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Experiment: Alpha-Station (Eine SF-Erzählung)

Gerd Maximovic

Experiment: Alpha-Station (Eine SF-Erzählung)





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

EXPERIMENT: ALPHA-STATION

Eine Erzählung

Band 3

von Gerd Maximovic

 

IN ALTER RECHTSCHREIBUNG

 

© dieser Digitalausgabe by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.alfredbekker.de

postmaster@alfredbekker.de

 

EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

EXPERIMENT: ALPHA-STATION, Eine Erzählung (Band 3) by Gerd Maximovič 2014

Cover: Steve Mayer

 

Der Umfang dieses Ebook entspricht 30 Taschenbuchseiten.

 

Die Edition Bärenklau bietet in mehreren Bänden die Möglichkeit für den eBook-Leser das breite Schaffen des Autors wiederzuentdecken. In seinen Novellen und Erzählungen spannt sich der Bogen von der ausgebeuteten Erde in den nahen Weltraum, bis in die unendlichen Weltraumtiefen.

Band 3 der Werkschau des Autors.

 

 

Die Sonne stand als gleißendes Auge im Weltraum. Jenseits ihres flammenden Leibes drehten sich schweigend die Sterne. Das Band der Milchstraße wirkte wie von zitternder Hand über den Himmel gegossen. In dem ungeheuren schwarzen Gewölbe, das aussah, als wäre es mit einem gigantischen Hammer geschmiedet, drehte sich riesengroß, als von blauen Fluten überspülter, watteübertupfter Ball die Erde. In dem Raum, der so schweigend dalag, schwang sich über einer gelben Flamme mit lautlosem Brüllen der JAGDHUND, eine Rettungsfähre, in die Höhe.

Die Besatzung des Pendlers - Scott, der Kapitän, an ihrer Spitze - lag bleich von dem Andruck, den man soeben überstanden hatte, aber nicht weniger blaß auch von der Botschaft in den Kissen, die man in der Auffangbastion aus einer Umlaufbahn empfangen hatte. Selten war ein Projektil in so großer Eile, mit so viel Wut, ja, mit Tränen der Enttäuschung, in den Himmel gejagt worden wie der JAGDHUND - jenes mit Waffen aller Art ausgerüstete Schiffchen, das jetzt der Zeit, die man gewissermaßen auf der Erde verschlafen hatte, hinterherflog.

Zuerst griff das Radar, dann das optische Auge nach der Alpha-Station, die sich knapp über dem Dunst der Ausläufer der Atmosphäre drehte. Ganz langsam kam die jetzt schweigende, die nun stumme Festung näher, von der sie noch eben den brüllenden Lärm gehört hatten - das tobende Kreischen, das Krachen und Knirschen, jene Formen der Todesangst, in der sich Forscher und Kreaturen geäußert hatten. Sie war, über den Bildschirm hereinziehend, ein gigantischer Reifen, der im Sonnenlicht silbern aufblitzte.

Unter den zahlreichen Bastionen, die die Erde umkreisten, gab es keine, auf der so geheime Dinge betrieben worden waren, wie an Bord Alphas. Da man an einen Unfall, an ein Scheitern auf der Plattform nicht glauben wollte, waren selbst Scott und seine Besatzung also nur in aller Eile notdürftig über das informiert worden, wovon man mangels genauerer Kenntnisse glaubte, daß es sich dort draußen zugetragen hatte - während sie vor dem Start zu ihrem Schiffchen hetzten.

Und nun - da der JAGDHUND schon seine tastenden Strahlen und seine gleitenden Lichter voraus warf - war mithin jener hell erleuchtete Reifen schweigend im Weltraum aufgegangen, schon dem bloßen Auge sichtbar - jenes Schmuckstück, jenes Non-plus-ultra der Technik, das man kaum noch überbieten konnte. Und zwar in einer Würde segelte dort das Rad im Glanz der Sonne und im Schein des Lichtes, das es selbst verstrahlte - als ob an diesem hervorgehobenen Platz buchstäblich für alle Zeiten niemals etwas geschehen könnte, das sich dem menschlichen Verstand entwinden würde.

 

In der Nacht hatte Dr. Brownmiller eine seltsame Unruhe ergriffen. Periodisch lag er wach in seiner Schlafkabine, schlug die Augen auf, um in die durch den schwachen Schein der Notlampen erhellte Dunkelheit zu blicken. Er ruhte nun fast zitternd in seinem Bette und wälzte sich wieder und wieder hin und her, während Schweiß seinen Körper bedeckte. Da er jetzt nicht mehr schlief, konnte er das Summen der Station hören.

Dr. Brownmiller, der Leiter des Projektes, war von Anfang an dabei gewesen. So vermochte er nach den vielen Wochen, die er an Bord Alphas verbracht hatte, selbst die kleinsten Geräusche zu unterscheiden, die aus der Tiefe des Rades aufstiegen. Während er lauschte, drang zu ihm das Summen der Generatoren, die den für den Reifen benötigten Strom produzierten, indem sie das Sonnenlicht über die großen, weiten Segel auffingen. Da war das Knacken der Spanten, wie sich das Wunderwerk drehte. Als er einen Augenblick den Atem anhielt, glaubte er gar, das Schmatzen in den Nährtanks werde deutlich, mit denen sie jenen besonderen Wirkstoff produzierten, der an Bord benötigt wurde.

War denn alles in Ordnung?

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