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Eine ungeheuerliche Lüge

1. KAPITEL

„Was sagst Du dazu? Endlich mal jemand, der an mich und mein Bier glaubt!“ Theresa löste sich aus Konstantins Armen und strahlte ihn an. Sie glaubte, Moritz vor sich zu haben. „Ist das nicht wunderbar?“

„Ja … ja“, stammelte Konstantin überfordert. „Das ist … wunderbar.“ Er konnte noch immer nicht glauben, dass diese junge, schöne Frau ihn einfach geküsst hatte. Da klingelte Theresas Handy. Es war Gitti. Sie hatte schon per SMS erfahren, dass André Konopka nun doch bei Burger Bräu eingestiegen war, und wollte der Freundin zu dem Erfolg gratulieren.

„Hast du Zeit, mir mit dem Vertrag zu helfen?“, fragte Theresa.

„Ja“, antwortete Gitti. Sie hatte Frühschicht gehabt und konnte jetzt schon Feierabend machen. „Wenn du willst, setzen wir uns gleich an den Entwurf. Treffen wir uns in der Brauerei?“ Theresa bejahte.

„Kommst du mit?“, fragte sie Konstantin, nachdem sie aufgelegt hatte. Unsicher schüttelte er den Kopf. Er musste erst einmal verarbeiten, was geschehen war.

„Ich komme später nach“, sagte er. Theresa war ein wenig enttäuscht. Aber eigentlich konnte nichts ihr momentanes Glück trüben.

„Beeil dich“, bat sie nur, gab ihm rasch einen Kuss und eilte dann davon. Wie verzaubert sah er ihr nach.

„Hunderttausend Euro – damit kann man schon was anfangen“, stellte Gitti zufrieden fest, als Theresa ihr den Scheck von André zeigte. Und das sollte ja nur die erste Rate sein. Sie würden ein paar der Gläubiger bezahlen und so die Schulden der Brauerei verringern können. „Du bist wirklich eine Kämpferin“, sagte Gitti anerkennend.

„Was das angeht, kann ich noch eine Menge von dir lernen“, winkte Theresa ab.

„Von einer Managerin, die jetzt als Kellnerin arbeitet?“, entgegnete ihre Freundin ironisch.

„Es gehört viel Mut dazu, die Karriereleiter zwischendurch einfach mal wieder herunterzusteigen“, meinte Theresa. „Andere würden da in ein tiefes Loch fallen.“

Konstantin telefonierte derweil mit seiner Tante Pilar in Buenos Aires.

„Du hattest recht“, sprudelte er aufgewühlt hervor. „Ich hätte nie hierher kommen dürfen.“

„Was ist denn los?“, fragte seine Tante besorgt.

„Ich habe die Frau meines Bruders geküsst.“ Konstantin wusste ja, dass das ein Fehler gewesen war. „Ich darf mich nicht in sein Leben einmischen.“ Seine Tante Pilar hatte ihm das schon immer gepredigt.

„Was du da tust, bringt Unglück“, warnte sie ihn auch jetzt wieder.

„Das Gefühl habe ich allmählich auch“, gab er zu.

Theresa hingegen war glücklich. Sie würde Burger Bräu wieder zu dem machen, was es einmal gewesen war: die Brauerei mit dem besten Bier weit und breit! Mit Moritz an ihrer Seite und Gittis Hilfe – was sollte da noch schiefgehen? Gitti arbeitete eifrig an dem Vertragsentwurf für Herrn Konopka.

„Eigentlich wollte Moritz noch vorbeikommen“, sagte Theresa nachdenklich und zückte dann ihr Handy.

„Wie schön, dass du anrufst!“, sagte Moritz am anderen Ende der Leitung erfreut. Er war in München.

„Aber du wolltest doch noch kommen?“, erwiderte sie verwundert.

„Du weißt doch, dass ich hier eine Besprechung habe.“ Aber war er damit nicht längst fertig gewesen?

„Das hättest du mir vorhin aber mal sagen können“, beschwerte sie sich.

„Wann vorhin?“, fragte er irritiert.

„Na, auf der Brücke! Kannst du dich nicht erinnern?“ Er hatte keine Ahnung, wovon sie sprach. Aber da klopfte schon ein anderer Anrufer an.

„Da ist jemand in der Leitung“, erklärte er. „Sicher der Bauherr. Ich muss Schluss machen.“

„Schon gut“, sagte sie leicht resigniert.

„Bis morgen. Ich freu mich auf dich.“ Damit legte er auf.

„Wieso kommt er von München her und fährt dann wieder zurück?“ Theresa war ganz durcheinander.

„Sehnsucht?“, fragte Gitti.

„Und vergisst dann, was er mir versprochen hat?“ Das war doch alles reichlich seltsam.

