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Energieeffizienz in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft

Inhaltsverzeichnis

  1. Hinweis zum Urheberrecht
  2. Impressum
  3. Vorwort
  4. 1   Grundlagen und Einführung
    1. 1.1   Energieeffizienz
      1. 1.1.1   Allgemeine Definition
      2. 1.1.2   Begriffsverständnis auf der EU-Ebene
      3. 1.1.3   Begriffsverständnis auf nationaler Ebene
      4. 1.1.4   Probleme durch das unterschiedliche Begriffsverständnis
    2. 1.2   Energieeinsparverordnung
      1. 1.2.1   Einführung
      2. 1.2.2   Die wichtigsten Begriffe im Rahmen der EnEV
      3. 1.2.3   Berechnungsverfahren der EnEV
      4. 1.2.4   EnEV 2007
      5. 1.2.5   EnEV 2009
      6. 1.2.6   EnEV 2014
    3. 1.3   Weitere gesetzliche Grundlagen
      1. 1.3.1   Wärmeschutzverordnung
      2. 1.3.2   Heizungsanlagenverordnung
      3. 1.3.3   Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich
      4. 1.3.4   Energieeinsparungsgesetz (EnEG)
    4. 1.4   Vorhaben im Zusammenhang mit der Energieeinsparung
      1. 1.4.1   EU-Green-Building-Programm
      2. 1.4.2   Normen zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz der deutschen und europäischen Bauindustrie
    5. 1.5   Nachhaltigkeit im Überblick
      1. 1.5.1   Definition, Einführung und Entwicklung
      2. 1.5.2   Nachhaltigkeit und Immobilien
    6. 1.6   Nachhaltigkeitsagenturen und Indizes: Messen von Nachhaltigkeit
    7. 1.7   Ökobilanzierung
  5. 2   Zertifizierungssysteme: Vor- und Nachteile/Kosten-Nutzen
    1. 2.1   Einführung
    2. 2.2   LEED
      1. 2.2.1   Grundlagen
      2. 2.2.2   Das Bewertungssystem
      3. 2.2.3   Der Zertifizierungsablauf
      4. 2.2.4   LEED und deutsche Vorschriften
    3. 2.3   BREEAM
      1. 2.3.1   Grundlagen
      2. 2.3.2   Das Bewertungssystem
      3. 2.3.3   Der Zertifizierungsprozess
    4. 2.4   DGNB
      1. 2.4.1   Grundlagen
      2. 2.4.2   Das Bewertungssystem
      3. 2.4.3   Der Zertifizierungsprozess
      4. 2.4.4   Nutzungsprofile
      5. 2.4.5   Beurteilung
      6. 2.4.6   Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen
    5. 2.5   Die drei Zertifizierungssysteme im Vergleich
      1. 2.5.1   Überblick
      2. 2.5.2   Weitere Besonderheiten
    6. 2.6   Weitere Zertifizierungen
      1. 2.6.1   Einführung
      2. 2.6.2   Schweiz: Minergie
      3. 2.6.3   Österreich: ÖGNI, ÖGNB, Klima aktiv
      4. 2.6.4   Frankreich: Haute Qualité Environnementale
      5. 2.6.5   Australien: Green Star
      6. 2.6.6   Japan: Comprehensive Assessment System for Building Environmental Efficiency (CASSBEE)
      7. 2.6.7   Weitere Zertifizierungen
    7. 2.7   Qualitätssiegel zur Förderung der Nachhaltigkeit im Wohnungsbau (NaWoh)
    8. 2.8   Weitere Ansätze für Gütesiegel, Labels oder Energieausweise in Deutschland
      1. 2.8.1   Dena
      2. 2.8.2   Energieausweis
      3. 2.8.3   Umweltzeichen der Hamburger HafenCity
    9. 2.9   Resümee
  6. 3   Green Lease (Grüner Mietvertrag): Inhalte, Klauseln, Standards, Trends
    1. 3.1   Einführung
    2. 3.2   Was ist ein „Green Lease“?
    3. 3.3   Beispielklauseln für gewerbliche Mietverträge
      1. 3.3.1   Einführung
      2. 3.3.2   Präambel und angestrebte Zertifizierung
    4. 3.4   Gebäudebezogene grüne Klauseln
      1. 3.4.1   Einführung
      2. 3.4.2   Renovierung/Modernisierung
    5. 3.5   Nutzungsbezogene Klauseln
      1. 3.5.1   Einführung
      2. 3.5.2   Reinigung und Abfall
    6. 3.6   Nutzerverhalten
    7. 3.7   Sonstige Klauseln
    8. 3.8   Übernahme von Green Leases aus dem Ausland?
    9. 3.9   Selbst nutzendes Non-Property-Unternehmen und private Eigennutzer
    10. 3.10   Wohnungsmietverträge
      1. 3.10.1   Einführung
      2. 3.10.2   Energetische Sanierung
    11. 3.11   Exkurs: Jenseits des Mietrechts – Arten von Modernisierungen und Sanierungen
      1. 3.11.1   Einführung
      2. 3.11.2   Möglichkeiten der Bestandsweiterentwicklung
      3. 3.11.3   Das Mieter-Vermieter-Dilemma
      4. 3.11.4   Erreichen der Klimaschutzziele durch Bestandssanierungen?
  7. 4   Weitere rechtliche Aspekte
    1. 4.1   Wärmecontractingverträge: Ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit?
      1. 4.1.1   Einführung
      2. 4.1.2   Contracting im Spiegel des Mietrechts
      3. 4.1.3   Handlungsempfehlungen für den Vermieter
      4. 4.1.4   Gewerbemietrecht
      5. 4.1.5   Ablauf eines Contractingprojekts: Was ist vor und nach der Vertragsunterzeichnung zu tun?
      6. 4.1.6   Wirtschaftliche Betrachtung
      7. 4.1.7   Resümee
    2. 4.2   Betroffene Ebenen und organisatorische Aspekte
    3. 4.3   Beispiele aus Verträgen, die die unterschiedlichen Ebenen betreffen
      1. 4.3.1   Einführung
      2. 4.3.2   Beispiel: Grüne Reinigung und andere betroffene Verträge
    4. 4.4   Umweltmanagement
      1. 4.4.1   Einführung
      2. 4.4.2   Die juristische Dimension
      3. 4.4.3   Umweltmanagementsysteme vor dem Hintergrund der Normen
      4. 4.4.4   Beispiele zum Umweltmanagement und zu Umweltmanagementsystemen
  8. 5   Bautechnik
    1. 5.1   Technische Aspekte der Nachhaltigkeit
      1. 5.1.1   Ein globales Dilemma
      2. 5.1.2   Lösungsansatz 1: Regulierung durch den Staat
        1. 5.1.2.1   Energy Performance Building Directive
        2. 5.1.2.2   Energieeinsparverordnung
        3. 5.1.2.3   Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz
      3. 5.1.3   Lösungsansatz 2: Ökonomisierung durch den Markt
      4. 5.1.4   High Energy Performance
        1. 5.1.4.1   Integrale Planung
        2. 5.1.4.2   Bauliche Einflussgrößen
        3. 5.1.4.3   Anlagentechnische Einflussgrößen
        4. 5.1.4.4   Betriebliche Einflussgrößen
      5. 5.1.5   Best Practice: Neubau DIAL, (D) Lüdenscheid 2013
        1. 5.1.5.1   Passivhauslogik
        2. 5.1.5.2   Dynamischer Gebäudebetrieb
        3. 5.1.5.3   Indikatoren
  9. 6   Nachhaltigkeit im Lebenszyklus einer Immobilie
    1. 6.1   Einführung
    2. 6.2   Gebäudebezogener Life-Cycle-Costing-Ansatz
      1. 6.2.1   Einführung
      2. 6.2.2   Das allgemeine Lebenszyklusmodell
      3. 6.2.3   Der erweiterte Life-Cycle-Costing-Ansatz
    3. 6.3   Modelle der Lebenszykluskostenberechnung im Vergleich
    4. 6.4   Nachhaltigkeit im Facility Management
      1. 6.4.1   Einführung
      2. 6.4.2   Besonderheiten der Nachhaltigkeit im Rahmen des Facility Managements
    5. 6.5   Nachhaltigkeit bei der Ankaufentscheidung
      1. 6.5.1   Einführung
      2. 6.5.2   Nachhaltige Immobilieninvestments
      3. 6.5.3   Angesprochene Teilbereiche der Due Diligence
      4. 6.5.4   Nachhaltige Investitionen bzw. Transaktionsstandards
      5. 6.5.5   Beispiel für die Umsetzung der Erkenntnisse der Due Diligence beim Vorliegen eines Zertifikats
      6. 6.5.6   Haftungsprobleme bezüglich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit?
  10. 7   Nachhaltigkeit in Immobilienorganisationen
    1. 7.1   Einführung
    2. 7.2   Corporate Social Responsibility im Allgemeinen und in der Immobilienwirtschaft
      1. 7.2.1   Definition: Was versteht man unter Corporate Social Responsibility?
      2. 7.2.2   Deutscher Nachhaltigkeitskodex
      3. 7.2.3   Corporate Social Responsibility im Licht der DIN ISO 26000
      4. 7.2.4   Unterstützung im Facility Management
      5. 7.2.5   Bisherige Implementierung von CSR-Strategien in die Immobilienwirtschaft und Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten
    3. 7.3   Nachhaltigkeitsberichterstattung
      1. 7.3.1   Einführung
      2. 7.3.2   Form der Berichterstattung
      3. 7.3.3   GRI-Leitfaden – Guidelines
      4. 7.3.4   Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Wohnungswirtschaft
      5. 7.3.5   Nachhaltigkeitskodex des Zentralen Immobilien Ausschusses
      6. 7.3.6   Einige weitere Normen für die Berichterstattung
      7. 7.3.7   Nachhaltigkeitsbewertung – Kennzahlen
      8. 7.3.8   Praxisbeispiele zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und zu angewandten Kennzahlen
      9. 7.3.9   Greenwashing: Alles nur Marketing?
    4. 7.4   Weitere Einzelthemen für die Immobilienwirtschaft im Überblick
      1. 7.4.1   Wertermittlung und Nachhaltigkeit
      2. 7.4.2   Nachhaltigkeit und Immobilienfinanzierung
  11. 8   Projektbeispiel/Fallstudie: Nachhaltigkeitsstrategie der IZ-Gruppe in Regensburg
    1. 8.1   Vorstellung des Unternehmens
    2. 8.2   Umfeldanalyse und Ableitung strategischer Ziele
    3. 8.3   Nachhaltigkeitskategorien der IZ-Gruppe
    4. 8.4   Quartiersentwicklung „Grüne Mitte“ in Regensburg
  12. Literaturverzeichnis
  13. Stichwortverzeichnis
  14. Arbeitshilfen online

