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Eine bittere Enttäuschung

1. KAPITEL

Werner Saalfeld hielt das Geldbündel, das er eben aus dem Tresor geholt hatte, in der Hand. Die Verführung war groß. Aber im letzten Augenblick entschied er sich dagegen – die zweihunderttausend Euro gehörten ihm nicht, sondern einem Gast. Seufzend legte er das Geld zurück.

Cosima, die das Geschehen im Büro zu Hause an ihrem Computer beobachtete – sie hatte heimlich eine Kamera über dem Safe installiert – verzog verärgert das Gesicht. Sie hatte den Köder so gut ausgelegt. Und jetzt biss der verhasste Kerl einfach nicht an.

„Verdammter Feigling“, zischte sie. Da klopfte es an ihrer Wohnungstür. Es war Herr Grosswihler, der Bankier aus der Schweiz.

„Sie wollten mich sprechen?“ Cosima schaltete schnell ihren Computer aus.

„Er führt sich immer noch auf wie der Sonnenkönig“, beklagte sie sich. „Aber wenn es drauf ankommt, ist er ein erbärmlicher Versager …“

„Übersetzt soll das wohl heißen, Sie haben sich verspekuliert, und Herr Saalfeld hat das Geld aus dem Tresor nicht genommen“, vermutete Grosswihler. Sie warf ihm einen finsteren Blick zu.

„Was in dem Fall auf Ihre Kappe geht“, meinte sie dann. „Anscheinend war das Angebot, das Sie ihm unterbreitet haben, nicht attraktiv genug.“

„Oder seine moralischen Skrupel sind größer, als Sie erwartet haben“, hielt der Bankier ungerührt dagegen. Sie lachte auf. „So oder so … Die Sache hat sich erledigt. Also fliege ich heute zurück nach Zürich.“

„Gar nichts hat sich erledigt.“ Cosimas Stimme war scharf geworden. „Der erste Versuch ist danebengegangen, richtig. Das bedeutet lediglich, Sie müssen beim zweiten wesentlich überzeugender sein.“

„Das war so aber nicht abgemacht“, protestierte er, doch sie schnitt ihm mit einer Handbewegung das Wort ab.

„Was denn? Die äußerst großzügige Provision haben Sie gerne angenommen. Dabei war von einem Flop keine Rede gewesen.“ Sie war fest entschlossen, Werner Saalfeld zur Strecke zu bringen.

„Du kannst für eure Verlobungsfeier jetzt ein Gedeck mehr einplanen“, sagte Lukas zu seinem Freund und Mitbewohner Michael Niederbühl. Der Geschäftsführer hatte sich wieder mit Sandra versöhnt. Er war so glücklich darüber, dass er es kaum in Worte fassen konnte. Michael freute sich für ihn. Und er freute sich auch auf die bevorstehende Verlobung mit Charlotte. Es gab nur einen Wermutstropfen. „Hast du ihr inzwischen gebeichtet, dass du Fabiens Vater bist?“, fragte Lukas. Dr. Niederbühl senkte den Blick. „Heute Abend ist die Feier!“, mahnte Lukas. „Und sie hat noch immer keine Ahnung?“

„Du hast das Hin und Her mitbekommen“, verteidigte sich Michael hilflos. „Charlottes Ängste …“ Wenn sie von Fabien wüsste, würde alles wieder von vorne beginnen.

„Erst mal ist das natürlich verdammt hart für sie“, gab Lukas zu. „Aber bei der Liebertz und dir sind keine Gefühle im Spiel, das weiß sie genau. Geht es nicht in erster Linie um deine Ängste?“ Michael nickte beklommen. Er hatte den Zeitpunkt für eine Beichte verpasst.

„Und jetzt …Vielleicht verliere ich alles, was mir wichtig ist.“ Michael seufzte ratlos.

Lukas schüttelte den Kopf. „Frau Saalfeld ist die großzügigste Frau, die ich kenne“, stellte er fest. „Mal abgesehen von Sandra. Sie wird es dir hoch anrechnen, dass du Tanja nicht hängen lässt.“

„Sie wird es anders sehen“, widersprach der Arzt. „Das mit Tanja auf dem Waldfest … Es war aus einer Laune heraus.“ Das war normalerweise gar nicht seine Art. „Aber Charlotte wird mich für verantwortungslos und leichtsinnig halten.“ Trotz dieser Befürchtung war ihm selbst klar, dass er zumindest Tanja Liebertz die Wahrheit sagen musste. „Dann könnte ich Fabien ein Vater sein … Das hätte so ein süßer Kerl schon verdient.“ Der sehnsüchtige Ton, der in diesen Worten lag, entging Lukas nicht.

