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Es ist bereits so!

Verfasser:

Neville Lancelot Goddard

Deutsche Fassungen von:

„The Law and the Promise“

und

„Out of this World“

Übersetzung und Zusammenstellung:

Benno Schmid-Wilhelm

Schrift und Schriftgröße des Haupttextes:
Georgia, 11 Punkt

Verlag:

ISBN:

Zum Geleit

„Sie werden feststellen,
dass alles im Jetzt existiert.
Sie werden nicht erst zu etwas,
Sie wählen nur den Zustand aus,
den Sie verkörpern wollen.
Zwar sieht es so aus,
als würden Sie zu etwas,
aber es ist jetzt bereits eine Tatsache.
Jeder Aspekt dieser Tatsache
ist bis ins Kleinste ausgearbeitet.“

In dem obigen Zitat spricht Neville etwas an, auf das er in seinen Büchern und Vorträgen immer wieder eingegangen ist: auf die Zustände.

Dabei unterscheidet er zwischen ewigen spirituellen Zuständen (das sind die in der Bibel genannten) und zwischen den von Menschen geschaffenen Zuständen.

Wenn Sie etwas anderes sein, erleben oder haben wollen als den aktuellen Zustand, entscheiden Sie sich zunächst für den Wunschzustand. Sie legen Ihr Ziel fest.

Dann fühlen Sie sich in einem schlafähnlichen Dämmerungszustand in ein höchstwahrscheinlich nach dem angestrebten Zustand eintretendes Ereignis hinein. Dieses Gefühl muss so real sein, als wäre die Idealsituation auf der physischen Ebene bereits verwirklicht. Es „vorzutäuschen“ reicht nicht aus!

Woran erkennen Sie, ob Sie Ihr Gefühl verändert haben?

Indem Sie sich ansehen, wie Sie nun, nachdem Sie sich mit der neuen Situation identifiziert haben, auf die Begebenheiten des Lebens reagieren. Falls Sie weiterhin so wie bisher reagieren, haben Sie noch Nachholbedarf. Es geht hier nicht um Stimmungen, sondern um ein völliges Hineinfühlen in die angestrebte Idealsituation!

Es geht auch nicht darum, andere Menschen zu ändern. Die einzige Änderung, die verlangt wird, betrifft ausschließlich Sie selbst!

In diesem Buch finden Sie deutsche Erstübersetzungen von zwei klassischen Büchern von Neville Goddard.

In den kostenlosen Bonuslektionen (Seite 197) erfahren Sie auf Wunsch weitere Erläuterungen und Techniken:

Die Telefontechnik

Die Revision (nachträgliche geistige Umgestaltung)

Das Hineinfühlen im schlafähnlichen Zustand

Die Rückblicktechnik („Ich weiß noch gut, wie ...“)

Doch Neville ging es um mehr als um das Erreichen irdischer Lebensziele. Er war einer der tiefgründigsten Mystiker und Bibelforscher, den das Abendland je hervorgebracht hat.

Falls die Bibel für Sie nicht relevant ist, steht es Ihnen natürlich frei, diese Passagen oder Seiten zu überspringen, wenn Sie aber aufgeschlossen und vorurteilslos genug sind, um sich mit Nevilles Auslegungen auseinanderzusetzen, wird sich Ihnen eine völlig neue Weltsicht erschließen.

Wenn es nach dem Willen seiner Mutter gegangen wäre, wäre Neville anglikanischer Priester geworden. Ihm war über die Bibel dasselbe beigebracht worden, wie Millionen anderer: dass sich diese Geschichten vor etwa zweitausend Jahren (und früher, wenn man das Alte Testament mit einbezieht) in Palästina abgespielt hätten.

Eines Tages hatte er eine Offenbarung, eine Vision. Von da an vertrat er die Auffassung, dass keine der in der Heiligen Schrift genannten Personen wirklich gelebt habe. Es handle sich, so Neville, nicht um sekuläre Geschichte, sondern die Personennamen stünden symbolisch für Bewusstseinszustände in jedem einzelnen Menschen.

Es ist durchaus möglich, dass Sie dem aufgrund Ihrer bisherigen Konditionierung nicht ohne Weiteres zustimmen können.

Was könnten Sie gewinnen, wenn Sie diese Möglichkeit zumindest in Betracht ziehen könnten?

