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Ein gefährlicher Plan

1. KAPITEL

Sylvia war noch immer ganz fassungslos: Der Selbstmordversuch ihres Mannes sollte nur vorgetäuscht gewesen sein?

„Er wollte sich nie das Leben nehmen“, bekräftigte Werner. „Das Ganze war ein mieser Trick – damit du bei ihm bleibst. Emotional erpressen will er dich, sonst nichts.“

„Der arme Kerl …“ Bedrückt schüttelte sie den Kopf.

„Was sagst du da?“ Der Senior glaubte, seinen Ohren nicht zu trauen.

„Dass er zu solchen Mitteln greift“, entgegnete sie traurig. „Wie verzweifelt muss er da sein …“

„Der arme Kerl hat versucht, dich zu betrügen“, schnaubte Werner. „Und du verteidigst ihn auch noch?“ Eindringlich sah er ihr ins Gesicht und nahm ihre Hände. „Sylvia! Dieser Mann ist unberechenbar. Wann gestehst du dir das endlich ein?“ Sie schlug die Augen nieder.

„Ich weiß ja, dass du recht hast …“, seufzte sie. „Trotzdem … Ich kann ihn doch nicht einfach im Stich lassen.“

„Du musst ihm seine Grenzen zeigen!“, hielt der Senior dagegen. „Trenn dich von ihm! Erst dann kannst du dein eigenes Leben leben.“

Emma lag nach wie vor bewusstlos im Hotelzimmer von Paul Wielander. Sie hatte sich an dem Traubenzucker bedient, der auf seinem Nachttisch lag. Aber in der Verpackung war kein Traubenzucker gewesen, sondern Schlaftabletten.

Mittlerweile wurde das Zimmermädchen vermisst. Der erste Gast hatte sich bereits an der Rezeption beschwert, dass sein Zimmer noch nicht gemacht worden war. Aber weder Alfons noch Ben hatten die geringste Ahnung, wo sie nach Emma suchen sollten. Es passte überhaupt nicht zu ihr, so unzuverlässig zu sein.

Herr Sonnbichler schickte den Pagen auf die Suche in den Park. Es war zwar eigentlich viel zu kalt, um sich lange draußen aufzuhalten, aber irgendwo musste Emma ja sein.

Doch kaum hatte Ben den Hotelvorplatz betreten, kam eine Dame auf ihn zu und drückte ihm die Leine ihres großen Hundes in die Hand. Ben sollte ihn ausführen, ein paar Stunden lang. Ben versuchte zu widersprechen, doch da kam Herr Saalfeld des Weges und wies ihn scharf zurecht: Selbstverständlich würde sich der Page auf der Stelle um das Tier kümmern.

Und so blieb Emma weiter verschwunden. Und niemand suchte nach ihr …

Paul Wielander kehrte auch nicht in sein Zimmer zurück. Er hatte angekündigt, heute im Laufe des Tages auschecken zu wollen. Sein Zimmer müsste erst sauber gemacht werden, nachdem er die Koffer gepackt hatte, erklärte er an der Rezeption. Er bezahlte gerade die Rechnung, als er bemerkte, dass Sylvia in die Lobby kam.

„Schön, dich zu sehen!“, freute er sich. „Hast du schon gepackt?“

„Noch nicht“, gab sie zur Antwort und fühlte sich sichtlich unwohl dabei, was ihm jedoch entging.

„Ich auch nicht“, meinte er nur. „Wenn es dir recht ist, treffen wir uns in einer halben Stunde im Foyer. Oder brauchst du länger?“

„Paul …“ Sie schluckte und wusste nicht, wie sie fortfahren sollte. Er nahm ihre Hände.

„Freust du dich auch so auf zu Hause?“, fragte er. „Ich kann es gar nicht erwarten, wieder mit dir zurückzukehren …“

„Ich muss dich etwas fragen …“ Sie zog ihn ein Stück von der Rezeption weg, damit niemand mithören konnte. „War dein Selbstmordversuch nur vorgetäuscht?“

„Wie meinst du das?“, entgegnete er völlig überrumpelt. „Du weißt doch, in welchem Zustand ich war …“

„Bitte, lüg mich nicht an!“, verlangte sie scharf. „Ich weiß, dass du keine Schlaftabletten geschluckt hast. Werner hat das Glas untersuchen lassen. Es war Traubenzucker!“ Er begriff, dass es aussichtslos war, weiter zu lügen.

„Was sollte ich denn tun?“, sagte er also scheinbar zerknirscht. „Ich habe gesehen, dass du diesem Saalfeld völlig verfallen bist.“

„Ich bin ihm nicht verfallen“, widersprach sie. „Ich liebe ihn. Daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht.“

„Trotzdem fahren wir zwei doch jetzt nach Hause?“, wollte Paul nun wissen.

„Wie sollen wir denn auf dieser Basis eine Ehe führen?“ Sie konnte nicht glauben, dass er noch immer daran festhielt.

