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Ein gefährliches Spiel

1. KAPITEL

Rosalie blickte Cosima verunsichert an. Meinte Lukas’ Mutter das tatsächlich ernst? Cosima hatte Rosalie eben vorgeschlagen, sie solle Lukas an Werner Saalfeld verraten.

„Sie glauben wirklich, das funktioniert?“ Cosima nickte. „Sie wissen also genau, wie man Lukas dahin bekommt, wo man ihn haben will?“

„Ich bin seine Mutter“, antwortete Cosima selbstbewusst.

„Und warum will er dann nichts mehr mit Ihnen zu tun haben?“, bohrte Frau Engel weiter. „Warum trifft er seine eigenen Entscheidungen, und Sie stehen hilflos daneben?“

„Der Druck ist eben noch nicht groß genug“, erwiderte Cosima nun etwas verärgert. Rosalie hatte ihren Finger in die Wunde gelegt. „Ich war bisher viel zu lax mit ihm.“

„Ich will aber keinen dressierten Fiffi an meiner Seite“, begehrte Frau Engel auf. „Ich will einen Mann, der mich liebt!“ Und sie war sich eigentlich sicher: Lukas würde ihr niemals verzeihen, wenn sie ihn verriet. „Wozu habe ich ihm sonst geholfen? Er vertraut mir. Zu Recht!“ Cosima grinste abfällig. Aber Rosalie hatte ihre Entscheidung getroffen – diesmal wollte sie keine Tricks anwenden. „Er wird auch so erkennen, dass ich die Richtige für ihn bin“, meinte sie. „Das habe ich aus der Geschichte von Felix und meiner Schwester gelernt. Wenn ein Paar zusammenkommen soll, dann kommt es auch zusammen.“

Charlotte war vor Michael davongelaufen, aber er folgte ihr, bis ins Restaurant.

„Du bleibst jetzt gefälligst stehen!“ Dass auch alle Gäste und André und Simon, die gerade die Weinauswahl besprachen, mit anhörten, was er Charlotte zu sagen hatte – das war ihm gleichgültig. „Zum hundertsten und allerletzten Mal: Ich liebe dich. Und nur dich. Und ja, leider bin ich jünger als du. Aber mir ist das egal.“

„Nicht so laut“, bat sie peinlich berührt.

„Für mich bist du zeitlos schön“, fuhr er unbeirrt fort. André und sein Sohn tauschten einen vielsagenden Blick. Hier war echte Liebe im Spiel, das war eindeutig. „Wenn du willst, dass wir glücklich werden, dann glaube mir endlich!“ Dr. Niederbühl blickte sie eindringlich an. „Deine ewige Eifersucht schadet unserer Beziehung nämlich – und nicht der Altersunterschied!“

Werner und Astrid saßen gerade beim Mittagessen. Sandra hatte darum gebeten, dass Lukas und nicht ihre Mutter sie zur Nachuntersuchung ins Krankenhaus begleitete. Und Werner hatte den beiden sogar seinen Privatwagen geliehen.

„Gestern hast du kein gutes Haar an Lukas Zastrow gelassen“, meinte Astrid. „Und heute darf er mit unserer Tochter zur Nachuntersuchung? Mit deinem Auto?“ Dabei war sie extra in den Fürstenhof gekommen, um Sandra heute beizustehen.

„Ich wollte allein mit dir Mittag essen“, behauptete er charmant, doch damit gab sie sich nicht zufrieden. Sie verlangte eine ehrliche Antwort von ihm – dass es mit ihnen beiden nichts mehr werden würde, hatte sie inzwischen eingesehen. „Ich möchte alles tun, um Sandra glücklich zu machen“, erklärte er nun. Astrid nickte. Sie ahnte, dass er sich deswegen auch wieder um sie bemühte. Aber ihr sollte das recht sein.

Charlotte war wenig begeistert, als sie die beiden zusammen am Tisch entdeckte. Sie war noch immer ganz aufgewühlt von der Szene mit Michael. Aber Werner genoss es, dass seine Exfrau ihn zusammen mit Astrid Ostermeyer sah.

„Die Damen kennen sich ja bereits …“, lächelte er.

„Ja.“ Charlotte räusperte sich verlegen. „Wir hatten einen netten Abend zusammen an der Bar.“

„Unser Gespräch … Ich weiß gar nicht mehr, was ich da alles gesagt habe. Ich hoffe, ich bin Ihnen nicht auf die Füße getreten.“ Auch Astrid war die Situation sichtlich unangenehm. Sie hatte an besagtem Abend furchtbar schlecht über Werner gesprochen. Und jetzt ließ sie sich von ihm zum Essen einladen. Hastig erhob sie sich und verabschiedete sich unter einem Vorwand. Sowohl Werner als auch Charlotte waren überrascht von ihrem plötzlichen Aufbruch.

