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Eiland im Zwielicht

Joana Angelides

Eiland im Zwielicht

Wie der Phönix aus der Asche





BookRix GmbH & Co. KG
81669 München

VORWORT

Das Leben hat immer wieder Überraschungen für uns und es kommt vor, dass wir uns in manchen Momenten göttlich fühlen.

Wie fühlte sich Zeus in den verschiedensten Gestalten in den Momenten der Vereinigung mit den jeweils gewählten Geliebten?

Fühlte er sich überlegen, als Sieger über die Unzulänglichkeit des allzu menschlichen Körpers, den Götter in dieser Situation vielleicht auch haben?

Können wir uns in Momenten der Lust schwerelos in die Luft erheben, einem Adler gleich. Können wir die Welt von oben sehen, uns eben „göttlich“ fühlen?

Diese Fragen stellen sich nie, da wir uns in solchen Momenten ja genauso fühlen.

Wie war das Gefühl, als Zeus sich mit Danae in Form eines Regens aus Goldmünzen vereinigte? Was fühlte Danae dabei? Gold ist auch heute noch hoch erotisch.

Können wir Frauen uns einem Stier unterwerfen und seine Kraft und seinen Trieb genießen?

Oder uns vorstellen, von einem Schwan geliebt zu werden, wie eben Leda?

Unglaublich animalische Vorstellungen.

Um Alkmene recht lange besitzen zu können, verlängerte Zeus einfach die Nacht um das Dreifache und erschien ihr obendrein in der Gestalt ihres Gatten Amphytrion.

Es mögen Sagen und Mythen sein, sie spiegeln aber die Macht der Leidenschaft und der Liebe wider, die alles andere verdrängt.

Es gibt eben Stimmungen und Stunden, in denen wir uns einfach fallen lassen, bereit sind uns von dem Menschen, der uns gerade im Arm hält, hoch hinauf tragen zu lassen. Jeder von uns hat, vielleicht hinter einem undurchsichtigen Vorhang verborgen, seine eigene Fantasie-Welt. Mancher getraut sich aber oft nicht, auch nur einen Zipfel zu heben.

Er weiß nicht, was ihm im Leben da vorenthalten bleibt.

 

 

Der Zwiespalt.



Die Luft flimmerte außerhalb des Schattens, den die Rückseite des Hauses wohltuend über den gedeckten Mittagstisch warf.

Man hörte das leise Summen der Bienen und das behagliche Schnurren von Einstein, dem Kater.

Athina hatte ein zufriedenes Lächeln auf ihrem Gesicht. Der Sonntag war der einzige Tag der Woche, wo sie und Paul das Mittagessen gemeinsam einnehmen konnten.

Sie öffnete ihre Haarspange, fasste die langen schwarzen Haare zusammen und hielt sie dann im Nacken neuerlich zu einem Pferdeschwanz zusammen. Diese Art ihre Harre zu tragen gab ihr ein jungmädchenhaftes Aussehen.

Sie war meist ungeschminkt und ihre straffe, leicht gebräunte Haut hatte einen sanften Glanz. Fremde gaben ihr höchstens fünfundzwanzig Jahre und reihten sie in die Gruppe Studentin ein. Dabei hatte sie bereits ihren fünfunddreißigsten Geburtstag gefeiert.

Ihr Mann Paul war sehr stolz auf seine attraktive Frau, er vergötterte sie.

Sie haben sich anlässlich eines Urlaubes in einem kleinen, verträumten Ort in der Nähe von Thessaloniki kennen und lieben gelernt.

Anfangs war es eine Liebe auf Distanz. Sie telefonierten zu dieser Zeit sehr oft

miteinander, aber da immer sehr lange. Einmal im Monat flog entweder Paul nach Thessaloniki oder Athina kam nach Wien. Ihr gefiel Wien immer besser, sie begann sich an die Stadt zu gewöhnen und als ihr Paul einen Heiratsantrag machte, nahm sie an. Unterhielten sie sich anfangs in Englisch, so lernte sie die deutsche Sprache sehr rasch. Ihre Aussprache und die kleinen Fehler die sie noch immer beim Sprechen machte, verlieh ihr eine besondere Note, die er an ihr besonders mochte. Sie lebte sich rasch ein und hatte sich bereits nach kurzer Zeit einen netten Freundeskreis geschaffen.

Aber sie wollte von Anfang an auf keinen Fall ihre Arbeit aufgeben. Sie arbeitete als Wohnungs- und Grundstückmaklerin in der Firma einer befreundeten Geschäftsfrau in Thessaloniki. Paul und sie beschlossen, dass sie vorläufig diese Arbeit nicht aufgeben wird, sondern immer wieder nach Thessaloniki fliegen kann, um ihre Tätigkeit fortzuführen So flog sie nun mindestens einmal Mal im Monat nach Griechenland und betreute ihre Kunden vor Ort. Sie verdiente sehr gut dabei, denn sie war eine gute Maklerin und hatte sich im Laufe der letzten Jahre einen sehr großen, sehr begüterten Kundenkreis, sogar in Athen, aufgebaut.