Michael hatte seiner Tochter zwar versprochen, sie finanziell bei ihrem Architekturstudium in Italien zu unterstützen, aber begeistert war er noch immer nicht von der Aussicht, dass Debbie mit Jacob Krendlinger fortgehen wollte. Und Jacob spürte das.

„Ich bin für deinen Vater derjenige, der ihm alles weggenommen hat“, sagte er und seufzte. „Erst seine Verlobte, jetzt seine Tochter …“ Unwillig schüttelte Debbie den Kopf. Sie wollte das einfach nicht hinnehmen.

Und dann ging plötzlich alles sehr schnell.

„Du glaubst es nicht!“ Freudestrahlend lief sie auf Jacob zu. „Ich habe einen Studienplatz in Venedig in Aussicht!“ Das war nur eine eindreiviertel Stunde von Verona entfernt.

„Das ist ja großartig!“, rief Jacob und umarmte sie. Die Sache hatte allerdings einen Haken: Debbie würde morgen schon anreisen müssen.

„Dann beginnt der Italienischkurs für die Studenten aus dem Ausland.“ Und das Zertifikat war Voraussetzung, um in Venedig studieren zu können. Obwohl Debbie an der Highschool vier Jahre lang Italienisch gelernt hatte.

„Dann lass uns jetzt die Koffer packen“, meinte Jacob nach kurzem Zögern. Natürlich würde er mitkommen – er konnte Debbie doch nicht allein gehen lassen. „Ich rufe gleich Eva an, ob wir erst mal bei ihr unterkommen können, bis das mit dem Hof in trockenen Tüchern ist.“

„Wir müssen uns aber noch von unseren Freunden verabschieden.“ Am besten mit einer Party. Die Frage war nur, wo die stattfinden sollte.

Nachdem sie gehört hatte, was los war, bot Tanja an, dass Debbie und Jacob bei ihr und Nils ihren Abschied feiern konnten. Xaver sagte sofort zu, dass er kommen würde. Aber sollten sie auch Sibylle einladen?

„Ob es für sie möglicherweise unangenehm ist?“, überlegte Tanja. „Auf der Party für ihren Ex und dessen neuer Freundin?“

„Vermutlich schon“, meinte Xaver. Sowohl er als auch Tanja hatten ein schlechtes Gewissen dabei, Sibylle außen vor zu lassen. Aber wahrscheinlich war es wirklich besser so.

Jacob sprach schon mit Charlotte Saalfeld und erklärte, warum er den Fürstenhof so überstürzt verlassen musste.

„Ich gehe nicht gern weg von hier“, sagte er. „Aber so eine Chance bekommt man nur einmal.“ Er hatte immer davon geträumt, wieder einen eigenen Bauernhof zu bewirtschaften. Und nun hatten Eva und Robert in der Nähe von Verona einen Hof für ihn gefunden. Charlotte war überrascht, als sie hörte, dass Debbie nun in Italien studieren würde. Hatte Michael seiner Tochter also doch nachgegeben?

„Wenn Sie sich in Italien gemeinsam etwas aufbauen möchten, werde ich dem jungen Glück nicht im Wege stehen“, sagte Charlotte freundlich und reichte Jacob die Hand. „Schade, dass der Fürstenhof einen so sympathischen und zuverlässigen Mitarbeiter verliert. Aber ich wünsche Ihnen alles, alles Gute.“

Nils hatte nichts dagegen, dass Debbie und Jacob ihre Abschiedsparty bei ihm und Tanja feierten.

„Aber wenn hier jemand mit einem Geschenkpäckchen auftaucht … Das kriege ich nicht hin.“ Noch immer hatte Nils mit den Spätfolgen der Explosion zu kämpfen. Immerhin gelang es ihm schon, sich dem Fürstenhof wieder zu nähern. Tanja war ihm dabei eine große Hilfe. Ebenso wie sein Psychotherapeut.

„Durch unsere Tür kommt kein Päckchen“, versicherte Tanja ihm. „Dafür sorge ich.“

Werner fühlte sich schwer unter Druck: Der Schweizer Bankier Grosswihler weilte noch immer im Fürstenhof und hatte Interesse an den Hotelanteilen, die die Bank hielt, signalisiert. Der Senior musste handeln und sich nach einem anderen Investor umsehen. Und da kam eigentlich nur einer infrage: Scheich Abdallah Ben Zayed. Er lebte in Dubai, kam aber regelmäßig mit seiner ganzen Familie und seiner Gefolgschaft in den Fürstenhof.

„Ich soll ihn so bald wie möglich für Verhandlungen treffen“, berichtete Werner Doris. Der Scheich schien an einer Investition in das Hotel ernsthaft interessiert zu sein. „Aber er möchte, dass ich André mitbringe. Er liebt seine Kochkunst über alles.“ Werner war auf seinen Bruder im Moment nicht gut zu sprechen. André hatte Grosswihler verraten, dass Hotelanteile zu erwerben waren. Er war schuld an der ganzen Misere. Und nun sollte der Senior André bitten, dass er ihn nach Dubai begleitete?