Könnten Sie dadurch nicht einige unbewusste Muster aufdecken, die Ihr Verhalten steuern?

Könnten Ihnen diese Einsichten nicht dazu verhelfen, Ihr wahres Wesen besser zu begreifen?

 

Ein paar Worte zu Nevilles Lebensweg

Geboren 1905 in St. Michael, Barbados

Kam 1922, als Siebzehnjähriger, in die Vereinigten Staaten. Verdingte sich zunächst in New York bei einigen Gelegenheitsarbeiten und studierte dann Tanz und Schauspielerei.

War mit seiner Tanztruppe auf einer Englandtournee, wo er erstmals mit geisteswissenschaftlichen Themen in Berührung kam.

Heiratete als Neunzehnjähriger und hatte einen Sohn, Joseph Neville. Diese Ehe hielt nur etwa ein Jahr.

Lernte einen Rabbiner aus Äthiopien, Abdullah, kennen, bei dem er fünf Jahre lang Hebräisch, die Kabbala und esoterisches Christentum studierte.

Lies sich Anfang der Fünfzigerjahre in Los Angeles nieder, wo er auch im Fernsehen und Rundfunk auftrat und bis in die Siebzigerjahre hinein Vorträge im Wishire Ebell Theater hielt.

Lehrte jahrelang Techniken, wie der Mensch durch Einsatz seiner Vorstellungskraft seine Wirklichkeit erschaffen kann. Dafür verwendete er die Bezeichnung „The Law“ (das Gebot).

Ab 1959 veränderten sich seine Vortragsinhalte und es ging ihm mehr um „The Promise“ (die Verheißung).

Heiratete nach langer Trennungszeit erneut und hatte mit seiner zweiten Frau eine Tochter, Victoria.

Verstarb im Jahre 1972.

Originaltitel:

The Law and the Promise

Buch

1961

 

"So nun gehe hin
und schreib es vor ihnen nieder auf eine Tafel
und zeichne es in ein Buch,
damit es auf immer und ewig bleibe".

Jesaja 30,8

Zunächst darf ich den Hunderten von Männern und Frauen, die mir geschrieben haben, um mir von ihrer Anwendung der Vorstellungskraft zu berichten, um für sich selbst und andere mehr Gutes herbeizuführen, meinen aufrichtigen Dank aussprechen!

Mögen wir gegenseitig vom Glauben unserer Mitmenschen beflügelt werden, von einem Glauben, der unbeirrt von der unsichtbaren Realität der Vorstellungsbilder ausgeht.

Aus Platzgründen kann ich nicht sämtliche Zuschriften wiedergeben. Bei der schwierigen Aufgabe der Auswahl der Sichtung und Einordnung der Geschichten sind mir Ruth Messenger und Juleene Brainard tatkräftig zur Seite gestanden.

Neville

 

The Law and The Promise

Das Gebot und die Verheißung

 

Kapitel 1 „Das Gebot:“

Die Vorstellung führt zur Realität

„Der Mensch ist geistige Vorstellung,

Gott ist Mensch und existiert in uns und wir in ihm ...

Der ewige Körper des Menschen ist die Vorstellungskraft,

das heißt, Gott selbst.“

William Blake

(1757 - 1827)

In diesem ersten Teil des Buches möchte ich Ihnen anhand wahrheitsgemäßer Begebenheiten aufzeigen, wie die Realität durch die Vorstellung erschaffen wird.

Die Wissenschaft entwickelt sich weiter, indem Thesen erprobt und danach im Lichte der Erfahrungen entweder angenommen oder verworfen werden.

Die Behauptung, dass die Vorstellungskraft die Realität erschaffe, braucht deshalb auch nicht eingehender betrachtet zu werden, als dies im Bereich der Wissenschaft der Fall ist. Sie erbringt ihren Beweis in der Praxis.

Unsere Welt ist eine Welt der geistigen Vorstellung. Sogar das Leben selbst ist Vorstellung.

„Blake“, schrieb Professor Morrison von der Universität St. Andrews „betrachtete den Ursprung der Welt als göttliches Wirken, das mit dem, was wir Vorstellung nennen, identisch ist. Er sah seine Aufgabe darin, die unsterblichen Augen des Menschen nach innen auf die Welt des Denkens zu richten und auf die Ewigkeit zu lenken, und sie immer mehr dem Schoß Gottes, der menschlichen Vorstellungskraft zu öffnen.