Das war aber auch der einzige Wermutstropfen in ihrer Beziehung, denn sie war dadurch eben immer wieder für ein oder zwei Wochen abwesend. Da sie sehr erfolgreich war, konnten sie aber in sehr kurzer Zeit die Hypothek für das Grundstück und das Haus ausbezahlen. Es wäre mit Pauls Gehalt als Bankangestellter alleine wohl kaum so rasch möglich gewesen. Die Filiale in dem verträumten Vorort von Wien war klein, mit nur insgesamt drei Angestellten und mit ihm als Filialleiter besetzt. Sie versprach jedoch, ihre Tätigkeit irgendwann einmal einzustellen.

Allerdings liebte sie die Unabhängigkeit, die ihr diese Tätigkeit verschaffte. Sicherlich dämmte es auch ihr Heimweh, das sie hin und wieder überfiel. Doch war ihr neues Zuhause in Wien und bei Paul, die Heimat blieb ihr Geburtsland.

Paul war Frühaufsteher und radelte regelmäßig früh morgens ins Zentrum des Vorortes und brachte frisches Gebäck, Milch und die Zeitung mit, so auch heute. Sie werkte inzwischen in der Küche und machte Kaffee

Sie lachten und scherzten während des Frühstücks, das sie meist in der gemütlichen Wohnküche einnahmen.

Nach dem Frühstück brauchte Paul immer etwas Muße um die Zeitung zu lesen, bevor er ins Büro ging. Anschließend konnte sie dann über den restlichen Tag nach ihren Bedürfnissen verfügen.

Heute war jedoch Sonntag und sie widmete sich der Zubereitung des Mittagessens und freute sich schon auf den gemeinsamen Tag.

Eine richtige Vorstadt-Idylle

Sie genoss diese Idylle, dieses wunderbare Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Ihr gemütliches kleines Haus war für sie wie eine Burg mit unsichtbaren Mauern, die sie von den Problemen des Lebens draußen abschirmte und ihre heile Welt beherbergte.

Zu diesem Wohlgefühl gehörten auch die Nächte mit Paul. Er war ein sehr zärtlicher Liebhaber, rücksichtsvoll und aufmerksam. Sie lächelte. Vielleicht sollte er etwas weniger rücksichtsvoll sein, ein bisschen mehr machohaft. Sie blickte nachdenklich vor sich hin. Aber nein, es war schon in Ordnung so, man konnte immer wissen, was im nächsten Moment passierte. Es gab eben keine Überraschungen, was auch so seine Vorteile hatte.


Elisa, die Chefin des Maklerbüros in Thessaloniki fand Paul fade und uncharmant. Denn sie liebte den etwas aktiveren Typ. Jene Männer, die immer für etwas Unvorhergesehenes gut waren. Die sie zu einer Ballonfahrt mitnahmen oder mit ihr nach Paris flogen, nur um auf der Champs-Élysée mit ihr einen Kaffee zu trinken.

Das war jedoch eine Welt, die Paul wieder total fremd war. Nicht nur begründet durch seine finanziell eingeschränkten Möglichkeiten, auch war er eher der nüchterne praktischere Typ und konnte solchen spontanen, extrovertierten Handlungen nicht unbedingt etwas abgewinnen. Das war auch einer der Gründe, warum Elisa die Wahl ihrer Freundin so gar nicht gut hieß, oder gar verstand.

Der Liegestuhl stand unter dem Schatten spendenden Kirschbaum. Sie lauschte mit geschlossenen Augen dem Summen der Bienen und kraulte dabei den Rücken von Einstein, der schnurrend auf ihrem Schoß lag. Das Mittagessen schmorte in der Küche vor sich hin und sie gab sich ihren Gedanken hin.

Sie verfiel in einen leichten Schlaf, aus dem sie das Läuten des Telefons riss.

„Hallo Athina, hier ist Elisa! Vergiss´ nicht, Du hast Dienstag sehr früh morgens einen Termin für eine Hausbesichtigung oben in Panorama. Den Akt hast Du bereits mitgenommen. Diesen Termin darfst Du auf keinen Fall verpassen!“

„Oh, hallo Elisa! Ich habe diesen Termin notiert und werde ihn sicher nicht vergessen! Ich fliege morgen Mittag nach Saloniki und bin um zwei Uhr Ortszeit dort, dann brauche ich noch eine Stunde und bin dann im Büro.“

„In Ordnung, bedenke aber, dass um die Mittagszeit sehr viel Verkehr sein wird und die Vassilissis Olgas und auch die Tsimiski sind da immer verstopft!“


Sie beendete das Gespräch und schüttelte den Kopf. Elisa war immer sehr vorsichtig und auf absolute Pünktlichkeit bedacht. Das war eigentlich für eine Griechin eher ungewöhnlich. Sie musste aber doch wissen, dass auch Athina immer alle Termine sehr ernst nahm.


