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Eine zügellose Lady

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Kapitel 1
  5. Kapitel 2
  6. Kapitel 3
  7. Kapitel 4
  8. Kapitel 5
  9. Kapitel 6
  10. Kapitel 7
  11. Kapitel 8
  12. Kapitel 9
  13. Kapitel 10
  14. Kapitel 11

Kapitel 1

Die Frau stand am Fenster und starrte hinaus auf die mit Reif überzogene Landschaft. Der Winter war früh nach Dunchar gekommen; er hatte die Bäume mit einer Schicht aus Eis überzogen, in der sich die ersten Strahlen der Sonne fingen, und das Plätschern des Bachs war nurmehr ein leises Murmeln. Sie schirmte ihre Augen gegen das Licht ab, das nach der Dunkelheit des Zimmers hinter ihr nahezu schmerzte, und lächelte. Ihr war das schlechte Wetter mehr als willkommen; es bedeutete keine weiteren Raubzüge auf ihr Land; zumindest nicht bis zum nächsten Frühjahr. Sie fröstelte und zog ihren mit Zobel besetzten Umhang fester um sich.

»Mylady?«

Blanche ließ die Vorhänge wieder vor das Fenster fallen. Ihre Augen gewöhnten sich langsam an das Dämmerlicht im Zimmer, und sie konnte die Gestalt von Donald MacLeod erkennen, der, auf seine Ellbogen gestützt, unter den Felldecken auf ihrem Bett lag.

»Kommt Ihr zurück ins Bett, Mylady? Das Feuer ist aus.« Er fuhr sich mit den Fingern durch das zerzauste Haar. Eine weitere Gestalt regte sich im Bett und setzte sich auf; dabei rieb sich der Mann über die grünen Augen. Die beiden Männer hatten die gleichen Augen und das gleiche Lächeln; der andere Mann war Donalds Zwillingsbruder Murdo.

»Aye, Mylady. Das Bett ist ziemlich groß ohne Euch.«

Blanche lächelte und ließ den Umhang einfach fallen; sie hob die Decken an und kletterte wieder ins Bett, zwischen die beiden Brüder. Sie zitterte. Sie hatte nicht bemerkt, wie kalt ihr wirklich war. Donald schmiegte seinen schlanken Körper an ihren Rücken, und sein Bruder rieb ihre Hände.

»Ihr seid kälter als der Atem des Teufels!«

Blanche lächelte. »Ich wette, nicht mehr lange.« Murdo küsste jede Einzelne der zitternden Fingerspitzen, und seine Lippen wanderten weiter bis zu ihren Handflächen. Sie erschauerte, aber diesmal nicht wegen der Kälte. Seit ihr Mann vor zwei Jahren verstorben war, holte sie sich ihr Vergnügen wie ein Mann es tun würde; wo immer und mit wem immer sie wollte. Aber sie ging sehr diskret vor und war sehr zufrieden, einen derart angenehmen Weg gefunden zu haben, um sich während der kalten Nächte im langen Winter der Highlands zu wärmen.

Sie seufzte und ließ die Wärme der beiden Brüder ihren ausgekühlten Körper durchdringen. Hinter ihr beugte Donald sich vor, um ihre weiße Schulter zu küssen; sie konnte spüren, wie sein Glied sich an ihrem Po regte. Murdo nahm ihre Hände zwischen seine Schenkel, um sie besser wärmen zu können; sein Schamhaar kitzelte ihre Haut, und sie spürte, wie seine Männlichkeit aus ihrem schlafenden Zustand erwachte und sich zitternd aufrichtete. Sie lächelte in sich hinein und schmiegte sich weiter in Donalds Umarmung. Seine Antwort war ein Stöhnen, als sie sich enger an ihn drückte, und seine Hände umfassten ihre Brüste. Er wog sie in seinen Händen, und weich und nachgiebig lagen sie in seinen Handflächen. Er zwickte ihre Nippel und rollte sie dann müßig zwischen seinen Fingerspitzen. Blanche sog scharf die Luft ein und bog sich der Hitze des Mannes hinter sich entgegen. Seine Finger zupften an ihren empfindlichen Brustspitzen. Donald führt eine davon in den keuchenden Mund seines Bruders; Blanche schlug die Augen auf und stöhnte, als sie die Hitze seiner Lippen und seiner Zunge spürte, die sich um ihre Brustwarzen schlossen. Murdo knabberte und saugte an ihrem Nippel. Donald spielte weiter mit der anderen Brust, während Murdo seine Zungenspitze um ihre aufgerichtete Brustspitze kreisen ließ. Donalds freie Hand glitt tiefer, verweilte auf Blanches Bauchnabel und glitt weiter zu ihrem Schamhügel, um dort mit den tintenschwarzen Löckchen zu spielen. Blanche stöhnte wieder, lauter diesmal, und schob sich seinem Finger entgegen. Bereitwillig ließ er ihn über die weit aufklaffenden Lippen ihres Geschlechts streichen, und Murdo ließ von ihren Nippeln ab; hungrig beobachtete er ihren Gesichtsausdruck, als Donald endlich seinen Finger in ihre heiße Nässe schob.

Sie schloss die Augen und genoss das Gefühl zweier Schwänze, die sich an sie drückten; Donalds rieb sich an ihrem runden Po und Murdos gegen ihren Schenkel. Sie sehnte sich danach, einen von ihnen in sich zu spüren, doch die Brüder hatten sich stumm darauf geeinigt, sie noch ein wenig länger zu quälen. Donald rollte sich auf den Rücken und zog sie mit sich, bis sie auf ihm lag. Seine Hände fanden wieder ihre Brüste und zupften an den steifen Nippeln; sein Bruder kniete sich über sie beide. Blanche hatte die Augen noch immer geschlossen. Sie spürte Murdos Lippen, die, weich wie die weißen Samen des Löwenzahns, über ihre Knöchel hinauf zu ihrem Knie glitten. Sie konnte spüren, in welche Richtung er sich bewegte, und schob ihm stöhnend die Hüfte entgegen. Dabei verlor sie den Kontakt mit Donalds steifem Glied. Donald zitterte und zog sie wieder hinunter, seine Hände streichelten über ihr weiches Fleisch, berührten ihre Hüften, ihre Lenden und den Bauch. Murdos Lippen bewegten sich höher, während sich die Hände seines Bruders tiefer schoben, bis sie beide sich am Ansatz ihrer Schenkel trafen. Die Spannung in ihr wurde so unerträglich, dass Blanche glaubte, schreien zu müssen. Donalds Finger teilten die feuchten Lippen ihrer Spalte, doch nur langsam, ganz langsam, bis sie vollständig offen vor Murdos Augen lag. Sie wurde noch nasser; Murdos konnte sicherlich sehen, wie ihre Säfte auf den Falten ihres Geschlechts und den kleinen Löckchen darauf glänzten. Sie öffnete die Augen einen Spaltbreit und sah, wie er ehrerbietig zwischen den ineinander verschlungenen braunen und weißen Beinen kniete, als handelte es sich dabei um einen Schrein. Vorsichtig schob er einen Finger in ihre honigsüße Hitze und brachte sie damit zum Stöhnen, nur um seinen Finger dann wieder zurückzuziehen und von ihrer Nässe zu kosten. Erst dann schob er ihn wieder in sie, tiefer noch als zuvor. Donalds starke braune Finger hielten ihre Schamlippen noch immer weit gespreizt, um seinem Bruder uneingeschränkten Zugang zu gewähren, und Blanche genoss es, vier männliche Hände an ihren intimsten Stellen zu spüren, die sie öffneten, als wäre sie eine kostbare Blume. Murdo senkte den Kopf und strich mit seiner Zunge über die angeschwollene Erhebung ihrer Klitoris. Sie zuckte zusammen und brachte damit den Mann unter sich zum Stöhnen. Murdo sah auf, um im Gesicht seiner Herrin zu lesen, ob es ihr gefiel, doch sie schob seinen Kopf wieder tiefer, und er begann, sie härter zu lecken. Das harte, nasse Fleisch seiner Zunge schob sich immer tiefer in sie, wieder und wieder. Er unterbrach diese Bewegung nur, um am Zentrum ihrer Lust zu saugen und an den weichen Lippen, die es umschloss, zu knabbern. Blanche spürte die ersten Zuckungen in ihren Zehen und entspannte sich; sie wollte nicht