„Ist Diplomatie in diesem Fall nicht besser als Starrsinn?“, wandte Doris ein.

„Du brauchst mich also?“, fragte André mit undurchsichtiger Miene, nachdem Werner ihn gebeten hatte, gemeinsam mit ihm nach Dubai zu reisen.

„Ich gebe dir die Chance, dich als Familienmitglied zu bewähren“, antwortete der Senior ausweichend.

„Der Scheich lässt sich gerne von mir bekochen“, meinte André vielsagend.

„Jetzt zier dich nicht!“, zischte sein Bruder. „Es geht um alles oder nichts!“

„Du hinderst mich daran, in den Fürstenhof zu investieren, weil du mir nicht traust“, stellte André wütend fest. „Und nun soll ich mit dir beim Scheich betteln gehen?“ Er dachte gar nicht daran. „Mich zwingen nämlich wichtige Geschäfte, im Lande zu bleiben. Falls du es noch nicht gehört hast: Ich werde Teilhaber bei Burger Bräu.“ Perplex verzog Werner das Gesicht.

Die Party von Debbie und Jacob war schon in vollem Gang. Die Kollegen hatten zusammengelegt für ein gemeinsames Abschiedsgeschenk, und nun war der Moment gekommen, dass Xaver das Geschenk übergeben wollte.

„Wir haben noch eine Überraschung“, erklärte er und ging zur Tür.

„Halt, warte einen Moment!“, rief Tanja, die die Katastrophe kommen sah. Aber Xaver hatte schon die Tür geöffnet und ein großes Geschenkpaket geholt. Barbara von Heidenbergs Bombe war als Geschenk getarnt gewesen. Es wurde still im Raum. Alle blickten zu Nils, der angefangen hatte zu zittern. „Alles ist gut“, sagte Tanja leise und nahm seine Hand. „Ein Geschenk der Kollegen. Für Jacob und Debbie.“

„Was ist denn los?“, fragte Xaver verwundert, der als Einziger nicht begriff, was vor sich ging.

„Seien Sie still!“, zischte Michael ihm zu. Erst da fiel es dem Portier wie Schuppen von den Augen.

„Oh Mist! Ich Hornochse …“ Nils atmete tief durch. Und dann lächelte er.

„Alles okay. Es geht schon.“ Sogar das Zittern hatte aufgehört.

„Typisch André. Immer wieder lässt er mich hängen.“ Werner beklagte sich bei Doris über seinen Bruder. „Es ist so, seit wir kleine Jungs waren“, fuhr er fort. „Aber bisher habe ich wenigstens am Ende immer gewonnen.“

„Gönn deinem Bruder doch auch mal einen Erfolg“, sagte Doris.

„Er verbaut sich doch selbst jede Chance“, schnaubte der Senior. „Statt mit mir den Fürstenhof zu retten, versenkt er sein Geld in dieser maroden Brauerei.“

„Er investiert jetzt doch in Burger Bräu?“ Doris wäre vor Schreck beinahe die Speisekarte aus der Hand gefallen. Werner nickte.

„Und ich muss dem Scheich erklären, warum André nicht mitkommt nach Dubai“, fügte er dann seufzend hinzu. Doris’ Mund war zu einem schmalen Strich geworden. Für sie war der Abend nach dieser Neuigkeit gelaufen. Aber das durfte sie sich natürlich nicht anmerken lassen.

Am nächsten Morgen stellte sie Moritz zur Rede, sobald er aus München zurückgekommen war.

„Hast du André Konopka geraten, als Investor bei Burger Bräu einzusteigen?“, giftete sie ihren Sohn an.

„Tut er das?“, erwiderte Moritz überrascht. „Dann muss ich Theresa ja gratulieren.“

„Dass das unser Ruin ist, stört dich offenbar nicht“, fauchte seine Mutter. „Dir ist doch klar, dass wir unser Zuhause in München verkaufen müssen, wenn mein Deal hier platzt!“

„Wir kommen schon wieder auf die Beine“, sagte er unwohl. „Und du kennst meine Haltung: Ich bin nicht bereit, unsere Probleme auf Theresas Rücken auszutragen.“

„Du hast dich in diese Frau verliebt. Und Liebe macht ja bekanntlich blind.“ Doris schüttelte abfällig den Kopf. „Ich werde deiner Freundin die Brauerei in jedem Fall wieder abnehmen.“

„Das wirst du nicht!“ Mutter und Sohn funkelten sich an.

„Wie willst du das denn verhindern?“, spottete Doris.

„Ich werde Theresa warnen. Und ihr die ganze Wahrheit erzählen.“ Doris’ Miene verhärtete sich noch mehr.

„Dein doppeltes Spiel wird sie dir sicher nie verzeihen“, zischte sie.