„Du schaust verärgert aus, ist was passiert, wer war denn dran?“

Die vertraute Stimme Pauls klang an ihr Ohr. Er war offensichtlich von seiner kleinen Radtour zurückgekommen.

„Ach, es ist Nichts. Es war nur Elisa aus Saloniki und sie erinnerte mich an einen Termin am Dienstag früh. Völlig überflüssiger Weise, ich vergesse nie was!“

„Ach, Liebling, lass Dich nicht ärgern. Da wirst Du wohl wieder länger in Saloniki bleiben?“ Er konnte Elisa nicht leiden. Sie war immer so bestimmend, offenbar eine sehr dominante Persönlichkeit. Wenn er zufälliger Weise einmal am Telefon war, klang sie sehr kühl und abweisend. Kaum, dass sie ein paar Worte mit ihm wechselte. Wenn Athina gerade nicht da war, ließ sie ihr immer etwas ausrichten und legte dann meist grußlos auf. Offenbar brachte sie auch ihm keine große Sympathie entgegen.

„Ja, ich komme dann erst wieder nächste Woche zurück, habe einige Termine und weiß noch nicht, wie sich das entwickeln wird. Ich muss auch nach Athen und vielleicht auch auf Ägina. Du weißt schon, die Insel, vorgelagert Athen, bzw. Piräus.“

„Ahja, Ägina! Erinnerst Du Dich? Da haben wir einige wunderbare Tage verbracht. Das kleine Hotel in Agia Marina werde ich nie vergessen!“

Er küsste sie auf ihre Stirn und löste gleichzeitig die Spange, die ihre Haare zusammenhielten.

„Oh, was machst Du da, ich muss das Mittagessen fertig machen!“, sie befreite sich lachend aus seiner Umarmung und versuchte, ihre schwarze Haarpracht wieder zu bändigen.

Paul war kein Mann vieler Worte, aber er war unglaublich zärtlich und romantisch, wenn es die Situation ergab. Sie liebte seine breite Schultern, seine blauen Augen


und das leicht gewellte dunkelblonde Haar, das ihm bis in den Nacken fiel.

„Spielverderberin! Die Abende ohne Dich werden sicher wieder leer und einsam sein. Aber ich wünsche Dir viel Erfolg. Du wirst das schon machen!“ Er küsste sie auf die rechte Wange und fügte seufzend hinzu „wie immer!“

Er zögerte ein wenig, bevor er weiter sprach.

„Wirst Du Danae wieder treffen?“

Danae war Athinas Schwester und offenbar ein Sorgenkind der Familie. Er hatte sie noch nicht kennen gelernt, kannte sie nur aus Erzählungen.

„Ja, ich denke schon!“, Athina wischte sich eine imaginäre Strähne aus dem Gesicht. Wie immer war es ihr peinlich, wenn das Gespräch auf ihre Schwester kam. Diese lebte auf einer der kleineren griechischen Inseln und kam nur hin und wieder nach Saloniki, gerade nur, um Athina zu sehen und reiste dann immer sofort wieder ab.

Es gab da vor Jahren einen sehr dramatischen Unfall, noch bevor Athina Paul kennen lernte und seither lebte sie ihr eigenes Leben, fernab von der Familie.

Athina schloss die Augen und die furchtbaren Geschehnisse von damals gingen ihr wieder durch den Kopf.

Sie hatten ihren gemeinsamen Urlaub damals monatelang vorher geplant und freuten sich riesig darauf. Ägypten und seine Geschichte war auch ihr Traum und schon im Gymnasium nahmen sie sich vor, einmal gemeinsam dahin zu reisen. Seit Danae Archäologie studierte, war sie einige Male auch alleine auf Touren in Ägypten gewesen und hatte sich Ausgrabungsgruppen angeschlossen Die damals geplante Reise war gut vorbereitet, Athina hatte sich vorher sehr gründlich über Wissenswertes informiert um vor der Schwester nicht als ganz dumm dazustehen und so flogen sie mit einer Reisegesellschaft und vielen Reise- und Geschichtsbüchern im Gepäck nach Ägypten.

Sie unternahmen zahlreiche Besichtigungen, fuhren auf vorgeplanten Touren durch die Wüste mit und Athina war sehr beeindruckt.