dagegen ankämpfen. Ihre Arme und Beine begannen zu zittern und Murdo merkte, dass sie fast so weit war; er zog einen seiner Finger aus ihr heraus und umkreiste mit der feucht glänzenden Spitze ihren zuckenden Anus, der sich unter seiner Berührung zusammenzog. Mit einem Mal schob er den Finger sanft in sie. Blanche seufzte und drückte sich ihm entgegen, Hitze raste durch ihren Körper und kündigte ihren Höhepunkt an. Sie schluchzte, als Murdos heißer Mund von ihrer Spalte abließ, nur um von den Fingern seines Bruders abgelöst zu werden.

»Darf ich, Mylady?« Donalds Stimme war rau vor Verlangen.

»Verdammt, tu, was du willst!«

Donald richtete sich auf, bis er aufrecht kniete, und schob langsam seinen langen, heißen Schwanz in sie; sein Bruder half ihm dabei. Das Gefühl überwältigte Blanche fast, und sie warf unruhig den Kopf von einer Seite zur anderen. Donalds Zähne schlossen sich um ihr Ohrläppchen, und sie hielt still. Seine Hand hatte sich von ihrer Spalte zurückgezogen, um sie ganz seinem Bruder zu überlassen. Da seine Hände nun frei waren, konnte er mit der einen an ihren Nippeln und mit der anderen an ihrem Hintern spielen und ihr auch dort einen Finger hineinschieben. Blanche war von vorn und hinten von hartem männlichen Fleisch gepfählt und wusste, dass ihr Höhepunkt bald kommen würde. Als ob beide Männer dies spürten, bewegten sie sich für einen Moment nicht mehr, auch wenn sie beide am Rand der Ekstase taumelten. Dann, wie auf ein geheimes Zeichen hin, bewegten beide Finger und Schwanz in ihr, zuerst nur langsam, dann mit immer stärker werdender Kraft. Das war mehr als Blanche ertragen konnte. Ihr Orgasmus bahnte sich seinen Weg von den Zehen und ihren Fingerspitzen durch ihre Glieder, raste durch ihren Körper, bis beide Ströme sich in dem schmelzend heißen Mittelpunkt ihres Schoßes trafen. Ausgelöst durch ihre ekstatischen Bewegungen keuchten auch beide Männer auf und pressten sich an sie. Murdo zog sich rasch aus ihr zurück und verspritzte seinen Samen auf dem Bauch und den Brüsten seiner Herrin; sein Bruder zog die Frau an sich und kam zwischen ihren vor Schweiß glitschigen Körpern.

Später schliefen sie wieder ein.

»Lady McNaghten. Mylady.«

Blanche trieb auf den klaren Wassern ihrer Kindheit; ihre Haut wurde von der mediterranen Sonne gewärmt, und sie schaukelte sanft auf der Strömung des Wassers. Sie fühlte sich wohl, und dieses Gefühl floss durch ihren gesamten Körper; es schoss wie Funken aus ihren Fingerspitzen und Zehen und verschwand zischend in den azurblauen Wellen, die sie umgaben.

»Mylady!«

Blanche zwang sich, endgültig aufzuwachen und in die von feuchtem Tau überzogenen Steinmauern ihrer Heimat in den Highlands zurückzukehren. Sie stöhnte und versuchte sich die Decke wieder über den Kopf zu ziehen, doch jemand zog sie einfach wieder weg.

»Was ist denn, Mhairi? Du siehst doch, dass ich noch schlafe.«

»Ihr müsst sofort kommen, Mylady. Es geht um euren Cousin McNaghten. Er wurde in einen Kampf verwickelt …«

»Ein Kampf?« Blanche riss die Augen auf und setzte sich aufrecht im Bett auf. »Ist er verletzt?«

»Nay, Mylady.«

Blanche wischte sich eine Strähne ihres Haares aus dem Gesicht und schwang die Beine aus dem Bett; stumm dankte sie Donald und Murdo, dass sie in der Nacht zu ihren Pritschen in der großen Halle zu den anderen Männern zurückgekehrt waren. »Wozu dann die Aufregung, wenn Rory nichts geschehen ist?«

»Er hat Gefangene mitgebracht, Mylady.«

»Gefangene!« Blanche kniff die Augen zu Schlitzen zusammen. »Wen?« Mhairi zögerte, und ihre Augen funkelten vor Aufregung. »Black MacGregor.«

»Dieu!« Blanche atmete scharf aus. »Schnell, hol mein seidenes Unterkleid und das grüne Überkleid aus Samt mit dem Kragen aus grauem Eichhörnchenpelz.«

Die Magd beeilte sich, das Gewünschte zu holen, und Blanche kämmte ihr Haar; durch ihre Eile verhedderte sie sich aber immer wieder in den verknäulten Strähnen. Mhairi kehrte mit dem Unterkleid zurück, half ihr hinein und begann dann das Mieder zu schnüren und die langen engen Ärmel anzufügen. Blanche verfluchte ihr Dasein als Frau, es dauerte jedes Mal eine Ewigkeit, bis sie fertig angezogen war. Schließlich war die Magd mit der komplizierten Schnürung fertig und streifte Blanche das Überkleid über, anschließend flocht sie ihre Haare in zwei glänzende schwarze Ringe, die sich um ihre Ohren wanden. Die Ringe bedeckte sie mit einem zarten Netz und befestigte es mit einem einfachen goldenen Band, das sich um Blanches Stirn wand.