„Hab ich dir nicht gezeigt, wie wichtig du für mich bist?!“, rief er verzweifelt. „Ich liebe dich, Sylvia! Du bist alles für mich. Verstehst du das nicht?“ Ruhig blickte sie ihm ins Gesicht.

„Ich kann nur eine Beziehung führen, in der gegenseitiges Vertrauen herrscht“, erklärte sie. „Und dieses Vertrauen hast du zerstört.“ Wie vom Donner gerührt stand er da. „Ich liebe Werner“, fuhr sie fort. „Und ich werde bei ihm bleiben. Am liebsten für den Rest meines Lebens. Und dich …“ Sie atmete tief durch. „Dich will ich nie mehr wiedersehen.“ Damit ging sie. Und ließ ihren Mann gedemütigt und vernichtet zurück.

Er tröstete sich mit mehreren Whiskys an der Bar, wo ihn Herr Saalfeld fand.

„Sie sind ja immer noch hier!“, empörte sich der Senior sogleich. „Hat Sylvia Ihnen denn nicht gesagt, dass Sie verschwinden sollen?!“

„Doch, das hat sie“, entgegnete Paul mit etwas schwerer Zunge. „Aber ich bin leider nicht mehr fahrtüchtig.“ Er deutete auf sein Glas. „Eine Nacht werden Sie meine Anwesenheit also wohl noch ertragen müssen. Ich hoffe, das hält die junge Liebe aus.“ Mit einem falschen Lächeln prostete er Werner zu. „Sie haben den Kampf um Sylvia gewonnen, das muss ich neidlos anerkennen. Ob mit fairen Mitteln, sei dahingestellt.“ Er nahm einen großen Schluck. „Hoffentlich haben Sie mit ihr mehr Glück als ich. Denn es gibt für einen Mann nichts Schlimmeres, als von der Frau enttäuscht zu werden, die er liebt.“

„Kein Angst …“ Werner musterte ihn von oben herab, und der Triumph war ihm deutlich anzusehen. „Das wird mir nicht passieren.“

Viktorias erste Chemotherapie sollte bald beginnen, und Felix und Simon saßen mit Frau Dr. Konopka zusammen, um sich über das, was in der nächsten Zeit auf Viktoria zukommen würde, aufklären zu lassen.

„Während der Chemotherapie kann nicht viel passieren“, erläuterte Evelyn. „Erst ein paar Tage später wird das Immunsystem anfällig. Falls Sie dann bei sich die Anzeichen eines Infektes bemerken – ein Kratzen im Hals, eine laufende Nase oder Ähnliches – sollten Sie einen großen Bogen um Frau Tarrasch machen.“

„Das ist klar“, nickte Felix.

„Während der Infusionen und auch danach werde ich ständig in Bereitschaft sein“, fuhr sie fort.

„Ich finde, das hört sich alles ganz vernünftig an“, entgegnete Felix und wandte sich nun an Simon. „Was denkst du?“

„Was passiert, wenn Viktorias Kreislauf kollabiert? Oder wenn es zu einem Herzstillstand kommt?“ Simon fixierte seine Mutter scharf. Er hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er es für richtiger hielt, wenn Viktoria in einer Klinik behandelt würde. „Alles Komplikationen, die bei einer Chemo auftreten können.“

„Ist das wahr?“ Felix’ Stimme klang auf einmal ängstlich.

„Komplikationen sind nie auszuschließen“, erwiderte Frau Dr. Konopka ruhig. „Aber es besteht keine Gefahr. Ich bin auf solche Eventualitäten vorbereitet.“

„Schön, dass du das alles so cool siehst“, zischte ihr Sohn. „Aber um dein Leben handelt es sich ja auch nicht, sondern um Viktorias.“

„Willst du sie zwingen, die Chemo im Krankenhaus zu machen?“, gab seine Mutter ärgerlich zurück. „Ich hätte einer ambulanten Behandlung niemals zugestimmt, wenn es ein Risiko wäre.“ Bevor es zu einem richtigen Streit zwischen den beiden kommen konnte, schaltete Felix sich ein.

„Es war Viktorias ausdrücklicher Wunsch“, meinte er. „Sie wollte unter keinen Umständen ins Krankenhaus. Ich denke, das sollten wir akzeptieren. Und alle persönlichen Differenzen zurückstellen. Im Moment geht es um Viktoria – und um nichts sonst.“ Simon schwieg schuldbewusst.

Gegen Mittag war Viktorias Zimmer halbwegs steril hergerichtet worden – keine Pflanzen standen mehr darin, überhaupt nur noch das, was unbedingt notwendig war. Simon half ihr gerade, das Bett frisch zu beziehen. Viktoria gab sich tapfer und gefasst, aber man konnte ihr anmerken, wie sehr sie sich vor dem fürchtete, was ihr bevorstand.