[1]

Hinweis zum Urheberrecht

Abbildung

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Vorwort

Nachhaltigkeit ist nur eine von vielen Herausforderungen für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Man denke z. B. an die demografische Entwicklung, die Globalisierung und an die Ressourcenverknappung, die in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung hin zur Nachhaltigkeit steht. Das bedeutet aber auch, dass eine bewusste Orientierung an den bereits gebauten Immobilien, eine nachfrageorientierte Planung, eine Diversifizierung des Angebots, eine Entwicklung bzw. ein Ausbau wohnungsnaher Dienstleistungen und die Optimierung der Ressourcen- und Energieeffizienz unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes notwendig sind.[2]

Das Buch richtet sich an alle Immobilienverwalter und Immobilienakteure, die sich mit den Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auseinandersetzten wollen bzw. müssen. Es handelt sich hierbei um eines der großen Zukunftsthemen, das sowohl über die Gesetzgebung als auch durch zunehmenden Druck durch die Gesellschaft immer bedeutsamer wird. Deshalb behandelt dieses Buch – nach einer Einleitung und einigen Begriffserläuterungen in Kapitel 1.1 – die gesetzlichen Grundlagen der Energieeinsparung mit Schwerpunkt auf die Energieeinsparverordnung (Kapitel 1.2). In Kapitel 1 werden außerdem der Begriff der Nachhaltigkeit näher beleuchtet und das Konzept der Ökobilanzierung vorgestellt.

Im Anschluss geht es um Gebäudezertifizierungen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf DGNB, LEED und BREEAM, es werden aber auch andere Konzepte vorgestellt.

Danach geht es um rechtliche Belange, so vor allem um die Aspekte des Mietrechts in Bezug auf eine energetische Modernisierung, aber auch um Green Leases. Diese werden definiert und mithilfe von Beispiele vorgestellt. Weitere interessante rechtliche Aspekte sind z. B. das Wärmecontracting und das Umweltmanagement in Kapitel 4. Kapitel 5[3], geschrieben von Dipl.-Ing. Dietmar Half vom DIAL-Institut in Lüdenscheid, behandelt die Aspekte der Bautechnik im Einzelnen sowohl theoretisch als auch anhand eines Praxisbeispiels. Im Anschluss daran geht es um Nachhaltigkeit im Lebenszyklus einer Immobilie, wobei sowohl die Planungs- und die Bauphase als auch die Nutzungsphase betrachtet werden. Danach wird Nachhaltigkeit auf der Unternehmensebene thematisiert, so die Corporate Social Responsibility, die Nachhaltigkeitsberichterstattung und weitere Ansatzpunkte in Immobilienorganisationen.

Kapitel 8 stellt ein nachhaltiges Praxisprojekt vor, das in den Jahren 2008 bis 2014 realisiert wurde. Die Autoren dieses Beitrags sind Prof. Dr. Michael Bosch von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und Thomas Dietlmeier von der Immobilien Zentrum Holding AG.

1   Grundlagen und Einführung

1.1   Energieeffizienz

1.1.1   Allgemeine Definition

In den aktuellen energie- und klimapolitischen Diskussionen spielt der Begriff der „Energieeffizienz“ eine zentrale Rolle, und das sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene. Energieeffizienz ist ein Kernelement der zukünftigen politischen Strategien1. Aber: Energieeffizienz wird sowohl national als auch international und in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen nicht einheitlich definiert, und damit auch nicht einheitlich gemessen! Außerdem wird sie nicht klar vom Energiesparen abgegrenzt.

„Efficere“ bedeutet zustande kommen, bewirken, durchsetzen, eine Tat ausführen, fertigbringen oder hervorbringen. Damit wird klar: Es geht zum einen um den Prozess des „Zustandekommens“ und zum anderen um eine erzielte Wirkung2[4]. Unter Effizienz wird darüber hinaus – in Anlehnung an das ökonomische Prinzip – das Verhältnis zwischen Nutzen und Aufwand verstanden. Damit bezieht sich der Terminus „Energieeffizienz“ auf das Verhältnis von erzieltem Nutzen und eingesetzter Energie, wobei in der Regel nicht die absolute Energieeffizienz gemessen wird, sondern ihre prozentuale Steigerung oder ihr Kehrwert, die prozentuale Energieeinsparung oder die absolut erreichte Energieeinsparung3. Die allgemeine Definition besagt, dass Energieeffizienz ein Maß für den Energieaufwand ist, der zum Erreichen eines festgelegten Nutzens erforderlich ist4.

Außerdem kann Energieeffizienz aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden, so z. B. aus der gesamtwirtschaftlich aggregierten Perspektive mit Maßgrößen wie Primärenergieverbrauch je Einheit des Bruttoinlandsprodukts o. Ä. Eine weitere Perspektive ist z. B. die ingenieurwissenschaftliche mit dem Kernthema Energieumwandlungseffizienz auf der Energieangebots- bzw. Energiebereitstellungsseite. Dabei geht es um Themen wie den Wirkungs- bzw. Nutzungsgrad der Umwandlung, also um das Verhältnis von erzeugter Endenergie oder Nutzenergie zur eingesetzten Primär- oder Sekundärenergie in Form des Wirkungsgrads eines Kraftwerks, eines Heizungssystems oder auch eines Elektroherds. Den Energienachfrager interessiert vor allem die Endenergieeffizienz, in deren Mittelpunkt meist der physische Nutzen steht, der durch die Energieanwendung erzielt wird. Eine Steigerung der Endenergieeffizienz bedeutet, dass weniger Endenergie für dasselbe Maß an Mobilität bzw. Energieanwendung verbraucht wird. Zudem wird aus versorgungsökonomischer Sicht noch die versorgungsökonomische Endenergie- bzw. Nutzenenergieeffizienz unterschieden, z. B. bei der Abschaffung eines Pkws und dem kompletten Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr und dem damit verbundenen zusätzlichen Zeitaufwand5[5].

Bei der Abgrenzung zwischen Energieeffizienz und -effektivität wird immer darauf verwiesen, dass Effektivität den Grad einer Zielerreichung beschreibt, auf dessen Grundlage der Grad der Wirksamkeit gemessen werden kann und untersucht wird, ob die beabsichtigte Wirkung erreicht wird und die Wirkungsrichtung zieladäquat verläuft. Damit geht es um das Verhältnis vom erreichten zum definierten Ziel unter Einsatz aller Mittel6. Demgegenüber untersucht Effizienz nicht die Wirkungsrichtung, sondern die Wirtschaftlichkeit und das Kosten-Nutzen-Verhältnis einer Möglichkeit7. Sie setzt also Effektivität voraus8.

1.1.2   Begriffsverständnis auf der EU-Ebene

Auf der EU-Ebene taucht der Begriff „Energieeffizienz“ z. B. in der Energiedienstleistungsrichtlinie (EDL)9 auf und wird dort beschrieben als der Quotient aus Leistung, Ware oder Energie und dem Energieeinsatz. Energieeffizienz ist die Menge eines Guts, einer Leistung oder die Stärke eines Energiestroms, mit der eine bestimmte Menge an Energie hergestellt werden kann.[6]

Der Energieeffizienzfahrplan der Europäischen Kommission aus dem Jahr 201110 definiert Energieeffizienz als den Einsatz von weniger Energie bei einem gleichbleibenden Niveau der Wirtschaftstätigkeit oder Dienstleistung. In dem entsprechenden Dokument wird Energieeinsparung umfassender definiert als Energieeffizienz, wobei die Kommission einräumt, dass sich beide Begriffe nur schwer voneinander abgrenzen lassen. Dabei wird eine dynamische Betrachtung angewandt.

