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Eine neue Liebe?

1. KAPITEL

„Mutter, ist das wirklich die Wahrheit?“, fragte Konstantin. Marlene und er hatten Doris eben zur Rede gestellt – warum waren Mandy und Xaver bei ihr gewesen?

„Die beiden haben unglücklicherweise erst heute zugegeben, dass sie einen Koffer beschädigt haben“, log Doris. „Ich habe trotzdem von einer Abmahnung abgesehen.“

„Nie im Leben ging es um einen Koffer!“, platzte Marlene heraus. „Hören Sie bitte auf, uns etwas vorzumachen!“

Auch Konstantin musterte seine Mutter misstrauisch. „Xaver und Mandy Meier scheinen doch etwas über den angeblichen Mordanschlag zu wissen“, meinte er.

„Ich bin die Erste, der an Aufklärung gelegen ist“, behauptete Doris. „Aber es ging wirklich nur um diesen Koffer.“

Skeptisch schüttelte Marlene den Kopf. „Okay, ich rede noch mal mit Mandy“, beschloss sie. „Sie lügt mich garantiert nicht an.“

„Soll das etwa bedeuten, ich lüge?!“, empörte sich Doris, deren Ton nun drohend wurde. „Sie sollten sich gut überlegen, wem Sie glauben: ihrer Freundin, die eine Dummheit nach der anderen macht – oder mir, der Geschäftsführerin.“

„Ich gehe sofort zu Mandy“, erklärte Marlene, nachdem sie und Konstantin das Büro wieder verlassen hatten. „Dann sehen wir ja, wer hier die Wahrheit sagt und wer nicht.“

Doch Konstantin hielt sie zurück. Er wollte erst noch einmal allein mit seiner Mutter sprechen. „Vielleicht kriege ich dann etwas heraus.“

„Ich glaube dir kein Wort“, sagte er, kaum dass er Doris’ Büro wieder betreten hatte. „Warum lügst du uns an?“

„Pass auf, was du mir da unterstellst!“, fuhr seine Mutter ihn an.

„Du willst dich an Vater rächen, stimmt’s?“, entgegnete er. „Du weißt inzwischen, dass er unschuldig ist.“

„Unsinn!“, protestierte sie.

„Überhaupt nicht“, sagte er. „Werner hat den Karton nicht geworfen. Du denkst, er könnte zu dem Zeitpunkt wirklich mit Frau Saalfeld im Bett gewesen sein – deshalb willst du, dass er in der Hölle schmort.“ Spöttisch lachte sie auf, aber er konnte ihr ansehen, dass sie sich ertappt fühlte. „Genau so ist es.“

„Du hast Glück, dass du mein Sohn bist.“ Sie gab sich jetzt verletzt. „Sonst würde ich dich hochkant rausschmeißen. Und nicht nur aus meinem Büro.“

„Wenn sich herausstellt, dass ich richtigliege, gehe ich freiwillig“, erwiderte er kühl. „Und zwar für immer.“ An der Tür drehte er sich noch einmal zu ihr um. „Und Vater verlierst du dann auch. Endgültig.“

Getroffen blieb Doris zurück.

Mandy und Xaver saßen derweil vor einem Laptop im Personalraum und recherchierten, was ihnen blühen konnte, wenn sie sich der Polizei stellten. Frau van Norden hatte ihnen die strafrechtlichen Konsequenzen für ihr Handeln in düsteren Farben ausgemalt. Und was sie nun im Internet fanden, machte ihnen auch nicht gerade Mut. Allein der Versuch einer Körperverletzung war strafbar. Xaver beschloss, mit Herrn Pachmeyer zu reden.

„Niemals!“, rief das Zimmermädchen. „Der quatscht so lange auf uns ein, bis wir freiwillig zur Polizei gehen. Ich will auf keinen Fall verknackt werden!“ Außerdem hatte Frau van Norden den beiden versprochen, ihnen zu helfen.

„Seit wann traust du der über den Weg?!“ Xaver starrte sie verwundert an.

„Sie ist zwar eine Hexe, aber eine mit Erfahrung“, entgegnete Mandy. „Und sie hat uns prophezeit, dass uns die Sache mit dem Versicherungsbetrug sowieso keine Sau glauben würde. Deshalb halten wir besser gleich ganz den Mund.“

„Ich glaube aber auch nicht, dass die Bullen davon ausgehen, dass uns Herr Saalfeld zu einer Falschaussage angestiftet hat“, hielt Xaver dagegen.

Mandy schnappte plötzlich nach Luft. Ihr war noch eine Idee gekommen. „Es könnte noch schlimmer kommen“, fürchtete sie. „Am Ende denken die noch, Herr Saalfeld hätte uns dazu angestiftet, den Karton zu werfen. Dann sind wir echt dran wegen versuchten Mordes oder so.“

„Jetzt mach aber mal einen Punkt, Mandy!“ Xaver fühlte sich sichtlich unwohl in seiner Haut.