»Bring mir einen Spiegel.« Blanche betrachtete ihr Spiegelbild. Ihre Haut war vom Schlaf gerötet, und ihre vollen Lippen waren noch immer leicht geschwollen von den Küssen der letzten Nacht. Das Funkeln ihrer moosgrünen Augen ließ ihre zarten Gesichtszüge exotisch wirken, und sie wusste, dass genau das sie von all den anderen Frauen hier im kalten Norden unterschied. Sie seufzte und wünschte sich, ein wenig mehr Zeit zum Ankleiden gehabt zu haben. »Ich denke, ich bin jetzt vorzeigbar. Kündige mich an.«

Die Halle war voller Rauch, und das Ächzen von verwundeten Männern hallte von den Wänden wider. Überall liefen Frauen herum, die Blutungen stoppten und Krüge mit Ale an die Gruppe siegreicher Highlander ausschenkten, die mit blutgetränkten Kilts hereinstolzierten, sich dabei gegenseitig auf den Rücken schlugen und voreinander mit ihren Wunden prahlten. Sobald Blanche erschien, um ihren Platz auf dem Podest einzunehmen, verstummten die Stimmen in der Halle. Sie ließ sich auf ihren Platz sinken und drapierte dabei ihr Kleid um sich herum, sich sehr wohl der bewundernden Blicke der Männer bewusst, deren Respekt sie sich so hart nach dem Tod ihres Mannes erarbeitet hatte. Durch den aufsteigenden Rauch des Feuers fing sie den Blick des Cousins ihres Mannes auf und hielt ihn fest – Rory McNaghten. Im Stehen überragte er die Anwesenden noch um einen ganzen Kopf, und sein Haar leuchtete so rot wie ein Sonnenuntergang im Herbst. Er trat vor das Podest und kniete nieder.

»Mylady.«

»Sei mir willkommen, Cousin. Wie ich sehe, hast du gekämpft.«

»Aye.« Der große Mann stand auf. »Wir waren gerade auf der Straße am Rand des Lochs unterwegs, als wir zufällig auf eine Gruppe MacGregors stießen, die auf der Jagd waren.« Er grinste wölfisch. »Sie hatten offensichtlich nicht mit uns gerechnet.«

»MacGregors? Aber sie jagen für gewöhnlich doch nicht so tief in unserem Gebiet?«

»Der früh hereingebrochene Schnee hat das Wild aus den Hügeln herabgetrieben, und sogar die MacGregors kennen Hunger. Wir waren ihnen zwei zu eins überlegen, doch es war ein harter Kampf. Ihr wärt stolz auf uns gewesen, Mylady.«

»Bei eurer überlegenen Stärke? Das bezweifle ich.« Blanche ignorierte Rorys Stirnrunzeln. »Ich habe gehört, du hast Gefangene gemacht?«

»Aye, vier Stück. Der Rest starb im Kampf.«

»Black MacGregor ist einer von ihnen?«

»Ihr wisst es bereits?« Rorys Gesicht verdüsterte sich und zeigte seine Enttäuschung darüber, dass jemand anders ihr die Neuigkeit bereits erzählt hatte.

»Ja. Wie kannst du sicher sein, dass er es ist?«, fragte sie.

»Es könnte niemand anders sein als er. Er ist ein großer Mann, fast so groß wie ich, und er hat gekämpft wie ein Berglöwe. Außerdem trägt er das Wappen der MacGregors.« Rory trat vor und legte etwas in Blanches Hand. Es lag schwer und so warm wie Blut in ihrer Hand; als sie es ins Licht hob, erkannte sie, dass es sich um einen Ring handelte, in den eine Eiche und ein Schwert eingraviert waren -das Wappen der gefürchteten MacGregors. Sie unterdrückte einen triumphierenden Aufschrei. Nach zwei Jahren, in denen MacGregor ihre Männer getötet, ihre Frauen vergewaltigt und ihr Vieh gestohlen hatte, war er nun endlich in ihrer Gewalt. Auch wenn es nicht der MacGregor war, den sie eigentlich haben wollte; Red MacGregor verließ Killaird kaum noch. Was wäre der alte Fuchs wohl bereit zu bezahlen, um seinen Erben zurückzubekommen? Der Ring glitzerte verheißungsvoll, als sie ihn in die Tasche ihres Kleids steckte.

»Bringt den Gefangenen herein.« Ein aufgeregtes Raunen ging durch die Menge, als die Tür sich öffnete und vier Männer in die Mitte der Halle gezerrt wurden. Blanches Blick glitt sofort zu dem größten von ihnen, der einen schweren Pfosten auf den Schultern trug, an den er gefesselt war. Wie Rory bereits gesagt hatte, handelte es sich bei ihm um einen Riesen von einem Mann, mit unübersehbarer körperlicher Kraft und gleichzeitig einer geschmeidigen Eleganz, die nicht einmal seine Fesseln überdecken konnten. Sein schwarzes Haar war von Blut verklebt, das auch tiefer bis hin zu seinen wilden bernsteinfarbenen Augen gelaufen war, die Blanches Blick unbeirrt erwiderten.

»Knie nieder vor Lady Blanche«, knurrte Rory. Doch der große Mann blieb ohne jede Regung stehen. »Ich sagte, knie nieder, du Hund.« Rory schlug hinterrücks mit der flachen Seite seines Schwerts auf die Schultern des Mannes, sodass dieser vorwärtsstolperte und hart auf die Knie fiel. Blanche stand auf und stieg langsam von ihrem Podest.

»Geht nicht zu nahe heran, Mylady«, sagte Rory. Die Warnung war unnötig. Erschrocken über den wilden Blick in seinen Augen, blieb Blanche einige Schritte vor ihrem Gefangenen stehen.

»Das ist also der berühmte Black MacGregor.« Sie unterdrückte ein Zittern angesichts des mörderischen Gesichtsausdrucks, des verkrusteten Bluts und der Narbe, die sich über seine Wange zog. Sie beschloss, ihn ein wenig zu reizen. »Ich hatte gedacht, er hat Hörner.«

Der Mann richtete sich auf, und kurz huschte dabei ein Ausdruck von Schmerz über sein Gesicht, ehe er sprach. »Und das ist also die französische Hure.« Sein Highlandakzent klang weich, aber dennoch drohend. »Ich hatte erwartet, dass sie anmutiger wäre.«

Rory machte einen Schritt vor und schlug MacGregor mit dem Handrücken ins Gesicht. Der Schlag blieb nicht ohne Wirkung, doch MacGregors Blick lag unverändert auf Blanche. Sie lachte und hob die Hand, um Rory von einem weiteren Schlag abzuhalten. Die Beleidigung hatte sie nicht getroffen; sie war sich ihrer Sexualität und ihrer Schönheit durchaus bewusst. Blut tropfte von MacGregors Lippen, und sie musste den Impuls unterdrücken, den kupferfarbenen Tropfen einfach aufzulecken.

»Touché, mon ami.«

Sie warf Donald und Murdo einen warnenden Blick zu, die bereits einen Schritt auf sie zu gemacht hatten, die Hände auf den Griffen ihrer Dolche. »Ich hoffe, Ihr vergebt mir meine Neugierde. Ich habe mich oftmals gefragt, wie der berühmte Mörder und Dieb wohl aussieht. Seit dem Tod meines Mannes habt Ihr immer wieder meine Ländereien überfallen.«

»Die MacGregors hatten ein Friedensabkommen mit Ian McNaghten. Nicht mit seiner Hure.«

Wieder musste Blanche Rory davon abhalten zuzuschlagen. Sie schüttelte abwehrend den Kopf zu ihrem Gefolgsmann. »Ich bin die Witwe meines Ehemannes und seine Nachfolgerin.«

»Ihr seid eine Frau und damit nichts weiter als Freiwild. Wenn Ihr Eure Ländereien nicht schützen könnt, dann heiratet einen Mann, der es kann.«

Blanche begegnete unverwandt MacGregors stolzem Blick und wurde rot vor Zorn. »Ich frage mich, was Euer Vater wohl sagen wird, wenn er erfährt, dass Ihr nun der Gnade einer Frau ausgesetzt seid.«

MacGregor kniete zwar, doch er schwankte hin und her. »Tötet mich besser gleich.« Seine Worte klangen undeutlich, doch seine Augen und das unwirkliche Glitzern darin hielten Blanche fest. Sie zog die Augenbrauen zusammen und streckte die Hand aus, um seine Stirn zu berühren. Er zuckte vor der Berührung mit ihrer kühlen Haut zurück.

