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Emil von der Alm

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© 2018 Melanie Kartal

Verlag und Druck: tredition GmbH, Hamburg

ISBN
Paperback: 978-3-7469-2203-4
Hardcover: 978-3-7469-2204-1
e-Book: 978-3-7469-2205-8

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhalt

DER STAUDAMM

BLITZ UND DONNER

DIE ÜBERSCHWEMMUNG

EINE SCHÖNE BESCHERUNG

ARI DER ALIEN

DER VERLORENE KOHLKOPF

WAS STINKT HIER SO?

DIE SCHLUCHT

AUF DER ALM

DER STAUDAMM

Hallo Emil. Aufwachen!“ Verschlafen lugte Emil unter seiner Mama hervor. „Aufstehen? Warum?“, dachte Emil. Es war gerade so gemütlich. Er wollte in den Ferien nicht so früh aufstehen und schon hatte er sich wieder eingerollt, um weiter zu träumen. Moritz gab nicht auf: „Wir wollten doch runter zum Bach, weißt du das etwa nicht mehr?“ Im nu war Emil hellwach und sprang auf. „Stimmt ja, das Staudammprojekt.“ Er wollte auch schon losstürmen, als seine Mama fragte: „Hast du nicht etwas vergessen?“ „Ach nö.“ Die morgendliche Wäsche hatte Emil nur allzu gern vergessen. Es gab nichts Peinlicheres, als vor den Augen des besten Freundes abgeschleckt zu werden. Moritz kicherte in sich hinein. „Ich bin nicht dreckig“, gab Emil seiner Mutter zu verstehen und schon düste er los. Moritz rannte ihm hinterher, sagte aber kein Wort. „Das ist so uncool“, brummte Emil. Moritz stimmte ihm stumm zu. Die beiden Freunde konnten kaum ungleicher sein. Emil war ein junges Ziegenkitz mit frechen braunen Knopfaugen. Sein Fell war hellbraun und wurde zu den Hufen hin immer dunkler.

Über dem linken Auge hatte er einen dunkelbraunen Punkt, der verriet, dass Emil der Schalk im Nacken saß. Mortz dagegen war ein Lämmchen, wirklich ein sehr friedlicher Geselle. Sein Fell war fast weiß und er hatte grüne Augen. Im Sonnenschein funkelten sie, wie das Meer. Er redete nicht viel, wusste aber immer was zu tun war und dachte an alles.

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„Emil, wir müssen aufpassen, dass uns Bosko nicht erwischt, sonst ist unser kleiner Ausflug schneller vorbei als du Ziegenkäse sagen kannst“, sagte Moritz. „Ach doch nicht um die Uhrzeit. Die olle Schnarchnase schläft bestimmt noch“, antwortete Emil und hüpfte gekonnt ein paar Meter weiter. „Musst du denn immer alles so schwarz malen?“, säuselte Emil lächelnd und dann sprangen beide um die Wette runter zum Lutterbach.

Unter einem Haufen von Blättern hatten die beiden Freunde zuvor schon Steine in verschiedenen Größen, sowie Äste, Holz und Sand zusammengetragen. Damit ihr Projekt auch gelingen würde, hatten die Zwei einen Plan ausgearbeitet. Wichtig war es zunächst, auf das Bachbett zu achten; in ihrem Fall war es sehr sandig. Die beiden rammten einige kurze, stabile Äste in den Untergrund und legten ein paar lange Äste quer davor. Hinter das Holz legten sie größere Steine und füllten die Lücken mit Steinchen und Sand. Damit der Staudamm dem Wasserdruck standhielt, musste das ganze äußerst stabil gebaut werden.

Aber es klappte. Nach einer Weile, mit völlig durchnässten Pfoten, nassem Fell und dreckigen Nasen, konnten Sie ihr Kunstwerk bestaunen. Sie hatten es wirklich geschafft und waren sehr stolz auf sich. „Die Anderen werden Augen machen“, lachte Emil. Moritz beäugte die Konstruktion misstrauisch, aber dann lachte auch er: „Denen gehen die Augen über.“

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Plötzlich war ein Knurren zu hören. Moritz drehte sich in alle Richtungen, um die Quelle des Geräusches auszumachen. Er bekam Panik. Emil kugelte sich vor Lachen. „Mensch, das war doch nur mein Bauch. Ich fall´ gleich um vor Hunger.“ Er hatte schließlich gar nichts gefrühstückt. „Essenszeit?“, Moritz schaute seinen Freund fragend an. „Und ob“, antwortete Emil. „Ich könnte einen ganzen Heuballen verdrücken.“ Beide rannten so schnell ihre Hufe sie trugen nach Hause zurück.

BLITZ UND DONNER

Während sich die beiden Jungs den Bauch vollschlugen, prahlten sie mit ihrer beinahe überirdischen Bauleistung. Besser gesagt, konnte es nur Emil nicht lassen in allen Einzelheiten von dem Ausflug und dem abgeschlossenen Projekt zu berichten. „Die Konstruktion ist so stabil, nicht mal ein Sturm könnte dem Damm etwas anhaben“, erklärte er gerade großspurig. Moritz gefiel das gar nicht, er wurde das Gefühl nicht los, irgendetwas Wichtiges vergessen zu haben. Er kam aber im Moment nicht darauf was es war. Emil schnalzte mit der Zunge und blickte sich zufrieden um.

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Der ganze Stall hing gebannt an seinen Lippen. „Bist du dir da auch sicher?“, fragte da auch schon Linus.

„Ein Sturm beginnt nämlich erst bei Windstärke 9 und das bedeutet, der Wind erreicht eine Geschwindigkeit von mindestens 75 Kilometern pro Stunde.“ Emil verdrehte die Augen, ausgerechnet Linus, der kleine Klugscheißer, musste die erste Frage stellen. „Könnte den mal jemand stoppen, bevor hier gleich alle ´ne Biege machten“, dachte Emil.

Linus war ein kleines, dünnes, graues Lamm mit Hornbrille. Bis er seine Sehhilfe bekam, stieß er gegen alles, was sich auf seinem Weg befand; vornehmlich waren es die Hinterteile seiner Kameraden. Wirklich jeder war froh, als er seine Brille bekam. Wer wollte schon gern von Hinten angestupst werden. Linus jedoch war das glücklichste Schaf weit und breit, er konnte nun seine Umgebung klar und deutlich sehen. Leider wollte aber immer noch niemand mit ihm zu tun haben.

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