„Du kennst den Bengel nur vom Foto. Dafür bist du aber ganz schön vernarrt in ihn.“ Dem konnte Michael nicht widersprechen. „Du kannst dir nicht ewig eine Hintertür offen lassen“, fand sein Freund. „Alle Beteiligten haben eine klare Ansage verdient. Entweder du redest mit der Liebertz und klärst die Angelegenheit – oder du verzichtest auf deinen Sohn. Und zwar für immer.“

Hildegard hatte die Notlage alleinerziehender Mütter zu ihrem neuen Wahlkampfthema gemacht. Tanja Liebertz hatte sich gern als „lebendes Beispiel“ zur Verfügung gestellt – sie bekam für ihren Sohn im Ort einfach keinen Krippenplatz. Also hatte Frau Sonnbichler versprochen, im Fall ihrer Wahl zur Bürgermeisterin die örtliche Krippe auszubauen. Das hatte ihr einen ordentlichen Vorsprung vor ihrem Mann eingebracht – die Umfragen ergaben, dass sie auf der Beliebtheitsskala ganz oben rangierte.

André, der als Wahlhelfer für Alfons tätig war, wollte reagieren und schlug vor, den Pfarrer der Dorfkirche auf ihre Seite zu ziehen.

„Wenn der von der Kanzel einen kleinen Hirtenbrief zu Ihren Gunsten verliest, haben wir den Wahlsieg in der Tasche“, sagte der Chefkoch.

„Ich will aber nicht rumtricksen“, brummte Herr Sonnbichler. „Ich möchte gewählt werden, weil ich die besseren Argumente habe.“ Und er dachte schon gar nicht daran, seinen Glauben für politische Zwecke instrumentalisieren zu lassen.

„Ihre moralischen Skrupel in Ehren …“, argumentierte André dagegen. „Aber wissen Sie eigentlich, wie ungeniert Ihre Frau auf Stimmenfang geht?“ Wenn Alfons sich weigerte, den Pfarrer für seine Zwecke einzuspannen, konnte ihn das den Wahlsieg kosten. Aber Herr Sonnbichler ließ sich auf diese Diskussion gar nicht erst ein. „Du sollst den Namen des Herren nicht missbrauchen“ – so stand es in der Bibel. Und daran würde er sich halten. Da konnte André Konopka noch so verständnislos mit den Augen rollen.

Charlotte und Sandra durchquerten gemeinsam die Lobby. Charlotte wirkte aufgeregt wie ein junges Mädchen.

„Man denkt doch, beim zweiten Mal ist man ruhiger“, seufzte sie. Aber das Gegenteil war der Fall: Sie war noch nervöser als damals, vor ihrer Verlobung mit Werner.

„Wäre auch schlimm, wenn man sich an so was gewöhnen würde“, lächelte Sandra. Beinahe war sie ein bisschen neidisch auf Frau Saalfeld – die würde ab jetzt ihr Leben mit dem Mann verbringen, den sie liebte. „Er ist in seiner Praxis gerade enorm eingespannt“, stellte Charlotte trocken fest. „Es ist also fraglich, ob ich überhaupt etwas von ihm habe.“ Aber Michael hatte sich den morgigen Tag freigehalten – damit sie beide eine Radtour machen konnten. Sandra bekam große Augen, als sie das hörte. Wie gern hätte auch sie mal wieder eine Radtour gemacht …

Doch als sie Lukas davon erzählte, schüttelte der energisch den Kopf. Noch hielt er es für zu früh, dass sie sich so anstrengte. Erst einmal sollte sie den Winter abwarten, und dann würde man im nächsten Jahr über Fahrradtouren nachdenken können.

„Nur eine kleine Tour“, bettelte sie. „Ich weiß ganz gut, was ich schaffen kann.“

„Doch eher, was du schaffen willst“, entgegnete er lächelnd. „Mit deinem Dickkopf.“

Sandra hatte es so satt – sich immer nur zu schonen, immer auf Sparflamme … Sie wollte ihr Leben nicht mit halber Kraft leben. Warum verstand Lukas das nicht? Natürlich war er besorgt. Und das fand sie ja auch süß, aber irgendwie nervte es auch. Schließlich hatte sie ein gesundes und starkes Herz. Sie musste ihrem Freund begreiflich machen, dass sie wieder einigermaßen fit war. Er musste es mit eigenen Augen sehen. Sonst hatte sein Wattebauschprogramm nie ein Ende.

Zunächst einmal holte sie eines der Hotelfahrräder aus dem Schuppen und brachte es wieder auf Vordermann.

Cosima ließ es sich derweil nicht nehmen, ihrem Sohn seine Zukunft mit Sandra Ostermeyer in düsteren Farben auszumalen.

