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Endstation Kopf

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© 2018 Steven Rau

Verlag und Druck: tredition GmbH, Hamburg

ISBN
Paperback: 978-3-7469-0191-6
Hardcover: 978-3-7469-0192-3
e-Book: 978-3-7469-0193-0

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Vorwort

Dieses Buch ist für mich eine Möglichkeit, meine eigenen Gedanken zu sammeln und auch selbst immer mal wieder darin zu blättern. Es gibt mir Kraft, Zuversicht und Motivation für neue Abenteuer – sportlicher, beruflicher oder auch privater Natur. Es zeigt mir den Weg, mich mental zu entwickeln und nie in meiner Komfortzone zu verweilen. Ich habe irgendwann gemerkt, dass die Thematik der mentalen Stärke nicht nur mich als Sportler und Geschäftsführer interessiert, sondern jeden Sportler und jeden Menschen mit beruflichen und privaten Zielen. Meine Erfahrungen möchte ich daher auch mit anderen Menschen teilen und Ihnen eine Hilfestellung geben, damit sie ihre Ziele erreichen können.

Es freut mich immer riesig, wenn mir Sportler schreiben, dass sie sich bei sportlichen oder privaten Herausforderungen an eine meiner Geschichten erinnern und somit zusätzliche Kräfte mobilisieren. Wenn es mir mit diesem Buch gelingt, auch nur einige Menschen beim Erreichen ihrer sportlichen oder beruflichen Ziele zu unterstützen, habe ich schon mehr bewirkt, als ich es mir hätte wünschen können.

Mit diesem Buch möchte ich all diejenigen erreichen, die vor einer Herausforderung stehen. Diese kann ganz vielfältig ausfallen. Sportlich gesehen, ist es für den einen ein Marathon und für den anderen eine Stadionrunde, den oder die er vorher nie gelaufen ist. Ich möchte aber auch erklären, welche enge Verknüpfung Sport, Berufs- aber auch Privatleben miteinander haben und aufzeigen, wie ich diese mentale Einstellung nicht nur im Sport nutze, sondern auch auf andere Lebensbereiche übertrage.

Der Leser darf einen etwas anderen Reisebericht erwarten. Ich will keine Geschichte erzählen, sondern ihn mitnehmen, wenn ich leide, weine oder fröhlich bin. Mit praktischen Beispielen – untermauert durch wissenschaftliche Erkenntnisse – möchte ich die Fähigkeit vermitteln, eigene körperliche und mentale Grenzen etwas zu verschieben beziehungsweise zu erweitern. Dabei ist es eine ganz bewusste Entscheidung des Lesers, wo er sich diese Grenzen setzt.

INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort

Kapitel 1 – Warum tue ich mir das an?

Kapitel 2 – Motivation + Training + Vorbereitung = Erfolg?

Was ist Motivation?

Was motiviert mich (was nicht)?

Welchen Anteil hat Training und Vorbereitung für das Erreichen meiner Ziele?

Warum reichen Veranlagung, gutes Training oder ein Ziel allein nicht, um Erfolg zu haben?

Faktor mentaler Stärke: Vorausschauende Planung und kreative Problemlösung

Kapitel 3 - Auf die Plätze, fertig, los!

Ein guter Start in Wilhelmshaven

Die erste Tagesetappe und der Kampf im Kopf

Kapitel 4 – Große Selbstzweifel und kleine Etappenziele

Über den Umgang mit Selbstzweifeln und kleinen Erfolgen

Faktor mentaler Stärke: Selbstvertrauen und Durchsetzungsstärke

Kapitel 5 – Der Schmerz kommt … und geht wieder

Über den Effekt, sich Schmerzen einzureden beziehungsweise dem Schmerzmehr Platz zu geben als er wirklich benötigt

Faktor mentale Stärke: Aufmerksamkeitssteuerung und Fokussierung

Die zweite Tagesetappe

Kapitel 6 – Körperliche Grenzen

Der Körper ist an seine Grenzen gekommen, der Geist sucht nach Strategien, diese zu überwinden

Die Tagesetappen 3 bis 6

Kapitel 7 – Batterien aufladen

Belohnung für bis jetzt Erreichtes

Faktor mentaler Stärke: Emotions- und Stimmungsmanagement

Die Tagesetappe 7

Kapitel 8 – Am Limit … oder doch nicht?

Körperliche Erschöpfung

Mentale Stärke wird immer wichtiger

Faktor mentaler Stärke: zielbezogene Selbstdisziplin

Die Tagesetappen 8 bis 12

Kapitel 9 – Reine Nervensache

Die Tagesetappen 13 bis 15

Kapitel 10 – Der Aufstieg

Aufstieg zum Gipfel der Zugspitze

Freigesetzte Kräfte aufgrund der vollbrachten Leistung

Kapitel 11 – Endstation Kopf

Motivation + Training + Vorbereitung + mentale Stärke = Möglichkeit zur Überwindung von Grenzen

Was ist mentale Stärke aus wissenschaftlicher Sicht? (Zusammenfassung der in den einzelnen Kapiteln vorgestellten Faktoren)

Wie kann ich mentale Stärke trainieren?

