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Ein tödlicher Deal

Pete Hackett

Ein tödlicher Deal

FBI Special Agent Owen Burke





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Ein tödlicher Deal

Special Agent Owen Burke

 

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

»Der Mörder selbst hat uns auf den Toten aufmerksam gemacht«, erklärte Detective Lieutenant James Howard. »Er rief um 2 Uhr beim 17th Precinct an und erklärte, dass in dem weißen Ford mit der Nummer DYP 755 ein Toter sitzt.«

»Sagte er auch, warum er ihm ein Messer in den Leib gerammt hat, auf das er vorher ein Blatt Papier spießte, auf welches er mit einem Filzstift das Wort 'schuldig' schrieb?«, fragte Special Agent Owen Burke vom FBI New York, der vor wenigen Minuten zusammen mit seinem Kollegen Ron Harris am Tatort eingetroffen war.

Howard schüttelte den Kopf. »Nein. Aber dem ersten Augenschein nach ist es wohl so, dass der Ermordete mit Drogen handelte. Und das schien den Mörder auf den Plan gerufen zu haben. Und weil Drogen im Spiel sind, haben wir euch eingeschaltet.« Howard grinste freudlos. »Hiermit gebe ich die Angelegenheit an euch ab. Ich fahre wieder ins Department und warte darauf, dass irgendwo im Big Apple ein anderer Mord geschieht, der in meine Zuständigkeit fällt.«

»Lass dich nicht aufhalten«, knurrte Ron Harris sarkastisch.

Howard tippte grüßend mit dem Zeigefinger gegen die Stirn und marschierte davon, tauchte unter dem gelben Trassenband hindurch, mit dem die City Police den Tatort abgegrenzt hatte, und bahnte sich einen Weg durch die Menge der Neugierigen, die auf der Straße und auf den Gehsteigen Schulter an Schulter standen.

Die rotierenden Lichter auf den Dächern einiger Einsatzfahrzeuge warfen blaue und rote Lichtreflexe auf die Straße und gegen die Wände der Häuser. Schräg gegenüber, etwas fünfzig Yards von dem weißen Ford mit dem Toten entfernt, war der Eingang der Diskothek 'Sausalitos'.

Kurze Zeit beobachtete Owen Burke die Männer von der Spurensicherung. Sie trugen weiße Schutzanzüge, Mützen, Handschuhe aus Latex und an den Füßen Überziehschuhe aus demselben Material. Bei dem Toten im Wagen handelte es sich um einen Schwarzen. Er war um die fünfundzwanzig Jahre alt. Bis jetzt wussten Burke und Harris nur, dass in dem Ford einige Portionen Haschisch, Marihuana und sogar Heroin gefunden worden waren.

Burke wandte sich an den Leiter des Teams aus dem Police Department. »Weiß man schon, um wen es sich bei dem Toten handelt?«

»Nein. Wie es aussieht, war er ohne irgendwelche Papiere unterwegs. Vielleicht hat man ihm den Führerschein oder den Ausweis weggenommen. Ich bin der Meinung, dass er jemand zum Opfer fiel, mit dem er Geschäfte machte und den er vielleicht betrog.«

»Das schließen Sie aus dem Wort 'schuldig', das auf den Zettel geschrieben war, wie?«

»Ja. Es ist natürlich reine Spekulation. Jedenfalls scheint es sich bei dem Mord um einen Racheakt zu handeln.«

»Oder jemand will eine falsche Spur legen«, wandte Burke ein. »Werden Sie uns in Kenntnis setzen, wenn Sie wissen, um wen es sich bei dem Mann handelt?«, fragte Owen Burke.

»Natürlich. Howard hat Ihnen die Federführung in dem Fall überlassen. Wenn wir mehr wissen, informieren wir Sie.«

»Danke.«

 

*

 

Der Tote hieß Calem Sounders, war vierundzwanzig Jahre alt, wohnte in der 118th Street in East Harlem und war wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorbestraft. Burke schaute sich das Bild des Burschen auf dem Monitor an. Schließlich druckte er es aus und sagte zu Ron Harris: »Fahren wir zu seiner Wohnung. Vielleicht treffen wir dort jemand, der uns mehr über Sounders sagen kann.«

Zehn Minuten später rollten sie auf der Park Avenue nach Norden. Es war 8.35 Uhr und auf den Straßen in Manhattan herrschte wieder einmal der Ausnahmezustand. Bremsen, anfahren, bremsen … Bei manchem Autofahrer lagen die Nerven blank. Adrenalin wurde in Strömen ausgeschüttet …

Nun, Burke und Harris schafften es. Sie brauchten für die paar Kilometer allerdings länger als eine Stunde. Es war 9.40 Uhr, als sie an der Tür des Apartments läuteten, in dem laut Polizeiakte der ermordete Schwarze wohnte.

Eine Frau öffnete. Afroamerikanerin, mittelgroß, schwarze, gelockte Haare, die sich bereits grau zu färben begannen, braune Augen, die vom Weinen gerötet waren, und mindestens fünfzig Pfund Übergewicht. Ihr Alter schätzte Burke auf fünfzig Jahre. »Mrs. Sounders?«, kam es fragend über seine Lippen.

Sie nickte. »Und Sie sind von der Polizei, nicht wahr? Sie kommen wegen Calem. Mein armer Junge. Man hat mich heute Morgen informiert. Ich habe ihn immer wieder angefleht, von diesen Kerlen die Hände zu lassen und sich eine vernünftige Arbeit zu suchen. Aber meine Worte waren in den Wind gesprochen. Dann kam vor ein paar Tagen dieser anonyme Brief …«

»Wir sollten drin über alles sprechen, Ma'am«, sagte Burke, als die Frau schwieg.

»Entschuldigen Sie«, murmelte Mrs. Sounders. »Bitte, kommen Sie herein.« Sie vollführte mit der rechten Hand eine einladende Geste. Im Wohnzimmer bot sie den Agents Sitzplätze an.

»Sie sprachen von einem anonymen Brief, Ma'am«, ergriff Ron Harris das Wort.

Mrs. Sounders richtete den Blick auf den G-man. »Er lag vor zwei Tagen im Briefkasten. Ein zugeklebtes Kuvert ohne Empfänger- oder Absenderangabe. Ich riss ihn auf. 'An den Dealer', stand auf einem Blatt Papier. 'Das Urteil ist gesprochen. Es lautet Tod.' Das war alles. Ich kann Ihnen den Brief gerne zeigen.«

»Bitte, holen Sie ihn«, bat Owen Burke.

Die dicke Frau erhob sich ächzend und verschwand in einem angrenzenden Raum. Als sie ins Wohnzimmer zurückkehrte, hielt sie ein Blatt Kopierpapier in der Hand. Es wies Knickstellen auf wo es zusammengefaltet war. Sie reichte es Owen Burke und ließ sich mit einem Ächzen auf den Lippen wieder in den Sessel fallen. Der Agent las. Dann sagte er: »Wir brauchen den Brief. Das Papier muss auf Fingerabdrücke oder andere Hinweise, die möglicherweise einen Schluss auf den Schreiber zulassen, überprüft werden. Waren Sie eben im Zimmer Ihres Sohnes?«

»Ja. Calem lebte noch bei mir.« Mrs. Sounders' Augen füllten sich mit Tränen. »Ich habe es ihm immer prophezeit. Immer wieder habe ich es ihm gesagt, dass es mit ihm mal ein schlimmes Ende nehmen wird. Aber der Junge wollte nicht auf mich hören. Und jetzt …« Sie schniefte. Tränen kollerten ihre fleischigen Wangen hinunter.

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