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Ein Abschied für immer

1. KAPITEL

„Die beiden sollen meinen Vater umgebracht haben?“ Fassungslos starrte Samia Gregor an.

„Es passt alles zusammen“, entgegnete Gregor. „Frau Marquardt, die Frau Saalfeld fragt, ob sie für einen Mann töten würde, Herr Konopka, der …“

„Frau Marquardt hat das doch nur bildlich gemeint, um Charlotte einen Schrecken einzujagen“, unterbrach Samia ihn.

„Oder sie hat ihr durch die Blume den Mord gestanden“, hielt er dagegen. „Für mich ist der Fall eigentlich klar: Herr Konopka und Frau Marquardt sind das Paar, das ich in Joshuas Zimmer gehört habe. Sie wollten den Diamanten, und auf der Suche danach haben dein Vater und ich sie überrascht.“

„Und dann haben die beiden ihn kaltblütig ermordet?“ Der Zweifel in Samias Stimme war nicht zu überhören.

„Wohl eher im Affekt. Nicht geplant.“

„Trotzdem …“ Sie schüttelte überfordert den Kopf. „Mein zukünftiger Schwiegervater soll ein Mörder sein?“

„Ist dir dein Ziehvater als Schwerverbrecher lieber?“

„Natürlich nicht.“

„Versteh doch! Damit wäre eindeutig bewiesen, dass Johann unschuldig ist.“

Samia funkelte ihn an. „Im Gegensatz zu dir habe ich lange an seine Unschuld geglaubt.“

„Damals haben alle Indizien gegen ihn gesprochen“, verteidigte Gregor sich. „Aber jetzt …“

„Das Tonband beweist gar nichts. Oder kannst du dich inzwischen erinnern, was genau in der Mordnacht passiert ist?“

„Nein, aber …“

„Eben!“, fiel sie ihm ins Wort. „Und ohne Beweise sind uns die Hände gebunden!“

Auch als Samia später einen Spaziergang durch den Park machte, ließ sie das Gespräch mit Gregor nicht los.

Gregor hat sich vollkommen in diese Idee verrannt, dachte sie. André und Fiona als Mörderpaar … Dabei bewies die Tonbandaufnahme, die Gregor zufällig entdeckt hatte, gar nichts. Außer, dass die beiden mehr verband, als André zugeben wollte.

Ob sie Charlotte davon erzählen sollte?

Lieber nicht … Es stand schon so genug zwischen ihnen.

Samia seufzte. In wenigen Tagen würden sie und Simon heiraten. Und da konnte sie nicht noch mehr Streit gebrauchen.

Warum schaffte Gregor es nur immer wieder, sie völlig durcheinanderzubringen?

Langsam schlenderte sie zurück zum „Fürstenhof“.

Auf der Terrasse suchte sie sich einen Platz und bestellte eine Tasse Tee. Gedankenverloren rührte sie ihren Tee, als Simon zu ihr trat und ihr begeistert über die Vorbereitungen für den bevorstehenden Polterabend berichtete. Doch Samia hatte für so etwas im Augenblick keinen Kopf – zumal sie den Brauch, vor einer Hochzeit altes Geschirr zu zerschlagen, etwas merkwürdig fand.

„Du wirst sehen, das wird lustig“, sagte Simon lächelnd.

Blieb nur noch die Frage, was es zu essen geben sollte. Da er schon einmal dabei war, zückte Simon kurzerhand sein Handy, rief seinen Vater an und bat ihn auf die Terrasse, damit sie gemeinsam über das Catering sprechen konnten.

Aber im Augenblick war Samia wirklich nicht danach, André Konopka zu sehen. Unter einem Vorwand zog sie sich zurück und überließ Simon die Planung des Menüs.

Elisabeth hatte mit Johann telefoniert.

„Er behauptet zwar, es gehe ihm gut, aber seine Stimme war ganz dünn und zittrig“, erzählte sie ihrem Sohn voller Sorge. „Er leidet schrecklich.“

„Ich weiß“, flüsterte Felix betroffen.

„Können wir nicht irgendetwas für ihn tun?“

„Glaube mir, ich habe schon alles versucht.“

„Aber kann man nicht wenigstens Hafterleichterungen erreichen? Was ist mit seinen Herzproblemen?“

„Bei der ärztlichen Untersuchung wurde nichts festgestellt“, entgegnete Felix.

„Was?“, rief sie empört. „Johann hatte schon einmal einen Herzanfall!“ Fieberhaft dachte sie nach. „Vielleicht könnte Doktor Bergmeister da etwas ausrichten. Er hat bei Johann sowieso einiges wiedergutzumachen.“

Felix versprach, mit Gregor zu reden, warnte seine Mutter allerdings davor, sich allzu große Hoffnungen zu machen.