Quellenangaben

KAPITEL 1 – WARUM TUE ICH MIR DAS AN?

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Noch bevor ich mit meinem Lauf beginnen kann, werden mir zahlreiche Fragen darüber gestellt, wie ich auf so einen Blödsinn komme. Für mich scheint die Antwort ganz plausibel: Sport und Bewegung gehören für mich dazu, seit ich denken kann. Schon in jungen Jahren begann ich mit dem Schwimmen und wechselte später für lange Zeit zum Fußball. In der darauffolgenden Zeit faszinierte mich der Kampfsport. Außerdem lief ich Marathons, nahm an Hindernisläufen teil – wie am Braveheart – und suchte irgendwann nach etwas Neuem. Ich habe Spaß daran, neue Dinge zu lernen, Dinge zu finden, die mich heraus-fordern. So kam ich 2013 auf die Idee, durch Deutschland zu laufen. Spaß macht so ein Deutschlandlauf natürlich nicht unbedingt, soviel schon mal vorweg, er ist nicht einmal gesund.

Was treibt mich also sonst dazu, eine solche Tour zu starten?

Seit über 10 Jahren ist unser Familienunternehmen „Team Rau Seminare“ meine berufliche Heimat. Ich selbst bin dort als Trainer tätig und referiere zu Themen wie Teamentwicklung, Zielerreichung, Motivation und Konfliktmanagement. Nun ja, ich kann alle theoretischen Gesichtspunkte erläutern, welche diese Themen hergeben. Nur allein mit der Theorie ist nicht viel gewonnen. Wie schon früher an der Uni, mangelt es am Praxisbezug. Ich möchte selbst erfahren, worüber ich so viel zu wissen vorgebe. Ich will selbst diesen Punkt erleben, an dem es nicht mehr weitergeht, an dem ich keine Lust mehr habe, auch nur noch einen Schritt zu gehen, der Punkt an dem ich wirklich an meine mentalen und physischen Grenzen stoße. Denn ich glaube, nur über diese Erfahrung kann ich auch überzeugend vermitteln, was es heißt, über Grenzen zu gehen und Ziele zu erreichen.

Dieser Lauf ist also für mich der ultimative Test, um einerseits auf den 900 Kilometern meine körperlichen Grenzen auszutesten und gleichzeitig durch die geringe Nahrungsaufnahme bei körperlicher Belastung an meine mentalen Grenzen zu stoßen.

Wenn ich dies wirklich schaffe, so meine Vorstellung, ergänze ich damit perfekt meine bisherigen Erfahrungen und theoretischen Kenntnisse. Ich will in der Lage sein, nicht nur über das zu reden, was in den Büchern geschrieben steht, sondern über die Wirklichkeit, aufgrund meiner eigenen Erfahrungen.

Für mich als Sportler war schon immer klar, dass der Kopf – im Sport genauso wie im beruflichen Alltag – eine entscheidende Rolle spielt. Die Frage, wie groß der mentale Faktor wirklich ist, will ich mir mit diesem Abenteuer beantworten.

KAPITEL 2 – MOTIVATION + TRAINING + VORBEREITUNG = ERFOLG?

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Was ist Motivation?

Was motiviert mich (was nicht)?

Welchen Anteil hat Training und Vorbereitung für das Erreichen meiner Ziele?

Warum reichen Veranlagung, gutes Training oder ein Ziel allein nicht, um Erfolg zu haben?

Faktor mentaler Stärke: Vorausschauende Planung und kreative Problemlösung

In der Regel werden wir im sportlichen Bereich, aber auch in allen anderen, in denen entweder bestimmte Leistungen oder definierte Ergebnisse gefordert werden, auf den Begriff der Motivation stoßen.

Doch was ist Motivation überhaupt?

Die Motivation eines Menschen ist nicht viel mehr als sein intensives dauerhaftes Streben nach einem bestimmten Ziel. Sie ist also ein Antrieb, der uns dazu veranlasst, Dinge zu erreichen. Diese können alles Mögliche sein und reichen beispielsweise von sportlichen Erfolgen bis zum Abgewöhnen des ungeliebten Rauchens. Es ist eine Ansammlung verschiedenster Beweggründe, die uns steuern, auf unser gewünschtes Ziel hinzuarbeiten und dieses zu erreichen. Für den einen ist es die Anerkennung, welche er für das erreichte Ziel erlangt, für den anderen vielleicht das eigene Kind, welches durch das Abgewöhnen des Rauchens vor dem Passivrauchen geschützt werden soll. Wenn es also die Motive sind, die uns anleiten, müsste ich zu diesem Ergebnis kommen: Wenn eine genügend hohe Motivation vorhanden ist, werden wir unser gestecktes Ziel auch erreichen.