Keine Erscheinung und kein Weiterbestehen erfolgt aus eigener Kraft. Ereignisse treten ein, weil sie von einer vergleichsweise stabil bleibenden Vorstellung geschaffen wurden und sie bleiben nur so lange aufrechterhalten, wie sie diese Unterstützung erhalten.

„Das Geheimnis der Vorstellungskraft“, schreibt Douglas Fawcett „ist das größte aller Probleme, deren Lösung der Mystiker anstrebt. Höchste Macht, höchste Weisheit, höchstes Entzücken eröffnen sich in der fernen Lösung dieses Rätsels.“

Sobald der Mensch das Rätsel der Vorstellungskraft gelöst hat, hat er auch das Geheimnis der Kausalität entdeckt. Dieses Geheimnis lautet: Die Realität wird durch die Vorstellungskraft geschaffen.

Der Mensch, dem bewusst ist, was er sich vorstellt, weiß deshalb auch, was er erschafft. Er erkennt immer mehr, dass das Schauspiel des Lebens auf der Bühne der Vorstellung - und nicht physisch - aufgeführt wird. Jede Aktivität ist an ihrem Ursprung ein Akt der Vorstellung. Eine wache Vorstellung wirkt absichtsvoll. Sie erschafft und bewahrt das Wünschenswerte und verwandelt oder zerstört das Unerwünschte.

Bei der göttlichen und der menschlichen Vorstellung handelt es sich nicht um getrennte Mächte, sondern um eine Einzige. Der Unterschied zwischen den scheinbar getrennten Mächten liegt nicht in der Substanz, mit der sie wirken, sondern im Ausmaß der Intensität der Wirkkraft.

Wird der Akt der Vorstellung mit hoher Spannung eingesetzt, so zeigt sich eine unmittelbare objektive Tatsache. Bei niedriger Zufuhr verwirklicht sich der Vorstellungsprozess erst nach einem längeren Zeitraum.

Doch unabhängig davon, ob die Vorstellungskraft intensiv oder verhalten eingesetzt wird, ist sie die „letztendliche, im Wesentlichen nichtgegenständliche Realität, von der aus das Materielle wie plötzliche Launen ausgespuckt wird.“

Nichts Materielles ist völlig von der Vorstellungskraft losgelöst. Die Abhängigkeit kann auf unterschiedlichen Ebenen gegeben sein. Alles, was auf der Welt besteht, verdankt sein Wesen auf irgendeiner Ebene der Vorstellungskraft.

„Die objektive Realität“, schreibt Johann Gottlieb Fichte „wird bloß durch die Einbildungskraft hervorgebracht“. Objekte scheinen so unabhängig von unserer Wahrnehmung zu sein, dass wir leicht vergessen, dass sie ihr Entstehen unserer Vorstellung verdanken.

Die Welt, in der wir leben, ist eine Welt der geistigen Vorstellung, und über seine Vorstellungsprozesse erschafft der Mensch die Realitäten und Umstände des Lebens.

Dies tut er entweder wissentlich oder unwissentlich.

Dieses kostbare Geschenk, die menschliche Vorstellungskraft, würdigt der Mensch viel zu wenig, und ein Geschenk ist praktisch nicht vorhanden, solange man es nicht bewusst besitzt und absichtsvoll nutzt.

Zwar ist allen Menschen die Fähigkeit zur Schaffung der Realität gegeben, aber diese Fähigkeit fristet ein Dornröschendasein, solange sich der Mensch ihrer nicht bewusst bedient. Auch wenn der Mensch im Kern der Schöpfung - in der menschlichen Vorstellung - lebt, ist er deshalb noch nicht klüger. Die Zukunft des Menschen wird nicht wesentlich von seinen Vorstellungsszenarien abweichen.

Aus diesem Grunde ist derjenige, der gewünschte Vorstellungsbilder absichtsvoll aufrufen kann, und sich diese Bilder so wirklichkeitsnah vorstellen kann, als erlebte er sie als Formen der Natur, Herr über sein Schicksal.

Die Zukunft ist die Vorstellungswelt des Menschen im schöpferischen Gärprozess. Die Vorstellungskraft ist die schöpferischte Macht überhaupt. Das gilt nicht nur für den Dichter, den Künstler, den Schauspieler oder Redner, sondern auch für den Wissenschaftler, den Erfinder, den Kaufmann und den Handwerker.