Dann kam jener Morgen, an dem Danae auf die Idee kam, alleine, ohne die Reisegruppe, eine kleine Exkursion zu den französischen Ausgrabungen, zu unternehmen. Nur sie beide. Anlässlich eines Gespräches mit einem Gast im Hotel hatte sie erfahren, dass es neue Ausgrabungen geben soll, die sie nun unbedingt sehen wollte. Danae wollte in nächster Zeit ihren Abschluss an der Universität machen und da wollte sie noch Einiges an Wissen und Praxis mitnehmen. Sie hatte schon eine Zusage des Staatlichen Museums für einen Arbeitsplatz.

Für diese Exkursion fehlte ihr zwar die nötige Bewilligung der ägyptischen Behörde, doch sie hoffte, als Touristin durchzugehen um nur ein wenig schnuppern zu können. Sie mieteten sich einen Leihwagen, nahmen Proviant, Fahrpläne, die vage Beschreibung des Hotelgastes und ein Telefon mit und fuhren in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages los. Was dann geschah konnte Athina nur mehr nebulos rekonstruieren. Sie lenkte selbst den Jeep und es kam zu einem nie näher geklärten Unfall. Sie glitten mit dem Wagen von der gekennzeichneten Straße ab, überschlugen sich und blieben beide verletzt liegen. Athina war überzeugt, dass es ihre Schuld war. Sie war vorher noch nie mit einem Jeep gefahren. Sie konnte jedoch mittels ihres Mobiltelefons Hilfe herbeiholen, sodass sie rasch gefunden wurden.

Sie selbst hatte einige Prellungen, Schürfwunden und eine Platzwunde am Kopf, doch Danae war schwerer verletzt und musste länger in dem Krankenhaus in Kairo bleiben. Sie erlitt Verletzungen im Gesicht und an den Händen und weigerte sich, das Tageslicht in das Krankenzimmer zu lassen. Athina blieb noch eine Woche vor Ort, musste dann jedoch wieder weg, da Elisa sie drängte, sich um ihre Kunden zu

kümmern. Danae war in dem katholischen Krankenhaus in Kairo, sehr gut aufgehoben, der griechische Botschafter hatte den Sekretär der Botschaft beauftragt, jeden Tag nach ihr zu sehen und Bericht zu erstatten.

Athina fuhr beruhigt weg. Immer wenn sie einige Tage erübrigen konnte, flog sie wieder nach Kairo zurück um die Schwester nicht ganz alleine zu lassen. Sie kam dann immer sehr niedergeschlagen zurück und berichtete Elisa über den viel zu langsamen Verlauf der Heilung.

Als Danae nach Wochen endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, konnte Athina sie nicht selbst abholen. Sie hatten gerade schwierige Verhandlungen wegen der Fertigstellung des Hauses und Paul bestand darauf, dass sie daran teilnahm. Sie rief Elisa von Wien aus mit der Bitte an, dass sie Danae vom Flughafen abholen und sie nach Hause bringen sollte. Doch Danae wollte das nicht. Sie fühlte sich gesund und wieder hergestellt. Sie rief Elisa wieder zurück. Damals begann ihr Rückzug von allen Freunden und der Familie. Sie war nicht mehr so gesellig wie früher und zog sich in sich selbst zurück.

Athina erzählte, dass sie sich von ihrem Erbteil ein kleines Haus auf einer der zahlreichen kleinen Insel in der Ägäis gekauft hatte und keinen weiteren Kontakt zur Familie wollte. Einzig nur Athina gelang es, sie aus ihrer Isolation zu holen.

Wenn sie in die Heimat kam, gelang es ihr, Danae hin und wieder zu überreden, die kleine Insel für einige Tage zu verlassen und nach Saloniki zu kommen, oder Athina besuchte sie dort.

Paul bedauerte es sehr, dass er Danae noch nie getroffen hatte, es wäre sicher interessant, die Beiden Schwestern zu vergleichen.

Athina verscheuchte ihre Gedanken, schenkte Paul ein gequältes Lächeln und ging in die Küche, um nach dem Essen zu sehen.


Der Abend verlief anfangs ruhig, Athina und Paul kuschelten sich vor den Fernsehapparat und ließen das Programm laufen, ohne es jedoch zu beachten. Paul war heute Abend besonders zärtlich. Er begann wie immer bei ihrem Ohrläppchen, ließ dann seine Finger langsam über den Hals in den Abschnitt ihres leichten Hausmantels gleiten und kreiste intensiv um ihre Brustspitzen. Er wartete bis sie begann etwas schneller zu atmen, sich enger an ihn zu schmiegen. Er liebte es, wenn sie begann sich unter seinen Händen zu biegen und zu räkeln. Er wusste, sie würde es nicht lange aushalten, ohne dass sie sich ganz ihm zuwandte und begann seine Pyjamajacke aufzuknöpfen um ihn zu erregen. Solche Abende endeten immer mit fliegendem Wechsel zum Schlafzimmer und in einer liebevollen Umarmung. So auch heute abends.

Eintauchen in ein anderes Leben.