Nun trat auch noch Felix ins Zimmer.

„Hallo“, begrüßte Viktoria ihren Bruder. „Jetzt wird’s hier richtig gemütlich. Und gleich kommt auch noch Simons Mutter.“

„Netter Versuch, aber so leicht wirst du mich nicht los“, versetzte Felix mit einem schiefen Lächeln. „Ich bleibe – und wenn wir uns übereinanderstapeln.“ Aber sie hatte Rosalies Auftritt nicht vergessen. Und bat ihn inständig, sich um seine Freundin zu kümmern.

In der Tat hatte er Rosalie in der letzten Zeit ja wirklich sehr vernachlässigt. Also besorgte er als Erstes eine Rose für sie und ging dann in ihre gemeinsame Wohnung.

„Na, kommst du mal wieder zum Wäschewechseln?“, begrüßte sie ihn spitz.

„Ich weiß, ich habe dich vernachlässigt“, sagte er sanft. „Aber das wird nicht wieder geschehen. Versprochen.“ Er holte die Rose hinter seinem Rücken hervor und hielt sie ihr entgegen. Doch ganz so leicht wollte sie es ihm nun auch nicht machen.

„Wenn du glaubst, du musst mir nur Blumen schenken, schon ist Friede, Freude, Eierkuchen, dann hast du dich geschnitten“, versetzte sie kalt. „Und was deine ‚Familie‘ anbetrifft – keine Angst, ich werde mich nicht mehr zwischen euch drängen.“

„Tut mir leid, ich habe mich da gestern etwas unglücklich ausgedrückt“, entschuldigte er sich zerknirscht. „Du gehörst doch längst mit zur Familie. Und ich meine es ernst: Ich werde mir künftig mehr Zeit für dich … für uns nehmen.“

„Ich glaube das sowieso erst, wenn es passiert“, meinte sie. Ohnehin war sie sich sicher, dass Viktoria hinter diesem plötzlichen Sinneswandel stecken musste.

„Dann pass mal auf …“ Er lächelte sie an. „Heute Abend habe ich Zeit für dich. Und zwar bis zum Frühstück.“ Ein Strahlen ging über ihr Gesicht, und freudig fiel sie ihm um den Hals. „Was hältst du von einem romantischen Candle-Light-Dinner zur Einstimmung?“

„Im Restaurant?“ Er nickte.

„Ich bring dich um, wenn was dazwischenkommt“, drohte sie ihm scherzhaft. „Das schwöre ich dir.“

Die Infusion hatte begonnen. Simon saß bei Viktoria am Bett, während seine Mutter laufend den Blutdruck ihrer Patientin kontrollierte.

„Spüren Sie schon etwas?“, wollte sie wissen.

„Nein …Was denn?“ Viktorias Stimme klang schwach.

„Es ist unterschiedlich, jeder reagiert anders“, erklärte Evelyn. „Aber wenn Ihnen übel wird, sagen Sie mir bitte gleich Bescheid.“ Da stand plötzlich Felix im Zimmer. Beim Anblick ihres Bruders runzelte Viktoria unwillig die Stirn.

„Ich bin gleich wieder weg.“ Lächelnd hob er die Hände. „Rosalie reserviert gerade einen Tisch für ein romantisches Abendessen.“

„Das ist gut.“ Viktoria lächelte matt.

„Aber vorher wollte ich noch mal nach meiner kleinen Schwester schauen“, meinte er.

„Mir geht es gut“, log sie tapfer. „Ich werde bestens versorgt.“

„Kann man schon sagen, wie sie die Behandlung verträgt?“, wollte Felix nun von der Ärztin wissen.

„Dafür ist es noch zu früh“, antwortete Frau Dr. Konopka. „Fragen Sie mich in ein paar Tagen noch mal.“ Auf einmal war ein lautes Piepsen zu hören. Das EKG-Gerät zeigte an, dass Viktorias Herz nur so raste.

„Was ist los?“, rief Felix erschrocken.

„Kein Grund zur Panik.“ Evelyn schob ihn zur Seite und maß ihrer Patientin erneut den Blutdruck.

„Wie fühlen Sie sich? Atmen Sie bitte ganz ruhig weiter. Das haben wir gleich wieder …“ Aus angstgeweiteten Augen starrte Viktoria sie an. Frau Dr. Konopka spritzte etwas in den Katheder. Und dann nahm sie Viktoria noch einmal Blut ab. „Mal schauen, ob mit den Elektrolyten alles in Ordnung ist. Damit so was nicht noch einmal passiert.“ Simon und Felix hatten das Geschehen voller Sorge verfolgt.

Viktoria lag wieder ruhig in ihrem Bett.

„Ohne den kleinen Zwischenfall verharmlosen zu wollen – das sah viel dramatischer aus, als es war“, meinte Evelyn. „So etwas kann bei einer Chemotherapie immer wieder vorkommen.“

„Das sind ja tolle Aussichten …“, versetzte Simon. Seine Mutter fürchtete die nächste Konfrontation und bat ihn, für alle Kaffee zu besorgen.

