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Ein Traum wird wahr

1. KAPITEL

Fassungslos starrte Sandra Konrad Blumenthal an. Was hatte er eben gesagt? Ihr Vater lebte? Und war gar nicht bei dem Flugzeugabsturz umgekommen?

„Aber wo ist er?“, stammelte sie. „Warum hat er sich nie gemeldet?“ Und warum behauptete auch Blumenthal in seinem Buch, dass Theo Klein gestorben war?

„Theos Schwester wohnte damals in den USA und brauchte dringend eine teure OP“, erklärte Blumenthal. „Es war lebenswichtig. Und sie war nicht versichert und hatte kein Geld fürs Krankenhaus. Theo auch nicht. Aber er hatte eine Lebensversicherung.“ Langsam begann Sandra zu verstehen.

„Die an seine Schwester ausbezahlt wurde“, vermutete sie. „Und damit konnte sie sich dann die Operation leisten.“ Blumenthal nickte. Er hatte Theo nach der Explosion des Flugzeugs gefunden – verletzt zwar, aber nicht allzu schwer.

„Er hat mich angefleht, allen zu sagen, er wäre tot. Ich habe ihm noch Wasser, etwas Proviant und Verbandszeug in sein Versteck gebracht …“ Seitdem hatte er nichts mehr von Theo gehört. Nun ja, fast nichts mehr. „Er hat mir etwa ein Jahr nach dem Absturz eine Postkarte geschrieben.“ Unter falschem Namen natürlich. „Für niemand anderen hätte ich so etwas getan.“ Konrad Blumenthal war sichtlich nachdenklich geworden. „Ich habe mich ja auch strafbar gemacht. Dafür hat sich Theo auf der Karte bedankt.“ Blumenthal hatte bei der gerichtlichen Untersuchung nach dem Absturz gelogen. Schließlich war Theo Kleins Leiche nie gefunden worden. Aber Blumenthal hatte behauptet, sein Freund wäre in die brennende Maschine gelaufen.

„Und später haben Sie wirklich nie wieder von ihm gehört?“ Forschend blickte Sandra ihn an. Er zögerte lange, nickte dann aber.

„Vor etwa zehn Jahren. In Paraguay. An einer Hotelbar. Wir haben uns sofort erkannt.“ Theo Klein war inzwischen Amerikaner. „Aber er hat mir nicht gesagt, wie er jetzt heißt.“

„Das bedeutet: Selbst wenn Sie wollten, könnten Sie ihn nicht erreichen?“, hakte sie nach.

„Zumindest nicht einfach so“, antwortete er.

„Aber es gibt eine Möglichkeit?“, bohrte sie weiter.

„Es gibt immer eine Möglichkeit.“

„Dann versuchen Sie es.“ Sandras Stimme war leise, aber eindringlich geworden. „Bitte.“

„Machen Sie sich nicht allzu große Hoffnungen“, bremste Blumenthal sie. „Ihr Vater will nicht aufgespürt werden.“

„Sie meinen also, es interessiert ihn nicht, wer seine Tochter ist?“ Blumenthal schwieg. „Bitte, tun Sie was. Es ist wirklich wichtig für mich.“

„Ich werde sehen, was ich machen kann.“ Mehr konnte und wollte Konrad Blumenthal ihr im Augenblick nicht versprechen.

Rosalie und Cosima hatten ganze Arbeit geleistet: Nach ihrem anonymen Hinweis hatte die Bank angekündigt, die Bücher des Fürstenhofs prüfen zu wollen. Werner tobte.

„Was regen Sie sich eigentlich so auf?“, meinte Lukas. „Selbst wenn der Tipp stimmt, den die Bank bekommen hat, und es gab ein paar Unregelmäßigkeiten bei der Vorbereitung des Golfturniers …“ Werner schnaubte. „Dann haben Sie es – soweit ich das überblicken kann – doch so geschickt angestellt, dass die nie im Leben etwas finden.“ Selbst die Expertise vom Präsidenten des Golfverbandes lag mittlerweile ordentlich in den Unterlagen. Und verschleierte, dass in Wirklichkeit Bestechungsgelder geflossen waren.

„Aber wenn diese Aasgeier erst einmal hier sind …“ Der Senior brach ab. Sie würden im Fürstenhof alles auf den Kopf stellen, fürchtete er. Und was er sich eigentlich fragte, war: „Wer hat ein Interesse daran, der Bank einen Hinweis zu geben?“ Er konnte sich eigentlich nur eine bestimmte Person vorstellen. Nämlich Cosima. „Wenn Sie also Schaden vom Fürstenhof abwenden wollen, sagen Sie mir, was Ihre Mutter vorhat.“

„Als ob meine Mutter mich in ihre Pläne einweihen würde“, hielt Lukas dagegen. „Wie Sie vielleicht gemerkt haben, ist unser Verhältnis zurzeit ein wenig schwierig.“

„Aber Sie sind eine Familie“, entgegnete Werner. „Da hält man zusammen, wenn es hart auf hart kommt.“ Aber Lukas hatte nicht die Absicht, sich mit Cosima wegen dieser Angelegenheit zu streiten.

