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Ein eiskalter Fall

Was bisher geschah ...

Polizeiinspektor Grünschnabel, Bürgermeister Blumenkohl und Kaufhausbesitzerin Schnütgen haben die Nase gestrichen voll. Ein vorwitziger Blutsauger treibt sich nachts in ihrer Stadt herum und erschreckt die Leute.

 

 

Sie stellen ihm eine Falle, an der er sich die Zähne ausbeißt, erkennen aber sofort: Der vermeintlich gefährliche Vampir ist nur ein elfjähriger Junge. Zahnarzt Pimpf wird aus dem Bett geklingelt, um Valentins abgebrochene Zähne zu reparieren.

Aber was nun?

Ein Vampir in der Stadt? Kann das gut gehen?

Klar! Die Gesellschaft seiner neuen Freunde gefällt Valentin viel besser, als alleine auf der einsam gelegenen Burg Donnersbach zu hausen. Er bezieht das Kellerverlies unter dem Rathaus und erhält Unterricht. Die fünf gründen einen Geheimbund, und auf der Jagd nach einem Räuber, macht Valentin die Bekanntschaft von Hexe Emma.

 

 

 Mit ihr und Wassermann Florian, den sie beim Abenteuer auf der Pirateninsel kennenlernen, ist der Geheimbund komplett.

          

 

 Und nachdem der Geheimbund die

Abenteuer auf der Pirateninsel (Buch 1),

Abenteuer auf Burg Donnersbach (Buch 2) und

Abenteuer im Drachenwald (Buch 3)

bestanden hat, beginnt heute:

Ein eiskalter Fall

1 Eine Geburtstagsparty endet mit Blitz und Donner

Der kleine Vampir Valentin schlägt die Augen auf. Er klettert aus seinem Marmorsarg, der im Kellerverlies unter einem der vier Türme von Burg Donnersbach steht. Schnell schlüpft er in seinen Vampiranzug; weißes Shirt, schwarze Hose, schwarzer Umhang mit rotem Seidenfutter und öffnet leise die Tür.

Groß, einer der beiden Donnersbacher Burggeister, jagt durch den Kellerflur. Als er Valentin erblickt, kreischt er: „Fertig? Na endlich! Klein und die anderen kommen auch gleich!“ Das Gespenst schlägt einen Luft-salto und stößt eine Stichflamme aus, um eine Wunderkerze zu entzünden.

„Autsch! Verdammt! Pass doch auf!“, flucht Valentin, als sein Vampirumhang Feuer fängt.

„‘Tschuldigung! War keine Absicht“, haucht Groß. Mit einem Schwall Eiswasser löscht er die Flammen.

„Gemeinheit! Habt ihr ohne mich mit der Party angefangen, oder warum bist du so nass, Valentin?“ Klein, der zweite Burggeist, schwebt angesäuert die Kellertreppe hinunter.

Frau Schnütgen, Bürgermeister Blumenkohl, Polizeiinspektor Grünschnabel und Zahnarzt Pimpf folgen ihm dicht auf den Fersen. Der Bürgermeister trägt einen sperrigen Gegenstand unter dem Arm, der in rotes Geschenkpapier eingepackt ist.

„Leute, wie soll man denn bei dem Krach schlafen?“ In der Tür zur Hexenküche erscheint Emmas zerzauster roter Haarschopf. Die kleine Hexe gähnt und reibt sich verschlafen die grünen Augen.

„Aufgepasst! Einsatz!“, kommandiert Groß und fuchtelt mit einer funkensprühenden Wunderkerze vor Emmas Nase herum.

Die Burgbewohner stimmen ein Geburtstagslied an. Fröhlich schallt ihr Ständchen durch das Kellergewölbe. Als der letzte Ton verklingt, tritt Bürgermeister Blumenkohl vor und überreicht der kleinen Hexe das Geschenk.                                    

„Meine liebe Emma, wir alle gratulieren herzlich zu deinem Geburtstag. Heute ist der 30. April – Walpurgisnacht – und somit dein großer Tag. Flörus, unser alter Burgzauberer, bedauert sehr, heute nicht hier sein zu können. Er hätte dir gerne persönlich gratuliert, aber wie du weißt, ist er immer noch sehr geschwächt von dem Abenteuer im Drachenwald und zur Erholung im Südseezauberhotel. Deshalb hat er mich gebeten, diese Rede zu halten: Emma, du bist jetzt 265 Jahre alt. Der erste Teil deiner Hexenausbildung ist beendet, und du darfst ab sofort …“

 

 