„Wenn der Amtsarzt deinen Vater für gesund erklärt hat, kann ich leider nichts machen“, stellte Gregor bedauernd fest.

Felix saß in Gregors Praxis. „Verdammt!“, knurrte er. „Irgendwie muss man Johann doch helfen können!“ Er funkelte Gregor an. „Lass dir was einfallen! Schließlich bist du nicht ganz unschuldig daran, dass er im Gefängnis sitzt!“

„Ich dachte, das hätten wir geklärt.“

„Sorry“, entschuldigte Felix sich. „Mich macht es einfach fertig, wenn ich an ihn denke.“

„Schon okay …“ In Gregor arbeitete es. „Als dein Vater verhaftet wurde …“ Er zögerte. „Da war ich mir tatsächlich ziemlich sicher, dass er der Täter ist. Aber jetzt …“ Er gab sich einen Ruck. „Ich muss dir etwas zeigen!“

Angespannt lauschte Felix der Tonbandaufnahme, die Gregor ihm vorspielte.

„Du glaubst, dass Herr Konopka und Frau Marquardt Samias Vater ermordet haben?“ Felix reagierte nicht weniger fassungslos als Samia, nachdem er die Aufnahme gehört und erfahren hatte, was sein Freund vermutete.

Gregor nickte. „Das Einzige, an das ich mich erinnern kann, ist ein streitendes Paar. Und die beiden haben ganz offensichtlich etwas miteinander zu tun.“

„Deswegen müssen sie noch lange nicht …“

Doch Gregor ließ ihn nicht ausreden. „Was sollte dann diese Andeutung von Frau Marquardt, sie hätte Samia etwas angetan?“

„Keine Ahnung. Aber dass die beiden Meister im Intrigenspinnen sind, ist ja hinreichend bekannt.“ Trotzdem schien er ein wenig Hoffnung zu schöpfen. „Mensch, Gregor, das wäre zu schön, um wahr zu sein! Dann wäre mein Vater aus dem Schneider!“

Gregor nickte wieder.

„Wenn der Konopka und die Marquardt tatsächlich die Tat begangen haben …“, fuhr Felix nachdenklich fort. „Wieso sind sie dann nicht schon längst über alle Berge?“

„Weil dein Vater von Anfang an der Verdächtige war?“

Das leuchtete Felix ein. „Gehst du zur Polizei?“

„Als Beweis ist das Tonband nicht zulässig“, erwiderte Gregor. „Und davon abgesehen hat Frau Marquardt darauf ja auch kein richtiges Geständnis abgelegt.“

„Das ist richtig.“ Felix starrte versonnen vor sich hin. „Wie würden die beiden wohl reagieren, wenn man ihnen das Band vorspielte?“

„Auf ein Geständnis unter Tränen würde ich nicht wetten. Dafür sind sie viel zu gerissen.“ Dennoch ließ Gregor sich dazu überreden, Felix das Tonband auszuhändigen. Denn einen Versuch war es allemal wert …

„Hochinteressant, nicht wahr?“

Fiona saß im Büro und hatte sichtlich Mühe, die Fassung zu bewahren. Gerade hatte Felix ihr die belastende Tonbandaufnahme vorgespielt.

„Wo… woher haben Sie das?“, stammelte sie.

„Das tut nichts zur Sache“, winkte er ab.

„Ich … ich verstehe nicht ganz, was Sie damit bezwecken.“ Sie war blass geworden. „Es ist doch inzwischen bekannt, dass mich mit Herrn Konopka mehr verbindet als eine reine Geschäftsbeziehung.“

„Ihr Liebesleben interessiert mich nicht!“, herrschte er sie an. „Was ich wissen will, ist, was Sie damit gemeint haben, als Sie sagten, Sie hätten Samia etwas angetan?“

„Ich dachte, das wüssten Sie …“ Sie schluckte. „Es geht natürlich darum, dass ich sie damals erpresst habe. Als Sie beide sozusagen ein ‚inzestuöses Bruder-Schwester-Verhältnis‘ hatten.“ Glücklicherweise war ihr diese Ausrede noch eingefallen.

„Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass eine Ihrer leichtesten Intrigenübungen Ihnen heute noch derart Kopfschmerzen bereitet?“

„Manche Dinge bereut man eben. Und es ist mir absolut schleierhaft, welche absurden Anschuldigungen Sie aus dieser Äußerung herleiten.“

Felix begriff, dass er erst einmal nicht weiterkam. Aber in dieser Angelegenheit war das letzte Wort noch nicht gesprochen. Darauf konnte Fiona sich verlassen!

André wunderte sich, als Fiona ihm von der Konfrontation mit Felix erzählte. Er hatte das Band doch überspielt!