Die hatte die Sache ja ohnehin in die Hand genommen.

„Was wollen Sie denn hier?“, giftete Werner, als Cosima kurze Zeit später im Büro auftauchte.

„Ich habe gehört, uns steht eine Buchprüfung bevor“, erwiderte sie. „Und als Anteilseignerin habe ich das Recht zu erfahren, was es damit auf sich hat.“ Natürlich war das nur ein Vorwand. In Wirklichkeit ging es ihr nur darum, in einem unbeobachteten Moment eine Klebewanze am Telefon anzubringen. Und das gelang ihr, als Werner sich jetzt abwandte, um sich etwas zu trinken einzuschenken. Jetzt würde sie die Telefonate des Seniors belauschen können. Und es wäre doch gelacht, wenn dabei nicht etwas herauskäme, mit dem sie ihn weiter unter Druck setzen konnten.

In der Tat: Kaum hatte sie sich verabschiedet, rief Werner Herrn Winkelmann von seiner Hausbank an. Rosalie saß schon vor der Abhörausrüstung in Cosimas Zimmer und jubelte innerlich, als der Senior das Gespräch begann.

„Herr Winkelmann, so funktioniert das nicht. Sie können uns nicht einfach eine Buchprüfung ins Haus schicken.“ Rosalie grinste. „Ist mir schon klar, dass das nicht Ihre Idee war“, fuhr Werner fort. „Aber Sie hätten es verhindern müssen. Ich muss Sie ja wohl nicht daran erinnern, wo der Empfang nach der Taufe Ihres Sohnes stattfand? Für den Sie keinen Cent bezahlt haben?“ Er redete sich immer mehr in Rage. „Wer hat Ihnen die Geräte für Ihren Fitnessraum gesponsert? Und wie oft waren Sie umsonst auf Teneriffa? Also bitte … Lassen Sie sich etwas einfallen. Ich will diese Schnüffler nicht im Haus haben.“

Rosalie rieb sich die Hände. Werner Saalfeld hatte Cosima und ihr ungewollt mehr Informationen gegeben, als sie sich selbst erträumt hätten.

„Da ist gemauschelt worden ohne Ende“, berichtete sie Cosima zufrieden. „Und ich kann mir kaum vorstellen, dass der gute Herr Winkelmann glücklich ist, wenn das publik wird …“ Ihr beider Plan war also aufgegangen.

Hendrik war in so katastrophaler Verfassung, dass Nils Heinemann kurz entschlossen seine Sachen gepackt und ihn in seine Wohnung gebracht hatte. Hendrik wusste nicht, was das alles sollte.

„Du musst raus aus der Wohnung, wo dich alles an Annika erinnert“, fand Nils. Und bei ihm war genug Platz. Hendriks Bogen hatte er auch mitgenommen.

„Den bringe ich wieder zurück“, erklärte der, als er sein Sportgerät entdeckte. Er würde aufhören mit dem Bogenschießen.

„Wie bitte? Und was ist mit der WM?“

„Die findet ohne mich statt“, antwortete Hendrik. „Und ohne Annika.“ Sie hatten gemeinsam dahin gewollt. Dafür hatten sie sich die ganze Zeit gequält. Und nun war alles sinnlos geworden.

„Meinst du, Annika wäre einverstanden, wenn du aufgibst?“, fragte Nils vorsichtig.

„Selbst wenn ich wollte …“ Die Qualifikation hatte Hendrik ja verpasst.

„Aber du würdest einen Freiplatz bekommen“, wandte Nils ein. „Bestimmt. Mit all deinen Erfolgen in der Vergangenheit …“

„Ich werde nie mehr Spaß am Bogenschießen haben“, fiel Hendrik ihm brüsk ins Wort. „Das war etwas, das ich zusammen mit Annika gemacht habe.“

„Selbst wenn du nie mehr einen Wettkampf bestreitest …“ Hendrik hatte einen Job am Fürstenhof. Und auch für den brauchte er seinen Bogen.

„Den Job gebe ich auf.“ Hendrik wollte nicht weiter als Trainer arbeiten. „Ich gehe zurück nach München und suche mir irgendetwas anderes.“ Er brauchte einen Neuanfang. Er konnte nicht einfach so weitermachen. Das verstand Nils sogar. Er glaubte nur, dass sein Freund nichts überstürzen sollte.

Sandra und Lukas hatten sich zufällig im Park getroffen. Und natürlich hatte sie ihm sofort erzählt, was sie von Konrad Blumenthal erfahren hatte: dass ihr Vater noch lebte!