„Du bist jung, du willst was erleben, und das sollst du auch“, säuselte sie. „Aber daraus wird mit deiner Sandra nichts werden.“

„Mir ist klar, worauf ich mich einlasse“, erwiderte Lukas kühl. „Aber danke für deine überraschende Fürsorge.“

„Was ist, wenn du mal wieder eine ausgedehnte Wanderung machen willst?“, fuhr sie ungerührt fort. „Oder bis in die Morgenstunden feiern? Da kann deine Freundin nicht mithalten. Und zwar dauerhaft.“

„Das ist doch meine Sache“, knurrte er.

„In der ersten Verliebtheit ist dir das natürlich egal“, bohrte sie weiter. „Da reicht es, wenn ihr abends Hand in Hand auf dem Zimmer hockt. Aber wenn das zur Routine geworden ist, wirst du dich nach Abwechslung sehnen.“ Er schüttelte nur den Kopf. „Junge, sie ist keine gesunde Frau. Sie kann sich jederzeit einen Virus einfangen. Oder ihr Körper stößt das Herz ab. Das Leben an der Seite dieser Frau bedeutet Verzicht und permanente Rücksichtnahme. Ich weiß leider sehr genau, wovon ich rede.“ Nun reichte es ihm endgültig.

„Dein schwaches Herz war sicher nicht der Grund, warum dich Vater verlassen hat“, sagte er hart. Und diese Worte verletzten selbst Cosima zutiefst.

Lukas hatte sich schon um eine Überraschung für seine Freundin gekümmert: Wenn Sandra unbedingt Fahrrad fahren wollte, sollte sie das tun. Aber nicht auf dem Hotelfahrrad, das sie gerade in Ordnung gebracht hatte, sondern in einer Rikscha. Er hatte extra eine zum Fürstenhof bringen lassen.

Zunächst war Sandra wenig begeistert von der Aussicht, sich hinten in die Rikscha zu setzen und sich von ihm durch die Gegend fahren zu lassen. Doch Lukas duldete keinen Widerspruch. Und nach einer Weile fand sie tatsächlich Vergnügen daran, sich von ihm herumkutschieren zu lassen wie eine Prinzessin.

Nicht nur Charlotte – auch Tanja war nervös wegen heute Abend. Schließlich sollte sie bei der Verlobungsfeier von Frau Saalfeld und Dr. Niederbühl singen. Sie stand im Personalraum, übte den Song „Total Eclipse of the Heart“ und wurde immer verunsicherter: Bei jedem Versuch traf sie an einer bestimmten Stelle den Ton nicht! Marie versuchte, ihre Freundin zu beruhigen.

„Du weißt doch, dass du gut bist“, meinte sie. Doch das Gefühl hatte Tanja gerade nicht. Am liebsten hätte sie ihren Auftritt sofort abgesagt. Wieder begann sie mit dem Lied, da kam auf einmal Nils herein.

Vollkommen verzückt starrte er sie an, was Tanja nur noch unruhiger machte.

„Willst du hier Wurzeln schlagen?“, zischte sie, nachdem sie an derselben Stelle wieder gepatzt hatte.

„Reg dich ab“, erwiderte er sichtlich gekränkt. „Ich bin ja schon weg.“ Türenknallend ging er wieder hinaus.

„Musste das sein?“ Marie blickte Tanja vorwurfsvoll an. Sie wusste ja, dass Tanja und Nils einmal miteinander im Bett gelandet waren. Und dass Tanja keine Ahnung hatte, wie es mit ihr und dem Fitnesstrainer weiterlaufen sollte. „Was sagt er denn dazu?“, fragte Marie.

„Keine Ahnung …“ Tanja hob ratlos die Schultern. „Wir haben seit der Sache nicht mehr richtig miteinander geredet.“

„Dann wird es aber höchste Zeit“, fand Marie. Aber Tanja bestand darauf, sich erst einmal um ihren Auftritt heute Abend kümmern zu müssen.

Alfons spürte, dass bei ihm eine Erkältung im Anmarsch war. Aber er wollte auf keinen Fall Charlottes Verlobung verpassen – also ging er zu Dr. Niederbühl in die Praxis.

Michael hatte am Schreibtisch gesessen und auf ein Foto von Fabien gestarrt. Als Herr Sonnbichler hereinkam, warf er es gerade entschlossen in den Papierkorb.

„So lösen Sie also das Problem“, stellte Alfons fest. „Aus den Augen, aus dem Sinn …“

„Herr Sonnbichler, es ist jetzt gut!“ Michael reagierte gereizt. „Das Thema haben wir mehr als ausgiebig diskutiert.“ Und dann gab er dem Portier ein Erkältungsmedikament und schickte ihn wieder hinaus.

Am Nachmittag hatte sich Charlotte für die Verlobungsfeier umgezogen. Es klopfte an der Tür ihres Zimmers – Sandra brachte den bestellten Blumenstrauß.