Der nächste Tag begann als bewölkter Montagmorgen, Paul war schon längst gegangen, er wollte immer der Erste in der Bank sein. Sie ließ sich nochmals telefonisch ihren Flug bestätigen und trug ihr Gepäck vor das Haus.

Sie hatte kein großes Gepäck, da sie ja den größten Teil ihrer Garderobe, die sie für ihre Tätigkeit brauchte, in Saloniki hatte. Das Taxi kam pünktlich und fuhr sie zum Flughafen.

Einstein saß auf der Fensterbank der Küche, blickte ihr mit seinen grünen rätselhaften Augen traurig nach und schnurrte.


Als sie am Flughafen Makedonia, der früher Mikra hieß, aus dem Flugzeug stieg, umfing sie die mittägliche Hitze. Sie genoss es jedes Mal wenn sie ankam, dass es hier ganz anders roch, nämlich nach Gewürzen, Akazien und Jasmin, die rundherum blühten. Das Taxi fuhr am Casino Hiatt-Regency vorbei, das gleich neben dem Flughafen errichtet wurde und sie beschloss spontan, es an einem der nächsten Tage zu frequentieren.

Sie bewohnte eine geräumige Wohnung auf der Tsimiski, der besten und elegantesten Einkaufsstraße der Stadt.

Die Lage der Wohnung war zwar sehr laut, aber zentral gelegen und das Maklerbüro war im selben Haus, was ein großer Vorteil war.

Die Wohnung erstreckte sich über die ganze Etage und hatte drei Zimmer, ein Badezimmer und zwei große Balkone. Ein Balkon lag zur Hauptstraße hin, der andere in der ruhigeren Seitengasse. Sie teilte diese Wohnung mit Danae, wenn diese in Saloniki weilte. Sie besuchten auch dasselbe Internat und waren schon als Kinder und dann als junge Mädchen unzertrennlich, vertrauten sich gegenseitig alle ihre Geheimnisse und Wünsche an. Danae war ihr immer schon überlegen, gab ihr Ratschläge und zerstreute nicht nur einmal ihre Bedenken, wenn sie in irgendeiner Sache unsicher war. Sie war eben die große Schwester auf die man hörte und bei der man sich ausweinen konnte. Obwohl sie nur 20 Minuten älter war.

Athina fand schon immer, dass Danae eine faszinierende Frau, schön, geistreich und immer sehr elegant und selbstsicher war. Athina bewunderte die Schwester dafür und wollte gerne wie sie sein. Doch sie waren sehr verschieden. Während Athina immer die eher praktische und bodenständigere war, war Danea eher anspruchsvoller, außergewöhnlicher und mit einem Hang zur Exzentrik. Trotz dieser Unterschiede konnte sie mit ihr alle ihre Probleme besprechen, sie verstand sie immer. Es war Danae die ihr Mut zusprach, als sie an ihrer Liebe zu Paul zweifelte. Sie hatte Angst, dass diese Verbindung durch die verschiedenen

Kulturkreise aus denen sie und Paul stammten, keinen Bestand haben wird. Es war auch Danae die ihr riet, nicht alle Brücken abzubrechen, weiterhin ihrem Beruf nachzugeben und die Beiden Länder in ihr Leben einzubeziehen. So geschah es eben, dass sie zwischen Wien und Griechenland hin und her pendelte und so ihren Freunden und ihrer Familie nahe blieb.


Danae machte seit dem Unfall aus ihrem Leben ein Geheimnis, es gab offenbar einen Mann in ihrem Leben, den sie jedoch ihren Freunden und der Familie vorenthielt. Ja, sie verschwand regelmäßig auf ihrer Inseln und gab an, dass sie sich dort ein Refugium geschaffen hätte, um alleine zu sein.

Ihre Freunde mussten das akzeptieren.

Doch das konnte die Verbundenheit der beiden Schwestern in keiner Weise beeinträchtigen. Obwohl Athina eigentlich schon sehr neugierig war und diesen geheimnisvollen Mann gerne kennen gelernt hätte.

Athina lächelte. Wenn sie Probleme hatte, oder Danae sprechen wollte, legte sie ihr einen Zettel in den Vorraum auf das Kästchen vor dem großen Spiegel, der fast die ganze Wand einnahm und wenn Danae dann anreiste, weckte sie sie sanft. Schon so manches Problem hatten sie dadurch bereits gemeinsam gelöst.


Sie wurde durch den lauten Verkehr wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt.

Sie hatte sich wunderbar eingelebt in Wien und dem kleinen Vorort da, aber im Herzen war sie doch immer Griechin geblieben. Es ist ein wunderbares Gefühl, die Heimat zu betreten, die vertrauten Gerüche wahrzunehmen und die Muttersprache zu hören.

Das Taxi stand sofort im Stau als es in die Autostraße, die in die Stadt führte, einbog. Im Auto war es angenehm kühl, der Wagen hatte eine Klimaanlage, man musste nur das Fenster geschlossen halten.