„Das ist ja ein Ding“, staunte Lukas. Ihm war klar, dass Sandra ihren Vater jetzt natürlich unbedingt treffen wollte.

„Wenn ich nur eine Ahnung hätte, wo er jetzt ist“, seufzte sie. „Und wie er jetzt heißt.“ In Blumenthal setzte sie nicht allzu viel Vertrauen. Sie glaubte nicht, dass er mit dem nötigen Engagement nach Theo Klein suchen würde. Die beiden schwiegen eine Weile.

„Ich habe leider gleich einen Termin“, entschuldigte Lukas sich dann. „Aber wenn ich Ihnen irgendwie helfen kann …“

„Danke.“ Sie schenkte ihm ein strahlendes Lächeln.

Aber kaum dass Lukas gegangen war, wanderten ihre Gedanken zurück zu Theo Klein. Sie konnte einfach nicht verstehen, wieso ihr Vater sich nie bei ihrer Mutter gemeldet hatte. Es war doch die große Liebe gewesen … Jedenfalls hatte ihre Mutter das immer so dargestellt. Aber wie es nun aussah, war die Liebe von Astrids Seite größer gewesen als von seiner. Sonst hätte er doch einen Weg gefunden, ihr zu sagen, dass er noch lebte. Und vielleicht hätte er sie beide irgendwann nachgeholt in die USA … Sandra blieb nur eins: Sie musste mit ihrer Mutter sprechen.

Astrid reagierte beinahe panisch, als sie hörte, dass Sandra jemanden getroffen hatte, der ihren Vater kannte. Sie würde auf der Stelle in den Fürstenhof kommen, erklärte sie und legte dann auf.

Was war denn mit ihrer Mutter los, wunderte sich Sandra. Die war ja ganz aufgeregt gewesen. Hatte Astrid womöglich die ganze Zeit gewusst, dass ihr Vater noch lebte? Aber das hätte sie Sandra doch nicht verschwiegen. Astrid war doch klar, wie sehr Sandra sich immer einen Vater gewünscht hatte …

Als ihr kurz darauf André Konopka über den Weg lief, vertraute sie sich dem Chefkoch an. Seit er aus Versehen die letzte Ludovika zu einem Aromaöl verarbeitet hatte, fühlte sich André der jungen Frau verpflichtet. Und sympathisch war ihm Sandra Ostermeyer ohnehin. Also hörte er sich die ganze Geschichte an.

„Vielleicht möchte Ihr Vater wirklich nicht gefunden werden“, entgegnete er dann vorsichtig. „Es gibt immer einen Weg, jemandem eine Nachricht zukommen zu lassen, ohne seine Identität preiszugeben. Und wenn er das nie getan hat …“

„Kann das nur heißen, dass er nichts mit uns zu tun haben will“, ergänzte Sandra traurig. Trotzdem meinte er, dass sie die Sache nicht auf sich beruhen lassen sollte.

„Natürlich müssen Sie mit allem rechnen.“ Es konnte ja auch sein, dass Theo Klein in der Zwischenzeit eine neue Familie gegründet hatte. „Aber wenn Sie nicht versuchen, ihn zu finden, werfen Sie sich das später garantiert vor.“ Sandra nickte. Er hatte recht, das spürte sie auch. Aber bevor sie irgendetwas unternahm, musste sie erst einmal mit ihrer Mutter sprechen.

Direkt nach dem Telefonat mit ihrer Tochter war Astrid Ostermeyer in München losgefahren und erreichte nun reichlich aufgelöst den Fürstenhof. Zunächst einmal ließ sie sich von Sandra erzählen, was genau Konrad Blumenthal gesagt hatte.

„Und du glaubst wirklich, dieser Reiseschriftsteller treibt deinen Vater in Amerika auf?“, wollte sie dann wissen. Sandra nickte energisch.

„Und wenn nicht, versuche ich es eben selbst“, erklärte sie entschlossen. Das war nun das Letzte, was Astrid wollte.

„Vielleicht ist diese Suche keine gute Idee“, meinte sie. „Er hat sich nie bei uns gemeldet. Für mich ist das eindeutig: Er will nichts mehr mit uns zu tun haben. Mit mir …“ Sie begann zu weinen. Dass ihre Tränen nicht Theo Klein galten, ahnte Sandra natürlich nicht. „Ich habe sehr lange gebraucht, um über seinen Tod hinwegzukommen“, behauptete sie dann. „Mir wäre es lieber, er wäre tot. Ich möchte ihm nicht begegnen.“ Sie rang ihrer Tochter das Versprechen ab, zumindest noch eine Nacht darüber zu schlafen, bevor sie die Entscheidung traf, ob sie sich wirklich auf die Suche nach ihrem Vater machen wollte. Nach ihrem vermeintlichen Vater.