„Anscheinend nicht vollständig“, entgegnete Fiona aufgewühlt. „Und der Tarrasch wird jetzt nicht mehr lockerlassen. Damit geraten wir erneut ins Fadenkreuz.“

„Wenn du dich nicht mit meinem Bruder zusammengetan hättest …“

„Und wenn du dich nicht in seine Frau verliebt hättest!“

Er seufzte. „Lassen wir das.“

„Überlegen wir lieber, wie wir möglichst unbeschadet aus dieser Nummer wieder rauskommen. Wir sollten auf der Stelle unsere Koffer packen!“

„Damit machen wir uns erst recht verdächtig“, wandte er ein. „Wichtig ist es jetzt, einen kühlen Kopf zu bewahren.“

„Ich will aber nicht ins Gefängnis!“ Die Angst stand ihr ins Gesicht geschrieben.

„Es besteht kein Grund, in Panik auszubrechen.“

„Wenn wir hierbleiben, fliegen wir über kurz oder lang auf!“, versetzte sie. „Wir müssen verschwinden!“

„Ich denke darüber nach“, versprach er missmutig. „Und jetzt lass mich bitte allein.“

Elisabeth versuchte weiterhin auf ihre Weise, Johann zu helfen. Bisher gab es nur einen Pflichtverteidiger, der ihm zur Seite stand – und der wirkte nicht so, als würde er sich wirklich für seinen Mandanten einsetzen. Sie klagte ihrer Schwester ihr Leid.

Auch Charlotte konnte sich noch immer nicht vorstellen, dass Johann einen Menschen auf dem Gewissen hatte. Und noch etwas war ihr nicht entgangen. „Du liebst Johann immer noch, stimmt’s?“, fragte sie sanft.

Elisabeth nickte verlegen. „Ich kann den Gedanken einfach nicht ertragen, dass er im Gefängnis sitzt“, gab sie zu. „Von allen im Stich gelassen …“ Sie hielt inne. „Er braucht endlich einen guten Anwalt“, erklärte sie entschlossen. Das Problem war nur, dass sie kein Geld hatte, um einen guten Verteidiger zu bezahlen.

Charlotte winkte ab und versprach ihrer Schwester, für die Kosten aufzukommen.

Überglücklich fiel Elisabeth ihr um den Hals.

„Ist irgendwas?“, fragte Jana, als sie Gregor am Abend im Personalraum traf.

Gregor brütete dort schon eine ganze Weile vor sich hin – immer wieder ging er im Geiste die Szenen der Mordnacht durch, an die er sich noch erinnern konnte. „Nein, alles okay“, entgegnete er ausweichend.

Doch Jana sah ihm an, dass etwas nicht stimmte. „Du … bereust du deinen Entschluss, mir dabei zu helfen, ein Kind zu adoptieren?“ Beinahe ängstlich blickte sie ihn an.

Gregor war ehrlich erschrocken. „Auf gar keinen Fall! Wir ziehen das gemeinsam durch, versprochen!“ Dass sein Verdacht gegen Fiona und André in der Zwischenzeit neue Nahrung bekommen hatte und dass ihm das zu schaffen machte, verschwieg er ihr allerdings.

Samia betrat die Saalfeld’sche Privatwohnung und reagierte verunsichert, als sie Charlotte am Tisch sitzen sah. Noch immer war der Streit zwischen ihnen nicht aus der Welt.

Doch Charlotte schlug einen versöhnlichen Ton an. „Übermorgen ist deine Hochzeit“, sagte sie. „Und ich möchte nicht, dass irgendetwas zwischen uns steht.“

„Ich auch nicht.“ Samia war sichtlich erleichtert.

„Ich weiß ja, dass du nur mein Bestes willst“, fuhr Charlotte fort. „Aber André ist nun mal der Mann, den ich liebe.“

Samia nickte.

„Und ich denke immer noch, dass man Frau Marquardt kündigen sollte“, erklärte Charlotte. „Ihre Art, André zu terrorisieren, wird langsam untragbar.“

„Also, was Frau Marquardt und André angeht …“ Samia holte tief Luft. „Da gibt es etwas, das du vielleicht wissen solltest.“

Misstrauisch blickte Charlotte sie an.

Samia gab sich einen Ruck und erzählte ihr von der Tonbandaufnahme. „Das Gespräch hört sich jedenfalls so an, als ob die beiden nicht nur beruflich miteinander zu tun haben“, schloss sie. „Es wird ziemlich deutlich, dass sie gemeinsame Sache machen.“

„Wenn die beiden wirklich so ein abgebrühtes Gangsterpärchen wären … Wieso platzt Fiona Marquardt dann plötzlich mit dieser Heiratsgeschichte heraus?“ Charlotte wirkte überfordert.