„Wenn sie dann vor dir sicher ist, will ich das riskieren.“ Wie zwei Kampfhähne standen die beiden auf dem Vorplatz des Hotels. Und ahnten nicht, dass Konstantin sie aus einem Gebüsch heraus beobachtete. Seinen Zwillingsbruder hatte er ja bereits gesehen. Aber diese Frau noch nicht. Diese Frau war seine leibliche Mutter …

Theresa und Gitti hatten die ganze Nacht gearbeitet. Aber nun war der Vertrag wirklich wasserdicht. Gitti würde ihn gleich zu Herrn Konopka bringen.

„Wie kann ich dir jemals danken?“ Theresa nahm ihre Freundin in den Arm. Da stand plötzlich Moritz in der Tür zum Brauereibüro.

„Komme ich zu spät zum Frühstück?“ Er hatte Brötchen mitgebracht und begrüßte Theresa mit einem zärtlichen Kuss. Wie sehr ihn das Gespräch mit seiner Mutter aufgewühlt hatte, versuchte er zu verbergen. „Ich habe es eben von meiner Mutter erfahren.“ Theresa runzelte die Stirn. „Dass Herr Konopka in deine Brauerei investieren möchte.“

„Aber das habe ich dir doch gestern schon gesagt“, erwiderte Theresa irritiert.

„Am Telefon?“, fragte er.

„Nein, auf der Brücke!“ Nun war es an ihm, erstaunt zu sein. Gitti verfolgte den Dialog der beiden mit Interesse. „Sag bloß, du erinnerst dich nicht mehr?!“

„Ich war gestern den ganzen Tag in München. Das weißt du doch.“ Theresa schüttelte den Kopf. Wer hatte sie dann bitte schön auf der Brücke geküsst?

„Er sah aus wie du und hörte auf deinen Namen!“ Hilfe suchend blickte Moritz zu Gitti.

„Ich bin dann mal weg“, meinte die und verschwand.

„Theresa, ich war wirklich nicht da.“ Sie knuffte ihn in die Seite.

„Sehr witzig! Bitte lass solche Scherze!“ Moritz gab sich geschlagen. Sie hatten Wichtigeres zu bereden.

„Wie auch immer. Ich muss dringend mit dir sprechen.“ Theresa stöhnte auf.

„Hat das nicht noch Zeit? Gitti und ich haben die ganze Nacht gearbeitet.“ Und jetzt war sie todmüde. „Lass mich ein bisschen ausruhen.“ Sie würde sich in der Dachkammer wenigstens für zwei Stunden hinlegen und ihn dann im Hotel besuchen. Moritz willigte ein.

2. KAPITEL

Xaver schämte sich noch immer dafür, dass er Nils gestern mit einem Geschenkpaket konfrontiert hatte.

„Vielleicht war es ganz gut“, meinte Tanja nachdenklich. „Es ist wichtig für Nils, dass er solche Situationen übersteht.“ Und tatsächlich ging es ihrem Mann ja von Tag zu Tag besser. Heute hatte er es sogar zum ersten Mal bis in die Lobby des Fürstenhofs geschafft. „Vor ein paar Tagen konnte er noch nicht mal den Anblick des Hotels ertragen.“ Da betrat Sibylle den Personalraum. Und bekam mit, dass gestern offenbar eine Party stattgefunden hatte.

„Habe ich was verpasst?“ Tanja und Xaver tauschten einen verlegenen Blick.

„Wir haben Jacobs Abschied gefeiert“, sagte Tanja dann. „Er geht mit Debbie nach Italien.“ Sibylle musste sichtlich schlucken.

„Schön, dass ich das auch erfahre …“, meinte sie betroffen.

„Wir haben dir nichts gesagt, weil …“ Überfordert brach Tanja ab.

„Weil ich mal mit Jacob zusammen war? Oder weil ich nicht dazugehöre?“ Es war deutlich zu spüren, wie verletzt Sibylle war. „Warum bin ich nie dabei, wenn’s lustig wird?“

Für Debbie und Jacob wurde es Zeit, sich zu verabschieden. Hildegard und Alfons würden sie am Münchner Flughafen treffen – die Sonnbichlers hatten Marie in London besucht und kamen extra früher zurück, um Debbie und Jacob noch sehen zu können.

In der Lobby traf Jacob auf Sibylle.

„Wann wolltest du dich von mir verabschieden?“, fragte sie traurig.

„Du weißt es also schon …“ Sie nickte stumm. „Ich hätte es dir gern selbst gesagt, aber es ging alles so schnell.“ Er wollte noch einmal zu den Pferden und schlug vor, dass sie ihn begleitete. Aber sie hatte keine Zeit. Sie war mit André Konopka verabredet – die beiden probten für einen Laien-theaterwettbewerb. Sie würden eine Szene aus Shakespeares „Sommernachtstraum“ aufführen.