Der Europäische Rat veröffentlichte 2012 einen Kompromissvorschlag zur EU-Energieeffizienzrichtlinie11, in dem Energieeffizienz wieder als das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren oder Energie zum Energieeinsatz definiert wird. Die Definition entspricht hier also wieder der Definition, die schon die EDL-Richtlinie von 2006 beinhaltete.

Unabhängig davon ist die Energieeffizienz ein zentrales Element der europäischen Energiepolitik und einer der Eckpunkte der Strategie „Europa 2020“ der Europäischen Union für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum12. Das wird auch in anderen Dokumenten der EU deutlich, wobei das Fundament der verschiedenen Ansätze durch den Aktionsplan „Eine Energiepolitik für Europa“ aus dem Jahr 200713 und durch die Schlussfolgerungen, die der Europäische Rat14 aus ihm gezogen hat, gelegt wurde. Die Steigerung der Energieeffizienz stellt zusammen mit der Reduktion der Treibhausgase und dem Ausbau der erneuerbaren Energien eines der 20/20/20-Ziele der EU dar. Damit ist die Zielsetzung der mittlerweile aufgehobenen EDL-Richtlinie aus dem Jahr 2006 obsolet. In ihr wurden nationale Effizienzziele für die einzelnen Mitgliedsstaaten durch die EU festgelegt: Zwischen Anfang 2008 und Ende 2016 sollten die Mitgliedsstaaten 9 % des jährlichen Durchschnittsverbrauchs aller von dieser Richtlinie erfassten Endenergieverbraucher in den letzten fünf Jahren vor Umsetzung der Richtlinie eingespart werden – allerdings definiert in Endenergieverbrauch. Weder das 20-%- noch das 9-%-Ziel sind bei Nichterreichen strafbehaftet15[7].

In der neuen Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU vom 25.10.2012 wurden weitere Maßnahmen festgelegt, damit das 20-%-Ziel erreicht werden kann. In dieser Richtlinie werden nationale Einsparvorgaben von 1,5 % für den Zeitraum von Anfang 2014 bis Ende 2020 vorgesehen. Legt man diesen Kompromiss zugrunde, wird es nicht möglich sein, 20 % Einsparungen zu erreichen16.

1.1.3   Begriffsverständnis auf nationaler Ebene

Der Ausdruck „Energieeffizienz“ wird in Deutschland verstärkt seit der EG-Richtlinie 2002/91/EG, der Energy Performance of Buildings Directive (EPBD), verwendet, die die Grundlage des EnEG und der EnEV ist. Wie bereits erwähnt wurde, wird der Begriff „Energieeffizienz“ auch in Deutschland nicht einheitlich verwendet. Für das nationale Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) aus dem Jahr 2010 wurde die Definition der Energieeffizienz aus der Energiedienstleistungsrichtlinie übernommen. Damit geht es also um das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistung, Ware oder Energie zum Energieeinsatz17[8].

Die Bedeutung der Energieeffizienz ist auch in Deutschland hoch angesiedelt, so z. B. im Energiepaket18 vom Juni 2011. Dabei hat sich die Bundesregierung eigene Energieeffizienzziele gesetzt: Im Energiekonzept aus dem Jahr 2010 strebt Deutschland eine Reduktion des Primärenergieverbrauchs bis zum Jahr 2020 um 20 % gegenüber 2008 an. Bis zum Jahr 2050 soll die Reduktion sogar 50 % betragen – bei einer gleichzeitigen Steigerung der Energieproduktivität und einer Reduktion des Stromverbrauchs19.

1.1.4   Probleme durch das unterschiedliche Begriffsverständnis

Wie oben bereits dargestellt wurde, ist immer eine Bezugsgröße notwendig, um Aussagen über die Energieeffizienz treffen zu können. Ebenso wurde dargestellt, dass die Bezugsgröße in Abhängigkeit von der Betrachtungsebene eine andere ist. Die uneinheitliche und unklare Begriffsverwendung vereinfacht übergreifende Ansätze nicht, wobei die am häufigsten auftretende Unklarheit in der Begriffsverwendung die Unterscheidung zwischen einem Rückgang des absoluten und des spezifischen Energieverbrauchs ist. Mit anderen Worten: Energieeffizienz und Energieeinsparungen werden vermischt. Hinzu kommt, dass die bisherigen Definitionen der Energieeffizienz und die mit ihnen verbunden Zielvorgaben lediglich den Inputfaktor Energie als Bezugsgröße haben. Der übrige zur Erfüllung der Energieversorgungsaufgabe notwendige Ressourcenverbrauch wird nicht berücksichtigt20[9].

Steigende Energiepreise erhöhen für jedes Wirtschaftssubjekt den Anreiz, den individuellen Energieverbrauch zu senken. Geschieht das nutzenmaximierend, geht damit nicht selten eine Steigerung der Energieeffizienz einher21.

1.2   Energieeinsparverordnung

1.2.1   Einführung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) gehört zum deutschen Wirtschaftsverwaltungsrecht. Sie stammt ursprünglich aus dem Jahr 2001 und ist am 1.2.2002 in Kraft getreten. Die rechtliche Grundlage der EnEV ist das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), das Bauherren bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergiebedarf vorschreibt. Die EnEV gilt sowohl für Wohn- als auch für Bürogebäude und für bestimmte Betriebsgebäude. Sie löste die Wärmeschutzverordnung (WSchV) und auch die Heizanlagenverordnung (HeizAnlV) ab und stellt insoweit eine Zusammenfassung dieser beiden Verordnungen dar.

Auf die erste Fassung folgte die EnEV 2004 und eine Neufassung ab Oktober 2007, in der die Richtlinie 2002/91/EG über die Gesamteffizienz von Gebäuden umgesetzt wurde.

Die aktuelle EnEV, die im Jahr 2013 beschlossen wurde, dient der Umsetzung zweier EU-Richtlinien, nämlich der Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in der Neufassung und der Richtlinie 2012/27/EU.

Als Referenz in der EnEV gilt immer der Jahresprimärenergiebedarf im Vergleich zu dem eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie und Abmessung sowie vorgegebener technischer Eigenschaften. Ein weiterer Maximalwert ist ein vom Gebäudetyp abhängiger Grenzwert für den Transmissionswärmeverlust, der auf die wärmetragende Umfassungsfläche bezogen wird.[10]

Die EnEV gilt für in Deutschland belegene

  • Gebäude, die nach ihrem Verwendungszweck auf eine Innentemperatur von 19 °C und jährlich mehr als vier Monate beheizt werden.

  • Wohngebäude, die ganz oder deutlich überwiegend zum Wohnen genutzt werden.

  • Gebäude, die nach ihrem Verwendungszweck auf eine Innentemperatur von mehr als 12 °C und weniger als 19 °C und jährlich mehr als vier Monate beheizt werden, unter Einbeziehung ihrer Heizungsanlagen und ihrer raumlufttechnischen und zur Trinkwarmwasserbereitung dienenden Anlagen.

Von der EnEV ausgeschlossen sind

  • unter Denkmalschutz stehende Gebäude, soweit durch die zuständige Landesbehörde entschieden,

  • überwiegend der Tierhaltung dienende Betriebsgebäude,

  • großflächige Betriebsgebäude, die lang anhaltend offen gehalten werden müssen,

  • unterirdische Bauwerke,

  • der Aufzucht und dem Verkauf von Pflanzen dienende Gebäude wie z. B. Gewächshäuser und

  • Gebäude, die wiederholt aufgebaut und zerlegt werden müssen, z. B. Traglufthallen oder Zelte.

1.2.2   Die wichtigsten Begriffe im Rahmen der EnEV

Primärenergiebedarf

In der EnEV kommt der Begriff des Primärenergiebedarfs sehr häufig vor. Er berücksichtigt neben dem Endenergiebedarf für die Heizung und das Warmwasser die Verluste, die zwischen der Gewinnung des Energieträgers, seiner Aufbereitung und seinem Transport bis zum Gebäude sowie der Verteilung und Speicherung entstehen. Das Symbol für den Primärenergiebedarf lautet Qp[11]. Er errechnet sich bei Wohngebäuden mithilfe der Anlagenaufwandszahl ep, des Heizwärmebedarfs Qh und des Trinkwasserwärmebedarfs Qw aus der folgenden Formel:

Abbildung

Ein Bestandteil der Anlagenaufwandszahl ep ist der Primärenergiefaktor.

Endenergiebedarf

Unter Endenergiebedarf versteht man die berechnete Energiemenge, die bei deutschlandweit gemittelten Klimaverhältnissen zur Deckung des Heizwärme- und Trinkwasserwärmebedarfs einschließlich der Verluste der Anlagetechnik benötigt wird. Es handelt sich insoweit um einen Durchschnittsfaktor, denn die tatsächliche Höhe des Endenergiebedarfs hängt neben den örtlichen Klimaverhältnissen und Wetterschwankungen stark vom Gebäudenutzerverhalten ab.