„Ich wollte Frau Ostermeyer nicht vertreiben“, beteuerte sie. Der Senior winkte lässig ab. Aber ihm fiel auf, dass seine Exfrau angespannt wirkte.

„Hast du Kummer?“, fragte er. Sie schien zu zögern. „Streit mit Doktor Niederbühl?“, hakte er nach.

„Er legt mir die Welt zu Füßen“, seufzte sie. „Noch nie hat mir ein Mann so leidenschaftlich seine Liebe geschworen.“ Unzufrieden verzog Werner das Gesicht. „Trotzdem habe ich Angst, dass es nicht funktioniert zwischen ihm und mir.“ Irgendwann würde Michael die Beziehung zu ihr bereuen, befürchtete sie. Nicht jetzt, aber vielleicht in zehn Jahren. Wenn sie nicht mehr mithalten konnte.

„Wer denkt denn jetzt schon daran, was in zehn Jahren passiert?“, wandte der Senior ein, doch sie hörte ihn gar nicht.

„Vielleicht sollte ich wieder zurück nach Afrika gehen“, überlegte sie leise. Dort hatte ihr Leben einen Sinn gehabt. Dort war sie gebraucht worden, es hatte feste Regeln gegeben … Werner betrachtete sie mit einer Mischung aus Sehnsucht und Melancholie.

„Seit wir uns getrennt haben, hatte keiner von uns richtig Glück in der Liebe“, fand er. Dafür hatte Charlotte nur ein Schnauben übrig. Er hatte seitdem sogar zweimal geheiratet – wenn auch beide Male dieselbe Frau. Und mit Astrid Ostermeyer bahnte sich doch sicher wieder eine neue Geschichte an. Das konnte er noch so heftig bestreiten.

„So vorsichtig bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht gefahren.“ Lukas hatte Werners Wagen gerade wieder in die Garage gestellt. „Ich hatte aber auch nie eine so wertvolle Fracht.“ Sandra und er tauschten ein Lächeln.

„Ich bin unheimlich erleichtert, dass alles in Ordnung ist“, gestand sie. Sie wollte gleich zu ihrer Mutter, um ihr zu erzählen, dass die Untersuchungsergebnisse bestens ausgefallen waren. Sie würde wirklich wieder ein ganz normales Leben führen können. Mit dem Unterschied, dass jeder Tag seit ihrer Erkrankung für sie ein Geschenk bedeutete.

„Und von den Strapazen der Operation spürst du auch nichts mehr?“, fragte Lukas besorgt. Sie schüttelte den Kopf.

„Kaum“, meinte sie. „Mein Körper hat Annikas Herz problemlos angenommen.“ So gut, dass selbst die Ärzte darüber staunten.

„Es sollte wohl so sein“, flüsterte er. Die beiden sahen einander bewegt in die Augen. Dann schüttelte er die trüben Gedanken ab. Heute war ein Tag zum Feiern.

Aber seine Mutter machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Cosima hatte ihren Sohn zum Gespräch zitiert.

„Ich werde nicht dulden, dass du den Fürstenhof bestiehlst. Und damit deine eigene Mutter.“ Lukas’ Miene wurde bitter. Das konnte sie doch nur von Rosalie Engel erfahren haben!

„Das hätte ich Idiot mir denken können!“, rief er aufgebracht. „Sie hat nur auf eine Gelegenheit gewartet, um mich in die Pfanne zu hauen.“

„Lenk nicht ab“, verlangte Cosima kühl. „Frau Engel sitzt im gleichen Boot wie du. Ihr macht die illegale Transaktion sofort rückgängig, oder ihr fliegt beide hochkant raus!“ Wenn er die siebzigtausend Euro, die Rosalie für ihn vom Geschäftskonto des Fürstenhofs abgezweigt hatte, nicht augenblicklich zurückgab, würde er schon morgen auf der Straße sitzen. Dass er das Geld nicht gestohlen, sondern nur geliehen hatte und es in Raten zurückzahlen wollte, interessierte seine Mutter nicht.

„Es geht dir nicht ums Geld.“ Er hatte begriffen. Sie wollte, dass er wieder nach ihrer Pfeife tanzte. „Das ist Erpressung“, stellte er fest. Aber das würde er sich nicht bieten lassen. „Wenn du mich auffliegen lässt, verlierst du deine Anteile am Fürstenhof, das schwöre ich.“

„Tu dir keinen Zwang an, wenn du das Echo aushältst“, spottete sie. „Ich werde dann nämlich deinem Turteltäubchen erzählen, dass du von Anfang an darüber Bescheid wusstest, wie ich an meine Anteile gekommen bin, und nichts dagegen unternommen hast. Und das wird deine Sandra bestimmt nicht erfreuen.“ Er konnte es kaum fassen, wie bösartig sich Cosima verhielt. Dabei war sie doch seine Mutter. Seine eigene Mutter.