„Aus Eifersucht! Sie erträgt es nicht, dass André sich ernsthaft in dich verliebt hat.“

„Und warum hat sie diese vermeintliche Heirat bislang geheim gehalten?“

„Hättest du dich mit ihm eingelassen, wenn er einen Ehering getragen hätte?“

Charlotte verneinte. „Andrés Gefühle für mich sind sehr tief, das spüre ich … Aber …“

„Hör dir die Aufnahme an!“, schlug Samia vor. „Anschließend kannst du selbst entscheiden, was du tun willst.“

„Also gut. Ich werde mir dieses Band anhören. Und dann werden wir ja sehen …“

Doch dazu kam es nicht …

Noch in derselben Nacht brach Fiona in Gregors Praxis ein. Gregor hatte das Tonbandgerät mit der Aufnahme inzwischen von Felix zurückbekommen. Und es kostete Fiona wenig Mühe, es in seinem Schreibtisch zu finden. Sie hatte die Aufnahme bereits gelöscht, als Gregor sie überraschte.

„Was machen Sie hier?“, fragte er. „Beweise vernichten?“

„Ich … ich wollte nur …“, stammelte sie ertappt.

„Das darf ich wohl als Schuldeingeständnis werten, oder?“ Seine Stimme klang scharf.

„Ich versuche lediglich, Herrn Konopkas und meine Privatsphäre zu schützen.“

„Verstehe. Indem Sie in meine Privatsphäre eindringen.“

„Ich … es war nur …“

„Sie haben sicher nichts dagegen, dass ich die Polizei verständige, oder?“ Fiona schluckte, und Gregor entging nicht, unter welchem Druck sie stand. „Ich spüre, dass Sie beide etwas mit dem Tod von Herrn Obote zu tun haben“, sagte er ihr auf den Kopf zu.

Sie erstarrte.

„Mir ist klar, dass Sie keine eiskalte Mörderin sind. Wahrscheinlich war Joshuas Tod ein Unfall. Wollen Sie mit dieser Schuld wirklich leben? Ihr Leben lang? Ohne die Möglichkeit, Ihr Gewissen zu erleichtern?“

Fiona presste die Lippen aufeinander.

„Und soll ein Unschuldiger für ein Verbrechen verurteilt werden, dass Sie – wenn auch ungewollt – begangen haben?“

„Das sind alles haltlose Spekulationen“, stieß sie überfordert hervor.

„Was hat Herr Konopka damit zu tun?“

„Nichts“, behauptete sie. „Genauso wenig wie ich.“

„Dann werde ich jetzt die Polizei verständigen.“ Fiona geriet sichtlich ins Wanken, und Gregor witterte seine Chance. „Kein Mann ist es wert, so etwas auf sich zu nehmen“, mahnte er.

Doch mit seinen Worten erreichte er nur, dass Fiona sich wieder verschloss. „Bewundernswert, über welche lebhafte Fantasie Sie verfügen“, erwiderte sie kalt. „Ich entschuldige mich hiermit in aller Form für mein Eindringen in Ihre Praxis. Es wird nicht wieder vorkommen.“ Damit ging sie.

Gregor wusste, dass es keinen Zweck hatte, sie aufzuhalten oder die Polizei zu benachrichtigen. Aber er war sich sicher – er war ganz nah an der Wahrheit gewesen.

Elisabeth und Felix saßen spät am Abend noch zusammen. Sie hatte ihm von Charlottes Angebot erzählt, einen Rechtsanwalt für Johann zu bezahlen.

„Das ist ja toll!“, freute sich Felix. „Dann können wir uns gleich morgen nach einem neuen Anwalt umhören.“

„Und der wird hoffentlich in der Lage sein, die Suche nach dem wahren Mörder von Joshua Obote wieder anzukurbeln“, ergänzte sie strahlend.

Felix’ Gesicht verzog sich zu einem Lächeln. „Vielleicht hat sich tatsächlich ein neuer Anhaltspunkt ergeben …“, begann er und berichtete seiner Mutter dann von der Tonbandaufnahme.

Zu Werners Überraschung reichte Fiona am nächsten Tag ihre Kündigung ein.

„Wie du weißt, hatte ich mit Frau Gruber vereinbart, dass ich den ‚Fürstenhof‘ verlasse, falls ich deinem Bruder sein falsches Spiel nicht nachweisen kann“, erklärte sie.

Werner sah sie an. „Du hast eine Schlacht verloren, nicht den Krieg! Wir werden Mittel und Wege finden …“

Aber Fiona schüttelte den Kopf. „Es ist vorbei.“

„Du kannst jetzt nicht aufgeben. Denk daran, was André dir angetan hat!“

„Mein Entschluss steht fest. Ich werde noch heute aufbrechen.“

Werner jedoch, der befürchtete, eine wichtige Verbündete zu verlieren, wollte so leicht nicht aufgeben. „Das geht auf gar keinen Fall. Ich brauche dich hier“, sagte er beinahe trotzig.