Es ist aber auch möglich, Rückschlüsse auf die energietechnischen Qualitäten eines Gebäudes zu ziehen, indem der dokumentierte Strom-, Gas-, Holz-, Öl- oder Kohleverbrauch betrachtet wird.

Die EnEV beschreibt auch den Zusammenhang zwischen dem Primärenergiebedarf Qp, dem Endenergiebedarf QE, dem Primärenergiefaktor fp und dem Umrechnungsfaktor für Endenergie fU, der das Verhältnis von unterem Heizwert zu oberem Heizwert der verwendeten Brennstoffe beschreibt:

Abbildung
Heizwärme- und Trinkwasserwärmebedarf

Unter Heizwärmebedarf versteht die EnEV die errechnete Energiemenge, die z. B. durch Heizkörper an einen beheizten Raum abgegeben wird.

Der Trinkwasserwärmebedarf ist als die Energiemenge definiert, die dem Trinkwasser zur Erwärmung zugeführt werden muss, wobei Verluste, die bei der Energieumwandlung entstehen, sowie Verluste bei der Verteilung und sonstige technische Verluste nicht enthalten sind.[12]

1.2.3   Berechnungsverfahren der EnEV

Einer der Hauptunterschiede beim Nachweisverfahren gemäß EnEV wird in Bezug darauf gemacht, ob ein neues Gebäude errichtet oder ein Bestandsgebäude verändert wird.

Bei Neubauten, die Innentemperaturen von über 19 °C haben, müssen die Höchstwerte des Jahres-Primärenergieverbrauchs eingehalten und die Höchstwerte für den spezifischen Transmissionswärmeverlust nachgewiesen werden. Die Höchstwerte sind in Tabelle 1 des Anhangs der EnEV aufgeführt.

Neubauten, die Innentemperaturen von unter 19 °C oder ein Gebäudevolumen von unter 100 m³ haben, unterliegen indes geringeren Anforderungen, und damit auch einfacheren Nachweisverfahren.

Unabhängig vom Gebäude sind im Rahmen des sommerlichen Wärmeschutzes Sonneneintragskennwerte nachzuweisen.

Sollen Altbauten verändert werden, sind – in Abhängigkeit vom Umfang der Maßnahmen – entweder im Rahmen des Bauteilverfahrens Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) oder im Bilanzverfahren bestimmte Höchstwerte des Jahresprimärenergiebedarfs des ganzen Gebäudes einzuhalten. Die Grenze liegt hier bei Werten, die max. 40 % über denen für Neubauten liegen. Soll die beheizte Nutzfläche um mehr als 50 m² erweitert werden, müssen für den neuen Teil des Gebäudes die Anforderungen an Neubauten gemäß der EnEV[13] beachtet werden.

Was die anzuwendenden Regeln der Technik anbelangt, verweist die EnEV an vielen Stellen auf bestehende DIN/EN-Normen. Diese Normen gelten jedoch nicht in ihrer jeweils aktuellen Fassung, sondern in der Fassung, auf die sich der Verweis bezieht.

1.2.4   EnEV 2007

In die am 24.7.2007 beschlossene novellierte EnEV wurden viele Regelungen der vorherigen Verordnung übernommen. Es gab aber auch Veränderungen und Neuerungen. So kamen Anforderungen an Nichtwohngebäude und Verfahren zu ihrer energetischen Bewertung hinzu. Außerdem wurden Regelungen zur Berücksichtigung alternativer Energieversorgungssysteme und zum sommerlichen Wärmeschutz, zur Inspektion von Klimaanlagen und zu Energieausweisen für bestehende Gebäude eingeführt.

Bereits die EnEV 2007, in der die Heizanlagen- und die Wärmeschutzverordnung zusammengefasst wurden, führte dazu, dass mehr Aspekte in die Gebäudebilanzierung einbezogen wurden:

  • Dadurch, dass die gesamte Anlagentechnik in die Energiebilanz einbezogen werden musste, wurden erstmals auch die bei der Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Übergabe der Wärme entstehenden Verluste berücksichtigt. Damit verbunden war eine Umstellung von der im Raum zur Verfügung gestellten Nutzenergie auf die an der Gebäudegrenze übergebene Endenergie.

  • Der so ermittelte Energiebedarf wurde primärenergetisch bewertet, und zwar durch die Betrachtung der durch die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport des jeweiligen Energieträgers entstehenden Verluste in der Energiebilanz des Gebäudes. Dazu notwendig ist der Primärenergiefaktor. Er beruht auf dem Primärenergiebedarf (Qp[14]), der zusätzlich zum eigentlichen Energiebedarf an einem Energieträger die Energiemenge erfasst, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb der Systemgrenze bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt wird. Für die Berücksichtigung in der Energiebilanz muss der Energiebedarf in Abhängigkeit von den beteiligten Energieträgern mit dem Primärenergiefaktor (PEF, fp) multipliziert werden.

Damit ermöglichte es die EnEV 2007 erstmals, die Anlagentechnik und den Wärmeschutz in der Gesamtbilanz eines Gebäudes miteinander zu verbinden. So können Abhängigkeiten bzw. Kompensationen zwischen einer schlechten Wärmedämmung und einer effizienten Heizanlage erfasst werden.

1.2.5   EnEV 2009

Am 18.6.2009 beschloss die Bundesregierung die Änderung der EnEV. Am 6.3.2009 erfolgte nach einigen Änderungen die Zustimmung des Bundesrats, sodass die EnEV 2009 am 18.3.2009 angenommen wurde und ab dem 1.10.2009 in Kraft trat. Das Ziel der EnEV 2009 ist es, den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser in Gebäuden um etwa 30 % zu senken. Durch die Novellierung wurden zudem die Beschlüsse der Bundesregierung zum Integrierten Energie- und Klimaprogramm (IEKP) im Gebäudebereich umgesetzt.

Im Einzelnen ergaben sich die folgenden Veränderungen durch die EnEV 2009:

  • Neubauten

    • Die Obergrenze für den zulässigen Jahresprimärenergiebedarf wurde um durchschnittlich 30 % verschärft.[15]

    • Die energetischen Anforderungen an die Wärmedämmung der Gebäudehülle wurden um durchschnittlich 15 % erhöht; damit musste die Wärmedämmung der Gebäudehülle durchschnittlich 15 % mehr leisten als zuvor.

  • Altbaumodernisierung

    • Bei Altbaumodernisierungen, die mit größeren baulichen Veränderungen an der Gebäudehülle verbunden sind, z. B. Erneuerung der Fassade, der Fenster, des Dachs, wurden die energetischen Bauteilanforderungen um durchschnittlich 30 % verschärft. Alternativ wurde dem Bauherrn die Möglichkeit gegeben, sich für eine Sanierung auf das 1,4-fache Neubauniveau zu entscheiden. Diese Anforderungen betreffen sowohl den Jahresprimärenergiebedarf als auch die Wärmedämmung der Gebäudehülle.

  • Bestandsimmobilien

    • Die Anforderungen an die Dämmung der obersten nicht begehbaren Geschossdecken (Dachböden) wurden verschärft, indem verlangt wurde, dass sie bis Ende 2011 eine Wärmedämmung erhalten mussten. Es genügte aber auch eine Dämmung des Daches. Hiervon freigestellt waren weiterhin die Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, wenn der Eigentümer am 1.2.2002 bereits in dem Haus gewohnt hatte. Die Nachrüstpflichten waren vom späteren Erwerber des Hauses innerhalb von zwei Jahren nach Eigentümerwechsel zu erfüllen.

    • Hatte ein Gebäude eine Klimaanlage, die die Feuchtigkeit der Raumluft veränderte, mussten Einrichtungen zur automatischen Regelung der Be- und Entfeuchtung nachgerüstet werden.

    • Gebäude mit Nachtstromspeicherheizungen, die älter als 30 Jahre alt waren, sollten in größeren Gebäuden außer Betrieb genommen und durch effizientere Heizungen ersetzt werden. Größere Gebäude sind als Wohngebäude mit mindestens sechs Wohneinheiten und als Nichtwohngebäude mit mehr als 500 Quadratmetern Nutzfläche definiert. Die Pflicht zur Außerbetriebnahme sollte stufenweise zum 1.1.2020 einsetzen, es sei denn, das Gebäude erfüllte die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung 1995, der Austausch wäre unwirtschaftlich oder es stünden der Außerbetriebnahmepflicht öffentlich-rechtliche Vorschriften entgegen, die den Einsatz elektrischer Speicherheizsysteme vorschrieben, so z. B. durch Festsetzungen in Bebauungsplänen.[16]

    • Der Verordnungsvollzug sollte strenger überprüft werden, wobei bestimmte Prüfungen auf die Bezirksschornsteinfegermeister übertragen wurden. Zudem wurden Unternehmererklärungen eingeführt, um Nachweise bei der Durchführung bestimmter Arbeiten im Gebäudebestand zu erbringen.