Sandra ahnte von all dem nichts. Sie war noch immer glücklich über die Untersuchungsergebnisse. Es war kaum zu fassen: Sie war gesund. Es war alles so wie früher – vor ihrer Krankheit. Wie sich alles gefügt hatte … Noch vor Kurzem hatte sie gedacht, sterben zu müssen. Und jetzt war alles schöner und bunter als je zuvor. Plötzlich hatte sie einen Vater und eine große Liebe. Sie lächelte vor sich hin. Lukas war der Mann ihres Lebens, das spürte sie genau. Mit ihm wollte sie alt werden.

Tanja hatte auf dem Waldfest tatsächlich einen Mann getroffen, von dem sie glaubte, er könne Fabiens Vater sein. Er hieß Vinzenz Kraft, lebte im Dorf und war als Schläger verschrien. Aber ihr war das inzwischen beinahe egal. Sie war es leid, alleinerziehende Mutter zu sein. Sie brauchte einfach jemanden, der die Verantwortung für ihren Sohn mit ihr teilte.

Nils Heinemann warnte Tanja mehrfach vor Vinzenz Kraft – vergeblich. Sie war nun fest entschlossen, nach Italien zu fahren, Fabien zu holen und seinen vermeintlichen Vater vor vollendete Tatsachen zu stellen. Außerdem konnte sie die Situation nutzen und ihren Sohn bei Dr. Niederbühl in der Praxis impfen lassen. Als sie den Arzt jedoch mit dieser Bitte behelligte, kassierte sie eine harsche Abfuhr.

„Ich bin kein Kinderarzt“, fuhr er sie an. „Und den Impfstoff habe ich auch nicht in der Praxis.“ Sie ahnte ja nicht, warum er so ruppig reagierte. Er war Fabiens Vater. Doch bislang wussten das nur er und Lukas.

Trüber Stimmung saß Michael noch abends in der Praxis. Und wieder war es Helen, die es verstand, ihn aufzuheitern. Diesmal mit selbst gebackenen Muffins.

„Sie sollten mich nicht so verwöhnen“, lächelte er.

„Aber Sie haben es verdient“, fand sie. „Sie arbeiten so hart …“

„Trotzdem … Dass Sie hier dauernd Überstunden machen, das darf nicht einreißen.“ Sein Ton wurde ironisch. „Das wird mir auf Dauer zu teuer.“

„Ich mache das aber gerne, auch ohne Bezahlung“, beteuerte sie. Da entdeckte sie einen Kuchenkrümel an seiner Wange. Zärtlich wischte sie ihn fort. „Ich werde alles tun, damit Sie sich wohlfühlen“, flüsterte sie verliebt. Die beiden sahen sich einen Moment lang tief in die Augen. Es knisterte heftig. Doch dann riss Michael sich entschlossen von ihrem Anblick los.

„Es ist besser, wenn wir das lassen“, stellte er fest. Sie war sichtlich enttäuscht. „Ich glaube, wir müssen reden.“ Er zögerte, sprach dann aber aus, was er vermutete: „Kann es sein, dass Sie mehr für mich empfinden?“ Helen presste die Lippen aufeinander. Doch dann nahm sie all ihren Mut zusammen.

„Ja, ich habe mich in Sie verliebt“, gestand sie. „Ich wollte Ihnen das nie zeigen. Aber gegen Gefühle ist man nun mal machtlos.“ Nun hatte Michael ein ernsthaftes Problem.

„Mein Herz ist vergeben, das wissen Sie“, sagte er leise. „Und Sie waren psychisch einmal sehr labil …“

„Bin ich sofort wahnsinnig, nur weil ich mich in Sie verliebt habe?“, entgegnete sie getroffen.

„Eine Zurückweisung tut immer weh“, meinte er vorsichtig.

„Ich bin erwachsen genug, um damit umzugehen“, erwiderte sie gekränkt und verließ dann grußlos die Praxis.

Lukas kam zu spät zu seiner Verabredung mit Sandra – die Auseinandersetzung mit seiner Mutter bedrückte ihn so sehr, dass er darüber die Zeit vergessen hatte. Und Sandra spürte natürlich sofort, dass etwas nicht stimmte. Aber er nahm sich zusammen. Diesen Abend würde Cosima ihnen nicht verderben. Zusammen machten sie sich auf den Weg in den Wellnessbereich.

Doch allzu lang hielt es die beiden nicht im Whirlpool – denn auch Rosalie Engel war dort und versuchte ständig, mit Lukas ins Gespräch zu kommen.

„Sie hat sich in dich verguckt“, vermutete Sandra. Schließlich war Rosalie, nachdem Lukas ihr abgesagt hatte, ja auch nicht allein nach Mailand gefahren.