„Es sind drei Rosen aus Ihrer Züchtung dabei“, erklärte sie, als sie Charlotte das Bukett überreichte. „Ich hoffe, das ist in Ordnung.“

„Das ist eine ganz wunderbare Idee.“ Frau Saalfeld war sichtlich gerührt. „Vielen, vielen Dank.“ Die Blumen waren nicht nur wunderschön, sie passten auch perfekt zu ihrem Kleid.

„Sie sehen großartig aus“, stellte Sandra aufrichtig fest.

„Ich fühle mich wie ein Teenager vor dem Debütantinnenball“, gestand Charlotte mit einem schiefen Lächeln. Nie im Leben hätte sie gedacht, dass sie noch einmal einen solchen Schritt wagen würde. „In meinem Alter …“

„Was spielt das für eine Rolle, wenn man sich ganz sicher ist?“, meinte Sandra überzeugt. „Es zählt doch nur, dass man sich wirklich liebt.“

„Das haben Sie schön gesagt“, entgegnete Frau Saalfeld leise. „Herr Zastrow hat Ihnen hoffentlich die Einladung gegeben?“ Sandra nickte und erkundigte sich dann, ob Werner auch zu dem Fest kommen würde.

„So angespannt, wie er in den letzten Tagen war, halte ich das für keine gute Idee“, gab Charlotte zur Antwort.

„Er ist schon wieder voll auf der Höhe“, sagte Sandra. „Seit er seine finanziellen Sorgen los ist.“ Überrascht zog Charlotte die Augenbrauen hoch – davon hatte sie noch gar nichts gewusst.

„Trotzdem hätte ich die ganze Zeit Sorge, dass es zum Eklat kommt.“ Werner war schließlich immer noch furchtbar eifersüchtig auf Michael. Dem konnte Sandra nicht widersprechen – ihr Vater tat ihr leid.

Kaum dass sich Sandra verabschiedet hatte, klopfte es wieder an der Tür, und Michael trat ein. Verliebt betrachtete er Charlotte.

„Was habe ich nur für ein unverschämtes Glück, dass ich mit dieser schönen Frau verlobt bin“, erklärte er strahlend.

„Hast du.“ Sie lachte, wurde dann aber plötzlich ernst. „Michael, bevor es gleich losgeht … Ich muss dir noch eine Frage stellen. Ganz ehrlich – wirst du mit mir auch ohne eigene Kinder glücklich sein?“

„Das werde ich“, versicherte er aus vollem Herzen. In diesem Moment glaubte er daran, dass er mit all dem abgeschlossen hatte. Und dass es ihm auch nichts ausmachte, Fabien niemals ein Vater sein zu können.

Die Feier war schon in vollem Gang. Die Verlobten strahlten um die Wette, und sogar Alfons hatte seine aufziehende Erkältung so gut wie vergessen. Nun wurde es Zeit für Tanjas Auftritt. Sie stellte sich auf die Bühne, Michael nahm den Platz am Klavier ein.

„Liebe Frau Saalfeld, lieber Herr Niederbühl …“, begann sie leicht unsicher. „Liebe Freunde und Gäste … Es ist mir eine große Ehre, dass ich bei dieser schönen Verlobungsfeier ein paar Lieder singen darf. Ich hoffe, Ihnen gefällt das Repertoire, dass Doktor Niederbühl und ich zusammengestellt haben …“ Und dann setzten die ersten Akkorde von „Total Eclipse of the Heart“ ein. Tanja sang wie ein Engel. Aber sie hatte Angst – die kritische Stelle in dem Song stand noch bevor. Da entdeckte sie auf einmal Nils am Eingang, der sie wie verzaubert anstarrte und ihr dann ein aufmunterndes Lächeln zuwarf. Sie blickte in seine Augen und meisterte die Stelle so mühelos, als hätte es damit nie ein Problem gegeben. Sie begann zu strahlen. Nicht nur, weil sie den Ton getroffen hatte – vor allem, weil sie auf einmal begriff, dass sie in Nils Heinemann verliebt war.

Auf der Tanzfläche drehten sich die Paare. Michael und Charlotte konnten einander gar nicht loslassen, so glücklich waren sie. Und auch Sandra und Lukas tanzten eng umschlungen – wenigstens in diesem Moment schien es so zu sein, als könnte nichts und niemand ihrer Liebe etwas anhaben. Und noch zwei hatten sich gefunden: Nils und Tanja hielten einander in den Armen und sahen sich in die Augen. Es hatte keiner Worte bedurft – Nils hatte auch so verstanden, dass es in Tanjas Kopf und Tanjas Herzen endlich „Klick“ gemacht hatte.

Werner saß derweil einsam vor einem Glas Wasser an der Bar. André hatte Mitleid mit ihm und nahm neben ihm Platz.

„Meine Exfrau verlobt sich“, stöhnte der Senior. „Die Frau, die ich … Die mir noch immer sehr viel bedeutet. Sie steuert mit einem dahergelaufenen Jungspund den Hafen der Ehe an.“

„Du hättest es anders haben können“, gab sein Bruder zu bedenken.