„Staubsauger fliegen! Mit 265 darf ich endlich Staubsauger fliegen“, fällt Emma dem Bürgermeister ins Wort. „Es ist einer, stimmt`s! Welches Modell?“ Aufgeregt packt Emma das Geschenk aus und jubelt begeistert, als sie ihren nagelneuen Überschall500 in Händen hält. Bewundernd streichelt sie das Motorengehäuse. „Klasse! Der ist superschnell. Letzten Monat habe ich in der Hexenzeitung einen Bericht über ihn gelesen. Von null auf hundert in magischen null Komma nix. Toll! Danke euch allen!“

„Ein Flugstaubsauger ist aber kein Kinderspielzeug“, mahnt Polizeiinspektor Grünschnabel. „Der fliegt immerhin mit Überschallgeschwindigkeit! Also: aufpassen und Helm aufsetzen!“

„Das mache ich“, verspricht Emma. „Ich freue mich wahnsinnig! Staubsauger fliegen – davon träume ich, seit ich das erste Mal auf einem Besen saß!“

„Emma, du nimmst mich hoffentlich bald zu einer kleinen Spritztour mit“, sagt Valentin. „Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe jetzt einen Bärenhunger. Wie wäre es mit einem Geburtstagsfrühstück?“

Die kleine Hexe schnappt sich ihren neuen Staubsauger und läuft voraus. Die Geheimbund-Mitglieder folgen ihr die Treppe hinauf in die Burghalle. Dabei werden sie von den beiden Gespenstern überholt, die an ihnen vorbeistürmen und ein mittelschweres Gewitter in der Halle verursachen, als sie gleichzeitig alle 265 Kerzen auf Emmas Geburtstagstorte mit Feuerblitzen entzünden. Kopfschüttelnd zückt die kleine Hexe ihren Zauberstab, um Überschwemmung und Zimmerbrand zu beseitigen.

 

 

 

Liebevoll bespucken Groß und Klein Emma mit Schneebällen und johlen: „Herzlichen! Auch von uns!“

Emma duckt sich vor den eiskalten Geburtstagsgeschossen. Valentin fängt geschickt einen der Schneebälle auf und schleudert ihn zurück. Mitten in der Burghalle ist augenblicklich die schönste Schneeballschlacht im Gang.

 

Als die Gespenster und die Geheimbund-Mitglieder klatschnass in die Sessel fallen, schwenkt Emma ihren Zauberstab. Bunte Glitzersternchen sprühen aus der Spitze und lassen Haare, Hosen und Hemden mit magischer Geschwindigkeit trocknen. Dazu prasselt ein wärmendes Feuer im Kamin, während sich der Tisch zu einem festlichen Geburtstagsfrühstück deckt.

„Kuchen und Brombeerlimonade für uns, und eine extra scharfe Drachenpizza und Chilibier für dich“, lächelnd zwinkert Emma Polizeiinspektor Grünschnabel zu, der herzhaften Leckereien den Vorzug gibt.

Hungrig kosten die Geheimbund-Mitglieder von den Köstlichkeiten, die Emma gezaubert hat. Groß und Klein schaukeln derweil friedlich an den Kronleuchtern.

Kurze Zeit später sind von der dreistöckigen Schokoladentorte mit himmelblauem Zuckerguss, den Blaubeerpfannkuchen und der Pizza nur noch Krümel übrig.

Valentin lehnt sich zufrieden zurück und reibt seinen Bauch. „Wenn ich noch mehr esse, dann platze ich.“

Beinahe lautlos landet der rote Burgkater, mit Namen Barbarossa, auf der Fensterbank. In der Schnauze balanciert er einen Zauberstab. Er zuckt mit der Schwanzspitze. Wie von Zauberhand öffnet sich das Tor zum Burghof. Barbarossa flitzt hinaus.

„Grr! Wann lässt der endlich die Pfoten von Flörus‘ Zauberstab? Der Kater hat echt eine Meise!“ Emma springt auf und läuft hinterher, dann ruft sie lachend: „Kommt mit nach draußen. Das müsst ihr euch ansehen!“

Auf dem Kletterfelsen, der sich im Innenhof der Burg befindet, spielen Eichhörnchen in Clownskostümen fangen. Eine Rehfamilie hat sich als Piratenmannschaft verkleidet und entert eine Wildschweinrotte, die zum Tanz aufspielt.

Als krönenden Höhepunkt der tierischen Darbietungen gibt es ein Fußballmatch: Cowboy-Füchse gegen Indianer-Waldkäuze. Ein Hirsch auf Inlinern betätigt sich als Schiedsrichter und röhrt: „Foul! Foul!“, in ein Megafon.

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