    • Bußgeldvorschriften bei Verstößen gegen zentrale Vorschriften der EnEV wurden eingeführt. Dabei ging es vor allem um Verstöße gegen bestimmte Neu- und Altbauanforderungen der EnEV und um die Bereitstellung und Verwendung falscher Daten beim Energieausweis, die seit der EnEV 2009 als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden.

1.2.6   EnEV 2014

Einführung

Die EnEV 2009 hatte es also zur Aufgabe, den Energiebedarf bzw. -verbrauch von Gebäuden zu regeln. Die EU-Gebäuderichtlinie 2010/31/EU beinhaltete eine Verpflichtung der Regierungen, die Regelungen zum Ablauf des Jahres 2012 zu verschärfen. Die Umsetzung erfolgte in Deutschland mit der Verkündung der „Zweiten Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung[17]“ vom 18.11.2013, die am 1.5.2014 in Kraft getreten ist. Das bedeutet, dass sowohl für genehmigungspflichtige als auch für genehmigungsfreie Vorhaben, die nach diesem Tag begonnen werden, andere Regeln gelten – und zwar insbesondere bezüglich des Energieausweises sowie Berechnungsregeln und einige Anwendungsregeln für bedingte Anforderungen bei der Änderung bestehender Gebäude. Die Verschärfung der Anforderungen tritt zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Kraft.

In diesem Kapital werden die Veränderungen im Einzelnen beschrieben. Dazu sollte man wissen, dass die EnEV 2014 eine Änderungsverordnung ist, die aus drei Absätzen besteht. Allein der erste Absatz enthält 34 teils komplexe Änderungen.

Die EnEV ist ein wichtiges Instrument der Energiepolitik im Gebäudebetrieb, weshalb ihr wesentlicher Inhalt nach wie vor die energetische Qualität von Neubauten ist, einhergehend mit Anforderungen an die Modernisierung von Gebäuden und Anlagenteilen. Mit ihr wird das Ziel verfolgt, Energie im Gebäudebereich einzusparen, die Importabhängigkeit zu mindern und die Versorgungssicherheit zu stärken und auf diese Weise einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, denn der Energiebedarf für die Gebäudenutzung – insbesondere für Heizung, Warmwasser und Kühlung – hat mit etwa 31 % (ohne Berücksichtigung der Beleuchtung) einen erheblichen Anteil am gesamten Energieverbrauch.[18]

Die Bundesregierung war gemäß EU-Vorgaben dazu verpflichtet, die Änderungen 2012 umzusetzen. Der politische Wille der Bundesregierung ging aber dahin, auch die „Energiewende“ mit in die EnEV einzubauen. Außerdem musste zunächst das Energieeinsparungsgesetz geändert werden, was sich nicht zuletzt aufgrund intensiver Diskussionen in die Länge zog.

Nach wie vor haben viele der in der überarbeiteten Energieeinsparverordnung integrierten Änderungen ihren Ursprung im Kyotoprotokoll von 1997 und reflektieren das aus ihm hervorgegangene Ziel der Bundesregierung, den Gebäudebestand bis 2050 als beinahe klimaneutral einstufen zu können.

Aufbau der Änderungsverordnung

Bei der EnEV handelt es sich – wie erwähnt – formal um eine Änderungsverordnung. Das bedeutet, dass die Energieeinsparverordnung 2009 als Grundlage bestehen bleibt, es also keinen neuen Wortlaut gibt. Dieser Umstand führt in Verbindung mit den vielen Bestimmungen und Querverweise stellenweise dazu, dass die EnEV 2014 schwer verständlich und unübersichtlich ist, und das nicht nur für Laien.

Die Änderungsverordnung enthält drei Absätze:

  1. Im ersten Artikel gibt es insgesamt 34 Änderungen mit 20 und mehr einzelnen Änderungsbestandteilen oder auch Ersatzformulierungen, die mehrere Verordnungsseiten betreffen. So z. B. Abschn. 1. Hier wurde in § 1 ein völlig neuer Zweck zusätzlich zum Anwendungsbereich definiert.

    In den folgenden Beispielen wurde der Text der Änderungsverordnung durch Fettsetzung markiert und in die Fassung der EnEV 2009 eingebaut. Diese Zusammenführung ist nicht amtlich, weil die Änderungsverordnung nur den neuen Wortlaut und Einfügungshinweise umfasst22[19].

    § 1 Zweck und Anwendungsbereich

    (1) Zweck dieser Verordnung ist die Einsparung von Energie in Gebäuden. In diesem Rahmen und unter Beachtung des gesetzlichen Grundsatzes der wirtschaftlichen Vertretbarkeit soll die Verordnung dazu beitragen, dass die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung, insbesondere ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr 2050, erreicht werden. Neben den Festlegungen in der Verordnung soll dieses Ziel auch mit anderen Instrumenten, insbesondere mit einer Modernisierungsoffensive für Gebäude, Anreizen durch die Förderpolitik und einem Sanierungsfahrplan, verfolgt werden. Im Rahmen der dafür noch festzulegenden Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Niedrigstenergiegebäuden wird die Bundesregierung in diesem Zusammenhang auch eine grundlegende Vereinfachung und Zusammenführung der Instrumente, die die Energieeinsparung und die Nutzung erneuerbarer Energien in Gebäuden regeln, anstreben, um dadurch die energetische und ökonomische Optimierung von Gebäuden zu erleichtern.

    (2) Diese Verordnung gilt …

    Als weiteres Beispiel finden Sie hier den gesamten § 5, wiederum unter Kennzeichnung der Änderungen durch die neue EnEV.

    § 5 Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien

    (1) Wird in zu errichtenden Gebäuden Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt, darf dieser Strom von dem nach § 3 Absatz 3 und § 4 Absatz 4 berechneten Endenergiebedarf abgezogen werden, soweit er[20]

    1. im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zu dem Gebäude erzeugt wird und

    2. vorrangig in dem Gebäude unmittelbar nach Erzeugung oder nach vorübergehender Speicherung selbst genutzt und nur die überschüssige Energiemenge in ein öffentliches Netz eingespeist wird.

    Es darf höchstens die Strommenge nach Satz 1 angerechnet werden, die dem berechneten Strombedarf der jeweiligen Nutzung entspricht.

    (2) Der Strombedarf nach Absatz 1 Satz 2 ist nach dem Berechnungsverfahren nach Anlage 1 Nummer 2 für Wohngebäude und Anlage 2 Nummer 2 oder 3 für Nichtwohngebäude als Monatswert zu bestimmten. Der monatliche Ertrag der Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien ist nach DIN 18599-9:2011-12, berichtigt durch DIN V 18599-9 Berichtigung 1: 2013-05, zu bestimmen. Bei Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie sind die monatlichen Stromerträge unter Verwendung der mittleren monatlichen Strahlungsintensitäten der Referenzklimazone Potsdam nach DIN V 18599-10:2011-12 Anhang A sowie der Standardwerte zur Ermittlung der Nennleistung des Fotovoltaikmoduls nach DIN V 18599-9:2011-12 Anhang B zu ermitteln. Bei Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Windenergie sind die monatlichen Stromerträge unter Verwendung der mittleren monatlichen Windgeschwindigkeiten der Referenzklimazone Potsdam nach DIN V 18599-10:2011-12 Anhang E zu ermitteln.

  2. Art. 2 ermächtigt die Ministerien zur Neubekanntmachung des Wortlauts der geänderten Verordnung.[21]

  3. In Art. 3 wird das Inkrafttreten geregelt: Alle Vorschriften bis auf die Bußgeldbewehrung der energetischen Angaben in Immobilienanzeigen treten am ersten Tag des sechsten auf die Verkündung folgenden Monats in Kraft, also am 1.5.2014.

Verschärfung der Anforderungen durch die neue EnEV

§ 5 Abs. 1 Energieeinspargesetz gibt vor, dass die Anforderungen energiesparrechtlicher Verordnungen generell wirtschaftlich sein müssen. Um diesem Grundsatz zu genügen, hat der Verordnungsgeber die Grenzen einer sinnvollen Verschärfung fachgutachterlich untersuchen lassen23. Als Ergebnis ist es zu einer Reihe von Veränderungen gekommen, die zunächst für den Neubau, dann für Bestandsgebäude dargestellt werden.

Verschärfung der Anforderungen für den Neubau bzw. bei der Änderung, der Erweiterung und beim Ausbau von Gebäuden in Abschn. 2 der EnEV 2014

Die energetischen Anforderungen an Neubauten sowohl für Wohngebäude (§ 3) als auch für Nichtwohngebäude (§ 4) steigen ab dem 1.1.2016 um durchschnittlich 25 % des zulässigen Jahresprimärenergiebedarfs. Das wird durch Faktoren festgesetzt. Auf die Festlegung von Referenzausführungen wurde verzichtet.

Die Verschärfungen sind in den Anlagen 1 für Wohngebäude und 2 für Nichtwohngebäude detailliert festgelegt. Das zeigt der folgende Ausschnitt:

Abbildung

Abb. 1: Auszug aus Tabelle 1 (Ausführung des Referenzgebäudes) der Anlage 1 zu den §§ 3 und 9 an Wohngebäuden

Damit wäre der ab dem 1.1.2016 einzuhaltende Wert für Außenwände 0,21 W/(m²K).