„Und lässt mich auflaufen, weil ich ihre Gefühle nicht erwidere“, knurrte er. „Sie ist unberechenbar. In nichts kann ich mich auf sie verlassen. Sie ist falsch, vom Scheitel bis zur Zehenspitze. Und das Einzige, was sie gut beherrscht, ist das Jagen aus dem Hinterhalt.“

Auch am nächsten Morgen begegnete Frau Engel ihrem Kollegen überaus freundlich. Aber Lukas hatte nicht die geringste Lust, bei diesem Spiel mitzumachen.

„Warum hast du mich verraten?“, fragte er kalt. „Ich habe dir vertraut. Ich dachte, wir sind Freunde.“

„Das sind wir auch“, entgegnete sie arglos.

„Deshalb sitze ich jetzt auch in der Falle, in die du mich gelockt hast“, bemerkte er sarkastisch. Sie wusste noch immer nicht, wovon er überhaupt sprach. „Du hast meiner Mutter von unserer Transaktion erzählt. Und sie verlangt, dass ich das Geld sofort zurückzahle, sonst bin ich gefeuert.“ Rosalies Miene versteinerte. Sie hatte Cosima doch gesagt, dass sie Lukas niemals verraten würde. „Warum bist du nicht gleich zu Herrn Saalfeld gerannt?“, spottete der nun böse. „Meine Mutter oder er, das macht keinen Unterschied.“

„Du bist ihr Sohn!“ Rosalie sah ihre Felle davonschwimmen. „Ich hätte nie gedacht, dass sie dich so in die Pfanne haut …“ Er hatte nicht vor, sich das länger anzuhören.

„Gib mir die Zugriffsdaten für dein Zwischenkonto und die gefälschten Rechnungen“, forderte er sie auf. Er würde die Überweisungen auf der Stelle rückgängig machen. Und zwar eigenhändig. Noch mal würde er ganz sicher nicht auf Rosalie Engel reinfallen.

Kurz darauf saß Lukas allein im Büro und überwies die siebzigtausend Euro per Onlinebanking zurück auf das offizielle Geschäftskonto des Fürstenhofs. Und ausgerechnet jetzt kam Werner Saalfeld herein. Der Senior war bester Laune. Was sich allerdings schlagartig änderte, als er entdeckte, was sein Geschäftsführer gerade tat.

„Sie überweisen Geld an den Fürstenhof?!“ Er durchbohrte Lukas mit seinem Blick. „Was geht hier vor, Herr Zastrow?“

Rosalie beschwerte sich unterdessen bei Lukas’ Mutter.

„Wie konnten Sie mir so in den Rücken fallen?!“ Cosima seufzte und blickte die aufgelöste Geschäftsführerin von oben herab an.

„Haben Sie es denn immer noch nicht begriffen? Ich musste Lukas unter Druck setzen. In Ihrem Interesse!“ Rosalie runzelte die Stirn. „Er braucht maximalen Ärger“, fuhr Cosima fort. „So bleibt ihm keine Zeit mehr für die Liebe. Oder wollen Sie, dass er noch länger mit Sandra Händchen hält?“

Natürlich wollte Rosalie das nicht. Aber mit Cosimas Methoden war sie auch nicht einverstanden. Abgesehen davon war die Situation zwischen ihr und Lukas jetzt ganz und gar verfahren.

„Wir waren Freunde, er war mir dankbar“, ereiferte sie sich. „Ich hatte eine reale Chance, sein Herz zu gewinnen.“ Und diese Chance war jetzt vertan. „Durch Ihre Schuld.“ Sie funkelte Cosima wütend an. „Noch einmal lasse ich mich von Ihnen nicht benutzen.“

Sandra strahlte ihren Vater an, als der gegen Mittag in die Wohnung kam.

„Hast du Lust, heute mit uns zu essen?“, schlug sie vor. Lukas und sie waren für den Abend mit Astrid im Restaurant verabredet.

„Mit Lukas Zastrow setze ich mich nie wieder an einen Tisch“, erklärte Werner grimmig.

„Wie bitte?!“ Erschrocken verzog sie das Gesicht.

„Du hast richtig gehört“, knurrte er nur.

„Aber ich dachte … du hast ihn akzeptiert. Als meinen Freund …“ Hilflos brach sie ab.

„Das wollte ich“, entgegnete er. „Und ich habe mich wirklich bemüht. Aber es geht nicht.“

„Was ist passiert?“ Er musterte sie unschlüssig. Früher oder später würde sie es ohnehin erfahren.

„Dein toller Freund hat siebzigtausend Euro veruntreut. Aus der Kasse des Fürstenhofs.“ Sandra stockte der Atem.

„Das glaube ich nicht“, sagte sie schließlich.

„Dein Lukas hat Geld von unseren Konten abgezweigt“, beharrte Werner. „Ich bin gerade ins Büro gekommen, als er Zahlungen für fingierte Rechnungen zurücküberweisen wollte.“

„Das kann nicht sein.“ Sandra schüttelte energisch den Kopf.