»Dieser Mann leidet an Fieber. Bringt ihn weg und kümmert euch um ihn.« Zwei Männer zogen MacGregor auf die Füße und führten ihn aus dem Zimmer.

»Was ist mit den anderen Gefangenen?« Rorys Frage brachte Blanche dazu, ihren Blick von dem immer noch stolz durchgedrückten Rücken des Mannes zu lösen und die drei anderen Männer anzusehen, die in Ketten auf dem Boden knieten. Es war ein traurig anzusehender Haufen; ihre Kleider waren zerrissen und mit Blut befleckt. Die beleidigen de Rede des Mannes über die Schwäche der Frauen stach noch immer schmerzhaft in Blanches Herz. »Befragt sie. Falls sie gesund genug sind, dass wir für sie ein Lösegeld bekommen können, werft sie in den Kerker. Falls nicht, hängt sie auf. Wir haben in diesem Winter schon genug Mäuler zu stopfen.«

Die Gefangenen wurden aneinandergefesselt und aus der Halle gebracht. Blanche nahm Rorys Hand in ihre. »Es ist bereits viele Monate her, Cousin«, sagte sie. »Komm mit in meine Gemächer und berichte mir von deinen Neuigkeiten, während ich mir etwas Bequemeres überstreife.« Rory lächelte und ließ sich willig von Blanche aus der Halle führen. Die strenge Matriarchin war fort und wurde ersetzt durch die Spielgefährtin, die er aus seiner Jugend kannte. Er schüttelte den Kopf. Die wechselhaften Stimmungen seiner Cousine überraschten ihn immer wieder. Er betrachtete Blanches wiegende Hüften und den schmalen Rücken, während sie vor ihm die Treppe hinaufging, und er spürte, wie er begann hart zu werden. Gott, wie sehr er sie wollte! Er wusste, dass sie sich immer wieder Liebhaber nahm, und der Gedanke daran quälte ihn unsäglich. Sie hatte ihm bisher nicht einmal erlaubt, sie zu küssen.

Mhairi hatte in Blanches Gemächern bereits ein Feuer im Kamin entzündet, das Bett gemacht und den Boden mit frischen Binsen ausgelegt. »Ich habe Euch das rotbraune Gewand bereitgelegt, Mylady.«

»Perfekt. Komm, Cousin, steh nicht an der Tür herum.«

Rory tat wie ihm geheißen und setzte sich ans Feuer, während Blanche hinter dem Wandschirm verschwand. Alles, was er noch sehen konnte, war die obere Hälfte ihres Kopfes, der sich auf und ab bewegte, während Mhairi die Schnürung ihres Kleides löste. Er schloss die Augen und erinnerte sich an das erste und bisher einzige Mal, als er sie nackt gesehen hatte; im letzten Sommer hatte er sie heimlich dabei beobachtet, wie sie im Loch gebadet hatte. Sie war aus dem Wasser gestiegen, so nass und schlank wie ein Seehund; das Mondlicht hatte sich auf den winzigen Tropfen gespiegelt, die aus ihrem schwarzen Haar getropft waren. Sie waren über ihre Haut geflossen, die so perfekt wie Marmor war. Vor seinem inneren Auge sah er wieder ihre langen Beine vor sich, die Brüste, deren Spitzen sich durch das kalte Wasser zusammengezogen hatten, die verführerische Wölbung ihres Hinterns und die kleinen Löckchen ihres Schamhaares, die zwischen ihren Schenkeln ein verlockendes Nest bildeten. Blanche besaß den Körper einer Göttin, einen Köper, der jeden Mann in den Wahnsinn treiben konnte. Hitze raste durch Rorys Köper, während er an diesen Anblick zurückdachte, doch es lag nicht am Feuer. Die Hitze war in seinem Blut. Sie pulsierte durch ihn hindurch und floss direkt in die unnachgiebige Härte seines Schwanzes, der sich bereits gegen den groben Stoff seines Kilts drückte.

»Hast du deine Zunge verschluckt, Cousin?«, zog ihn Blanche hinter der Wand auf. »Ich hoffe es nicht, denn mir fallen gerade ein paar Dinge ein, für die du sie verwenden könntest.«

Rory knurrte und sprang auf, was Mhairi einen überraschten Aufschrei entlockte. »Lass uns allein, Weib.« Die alte Frau sah Blanche an, um sich zu vergewissern, ob sie mit diesem Befehl einverstanden war, und ihre Herrin nickte. Rory umrundete den Wandschirm und betrachtete Blanche, die halbnackt dahinter stand. Im Hintergrund konnten beide hören, wie die Tür geschlossen wurde. Er griff nach ihrem Gewand.

»Zieh es aus.« Rorys Stimme war rau.

Sie erstarrte und drehte sich zu ihrem Cousin um. »War das ein Befehl, Rory?« Ihre Augen funkelten kalt.

Rory stöhnte und glitt vor ihrer schmalen Gestalt auf die Knie. »Du weißt, dein Wunsch ist mein Befehl, liebste Blanche.«

Blanche musterte das gerötete Gesicht ihres Cousins und lächelte. Sie wusste, dass er sie anbetete, und war neugierig, wie weit sie ihn treiben konnte. Auf Zehenspitzen näherte sie sich ihm, bis ihre Brüste sich fast direkt vor seinem Gesicht befanden, und er konnte ihre Nippel sehen, die sich gegen den dünnen Stoff ihres Kleides rieben. Er schloss seine Augen und stöhnte.

»Blanche. Bitte.«

»Bitte was?«

»Lass mich dich haben.«

»Nay.« Sie verzog die Lippen zu einem Schmollmund. »Ich will nicht.« Ihrer abwehrenden Haltung zum Trotz spürte sie, wie die Erregung in ihr anstieg, als sie Rorys Verlangen bemerkte, das sich deutlich in seinem Gesicht abzeichnete. Sie fuhr mit ihren Händen über ihre Brüste, und seine Augen folgten hungrig jeder Bewegung. Sie machte einen Schritt auf ihn zu und kniff sich, nur wenige Zentimeter von seinem keuchenden Mund entfernt, durch den Stoff hindurch in ihre aufgerichteten Nippel. Plötzlich packte er ihre Taille. »Keine Hände!« Sie stieß ihn zurück. »Heute wirst du nur zusehen.«

Überrascht ließ Rory sie los, und seine Hände baumelten nutzlos an seiner Seite herab. Seine Erektion war deutlich sichtbar, trotz der dichten Falten seines Kilts, und sie zuckte, als Rory merkte, dass Blanche direkt darauf herabsah. Sie seufzte und schloss ihre Augen; Blanche rieb die Erhebung ihres Geschlechts durch den Stoff ihrer Unterwäsche hindurch. Sie streichelte sich einige Minuten lang so, ehe sie ihre Hand unter den Bund ihrer langen Unterhose schob und die pulsierenden Lippen ihrer Scham erreichte. Langsam schob sie einen Finger hinein und spürte, wie ihr eigener Saft auf ihre Hand tropfte und den Stoff ihrer Hose benetzte. Ohne jede Vorwarnung blitzen plötzlich die unverschämten Bernstein-Augen von Black MacGregor vor ihr auf, und sie keuchte.