„Ja, und nicht nur in dieser Hinsicht.“ Werner wirkte wie ein Häufchen Elend. „Es dauert nicht mehr lange, dann hält die Zastrow hier das Zepter endgültig in der Hand.“

„Kopf hoch!“, versuchte der Chefkoch, ihn aufzumuntern. „Du hast die Kreditrate getilgt, das ist ein Anfang. Und wo bleibt überhaupt dein Kampfgeist? Du hast doch schon ganz andere Kaliber in die Tasche gesteckt.“

„Du bist hier anscheinend der Einzige, auf den ich mich hundertprozentig verlassen kann.“ Sentimental legte Werner seinem Bruder eine Hand auf die Schulter.

„Noch mehr in der Richtung, und ich fange an, mir Sorgen zu machen“, frotzelte der. „Bin gleich zurück.“ André verschwand in der Küche. Und da stellte sich auf einmal Cosima neben den Senior.

„Nanu, der Herr Saalfeld lässt sich die Verlobung seiner Exfrau entgehen?“, spottete sie. „Ist das etwa Neid auf den attraktiven Herrn Doktor?“

„Die Bar ist geschlossen“, erwiderte er eisig.

„Ich wollte Ihnen nur etwas mitteilen“, bemerkte sie gelassen. „Die Umbaupläne für den Golfplatz nehmen Gestalt an.“

„Verschonen Sie mich doch bitte mit Ihren Hirngespinsten!“, brauste er auf.

„Frau Engel und Herr Winkelmann sind begeistert.“ Cosima lächelte ein böses Lächeln.

„Da haben sich ja die richtigen Gangster getroffen …“, knurrte er. Aber sie ließ sich nicht provozieren.

„Irgendwann habe ich Ihre Anteile, Konopka“, verkündete sie. „Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“ Und dann stolzierte sie erhobenen Hauptes davon.

2. KAPITEL

Am nächsten Morgen traf Werner seine Exfrau in der Lobby und grüßte sie distanziert.

„Ich habe es gestern erst mitbekommen …“, sagte Charlotte. „Ich freue mich sehr, dass du die Rate noch rechtzeitig aufbringen konntest.“

„Alles andere wäre meiner doch nicht würdig“, erwiderte er grimmig. „Die Zastrow wird sich an mir noch die Zähne ausbeißen.“ Charlotte lächelte und wollte dann wissen, ob er sehr enttäuscht gewesen war, dass sie ihn zu ihrer Verlobungsfeier nicht eingeladen hatte. „Ich war ohnehin verhindert“, behauptete er, aber sie spürte, dass das eine Lüge war. „War es denn schön?“, fragte er bemüht gleichgültig.

„Sehr“, erwiderte sie schlicht. Da trat Ben an die Rezeption und gab einen Schlüssel ab.

„Von Herrn Lugauer. Er ist für drei Tage verreist. Kein Check-out.“ Werner spitzte die Ohren. Herr Lugauer, Harry Lugauer. Das war der Gast, der die zweihunderttausend Euro im Hotelsafe deponiert hatte. Und der war nun für drei Tage verreist?

Kurz darauf war der Senior allein im Büro. Entschlossen ging er zum Tresor und öffnete ihn. Lukas Zastrow kam gerade herein, als Werner die Geldscheinbündel in seine Aktentasche packte.

„Darf man fragen, was Sie da tun?“, fragte der Geschäftsführer erstaunt.

„Ich bringe auf Wunsch unseres Gastes Harald Lugauer das Geld zur Bank“, log Werner souverän. „Ihm ist der Tresor zu unsicher.“

„Vernünftig“, entgegnete Lukas, betrachtete den Senior aber mit einer leisen Skepsis. Doch der blieb vollkommen gelassen, schloss seine Aktentasche und verabschiedete sich.

Tanja erwachte neben Nils. Und sie fühlte sich sofort unsicher. Sie hatten eine wunderbare Liebesnacht verbracht, aber nun wusste sie nicht, wie sie sich verhalten sollte. Deshalb begegnete sie ihm ruppiger, als sie eigentlich wollte, und sagte, sie müsse sofort zu Fabien.

„Machen wir das jetzt wie beim letzten Mal?“, fragte Nils. „Erst gibt es eine tolle Nacht, und danach geht jeder von uns tagelang auf Tauchstation?“ Sie schluckte. „Du und ich … Das mit uns, das ist doch jetzt was Ernstes“, fügte er hinzu. Tanja schwieg. „Und dann könnte ich ja mitkommen, zu Fabien. Also nur, wenn du willst, natürlich.“ Jetzt verzog sich ihr Gesicht zu einem Strahlen.