Als André von Sandra erfuhr, warum ihre Mutter sie gebeten hatte, suchte er sofort das Gespräch mit Astrid.

„Bei allem Verständnis für Ihre Situation …“, begann er behutsam. „Aber ich glaube, Sie können Ihrer Tochter nicht verwehren, nach ihrem Vater zu suchen.“

„Was mischen Sie sich da ein?“, fauchte Astrid sofort.

„Ihre Tochter hat ein Recht, ihn kennenzulernen“, fuhr er ruhig fort. „Ich finde, Sie sollten sie bei ihrer Suche unterstützen. Und nicht behindern.“

„Was sie finden, ist mir herzlich egal! Ich brauche Ihre Ratschläge nicht. Kümmern Sie sich gefälligst um Ihre eigenen Probleme! Und bringen Sie vor allem Sandra nicht auf dumme Gedanken!“ Dass Frau Ostermeyer so ausgesprochen aggressiv reagierte, irritierte den Chefkoch. Was war denn mit Sandras Mutter los?

Für den Abend war ein Essen im Restaurant angesetzt: Mit Konrad Blumenthal, Cosima und Lukas und Frau Engel. Und Werner bestand darauf, dass Charlotte ihn begleitete.

„Wenn es dir ernst ist damit, mir im Kampf gegen diese ganze Mischpoke zu helfen, dann brauche ich dich.“

„Natürlich meine ich das ernst.“ Immerhin hatte Werner dafür gesorgt, dass das Gewächshaus nicht abgerissen und der Außenpool, den Cosima und Rosalie gewollt hatten, nicht gebaut wurde. Das hatte er nur für Charlotte getan.

„Dann erwarte ich jetzt, dass du im Gegenzug für mich da bist.“ Charlotte nickte. Aber es war ihr anzusehen, dass sie nicht die geringste Lust hatte auf diesen Termin.

Michael war wenig begeistert, als er erfuhr, dass Charlotte heute Abend keine Zeit für ihn haben würde. Aber die Geschäfte gingen natürlich vor. Nicht nur, dass sie Werner im Kreis seiner Feinde unterstützen musste – Konrad Blumenthal war außerdem im Hauptberuf ein angesehener Reiseveranstalter. Und für den Fürstenhof wäre es nur gut, eine Kooperation mit ihm zu erreichen.

„Dann werde ich mich heute Abend also allein vergnügen“, meinte Michael mit einem halb resignierten, halb scherzhaften Seufzer. Sie sah ihm in die Augen. Und plötzlich hatte sie eine Idee.

„Vielleicht auch nicht …“

Auch Cosima versuchte, ihren Sohn auf das bevorstehende Abendessen in ihrem Sinne vorzubereiten.

„Kannst du dich heute vielleicht zusammenreißen und mir nicht in den Rücken fallen?“, fragte sie. Dass er sich bei der Geschichte mit dem Außenpool gegen sie und Frau Engel gestellt hatte, hatte sie ihm noch längst nicht verziehen. „Heute Abend müssen wir zusammenhalten. Als Familie.“

„Jawohl!“, frotzelte Lukas. Sie ignorierte die ironische Spitze.

„Lass dich nicht von Werner Saalfeld einwickeln“, mahnte sie nur. „Er will einen Keil zwischen uns treiben.“

„Während du ihm die Buchprüfer auf den Hals hetzt“, konterte Lukas. „Wie im Kindergarten.“

„Wer sagt, dass ich es war?“, erwiderte sie. Er warf ihr einen spöttischen Blick zu. „Den Floh kann nur er dir ins Ohr gesetzt haben.“ Ihre Stimme wurde eindringlich. „Du musst dich entscheiden, auf welcher Seite du stehst.“

„Erst mal auf der Seite des Fürstenhofs“, erklärte er. „Ihr beide überlegt doch nur, wie ihr dem anderen schaden könnt. Statt dass ihr schaut, was gut für das Hotel ist.“

„Was das Hotel braucht, ist eine klare Führung“, hielt sie dagegen. „Und dafür muss man manchmal kämpfen.“

„Wie du willst.“ Er zuckte müde die Schultern. „Aber lass mich mit euren lächerlichen Spielchen in Ruhe.“

„Du bist weder Fisch noch Fleisch“, meinte sie voller Verachtung.“ Du hast Angst, schwarz oder weiß zu sagen. Und stellst dich damit gegen mich. Gegen deine Familie.“ Genervt winkte er ab. „Ich weiß, du änderst dich nicht“, fuhr sie fort. „Aber ich wäre dir sehr verbunden, wenn du heute ausnahmsweise mal mit Frau Engel und mir an einem Strang ziehen würdest.“

Konrad Blumenthal, Cosima, Lukas, Rosalie und Werner hatten bereits im Restaurant Platz genommen.