Viele der Fahrer hupten, Moped und Motorradfahrer schlängelten sich durch die Kolonne und der Taxichauffeur fluchte fürchterlich. Zwischen den Autos schlängelten sich ärmlich gekleidete Kinder mit Wasserflaschen und Kulluris, das sind kleine frisch gebackene Sesamringe, durch und boten alles laut schreiend an.

Sie kamen nur langsam vorwärts. Sie musste lächeln, sie war zu Hause.

Elisa hatte Recht, sie brauchte länger als sie vorab dachte, um zum Büro zu kommen. Das Taxi blieb dann in zweiter Spur stehen, sie zahlte und sprang aus dem Auto, das sofort wieder einen Fahrgast aufnahm und ganz schnell weiter fuhr. Einen Parkplatz auf der Odos Tsimiski zu finden war wie ein Lottogewinn, also fast unmöglich. Die Fahrgäste mussten meist im fliegenden Wechsel die Taxis entern. Es gab aber andererseits Gott sei Dank sehr viele und billige Taxis, die eifrig frequentiert wurden, da die Busse besonders um die Mittagszeit, wo jeder nur nach Hause wollte, rettungslos überfüllt waren.


Endlich da! Sie öffnete nur kurz die Balkontüre, um frische Luft herein zu lassen, dann schloss sie sie wieder und drückte auf den Knopf der Klimaanlage. Die Luft war stickig und abgestanden und es war heiß in den Räumen. So wurde die Temperatur langsam angenehmer und der Verkehrslärm und das Gehupe der Autofahrer waren auch ausgesperrt. Offenbar war Danae wieder einmal auf ihrer Insel denn alle Türen und Fenster waren verriegelt.

Athina hoffte, dass Danae heute noch kommen würde. Sie wusste ja, dass Athina diese Woche in Saloniki sein würde, sie hatte sie angerufen. Sie legte ihr eine kleine Notiz im Vorraum zum Spiegel, vielleicht konnten sie abends ein wenig plaudern?

Sie wird nun duschen und sich etwas Luftigeres anziehen und dann eine der kleinen Tavernen unter den Arkaden des Aristotelous-Platzes aufsuchen, um eine Kleinigkeit zu essen. Sie verabscheute die Sandvieches, die man seit neuestem in den Flugzeugen bekam und lehnte sie regelmäßig dankend ab.

Das Büro im unteren Stockwerk war um diese Zeit verwaist, da man in Griechenland hitzebedingt zwischen vierzehn und achtzehn Uhr der Mittagsruhe huldigt. Sie hatte also Zeit.

Sie überquerte unter erheblichen Gefahren die stark befahrene Einkaufsstraße und war heilfroh, auf der anderen Seite gelandet zu sein. Einer der kleinen Tische unter den Arkaden der Platia Aristotelos war gerade frei geworden, der Kellner räumte die Teller und Gläser ab und breitete neues Papier auf das Tischchen, das eigentlich für zwei Personen gedacht war. Sie nahm Platz und nahm auch dankbar ein Glas frisches Wasser an, das der Kellner brachte, als er ihre Bestellung aufnahm.

Sie bestellte einen Griechischen Salat und ein Mousaka, das verführerisch vom Nebentisch herüber duftete.

Diese kleinen Tavernen waren darauf eingestellt, zu Mittag rasch und freundlich zu bedienen. Die Menschen hatten es meist eilig nach Hause zu kommen, um der Hitze für ein bis zwei Stunden zu entkommen. Und trotzdem konnte man sehen, wie sie ihre Speisen mit Bedacht genossen, jede Tomate und jede Olive gewürdigt wurde. Sie liebte es, das zu beobachten.


Als sie wieder in ihrer Wohnung war, die inzwischen eine angenehme Kühle aufwies, öffnete sie ihren kleinen privaten Schreibtisch und entnahm ihm die für morgen vorbereiteten Unterlagen.

Der Kunde war ein Autohändler, der ein Haus in Panorama suchte. Panorama war eines der teuersten Stadtteile von Saloniki, lag erhöht über der Stadt mit Blick über das Häusermeer und dem Golf von Thermaikon. Dieser Teil der Stadt war deshalb so beliebt, weil es hier im Sommer kühler und der Lärm und der dichte Verkehr der Stadt weit weg war. Panorama lag auf einem Hügel im Osten der Stadt, war bewaldet und es gab sehr viele Villen mit ausgedehnten Gärten, fast schon Parks, teure Restaurants und auch einige Botschafter hatten ihre privaten Domizile da.

Sie hatte zwei Projekte vorbereitet. Eines in einem konservativem Stil, das andere etwas moderner, jedoch beide mit einem Pool und Grillplatz.