„Ich kann nicht länger bleiben. Bitte, versteh das.“

Er seufzte. Allmählich wurde ihm klar, dass er ihre Entscheidung akzeptieren musste. „Kann ich dich wirklich nicht umstimmen?“

„Nein“, sagte sie leise. „Dieser Ort hat mir sowieso kein Glück gebracht.“

Betroffen sah Werner sie an. Ihre Worte trafen ihn, denn er bezog sie auch auf sich selbst. „Bleib wenigstens bis morgen“, bat er. „Dann kann Frau Tarrasch dir deine Papiere fertig machen.“

„In Ordnung“, stimmte sie nach einem kurzen Zögern zu. „Bis morgen kann ich noch bleiben.“

2. KAPITEL

Am Morgen traf Werner in der Lobby auf Samia.

„Na, aufgeregt vor dem großen Ereignis?“, fragte er lächelnd.

„Ein bisschen“, gab sie zu.

„Ich bin mir sicher, dass es eine ganz wundervolle Hochzeit wird.“ Er zwinkerte ihr zu. „Ich habe auch ein paar kleine Überraschungen vorbereitet.“

„Das wäre doch nicht nötig …“

Aber er ließ sie gar nicht ausreden. „Keine Widerrede! Du bist schließlich Miteigentümerin des Hotels und für mich und Charlotte inzwischen fast wie eine Tochter.“

Samia lächelte gerührt.

„Der Tag soll unvergesslich werden für dich“, fuhr der Senior fort. „Trotz der Irrungen und Wirrungen, die wir gerade im ‚Fürstenhof‘ haben.“

„Du meinst Charlotte und André?“

Er nickte. „Außerdem hat Frau Marquardt ihren Vorsatz leider in die Tat umgesetzt und gekündigt.“

„Das habe ich mir schon gedacht“, erwiderte Samia.

„Schade, dass der Plan, André aufs Glatteis zu führen, fehlgeschlagen ist“, seufzte er.

„Ich hoffe trotzdem, dass Charlotte irgendwann merkt, wer André wirklich ist.“

Wie aufs Stichwort stieß Charlotte in dem Moment zu den beiden. Sie hatte den letzten Satz noch mitbekommen. „Wie ich sehe, ist hier schon wieder die Truppe zur Rettung meines Seelenheils am Werk“, stellte sie verärgert fest.

„Wir wollen nur dein Bestes“, entgegnete Werner.

„Sicher“, spottete sie.

„Es wird dich bestimmt freuen zu hören, dass deine schärfste Konkurrentin aus dem Feld geschlagen wurde.“

Fragend hob sie die Augenbrauen.

„Fiona wird den ‚Fürstenhof‘ verlassen. Freie Bahn also für dich und den Mann deines Herzens.“ Der Sarkasmus in Werners Stimme war nicht zu überhören.

„Wenigstens scheint Frau Marquardt erkannt zu haben, dass sie gegen die Liebe zwischen André und mir keine Chance hat“, versetzte Charlotte.

Liebe … jetzt hör aber auf“, höhnte Werner.

Charlotte funkelte ihn an. „Ich kann es nicht mehr hören! Diese ewigen Anschuldigungen gegen André! Er hat nie behauptet, ein Heiliger zu sein. Aber er hat – im Gegensatz zu anderen – aus seinen Fehlern gelernt!“

„Er hat mir selbst gestanden, dass er durch dich an den ‚Fürstenhof‘ herankommen will!“

„Natürlich.“ Sie schnaubte verächtlich. „Euer Bruderzwist hat ja inzwischen biblische Ausmaße angenommen. Pech für dich, dass all deine Versuche, André zu diskreditieren, gescheitert sind.“

Verlegen sah er zu Boden.

„Die Sache mit der Frau, die er damals um ihr Geld gebracht hat, ist aus der Welt geschafft. Und Frau Marquardts angebliches Verhältnis mit André hat sich bei näherer Betrachtung auch in Luft aufgelöst.“ Sie wandte sich an Samia. „Genauso übrigens wie die geheimnisvolle Tonbandaufnahme.“ Irritiert verzog Samia das Gesicht. In der Tat war Charlotte bereits bei Gregor gewesen – und er hatte ihr mitteilen müssen, dass die Aufnahme nicht mehr existierte. „Doktor Bergmeister sagt, Frau Marquardt hat sie gelöscht.“

„Was?“ Werner sah sie mit großen Augen an.

Doch Charlotte wollte von alldem nichts mehr hören. Abwehrend hob sie die Hände. „Lasst mich einfach alle in Ruhe!“ Damit rauschte sie davon.

Elisabeth und Felix hatten für Johann eine echte Koryphäe auf dem Gebiet des Strafrechts gefunden. Bei ihrem Termin mit dem Anwalt am nächsten Tag wollte Elisabeth ihm auch von dem Verdacht gegen Fiona und André berichten.