Für Nichtwohngebäude findet sich eine identische Vorschrift in der Anlage 2 zu §§ 4 und 9 in der Tabelle 1 (Ausführung des Referenzgebäudes).[22]

Für die Anwendung der 25-%-Norm sind Ausnahmen formuliert: Hallenartige Zonen von Nichtwohngebäuden sind ebenso ausgenommen (vgl. Anlage 2 zu §§ 4 und 9, Abschnitt 1.1.2) wie alle Fälle, in denen sich die Neubauanforderung auf Maßnahmen an Bestandsgebäuden auswirkt.

Zudem werden die Anforderungen an die Mindestwärmedämmung der Gebäudehülle (zulässiger Wärmedurchgangskoeffizient) verschärft, und zwar um 20 % mit Wirkung zum 1.1.2016. Auch das wurde in die Anlagen aufgenommen, so z. B. – wie bereits dargestellt wurde – für Nichtwohngebäude in Anlage 2 Tabelle 2. Man geht davon aus, dass die Baukosten neuer Gebäude durch diese Verschärfung um rund 8 % steigen werden.

Abbildung

Abb. 2: Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden Umfassungsfläche von Nichtwohngebäuden

Ab dem 1.1.2021 dürfen alle Neubauten nur noch im Niedrigstenergiegebäudestandard errichtet werden. Gemäß den Vorgaben des EnEG gelten diese Vorgaben für öffentliche Gebäude bereits ab dem 1.1.2019. Dazu sollen bis Ende 2016 für öffentliche Gebäude und bis Ende 2018 für Wohngebäude Mindestqualitätsangaben für Niedrigstenergiegebäude eingeführt werden.

Vereinfachtes Nachweisverfahren durch die neue EnEV

§ 3 Abs. 5 EnEV sieht eine vereinfachte Berechnungsmöglichkeit für Wohngebäude vor. Das Ziel dieser Veränderung, die auf der Basis eines Forschungsprojekts entschieden wurde, ist es, bei bestimmten Wohngebäuden auf detaillierte energetische Berechnungen verzichten zu können. Das ist jedoch nur für diejenigen anlagentechnischen Ausführungen möglich, die das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz ausdrücklich von der Berechnungsnotwendigkeit ausnimmt. Außerdem kann das vereinfachte Verfahren erst eingesetzt werden, wenn die in der EnEV[23] vorgesehene amtliche Bekanntmachung angewendet werden kann. Der Grund für diese „Auslagerung“ ist, dass die Verordnung sonst zu umfangreich werden würde. Zudem kann der Verordnungsgeber durch die gefundene Regelung unabhängig von einer Novelle der EnEV nachrüsten. Bisher ist eine derartige Bekanntmachung noch nicht veröffentlicht, aber in zeitlicher Nähe zum Inkrafttreten geplant.

Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz in der neuen EnEV

Die EnEV formuliert in § 3 Abs. 4, dass zu errichtende Wohngebäude bezüglich des sommerlichen Wärmeschutzes die Anforderungen der Anlage 1 Nr. 3 einzuhalten haben. Für Nichtwohngebäude wird das in § 4 Abs. 4 EnEV identisch formuliert, indem auf Anlage 2 Nr. 4 erwiesen wird. Dabei wird in beiden Anlagen auf die DIN 4108-2:2013 mit dem Titel „Wärmeschutz im Hochbau“ hingewiesen, in deren Kapitel 8 die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz im Sommer behandelt werden. Der Zweck des ausreichenden baulichen sommerlichen Wärmeschutzes kann auf zwei Arten nachgewiesen werden, nämlich durch das vereinfachte und durch das ausführliche Verfahren. Beim vereinfachten Verfahren wird der Nachweis über eine Begrenzung der Sonneneintragskennwerte erbracht. Das ausführliche Verfahren sieht demgegenüber eine dynamische Gebäudesimulation vor.[24]

Für den Fall, dass sich unwirtschaftliche Anforderungen an die baulichen Veränderungsmaßnahmen ergeben, kann das ausführliche Verfahren genutzt werden, um die Grenze der Wirtschaftlichkeit der baulichen Maßnahme des sommerlichen Wärmeschutzes zu bestimmen.

Verweise auf die DIN V 18599:2011-12 und deren Berichtigungsblätter

Die Energieeinsparverordnung 2009 verweist schon auf die Vornorm DIN V 18599 in der Ausgabe 2007, die aber mittlerweile durch die DIN V 18599:2011-12 abgelöst ist. Das war u. a. notwendig, weil ein neues Referenzklima eingeführt wurde.

Die Energieeinsparverordnung verweist allerdings direkt auf die datierte Norm, weshalb die Neufassung bislang nicht angewendet werden durfte. Deshalb wurde bei der Novellierung der Energieeinsparverordnung auch dieser Verweis aktualisiert.

Für neue Gebäude, die unter das Übergangsrecht fallen, gilt weiterhin die EnEV 2009 einschließlich der DIN V 18599 in der Ausgabe 2007.

Gleiches gilt für die im Mai 2013 erschienenen Berichtigungsblätter zur DIN V 18599:2011-12. Auch hier war ein expliziter Bezug notwendig. Das erfolgt in der neuen EnEV z. B. in

  • § 5 Abs. 2 Satz 2, in dem es um die Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien geht,

  • Anlage 1 Nr. 2.1 Satz 1,

  • Anlage 2, Tabelle 1 in Zeile 4.1 und

  • Anlage 2 Nr. 2.1.1. Satz 1.

Veränderungen bei den Klimadaten

Der Deutsche Wetterdienst hat im März 2011 neue Restreferenzjahre für Deutschland bereitgestellt. Der bisherige Referenzstandort Würzburg, der voralpines Klima abbildet, wurde durch Potsdam ersetzt24[25]. Potsdam hat eine höhere mittlere Außenlufttemperatur und eine andere Luftfeuchte, mit der Folge, dass der Nutzenergiebedarf für Beheizung abnimmt, der für Kühlung jedoch ansteigt.

Andere Primärenergiefaktoren für Strom

Der Primärenergiefaktor für den nicht erneuerbaren Anteil für Strom sinkt mit dem Inkrafttreten der EnEV auf 2,425. Am 1.1.2016, wenn die primärenergetischen Verschärfungen eintreten, wird selbst der nicht erneuerbare Anteil des Primärenergiefaktors nochmals abgesenkt, und zwar auf 1,8.

Experten gehen davon aus, dass sich der Primärenergiefaktor wegen der Veränderungen bei der Stromerzeugung, so z. B. durch den steigenden Anteil erneuerbarer Stromerzeugung und durch den gesunkenen Stromanteil aus AKWs, ungefähr an das Niveau der fossilen Energieträger annähern wird26. Dieser Zusammenhang ist allerdings nicht unumstritten, weil der ins Verbundnetz eingespeiste Strom aus erneuerbaren Quellen – gerade aus Windenergie und Fotovoltaik – nicht mit dem Bedarf zusammenfällt27.

Anrechnung selbst erzeugten Stroms

Selbst erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien kann gemäß § 5 nur dann angerechnet werden, wenn er unmittelbar nach der Erzeugung oder nach einer vorübergehenden Speicherung im Gebäude verbraucht wird. Das anzuwendende Berechnungsverfahren und die Pflicht zur Ermittlung des Stromertrags als Monatswert werden ebenfalls festgelegt.[26]

Bestehende Gebäude: bauliche Veränderungen

Abschn. 3 der EnEV erfasst bestehende Wohn- und Nichtwohngebäude. Besonders interessant ist dabei neben der Frage, ob der Bestandsschutz aufgehoben wird, immer auch die Frage nach Gebäudeerweiterungen oder nach dem Ausbau von Gebäuden. Dazu wird in § 9 Abs. 1 auf die Darstellung der Änderungen in Anlage 3 Nr. 1 bis 6 EnEV verwiesen, in der – ebenfalls durch eingearbeitete Änderungen – auf sechs Bauteile verwiesen wird. Hierbei ist es zu einigen Erweiterungen gekommen, die in der folgenden Liste durch Fettdruck markiert sind:

  • Außenwände,

  • Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster und Glasdächer,

  • Außentüren,

  • Dachflächen sowie Decken und Wände gegen unbeheizte Dachräume,

  • Wände gegen Erdreich oder unbeheizte Räume (mit Ausnahme von Dachräumen) sowie Decken nach unten gegen Erdreich, Außenluft oder unbeheizte Räume,

  • Vorhangfassaden.