„Und ob ich will!“ Überglücklich fielen sich die beiden in die Arme. Nun waren sie also wirklich ein Paar. Und er war gewillt, auch die Verantwortung für Fabien mit zu übernehmen.

Vormittags saßen sie mit dem Kleinen im Park. Charlotte und Michael schoben mit ihren Fahrrädern den Weg entlang und entdeckten die drei. Sofort wollte Charlotte zu Tanja, um ihr Hallo zu sagen und sich noch einmal für ihren Auftritt am gestrigen Abend zu bedanken. Michael versuchte alles, sie zurückzuhalten – es setzte ihm schon genug zu, seinen Sohn nur aus der Ferne zu sehen. Aber Charlotte ignorierte seine Versuche, und so folgte er ihr schweren Herzens. Er hörte kaum, worüber gesprochen wurde. Denn Fabien blickte ihn an. Sein Sohn blickte ihn an. Und Michael ging das Herz auf.

Natürlich hatte Werner die zweihunderttausend Euro nicht zur Bank gebracht. Stattdessen übergab er den Betrag Herrn Grosswihler.

„Ich finde es großartig, dass Sie die nötige Summe doch noch so kurzfristig auftreiben konnten“, sagte der. Der Senior nickte nervös.

„Ihr Tipp ist wirklich genauso sicher wie der vorherige?“ Immerhin hatte er mithilfe eines lukrativen Aktiengeschäfts, das der Bankier ihm vorgeschlagen hatte, seine Kreditrate tilgen können.

„Hätte ich Ihnen sonst das Geschäft angeboten?“, entgegnete Grosswihler. „Ich kann Ihnen versprechen, dass dieser Schritt Ihr Leben verändert. Ich werde sofort eine Online-Order über die von Ihnen eingezahlte Summe einleiten. Und damit sind die Aktien der Firma Melanor automatisch Ihrem Depot gutgeschrieben.“

„Bis morgen hat sich der Wert der Anlage mindestens verdoppelt?“, hakte Werner nach. „Das können Sie mir garantieren?“

„Vor Erdbeben, Überschwemmungen und ähnlichem Unbill sind selbst wir nicht gefeit, aber …“ Den Rest überließ der Bankier Werners Fantasie. Und der begann zu lächeln. Er vertraute Grosswihler. Und schon morgen würde er all seine finanziellen Sorgen los sein.

„Gibt es etwas zu feiern?“, fragte Sandra, als sie ihren Vater vor einer Flasche Champagner sitzen sah. Er hätte ihr gern einen Schluck angeboten, aber sie durfte ja keinen Alkohol trinken. „Hast du noch mehr Aktien gekauft?“, hakte sie nach.

„Mit welchem Geld?“

Er lachte aufgesetzt. „Ich bin froh, dass ich mein Auto wiederhabe und die Kreditrate bezahlen konnte. Dank des Tipps von Herrn Grosswihler. Darauf haben wir noch einmal angestoßen.“

„Dann war es wohl doch gut, dass Lukas ihn geholt hat? Lukas, der Betrüger …“ Echte Reue lag in Werners Blick.

„Ich habe zu schnell über deinen Freund geurteilt“, räumte er ein.

„Dann bist du nicht mehr wütend auf ihn?“, fragte sie.

„Im Gegenteil.“ Er schüttelte den Kopf. „Ich bin ihm sehr dankbar. Und ich könnte mir keinen besseren Mann für dich wünschen.“

„Ist das dein Ernst?“ Sandra klang ungläubig.

„Werde glücklich mit ihm“, sagte der Senior schlicht. Sie schmiegte sich dankbar an ihn.

„Das bin ich schon“, erklärte sie zufrieden.

Cosima triumphierte unterdessen, weil Werner Saalfeld ihr nun doch in die Falle gegangen war.

„Gute Arbeit“, lobte sie den Schweizer Bankier. „Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Totalverlust.“ Grosswihlers Provision hatte sie bereits angewiesen.

„Ich habe nachgedacht“, meinte der. „Sie möchten Herrn Saalfeld reinlegen und das Hotel übernehmen, richtig?“ Aber der Fürstenhof war viel mehr wert als seine Provision.

„Was wollen Sie?“, zischte Cosima.

„Entscheiden Sie, was Sie bereit sind zu investieren, um das Hotel Ihr Eigen nennen zu können“, entgegnete er. „Aber ich könnte Sie auffliegen lasen.“

„Ich zahle das Doppelte“, knurrte sie. „Und jetzt verschwinden Sie.“

„Ich glaube, jetzt hast du bei meinem Vater einen Stein im Brett.“ Sandra und Lukas betraten gemeinsam seine Wohnung. „Ohne dich hätte er die Kreditrate nicht zahlen können.“

„Und meine Mutter hätte seine Anteile kassiert“, ergänzte Lukas. „Zumindest einen Teil davon.“ Dann hätte sie ganz allein das Sagen gehabt im Fürstenhof. „Nach allem, was zwischen ihr und mir vorgefallen ist, kann ich mir Schöneres vorstellen“, meinte er.