„Er hat es sogar zugegeben“, meinte der Senior aufgebracht. „Er brauchte die siebzigtausend, um die Forderungen seiner Gläubiger zu erfüllen.“ Sie schluckte.

„Aber du hast gesagt, er war dabei, die Zahlungen rückgängig zu machen?“, fragte sie dann. Werner nickte. „Dann wollte er das Geld doch nicht stehlen?“

„Er ist ein Zastrow.“ Der Senior legte all seine Verachtung in diesen Namen. „Und die Zastrows wollten von Anfang an nur eins: Kohle. Und den Fürstenhof.“ Alles, was er selber über Jahre aufgebaut hatte. „Und wenn sie es nicht bekommen, dann zerstören sie es eben.“

„Lukas nicht!“, protestierte sie, aber Werner ließ das nicht gelten.

„Er würde für Geld alles tun“, stellte er fest. „Genau wie seine Mutter. Deswegen habe ich ihn auch entlassen.“ Nun war Sandra erst recht schockiert.

„Was wird das, wenn es fertig ist?“, fragte Rosalie erstaunt, als sie sah, dass Lukas seine Sachen von seinem Büroschreibtisch in Kartons räumte.

„Meine Tage als Geschäftsführer sind vorbei“, entgegnete er aufgewühlt. „Der Alte hat mir gekündigt.“ Frau Engel schnappte nach Luft.

„Warum?“, fragte sie.

„Vielleicht war es nicht so vorteilhaft, dass er hier reingeplatzt ist, als ich das geklaute Geld zurücküberweisen wollte“, bemerkte er bitter. Sie konnte nicht glauben, dass er eine solche Transaktion im Büro durchgeführt hatte. Warum hatte er nicht einfach irgendein Laptop genommen? „Verschon mich mit deinen Belehrungen“, giftete er sie an. „Wer hat mir die Sache denn eingebrockt?“ Dem konnte sie nicht wirklich widersprechen. Zumindest war sie mitschuldig an der ganzen Situation.

„Aber bei der Kündigung … Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.“ Immerhin gehörten ihr zwanzig Prozent des Hotels, also hatte sie in der Sache auch etwas zu sagen.

„Machst du jetzt wieder auf gute Freundin?“, höhnte er.

„Lukas, ich wollte dir wirklich nicht …“ Er ließ sie nicht einmal ausreden.

„Cosima und du – ihr gebt erst auf, wenn ich erledigt bin. Ist es nicht so?“ Rosalie schluckte. Genau das war Cosimas Plan. Aber sie hatte das alles doch wirklich nicht gewollt.

„Stimmt es, was Werner mir erzählt hat?!“ Kaum war Frau Engel verschwunden, kam Sandra ins Büro gestürmt. „Dass du Geld veruntreut hast?“ Lukas schluckte. Aber er wollte Sandra nicht anlügen. Also berichtete er ihr, wie diese ganze unselige Geschichte ihren Lauf genommen hatte: von dem Sportwagen, den er, um das Auto behalten zu können, auf seine Mutter überschrieben hatte. Die ihn dann weiterverkauft hatte an Rosalie.

„Dummerweise ist der Insolvenzverwalter nicht so blöd gewesen, wie ich gehofft hatte“, seufzte er. „Jetzt will er entweder das Auto oder den Gegenwert.“ Und das waren nun einmal siebzigtausend Euro.

„Hättest du dir das Geld nicht von irgendwem leihen können?“, wandte Sandra ein.

„Ja, von meiner Mutter“, gab er zur Antwort. „Aber da könnte ich meine Seele genauso gut dem Teufel verkaufen.“ Seine Stimme wurde eindringlich. „Ich wollte das Geld nicht stehlen“, beteuerte er. „Das musst du mir glauben. Ich wollte es ratenweise zurückzahlen.“ Und er hätte sich am liebsten selber geohrfeigt, für den Mist, den er da angestellt hatte.

„Aber … Du wolltest das Geld doch wieder zurückgeben, oder?“, fragte Sandra langsam. „Ich meine, die ganze Summe? Sofort? Als Werner dich erwischt hat?“ Lukas bejahte. „Also hast du deinen Fehler selber eingesehen? Du wolltest es wieder in Ordnung bringen? Von dir aus?“ Er zögerte. Er hatte nicht von sich aus gehandelt, sondern weil seine Mutter ihn unter Druck gesetzt hatte. Aber das brachte er vor Sandra nicht über die Lippen.

„Ja“, log er also. Sie lächelte ihn aufmunternd an.

„Ich werde nicht zulassen, dass man unsere Zukunft kaputt macht“, erklärte sie entschlossen und küsste ihn liebevoll.