Was ihren Missbrauch in Form von unschönen Vorstellungsbildern angeht, sind die Folgen allenthalben zu sehen, aber ihr Missbrauch in Form unangebrachter Unterdrückung erzeugt eine Sterilität, die den Menschen um vielfältige Erfahrungen bringt.

Sich neuartige Lösungen für immer kompliziertere Probleme vorzustellen, ist lobenswerter, als von Problemen fortzulaufen. Das Leben ist ein ständiges Lösen immerwährender virtueller Probleme. Die Vorstellungskraft erschafft Ereignisse. Die aus der Vorstellung des Menschen erschaffene Welt umfasst unzählige gegensätzliche Auffassungen; aus diesem Grunde kann es einen völlig stabilen oder statischen Zustand niemals geben. Die heutigen Ereignisse bringen die gestern aufgestellte Ordnung wieder durcheinander. Einfallsreiche Männer und Frauen verstören den vormaligen beschaulichen Zustand ein ums andere Mal. Kuschen Sie nicht vor dem Diktat der Fakten und akzeptieren Sie das Leben nicht auf der Grundlage der äußeren Welt.

Bringen Sie die Vorherrschaft Ihrer Vorstellungsbilder über die Fakten zur Geltung und unterwerfen Sie ihnen alles! Halten Sie in Ihrer Vorstellung unbeirrt an Ihrem Ideal fest!

Nichts kann Ihnen die Verwirklichung dieses Ideals verwehren, außer Sie lassen davon ab, es sich innerlich rückschauend als bereits verwirklicht vorzustellen. Stellen Sie sich ausschließlich Zustände vor, die von Wert sind oder Gutes verheißen!

Wenn Sie versuchen, äußere Umstände zu verändern, bevor Sie Ihre inneren Vorstellungsbilder ändern, kämpfen Sie gegen die Natur der Dinge an. Eine dauerhafte äußere Veränderung kann es nur geben, wenn zuerst eine innere Veränderung der Vorstellungswelt stattgefunden hat!

Solange Ihr äußeres Tun und Verhalten nicht auch von einer Veränderung Ihrer Vorstellungsbilder begleitet wird, arrangieren Sie lediglich die Oberfläche etwas um. Indem Sie sich Ihren Wunsch als bereits erfüllt vorstellen, gelangen Sie in eine Einheit mit dem angestrebten Zustand, und in dieser Einheit verhalten Sie sich im Einklang mit dem veränderten Vorstellungsbild.

Das zeigt Ihnen, dass ein verändertes Vorstellungsbild zu einer Verhaltensänderung führt. Allerdings sind alltägliche Veränderungen der Vorstellungsbilder im Zuge des Übergangs von einem Zustand auf einen anderen noch keine umgestaltenden Verwandlungen, da auf jede dieser Vorstellungen eine weitere folgt, die in die gegenteilige Richtung weist.

Sobald jedoch ein Zustand so stabil geworden ist, dass er sich bei Ihnen zu einer dauerhaften Stimmungslage ausgeprägt hat und Ihre gewohnte Einstellung widerspiegelt, definiert dieser Zustand Ihren Charakter und stellt eine wahre Transformation dar.

Wie erreichen Sie dies?

Durch Selbsthingabe! Das ist das Geheimnis.

Sie müssen sich in Ihrer Liebe zu diesem Zustand geistig Ihrem erfüllten Wunsch hingeben und dabei im angestrebten neuen Zustand leben und den alten Zustand aufgeben.

Einer Sache, die Sie nicht lieben, können Sie sich nicht hingeben. Deshalb lautet das Geheimnis dieser Selbsthingabe: Glaube plus Liebe.

Glauben heißt, von etwas unglaublich Erscheinendem auszugehen!

Leben Sie sich in das Gefühl des erfüllten Wunsches hinein und glauben Sie, dass dieser Akt der Selbsthingabe auf der physischen Ebene Realität werden wird. Dass er Realität werden wird, ist unvermeidbar, da die Vorstellungskraft die Realität erschafft!

Die Vorstellungskraft ist sowohl aufrechterhaltender als auch umgestaltender Art. Sie ist insofern aufrechterhaltend und bewahrend, als sie die Welt aus den Bildern, die von der Erinnerung und von den Sinneseindrücken geliefert werden, erbaut.