„Am besten, wir tun das, was die van Norden vorgeschlagen hat“, meinte Mandy. „Gar nichts.“

„Vorgeschlagen …“, wiederholte er und lachte freudlos auf. „Erpresst hat sie uns.“

„Genau“, bestätigte das Zimmermädchen. „Was können wir schon tun? Sie hat uns in der Hand.“

Nach den ganzen Querelen mit Charlotte war Julius einfach abgereist, ohne ihr ein Wort zu sagen. Der Verlag hatte ihm eine Wohnung bereitgestellt, dort wollte er in Ruhe seinen Roman abschließen. Und dann würde er sehen, was aus Charlotte und ihm werden würde.

„Er hätte sich wenigstens verabschieden können“, sagte sie traurig zu Alfons. „Aber wahrscheinlich ist für ihn sowieso alles vorbei. Und er hat nicht den Mut, mir das ins Gesicht zu sagen.“

„Das glaube ich kaum.“ Alfons hatte vor der Abreise noch einmal mit Julius gesprochen. „Er braucht einfach ein bisschen Abstand. Vorbei ist für ihn gar nichts. Er ist über die ganze Situation mindestens so unglücklich wie du. Aber er liebt dich nach wie vor.“

Ein Lächeln ging über Charlottes Gesicht. Wenn das stimmte – dann war doch noch nicht alles verloren …

Marlene war in den Personalraum gekommen, um ihre Freundin mit ihrem Verdacht zu konfrontieren – Konstantin hatte bei seiner Mutter ja keinen Erfolg gehabt. Doch Mandy behauptete jetzt, sie habe nur einen Witz gemacht, als sie sagte, sie wisse, dass Herr Saalfeld unschuldig sei.

„Ich wollte dich ein bisschen auf den Arm nehmen“, meinte sie.

„Ich glaube dir kein Wort.“ Marlene fiel es immer schwerer, sich zu beherrschen. „Du weißt etwas, womit man Herrn Saalfeld aus der U-Haft holen könnte. Aber du verschweigst es aus unerfindlichen Gründen.“

„Lass mich endlich in Ruhe!“, zischte Mandy.

„Erst, wenn du mir erzählst, worüber ihr wirklich mit Konstantins Mutter gesprochen habt!“, verlangte Marlene.

„Wie oft denn noch?!“, fauchte das Zimmermädchen. „Xaver und ich haben uns entschuldigt, weil wir versehentlich den Koffer von irgendeinem Schickimicki-Gast beschädigt haben.“

„Ach ja?“, hakte Marlene nach. „Welche Marke war es denn? Welche Farbe? Wie groß? Und was genau habt ihr beschädigt? Den Koffer? Die Schlösser?“

„Du bist wirklich eine tolle Freundin!“ So in die Enge getrieben ging Mandy zum Angriff über. „Anstatt dich mit mir zu freuen, dass die van Norden uns nicht sofort rausgeschmissen hat, nervst du mit deiner Fragerei!“

„Konstantins Vater sitzt unschuldig im Gefängnis!“, rief Marlene wütend. „Und du weißt irgendwas darüber!“

„Marlene, ich würde dem alten Saalfeld ja gern helfen“, heuchelte Mandy. „Aber ich kann nicht. Genauso wenig wie seine Frau.“

Warum log Mandy sie an? Dass die Geschichte mit dem Koffer nicht stimmte, hatte Marlene von Anfang an gespürt. Aber weshalb verhielt Mandy sich so merkwürdig? So nervös, wie ihre Freundin gewesen war, hätte man meinen können, sie hätte den Karton mit den Senfgläsern selbst aus dem Fenster geworfen. Aber warum hätte sie das tun sollen? Und was war mit Konstantins Mutter? Sie hatte dieselbe Geschichte erzählt wie Mandy. Nur – Frau van Norden konnte doch kein Interesse daran haben, dass ihr Mann im Gefängnis blieb? Oder doch? Irgendwas stank hier jedenfalls zum Himmel. Und sie musste unbedingt die Wahrheit herausfinden. Schon allein, damit Konstantin sich keine Sorgen mehr um seinen Vater machen musste …

Konstantin hatte sich zur gleichen Zeit Xaver vorgenommen.

„Ich verspreche dir, du bekommst keinen Ärger, wenn du mir jetzt erzählst, was du über meinen Vater weißt“, sagte er. Xaver tat so, als hätte er keine Ahnung, wovon die Rede war. „Du hast allen Grund, meinem Vater dankbar zu sein“, fuhr Konstantin fort. „Er hat mehr als einmal beide Augen zugedrückt, wenn du Mist gebaut hast.“

„Das weiß ich doch“, erwiderte Xaver beklommen. „Und ich würde ihm ja auch gern helfen, wenn ich könnte, aber ich kann nicht.“

„Was gibt meine Mutter dir dafür?“ Konstantin funkelte ihn an. „Geld? Oder befördert sie dich wieder zum Portier? Was hat sie dir versprochen?“

„Nichts!“, rief Xaver und floh dann förmlich vor Konstantins Fragen.