„Du spielst mit dem Koch?“, meinte Jacob.

„Er ist ein sehr guter Lysander. Und wenn wir gewinnen, kann ich endlich mit meiner Zucht anfangen.“ Wer den Theaterwettbewerb gewann, würde fünftausend Euro bekommen. Das war auch der Grund, warum Sibylle überhaupt daran teilnahm.

„Du schaffst das.“ Jacob sah ihr tief in die Augen. „Schade, dass ich das nicht mehr miterleben kann.“

„Du wirst gar nicht daran denken, weil du auf deinem Bauernhof endlich glücklich sein wirst.“ Er nickte, machte dabei aber einen traurigen Eindruck. „Ich mag dich sehr gern, Jacob“, fuhr sie fort. „Und ich werde dich vermissen.“

„Komm uns doch mal in Italien besuchen“, schlug er vor. „Wann immer du willst.“

„Danke für alles.“ Liebevoll nahmen die beiden sich ein letztes Mal in den Arm.

„Ich wünsche euch alles Glück der Welt.“ Michael fiel es sichtlich schwer, seine Tochter gehen zu lassen.

„Nicht weinen, Daddy“, scherzte Debbie beklommen. Sie freute sich auf ihr neues Leben in Italien. Aber der Fürstenhof war ihr ans Herz gewachsen. Und ihr Vater würde ihr schrecklich fehlen.

„Ich pass gut auf sie auf, versprochen“, sagte Jacob und umarmte Dr. Niederbühl dann spontan. Die beiden stiegen ins Taxi. Und Michael musste tatsächlich mit den Tränen kämpfen.

Er wollte jetzt erst mal ein bisschen allein sein und setzte sich an einen Tisch in der Lobby. Da kam Moritz van Norden ins Hotel. Er hatte gerade versucht, Theresa auf dem Handy zu erreichen, aber es meldete sich immer nur die Mailbox. Wahrscheinlich schlief sie noch. Er begrüßte Dr. Niederbühl freundlich.

„Gerade ist meine Tochter abgereist“, meinte Michael betrübt. „Ich habe versucht, Ihren Rat zu beherzigen.“ Moritz zog die Augenbrauen hoch. Welchen Rat meinte Michael? „Danke, dass Sie mir im Alten Wirt so lange zugehört haben.“

„Ich war nicht im Alten Wirt“, platzte Moritz heraus.

„Sagen Sie nicht, Sie haben das vergessen!“, entgegnete Michael.

„Werde ich jetzt verrückt? Oder alle anderen?“ Moritz war allmählich ernsthaft beunruhigt. Irgendetwas stimmte hier nicht!

Aufgewühlt lief er Richtung Brauerei und kam dabei zu der Brücke, die über den Wildbach führte. Und dort stand Konstantin. Er nahm gerade innerlich Abschied. Er musste hier weg. Als er Moritz’ Schritte hörte, wandte er sich zu ihm um. Fassungslos starrten die beiden Zwillingsbrüder einander an.

„Wer sind Sie?“, fragte Moritz schließlich.

„Ich bin Ihr Bruder …“, sagte Konstantin leise und räusperte sich dann. „Dein Bruder.“

„Ich habe keinen Bruder!“, widersprach Moritz.

„Wir sind eineiige Zwillinge.“ Moritz musterte sein Gegenüber, als wäre der junge Mann eine Fata Morgana. „Ich habe es auch erst vor ein paar Tagen erfahren. Ich bin in einer Adoptivfamilie aufgewachsen, in Argentinien.“

„Ich bin in Argentinien geboren“, entgegnete Moritz verblüfft. Konstantin nickte.

„Klar, in Buenos Aires. Und dann bist du mit deiner Mutter – mit unserer Mutter – nach Deutschland gegangen.“ Doris hatte nie auch nur ein Sterbenswörtchen davon erzählt. „Sie hatte damals nicht genug Geld, um zwei Kinder aufzuziehen“, erklärte Konstantin. „Mich hat sie verkauft. An eine andere deutsche Familie.“

„Mama würde niemals ihr eigenes Kind weggeben. Schon gar nicht verkaufen.“ Konstantin zuckte nur mit den Schultern.

„Angeblich gab’s keine andere Möglichkeit“, meinte er.

„Sie ist viel zu gläubig, erzkatholisch …“ Nie im Leben hätte Doris so etwas übers Herz gebracht. „Vielleicht sind Sie ja einfach nur ein Doppelgänger. Das ist ja auch möglich.“

„Das ist doch albern“, schnaubte Konstantin. „Ich bin dein Bruder. Ich habe einen Brief von meiner Adoptivmutter. Und meine Tante kann es auch beweisen.“ Moritz dachte eine Weile nach.