„Das Verhältnis zu ihr bringen wir auch noch in Ordnung“, erklärte Sandra entschlossen.

„Und wie willst du das hinkriegen?“ Die Skepsis in seiner Stimme war nicht zu überhören.

„Wir schaffen das“, meinte sie. „Schließlich haben wir es auch hinbekommen, dass es zwischen meinem Vater und dir kein Misstrauen mehr gibt.“ Lukas schwieg. Er musste an die Szene im Büro denken: Werner Saalfeld vor dem geöffneten Tresor. Er hätte nicht die Hand dafür ins Feuer gelegt, dass der Senior die zweihunderttausend Euro wirklich zur Bank gebracht hatte. Aber das konnte er Sandra schlecht erzählen. „Weißt du, was er gesagt hat?“, fuhr sie fort. „Dass er sich keinen besseren Mann für mich wünschen kann.“

„Unsere Zusammenarbeit macht das in jedem Fall einfacher“, stellte Lukas fest.

„Und unsere Zusammenarbeit?“ Sie gab ihm einen zärtlichen Kuss.

„Wie meinst du das?“ Sie lächelte.

„Die könnte auch einfacher sein. Immer die langen Wege und Telefonate, wenn man sich sehen oder sprechen will.“ Lukas verstand noch immer nicht. „Doktor Niederbühl zieht sicher bald mit Frau Saalfeld zusammen. Ich könnte ja sein Zimmer übernehmen.“ Sprachlos sah Lukas sie an. „Keine gute Idee?“

„Sie ist hervorragend!“ Ein Leuchten ging über sein Gesicht. „Wann?“

„Den Zeitpunkt bestimmst du.“ Die beiden fielen einander in die Arme.

Und kurz darauf packte Sandra schon ein paar ihrer Sachen zusammen. Sie hatte ganz spontan den Vorschlag gemacht, zusammenzuziehen. Aber es war so toll, dass Lukas sofort damit einverstanden gewesen war, dass sie zu ihm zog. Sie würde neue Seiten an ihm entdecken, dachte sie versonnen. Sie wusste zum Beispiel gar nicht, was er sich gern im Fernsehen ansah. Oder welche Klamotten er trug, wenn er auf dem Sofa herumlümmelte. Sie war wirklich gespannt, wie sich das alles entwickeln würde. Aber eines stand jetzt schon fest: Langweilig würde es sicher nicht werden.

„Gib mir einen Kuss!“ Nils schmiegte sich von hinten an Tanja, die im Personalraum gerade Kaffee aufsetzte. „Nils!“, protestierte sie lachend. „Ich verschütte ja den ganzen Kaffee!“

„Nur einen“, bettelte er.

„Du bist genauso lästig wie Fabien“, erklärte sie scherzhaft, drehte sich zu ihm um und küsste ihn liebevoll.

„Schläfst du heute bei mir?“, fragte er. „Dann müsste ich die Sonnbichlers schon wieder als Babysitter in Anspruch nehmen“, seufzte sie. Irgendjemand musste schließlich bei ihrem Sohn bleiben.

„Bring den Kleinen doch mit“, schlug er vor.

„Zu dir?“ Sie war sichtlich überrascht. „Und wo soll er schlafen? Hendrik ist doch gerade erst wieder bei dir eingezogen.“

„Auf der Luftmatratze“, schlug Nils vor. „Das gefällt Fabien sicher.“

„Und dich stört er nicht?“, hakte sie nach.

„Mich stört es, wenn du nicht da bist“, erwiderte er. „Und ich habe Fabien gern.“

„Er kann anstrengend sein“, wandte Tanja ein.

„Wie seine Mutter.“ Er grinste.

„Was wollen Sie damit sagen, Herr Heinemann?“ In gespielter Empörung stemmte sie die Fäuste in die Hüften.

„Dass du Fabien mitbringst und ich mich darüber freue. Kapiert?“ Er küsste sie zärtlich.

„Ja“, hauchte sie glücklich.

Tanja hatte Fabien gerade ins Bett gebracht. Nils’ Zimmer sah aus wie ein Schlachtfeld, überall lagen Bauklötze und anderes Spielzeug herum.

„Sonst schläft er viel schneller ein“, meinte Tanja. „Keine Ahnung, was er heute hat.“

„Vielleicht die ungewohnte Umgebung?“, vermutete Nils und schloss sie in die Arme.

„Du warst toll mit ihm“, fand sie.

„Er hat es mir auch leicht gemacht“, fand er. Dabei hatte Fabien fünf seiner CDs zerkratzt. Doch darüber hatte Nils nur gelächelt.