Doris hingegen sprach mit Charlotte.

„Ich hatte vorhin eine heftige Auseinandersetzung mit meinem Sohn und dieser naseweißen Pianistin“, klagte sie theatralisch.

Charlotte zog die Augenbrauen nach oben. „Warum erzählen Sie mir das?“

„Weil es dabei um Ihren Exmann ging“, antwortete Doris provokant. „Die beiden glauben nämlich, ich weiß etwas, das Werners Unschuld beweist …“ Sie musterte Charlotte von oben bis unten. „Mal ganz im Vertrauen … Selbst wenn ich etwas in der Hand hätte, um ihn aus dem Gefängnis zu holen – warum sollte ich?“

„Weil Sie mit ihm verheiratet sind, zum Beispiel?!“, erwiderte Charlotte giftig.

„Dachte er daran, als er angab, zur Tatzeit mit einer Dame das Bett geteilt zu haben?“, konterte Doris bitter.

„Ich war nicht mit Werner zusammen.“ Charlotte seufzte resigniert. Wie oft sollte sie das denn noch sagen? „Aber wenn Sie Informationen haben, die der Polizei weiterhelfen können, und halten diese zurück, machen Sie sich strafbar.“

„Mich würde nur eins interessieren“, erklärte Doris jetzt. „Ob Sie bereit wären, ein kleines Opfer für Ihren geliebten Ex zu bringen – der sich die Tür zu Ihnen ja immer offen hält …“

„Sie schätzen die Situation vollkommen falsch ein“, versuchte Charlotte, Frau van Norden zu beruhigen.

„Hat er Sie vor unserer Hochzeit gefragt, ob Sie mit ihm einen Neuanfang ohne den Fürstenhof wagen?!“, fiel Doris ihr heftig ins Wort. „Ja oder nein?!“

„Aber ich habe abgelehnt“, gab Charlotte zur Antwort. „Und ich sage Ihnen auch, warum. Weil Werner und ich zwar eine gemeinsame Vergangenheit haben – aber ganz sicher keine gemeinsame Zukunft.“ Doris schüttelte verächtlich den Kopf. „Was Sie doch in Wirklichkeit nicht aushalten, ist, dass Sie Werner nie ganz für sich allein haben werden. Dass Sie ihn teilen müssen. Mit dem Fürstenhof und mit dem Teil der Familie, der nichts mit Ihnen zu tun hat. Und deshalb vielleicht auch ein Stück weit mit mir.“

„Jetzt geben Sie es sogar zu“, ätzte Doris.

„Es gibt nichts zuzugeben“, setzte Charlotte sich zur Wehr. „Zumindest nicht in Ihrem Sinne. Ihnen geht es gar nicht um Liebe, sondern um Macht. Sie wollen Werner beherrschen. Und weil Ihnen das nicht gelingt, fühlen Sie sich in Ihrer Eitelkeit verletzt.“

„Was erlauben Sie sich?!“, rief Doris wütend.

Aber Charlotte wusste, dass sie ins Schwarze getroffen hatte. „Da frage ich mich schon, wie Sie das mit Ihrem christlichen Glauben vereinbaren, der Ihnen doch das Wichtigste zu sein scheint“, legte sie nach.

„Ich bin beeindruckt.“ Doris applaudierte spöttisch. „Schauen wir doch mal, wie es in der Realität aussieht.“ Charlotte runzelte die Stirn. „Wie gesagt – ich bin gespannt, was Sie für Ihren geliebten Exmann zu tun bereit sind. Und damit meine ich Taten und keine großen Worte.“

„Was könnte ich schon tun?“, erwiderte Charlotte arglos.

„Mir Ihre Anteile am Fürstenhof verkaufen“, sagte Doris wie aus der Pistole geschossen.

„Warum sollte ich?“, fragte Charlotte perplex.

„Weil ich Ihnen im Gegenzug eine Information zukommen lassen würde, mit der Sie Werner umgehend aus dem Gefängnis holen könnten. Denken Sie über mein Angebot nach!“ Damit ließ Doris die fassungslose Charlotte einfach stehen.

Charlotte wusste sich keinen anderen Rat, als sich an Konstantin zu wenden. Und der reagierte natürlich empört, als er hörte, was seine Mutter Frau Saalfeld „angeboten“ hatte. Also hatten Xaver und Mandy Doris doch etwas mitgeteilt, das Werner entlastete.