„Selbst wenn das alles stimmt … Warum geben Sie sich dann für mich aus?“ Konstantin wusste keine Antwort. „Sie haben mit dem Doktor im Alten Wirt gesessen und ihn glauben lassen, dass ich es bin.“

„Er hat mich einfach verwechselt“, verteidigte Konstantin sich hilflos. „Anfangs fand ich das irgendwie witzig …“ Und später hatte er keine Gelegenheit mehr gehabt, die Sache aufzuklären.

„Witzig finde ich das ganz und gar nicht!“ Moritz’ Ton wurde scharf. „Sie haben auch meine Freundin getroffen! Hier auf der Brücke! Und da haben Sie auch so getan, als wären Sie ich. Sie haben sie sogar geküsst!“

„Entschuldige, aber …“ Moritz stieß Konstantin mit der Hand vor die Brust.

„Das ist das Allerletzte!“, empörte er sich.

„Ich habe es nicht gewollt.“ Konstantin wich vor seinem aufgebrachten Zwillingsbruder zurück. „Sie ging einfach selbstverständlich davon aus, dass ich du bin.“

„Was hast du noch mit ihr gemacht, als ich in München war?!“ Moritz war kurz davor, auf den Fremden loszugehen.

„Nichts!“, beteuerte Konstantin. „Sie hat mir nur von irgendwelchen Verträgen erzählt.“

„Lass die Finger von Theresa!“ Moritz packte Konstantin am Kragen. „Sonst vergesse ich mich!“ Er war so zornig, dass er zu einem Faustschlag ansetzte. Gekonnt machte Konstantin einen Satz zur Seite und konterte reflexartig mit einem heftigen Kinnhaken. Moritz taumelte und suchte Halt am Brückengeländer.

„Tut mir leid, aber …“ Doch da war Moritz schon über das Geländer in den reißenden Bach gestürzt.

Wie ein Verrückter rannte Konstantin am Ufer des Wildbachs entlang und rief immer wieder den Namen seines Zwillingsbruders. Aber Moritz war in den reißenden Fluten nicht zu entdecken. Nur seine Jacke erschien plötzlich an der Oberfläche – Konstantin fischte sie aus dem Wasser. Dann riss er sich seine eigene Jacke vom Leib und sprang in den Bach, um nach Moritz zu tauchen.

Theresa war unterdessen auf der Suche nach ihrem Freund. Sie hatte länger geschlafen, als verabredet gewesen war, und jetzt konnte sie Moritz nirgends finden. Sein Handy war auch ausgeschaltet. Was war bloß los mit Moritz? Das war doch gar nicht seine Art! Er hatte sich wirklich nicht daran erinnern können, dass sie sich gestern begegnet waren. Und er hatte ihr etwas Dringendes sagen wollen … Theresa hätte sofort mit ihm reden müssen!

Sie ging sogar zu Moritz’ Mutter, um sich nach ihm zu erkundigen. Doris war angespannt. Sie hatte eben mit Herrn Grosswihler gesprochen, der langsam ungeduldig wurde wegen des Bauprojekts. Sie musste die alte Brauerei unbedingt an sich bringen. Aber wenn Theresa Burger nun zu ihr kam, konnte das doch nur bedeuten, dass Moritz ihr die Wahrheit gesagt hatte! Doris war erleichtert, als sie begriff, dass das nicht der Fall war. Und Theresas Sorge um Moritz teilte sie nicht.

„Aber wir wissen immer voneinander, was der andere gerade macht“, beharrte Theresa.

„Ja, ja, das ist so, wenn man frisch verliebt ist“, entgegnete Doris mit leisem Spott. „Aber damit können Sie bei Moritz nicht immer rechnen. Er ist und bleibt ein Luftikus.“ Unwillig schüttelte Theresa den Kopf.

„Kann es sein, dass er im Moment ein bisschen zu viel arbeitet?“, fragte sie dann. „Hatte er schon mal einen Burn-out, oder so was?“

„Wie kommen Sie denn darauf?“, entgegnete seine Mutter verwundert.

„Irgendwas stimmt nicht mit ihm.“ Da war sich Theresa inzwischen ganz sicher.

Unter Einsatz seines eigenen Lebens hatte Konstantin im Wildbach nach seinem Bruder gesucht. Vergeblich. Nun schleppte er sich völlig erschöpft ans Ufer und brach dort zitternd zusammen. Blut floss aus einer Platzwunde an seiner Stirn.

„Hast du Moritz irgendwo gesehen?“ Auch Gitti hatte keine Ahnung, wo Theresas Freund steckte. Und sie musste dringend ins Bett. „Sag mir nur, wann du ihn das letzte Mal gesehen hast“, bat Theresa.

„Heute Morgen“, gab ihre Freundin zur Antwort. „Im Büro, mit dir.“ Theresa geriet immer mehr in Sorge.

Charlotte hatte bei André ein gutes Wort für Werner eingelegt und an seinen Familiensinn appelliert. Und so hatte André sich nun doch dazu durchgerungen, seinen Bruder zum Scheich zu begleiten.