„Da ist ja ein Gedeck mehr“, stellte Rosalie fest. „Erwarten wir noch jemanden?“

„Sie haben doch nicht etwa Ihre Exfrau eingeladen?“, giftete Cosima sofort Richtung Werner.

„Wieso denn nicht?“, mischte sich Konrad Blumenthal ein. „Es ist doch erfreulich, wenn man sich gut versteht, obwohl man getrennt ist.“

„Das finde ich auch“, bestätigte der Senior, hatte aber nicht die Absicht, dieses Thema weiter zu vertiefen. Aber Rosalie und Cosima ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen und berichteten Blumenthal genüsslich von dem letzten Skandal, der den Fürstenhof erschüttert hatte: dass Charlotte gar keine echte Saalfeld war. Dass man sie als Baby mit Cosima vertauscht hatte, die deshalb die eigentliche und rechtmäßige Erbin des Fürstenhofs war. Nicht nur Werner versuchte, dieses Gespräch zu unterbinden – auch Lukas war das Ganze sichtlich unangenehm. Er versuchte, die Aufmerksamkeit ihres Gastes auf die Qualitäten und Vorzüge des Hotels zu lenken.

„Guten Abend.“ Charlotte trat an den Tisch, gefolgt von Dr. Niederbühl. „Es tut mir leid, dass ich ein wenig zu spät bin. Aber ich musste erst meinen Lebensgefährten davon überzeugen, dass er mich begleitet.“ Sowohl Werner als auch Cosima fiel jeweils die Kinnlade herunter – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Nur Lukas blieb gelassen und machte sich daran, Charlotte und Michael vorzustellen.

2. KAPITEL

Das Essen wurde zu einem Desaster. Cosima und Werner konnten es nicht lassen, sich gegenseitig anzugiften. Und selbstverständlich teilte der Senior auch ein paar Seitenhiebe Richtung Michael Niederbühl aus. Seine Exfrau würdigte er keines Blickes. Lukas versuchte zu retten, was zu retten war – vergeblich. Konrad Blumenthal verabschiedete sich nach kürzester Zeit. Mit einem Hotel, in dem die Atmosphäre innerhalb der Führungsriege so schlecht war, wollte er als Reiseveranstalter nichts zu tun haben.

Cosima kochte vor Wut, als sie gemeinsam mit Lukas das Restaurant verließ. Wie hatte Werner Saalfeld es nur wagen können, sie so abfällig zu behandeln!

„Reg dich nicht so auf“, bat ihr Sohn. „Sonst brichst du am Ende noch mit einem Herzanfall zusammen. Und diesen Triumph gönnst du ihm doch sicher nicht.“

„Mach dir keine Sorgen.“ Sie winkte ab. „So schnell wirft mich nichts um. Und schon gar nicht dieser Emporkömmling.“ Dass es mit Konrad Blumenthal nicht zu einer geschäftlichen Partnerschaft kommen würde, war auch ihr klar. „Den hat er nachhaltig verärgert mit seinem Verhalten.“

„So ganz unschuldig warst du aber auch nicht“, wandte Lukas ein. Schließlich hatte seine Mutter die ganze Zeit versucht, Herrn Saalfeld zu provozieren.

„Es ist doch immer das Gleiche mit dir!“, rief sie zornig. „Ich hatte dich gebeten, mit mir an einem Strang zu ziehen. Und was tust du? Erst redest du den ganzen Abend windelweiches Zeug daher …“

„Ich habe versucht, die Spannung aus der Situation zu nehmen“, verteidigte er sich.

„Und dann machst du mir auch noch Vorwürfe!“ Sie würde sich das von Lukas nicht weiter bieten lassen.

Werner schüttete erst am nächsten Morgen seinem Bruder das Herz über den verpatzten Abend aus. Seiner Meinung nach hatte Cosima mit ihrem Verhalten verhindert, Blumenthal als Partner zu gewinnen. Aber Charlotte war auch keine große Hilfe gewesen.

„Sie hat die ganze Zeit nur mit ihrem Arzt rumgeturtelt“, knurrte der Senior.

„Du hast es wirklich schwer“, frotzelte André.

„Du sollst dich über die Probleme deines großen Bruders nicht lustig machen!“, erwiderte Werner.

„Entschuldige. Aber es gibt wirklich Schlimmeres als das. Ich habe gestern die Mutter von Sandra Ostermeyer kennengelernt.“ Sofort wurde Werner hellhörig. „Die übrigens eine der unsympathischsten Personen ist, die mir in den letzten Jahren über den Weg gelaufen sind.“

„Astrid Ostermeyer?“, wunderte sich der Senior. „Das kann ich mir nicht vorstellen. Da musst du sie schon auf dem falschen Fuß erwischt haben.“

„Du kennst sie?“, hakte André nach.

„Ja.“ Ein Lächeln spielte um Werners Lippen.