„Und meine Mutter hält es zurück. Aus Rache.“ Er seufzte. Und beschloss dann, sofort zu Doris zu gehen und sie damit zu konfrontieren.

Aber Charlotte hielt das für keine kluge Idee. „Ihre Mutter leugnet bestimmt alles“, sagte sie. Was immer sie mir unter vier Augen erzählt hat – sobald wir sie darauf ansprechen, wird sie behaupten, ich hätte sie missverstanden.“ Charlotte wusste nicht, was sie jetzt tun sollte. Verkaufen würde bedeuten, dass ihr dann gar nichts mehr von ihrem Elternhaus gehörte. Andererseits hatte sie fürchterliche Angst, dass Werner wirklich verurteilt werden würde …

Xaver lief sich gerade das schlechte Gewissen auf dem Laufband ab, als Marlene den Fitnessraum betrat.

„Warum helfen Sie Herrn Saalfeld nicht?“, fragte sie freundlich.

„Ich wüsste nicht, wie ich das könnte“, erwiderte Xaver gereizt.

„Sie können sehr wohl“, beharrte sie. „Und Sie wissen auch, dass Sie es müssen.“ Er hörte auf zu laufen, und ein gequälter Ausdruck erschien auf seinem Gesicht. „Ich sehe doch, wie schwer Ihnen die Lügerei fällt“, fuhr sie fort. „Das ginge mir an Ihrer Stelle genauso.“ Er schluckte. Und sie merkte, dass er kurz davor war, weich zu werden. „Für die Wahrheit ist es nie zu spät …“

Da wurde die Tür aufgerissen, und Konstantin stürmte herein. „Mir steht es bis hier, Amigo!“ Wütend zerrte er Xaver vom Laufband. „Du sagst mir jetzt endlich die Wahrheit, oder …“ Er drohte dem erschrockenen Xaver mit geballter Faust.

„Konstantin!“, rief Marlene entsetzt. „Was machst du denn?!“

„Ich bringe den Muchacho hier zum Reden!“ Konstantin packte Xaver fester. „Mit einem Lächeln und ein paar warmen Worten kommt man da nämlich nicht weiter!“

„Spinnst du?!“ Xaver versuchte, sich aus Konstantins Griff zu winden.

Der hielt ihn eisern fest. „Entweder du redest, oder du erlebst gleich dein blaues Wunder!“

„Schluss jetzt!“ Energisch ging Marlene dazwischen und trennte die beiden.

„Danke“, sagte Xaver zu ihr. „Du hast sie echt nicht mehr alle“, meinte er dann noch in Konstantins Richtung und verzog sich schnell.

„Verdammt noch mal, warum hältst du dich nicht raus?!“, schrie Konstantin nun Marlene an. „Ich hatte ihn fast so weit!“

„Du kannst die Wahrheit nicht aus ihm rausprügeln!“, hielt sie dagegen. „Außerdem hatte ich ihn so weit, und zwar wirklich. Wärst du nicht reingeplatzt, wüssten wir jetzt, was los ist.“

„Du denkst doch nicht im Ernst, du schaust ihn mit deinen Rehaugen an, und schon plaudert er“, erwiderte Konstantin und sah sie zornig an. „Willkommen in der Wirklichkeit, Querida!“

Damit stieß er Marlene endgültig vor den Kopf.

Charlotte tat die ganze Nacht kein Auge zu. Sie musste eine Entscheidung treffen. Im Moment lag es in ihrer Hand, Werner aus dem Gefängnis zu befreien. Sie musste dafür „nur“ ihre Anteile am Fürstenhof verkaufen. An ihrem Elternhaus. An Werners Lebenswerk. Am anderen Morgen war sie immer noch nicht weiter. Was sollte sie bloß tun? In ihrer Not vertraute sie sich Alfons an. Und der beschwor sie, vor Frau van Norden nicht einzuknicken.

„Die Dame erinnert mich immer mehr an die Heidenberg“, meinte er seufzend und schlug vor, Kommissar Meyser von dem Gespräch mit Doris zu berichten.

„Der würde mir niemals glauben“, fürchtete Charlotte. „Meyser würde mir nur unterstellen, dass ich Werner aus der U-Haft holen will.“ Außerdem war sie sich ohnehin sicher, dass Doris alles abstreiten würde, wenn man sie fragte. „Dann steht ihr Wort gegen meins …“

Mandy reagierte besorgt, als sie hörte, dass Konstantin Xaver gestern Prügel angedroht hatte.

„Keine Bange, ich habe dichtgehalten“, meinte Xaver, dem sein schlechtes Gewissen deutlich anzusehen war. „Am liebsten würde ich mir ja selbst eine reinhauen für meine Blödheit. Wir hätten von vornherein die Wahrheit sagen sollen.“

„Dann mach doch!“ Mandys Stimme überschlug sich hysterisch. „Ich streite jedenfalls alles ab! Und dann bleibt die Geschichte am Ende an dir hängen. Willst du das?“

„Warum bringe ich mich bloß immer wieder in so dämliche Situationen?“ Xaver stöhnte abgrundtief.