Felix strich seiner Schwester liebevoll über die Stirn.

„Du warst echt tapfer …“, flüsterte er. Sie lächelte gequält. „Wie geht es dir jetzt?“

„Mir ist ein bisschen übel“, antwortete sie leise. „Aber es könnte schlimmer sein …“ Und dann schloss sie die Augen und schlief ein. Voller Mitgefühl betrachtete Felix sie. Er würde ihr erst einmal nicht von der Seite weichen, so viel stand fest. Dass er für den Abend mit Rosalie verabredet war – das hatte er längst wieder vergessen.

Langsam machte sich Alfons ernsthafte Sorgen um Emma. Ben war nicht wieder aufgetaucht, seit er ihn auf die Suche geschickt hatte, und wo der Page nun wieder steckte, wusste der Himmel.

Nils Heinemann sagte, dass Emma in der Mittagspause auch nicht zum Training erschienen war – dabei hatten sie einen Termin gehabt, und Emma war neuerdings sehr diszipliniert, was den Sport anbetraf.

Mal ganz abgesehen davon hatte Hildegard morgen Geburtstag. Und Emma hatte versprochen, für Frau Sonnbichler einen Kuchen zu backen. Das würde jetzt nun sicher nicht mehr klappen. Marie erklärte sich kurzerhand dazu bereit, das zu übernehmen. Und Nils wollte ihr helfen. Alfons war mehr als skeptisch, dass es den beiden gelingen würde, eine Schwarzwälder Kirschtorte hinzubekommen. Aber sie sollten es wenigstens probieren.

Kurz nachdem die beiden gegangen waren, erhielt Alfons einen seltsamen Anruf: Xaver Steindl meldete sich bei ihm und erklärte, er sei auf dem Weg zum „Fürstenhof“. Und er hätte eine große Bitte – Herr Sonnbichler und die anderen Kollegen müssten unbedingt so tun, als ob sie ihn nicht kennen würden.

„Wir sollen was?“, staunte Alfons.

„Wir sehen uns heute zum ersten Mal und sind uns vorher nie begegnet“, beschwor Xaver ihn am anderen Ende der Leitung. „Bitte, Herr Sonnbichler, es ist wirklich sehr wichtig für mich.“

„Da steckt doch nichts Kriminelles dahinter?“, argwöhnte der Portier.

„Natürlich nicht. Ich kann Ihnen das später alles erklären …“ Im Moment ging das nämlich nicht – denn Xaver war mit seiner neuen Freundin Karla Müller unterwegs, die sich nur eben kurz die Beine vertreten hatte. Karla hatte ihn mit dem Ausflug zum „Fürstenhof“ überraschen wollen, sonst hätte er sich im Hotel niemals gemeinsam mit ihr blicken lassen. Denn Karla wusste nicht, dass er überhaupt jemals als Page gearbeitet hatte. Sie hielt ihn für jemand ganz anderen …

Rosalie saß bereits seit einer halben Stunde im Restaurant und wartete auf ihren Freund. Doch Felix kam und kam nicht. André, bei dem sie extra Doraden für heute Abend bestellt hatte, musterte sie schon voller Mitgefühl. Endlich zog sie ihr Handy heraus und wählte Felix’ Nummer.

„Wo bleibst du?“, fragte sie, als er sich meldete. „Ich sterbe vor Hunger.“

„Dann iss doch was“, entgegnete ihr Freund, der nicht einmal begriff, worauf sie hinauswollte.

„Alleine? Und was ist mit dir?“ Er verstand noch immer nicht.

„Auf mich brauchst du nicht zu warten“, erklärte er müde. „Ich habe keinen Hunger.“ In der Tat: Die Sorge um Viktoria war ihm auch auf den Magen geschlagen.

„Ich hocke jetzt seit einer halben Stunde allein im Restaurant!“, schimpfte Rosalie. „Alle Leute starren mich schon an. Und du sagst, ich soll nicht auf dich warten?“ Erst da fiel ihm siedend heiß ein, dass sie verabredet gewesen waren.

„Oh, Mist!“, entfuhr es ihm.

„Du hast es vergessen!“, schnaubte sie empört. „Ich fasse es nicht! Du wusstest doch genau, wie sehr ich mich auf dieses Abendessen gefreut habe.“

„Ich habe im Moment einfach viel um die Ohren, das ist alles …“, versuchte er, sich herauszureden. Und er versprach, dass er zum Hauptgericht bei ihr sein würde. Nur die Vorspeise sollte sie schon einmal allein bestellen.

Dann wollte Simon von ihm wissen, ob er etwas vom neuen Chinesen im Dorf holen sollte.

„Ich weiß nicht …“ Felix zögerte.