„Dir ist aber schon klar, dass du damit auf offenen Konfrontationskurs zu deiner Schwester gehst?“, warnte Felix seine Mutter.

„Charlotte ist auch daran gelegen, dass Johann von dem Verdacht befreit wird.“

„Sie liebt diesen Konopka“, wandte er ein. „Sie wird sicher nicht zulassen, dass er mit dem Mord in Verbindung gebracht wird.“

„Charlotte ist immer für Wahrheit und Gerechtigkeit eingetreten“, beharrte Elisabeth. „Sie wird uns keine Steine in den Weg legen.“

Skeptisch sah er sie an.

„Johann sitzt unschuldig im Gefängnis!“, stieß Elisabeth hervor. „Ich würde alles tun, um ihn da rauszuholen. Auch wenn das bedeutet, dass ich meiner Schwester wehtun muss …“

Charlotte kümmerte sich gerade um die Rosen, die sie mit André zusammen angepflanzt hatte, als der Chefkoch zu ihr trat und sie mit einem zärtlichen Kuss begrüßte.

„Kommst du eigentlich auch zur Hochzeit?“, erkundigte er sich.

„Natürlich“, antwortete sie. „Warum fragst du?“

„Es wird gemunkelt, du hättest dich mit Samia zerstritten“, entgegnete er.

„Wir hatten eine kleine … Meinungsverschiedenheit“, erwiderte sie. „Aber deswegen werde ich auf keinen Fall ihre Hochzeit verpassen.“

Liebevoll betrachtete er sie von der Seite.

„Was ist?“

„Ich … ich würde dich gern etwas fragen“, erklärte er stockend. „Aber ich traue mich nicht.“

„Nur Mut.“ Lächelnd nickte sie ihm zu.

Er schnitt eine Rose ab und hielt sie ihr entgegen. „Willst du meine Frau werden?“

Freudig überrascht nahm sie ihn in den Arm. Doch als er sie fragend anblickte, sagte sie: „Ich freue mich sehr. Aber du musst mir noch ein bisschen Zeit geben …“

Gut gelaunt kam Charlotte kurz darauf aus dem „Fürstenhof“. Doch ihr strahlendes Lächeln erstarb sofort, als sie auf dem Hotelvorplatz an ihrer Schwester vorbeikam, die gerade mit dem Handy telefonierte. Aus den Gesprächsfetzen, die Charlotte mit anhören konnte, schloss sie, dass Elisabeth offenbar jemanden anwies, einen Detektiv zu engagieren, um André und Fiona Marquardt zu überwachen.

„Du willst einen Privatdetektiv auf André hetzen?“

Elisabeth zuckte erschrocken zusammen, als sie Charlottes Stimme hörte, und fuhr herum. „Der kann eventuell mehr herausfinden als die Polizei“, verteidigte sie sich. „Es gibt eine Tonbandaufnahme, die dafür spricht, dass dein Freund mit Frau Marquardt ein Komplott …“

„Das ist nichts als eine weitere absurde Unterstellung!“, unterbrach Charlotte sie. „Mit dem einzigen Ziel, André und mich auseinanderzubringen.“ Ihre Schwester wollte protestieren, doch sie ließ sie gar nicht zu Wort kommen. „Gönnst du mir etwa mein Glück mit André nicht, weil es dir und Johann versagt geblieben ist?“

„Darum geht es überhaupt nicht“, hielt Elisabeth dagegen. „Ich will nur, dass Johann endlich von diesem Mordverdacht befreit wird. Es geht hier um Gerechtigkeit! Solange ich mich zurückerinnern kann, war dir das wichtig.“

Die Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Natürlich war Charlotte für Gerechtigkeit. Und sie wollte sich auch nicht mit ihrer Schwester entzweien. Deshalb sah sie nur eine Lösung. Sie straffte die Schultern und blickte Elisabeth in die Augen. „Du entziehst dem Anwalt auf der Stelle das Mandat. Oder wir sind geschiedene Leute.“ Damit drehte sie sich um und ging.

Aber so einfach wollte Elisabeth diese Drohung nicht im Raum stehen lassen. Sie lief ihrer Schwester hinterher. In der Lobby holte sie sie ein. „Ich werde nicht aufgeben und ich lasse mich von dir nicht unter Druck setzen“, erklärte sie mit fester Stimme. „Wenn André unschuldig ist, wird sich das herausstellen. Aber ich will, dass die Sache aufgeklärt wird. Vollständig. Das bin ich Johann schuldig.“

Felix reagierte wenig überrascht, als Elisabeth ihm von der Auseinandersetzung mit Charlotte berichtete.