„Denk dran: Wann wird der Fisch gefangen?“ Irritiert sah er Mandy an. „Wenn er das Maul aufmacht.“

Marlene war dorthin gegangen, wo sie mit Michael den Amethyst gefunden hatte. Sie war schon den ganzen Tag in melancholischer Stimmung und fuhr überrascht herum, als sie ihren Namen hörte. Michael stand vor ihr.

„Hier steckst du also“, sagte er. Er hatte sie gesucht. „Und irgendwie hatte ich so eine Ahnung, wo ich nach dir schauen muss.“ Liebevoll lächelte er sie an.

„Und warum hast du mich gesucht?“, fragte sie betont nüchtern.

„Meines Wissens waren wir verabredet“, antwortete er.

Siedend heiß fiel Marlene ein, dass sie eigentlich Salsa hatten miteinander tanzen wollen. „Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich musste in Ruhe nachdenken. Das ganze Wirrwarr um Konstantins Vater …“ Sie brach ab. Es fiel ihr schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Natürlich fühlte sie sich zu Michael hingezogen. Gleichzeitig ließ sie die Sehnsucht nach Konstantin einfach nicht los. „Schon komisch, dass ich mich ausgerechnet hierher verkrochen habe“, meinte sie schließlich. „Als hätte ich gewollt, dass du mich aufspürst …“

„Dann lass uns doch gleich zusammen noch mehr aufspüren“, schlug er lächelnd vor. „Beim letzten Mal haben wir diesen wunderschönen Amethyst gefunden. Vielleicht haben wir ja wieder Glück …“

Die Ausbeute war nicht so groß wie beim letzten Mal, aber immerhin entdeckte Marlene einen schlichten Stein, der eine gut erkennbare Herzform aufwies.

„Mal sehen, was ich daraus mache“, meinte sie.

„Vielleicht etwas für mich?“ Michael hatte einen flirtenden Ton angeschlagen.

„Möchtest du das denn?“, erwiderte sie unsicher.

„Mir steht eine Entschädigung zu, findest du nicht?“, neckte er sie. „Immerhin hast du mich versetzt.“

„Ich werd’s mir überlegen“, versprach sie. „Und das Tanzen holen wir nach. Ich freue mich schon darauf.“

„Warum warten?“ Er hatte eine plötzliche Eingebung und zog seinen MP3-Player aus der Tasche. „Darf ich bitten?“ Er steckte jedem von ihnen einen Kopfhörer ins Ohr und schaltete die Musik ein. Und dann tanzten die beiden vor der romantischen Bergkulisse. Marlene hatte in ihrem ganzen Leben noch nie so etwas Schönes erlebt. Sie fühlte sich Michael sehr nah.

Das Beste an dem romantischen Tanz war, dass sie die ganze Zeit nicht an Konstantin gedacht hatte. Nun tat Marlene es zwar doch wieder, aber trotzdem hatte sich etwas verändert: Irgendwie sah sie Michael mit neuen Augen. Hatte sie sich etwa ein bisschen in ihn verliebt? Bis vor Kurzem war er jedenfalls nur ein Mann wie jeder andere gewesen. Und jetzt … Aber so weit war es noch nicht. Trotzdem – noch vor ein paar Wochen hätte sie niemals ernsthaft in Erwägung gezogen, dass sie und ein anderer Mann als Konstantin jemals ein richtiges Paar werden könnten …

Kira freute sich zu hören, dass Marlene und Michael so einen romantischen Moment miteinander geteilt hatten.

„Klingt, als würde er es ernst meinen“, stellte sie fest.

„Er ja“, gab Marlene zu. „Aber ich habe noch keine Ahnung, wie sich das mit uns entwickelt. In jedem Fall tut es gut, nicht ständig an Konstantin denken zu müssen.“

Kira seufzte. Sie wünschte sich auch so sehr, nicht ständig an Martin denken zu müssen. Aber sie liebte ihn. Da konnte sie sich noch so oft sagen, dass er Priester war.

2. KAPITEL

Nils litt weiterhin unter der Trennung von Elena. Er warf sich vor, dass er nicht bemerkt hatte, wie sie ihm nach und nach entglitten war. Er hatte nur im Kopf gehabt, die Klinik wegen des Kunstfehlers zu verklagen – und nicht gespürt, wie schlecht es seiner Freundin ging.

Immerhin gelang es Nils inzwischen, sich Martin anzuvertrauen. Die beiden trafen sich jetzt regelmäßig zum Stockkampftraining. Und Martin war der Meinung, Nils solle endlich damit beginnen, wieder nach vorne zu schauen.