„Herzlichen Glückwunsch!“ Rosalie stand unterdessen wütend vor Cosima. „Sie haben es geschafft. Und ich hoffe, Sie sind stolz auf sich. Lukas ist entlassen worden. Fristlos.“ Das hatte Cosima noch gar nicht mitbekommen. Sie stieß ein leises schadenfrohes Lachen aus.

„Der arme Junge hat aber auch immer ein Pech“, spottet sie. Und natürlich dachte sie keineswegs daran, gemeinsam mit Frau Engel ihre fünfzig Prozent in die Wagschale zu werfen, um für Lukas den Job zu retten. „Ich werde der Kündigung nicht widersprechen“, erklärte sie. „Es ist nicht das, was ich mir gewünscht habe, aber – wenn er mir keine andere Wahl lässt?“

„Sie wollen einfach dabei zusehen, wie Ihr Sohn seine Stelle verliert?“ Das konnte selbst die abgebrühte Rosalie kaum glauben.

„Ich habe es Ihnen schon mal gesagt …“ Eindringlich blickte Cosima die Geschäftsführerin an. „Wenn es nötig ist, dann muss er eben im Dreck landen, um endlich zu begreifen, auf welche Seite er gehört. Und so, wie er jetzt dasteht – verschuldet, ohne Perspektive – wird er sich schnell entscheiden. Sie werden auch davon profitieren: Endlich schlägt Ihre große Stunde.“

„Meine große Stunde“, wiederholte Rosalie bitter. „Lukas macht mich für alles verantwortlich. Weil ich Sie eingeweiht habe. Da wird er sich wohl kaum in meine Arme retten.“

„Wenn Sie so an die Sache rangehen, sicher nicht“, erwiderte Cosima genervt. „Begreifen Sie doch endlich: Er hat nichts! Keinen Cent! Er liegt am Boden! Jetzt braucht er eine starke Frau an seiner Seite. Eine, die ihm hilft. Die ihm einen Ausweg bieten kann. Und wer könnte das besser als Sie?“

2. KAPITEL

Helen hatte nachgedacht. Jetzt, da sie Michael gestanden hatte, dass sie in ihn verliebt war – jetzt konnte sie nicht länger für ihn arbeiten. Zumal Charlotte Saalfeld ihr gegenüber noch immer misstrauisch war. Nie würde die Frau vergessen, was sie, Helen, damals Laura und Alexander angetan hatte. Und Tanja Liebertz hatte beinahe der Schlag getroffen, als sie Helen Marinelli im Fürstenhof begegnet war. Sie hatte das Handy schon gezückt, um die Polizei anzurufen. Frau und Herr Sonnbichler hatten Tanja nur mühsam davon überzeugen können, dass Helen nicht aus der Anstalt ausgebrochen war, um sich an den Menschen im Fürstenhof zu rächen.

„Es ist besser, ich suche mir woanders eine Arbeit“, erklärte Helen ihrem Chef nun. Und der versuchte nicht allzu lang, sie umzustimmen – die Lage mit Charlotte war auch so immer wieder angespannt genug. Und nun, da Helen zugegeben hatte, dass sie mehr für ihn empfand, erst recht. Er würde sich also eine neue Sprechstundenhilfe suchen müssen.

Wenigstens Charlotte versöhnte sich wieder mit ihm und schlug außerdem vor, die gemeinsamen Waldläufe wieder aufzunehmen. Das Problem mit Tanja Liebertz’ Kind, das mit allergrößter Wahrscheinlichkeit seines war, war damit zwar noch nicht gelöst. Aber Charlotte wieder an seiner Seite zu wissen und auf ihre Liebe vertrauen zu können, verlieh ihm eine Menge Kraft.

Nils und Hendrik hatten seit einigen Tagen eine weitere Mitbewohnerin: Marie. Sie hatte es zu Hause einfach nicht mehr ausgehalten. Ihre Eltern stritten sich ständig, und immer ging es um Politik. Hildegard hielt Alfons vor, dass er nur eine Marionette Pachmayrs sei und mit den Kungeleien des alten Bürgermeisters einfach fortfahren wolle. Das konnte Alfons natürlich nicht auf sich sitzen lassen, deshalb griff er sie an, indem er behauptete, ihre politischen Auffassungen seien undurchdacht. Ein Schwerpunkt von Hildegards Programm war der Umweltschutz. Und Alfons machte sich immer häufiger darüber lustig, dass seine Frau offensichtlich nur eines vorhatte: Eisvögel retten. Inzwischen war die Stimmung auf dem Tiefpunkt angelangt, und die Eheleute sprachen nur noch das Nötigste miteinander. Dabei hatte der Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters gerade erst begonnen.