Sie ist dann schöpferisch umgestaltend, wenn sie sich etwas ausmalt, das sein sollte, und ihre Welt dann aus dem großzügigen Fundus der Wunschbilder und Träume erschafft. Bei der Verarbeitung der Bilder nehmen die von den Sinnesorganen gelieferten naturgemäß den Vorrang ein.

Dennoch ist ein Sinneseindruck nichts anderes als ein Bild. Vom Wesen her unterscheidet es sich nicht von einem Erinnerungsbild oder vom Vorstellungsbild eines Wunsches. Was einen aktuellen Sinneseindruck so objektiv real macht, ist die Vorstellung des Menschen, der in diesem Eindruck lebt und von diesem aus denkt, wohingegen die Vorstellung des Menschen bei einem Erinnerungsbild oder einem Wunsch nicht im Bild wirkt und von dort aus denkt, sondern außerhalb dieses Bildes wirkt und an es denkt.

Wenn Sie sich in Ihr Vorstellungsbild hineinleben können, wissen Sie, was es heißt, schöpferisch umgestaltend zu sein. Dann verwirklichen Sie Ihren Wunsch und dann sind Sie glücklich.

Jedes Bild kann verkörpert werden. Aber erst, wenn Sie selbst gleichsam in das Bild hineinsteigen und von dort aus denken, kann es geboren werden. Deshalb ist es der Gipfel der Torheit, zu glauben, dass der bloße Zeitablauf bereits zur Erfüllung des Wunsches führen würde.

Was eine Besitzergreifung auf der Vorstellungsebene voraussetzt, um wirksam zu sein, kann nur über eigene Hineinbegeben in das Vorstellungsbild funktionieren. Sie können sich nicht in einem Bild befinden, ohne gleichzeitig die Auswirkungen des Nichtbefindens in einem anderen Bild zu erleben.

Die geistige Vorstellung ist ein spirituelles Gefühlserlebnis.

Fühlen Sie sich in den erfüllten Wunsch hinein und verleihen Sie ihm dann die sensorische Plastizität und die Lebendigkeit der Realität, indem Sie sich innerlich so verhalten, wie Sie sich verhalten würden, wenn Ihr Vorstellungsakt eine physische Tatsache wäre!

Das meine ich mit einem „spirituellem Gefühlserlebnis“. Stellen Sie sich vor, dass Sie eine Rose in der Hand halten.

Riechen Sie an ihr.

Wie duftet die Rose?

Die Rose ist nicht da, wieso können Sie dann ihren Duft riechen?

Über ein spirituelles Gefühlserlebnis.

Sie können dem Vorstellungsbild also über vorgestelltes Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken eine Lebendigkeit auf der Sinnesebene verleihen. Wenn Sie dies tun, wird alles zusammenwirken, um Ihnen bei der Ernte zu helfen und Sie werden rückblickend feststellen, wie raffiniert der Weg zu Ihrem Ziel eingefädelt worden war.

Wenn Sie sich von Ihrer gegenwärtigen Fixiertheit durch die Sinne lösen wollen und von einem anderen Leben träumen, brauchen Sie sich nur lebhaft vorzustellen, dass Sie bereits so sind, wie Sie es sich erträumen.

Sie fühlen sich so, wie Sie sich in der angestrebten Situation fühlen würden. Wie die Traumwelt eines Kindes, das sich die Welt nach seiner Fantasie zusammenbastelt, erschaffen auch Sie Ihre Welt aus dem Rohmaterial der Fantasie. Treten Sie geistig in Ihren Traum hinein, tun Sie innerlich das, was Sie tun würden, wenn es auf der physischen Ebene bereits so wäre!

Sie werden feststellen, dass Träume nicht von den materiellen Reichen verwirklicht werden, sondern von ein Einfallsreichen.

Zwischen Ihnen und der Erfüllung Ihrer Wünsche stehen lediglich Fakten, und Fakten sind die Ergebnisse von Vorstellungsbildern. Eine Änderung Ihrer Vorstellungsbilder bewirkt andere Fakten.

Der Mensch und seine Vergangenheit bilden eine durchgängige Struktur.

Diese Struktur beinhaltet sämtliche Fakten, die aufbewahrt wurden und nach wie vor unterhalb der Schwelle seines Tagesbewusstseins wirksam sind. Für ihn ist alles nur Geschichte. Ihm erscheint die Vergangenheit unveränderbar, tot und abgeschlossen.