„Wenn du nämlich immer nur in den Rückspiegel guckst, fährst du irgendwann gegen einen Baum“, meinte er.

„Ich werde so lange um Elena trauern, wie es eben dauert“, brauste Nils auf.

„Das sei dir unbenommen“, erwiderte der Pfarrer. „Aber ob es tatsächlich hilft?“

„Was verstehst du schon von gebrochenen Herzen?“, erwiderte Nils gereizt. „Du hast das Thema doch lange hinter dir.“

Martin schluckte schmerzlich. „Ich habe mich zwar zu Keuschheit und Ehelosigkeit verpflichtet – aber das war ja nicht immer so.“

Wider Willen musste Nils grinsen. „Und da hast du auch ein paarmal eins auf die Nase gekriegt?“, fragte er.

Martin nickte nur.

Doris kniete gerade in einer Bank in der Kapelle, als Charlotte hereinkam. Unwillkürlich drehte sich Doris zu ihr um.

„Ich bete“, erklärte sie ungehalten.

„So nennt man das also, wenn man von der Madonna Absolution will für seine Lügen und Gemeinheiten“, konterte Charlotte spitz. „Worum genau beten Sie denn gerade? Dass Werner so lange wie möglich in Haft bleibt? Obwohl er, wie Sie genau wissen, nicht versucht hat, Sie umzubringen?“ Doris presste die Lippen aufeinander. „Da hat sich mein Exmann diesmal ja eine ganz besonders liebende Ehefrau ausgesucht“, fuhr Charlotte fort. „Armer Werner!“

„Sparen Sie sich Ihre Scheinheiligkeit!“ Obwohl sie sich in einer Kirche befand, verlor Doris die Contenance. „Sie sind doch schuld an allem! Sie haben alles kaputt gemacht!“

Aber Charlotte ließ sich nicht beirren. „Beten Sie weiter“, meinte sie nur und klang beinahe mitleidig. „Und beten Sie vor allem für sich selbst. Sie werden es bitter nötig haben, wenn Werner unschuldig hinter Gittern sitzt und Sie mit dem Wissen leben müssen, dass Sie es hätten verhindern können.“ Damit ging sie wieder.

Und Doris blieb – wider Willen getroffen von diesen Worten – zurück.

„Was machst du denn hier?!“ Werner traute seinen Augen nicht, als Doris bei ihm in der Zelle erschien.

„Hallo, mein lieber Ehemann“, erwiderte sie sarkastisch. „Ich freue mich auch, dich zu sehen.“

„Doris, bitte …“ Flehend blickte er sie an. „Hol mich hier raus. Ich bin unschuldig.“

„Ich weiß“, sagte sie. Er stutzte. „Und ich könnte es sogar beweisen. Ich könnte jetzt sofort zum Staatsanwalt gehen, alles aufklären, und du wärst in null Komma nichts frei.“

„Du könntest …?“ Schockiert begriff er. „Aber du tust es nicht?“ Sie lächelte fein. „Warum? Was habe ich dir getan?“

„Das fragst du noch?“ Nun stieg die Wut in ihr hoch. „Du hast mich betrogen, belogen, gedemütigt, meine Liebe mit Füßen getreten …“

„Und deswegen willst du mich unschuldig im Gefängnis verrotten lassen?!“, unterbrach er sie fassungslos.

„Wenn du es wenigstens bereuen würdest. Aber so …“

Nun platzte dem Senior endgültig der Kragen. „Ich bereue allerdings!“, brüllte er außer sich vor Zorn. „Und zwar aus tiefstem Herzen. Und weißt du, was? Dass ich dich damals vor diesem wahnsinnigen Bauern gerettet habe! Wärst du doch in der Scheune verbrannt!“

Doris wurde bleich. „Ist das dein Ernst? Du wünschst, ich wäre tot?“

„Meine eigene Frau bringt mich ins Gefängnis“, sagte er bitter. „Obwohl sie weiß, dass ich unschuldig bin.“

„Du denkst, du bist das Opfer?“ Sie funkelte ihn an. „Du hast jede Sekunde verdient, die du hier drin absitzen musst! Du wolltest mit deiner Exfrau noch einmal neu anfangen! Dafür hättest du sogar den Fürstenhof verlassen! Mit ihr!“

„Aber ich habe es nicht getan“, entgegnete er.

„Weil sie nicht wollte!“ Dem konnte er nicht widersprechen. „Und ich darf die Lückenbüßerin spielen!“ Tränen der Verzweiflung schossen ihr in die Augen. „Mir wäre es fast lieber, du hättest versucht, mich umzubringen“, erklärte sie nun. „Dann wäre wenigstens ein Gefühl im Spiel. Und nicht nur kalte Berechnung.“

Darüber konnte Werner nur den Kopf schütteln. „Ich hätte niemals versucht, dich umzubringen. Und ich habe dich auch nicht aus Berechnung geheiratet, sondern aus Liebe.“ Sie schnaubte nur. „Ich habe dich verletzt, und das tut mir leid“, fuhr er fort. „Aber das gibt dir noch lange nicht das Recht, mich einzusperren.“

„Das ist allein meine Sache“, erwiderte sie.

