine tödlich langweilige Beichte auf sich zukommen, die sie mit Sicherheit auch noch ausschmücken würde müssen, so peinlich genau wie die spröde Beca bekanntermaßen auf ihre Privatsphäre bedacht war.

Missmutig ließ Maren sich in das Polster zurücksinken und beschloss, die restliche Zeit wenigstens sinnvoll zu nutzen. Sie hatte vor, sich dermaßen intensiv in Becas Biografie einzulesen, dass die Diva sich noch wünschen würde, sie wäre doch lieber allein gereist und damit den bohrenden Fragen ihrer leibeigenen Reporterin entgangen.

Gerade, als sie anfing, die dafür zusammengetragenen Unterlagen zu sortieren, ertönte ein zweiter Schrei.

Erschrocken fuhr Maren zusammen.

Und entspannte sich im nächsten Moment einen kleinen Hauch, als nun ein heiseres Lachen folgte.

»Heeey! Du weißt doch, dass du ihr erst höflich ‚Hallo’ sagen musst, bevor du loslegst«, hörte Maren eine weibliche Stimme.

Was bitte war das denn?

Möglichst lautlos erhob sie sich wieder und linste über die Rückenlehne. Es war immer noch keine Menschenseele zu sehen. Und dennoch mussten irgendwo dort hinten mindestens zwei Personen anwesend sein, denn die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Wie auch die vorherigen Laute kam sie aus dem vorderen Bereich des Großraumabteils, wo es bloß noch in Richtung Triebwagen weiterging.

Wie passend.

»Och nö – das hab ich doch eben schon gemacht. Wie oft denn noch?« Das männliche Gegenstück protestierte mit scherzhaftem Unterton. Aber die Ungeduld war trotzdem deutlich hörbar.

»Bis ich ‚okay’ sage. Kapiert?«

Auch wenn sie ihren Worten eine verspielte Attitüde gab, hatte die Frau eindeutig die Hosen an. Oder wohl eher nicht mehr.

»Außerdem wird’s vielleicht besser, wenn ich auch endlich mal in Stimmung komme. Lass sehen.«

Maren traute ihren Ohren kaum. Lief da vorne jetzt wirklich das ab, wonach es sich gerade anhörte?

Sag, dass es nicht wahr ist, flehte Maren stumm.

Ein Rascheln, als würde jemand versuchen, seine Klamotten in Rekordzeit loszuwerden, ließ allerdings wenig Zweifel daran, was gleich passieren würde.

»Du meinst wegen der Vorfreude auf meinen besten Kumpel?«

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