„Ich werde wohl mit ihrer Wut leben müssen“, seufzte sie. „Solange es wenigstens dazu führt, dass Johann entlastet wird.“

„Das wird er.“ Felix gab sich optimistischer, als ihm eigentlich zumute war. „Ganz bestimmt. Samia sagt, dass Konopka und die Marquardt sich umarmt haben. Und wenn das wirklich so war, wird Charlotte uns noch dankbar sein, weil wir sie vor einem großen Fehler bewahren.“

Just in dem Moment trat Viktoria zu den beiden. Sie hatte die letzten Sätze mitbekommen und erzählte Felix und seiner Mutter nun, dass Fiona gekündigt hatte.

„Vielleicht hat sie Angst“, überlegte Felix. „Nachdem ich mit ihr geredet habe, ist ihr klar geworden, dass es eng für sie wird.“

Elisabeth nickte. „Diese Kündigung wirkt beinahe wie ein Schuldeingeständnis …“

Fiona suchte derweil André in seiner Wohnung auf.

„Ich wollte dich darüber informieren, dass ich gekündigt habe“, sagte sie. „Ich werde den ‚Fürstenhof‘ morgen verlassen.“

„Du meinst es ernst, oder?“ André konnte seine Erleichterung kaum verhehlen.

„Ich kann nicht mehr hierbleiben. Nicht nach der Sache mit dem Tonband.“

André zuckte nur die Schultern.

„Doktor Bergmeister hat mir auf den Kopf zugesagt, dass ich Obote getötet habe“, stieß sie hervor, doch auch das schien ihn nicht zu beeindrucken. „Wie dem auch sei – ich gehe“, erklärte sie. „Und wenn du schlau bist, kommst du mit.“

„Ich bleibe hier!“

Erschüttert sah sie ihn an.

Er hielt ihrem Blick stand. „Weil ich Charlotte liebe und heiraten werde.“

„Aber ich … wir …“

„Die Wahrheit ist – es hat niemals ein ‚Wir‘ gegeben. Ich habe dich nie geliebt.“

Fiona stand der Schock ins Gesicht geschrieben. „Du hast mich die ganze Zeit belogen?“, keuchte sie.

„Charlotte ist die Frau meines Lebens“, bestätigte er hart.

„Und ich?“ Ihre Stimme zitterte.

„Dich fand ich sexy … attraktiv …“

„Aber geliebt hast du mich nicht.“ Bitterkeit lag in ihren Worten. „Irgendwie habe ich es immer gewusst.“

André senkte den Blick.

„Du hast mir nur etwas vorgespielt. Die ganze Zeit.“

„Ich wollte dir nicht wehtun …“, beteuerte er hilflos.

„Blödsinn! Du hast mich benutzt! Hingehalten! Ausgebeutet! Jetzt brauchst du mich nicht mehr, und ich kann gehen.“

„Es war deine Entscheidung!“, entgegnete er. „Du hast gesagt, du willst weg vom ‚Fürstenhof‘.“

„Aber mit dir!“

„Ich bleibe bei Charlotte.“

Sie kniff ganz leicht die Augen zusammen und funkelte ihn an. „Und du bist froh, mich los zu sein“, zischte sie. „Aber das kannst du dir abschminken. Ich verdrücke mich nicht einfach so und lasse euch beide in Ruhe. Nie im Leben!“

„Fiona …“ Er versuchte, sich zu erklären. „Wir beide … wir haben einander nie gutgetan. Du hast selbst gesehen, wie es geendet hat. Mit einem Mord.“

„Ich dachte, es war Notwehr? Zumindest hast du mir das immer eingeredet.“

„War es auch“, entgegnete er hastig. „Aber immerhin ist ein Mensch umgekommen.“

„Und das erträgt der ach so gute Mensch, der du jetzt geworden bist, natürlich nicht“, spottete sie. Sie hielt kurz inne, straffte dann die Schultern und sah ihm fest in die Augen. „Also, entweder kommst du mit mir … Oder ich sage der Polizei die Wahrheit. Die ganze Wahrheit.“ Er wollte protestieren, doch sie ließ ihn nicht zu Wort kommen. „Ich weiß, dann wandere ich in den Knast. Aber das ist mir egal, solange du nur auch hinter Gittern sitzt und nicht diese … Frau heiraten kannst.“ Damit stürmte sie hinaus.

Besorgt blickte André ihr hinterher.

Fiona hatte sich in den Park zurückgezogen. Unruhig lief sie auf und ab. Immer wieder zückte sie ihr Handy und wählte die Nummer der Polizei. Doch sie brachte es einfach nicht übers Herz, André zu verraten. Sie liebte ihn noch immer – auch wenn er ihr all das angetan hatte.

Zufällig kam Ben ihr entgegen. Der Page hatte bereits erfahren, dass Fiona gekündigt hatte. Und es brach ihm beinahe das Herz, denn immerhin war er schon eine ganze Weile in sie verliebt.

„Wenn Herr Konopka nicht weiß, was er an einer Frau wie Ihnen hat, dann ist ihm wirklich nicht zu helfen“, sagte er zu ihr.