„Doris …“ Seine Stimme wurde eindringlich. „Ich liebe dich, trotz allem. Und du liebst mich. Das kannst du nicht leugnen!“ Er konnte sehen, dass er ihren wunden Punkt getroffen hatte. „Geh zu Meyser!“, bat er. „Sag ihm, was du weißt! Damit ich hier endlich rauskomme!“

Xaver wusste langsam nicht mehr weiter.

„Wenn ich die ganze Schuld auf mich nehme, dann wäre Mandy aus dem Schneider“, sagte er zu Martin. „Und der Chef kommt frei.“

Doch Martin hielt diesen Plan für eine Schnapsidee. „Du kannst eine Lüge nicht mit einer anderen aus der Welt schaffen“, sagte er.

„Du bist immer ehrlich und offen“, erwiderte Xaver resigniert. „Das liegt wahrscheinlich am Job.“ Martin verzog das Gesicht. Hätte sein bester Freund gewusst, was er verschwieg – er hätte nicht so von ihm gesprochen. „Aber ich kann Mandy nicht verraten“, meinte Xaver. „Das ist bei mir irgendwie bauartbedingt.“

„Liegt es nicht eher daran, dass Frau van Norden euch unter Druck setzt?“, hakte Martin ein.

„Ich werde Mandy jedenfalls nicht der Polizei ausliefern“, erklärte Xaver entschlossen. Und wenn es keinen anderen Ausweg gab, dann musste er die Suppe eben allein auslöffeln.

„Das hätte ich dir gar nicht zugetraut.“ Mandy war von Xavers Großmut sichtlich beeindruckt.

„Martin meint allerdings, man darf eine Lüge nicht mit einer anderen ausbügeln“, wandte Xaver ein.

„Was denn nun?“, fragte sie ungeduldig. „Erst willst du den Retter spielen, und dann wieder nicht?“

Müde winkte er ab. „Martin hat recht“, beschloss er dann. „Wir haben es verbockt und müssen auch gemeinsam dafür geradestehen.“

„Ich gehe auf keinen Fall zu den Bullen!“, rief das Zimmermädchen panisch.

„Aber wenn ich den Sündenbock spiele, dann kommst du damit klar, oder was?!“, giftete er zurück.

Mandy sah enttäuscht aus. „Der alte Saalfeld bleibt sicher sowieso nicht mehr lange im Knast“, sagte sie dann. „Das lässt die van Norden doch gar nicht zu.“

„Sieht nicht so aus, als ob sie was tut“, widersprach Xaver. „Gestern haben wir mit ihr geredet. Wenn sie ihren Mann also aus dem Gefängnis holen will – wieso sitzt er dann noch? Vielleicht hat sie gar nicht vor, ihm zu helfen …“

Marlene hatte Michael eine Überraschung angekündigt und kam ihn am Nachmittag in der Scheune besuchen. Er glaubte eigentlich, sie würde ihm sagen, dass sie in ihn verliebt war. Und er hoffte, sie würden Sex miteinander haben. Stattdessen brachte sie ihm einen Schlüsselanhänger, den sie – unter Verwendung des herzförmigen Steins – für ihn angefertigt hatte.

„Tut mir leid, wenn du etwas anderes erwartet hast“, sagte sie ein wenig geknickt.

Aber er schüttelte nur den Kopf und betrachtete gerührt den Schlüsselanhänger. „Wow!“

„Gefällt er dir?“ Er bejahte ehrlich. „Der soll dich an den gemeinsamen Moment erinnern. Und an unseren Tanz.“

Er bedankte sich herzlich für das Geschenk. „Der ist wunderschön.“

„Ich muss mich auf Marlenes Tempo einlassen“, sagte Michael kurz darauf zu André.

„Ich verstehe ja nicht so ganz, was da zwischen euch läuft“, gab der zu.

„Ich auch nicht.“ Dr. Niederbühl grinste hilflos. „Ich komme mir vor wie mit siebzehn.“

„Vielleicht musst du mal das Tempo vorgeben.“ André klopfte seinem Freund aufmunternd auf die Schultern.

„Du meinst, ich soll mehr Initiative zeigen?“

Sein Mitbewohner nickte. „Was erwartet eine junge Frau von einem älteren Mann? Sicherheit, Stabilität – aber vor allem Souveränität.“

Es war schon Abend, als Doris Martin darum bat, ihr die Beichte abzunehmen. Widerwillig kam er ihrer Aufforderung nach.