„Stimmt, du bist ja verabredet.“ Simon hatte ja gehört, dass Felix und Rosalie zusammen essen wollten. „Hatte ich ganz vergessen.“

„Da bist du nicht der Einzige“, seufzte Felix.

„Du auch?“ Felix nickte. „Das könnte Stress geben.“

„Aber ich will … ich muss bei Viktoria bleiben. Ich kann jetzt nicht weg.“ Kurzentschlossen griff Felix nach seinem Handy und rief seine Freundin an. „Ich bin’s. Es tut mir wahnsinnig leid, aber ich bin noch bei Viktoria und komme hier nicht weg.“ Es machte Klick in der Leitung – Rosalie hatte ohne ein Wort wieder aufgelegt. Aber dagegen konnte er jetzt auch nichts machen – er hatte einfach nicht die Kraft dazu.

„Ich hol uns jetzt was zu essen“, beschloss Simon.

„Gute Idee“, meinte Felix. „Und ich koche uns mal einen starken Kaffee. Damit wir noch ein bisschen durchhalten.“

2. KAPITEL

Ben war endlich von seinem Spaziergang zurück. Und reagierte verblüfft, als er Paul Wielander noch im Hotel antraf – der hatte doch heute gemeinsam mit Sylvia abreisen wollen?

„Ich wollte …“ Paul stöhnte. Er war inzwischen noch betrunkener als vorhin. „Aber sie wollte nicht.“

„Das verstehe ich nicht.“ Der Page runzelte die Stirn. Er hatte Sylvia doch auch dazu geraten, den „Fürstenhof“ zu verlassen.

„Ich auch nicht.“ Wielander ließ ein bitteres Lachen hören. „Aber Sylvia will partout bei diesem … Zirkusdirektor bleiben.“

„Bei Herrn Saalfeld?“, hakte Ben nach. Paul nickte. Und da kam Alfons angestürmt, der den Pagen von Weitem entdeckt hatte.

„Sie sind wohl von allen guten Geistern verlassen?!“ Ben versuchte zu erklären, dass Herr Saalfeld persönlich die Anweisung gegeben hätte, dass er mit dem Hund gehen müsste.

„Ist Emma denn inzwischen wieder aufgetaucht?“, wollte er wissen.

„Immer noch nicht.“ Herr Sonnbichler schüttelte den Kopf. „Hildegard will schon die Polizei einschalten.“

„Das gibt’s doch nicht!“ Ben konnte sich das alles nicht erklären. „Sie ist jetzt bereits schon seit Stunden verschwunden.“ Plötzlich fiel ihrer beider Blick auf Paul Wielander. Sein Zimmer war noch immer nicht sauber gemacht worden … Und da wusste Ben plötzlich, wo seine Freundin sein musste.

Tatsächlich: Emma lag auf dem Boden von Wielanders Hotelzimmer und rührte sich nicht. Ben stürzte an Paul vorbei, der Alfons und ihm aufgeschlossen hatte, kniete neben ihr nieder und rüttelte sie an der Schulter.

„Emma!“, rief er. „Wach auf!“ Sie zeigte keine Reaktion. Da schob Wielander den Pagen zur Seite – er mochte zwar angetrunken sein, aber er war immer noch Arzt.

Er zog eins ihrer Augenlider empor und leuchtete Emma mit einer kleinen Lampe ins Auge.

„Ihre Pupillenreaktion ist verlangsamt“, stellte er fest. Das Zimmermädchen stöhnte auf. „Hallo! Können Sie mich hören?“ Sie bewegte sich ein wenig.

„Mir ist schwindelig …“, murmelte sie.

„Haben Sie etwas Bestimmtes gegessen?“, fragte Wielander. „Oder Medikamente genommen?“

„Traubenzucker …“, gestand sie. „Aus der Dose … Auf dem Nachttisch …“ Wielander begriff: Sie musste die Schlaftabletten genommen haben, die er durch Traubenzucker ersetzt hatte, um seinen Selbstmordversuch vorzutäuschen. „Aber nicht viel …“, fuhr sie mühsam fort. „Der hat ganz bitter geschmeckt.“

„Das waren Schlaftabletten!“, erläuterte der Arzt.

„In einer Traubenzuckerdose?“, schaltete Ben sich alarmiert ein. „Aber wieso?“

„Na ja, ich habe sie eben darin aufbewahrt, als die Packung gestern versehentlich nass geworden war“, log Wielander.

„Dann müssen wir sofort einen Notarzt rufen!“, meinte Ben panisch und rannte zum Telefon.

„Das ist nicht nötig“, hielt Paul ihn zurück. „Es können nicht viele Tabletten gewesen sein. Ihre Freundin ist außer Gefahr – glauben Sie mir.“ Ben atmete auf. „Ich hole ihr aber sicherheitshalber etwas für den Kreislauf“, beschloss Wielander. „Hoffentlich ist Kollegin Konopka noch in ihrer Praxis. Ich bin sofort wieder da.“ Er verließ das Zimmer.