Sie überlegte gerade, welches Outfit wohl angebracht wäre. Sollte sie auf sehr seriös und damenhaft setzen, oder doch ein wenig flippiger und aufreizender? Das musste sie noch mit Elisa besprechen, die den Kunden kannte.

Da läutete das Telefon.

„Hallo, Athina! Guten Flug gehabt?“, es war Elisa.

„Ja danke, alles ok. Ich war auch gerade essen und nun werde ich ein wenig ausruhen, wir sehen uns dann um achtzehn Uhr?“

„Ja, ok. Hast Du mir die bestellte Augarten-Vase mitgebracht?“

„Natürlich, so was vergesse ich doch nicht“, sie musste lächeln. Elisa war ganz wild auf Vasen, Schalen und Teller von dieser Wiener Porzellan-Manufaktur. Sie hatte bereits eine enorme Sammlung davon in ihrem Salon. Seit Athina in Wien lebte, musste sie ihr fast jedes Mal ein oder zwei erlesene Stücke mitbringen.


Als sie dann um achtzehn Uhr in die untere Etage in das Maklerbüro kam, wurde sie lautstark und herzlich von Elisa empfangen. Sie freut sich riesig über die kleine Vase, die Athina von Wien mitbrachte.

„Oh, ich danke Dir, die ist ja wunderschön und vervollständigt nun die Serie. Ich stelle sie gleich dahin auf das kleine Tischchen!“

Sie nahmen dann auf dem Balkon vor dem Büroraum Platz und tranken einen kleinen türkischen, sehr süßen Kaffe.

Athina sollte von den letzten Ereignissen aus Wien erzählen und Elisa fand wieder einmal, dass Paul fade und uninteressant war. Sie lachten beide, Athina wusste dass die Freundin sie nicht kränken wollte.

„Ach ja, Danae war die ganze Zeit nicht da, sie muss auf ihrer geheimnisvollen Insel sein! Ich hoffe nur, dass ihr neuer Freund endlich auch der Mann fürs Leben ist, denn es wäre an der Zeit, dass auch sie eine Familie gründet!“ In der Stimme von Elisa schwang echte Sorge mit.

„Ja, finde ich auch. Na wir werden ja sehen. Aber seit unserem Unfall damals in Ägypten scheint sie sich verändert zu haben. Sie ist viel verschlossener als früher. Selbst ich dringe nicht so einfach durch. Wenn ich sie darauf anspreche, weicht sie aus, oder gibt nur spärliche Informationen preis. Ich mache mir schwere Vorwürfe! Was ist aber mit Dir, wann gründest Du eine Familie?“

„Wenn der Richtige kommt, lassen wir das! Seit diesem Unfall habe ich nie mehr das Gesicht Danaes gesehen, weißt Du das? Wenn ich sie im Stiegenhaus treffe, läuft sie entweder vor mir die Treppe hinab, oder verschwindet im Lift. Sie ruft mich dann immer an und beteuert, dass sie es sehr eilig hatte. Wenn sie verspricht zum Kaffe zu kommen, hält sie das nie ein! Kaum fliegst Du weg, fährt sie auch auf ihre Insel und ward nicht mehr gesehen. Sie benimmt sich sehr eigenartig!“


Elisa wiegte gedankenverloren den Kopf hin und her.

„Ja, sie denkt, dass sie die Narben entstellen. Ich habe ihr aber doch gesagt, dass das nicht der Fall ist, man sieht sie kaum noch!“


Immer wieder erinnerte sich Athina an dieses Gespräche mit Elisa, so auch nun wieder, als sie in dem Taxi saß und Richtung Panorama fuhr. Sie widmete sich wieder den Unterlagen für die Besichtigung, doch es wollte sich so gar keine Konzentration einstellen. Sie blickte aus dem Fenster und genoss das emsige Treiben der zweitgrößten Stadt Griechenlands sehr. Sie hatten soeben den weißen Turm gegenüber dem Nationalmuseum passiert und bogen links von der Universität in die Straße ein, die nach Panorama hinauf führte. Sie war schon sehr neugierig, wie die sehr schöne weiße Villa ihrem Klienten gefallen wird.

Sie war ein wenig zu früh da und benützte die Gelegenheit, das Tor zur Auffahrt zu öffnen. Es machte einen besseren Eindruck, wenn sich der Kunde schon erwartet fühlt. Da kam er bereits, er fuhr ein weißes Cabrio mit geöffnetem Verdeck. Neben ihm saß eine ebenfalls ganz in weiß gekleidete Frau, mittleren Alters und übergroßer Sonnenbrille.

„Kalimera!“, rief er gleich beim Aussteigen und streckte ihr seine Hand entgegen.