Marie war also heilfroh, dass sie woanders Unterschlupf gefunden hatte. Obwohl es ihr nicht leichtfiel, Hendrik so nahe zu sein und doch nicht mit ihm zusammen sein zu können. Sie liebte ihn noch immer. Doch er schien sie nur noch als gute Freundin zu betrachten. Überhaupt war er im Moment ausschließlich mit einer Sache beschäftigt: der bevorstehenden WM in Südkorea. In zwei Tagen sollte die Reise losgehen. Spontan schlug Marie ihm vor, ihn zum Wettkampf zu begleiten.

„Ich wäre froh, wenn ich nicht allein fahren müsste“, räumte Hendrik ein. „Schließlich … So ganz ohne Annika … Aber …“ Er sah ihr direkt ins Gesicht. „Ich glaube nicht, dass es gut wäre, wenn ausgerechnet du mitkommst.“ Diese Zurückweisung traf Marie mitten ins Herz.

Sandra wartete bereits im Restaurant. Das gemeinsame Essen konnte sie sich wohl abschminken. Werner und Lukas würden sich niemals an einen Tisch setzen – nach allem, was passiert war. Am liebsten hätte sie ihrer Mutter auch abgesagt. Aber wie sollte sie Astrid erklären, warum die beiden Männer nicht miteinander essen wollten? Besser, sie sagte ihr nicht, was zwischen ihnen vorgefallen war. Aber dann würde Astrid es sicher von Werner erfahren …

„Du bist ganz allein?“ Astrid hatte sich für das Abendessen sichtlich hübsch gemacht.

„Hast du was gegen einen gemütlichen Mutter-Tochter-Abend?“, entgegnete Sandra betont fröhlich.

„Nein, aber …“ Astrid schien etwas verwirrt. „Ich dachte, Werner … Und dein Freund …“

„Das dachte ich auch“, seufzte Sandra. „Aber sie werden wahrscheinlich nicht kommen.“

„Wir waren doch verabredet“, insistierte ihre Mutter. Sandra zögerte, gab sich dann aber einen Ruck.

„Werner und Lukas möchten nicht gemeinsam an einem Tisch sitzen.“ Astrid zog verwundert die Augenbrauen nach oben. Und nun blieb Sandra natürlich nichts anderes mehr übrig, als ihr die ganze Geschichte zu erzählen.

„Unterschlagung, Betrug …“ Astrids Miene war wie versteinert. „Und das ist der Mann, den du liebst?“

„Er hat gemerkt, dass das alles ein Fehler war, und wollte es wieder rückgängig machen“, verteidigte Sandra ihren Freund. „Aber dabei hat Werner ihn erwischt. Und sofort entlassen.“

„Du kannst Werner keinen Vorwurf machen“, fand ihre Mutter. „Er hat absolut richtig gehandelt.“

„War ja klar, dass du das so siehst“, knurrte Sandra.

„Dein Lukas hat Firmengelder veruntreut!“, meinte ihre Mutter. „So jemand ist als Geschäftsführer untragbar. Und, ehrlich gesagt, halte ich ihn auch nicht für den Richtigen für dich.“

„Ich liebe Lukas!“, rief Sandra aufgebracht. Und das würde sie sich weder von Werner noch von ihrer Mutter ausreden lassen.

Mutter und Tochter verbrachten den Rest des Essens so gut wie schweigend. Die Stimmung zwischen ihnen war eisig. Sandras Laune hob sich erst, als Lukas plötzlich im Restaurant auftauchte. Sie begrüßte ihn mit einem demonstrativen Kuss.

„Schön, dass du es doch noch geschafft hast“, sagte sie.

„Mir ist leider noch was dazwischengekommen“, entschuldigte er sich.

„Hauptsache, du bist da.“ Er wandte sich an Astrid.

„Guten Abend, Frau Ostermeyer. Ich hoffe, Sie verzeihen mir meine Unpünktlichkeit.“ Sie erwiderte sein Lächeln nicht.

„Wenn Sie verzeihen, dass wir nicht eineinhalb Stunden mit dem Essen auf Sie gewartet haben?“, gab sie schnippisch zurück. Er setzte sich und griff nach der Karte. „Ja, dann … Ihr entschuldigt mich.“ Irritiert sah Sandra dabei zu, wie ihre Mutter aufstand.

„Wo willst du hin?“, fragte sie.

„Ins Bett“, erklärte Astrid. „Es war eine Verabredung zum Essen, und ich habe gegessen.“

„Mama …“ Sandra war mit dem Verhalten ihrer Mutter alles andere als einverstanden. „Lukas ist gerade erst gekommen.“

„Dann wünsche ich ihm einen recht guten Appetit“, konterte Astrid giftig. „Und, ach so …“ Sie blickte Lukas ins Gesicht. „Machen Sie sich keine Sorgen, ich lade Sie ein. Essen Sie sich also noch einmal so richtig satt.“ Damit ging sie. Und nun hatte auch Lukas begriffen, dass Sandras Mutter offenbar bereits über alles Bescheid wusste. Aber er ließ sich nicht anmerken, wie sehr ihre Worte ihn gekränkt hatten.