Emma versuchte, sich aufzurichten.

„Mir war plötzlich so schwummerig“, stöhnte sie. „Und dann kann ich mich an nichts mehr erinnern …“

Frau Dr. Konopka war zwar nicht mehr da, aber Sylvia saß noch in der Praxis und kümmerte sich um die Abrechnung. Sie war wenig begeistert, ihren Mann zu sehen. Aber es gelang ihm, sie davon zu überzeugen, dass er diesmal nicht gekommen war, um sie dazu zu überreden, mit ihm zu gehen. Sondern dass er ein Kreislaufmedikament benötigte. Für eine Patientin.

„Welche Patientin?“, wollte Sylvia irritiert wissen. Er zögerte, beschloss dann aber, ihr die Wahrheit zu verschweigen.

„Eine junge Frau“, sagte er nur. „Sie hatte eine Ohnmacht … In meinem Zimmer …“

Felix saß im Halbdunkel in Viktorias Wohnzimmer und wartete darauf, dass Simon mit dem Essen zurückkehrte. Er fühlte sich müde und ausgelaugt, und die Sorge um seine Schwester brachte ihn beinahe um. Da klopfte es plötzlich heftig an der Tür. Als er öffnete, stürmte Rosalie herein.

„Was machst du denn hier?“, fragte er perplex.

„Damit hast du wohl nicht gerechnet, was?!“, giftete sie. Sie hatte in der Zwischenzeit im Restaurant einige Gläser Champagner getrunken, und mit jedem Schluck war sie wütender geworden. „Ich hoffe, ich störe nicht!“

„Ich weiß, das ist heute alles etwas unglücklich gelaufen“, seufzte er und versuchte, sie zu beruhigen. „Es tut mir wirklich leid. Aber …“

„Eine geschlagene Stunde habe ich im Restaurant gesessen und auf dich gewartet!“, fiel sie ihm ins Wort. „So etwas hat noch keiner mit mir gemacht!“

„Würdest du bitte etwas leiser reden …“, bat er, doch sie hörte ihn gar nicht.

„Und dann sagst du mir auch noch ab!“ Sie schäumte vor Zorn. „Weißt du, wie ich mir vorkam? Ist dir klar, was das für eine Frau bedeutet?!“

„Ich habe doch schon erklärt, dass es mir leidtut“, entschuldigte er sich noch einmal überfordert. „Und ich verspreche dir, dass so was …“ Wieder ließ sie ihn nicht zu Ende reden.

„Andere Männer würden sich nach einem Abend mit mir die Finger lecken!“, zischte sie. „Die würden noch ganz andere Sachen machen, das kannst du mir glauben!“

„Bitte, Rosalie, nicht so laut …“ Felix’ Gedanken waren noch immer bei Viktoria.

„Eine super Dorade hatte ich für dich vorbestellt!“, ereiferte sich seine Freundin jetzt. „Pech gehabt, nun isst sie jemand anders.“

„Simon holt gerade was vom Chinesen“, entgegnete er matt.

„Der junge Konopka ist auch da?“ Das weckte ihren Argwohn nur noch mehr. „Habt ihr eine Orgie gefeiert, oder was?!“

„Verdammt noch mal, schrei nicht so rum!“, wies er sie zurecht. „Viktoria schläft!“

„Sie schläft?“, wiederholte Rosalie fassungslos. „Sag mal, was läuft hier eigentlich?!“ Und ehe er sie aufhalten konnte, war sie schon losgerannt und hatte die Tür zu Viktorias Schlafzimmer aufgerissen. „Was … ist denn hier los?“ Perplex betrachtete sie die medizinischen Geräte, die im Zimmer standen.

„Viktoria hat Leukämie“, sagte Felix mit gepresster Stimme. Nun war es heraus. Und Rosalie schämte sich sofort für ihren Auftritt.

„Leukämie?“, wiederholte sie leise. „Ich hatte ja keine Ahnung …“ Sie presste die Lippen zusammen. „Und ich komme hier rein und mache dir eine Szene …“

„Es tut mir leid, dass ich es dir nicht gesagt habe.“ Ihm war klar, dass er die ganze Situation mitverursacht hatte.

„Ich konnte doch nicht ahnen, dass Viktoria so krank ist.“ Rosalie fühlte sich scheußlich. „Und dass du dich daher so viel um sie kümmerst.“

„Ich habe gehofft, du würdest verstehen …“ Er brach ab.

„Verstehen? Aber wie denn?!“ Hilflos blickte sie ihn an. „Ich habe sonst was gedacht. Und als du mich heute Abend sitzen gelassen hast, wusste ich überhaupt nicht mehr, was los war.“

„Viktoria hat heute ihre erste Chemotherapie bekommen“, erklärte er und wirkte sehr erschöpft. „Während der Infusion – da gab es plötzlich Probleme mit ihrem Kreislauf. Zum Glück war Frau Dr. Konopka da. Aber Simon und ich … Wir waren danach völlig fertig.“ Tröstend nahm sie ihn in die Arme. Natürlich konnte sie jetzt nachvollziehen, warum er keinen Kopf mehr für ihre Verabredung gehabt hatte.