Doch sie lebt. Da nichts verschwindet, kann der Mensch die Fehler seiner Vergangenheit nicht hinter sich lassen. Alles, was war, existiert immer noch. Die Vergangenheit existiert und wirkt sich immer noch aus. Der Mensch muss in der Erinnerung zurückgehen, die Ursachen des Übels aufdecken und vernichten, wie weit sie auch zurückliegen mögen. Dieses Zurückgehen in die Vergangenheit und das imaginäre Neudurchspielen einer Szene aus der Vergangenheit, jedoch diesmal so, wie sie idealerweise hätte ablaufen sollen, nenne ich „Revision“. Indem ich die Vergangenheit revidiere, hebe ich die Folgen auf.

Ihr Leben zu verändern, heißt, die Vergangenheit zu ändern. Die Ursachen eines jetzigen Ungemachs sind die geistig nicht revidierten Szenen der Vergangenheit. Vergangenheit und Gegenwart bilden die Gesamtstruktur des Menschen, sie bringen den gesamten Inhalt mit sich. Jede inhaltliche Veränderung führt zu einer Veränderung der Gegenwart und Zukunft.

Leben Sie vorbildlich, damit das Bewusstsein eine Vergangenheit abspeichern kann, die erinnerungswürdig ist.

Falls Ihnen dabei Fehler unterlaufen, sollten Sie sich des primären Korrektur- oder Heilmittels bedienen: der Revision.

So wie die Vergangenheit in die Gegenwart hereinwirkt, wird eine revidierte Vergangenheit ebenfalls in die Gegenwart hereinwirken, andernfalls wäre die Zusage „Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden“, eine Lüge.

Die folgenden Tatsachenberichte und Kommentare mögen Ihnen als Beweis dafür dienen, dass Vorstellungsbilder die Vorläufer der Realität sind. Die Erfahrungen anderer können Ihnen die eigenen Erfahrungen jedoch nicht ersetzen.

Nutzen Sie das „Gebot“ konstruktiv in Ihrem Leben.

Das ist die Absicht dieses Buches.

Kapitel 2

Darin verweilen!

„Mein Gott, heute kam mir zu Ohren,
dass nur der eine stattliche Behausung erbaut,
der darin zu verweilen gedenkt.
Welches Haus kann stattlicher sein als der Mensch?“

George Herbert
Englischer Schriftsteller
(1593 - 1633)

Ich wünschte, man könnte Herberts Gedichtzeile auf die stattlichen Träume des Menschen übertragen, aber leider ist unablässiges Bauen und verzögertes Bewohnen ein weitverbreiteter menschlicher Fehler. Warum sollte jemand eine „stattliche Behausung“ bauen, wenn er nicht „darin zu verweilen“ gedenkt? Wozu soll es gut sein, ein Traumhaus zu errichten und es nicht zu beziehen?

Das ist das Geheimnis derer, die wach im Bett liegen, während sie wahre Dinge träumen. Sie wissen, wie man so lange im Traum lebt, bis er Wirklichkeit geworden ist. Über einen gesteuerten Wachtraum kann der Mensch seine Zukunft vorherbestimmen. Dieser Vorstellungsprozess, dieses Erfühlen des erfüllten Wunsches, führt den Menschen über eine Brücke von Ereignissen zur Erfüllung des Traums. Wenn wir im Traum leben - von dort heraus, nicht aber von außen an ihn, denken - wird die schöpferische Vorstellungskraft unsere kühnen Fantasien beantworten und die Erfüllung des Wunsches wird uns unversehens zuteil.

Der Mensch ist durch und durch geistige Vorstellung. Deshalb muss der Mensch dort sein, wo er sich in seiner Vorstellung befindet, denn seine Vorstellung befindet sich in ihm selbst.

Es ist von äußerster Wichtigkeit, zu erkennen, dass die Vorstellungskraft nicht an die Sinne gebunden ist oder in den räumlichen Grenzen des Körpers festgehalten wird.

Auch wenn sich der Mensch durch die Bewegungen seines physischen Körpers im Raum bewegt, braucht er sich nicht darauf zu begrenzen. Er kann sich auch bewegen, indem er das verändert, was ihm bewusst ist.

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Viel Spaß!



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