„Werner hat mich betrogen“, begann sie. „Wahrscheinlich hast du recht, und er war nicht mit seiner Ex im Bett, als der Anschlag auf mich passiert ist. Aber kurz vor unserer Hochzeit – er wollte mit ihr neu anfangen.“

„Eine Beichte ist dazu da, eigene Sünden zu bekennen“, mahnte Martin. „Und nicht, um sich über andere zu beschweren.“

Doch Doris hörte ihn gar nicht. „Ich möchte doch nur geliebt werden“, schluchzte sie jetzt. „Ist das zu viel verlangt? Ich habe für Werner alles aufgegeben, und wie dankt er es mir? Noch nicht mal mit einem Minimum an Respekt.“

„Du hast dich gegen das achte Gebot versündigt“, erwiderte der Pfarrer. „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“ Sie wusste, dass ihr Mann unschuldig im Gefängnis saß, half ihm aber dennoch nicht.“

„Das ist doch nur gerecht!“, fauchte sie. „So, wie er mich behandelt hat. Warum darf ich ihn nicht auch ein bisschen leiden lassen?“

„Doris …“ Vergeblich versuchte er, ihr Einhalt zu gebieten.

„Das ist alles so verletzend“, klagte sie nun. „So demütigend. Und ich soll einfach nur zuschauen? Am besten noch die andere Wange hinhalten? Das kann ich nicht!“

Nun wurde es Martin endgültig zu bunt. „Das ist keine Beichte mehr! Lass uns bitte draußen weiterreden!“ Entschlossen verließ er den Beichtstuhl.

Doris folgte ihm perplex. „Du bist verpflichtet, mir die Beichte abzunehmen“, sagte sie verstimmt.

„Wenn du deine Sünden bereuen möchtest, ja“, erwiderte er. „Aber du regst dich ja nur über deinen Mann auf. Und ich finde es unverantwortlich vor Gott und vor dir selbst, wie du dich zum Opfer hochstilisierst.“ Entsetzt sah sie ihn an. „Was dein Mann dir auch angetan hat – du stehst ihm in nichts nach. Und hier geht es nicht um Schuldzuweisung …“

„… sondern um Vergebung“, ergänzte sie leise. „Aber das kann ich nicht.“

„Dieser Mann war für dich immer das Wichtigste auf der Welt“, meinte Martin. „Und jetzt bist du kurz davor, ihn zu verlieren, weil du so unversöhnlich bist.“

„Er hat mir den Tod gewünscht!“, empörte sie sich.

„Bist du sicher, dass er das ernst gemeint hat?“, fragte er. Sie schüttelte den Kopf. „Wenn du ihn verlierst, dann aus eigener Schuld“, sagte Martin nun. „Eine Beziehung funktioniert nun mal nicht ohne Kompromisse. Und dass Herrn Saalfeld noch viel mit seiner Exfrau verbindet, war immer klar. Damit wirst du leben müssen.“

„Das kann ich nicht!“, jammerte sie.

„Dann gibst du ihn lieber auf?“ Martin betrachtete sie aufmerksam.

„Ich liebe ihn noch immer“, gestand sie voller Bitterkeit. „Aber was soll ich denn tun?“

„Sag der Polizei endlich die Wahrheit!“

Andrés Worte hatten dazu geführt, dass in Michael ein Plan gereift war. Also klopfte er nun an die Saalfeld’sche Wohnungstür und trat ein. Marlene kam gerade aus der Küche – sie hatte sich ein Sandwich gemacht.

„Schmeckt’s?“, fragte er lächelnd.

Sie nickte und schlug dann einen leicht koketten Ton an. „Läufst du mir nach?“

Er schüttelte den Kopf. „Ich bin mit der Arbeit fertig“, erklärte er. „Und wenn du auch Schluss gemacht hast für heute …“

„Ist es nicht zu spät, um noch ins Bräustüberl zu gehen?“ Sie hatten sich lose auf ein Bier verabredet.

„Das hatte ich gar nicht mehr vor.“ Entschlossen trat er zu ihr und nahm sie in den Arm. „Wir sollten nicht länger umeinander herumschleichen …“ Gerade wollte er sie leidenschaftlich küssen – worauf Marlene sich sogar eingelassen hätte –, da stand plötzlich Konstantin neben ihnen.

„Ups“, sagte der. „Sorry.“

Eine peinliche Situation entstand: Michael und Konstantin musterten einander mit einem gewissen Misstrauen. Und Marlene blickte zwischen den beiden hin und her.

„Schon okay“, meinte sie schließlich bemüht locker. „Wir stehen hier ja auch mitten auf dem Präsentierteller …“

„Ähm, ja …“ Auch Konstantin war etwas verlegen. „Ich wollte eigentlich nur sagen, wegen gestern … Du hattest recht, ich hätte Xaver nicht so angehen dürfen.“ Sie nickte. „Okay, dann …

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