„Fremdeln tut er wirklich nicht“, stellte Tanja fest. Eigentlich war das gut, aber sie musste immer aufpassen, dass ihr Sohn nicht mit jedem mitging.

Sie wollte sich daranmachen, das Chaos aufzuräumen, aber Nils hinderte sie.

„Liegen lassen.“ Er zog sie zu sich aufs Sofa. Sie hatten sich gerade eine Sekunde geküsst, da gellte ein Schrei aus dem Schlafzimmer.

„Mamaaaaa!“ Tanja versteifte sich.

„Willst du nicht nachsehen?“, fragte Nils.

„Vielleicht schläft er ja gleich wieder ein“, hoffte sie. Aber da rief Fabien schon wieder nach ihr.

„Scheint nicht so“, lachte Nils.

„Bist du sauer?“ Er schüttelte den Kopf.

„Ich verstehe jeden Mann, der nicht genug von dir kriegen kann. Na los.“ Er schob sie von sich weg.

„Du bist ein echter Traumschatz“, sagte sie dankbar und ging dann zu ihrem Kind.

Sandra und Lukas hatten eine wunderschöne Nacht miteinander verbracht. Und nun bereitete Lukas gerade das Frühstück vor – das erste gemeinsame Frühstück, nachdem seine Freundin zu ihm gezogen war.

Sie trug seinen Bademantel, und das rührte ihn. Sandra ging es ähnlich – sie schaute sich in der Wohnung um, als hätte sie sie noch nie zuvor gesehen. Hier würde sie in Zukunft leben. Zusammen mit dem Mann, den sie liebte. Ihr Blick blieb an der Kalligrafie hängen.

„Ich kann das überstreichen“, sagte er leise, aber sie schüttelte den Kopf. Er hatte ihr erzählt, dass das Schriftzeichen mit Annika zu tun hatte. „Aber ich fand es schön, noch etwas zu haben, das mich an Annika erinnert.“

„Ja.“ Andächtig fuhr Sandra mit den Fingerspitzen über die Kalligrafie. „Ich verdanke ihr mein Leben.“ Die beiden schwiegen einen Moment. „Weißt du eigentlich, was die Zeichen bedeuten?“, fragte sie dann.

„Alles ist von selbst, wie es ist“, erklärte er. „Und: Liebevolle Verbundenheit.“ Er musste sich räuspern. „Immer, wenn Annika oder Hendrik sich allein fühlten, sollten die Zeichen sie an den anderen erinnern. Ich bin für dich da …“

„Wunderschön …“, flüsterte Sandra. „Das werde ich jetzt auch immer denken, wenn ich es betrachte. Dass du für mich da bist.“

„Und du für mich.“ Zärtlich nahm er sie in den Arm. Doch da klingelte sein Handy und unterbrach den innigen Augenblick. Seine Mutter wollte ihn sprechen.

Werner hatte als erste Tat des Tages die Börsennachrichten im Internet aufgerufen. Und was er da sah, ließ ihn panisch werden. „Melanor am Ende!“, lautete die Schlagzeile. „Aktie fällt ins Bodenlose!“ Mit zitternden Fingern wählte er Grosswihlers Handynummer, doch es meldete sich nur die Mailbox des Bankiers. Und als er an der Rezeption anrief und verlangte, mit Grosswihlers Zimmeranschluss verbunden zu werden, erfuhr er, dass der Bankier bereits gestern Abend abgereist war. Fassungslos sank der Senior auf einen Stuhl. Das war sein Untergang.

Es klopfte an der Tür, aber er reagierte nicht. Wieder klopfte es.

„Ja!“, rief er mühsam beherrscht. Charlotte kam herein und begriff sofort, dass etwas passiert sein musste. „Ich bin am Ende“, gestand er ihr mit rauer Stimme. „Komplett am Ende. Der Mistkerl hat mich reingelegt.“

„Welcher Mistkerl?“, entgegnete sie verständnislos.

„Grosswihler.“ Voller Verachtung spuckte er diesen Namen aus. „Gelinkt hat er mich. Seinetwegen habe ich mich verspekuliert.“

„Du hast Aktien gekauft?“ Charlotte war sichtlich entgeistert. „Mit welchem Geld?“ Statt einer Antwort sprang er auf und begann, im Zimmer auf und ab zu tigern.

„Das hat dieser miese, hinterhältige Zastrow mir eingebrockt“, giftete er. „Von wegen, ich kann ihm vertrauen. Der steckt mit seiner Höllenmutter unter einer Decke. Die wollen mich fertigmachen, alle beide.“ Und diesmal hatten sie es geschafft. „Du kannst dich schon mal warm anziehen. In Zukunft weht hier ein scharfer Wind.“

„Hast du etwa deine Anteile verspekuliert?“ Das blanke Entsetzen lag in ihrer Stimme. „Bist du verrückt?“

„Du hast deine verschenkt“, erwiderte er patzig.

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