Sein „Guten-Morgen-Gruß“ klang freundlich und laut. Die Frau in Weiß streckte ihr ebenfalls ihre Hand entgegen, murmelte ebenfalls einen Gruß, jedoch wesentlich zurückhaltender. Es war eine hervor stechende Eigenschaft griechischer, wohlhabender Frauen, sich bedeckt und ein wenig zurückhaltend zu geben. Sie wollten immer Abstand zwischen sich und dem „gemeinen Volk“ wahren. Manche hielten sich für etwas Besseres!

Athina lächelte verbindlich und ließ sich nicht verwirren.


„Was haben Sie so für einen Eindruck von außen? Wie gefällt Ihnen die Fassade und der Garten so?“

Sie machte eine einladende Bewegung und strahlte beide gewinnend an.

„Ja, der erste Eindruck ist gut, wirkt gepflegt und gediegen. Werden wir sehen, wie es drinnen aussieht!“, sagte er erwartungsvoll.

Athina ging vor und öffnete die sehr schöne Holztüre zur Eingangshalle, die in einen großen Raum überging und sich Licht durchflutete darbot.

Man konnte durch die großzügigen Fenster und die doppelte Türe zur breiten Terrasse, den ganzen Garten und den Pool einsehen.

„Das Haus hat in jedem Geschoß eine Wohnfläche von 130 m2, der Garten hat 400 m2 und kein Nachbargrundstück, ist also uneinsehbar!“ Sie machte eine

ausladende Handbewegung, um die Größe und Weite des Objektes zu unterstreichen.

„Hier links zeige ich Ihnen die große Küche, ausgestattet mit einer kleinen Essnische, mit Blick auf den Garten, den sie auch durch diese Türe auch gleich betreten können.“

Die Küche war nach den modernsten Richtlinien und allen nur erdenklichen Geräten ausgestattet, der Boden im Untergeschoss war durchgehend mit großen weißen Bodenfliesen ausgelegt.

Der Kunde nickte einige Male zustimmend, als er den großen Wohnraum mit großen Schritten durchmaß. Offensichtlich gefielen ihm der Weite Blick und der mit schwarzem Marmor umrandeten französische Kamin.

Sie hatte den Eindruck, dass die Besichtigung sich bisher positiv gestaltete. Nur die Dame in Weiß, die sich inzwischen als die Schwester des Kunden heraus gestellt hat, hatte einige Kritik und Einwände bei der Anordnung der Räume und der Ausstattung.

Athina fand jedoch, dass absolut nichts an diesem Haus zu beanstanden war, was sie aber klugerweise für sich behielt. Es war nie gut, dem Kunden zu widersprechen. Die Ausstattung war wirklich luxuriös, nach den modernsten Bedürfnissen ausgerichtet und sie vertraute dem Gesamteindruck, denn das Haus auf den Kunden machen würde.

Die Räume im oberen Stock waren ebenfalls großzügig angelegt und fanden offenbar die Zustimmung des potentiellen Käufers. Es waren zwei Schlafzimmer mit Einbauschränken und zwei Bäder vorhanden, beide hatten ein großes Fenster zum Garten hinaus, das kleinere der beiden Bäder hatte keine Wanne, sondern nur eine Dusche, die Toiletten waren integriert. Das dritte Zimmer könnte man als Gästezimmer einrichten. Alle Zimmer hatten Zugang zu einer Terrasse, die sich über die gesamte Länge der Vorderfront hinzog.

Der Kunde war beeindruckt wie es schien, wollte sich jedoch nicht festlegen und noch das andere Objekt sehen.


Sie fuhren dann gleich anschließend zu dem anderen Objekt, das ebenfalls sehr großzügig angelegt war, jedoch ein wenig konservativer und nicht ganz so luxuriös wie das erste.

Der Garten war kleiner, hatte aber ebenfalls einen Pool und die Ausstattung war bemerkenswert. Auch dieses Objekt fand Zustimmung, doch hatte Athina den Eindruck, dass der Käufer sich eher für das erste Objekt entscheiden wird.

Nun dürfte es sicher eine Frage des Preises sein, welches Objekt in Frage kam. Der Käufer wollte es überschlafen.

Auf jeden Fall war die Provision in beiden Fällen beachtlich.

Man vereinbarte einen neuen Termin im Büro der Firma für den morgigen Tag und trennte sich.

Sie fuhr wieder ins Büro zurück.

Elisa betrachtete die Freundin besorgt. Sie merkte, dass sie etwas beschäftigte. Sicher war es Danae, die in ihrem Kopf herum spukte. Athina hatte am Morgen erwähnt, dass sich die Schwester noch nicht gemeldet hatte und auch am Telefon nicht erreichbar war.

„Hat sich Danae noch immer nicht gemeldet?“, fragte sie die Freundin vorsichtig. Sie wollte sie nicht noch mehr beunruhigen.

Diese antwortete ausweichend und murmelte etwas Unverständliches.


Elisa wollte nicht zu aufdringlich erscheinen und wechselte das Thema.

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