„Ich kann dich nicht im Stich lassen“, erklärte er dem verdutzten Werner. „Und ohne mich kriegst du das Geschäft doch nie hin.“

„Danke.“ Erleichtert legte der Senior einen Arm um seinen Bruder. Er wusste Andrés Einsatz wirklich zu schätzen. Zumal sich nun die Verhandlungen mit Burger Bräu verzögerten.

Hildegard und Alfons waren wieder zu Hause. Es war schön gewesen bei Marie. Und es machte sie froh, ihre Tochter so glücklich zu sehen – auch wenn London furchtbar weit weg war. Aber nun fühlte sich ihr Zuhause merkwürdig an. Alle waren ausgeflogen, keine Eva und kein Jacob mehr.

„So ein bisschen Trubel und Leben im Haus hält ja schon jung“, meinte Hildegard nachdenklich. Und eine neue Mitbewohnerin fand sich dann schneller als gedacht. Sibylle suchte eine neue Wohnung – das Personalzimmer war ihr auf Dauer einfach zu eng.

Selbst am späten Abend war Moritz noch immer nicht zurückgekommen. Theresa fand erst keinen Schlaf, weil sie sich so um ihn sorgte. Wo steckte er nur? Doch dann sank sie in einen unruhigen Schlaf und hatte einen furchtbaren Albtraum: Sie stand mit Doris van Norden im Wald. Wasserrauschen war zu hören. Plötzlich tauchte in einiger Entfernung Moritz’ Gestalt auf.

„Dort ist er!“, sagte Doris. Theresa rief seinen Namen, aber er entfernte sich immer weiter.

„Wieso hört er mich nicht?“, fragte sie verzweifelt.

„Wir müssen ihn loslassen“, entgegnete seine Mutter.

Kaum war Theresa aus dem Schlaf geschreckt, sprang sie aus dem Bett und weckte Gitti.

„Ich halt das nicht mehr aus“, erklärte sie verzweifelt. „Ich muss Moritz jetzt suchen. Kommst du mit?“

„Mitten in der Nacht?“ Gitti stöhnte. Aber Theresa war zu allem entschlossen. „Falls ihm wirklich etwas passiert ist – wie wär’s, wenn du erst mal die Krankenhäuser durchrufst?“

Konstantin hatte die ganze Nacht bewusstlos am Ufer des Bachs gelegen. Am frühen Morgen kam er wieder zu sich. Als Erstes griff er sich an die Wunde am Kopf, die sofort wieder zu bluten begann. Er rappelte sich auf und stolperte ein Stück flussaufwärts. Dort stieß er auf Moritz’ Jacke. Obwohl sie noch feucht war, hängte er sie trotzdem über seine Schultern. In der Tasche befanden sich Moritz’ vom Wasser aufgequollene Brieftasche und sein Handy.

„Ay Díos míos“, murmelte Konstantin, blickte auf den Bach und bekreuzigte sich. „Moritz van Norden … Perdóname …“

Theresa hatte alle Krankenhäuser abtelefoniert und auch mit der Polizei gesprochen. Niemand wusste etwas. Nun bat sie Gitti, gemeinsam mit ihr zum Wildbach zu gehen. In ihrem Traum hatte sie schließlich Wasserrauschen gehört. Aber Gitti hielt das für Unsinn. Moritz konnte überall sein. Lieber sollte Theresa eine Vermisstenanzeige aufgeben. Allein würden sie ewig suchen.

Von seinem eigenen Handy aus meldete sich Konstantin bei seiner Tante Pilar.

„Es ist etwas Fürchterliches passiert“, berichtete er ihr aufgewühlt.

„Du hast deinen Bruder getroffen“, sagte sie ahnungsvoll.

„Ja“, bestätigte er. „Er glaubte, ich sei nur ein Doppelgänger und wollte mich in sein Leben einmischen.“

„Was hättest du denn gedacht, wenn hier einer plötzlich aufgetaucht wäre und deine Freundin geküsst hätte?“, erwiderte sie voller Vorwurf. „Er wird seine Zeit brauchen.“

„Er ist gleich auf mich losgegangen“, fuhr er fort. „Er hat auf mich eingeschlagen. Irgendwann musste ich mich wehren … Tante Pilar! Er ist von der Brücke gestürzt!“

„Madre Mia.“ Sie war hörbar entsetzt. „Ist er tot?“

„Ich weiß es nicht“, erwiderte Konstantin und seufzte. „Ich habe versucht, ihn zu retten. Aber er war weg, einfach weggeschwemmt vom Wasser.“

„Weiß seine Familie schon Bescheid?“ Konstantin würde es ihnen sagen müssen. „Aber was ist, wenn sie dich dann für seinen Mörder halten?“ Daran hatte er noch gar nicht gedacht. Was sollte er nur tun?