„Gut?“ Der Senior nickte.

„Es ist lange her“, erzählte er. „Noch vor dem Mauerfall. Wir haben uns auf einem Kongress getroffen. Astrid arbeitete in dem Hotel, wo die Tagung stattfand.“ Für einen Augenblick hing er seinen Erinnerungen nach. „Ich fürchte, sie hatte sich mehr erhofft. Aber ich war ja mit Charlotte verheiratet. Und die beiden Jungs waren noch klein …“ Natürlich hatte er nie daran gedacht, Charlotte zu verlassen. „Es war ein typischer Flirt auf einem Kongress. Nichts von Dauer. Wobei …“ Er grinste breit. „Unser erstes Mal, das war schon denkwürdig.“ Interessiert zog André die Augenbrauen nach oben. „Das war … 1984. Während der Winterolympiade. Ich hatte größte Mühe, Astrid vom Fernseher wegzulotsen. Weil da Torvill und Dean – das absolute Traumpaar – Schlittschuh lief. Und dazu Ravels Bolero …“

Nachdem er also erfahren hatte, dass sein Bruder und Astrid eine Affäre gehabt hatten, wandte sich André noch einmal an Frau Ostermeyer. Er glaubte nämlich, dass sie an ihm nur ihre schlechte Laune ausgelassen hatte – eben, weil er Werners Bruder war und der Senior ihr damals wahrscheinlich falsche Hoffnungen gemacht hatte. Doch Astrid hatte ja gar nicht gewusst, dass die beiden Brüder waren.

„Darauf kommt man im Leben nicht“, fand sie. „Ihr Bruder ist ein ganz anderes Kaliber als Sie.“

„Sie meinen: netter.“ Astrid nickte. „Und feuriger. Selbst wenn parallel eine Eisprinzessin mit ihrem Prinzen bei der Olympiade Bolero tanzt.“

„Hat er Ihnen das erzählt?“ Astrid war sichtlich schockiert.

„Woher sollte ich es sonst wissen?“ Der Chefkoch zuckte die Achseln. „Und deswegen sind Sie immer noch sauer auf ihn. Weil seine Liebe wohl nicht ganz so groß war wie Ihre. Verständlich. Aber dafür kann ich nichts!“ Damit ließ er sie stehen. Ohnmächtig und sehr beunruhigt blickte Astrid ihm nach. Er durfte sich nicht in ihr Leben einmischen. Vor allem nicht in Sandras Leben. Ihre Tochter durfte einfach nicht nach ihrem vermeintlichen Vater suchen …

Auf Werner wartete heute noch eine ausgesprochen unangenehme Überraschung. Die Bank sagte die German Open ab. Das große Golfturnier, für das die Vorbereitungen schon seit Monaten liefen.

„Sie treten plötzlich als Sponsor zurück!“, berichtete er Alfons fassungslos und wütend. „Drehen uns einfach den Geldhahn für das Turnier zu.“

„Können die das denn so einfach?“, wollte Herr Sonnbichler erstaunt wissen.

„Seit ich meine Anteile beleihen musste, bin ich denen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert“, stöhnte Werner. Der Fürstenhof hatte schon so viel in die Vorbereitungen investiert. Und Werner war sich sicher, dass die Schuld nicht bei der Bank lag. Das hatte Cosima angezettelt. Wenn er diese verfluchte Hexe in die Finger bekam …

Ohne anzuklopfen, stürmte er in ihr Zimmer.

„Sie haben der Bank den Tipp gegeben!“, warf er ihr vor. „Sie schaden dem Fürstenhof! Und damit auch sich selbst.“

„Ich dachte, Sie hätten so ausgezeichnete Kontakte und könnten die Buchprüfung verhindern“, spottete sie.

„Das habe ich auch!“, polterte er. „Aber die Idioten von der Bank lassen mich trotzdem hängen und ziehen sich als Sponsor zurück.“

„Tja, da sind Ihre Verbindungen wohl doch nicht so gut, wie Sie immer gedacht haben. Trotz der Taufe, die Sie Herrn Winkelmann bezahlt haben.“

„Was?“ Er schnappte nach Luft.

„Und von den Reisen nach Teneriffa mal ganz abgesehen“, fuhr sie genüsslich fort.

„Woher wissen Sie das?“, keuchte Werner.

„Von Ihnen.“ Da erst begriff er: Sie hatte sein Telefon abhören lassen!