»Oh Gott. Blanche.« Rory starrte auf die Bewegungen ihrer Hand unter dem Stoff. »Quäl mich doch nicht auf diese Weise.«

»Gefällt es dir denn nicht?«

»Aye, aber …« Rory wurde still, als Blanche an den Bändern zog, die die Hose an Ort und Stelle hielten. Die Hose glitt zu Boden. Mit einem boshaften Lächeln streckte sie ihre Hand aus, holte Rorys skean dhu aus seiner engen Scheide hervor und zog ihn mit sich zum Bett.

»Bring deinen Stuhl hierher.« Sie brachte Rory dazu, sich gegenüber des Bettes zu setzen, und nahm dann auf der Bettkante Platz. Sein Atem ging noch schneller, und seine Augen ließen das Dreieck zwischen ihren Beinen nicht mehr los. Sie hob den Griff des Langdolches an seine Lippen. »Wärme ihn mit deinem Atem, Cousin. Es gefällt mir nicht, wenn er so kalt ist. Alles in diesem verfluchten Land ist so kalt.«

»Nicht alles …« Rory griff unter seinen Kilt und umfasste den hitzigen Schaft seines Schwanzes. Sie bemerkte die Bewegung und lachte.

»Nay, das sehe ich, nicht alles.« Sie lehnte sich zurück auf das Bett. »Ist der Dolch jetzt warm?«

Wortlos gab Rory den Dolch an Blanche. Sie stellte je einen Fuß auf seinen Knien ab und spreizte langsam ihre Schenkel, um ihm wenigstens einen Blick auf die vor Nässe glänzenden Lippen ihrer Spalte zu gewähren. Mit ihren juwelengeschmückten Fingern spreizte sie sie und rieb mit der Spitze des Dolchgriffes gegen ihre Klitoris. Sie bäumte sich auf, als die noch immer kalte Metallspitze des Griffes ihr heißes Fleisch erreichte und spürte, wie ihre Klitoris noch weiter anschwoll. Sie begann, sich an dem Griff zu reiben, ihre Lust wurde angestachelt durch das Wissen, dass Rory alles sehen konnte, dass er jede Bewegung ihrer Hüften, ihrer Finger und ihrer Spalte beobachtete, und dass seine eigene Hand im Takt mit ihr an seinem Schaft rieb. Sie schob den Dolchgriff tief in sich hinein und achtete darauf, sich nicht an der Klinge zu schneiden. Keuchend spürte sie die köstliche Kühle des Griffs – die ersten Wellen ihres Orgasmus färbten ihr Gesicht und ihren Hals rosig vor Hitze.

Blanche war gefangen in ihrer eigenen Erregung und konnte sich nur vorstellen, was für einen Anblick sie ihrem Cousin bieten musste. Sie lag mittlerweile ausgestreckt auf dem Bett, ihr Haar war ausgebreitet wie ein Fächer auf dem Pelz hinter ihr, und ihr schweißgetränktes Unterhemd schmiegte sich hauteng an ihre Brüste. Ihre filigranen Gesichtszüge leuchteten vor Ekstase. Die langen weißen Beine waren weit gespreizt, sodass ihr Geschlecht nur wenige Zentimeter von Rorys Gesicht entfernt war, und er beobachtete ihren Finger, der sich in kleinen Kreisen um ihre Klitoris bewegte, während sie mit der anderen Hand den Dolch immer wieder in ihre pulsierende Vagina stieß. Rory war so nah, dass er ihre Säfte sehen konnte, die sich auf dem Metall sammelten und dann die gefährlich glänzende Klinge hinabliefen. Am liebsten hätte er die Flüssigkeit aufgeleckt, doch er wusste, wie scharf sein Messer war; er selbst sorgte dafür. Stattdessen rieb er hart an seinem aufgerichteten Schwanz und wünschte sich, dass er es wäre, der tief in seiner Cousine vergraben wäre, anstelle seines Dolches. Trotz seiner eigenen Unruhe bemerkte er Blanches Zuckungen; sie erfassten ihren Bauch und mündeten in ihrem Schoß. Ihr Geschlecht umklammerte den Griff seines Dolches. Der Höhepunkt hielt sie fest in seinen Klauen, riss sie empor, bis ihr Köper gespannt wie eine Bogensehne war, ehe er sie entließ und sie zurück aufs Bett sackte. Rory explodierte regelrecht und kam mit einer Wucht, von der er vergessen hatte, dass sie in ihm steckte.

Als die letzten Zuckungen endlich verebbten, lag Blanche erschöpft und zitternd auf dem Bett. Nach einigen schier endlos wirkenden Augenblicken spürte sie zärtliche Hände, die den Dolch aus seiner schlüpfrigen Hülle zogen und ihn klirrend zu Boden fallen ließen. Das Bett bewegte sich unter Rorys Bewegungen, als er daraufkam und sich zu ihr legte. Sanft schob er ihr die Haarsträhnen aus dem Gesicht.

»Blanche.« Sie öffnete die Augen und sah in das schöne Gesicht ihres Cousins, in dem sie noch immer die letzten Zeichen seines Begehrens erkannte. »Warum lässt du nicht zu, dass ich dich haben kann? Ich weiß, dass du Liebhaber hast.« Sie ignorierte die Frage. »Heirate mich. Ich liebe dich.«

Sie richtete sich wütend auf und sah Rory böse an. »Du weißt, ich habe geschworen, niemals wieder zu heiraten.«

»McNaghten war ein alter Mann. Mit mir wäre es anders – ich würde dich lieben, dir Befriedigung schenken.«

»Vor den Augen des Gesetzes wäre es dasselbe. Ich würde zu deinem Besitz werden, ebenso wie meine Ländereien und meine Burg. Du musst verstehen, dass ich das niemals zulassen werde.«

Sie bemerkte sein unglückliches Gesicht und hatte Mitleid mit ihm. »Es geht dabei nicht um dich, Rory, sondern um die Männer im Allgemeinen. Ich bin glücklich, so wie es jetzt ist.«

»Die Dinge können aber nicht so bleiben, wie sie sind.«

Blanche runzelte die Stirn. Er hatte recht. Die benachbarten Clans bedrängten sie seit dem Tod ihres Mannes, entweder mit immer neuen Überfällen oder mit Hochzeitsangeboten. Reiche Ländereien und eine Witwe im heiratsfähigen Alter waren Schätze, die sie unmöglich ignorieren konnten. Auch der König konnte es nicht.