„Ich habe keine Ahnung, was in Mama gefahren ist.“ Sandra und Lukas hatten das Restaurant inzwischen verlassen und saßen in seiner neuen Wohnung auf dem Sofa. „Sie ist sonst wirklich nicht so.“

„Vergiss es“, winkte er ab.

„Sie hat es bestimmt nicht so gemeint“, beharrte Sandra.

„Sie hat es so gemeint“, widersprach er. „Aber ich komme damit klar.“

„Aber ich nicht“, seufzte sie traurig. „Wenn meine Mutter meinen Freund anfeindet …“ Müde ließ er sich in die Sofakissen sinken.

„Weißt du, was das Schlimmste ist?“, sagte er. „Deine Mutter hat ja recht. Ich habe ja auch keinen Schimmer, wie es weitergehen soll. Ohne Job, mit einem Haufen Schulden …“ Am Fürstenhof würde er sicher nicht bleiben können. „Außer, ich krieche bei meiner Mutter zu Kreuze. Aber bevor das passiert …“ Er schüttelte angewidert den Kopf.

„Gut, dann verschwinde von hier“, meinte Sandra. „Aber ich komme mit. Mit dir gehe ich nämlich überall hin. Hauptsache, wir sind zusammen.“ Gerührt lächelte er sie an. „Hey, zusammen schaffen wir alles“, sagte sie liebevoll.

„Ich bin ein Loser. Mit mir schaffst du gar nichts.“ Diesen Einwand überhörte Sandra einfach.

„Blöd, dass ich kein Geld habe“, stellte sie fest. Lukas wiegte nur den Kopf. Wenn Sandra auch noch reich wäre, wäre die Situation mit Cosima und Werner bestimmt noch verfahrener. „Vielleicht überlegt sich Werner die Sache ja noch einmal“, fuhr Sandra fort. „Immerhin hast du deinen Fehler selber eingesehen und alles versucht, um ihn wiedergutzumachen.“ Er nickte zögerlich. „War doch so, oder?“

„Ja“, brummte er und fühlte sich außerordentlich unwohl mit dieser Lüge.

Die Nacht verbrachte Sandra bei Lukas, aber am nächsten Morgen ging sie früh in die Saalfeld’sche Privatwohnung und deckte für sich und Werner den Frühstückstisch. Sie konnte Lukas verstehen, dachte sie währenddessen. Wenn die eigene Mutter in einem immer nur den Verlierer sah … einem bei jeder Gelegenheit den ach so tollen verstorbenen Bruder vorhielt … Sandra hätte sicher auch alles getan, um nicht bei einer solchen Mutter um Hilfe betteln zu müssen. Werner musste Lukas noch eine Chance geben. Das hatte er einfach verdient.

„Du bist da?“ Erstaunt und erfreut nahm der Senior die Anwesenheit seiner Tochter zur Kenntnis. Er hatte insgeheim nämlich schon gefürchtet, Sandra wäre ausgezogen.

„Ich wollte noch mal mit dir sprechen. Wegen Lukas.“ Werner nickte. Das hatte er sich bereits gedacht. „Ich kenne ihn zwar noch nicht lange, aber gut genug, um zu wissen, dass er dir nicht schaden wollte. Er wollte das Geld nur leihen.“ Ungläubig zuckte Werner mit den Achseln. „Ich weiß, es klingt komisch, aber es ist die Wahrheit. Und er wollte das Geld zurückzahlen.“

„Heimlich, still und leise“, schnaubte Werner. „Was wäre gewesen, wenn ich ihn nicht erwischt hätte?“

„Dann wäre das Geld wieder auf dem Konto gelandet, als wäre nie etwas passiert“, antwortete sie. „Niemand hätte etwas bemerkt.“

„Du auch nicht“, wandte er ein. „Dann hätte er dich auch belogen.“

„Vielleicht“, gab sie zu. Aber das war ihr im Augenblick nicht wichtig. „Du hast mir erzählt, dass du auch Fehler gemacht hast. Aber du hast immer wieder eine Chance bekommen. Meinst du nicht, Lukas hat auch eine verdient?“

„Deine Kündigung ist aufgehoben!“ Jubelnd fiel Sandra ihrem Freund um den Hals. Ihr Vater hatte ihr ihre herzergreifende Bitte einfach nicht ausschlagen können. Lukas war sprachlos. Er brauchte eine Weile, um zu begreifen, was Sandra für ihn getan hatte. „Und deine Geldprobleme kriegen wir auch in den Griff“, erklärte sie optimistisch. „Wir schaffen das. Zusammen.“

„Danke, dass Sie mir noch eine Chance geben.“ Lukas streckte dem Senior seine Hand entgegen.

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