„Wenn Sie mir die Wanze bei Gelegenheit zurückgeben könnten … Ihre Telefonate gehen mich ja eigentlich nichts an.“ Ihre Dreistigkeit machte ihn sprachlos. „Sie haben sich selbst Ihr Grab geschaufelt“, stellte sie nun fest. Ihr war ja klar gewesen, dass man bei einer Buchprüfung nichts gefunden hätte. Aber der Senior hatte die Nerven verloren. „Und der nette Herr Winkelmann hat schließlich für den Rest gesorgt.“ Cosima lachte auf. „Was glauben Sie, wie er beim Stichwort ‚Teneriffa‘ geguckt hat … Passive Bestechung ist ja genauso strafbar wie aktive.“

Lukas hatte von Alfons erfahren, dass Herr Saalfeld zu seiner Mutter gegangen war. Und das konnte nach dem gestrigen Abend nichts Gutes verheißen. Auf der Stelle machte auch er sich auf den Weg zu Cosimas Zimmer.

Cosima und Werner befanden sich inzwischen inmitten einer heftigen Auseinandersetzung. Lukas’ Mutter regte sich mit jeder Sekunde mehr auf.

„Die Zeit, als Sie hier tun und lassen konnten, was Sie wollten, ist vorbei, mein Lieber!“, schrie sie gerade. „Jetzt wird gezahlt! Und ich werde Sie verfolgen, bis Sie wünschen, ich wäre als Kind gestorben.“ Da brach sie plötzlich ab und begann zu röcheln. Ein Herzanfall. „Mein Herzspray …“ Mit Mühe deutete sie auf ihr Medikament, das auf dem Tisch lag. „Ich brauche mein Spray.“ Sie sackte auf dem Boden zusammen. Werner war wie erstarrt. Unschlüssig schaute er zwischen Cosima und dem rettenden Spray hin und her. Da taten sich ja ganz ungeahnte Möglichkeiten auf. „Wollen Sie mich sterben lassen?“, röchelte sie. Die blanke Todesangst stand jetzt in ihren Augen. Er gab sich einen Ruck und wollte gerade nach dem Spray greifen, da platzte Lukas Zastrow herein.

„Mama!“ Sofort schnappte sich Lukas das Spray und reichte es seiner Mutter. „Sind Sie wahnsinnig geworden?!“, fuhr er Werner dann an. „Warum helfen Sie ihr nicht?!“

„Ich wollte es ihr gerade …“, beteuerte der stammelnd. „Aber dann sind Sie mir zuvor…“

„Hauen Sie ab!“, brüllte Lukas ihn an. „Los, verschwinden Sie!“ Dann wandte er sich wieder Cosima zu, die von der Herzattacke noch immer schwer mitgenommen war.

„Du und der Saalfeld und eure ständigen Streitereien … Wenn das so weitergeht, stirbst du eines Tages noch deswegen.“ Lukas hatte seine Mutter inzwischen in Michaels Praxis gebracht. Der Arzt untersuchte Cosima sorgfältig.

„Er provoziert mich permanent“, erwiderte sie schwach, aber schon wieder voller Bösartigkeit. „Wahrscheinlich wollte er sogar, dass ich einen Anfall bekomme.“

„Sie kennen Ihren Zustand besser als jeder andere“, schaltete sich nun Dr. Niederbühl ein. „Und Sie wissen, dass Sie jede Aufregung vermeiden müssen. Warum verhalten Sie sich nicht entsprechend?“

„Wie soll ich ruhig bleiben, wenn ich ständig benachteiligt werde?“, entgegnete sie. Sie erinnerte sich wieder an die Szene mit Werner. Er hatte gezögert, als sie ihn um das Herzspray gebeten hatte, das war deutlich zu merken gewesen. Und da gab es noch eine Szene – Korbinian Niederbühl. Sie hatte ihm ihre Hilfe verweigert, als er einen Schlaganfall erlitten hatte. Sie hatte ihm beim Sterben einfach zugeschaut. „Wenn ich mit dem Kerl allein geblieben wäre …“, sagte sie nun. „Er hätte mich sterben lassen. Erst reizt er mich bis aufs Messer, dann schaut er kalt lächelnd zu, wie mein krankes Herz mich dahinrafft …“

„Das ist eine schwerwiegende Unterstellung“, gab Michael ernst zu bedenken.

„Lukas, hattest du das Gefühl, Werner Saalfeld wollte mir helfen?“, setzte Cosima nach. Ihr Sohn schüttelte den Kopf. Aber es war alles so schnell gegangen. „Er hat selbst gesagt, er wünscht sich, ich wäre tot“, behauptete sie. „Da wollte er die Gelegenheit beim Schopf packen. Er ist kein Mann der leeren Worte!“ In Lukas machte sich das blanke Entsetzen breit.

„Haben Sie bei der Suche nach Ihrem Vater schon Fortschritte gemacht?“ André war ins Gewächshaus gekommen, um Kräuter zu holen, und hatte dort Sandra getroffen, die nachdenklich zwischen all den Pflanzen saß.

„Das hat meine Mutter übernommen.“ In der Tat hatte Astrid heute Morgen behauptet, sie würde nach Theo Klein suchen – damit Sandra sich nicht überanstrengte.