Fiona lächelte traurig.

„Kümmern Sie sich nicht zu viel um ihn“, fuhr Ben fort. „Schauen Sie nach vorn.“

„Keine Sorge“, erwiderte sie matt. „Was André tut, ist mir von jetzt an völlig egal. Morgen bin ich weg.“

Ben nickte betrübt und zog eine CD aus der Tasche, die er extra für sie aufgenommen hatte.

„Ein Abschiedsgeschenk?“ Sie war ehrlich gerührt.

Ben hatte ein paar Stücke auf der Geige eingespielt. Vor Publikum überfiel ihn zwar immer eine unüberwindlich erscheinende Panik, doch vor dem Mikrofon hatte er spielen können. Verlegen reichte er Fiona die CD. „Damit Sie mich nicht vergessen.“ Seine Stimme klang rau.

„Das werde ich ganz bestimmt nicht“, versprach sie und nahm ihn spontan in den Arm. „Alles, alles Gute“, flüsterte sie.

„Ihnen auch.“ Und dann löste Ben sich von ihr und ging davon.

Samia und Simon bereiteten die Saalfeld’sche Privatwohnung für den Polterabend vor – Charlotte und Werner hatten ihnen für das Fest das Wohnzimmer zur Verfügung gestellt.

Plötzlich klopfte ein Page an die Tür und brachte einen Brief für Samia. Und Simon staunte nicht schlecht, als er den Absender auf dem Kuvert entdeckte …

„Der ist ja von meiner Mutter!“, stieß er hervor. „Seit wann schreibt die dir denn?“

Samia geriet in Erklärungsnot – immerhin hatte sie sich ohne sein Wissen auf die Suche nach Evelyn gemacht. „Ich dachte, unsere Hochzeit wäre eine wunderbare Gelegenheit, um sich zu versöhnen“, sagte sie schließlich.

„Mit meiner Mutter?“ Er runzelte skeptisch die Stirn.

„Mach doch einfach den Brief auf“, schlug sie vor.

Er riss den Umschlag auf und überflog das Schreiben.

„Und?“ Gespannt sah Samia ihn an.

„Wie ich gesagt habe …“ Simon klang niedergeschlagen. „‚Ich freue mich für Simon, dass er anscheinend eine liebe und gute Frau gefunden hat‘“, las er vor. „‚Aber so, wie die Dinge liegen, ist es mir leider nicht möglich, zur Hochzeit zu kommen. Ich wünsche euch trotzdem alles, alles Gute.‘“ Frustriert ließ er den Brief sinken.

„Vielleicht hätte ich es doch nicht versuchen sollen.“ Simon so traurig zu sehen, brach Samia beinahe das Herz.

„Schon okay“, seufzte er. „Aber du siehst, dass ich recht hatte. Meine Mutter hat mich damals alleingelassen – warum sollte sie sich jetzt plötzlich für mich interessieren?“

Tröstend nahm sie ihn in den Arm.

„Dafür habe ich ja dich“, fuhr er mit einem tapferen Lächeln fort. „Du lässt mich nicht im Stich.“

„Nein, bestimmt nicht“, versicherte sie. Sie ahnte, dass die Absage seiner Mutter ihn ziemlich getroffen hatte. Und dennoch war sie sich sicher, das Richtige getan zu haben. Den Versuch war es wert gewesen. Jetzt musste sie Simon wieder aufrichten. Denn er sollte glücklich werden. Genauso glücklich wie sie selbst.

Kurz darauf stieß Samia in der Lobby mit Gregor zusammen. Versehentlich ließ er eine Broschüre fallen.

„Adoption?“, fragte Samia überrascht, als ihr Blick auf den Titel fiel.

„Ja …“, erwiderte er zögerlich. „Jana und ich … wir wollen ein Kind adoptieren.“

„Ihr … ihr seid doch getrennt …“ Samia runzelte die Stirn. „Oder habe ich da etwas nicht mitbekommen?“

„Nein, nein, wir sind nicht wieder zusammen“, erklärte er hastig. „Aber Jana wünscht sich so sehr ein Kind … Und allein ist es ziemlich schwierig …“

Sie glaubte zu verstehen. „Man braucht einen Partner, weil einem das Jugendamt dann eher glaubt, dass man in der Lage ist, die ganze Sache zu meistern.“

Er nickte.

„Und dieser Partner bist du. Nur für das Jugendamt, meine ich.“

Wieder nickte er.

„Finde ich ja toll, dass man für so etwas heutzutage nicht mehr verheiratet sein muss.“

Gregor räusperte sich. „Ganz so ist es nicht …“, gestand er verlegen. „Und deshalb …“ Er verstummte und senkte den Blick.

Und Samia begriff. „Ihr heiratet?“

„Nur pro forma“, beteuerte er schnell. „Also anders als bei dir.

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