Rory nahm ihre Hand; es schien, als hätte er ihre Gedanken gelesen. »Der Bruce braucht seine Lords als Verbündete gegen England an seiner Seite. Er kann es sich nicht leisten, dass sie ihre Energie auf Streitereien untereinander verschwenden. Es gibt zu viel Unruhe, und du bist der Grund dafür.«

»Ich weiß.« Blanche seufzte. »Meine Rinder- und Viehherden wurden bereits durch die MacGregors und die MacFarlanes dezimiert.«

»Dann heirate mich, bevor der König einen Mann für dich aussucht oder dein Dickkopf noch dazu führt, dass man dich umbringt. Ich werde meinen Vater um mehr Männer aus dem Norden bitten, um deine Festung hier zu verteidigen.« Er zögerte. »Gefalle ich dir denn überhaupt?«

Blanche warf einen Blick auf den muskulösen Köper und das ehrliche Gesicht ihres Cousins und lächelte. »Natürlich gefällst du mir. Um ehrlich zu sein, sogar viel zu sehr. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich dir bisher widerstanden habe. Ich will mein Herz nicht verlieren, Rory, ebenso wenig wie ich meine Ländereien verlieren will.« Er öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch sie brachte ihn mit ihrem ausgestreckten Zeigefinger auf den Lippen zum Schweigen. »Ssch. Kein Gerede mehr über das Heiraten. Ich mache dir ein Versprechen. Falls ich jemals wieder heiraten sollte, dann dich. Mehr kann ich dir nicht geben.« Sie sah sich im Zimmer um, um ihre verstreuten Kleider wiederzufinden. »Und jetzt hilf mir mich anzuziehen. Immerhin muss ich ein Bankett vorbereiten.«

Die billigen, aus Binsen und Fett hergestellten Kerzen waren fast ausgebrannt, und nur noch wenige Kohlen glühten in der Asche im Herd. Überall lagen Menschen verstreut auf dem Boden herum oder waren auf den Bänken zusammengesackt; alle hatten zu viel Wein getrunken, zu Ehren der Gefangennahme von Black MacGregor. Blanche richtete sich auf und schob sich einige verirrte Haarsträhnen aus dem Gesicht; sie musste eingenickt sein. Rory lag lang ausgestreckt und mit offenem Mund neben ihr auf dem Tisch und schnarchte laut, während Donald und Murdo einige Meter entfernt auf dem Boden lagen. Sie hatten sich eingerollt wie kleine Hundewelpen; zwischen ihnen lag eine dunkelhaarige Frau. Rory hatte sie recht schnell von Blanches Seite verscheucht, und die beiden hatten sich ihr Vergnügen für den Abend woanders gesucht. Blanche lächelte. Sie missgönnte ihnen ihren Spaß nicht. Sie stand auf und streckte sich; in Gedanken war sie bereits in ihrem gemütlichen Bett eine Etage höher. Als sie sich streckte, merkte sie, dass sich ihre sorgsam geflochtenen Zöpfe fast vollständig aufgelöst hatten. Sie öffnete auch die letzten verbliebenen Strähnen, bis ihr Haar ihr wie ein langer schwarzer Schleier bis zur Hüfte fiel. Gähnend verließ sie die Halle in Richtung der Treppe; gerade, als sie den Fuß auf die erste Stufe gesetzt hatte, blitzte ein Paar bernsteinfarbener Augen in ihrem schlafumwölkten Kopf auf. Sie hielt inne und drehte sich dann um, um in die Eingeweide des Schlosses hinabzusteigen.

Als sie den Zugang zum Kerker erreichte, nahm sie eine Kerze und entzündete sie an einer der Fackeln, die an den Wänden hingen. Wo waren ihre Wachen? Der Flur des Kerkers war verlassen. Sie beugte sich über das Loch, das den Zugang zum Kerker darstellte, doch von dort unten drang kein Laut hinauf.

»MacGregor«, zischte sie. Niemand antwortete ihr. »MacGregor!« War der Mann tot? Oder gar entkommen? Als Antwort auf ihre Frage erscholl ein Stöhnen. Das Geräusch war so leise, dass sie es fast überhört hätte. Fluchend ließ sie die Leiter in den Schlund hinab, um hinunterzuklettern; doch kurz bevor sie den Grund erreichte, zögerte sie. MacGregor lag nackt auf seiner Pritsche. Er hatte seinen blutigen Kilt weggetreten, und im Licht ihrer Kerze sah sie Feuchtigkeit auf seiner Haut glitzern, obwohl die Luft eisig war. Sie runzelte die Stirn. Sie hatte doch Anweisung gegeben, sich um den Gefangenen zu kümmern? Blanche trat näher an die Pritsche heran und musterte die bewusstlose Gestalt darauf; ihr fielen seine schlanken Beine auf und der muskulöse Oberkörper, der von jahrelangem harten Training mit Waffen zeugte. Im Schlaf war nichts mehr von seiner Wildheit zu bemerken, die er in der großen Halle so deutlich zur Schau gestellt hatte; der Anblick seiner langen Wimpern und der sinnlichen Lippen erinnerten an einen gefallenen Engel. In seinem rot angelaufenen Gesicht wirkte die Narbe auf seiner Wange bleich, und seine neuen Verletzungen waren nur nachlässig verbunden worden. Ihre Männer waren so begierig darauf gewesen, zur Feier zu gehen, dass sie nicht darauf geachtet hatten, ob ihr kostbarer Gefangener nicht doch an seinen Verletzungen starb. Sie stellte die Kerze auf den Boden und untersuchte den blutverkrusteten Lumpen, der als Verband diente. Darunter fand sie eine große Schwellung, und Hitze strömte dem Mann aus jeder Pore. Er musste hier herausgebracht werden, und das möglichst schnell. Blanche stand auf und wollte Hilfe holen, als ihr Handgelenk plötzlich von eisenharten Fingern festgehalten wurde. Sie schrie erschrocken auf und wirbelte herum, nur um in die bernsteinfarbenen Augen zu blicken, an die sie sich noch zu gut erinnerte. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals: der Schlüssel! Der Schlüssel zum Gefängnis baumelte an ihrer Hüfte, und die Leiter war noch immer auf den Grund des Schachts heruntergelassen. MacGregor zog sie tiefer, bis sie neben ihm kniete, und hob die Hand, um ihre Wange zu streicheln. Dabei betrachtete er sie verwirrt.

»So wunderschön. Bist du ein Engel?«

Erleichtert atmete sie aus. Der Mann sprach im Fieber. Sie schüttelte den Kopf.