Aber diese Innigkeit hielt nicht lange vor. Die beiden hatten sich wieder ins Wohnzimmer gesetzt, um Viktoria nicht zu stören.

„Ich verstehe einfach nicht, warum du mir nicht früher erzählt hast, dass deine Schwester krank ist“, beklagte Rosalie sich nun.

„Ich wollte es dir die ganze Zeit sagen“, beteuerte Felix. „Aber ich musste es Viktoria versprechen – sie will nicht, dass alle von ihrer Krankheit erfahren.“

„Vertraust du mir denn überhaupt nicht?“, wollte seine Freundin wissen.

„Das hat doch damit nichts zu tun“, wehrte er ab.

„Womit denn dann?“, hielt sie dagegen. „Was denkst du, wie ich mich fühle, wenn du mich so aus deinem Leben ausschließt?“ Er seufzte ratlos. „Du glaubst also, ich wäre durch den ‚Fürstenhof‘ gerannt und hätte es jedem auf die Nase gebunden? Vielen Dank.“

„Was hätte ich denn tun sollen?“, verteidigte er sich. „Viktoria macht eine sehr schwere Zeit durch. Ich finde, es ist absolut normal, dass ich ihre Wünsche respektiere.“

„Es ist aber nicht normal, dass du mich deshalb belügst!“, hielt Rosalie ihm vor. „Aber gut … Wenn dir deine Schwester wichtiger ist als ich … Dann kannst du mir auch gleich den Rest ins Gesicht sagen. Komm, sag’s mir! Sag mir, dass ich dir nur fürs Bett gut bin.“ Bevor Felix darauf etwas entgegnen konnte, stand Simon in der Tür.

„Beim Chinesen hat es ewig gedauert“, meinte er entschuldigend und begrüßte dann Rosalie. „Das Essen reicht bestimmt auch für drei“, sagte er freundlich. „Ich hole schnell die Teller.“

„Vergessen Sie’s!“, schnaubte sie. „Mir ist der Appetit gründlich vergangen.“ Und damit rauschte sie hinaus. Felix machte keine Anstalten, sie zurückzuhalten. Er hatte einfach nicht die Kraft dazu.

Hildegard und Alfons waren gerade noch an der Rezeption, als Xaver den „Fürstenhof“ betrat. Sie hätten den ehemaligen Pagen beinahe nicht wiedererkannt: So konservativ war er angezogen, und so aristokratisch war sein Gebaren.

„Meine Güte, der hat sich aber rausgeputzt …“ Hildegard hatte Mühe, vor Lachen nicht loszuprusten.

Xavers Freundin beauftragte gerade einen Pagen, sich um ihren Wagen zu kümmern. Und so gelang es Xaver, den Sonnbichlers unbemerkt etwas zuzuflüstern.

„Bitte, tun Sie so, als ob sie mich nicht kennen.“ Er klang flehentlich. „Sonst bekomme ich echte Schwierigkeiten.“

„Was denn für Schwierigkeiten?“, wunderte sich Hildegard, aber da war auch schon Karla zurück.

„Was ist, Hase?“, meinte sie. „Lass uns einchecken.“ Daraufhin zückte Xaver eine Visitenkarte und überreichte sie Alfons mit vielsagendem Blick.

„Gestatten, Xaver Prinz von Crondorff.“ Dem Portier fiel beinahe die Kinnlade herunter. „Meine Lebensgefährtin mit dem bezaubernden Namen Müller hat die Fürstensuite reserviert. Für eine Woche.“

Alfons und Hildegard hatten zwar keine Ahnung, was der ganze Auftritt eigentlich sollte, spielten das Spiel aber Xaver zuliebe mit. Aber es war klar, dass der ehemalige Page ihnen würde erklären müssen, was hier eigentlich los war …

Am nächsten Morgen saßen alle Sonnbichlers gemeinsam am Frühstückstisch. Marie und Alfons sangen „Happy Birthday“ und gratulierten Hildegard herzlich. Wie Alfons es befürchtet hatte, war es Marie und Nils nicht gelungen, eine anständige Schwarzwälder Kirschtorte zu backen. Der Kuchen war verbrannt. Und er konnte sich auch schon denken, dass es daran gelegen hatte, dass die beiden sich anderweitig beschäftigt hatten – so verliebt, wie sie waren.

Aber Nils hatte immerhin eine Torte beim Bäcker besorgt und brachte sie nun vorbei. Auch er gratulierte Hildegard, die sich dann aber verabschiedete – sie musste zum Friseur.

