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Ein Toter im Kofferraum

Pete Hackett

Ein Toter im Kofferraum

FBI Special Agent Owen Burke #7





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Ein Toter im Kofferraum

Special Agent Owen Burke

 

Action-Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

 

Special Agent Owen Burke klappte die Akte zu, die vor ihm auf dem Schreibtisch lag, lehnte sich zurück und sagte: »Also fassen wir zusammen: Der Tote lag im Kofferraum eines fünf Jahre alten Ford Mondeo, der eine Zulassungsnummer von Pennsylvanien trägt. Der Mann ist um die fünfzig Jahre alt. Der Tod dürfte am 19. August gegen 22 Uhr eingetreten sein. Um wen es sich bei dem Toten handelt, ist noch nicht bekannt. Es könnte aber ein Mann namens Mark Olson sein, auf den der Ford zugelassen ist und der aus Norristown, Pennsylvanien, stammt.«

»Mehr gibt die Akte nicht her«, bemerkte Special Agent Ron Harris, der sich mit der Kopie der Blätter beschäftigt hatte, die die Akte enthielt. »Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass der Mann erschossen wurde. Der Mörder hat ihm zwei Kugeln in die Brust geknallt. – Die Frage ist jetzt: Wer ist der Tote? Was hatte er in New York zu erledigen? Mit wem hat er sich gegebenenfalls im Big Apple getroffen?«

»Wir müssen mit dem Field Office in Philadelphia Kontakt aufnehmen«, erklärte Owen Burke. »Es gilt festzustellen, ob der Tote, falls es sich bei ihm um Mark Olson handelt, Angehörige hatte. Eine Ehefrau vielleicht, eventuell auch Kinder, die uns möglicherweise sagen können, was er in New York zu tun hatte.«

Owen Burke griff zum Telefon. Die Nummer des Field Office in Philadelphia war im elektronischen Telefonbuch gespeichert. Burke stellte eine Verbindung her. Er wurde mit dem stellvertretenden Special Agent in Charge verbunden. Der Name des Mannes war Phil Myers. Burke nannte seinen Dienstrang und seinen Namen, dann berichtete er. Nachdem er geendet hatte, sagte der Kollege am anderen Ende der Leitung: »Ich werde mich drum kümmern. Den Namen und die Adresse habe ich mir notiert. Sobald ich etwas weiß, rufe ich Sie zurück. Kann ich Ihre Durchwahlnummer haben?«

Burke nannte sie ihm, dann verabschiedete sich der stellvertretende SAC und gleich darauf war die Leitung tot. Burke legte auf. »Wir müssen abwarten. Zum einen müssen wir auf das Ergebnis der Spurensicherung warten, zum anderen auf die Feststellungen der Kollegen in Philly.«

»Seit der Tote entdeckt wurde, sind über vierundzwanzig Stunden vergangen«, knurrte Ron Harris. »Zumindest die Fingerabdrücke dürften schon ausgewertet und abgeglichen sein. Ich ruf mal bei der SRD an.«

Gleich darauf hatte er einen Beamten der Spurensicherung an der Strippe. Da er den Lautsprecher des Telefonapparates angeschaltet hatte, konnte Owen Burke hören, was gesprochen wurde. Nachdem Harris sein Anliegen vorgebracht hatte, dauerte es kurze Zeit, dann erklang die Stimme seines Gesprächspartners: »Ja, es gibt einige Fingerabdrücke. Die des Getöteten sind in der Überzahl. Wir haben sie alle abgeglichen. Es gibt keine Übereinstimmungen. Ich meine damit, dass wir die Prints keinen registrierten Personen zuordnen können.«

»Was ist mit DNA-Material?«

»Es gibt einiges. Es ist noch nicht analysiert. Auch von dem Toten wird ein DNA-Profil erstellt. Ich kann dazu noch nichts sagen.«

»Hatte der Tote ein Mobiltelefon bei sich?«, fragte Harris. »Hat man gegebenenfalls die Ruflisten ausgewertet?«

»Kein Handy. Wenn er eines besaß, dann hat es der Täter ebenso verschwinden lassen wie den Ausweis und den Führerschein des Toten. Einen Grund dafür kann ich mir lediglich beim Mobiltelefon vorstellen. Aber man weiß ja, nie was in dem Kopf eines Mörders vorgeht.«

»Es war vielleicht ein Raubmord«, bemerkte Harris. »Und der Täter hat die Brieftasche samt Geld und Ausweis sowie Führerschein mitgenommen.«

»Das kann natürlich den Nagel auf den Kopf treffen«, gab der Beamte der SRD zu.

Harris ergriff wieder das Wort. »Hat man die Kugeln gefunden, die den Mann töteten?«

»Nein. Der Mord geschah nicht in dem Ford. Die Geschosse haben den Körper durchschlagen. Der Mörder hat den Toten in den Kofferraum gelegt und den Wagen zum Parkplatz des Fulton Fish Market chauffiert, wo er ihn abstellte und verschwand.«

»Es besteht also die Hoffnung, dass er seine DNA im Fahrzeug hinterlassen hat«, konstatierte Ron Harris.

»Das ist nicht auszuschließen. Die Frage ist, ob es einen bereits registrierten genetischen Fingerabdruck gibt, so dass wir die DNA zuordnen können.«

»Schon klar«, murmelte Ron Harris. »Sollten Sie etwas herausfinden, dann bitte ich Sie, uns zu benachrichtigen. – Vielen Dank. – Ja, wir hören voneinander.«

Harris legte auf. »Das ist nicht sehr viel.«

»Da bin ich voll und ganz deiner Meinung, Partner.«

 

*

 

Am Nachmittag rief der stellvertretende SAC aus Philadelphia an. »Guten Tag, Special Agent«, sagte er, nachdem Owen Burke sich gemeldet hatte. »Also, ich habe einiges herausgefunden. Mark Olson ist am 17. August nach New York gefahren. Seiner Frau sagte er, dass er geschäftlich im Big Apple zu tun habe. Zuletzt hat er sich telefonisch am Abend des 19. August gegen 20 Uhr bei ihr gemeldet. Er wohnte im Metro.«

»Welchen Beruf übte Olson aus?«, fragte Owen Burke.

»Er ist als Außendienstmitarbeiter bei einer Werbeagentur hier in Philly tätig. Die Agentur nennt sich Alpha Marketing.«

»Haben Sie mit der Firma Verbindung aufgenommen?«, fragte Owen Burke. »Die müssen doch am Besten wissen, welche Art von Geschäft Olson in New York zu erledigen hatte.«

»Natürlich, Kollege«, antwortete der stellvertretende SAC. »Leider wissen sie bei Alpha Marketing nichts. Olson hatte ab 17. August Urlaub.«

»Interessant«, murmelte Burke. »Haben Sie Olsons Frau mit dieser Feststellung konfrontiert?«

»Ja. Sie hatte keine Ahnung.«

»Haben Sie die Telefonnummer der Lady?«

»Ja.« Phil Myers nannte sie und Owen Burke schrieb sie auf. Dann sagte er: »Es ist davon auszugehen, dass es sich bei dem Toten um Mark Olson handelt. Leider hatte er keine Papiere bei sich, so dass wir ihn entweder über seine DNA oder durch Augenschein der Gattin identifizieren müssen. Ich melde mich wieder bei Ihnen, Kollege.«

Burke legte auf.

Ron Harris war nicht untätig gewesen. Er sagte: »Es handelt sich um das Hotel Metro, 45 West 35th Street. Ich vermute, du willst dir mal das Zimmer ansehen, das Olson dort bewohnte.«

»So ist es. Verlieren wir keine Zeit.«

S

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