Hier müssen Wärmedurchgangskoeffizienten beachtet werden, die in Anlage 3 Tabelle 1 dargestellt werden, z. B. der neue 2f:

Abbildung

Abb. 3: Ausschnitt aus Tabelle 1 zu Anlage 3

Bestehende Gebäude: Nachrüstpflichten

Auf Wunsch des Bundesrats wurde die Pflicht zum Austausch alter Heizkessel28 erweitert. Bisher galt diese Regelung für Kessel, die vor 1978 eingebaut wurden. Nicht betroffen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben. Erfasst werden demnach nur Konstanttemperaturheizkessel, also „Standardheizkessel“. Der Anwendungsbereich der Pflicht ist folglich begrenzt. In der Praxis werden die Kessel ohnehin im Durchschnitt nach 24 Jahren ausgetauscht. Außerdem sind viele selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser von der Pflicht ausgenommen. Hier gilt die bereits seit der EnEV 2002 bestehende Regelung fort, derzufolge Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die am 1.2.2002 in diesen Häusern mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, von der Austauschpflicht ausgenommen sind. Im Falle eines Eigentümerwechsels muss der neue Eigentümer die Pflicht innerhalb von zwei Jahren erfüllen.[27]

Dämmung und Dämmpflichten

Das Dämmen einer Geschossdecke über beheizten Räumen im Bestand ist abhängig davon, ob der Mindestwärmeschutz gewährleistet ist, den die Baunorm vorgibt: Immer, wenn die Geschossdecke den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108 (Teil 2) nicht erfüllt, müssen die Eigentümer bis Ende 2015 so dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) höchstens 0,24 W/(m²K) beträgt.

Bei der Dämmung galt bislang immer dann ein relativ niedriger Grenzwert für die erforderliche Wärmeleitfähigkeit, wenn wenig Platz für Dämmstoff vorhanden war. Wie aus Anlage 3 Punkt 1 Außenwände hervorgeht, wurde dieser Grenzwert nun verschärft.

Sanierung bestehender Gebäude

Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist keine Verschärfung vorgesehen. Die Anforderungen bei der Modernisierung der Außenbauteile sind hier bereits sehr anspruchsvoll. Das zu erwartende Energieeinsparpotenzial wäre bei einer zusätzlichen Verschärfung im Vergleich zur EnEV 2009 nur gering.[28]

Deshalb werden an dieser Stelle die bereits bestehenden und durchaus schon anspruchsvollen Vorschriften der EnEV 2009 dargestellt:

  • Ausführende Unternehmen müssen dem Bauherrn beim Ändern und bei der Montage von Bau- oder Anlageteilen die Einhaltung der EnEV 2014 in einer Fachunternehmererklärung bestätigen.

  • Bei Ordnungswidrigkeiten sind Bußgelder von bis zu 50.000 EUR möglich, außer bei Verstößen gegen die Vorschriften zu den Energieausweisen. Hier liegt die Obergrenze bei 15.000 EUR, wenn es zu Verstößen gegen Anzeige- und Nachweispflichten kommt.

  • Für Änderungen an Gebäuden und Bauteilen existiert eine „Bagatellgrenze“. Wenn nicht mehr als 10 % der Gesamtfläche eines Außenbauteils verändert werden, gelten die in die EnEV 2014 übernommenen einzuhaltenden U-Werte der EnEV 2009 nicht.

  • Es liegt weiterhin im Aufgabenbereich des Bezirksschornsteinfegers die anlagentechnischen Bestimmungen und Nachrüstverpflichtungen zu überprüfen, u. a. auch die nachträgliche Dämmung von Rohrleitungen bei der Außerbetriebnahme von Heizkesseln.

  • Auch die einzelnen Anforderungen an die Gebäudehülle bleiben bestehen.

  • Im Bestand kann ein Einzelbauteilnachweis geführt werden. Dann wird die energetische Qualität der Gebäude nicht mittels eines Wärmedämmwerts (U-Wert), der im Durchschnitt über die gesamte Gebäudehülle einzuhalten ist, überprüft, sondern für jedes Bauteil einzeln, wobei ein geändertes Bauteil den festgelegten U-Wert nicht überschreiten darf.

Die folgende Tabelle erlaubt einen Überblick über die Anforderungen in Bezug auf die Wärmedurchgangskoeffizienten für verschiedene Außenbauteile von Wohngebäuden gemäß Anlage 3 der EnEV 2014.[29]

BauteilMaßnahmeWärmedurchgangskoeffizient, Höchstwert Umax
Außenwände
  • Ersatz oder neuer Einbau
  • Erneuerung mit Bekleidungen wie Platten oder Verschalungen wie Vorsatzschalen
  • Erneuerung des Außenputzes
durchschnittlich 0,24 W/(m²K)
Fenster und Fenstertüren
  • Ersatz oder Einbau eines Fensters
  • Einbau von zusätzlichen Vor- und Innenfenstern
1,3 W/(m²K)
Dachflächenfenster
  • Ersatz oder Einbau eines Fensters
  • Einbau von zusätzlichen Vor- und Innenfenstern
1,4 W/(m²K)
Verglasungen
  • Ersatz der Verglasung oder verglaster Flügelrahmen
1,1 W/(m²K)
Vorhangfassaden (nach DIN EN 13947007/07)
  • Ersatz Neueinbau
1,5 W/(m²K)
Glasdächer, die an Außenluft angrenzen
  • Ersatz
  • neuer Einbau oder Ersatz von Verglasungen oder verglaster Flügelrahmen
2,0 W/(m²K)
Fenstertüren mit Klapp-, Falt-, Schiebe- oder Hebemechanismus
  • Ersatz
  • neuer Einbau
1,6 W/(m²K)
Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster mit Sonderverglasungen
  • Ersatz
  • neuer Einbau
2,0 W/(m²K)
Sonderverglasungen
  • Ersatz von Verglasungen
  • Ersatz verglaster Flügelrahmen
1,6 W/(m²K)
Vorhangfassaden (nach DIN EN 13927: 2007-07) mit Sonderverglasungen2,3 W/(m²K)
Dachflächen einschließlich Dachgauben, Wände gegen unbeheizten Dachraum einschließlich Abseitenwänden, oberste Geschossdecke
  • Ersatz
  • neuer Einbau
0,24 W/(m²K)
Dachflächen mit Abdichtung
  • Ersatz
  • neuer Einbau
0,20 W/(m²K)
Wände gegen Erdreich oder unbeheizte Räume (mit Ausnahme von Dachräumen) sowie Decken nach unten gegen Erdreich oder unbeheizte Räume
  • Ersatz
  • neuer Einbau
0,30 W/(m²K)
Fußbodenaufbauten
  • Ersatz
  • neuer Einbau
0,5 W/(m²K)
Decken nach unten an Außenluft
  • Ersatz
  • neuer Einbau
0,24 W/(m²K)[30]

Tab. 1: Anforderungen an die Energieeffizienz von Bauteilen in Wohngebäuden

Hinweis:

Bauherren sollten sich aufgrund der relativ komplexen Bestimmungen gerade bei Maßnahmen an Bestandsgebäuden in der Planung genau darüber informieren, inwieweit, die von ihnen durchgeführten Arbeiten unter die EnEV 2014 verbunden mit strengeren baulichen Anforderungen fallen. Dies ist im Rahmen der Maßnahmenkalkulation in der Form einer Investitionsrechnung, bei der auch Amortisationszeiten der Investitionen bzw. deren Rentabilität berechnet wird, intensiv mit dieser Thematik befassen bzw. sich entsprechend beraten lassen.

Energetische Inspektion von Klimaanlagen

§ 12 EnEV 2014 wurde ebenfalls verändert bzw. neu gefasst und bedingt eine Verschärfung der Inspektionsvorschriften für Klimaanlagen, und der damit zusammenhängenden Bußgeldvorschriften. Die Aufgaben der inspizierenden Person wurden erweitert. Sie muss die Ergebnisse der Inspektion und Ratschläge in Form von kurz gefassten fachlichen Hinweisen für Maßnahmen zur kosteneffizienten Verbesserung der energetischen Eigenschaften der Anlage, für ihren Austausch oder für Alternativlösungen mit in den Inspektionsbericht aufnehmen. Hinzu kommt die Verpflichtung, die nach § 26c Abs. 2 zugeteilte Registriernummer in den Inspektionsbericht einzutragen.[31]

Registriernummern nach § 26 EnEV

Für die Erstellung eines Inspektionsberichts nach § 12 oder eines Energieausweises muss bei der zuständigen Behörde eine Registriernummer beantragt werden. Hierbei kommt vornehmlich ein elektronisches System zum Einsatz; eine Antragstellung in Papierform ist nur zulässig, wenn die elektronische Antragstellung für den Antragsteller eine unbillige Härte bedeuten würde.

Bei der Antragstellung sind der Name und die Anschrift der antragstellenden Person, das Bundesland und die Postleitzahl der Belegenheit des Gebäudes, das Ausstellungsdatum des Inspektionsberichts oder des Energieausweises anzugeben. Außerdem müssen beim Ausstellen von Energieausweisen die Art des Energieausweises (Energiebedarfs- oder Energieverbrauchsausweis) und die Art des Gebäudes (Wohn- oder Nichtwohngebäude, Neubau oder bestehendes Gebäude) benannt werden.