Inzwischen war auch Doris in Sorge. Wo steckte Moritz nur? Und Werner war in Dubai und konnte sie nicht beruhigen. Sie fragte sogar Charlotte Saalfeld, ob die Moritz gesehen habe. Charlotte schüttelte den Kopf.

„Frau Burger, Moritz’ Freundin …“ Doris seufzte. „Sie macht mich ganz verrückt mit ihrer Sorge.“ Charlotte begann zu schmunzeln.

„Könnte es sein, dass die beiden vielleicht eine kleine Krise haben?“, sagte sie. „Ich meine – vielleicht haben sie sich gestritten und Ihr Sohn will gerade gar nicht von ihr gefunden werden?“ Diese Möglichkeit gefiel Doris natürlich.

„Wahrscheinlich wird es genau so etwas sein.“

Konstantin war zum Hotel gegangen. Nun stand er auf dem Vorplatz, zitternd und verschmutzt. In der Hand hielt er die Jacke seines Zwillingsbruders. Er wusste immer noch nicht, was er tun sollte. Doch da stürzte schon Theresa auf ihn zu.

„Moritz! Endlich!“ Er zuckte zusammen. „Wo warst du denn? Ich habe mir solche Sorgen gemacht.“ Als sie vor ihm stand, musterte sie ihn irritiert. „Was ist denn passiert? Du siehst ja schrecklich aus.“ Er war zu überfordert, um etwas zu entgegen. Erschöpft und stumm reichte er ihr Moritz’ Jacke. „Was ist los mit dir?“ Sie wollte ihn küssen, doch er ließ die Berührung nicht zu. „Moritz, sprich mit mir! Bitte!“

„Es war … ein Unfall“, stammelte er. „Ein schrecklicher Unfall.“

„Wo?“, fragte sie erschrocken. „Wann? Warst du bewusstlos?“

„Ich glaube, ich … Ich bin nicht … Moritz ist …“ Hilflos brach er ab. Das Grauenhafte an dieser Situation überwältigte ihn. Theresa legte einen Arm um ihn.

„Komm, ich versorg jetzt erst mal die Wunde. Du kannst mir ja später alles erzählen.“ Sie zog ihn mit sich.

Nachdem sie die Platzwunde an seiner Stirn gesäubert und ein Pflaster darauf geklebt hatte, wollte sie noch einmal wissen, was denn nun passiert sei.

„Was war das für ein Unfall?“ Konstantin schluckte.

„Ich bin gestürzt“, behauptete er dann.

„Und warst bewusstlos?“ Sie hatte so oft versucht, ihn zu erreichen.

„Das Handy ist kaputt.“ Er deutete auf Moritz’ Jacke, die über dem Stuhl hing.

„Du lagst im Wasser?“ Sie musterte ihn besorgt. „Kannst du dich erinnern?“

„Ich bin irgendwie im Bach gelandet.“ In diesem Moment stürmte Doris ins Zimmer.

„Du bist wieder da?“ Sie stutzte, als sie sah, in welcher Verfassung er sich befand. „Oh mein Gott – was ist denn passiert?“ Entsetzt starrte er sie an.

„Mutter“, flüsterte er schließlich beinahe andächtig. Theresa und Doris wechselten einen befremdeten Blick.

„Vielleicht eine Gehirnerschütterung?“, meinte Doris dann. „Sollen wir einen Arzt rufen?“ Er verneinte stumm. „Jetzt zieh dir erst mal was Frisches an. Und dann legst du dich hin und ruhst dich aus.“ Er konnte den Blick nicht von ihr wenden. Das war sie also – seine leibliche Mutter. Und auch sie hielt ihn für Moritz.

Theresa verabschiedete sich schweren Herzens – sie musste noch einmal in die Brauerei. Doris blieb bei ihrem Sohn.

„Offensichtlich hast du ihr noch nichts gesagt“, stellte sie fest, kaum dass Theresa verschwunden war. Konstantin hatte keine Ahnung, wovon sie sprach. „Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du zu mir hältst.“ Er rang sich ein Lächeln ab. „Ehrlich gesagt, habe ich auch nichts anderes erwartet. Schließlich bist du mein Sohn.“

„Es ist nicht, wie du denkst“, platzte er da heraus. „Ich habe schwere Schuld auf mich geladen.“

„Weil du mit mir an einem Strang ziehst, gegen Theresa Burger?“, entgegnete sie. „Nicht doch.“ Doris tätschelte seine Hand. „Von mir wird sie nichts erfahren. Versprochen. Und jetzt schlaf dich erst mal aus, wir reden später.“ Erst jetzt registrierte sie die Kleidung, die er trug. „Wo hast du eigentlich diese alten Sachen her? Darin habe ich dich noch nie gesehen.“ Er schloss die Augen. Sie legte ihm ihre Hand auf die Stirn. Er hatte Fieber.

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