Alfons erzählte Marie und Nils, dass Xaver gestern im „Fürstenhof“ eingecheckt hatte und sich als Prinz von Crondorff ausgab.

„Xaver als Prinz?“ Marie lachte aus vollem Hals. Nils wollte wissen, wer Xaver überhaupt war.

„Er hat früher als Page bei uns gearbeitet“, antwortete Herr Sonnbichler. „Und er war eine Zeit lang mit Marie …“

„… in derselben Schicht“, unterbrach sie ihren Vater hastig. „Wir waren Kollegen.“ Alfons begriff, dass sie offenbar nicht wollte, dass Nils von ihrer Beziehung zu Xaver erfuhr, und hielt den Mund. „Eigentlich war er ein ganz netter Typ“, erklärte sie unbeschwert. „Aber jetzt scheint er verrückt geworden zu sein …“

Xaver war zur gleichen Zeit furchtbar unter Druck. Noch bevor Karla aufgewacht war, hatte er Frühstück aufs Zimmer bestellt – so konnte er verhindern, dass er im Restaurant den ganzen ehemaligen Kollegen über den Weg lief.

Dem Pagen, der das Frühstück in die Suite brachte, zischte er zu, dass er einfach die Klappe halten solle – die beiden hätten einander nie gesehen. Und dann drückte er ihm ein Zwanzig-Cent-Stück in die Hand und verkündete laut: „Das ist für Sie, junger Mann.“ Völlig irritiert zog der Page sich zurück.

Karla war ein wenig enttäuscht – sie hätte lieber im Restaurant gefrühstückt.

„Findest du es etwa peinlich, wenn du mit einer ‚Bürgerlichen‘ in der Öffentlichkeit gesehen wirst?“, neckte sie ihn.

„So ein Unsinn!“, protestierte er.

„Wirklich?“ Er nickte und betrachtete sie verliebt. „Dann sollten wir statt dem Frühstück lieber sofort einen Standesbeamten aufs Zimmer bestellen“, schlug sie vor und klimperte verführerisch mit den Wimpern. „Xaver und Karla, Prinz und Prinzessin von Crondorff – dann könnten wir endlich richtig Hof halten.“

„Ach, daher weht der Wind …“ Xaver gab sich empört. „Du willst nicht mich, sondern meinen Namen.“

„Hätte ich was mit dir angefangen, wenn du Müller heißen würdest?“, witzelte sie. Er schluckte. Wenn sie wüsste …

Evelyn hatte inzwischen von Sylvia erfahren, dass Paul Wielanders Selbstmordversuch nur vorgetäuscht gewesen war. Und sie hatte auch begriffen, dass Werner sie benutzt hatte – er hatte sie gebeten, die Rückstände im Glas testen zu lassen, aus dem Wielander getrunken hatte. Ohne ihr zu sagen, worum es dabei eigentlich ging.

„Du hättest mir vertrauen können“, hielt sie dem Senior vor.

„Aber dann hättest du das Glas womöglich nicht eingeschickt“, verteidigte er sich. „Ich musste zu einer Notlüge greifen. In Sylvias Interesse. Ich brauchte diesen Beweis.“

„Wenn du dir die ‚Notlüge‘ gespart hättest, wäre es gestern vielleicht nicht zu diesem gefährlichen Zwischenfall gekommen“, entgegnete die Ärztin streng.

„Was für ein Zwischenfall?“ Er hatte keine Ahnung, wovon sie sprach.

„Du weißt es nicht?“ Sie stutzte. „Frau Strobl ist beim Putzen in Paul Wielanders Zimmer in Ohnmacht gefallen. Und ich vermute, sie hat seine Tabletten geschluckt, weil sie sie für Traubenzucker gehalten hat.“

„Vermutest du das oder weißt du das?“, hakte Werner sofort nach. „Frau Strobl ist doch sicher deine Patientin.“ Evelyn schüttelte den Kopf.

„Nein. Paul Wielander kümmert sich um sie und will hierbleiben, bis sie wieder auf den Beinen ist.“ Der Senior wäre beinahe explodiert, als er das hörte – da hatte Wielander ja wieder einen ausgezeichneten Vorwand gefunden, um Sylvia und ihm weiterhin lästig zu fallen.

Und die Wahrheit war nicht ganz so leicht herauszubringen. Denn Emma, der es furchtbar peinlich war, dass sie an einer Traubenzuckerdose eines Gastes genascht hatte, war mit Ben übereingekommen zu erzählen, sie hätte einfach nur einen Kreislaufkollaps erlitten.

Sie lag noch immer im Bett und fühlte sich zerschlagen. Dabei hatte Hildegard heute Geburtstag, und sie hatte Frau Sonnbichler einen Kuchen backen wollen! Was ihr da nur eingefallen war – sich einfach an dem Traubenzucker zu bedienen … Und alles bloß, weil sie ihre Diät übertrieben hatte. Nur um Rosalie etwas zu beweisen.

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