Im Zuge des Registriersystems werten die Behörden die Daten umfassend, aber nicht personenbezogen aus (§ 26e EnEV 2014). Die Auswertung umfasst:

  • die Art des Ausweises (Bedarf, Verbrauch),

  • den Anlass der Ausstellung (Verkauf, Neuvermietung),

  • die Art des Gebäudes (Wohn- oder Nichtwohnbau, Neubau oder Bestand),

  • die Gebäudeeigenschaften (Wärmeschutz der Gebäudehülle und Anlagentechnik),

  • die Energiekennwerte (Endenergiebedarf oder -verbrauch, Primärenergiebedarf oder -verbrauch),

  • die Energieträger für Heizung und Warmwasser,

  • erneuerbare Energien und

  • das Land und den Landkreis des Gebäudes, nicht den Ort.

Stärkung des Vollzugs der EnEV – Bußgeldvorschriften
[32]

Dies betrifft vor allem die Einführung unabhängiger Stichprobenkontrollen durch die Länder für Energieausweise und Berichte über die Inspektion von Klimaanlagen (gemäß EU-Vorgabe).

Auch nicht erfüllte Nachrüstpflichten im Bestand werden als Ordnungswidrigkeiten definiert. Eine ausführliche Darstellung der relevanten Bußgeldvorschriften steht auf EnEV-online zur Verfügung29.

Energieausweise

Abschn. 5 der EnEV 2014 beschäftigt sich intensiv mit den Energieausweisen und mit Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz. § 16 regelt hierzu die Ausstellung und Verwendung von Energieausweisen. Er führt erweiterte Angabepflichten ein, die dem Informationsbedürfnis von Käufern und Mietern stärker entgegenkommen sollen. Deshalb müssen sie z. B. auch Endenergiekennwerte in Verbindung mit den zu erwartenden Heizkosten und Primärenergiekennwerte enthalten sowie Angaben über die Auswertungsart. Soweit ein Energieausweis vorliegen muss, besteht im Einzelnen die Pflicht,

  • dessen Art (Energiebedarfs- oder Energieverbrauchsausweis) (Abs. 1 Nr. 1) und

  • den dort genannten Wert (Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch) (Abs. 1 Nr. 2) anzugeben,

  • die wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes (Abs. 1 Nr. 3) sowie

  • bei Wohngebäuden das im Energieausweis genannte Baujahr (Abs. 1 Nr. 4) und

  • die dort genannte Energieeffizienzklasse (Abs. 1 Nr. 5) zu nennen.

Nicht unter diese Pflicht fallen z. B. Inserate an Schwarzen Brettern oder nicht kommerzielle Foren im Internet.[33]

Die Angabepflicht geht bei Nichtwohngebäuden sogar noch weiter und umfasst eine getrennte Unterscheidung zwischen Endenergiebedarf bzw. -verbrauch für Wärme und Strom.

Abs. 3 vermindert die Angabepflicht für Energieausweise, die nach dem 30.9.2007 und vor dem 1.5.2014 ausgestellt wurden sowie für Energieausweise nach § 29 Abs. 1. In § 29 sind Übergangsvorschriften für Energieausweise und Aussteller genannt. Abs. 1 bezieht sich auf Energiebedarfsausweise für Wohngebäude, die vor dem 1.10.2007 ausgestellt wurden. Sie werden als Energieausweise im Sinne der EnEV anerkannt und gelten ab dem Tag der Ausstellung zehn Jahre. Gleiches gilt für vor dem 1.10.2007 ausgestellte Energieausweise von Gebietskörperschaften, die einige weitere Bedingungen erfüllen, und für Gebäude, die in den Anwendungsbereich der am 25.4.2007 beschlossenen Bundesrats-Drucksache 282/07 fallen.

Die Regelung betrifft allerdings nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden. Liegt also für ein zum Verkauf oder zur Vermietung anstehendes Wohngebäude ein gültiger Energieausweis nach bisherigem Recht (also ohne Angabe einer Energieeffizienzklasse) vor, besteht keine Pflicht zur Angabe einer Klasse in der Immobilienanzeige. Aus diesem Grund werden sich die Energieeffizienzklassen erst nach und nach auf dem Markt etablieren.

Hinweis:

Der werbende Verkäufer oder Vermieter sollte das Ausstellungsdatum bzw. die geltenden Fristen für sein Gebäude bzw. seinen Energieausweis überprüfen.[34]

Für Energieausweise richten sich die in § 16a EnEV 2014 genannten Pflichten nach § 29 Abs. 2 und 3. Hier sind andere – erleichterte – Energiekennwerte bzw. nachvollziehbare Energieeffizienzklassen hinterlegt, die in Anlage 10 zur EnEV 2014 dargestellt werden. Die Energieeffizienzklassen reichen von A+ bis H und hängen vom Endenergieverbrauch oder -bedarf ab:

EnergieeffizienzklasseEndenergie [kWh/m²/a]
A+< 30
A< 50
B< 75
C< 100
D< 130
E< 160
F< 200
G< 250
H> 250

Tab. 2: Anlage 10 zur EnEV 2014: Einteilung in Energieeffizienzklassen

Die neuen Effizienzklassen im Energieausweis sollen vor allem das Bewusstsein für den Energieverbrauch auf lange Sicht schärfen und damit auch zu einem wichtigen Kriterium bei der Auswahl einer Wohnung werden. Die erreichte Energieeffizienzklasse wird im Energieausweis in größerer Schrift dargestellt. Dazu dient eine von grün über gelb ins Rote laufende Skala.

Vorlagepflicht für Energieausweise

Die neue EnEV präzisiert auch die bereits bestehende Pflicht zur Vorlage des Energieausweises gegenüber potenziellen Käufern und Mietern. Bisher mussten Energieausweise lediglich „zugänglich“ gemacht werden. In der neuen Präzisierung wird festgeschrieben, dass das zum Zeitpunkt der Besichtigung des Kauf- bzw. Mietobjekts geschehen muss. Zudem muss der Energieausweis an den Käufer oder den neuen Mieter ausgehändigt werden (Kopie oder Original).

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Energieausweise durch die EnEV 2014 gestärkt wurden, zumal sie bisher nur wenig Praxisrelevanz hatten. Die wichtigsten Punkte sind:[35]

  • Eine Pflicht, die energetischen Kennwerte in Immobilienanzeigen beim Verkauf und bei der Vermietung anzugeben, wurde eingeführt.

  • Die bereits bestehende Pflicht zur Vorlage des Energieausweises gegenüber potenziellen Käufern bzw. Mietern wurde präzisiert. Der Energieausweis muss gezeigt und ausgehändigt werden (Kopie oder Original).

  • Die Pflicht, Energieausweise in bestimmten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr auszuhängen, gilt nicht mehr nur für behördliche Nutzungen, sondern auch für größere Läden, Hotels, Kaufhäuser, Restaurants und Banken.

  • Gleichzeitig wird die bestehende Pflicht der öffentlichen Hand, Energieausweise in behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr auszuhängen, auch auf kleinere Gebäude (mehr als 500 m2 bzw. ab Juli 2015 mehr als 250 m2 Nutzfläche mit starkem Publikumsverkehr) ausgedehnt.

  • Ein Kontrollsystem für Energieausweise und Inspektionsberichte durch unabhängige Stichprobenkontrollen wird eingeführt. Es setzt bei den Registrierstellen an, weil es an die Ausstellung der Energieausweise geknüpft ist und nicht an ihre Verwendung30.

  • Sanierungs- und Modernisierungshinweise werden zu Bestandteilen der Energieausweise.

Der bisherigen Kritik, die Energieausweise seien nicht sehr aussagekräftig, will der Gesetzgeber u. a. dadurch entgegenwirken, dass Energieausweise, die nach dem 1.5.2014 ausgestellt werden, klareren Kriterien folgen müssen. Das geschieht vor allem durch die Einteilung in Effizienzklassen. Sie sollen dazu führen, dass Mieter und Käufer eine genauere Einordnung vornehmen können. Aber auch dann sind Energieausweise noch weit davon entfernt, wirklich aussagekräftig zu sein31[36]. Ein weiterer Schritt ist allerdings getan.

Bei den Adressaten des Energieausweises, zumal dann, wenn es sich um technische Laien handelt, muss sich zunächst einmal ein Verständnis dafür entwickeln, was eine Klasse D gegenüber einer Klasse C in Kosten pro Monat ausgedrückt bedeutet bzw. wie groß die Differenz zwischen Heiz- und Warmwasserkosten sein wird. Die alleinige Angabe einer Klasse ist zwar eine wichtige Information, hilft dem Laien aber nur bedingt und wird nur dort eine wirkliche Rolle spielen, wo ein Nachfragermarkt besteht und der potenzielle Mieter eine Auswahl zwischen Wohnungen verschiedener Effizienzklassen hat.

Zudem ist es nicht unwahrscheinlich, dass es Versuche geben wird, die Klassengrenzen für die Ausweise gezielt zu überwinden. Das ist u. U. durch das Ausschöpfen von Spielräumen und Graubereichen möglich, z. B. um 99 kWh/(m²a) anstelle von 100 KWh/(m²a) zu erreichen32.

Diskussion um die EnEV 2013/2014

Gerade die wohnungswirtschaftlichen Verbände kritisieren die geplante ...

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