»Kein Engel?« Von seinen überheblichen Reden, die er in der großen Halle zur Schau gestellt hatte, war nichts mehr geblieben. An ihre Stelle war jetzt ein melodischer, nahezu beruhigender Tonfall getreten. »Dann bist du jemand vom kleinen Volk, der zu mir geschickt wurde, um mich in Versuchung zu führen. Du hast dein Ziel erreicht, Lassie.«

Blanche versuchte, nicht auf MacGregors vor Schweiß glitschigen Körper zu starren, doch es misslang. Er war eindeutig und beängstigend stark erregt. MacGregor folgte ihrem bestürzten Blick; seine Hand nahm ihre und presste sie auf die imposante Länge seiner Erektion. Angesichts der Hitze seiner Haut war Blanche kurz davor aufzuschreien. Dann lächelte er, ein ehrliches und überraschend schönes Lächeln in seinem schmerzverhangenen Gesicht. »Küss mich.«

Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Ihr Handgelenk befand sich noch immer unverrückbar in seinem Griff. Er könnte sich wieder daran erinnern, wo er war, falls sie sich ihm verweigerte oder nach Hilfe riefe, und dann wäre sie verloren. Sie beugte den Kopf herab, und ihre Lippen strichen über seine.

»Ah. Ich bin sicherlich gestorben und im Himmel gelandet.« Er ließ ihr Handgelenk los, nur um seine Finger in ihr Haar zu flechten. Diesmal war er es, der sie küsste, und sein Kuss war so hungrig, nahm sie so vollständig ein, dass sie zitterte. Nur am Rande ihres Bewusstseins bemerkte sie, dass er sie nicht mehr gefangen hielt, doch sie wollte nicht mehr fliehen. Seine Augen hielten ihre mit diesem faszinierenden Blick gefangen, und was sie darin las, verursachte einen plötzlichen Schwall von Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen.

»Wirst du wieder davonfliegen, Fee? Oder wirst du bei mir bleiben?« Er hob die Hand, um einen ihrer Nippel zu streicheln, der sich verräterisch durch den Stoff ihres Gewands drückte. Dann verdüsterte sich sein Gesichtsausdruck. »Bin ich in Killaird?«

»Ssch.« Blanche drückte ihn zurück auf die Pritsche und brachte ihn mit einem Kuss zum Schweigen. Sie wollte nicht, dass er sich daran erinnerte, wo er war. Feuer raste durch ihr Blut. Obwohl es im Kerker kalt war, brach ihr der Schweiß aus und sammelte sich in kleinen Perlen zwischen ihren Brüsten, die sie deutlich unter ihrem Gewand spürte. MacGregor griff nach ihr und rollte sich über sie; sein Gewicht drückte sie auf die Pritsche. Er öffnete die Schnürung ihres Gewandes auf der Vorderseite und zog es tiefer, bis ihre Brüste sichtbar wurden, die sich auffordernd über den Ausschnitt ihres Unterkleides wölbten. Sein Kopf sank herab, um an ihnen zu saugen. Seine Zunge liebkoste und neckte die harten Nippel; Blanche glaubte allein durch sein Saugen und Lecken zu kommen. Sie ergab sich diesem aufregendem Gefühl und spürte bald kühle Luft an ihren Beinen. MacGregor schob seine Hand ihren strumpfbedeckten Schenkel hinauf, um das entblößte Fleisch oberhalb ihres Strumpfbandes zu berühren. Sie wand sich, um ihm zu entkommen, doch seine Hand blieb unerbittlich auf ihrem Pfad, bis sie auf den durchtränkten Stoff ihrer Unterhose stieß. Das hielt ihn jedoch nicht auf; er schob einen Finger unter den Stoff, bis er die erwartungsvollen Lippen ihres Geschlechts berühren konnte. Sie war so nass, er musste einfach spüren, dass sie eine reife, vor Saft strotzende Frucht war, die kurz davor stand zu bersten.

»So süß. So süß wie Nektar.« Er küsste ihre Lider, ihren Kiefer und ihre Augenbrauen mit einer Zärtlichkeit, die sie niemals von ihm erwartet hätte, ehe er seinen Finger in ihre erwartungsvoll pochende Scham schob. Er stöhnte und bewegte seinen Finger in ihr; er drehte, krümmte ihn, zog ihn wieder zurück, nur um ihn umso tiefer wieder in sie zu stoßen, bis sie dachte, sie müsse bald kommen. Seine Bewegungen blieben langsam, bedächtig, sodass sie immer erregter und lüsterner wurde. Er bemerkte ihre Ungeduld und lachte tief in der Kehle. »Nicht so eilig, Lassie.« Sein Kopf sank tiefer, um ihre nun steinharten Nippel wieder mit seinen Lippen zu quälen, während sein Finger sich noch immer in ihr bewegte. Er schob zwei weitere Finger in ihren glitschigen Tunnel, und sie stöhnte ihre Lust laut hinaus, als sie sich in den Reizen, die seine Finger auslösten, verlor. Die erste süße Welle ihres Orgasmus schlug über ihr zusammen. Dann noch eine. Und noch eine. Ausgelöst durch seine Hand und völlig entfesselt kam sie weiter, dreimal, viermal, bis er seine Finger zurückzog. Er schob ihre Unterhose tiefer und zog sie ihr schließlich ganz aus. Blanche war derart überwältigt, dass sie nicht merkte, was er tat, bis er den Kopf hob, um ihr in die Augen sehen zu können. Langsam schob er die Spitze seines Schwanzes in sie hinein. Es fühlte sich wie exquisite Folter an, als hätte jemand in ihrem Innersten ein Feuer entzündet. Langsam schob er sich in sie hinein, immer ein bisschen weiter, damit die zarte Haut in ihrer Spalte sich an seine Größe gewöhnen konnte. Wäre sie nicht schon so nass gewesen, sie hätte ihn mit Sicherheit nicht ohne Probleme aufnehmen können. Nach und nach war jeder Winkel ihres Schoßes von seiner großen Männlichkeit ausgefüllt. Sein Mund legte sich über ihren, um ihr Stöhnen zu ersticken, und er packte ihre Hinterbacken, um sie daran zu hindern, sich von ihm wegzubewegen, ehe er sich vollständig in sie schob. Dann begann er, sich in ihr zu bewegen, anfangs nur in kleinen Stößen, dann stärker. Seine Hände auf ihrem Hintern schoben sie immer tiefer auf seine Erektion, und seine starken Finger kneteten ihr weiches Fleisch. Sie verlor sich vollkommen, sie biss, schrie und keuchte ihre Lust hinaus. Sie vergaß das schmutzige Stroh und die harte Pritsche unter sich und ergab sich völlig den delikaten Bewegungen des Mannes auf ihr, die sie deutlich in ihrem Schoß spürte. Sie schlang die Beine um MacGregors Hüften und ließ zu, dass er sie völlig in Besitz nahm; er erfüllte ihre Nase mit seinem Duft, ihre Ohren mit seinen undeutlich gemurmelten Koseworten, ihren Mund mit seiner Zunge und ihren Schoß mit seinem glühend heißen Fleisch. Der Höhepunkt überwältigte und überraschte sie beide gleichzeitig; er katapultierte sie in ungeahnte Höhen, riss sie dann hinab in die Dunkelheit, die man den kleinen Tod nennt, ehe er sie zitternd und schweißgebadet auf der Pritsche zurückließ. »So wunderschön.« Sie hörte MacGregor an ihrem Ohr murmeln, ehe er auf ihr zusammensackte. Es dauerte eine Weile, bis sie begriff, dass er ohnmächtig geworden war.