„Ihre Mutter?“ Frau Ostermeyer war von der ganzen Idee ja nun nicht gerade begeistert gewesen.

„Sie war ziemlich durcheinander“, erklärte Sandra. „Kein Wunder, wenn man erfährt, dass man seinen Liebsten nicht durch einen Unfall verloren hat, sondern einfach sitzen gelassen wurde. Mein Vater war ihre große Liebe. Und es muss am Anfang auch ziemlich romantisch gewesen sein.“ Ihre Mutter hatte ihr so oft davon erzählt. „Ihr erstes richtiges Treffen war wohl ziemlich schräg. Meine Mutter meinte, sie hätte eigentlich unbedingt Eiskunstlauf im Fernsehen gucken wollen.“

„Eiskunstlauf?“, entfuhr es André überrascht.

„Es muss die Olympiade 1984 gewesen sein. Jayne Torvill und Christopher Dean waren das absolute Traumpaar.“ André glaubte, seinen Ohren nicht zu trauen. Und es kam noch besser: „Meine Mutter schwört, ich wäre an diesem Tag gezeugt worden.“ Dem Chefkoch fiel es nun wie Schuppen von den Augen. Das alles konnte nur eines bedeuten: Werner war Sandra Ostermeyers Vater!

Trotz des Ärgers mit Cosima war Werner erfreut, Astrid wieder im Fürstenhof anzutreffen. Doch im Moment hatte er wenig Zeit, sich um sie zu kümmern. Er hatte mit Herrn Winkelmann noch ein Hühnchen zu rupfen – auch wenn das sicher nichts mehr daran ändern würde, dass die German Open geplatzt waren.

André hingegen konfrontierte Frau Ostermeyer sofort mit seinen neuen Erkenntnissen.

„Wollen Sie Ihrer Tochter eigentlich noch mehr Lügen erzählen?“, fragte er sie aufgebracht. Sie gab vor, nicht zu wissen, wovon er sprach. Sie hatte Sandra versprochen, nach Theo Klein zu forschen. „Verkaufen Sie mich bitte nicht für blöd!“, fuhr der Chefkoch sie an. „Ich sage nur: Eistanz-Finale bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo.“ Kurz begann er, den Bolero von Ravel zu summen. „Werner ist der Vater Ihrer Tochter!“ Der Schock stand Astrid ins Gesicht geschrieben. Wie hatte André ihr Geheimnis so schnell lüften können? In ihrer Not ging sie zum Angriff über.

„Was interessiert es Sie, wann meine Tochter gezeugt wurde?“, giftete sie also.

„Mein Bruder hat ein Recht, zu erfahren, dass er Sandras Vater ist“, fand André. „Und umgekehrt.“ Sie machte eine abwehrende Geste. „Warum haben Sie sich das Märchen vom Piloten überhaupt ausgedacht?“, wollte er nun wissen.

„Was hätte ich denn tun sollen?“, brach es da aus ihr heraus. „Mein Kind brauchte einen Vater. Werner konnte – und wollte – es nicht sein. Er war verheiratet, hatte selbst Kinder.“ Aber sie hatte gewusst, worauf sie sich mit ihm einließ. Und sie war fest entschlossen gewesen, ihre Tochter allein großzuziehen. „Als ich hörte, Theo Klein wäre abgestürzt, dachte ich mir: Perfekt! Ich kann Sandra von einem Papa erzählen, der ein Held ist. Aber er steht auf keinen Fall plötzlich vor der Tür.“

„Ziemlich makaber“, bemerkte der Chefkoch.

„Wie hätte ich ahnen können, dass auch er mit falschen Karten gespielt hat?“, fuhr sie fort. „Um seine Lebensversicherung zu betrügen.“

„Wie kamen Sie eigentlich auf den Bruchpiloten?“, fragte André. „Ein weiterer Verflossener von Ihnen?“ Sie schüttelte den Kopf.

„Wir kannten uns kaum. Er hat mir nur einmal geholfen, als ich fast einen Flug verpasst habe. Aber nachdem ich in der Zeitung von seinem Tod gelesen hatte, war ich richtig betroffen.“ Diese Geschichte wurde immer hanebüchener. „Bitte … Sie müssen mich nicht verstehen. Sie haben sogar alles Recht, mich zu verurteilen. Aber tun Sie mir einen Gefallen: Lassen Sie das Ganze ruhen. Was bringt es, in der Vergangenheit herumzuwühlen?“

„Was es bringt?“, erwiderte er aufgebracht. „Die Wahrheit für Vater und Tochter!“

„Aber Sandra würde mir das niemals verzeihen!“ Das war Astrids allergrößte Angst. „Sie dürfen mich nicht verraten!“

Was war vorhin denn nur mit Herrn Konopka los gewesen, fragte sich Sandra unterdessen.

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