Ist dem wirklich so? Nun, wenn dem so wäre, hätten es viel mehr Menschen wesentlich einfacher. Aus meinen Gesprächen mit ihnen, geht immer wieder hervor, dass es an Motivation und Zielen in den meisten Fällen nicht zu mangeln scheint.

Ein Grund, der uns trotz hoher Motivation scheitern lässt, ist möglicherweise die Quelle der Motivation. Strebe ich beispielsweise allein nach Anerkennung anderer dafür, dass ich mir das Rauchen abgewöhne? In diesem Fall ist die Motivation von außen gesteuert (extrinsisch) und zielt darauf ab, dass ich Anforderungen, die von außen an mich herangetragen werden, erfüllen will – oder muss. Gleiches gilt für den Mitarbeiter, der seinen Job hauptsächlich des Geldes wegen macht, oder den Menschen, der glaubt, er müsse dem gängigen Schönheitsideal entsprechen und sich deshalb dreimal pro Woche im Fitness-Studio quälen. All diese Motive können einen bestimmten (vielleicht sogar den gewünschten) Erfolg erzielen, sind jedoch immer von äußeren Faktoren – um genau zu sein von Belohnungen – abhängig. Im Umkehrschluss ist es deshalb häufig so, dass bei ausbleibender Belohnung (ich nehme nicht ab, obwohl ich ins Fitness-Studio gehe; ich werde nicht befördert, obwohl ich fachlich mehr drauf habe, als mein Kollege) die Motivation sinkt.

Wenn ich den Schritt der Rauchentwöhnung oder den Weg ins Fitness-Studio jedoch vor allem deshalb gehe, weil ich verstanden habe, dass Rauchen schlecht für mich und meine Umwelt ist, oder dass Sport mein Leben bereichert, weil es mir dadurch besser geht, oder ich meinem Job nachgehe, weil er mir Spaß macht, sprechen wir von intrinsischer Motivation. Diese Motivationsquelle kann häufig längerfristiger und beständiger aufrecht-erhalten werden und scheint auch anhaltendere Erfolge zu erzielen, weil es hier nicht primär um Belohnung von außen geht.

Deshalb ist es wichtig, herauszufinden, wofür man „brennt“. Einigen Menschen fällt das ganz leicht. Sie haben bereits frühzeitig entdeckt, wofür ihr Herz schlägt – so wie ich. Sport und Bewegung waren für mich immer wichtig, gehörten immer zu meinem Leben. Natürlich messe ich mich auch mit anderen, das ist klar und gehört dazu. Wichtig ist für mich aber an erster Stelle: Es muss mich bewegen, faszinieren, antreiben und mir eine persönliche Entwicklung ermöglichen. Ich habe Freude daran, neue Erfahrungen zu machen.

Am besten sollten es Erfahrungen sein, die mich herausfordern, bei denen ich vorher nicht weiß, ob ich schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Deshalb suche ich immer wieder nach Abenteuern, bei denen ich das Ende der Geschichte nicht absehen kann und bei denen ich sowohl körperlich als auch mental an meine Grenzen gehen muss. Wenn ich dieses Interesse nicht verspüre, wenn dieses Kribbeln bei einem Projekt fehlt und ich nicht dafür brenne, lasse ich es sein, denn dann werde ich vermutlich scheitern. Es gibt natürlich auch Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht wissen, wofür sie brennen, sie meinen sogar, dass sie kein besonderes Talent haben. Diese Menschen könnten sich beispiels-weise folgende Fragen stellen:

Was möchte ich den ganzen Tag tun, ohne dafür Geld zu bekommen?

Woran habe ich ein unbändiges Interesse?

Was sind meine Neigungen?

Die Beantwortung dieser Fragen wäre ein wichtiger Hinweis darauf, welchen Weg – beruflich als auch privat – diese Menschen einschlagen können.

Der renommierte Wirtschafts- und Arbeitspsychologe Dr. Othmar Hill ist sich sicher: „Bei uns wird immer die Eignung über die Leistung definiert anstatt über die Neigung. Das ist aber falsch, denn die Neigung ist zu 80 Prozent ausschlaggebend, um im Berufs- oder auch im Privatleben Erfolg zu haben.“

Zwischenfazit: Wenn ich das, was ich tue, gern tue, werde ich erfolgreich sein.

Aber reicht das? Nein! Es reicht natürlich nicht, dass ich gerne schwimme, um Weltmeister im 200-Meter-Lagenschwimmen zu werden.

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