Blanche brauchte einige Zeit, bis sie sich unter seinem noch immer wie ein Ofen glühenden Körper hervorgearbeitet hatte. Ihr Gewand war zerknittert und schweißgetränkt; seltsamerweise fühlte sie sich den Tränen nahe. Soeben hatte sie die intensivste erotische Erfahrung ihres Lebens gemacht, so intensiv, dass sie sogar ihre eigene Regel vergessen hatte, niemals einen Mann in ihr kommen zu lassen, aber sie bezweifelte, dass ihr Partner sich später daran würde erinnern können. Sie betete sogar zu Gott, dass er sich nicht erinnern würde! Die Schande wäre nicht zu ertragen. Black MacGregor war ihr Feind. Und doch war er so zärtlich zu ihr gewesen. Sie schüttelte den Kopf, um ihre sentimentalen Gedanken zu vertreiben, und kletterte aus dem Kerker heraus.

»Wache! Wache!« Sie musste mehrmals rufen, bevor das Geräusch von polternden Stiefeln auf der Treppe erklang. »Ich dachte, ich hätte dir gesagt, dass du dich um diesen Mann kümmern sollst? Bring ihn irgendwohin, wo es wärmer ist, und pflege ihn. Und dann betest du besser, dass er nicht stirbt. Denn falls er das tut, wirst du ihm mit Sicherheit folgen.«

Kapitel 2

Blanche funkelte das Schachbrett wütend an. Sie war frustriert. Der schwarze Läufer hatte sie in die Ecke gedrängt und bedrohte nun ihre Königin. Bald würde er sie schachmatt gesetzt haben. Sie verfluchte ihre mangelnde Konzentration und warf ihre Königin mit einer Hand um, wobei auch anderen Figuren mitgerissen wurden und umkippten.

»Blanche!«

»Ich gebe auf.« Sie stand auf und ging hinüber ans Fenster, vor dem sich geisterhaft die Konturen der Hügel und des Lochs abzeichneten, umrahmt von den Bäumen vor dem Fenster. »Dieu, so eingepfercht werde ich hier drin noch wahnsinnig werden. Taut dieser Frost denn niemals mehr auf?«

Rory zuckte mit den Schultern und sammelte die verstreuten Schachfiguren ein. »Davon gehe ich mal aus. Aber es sind noch zwei Wochen bis Weihnachten, und dann beginnt der Winter erst richtig.«

Auf Blanches Gesicht erschien ein Ausdruck von Entschlossenheit. »Ich werde ausreiten.«

»Der Boden ist zu hart, es ist spät und außerdem viel zu gefährlich. Verschieb es auf einen anderen Tag, an dem ich dich begleiten kann.«

»Nay.«

Rory wirkte, als wollte er weiter streiten, doch der sture Gesichtsausdruck seiner Cousine ließ ihn innehalten. Er zuckte mit den Schultern. »Wie du wünscht. Aber reite nicht zu weit weg.«

Sie lief in ihr Zimmer, um sich ihren Mantel und die warmen Stiefel anzuziehen, und ging dann zu den Ställen. Ihre graue Stute Alouette begrüßte sie mit leisem Wiehern, als sie Blanche sah. Doch sie wirkte dabei ungewöhnlich nervös; ständig rollte sie mit den Augen und wich vor der Hand zurück, mit der Blanche ihr einen Leckerbissen anbot. Es dauerte nicht lange, bis Blanche den Grund für Alouettes Verhalten fand.

»Wessen Tier ist das?« Sie starrte den unbekannten Hengst in der Box neben ihnen an.

»Der wurde zusammen mit MacGregor gefangen genommen, Mylady.« Der Stalljunge, der gerade Alouettes Sattelgurt festgezogen hatte, hielt inne und drehte sich herum, um den Hengst anzusehen.

Blanche betrachtete die stampfenden Hufe und das schwarzgrau melierte Fell des Pferdes mit Abscheu. »Er wirkt nicht so, als würde er sich reiten lassen, und er macht die anderen Tiere nervös. Bring ihn am Morgen irgendwo anders hin.«

»Aye, meine Herrin.« Der Junge führte Alouette in den Hof und half Blanche auf den Rücken der Stute. Sie nahm die Zügel selbst in die Hand und lenkte das Pferd in Richtung des Tores; die Hufe schlitterten über die Steine.

»Mylady!« Donald platzte aus der Tür zur Spülküche und winkte aufgeregt, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Sie zügelte Alouette und wartete, bis der Mann zu ihr aufgeholt hatte. »Kann ich Euch um einen Moment Eurer Zeit bitten?« Blanche fühlte Ärger in sich aufsteigen. Was war es diesmal? Konnte nichts in diesem Haus ohne sie entschieden werden? Sie sah auf Donald herab, der seine grünen Augen mit der Hand vor den wenigen Sonnenstrahlen abschirmte, und spürte, wie ihr Ärger verflog. Es fiel ihr nicht schwer zu verstehen, warum er und sein Bruder so beliebt bei den Frauen ihres Hofes waren. Ihr jugendliches Aussehen und ihr Charme ließen jedes weibliche Herz schneller schlagen.

»Es ist sehr wichtig, Mylady. Murdo hat einen Dieb auf frischer Tat ertappt.«

Blanche hob die Augenbraue. In einer Gemeinschaft, wo man so eng zusammenlebte und zusammenhielt, war Diebstahl ein Verbrechen, das schwer bestraft wurde. Sie seufzte und stieg aus dem Sattel, um Alouette in den, verglichen mit der Kälte draußen, warmen Stall zurückzuführen. »Also gut. Aber es wird schon bald dunkel, also lass es uns schnell hinter uns bringen. Sag Murdo, dass er ihn hierherbringen soll.«

»Murdo!« Die beiden Brüder hatten offensichtlich nur auf ihren Befehl gewartet, denn kaum dass Donald seinen Bruder gerufen hatte, erschien Murdo. Er hielt den sich windenden Dieb fest gepackt. Blanches Augenbraue rutschte noch höher, als sie die sinnlichen Kurven und das Gesicht von Alana erkannte, dem Zigeunermädchen, das wenige Wochen zuvor mit einer Hand voll Reisender eingetroffen war. Murdo hielt einen ihrer Arme auf den Rücken gedreht, und ihr erbitterter Widerstand sorgte dafür, dass ihre Brüste hüpften und sich immer wieder gegen den abgewetzten Stoff ihres Kleides drückten.

»Was hat sie gestohlen?« Aus unerklärlichen Gründen wurde Blanches Mund trocken.

»Ich habe meinen Topasring in ihrer Tasche gefunden. Den hatte ich vor einigen Tagen verloren.«

Blanche sah Alana an. »Ist das wahr?«

Die Lippen der Zigeunerin kräuselten sich zu einem provozierenden Lächeln. »Ist es etwa meine Schuld, dass der Gentleman nicht auf seine Sachen achten kann?«

Murdo stieß sie hart an, sodass ihre Haarsträhnen wild in alle Richtungen flogen. »Freche Hure!«

Blanche bedeutete ihm mit einer Geste zu schweigen. »Du weißt, dass Diebstahl ein sehr ernstes Vergehen ist, Alana? Eines, das manchmal sogar mit dem Tode bestraft wird?«

Zum ersten Mal sah Blanche Angst in den Augen des Mädchens.

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