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Dunkle Träume

1. KAPITEL

Samia platzte unangemeldet in die Sprechstunde ihres Freundes. Gregor konnte sofort sehen, dass etwas Schlimmes passiert sein musste.

„Sie ist weg!“, rief sie aufgelöst. „Sie ist weg und hat die Urne mitgenommen!“

Gregor brauchte einen Moment, um zu begreifen, was Samia überhaupt meinte. „Deine Mutter?“

Samia nickte und reichte ihm den Brief, den Vera an Joshuas Grab zurückgelassen hatte.

„‚Ich werde ihn am Fluss begraben, wie er es gewollt hat‘“, las Gregor laut. „‚Komm nicht hinterher, ich will dich nie wiedersehen.‘“ Betroffen ließ er das Blatt Papier sinken.

„Das gibt es doch nicht! Meine Mutter ist völlig verrückt geworden! Sie benimmt sich unmöglich! Als ob Vaters Tod nicht schon schrecklich genug wäre – jetzt auch noch das! Ist das nicht furchtbar?“ Samia nahm Gregor den Brief aus der Hand und las weiter: „‚Du hast dich gegen mich entschieden. Und für den, der Joshua auf dem Gewissen hat. Du bist nicht mehr unsere Tochter.‘“

„Ich hatte gehofft, sie beruhigt sich irgendwann“, erwiderte Gregor vollkommen überfordert.

„Spätestens, wenn der wahre Mörder gefasst ist. Aber da habe ich mich wohl getäuscht.“ Sie begann zu schluchzen und zerknüllte Veras Brief. Schließlich warf sie ihn in den Papierkorb.

Gregor wusste, er sollte sie in den Arm nehmen und trösten. Aber es war so schwer … Denn er war sich noch immer nicht sicher, ob es nicht stimmte, was Vera ihm vorwarf: Dass er Samias Vater umgebracht hatte.

„Vater ist tot … Und jetzt habe ich auch noch Mama verloren.“ Samia weinte. Hilflos strich er ihr über den Rücken. Und sie klammerte sich voller Verzweiflung an ihn.

Um sich wieder zu beruhigen, machte Samia einen Spaziergang auf die Almwiese.

Plötzlich bin ich ganz allein, dachte sie traurig. Ihr Vater war tot. Und ihre Mutter fort …

Zum Glück hatte sie Gregor. Sie hätte nicht gewusst, was sie ohne ihn tun sollte. Auch wenn er im Moment manchmal etwas merkwürdig reagierte …

Aber schließlich war das auch verständlich – nach all den Anschuldigungen, die Vera ausgestoßen hatte.

Sie hat Joshua offenbar noch sehr geliebt, sonst hätte sie nicht so reagiert, dachte Samia.

Trotzdem war es keine Lösung, einfach die Urne zu nehmen und nach Afrika zu verschwinden … Das ging zu weit. Samia konnte nicht alles mit Veras Verzweiflung entschuldigen.

Hoffentlich fand man den Täter bald. Dann konnten Gregor und sie endlich wieder glücklich sein …

Kaum war Samia zurück im „Fürstenhof“, lief ihr Kommissarin Jana Schneider über den Weg.

„Frau Gruber?“ Jana blickte sie an. „Hätten Sie einen Augenblick Zeit für mich?“

„Wenn es sein muss“, seufzte Samia.

„Ich fürchte schon. Auch wenn es heute ein schwerer Tag für Sie ist.“ Immerhin hatte am Morgen erst die Urnenbeisetzung von Samias Vater stattgefunden. „Ich habe noch ein paar Fragen zur Tatnacht.“

„Ich habe Ihnen bereits alles gesagt“, versetzte Samia widerwillig.

„Das bestreite ich gar nicht“, entgegnete die Kommissarin besänftigend. „Aber ich hoffe, dass Sie mir mit dem einen oder anderen zusätzlichen Detail weiterhelfen können.“

Samia nickte zögerlich.

„Haben Sie Herrn Doktor Bergmeister an dem Abend eigentlich nicht vermisst? Ich meine, Sie waren doch verabredet?“

„Nicht direkt“, antwortete Samia knapp.

„Aber Sie hätten schon erwartet, dass er sich noch einmal meldet, oder? Und wenn es nur ist, um kurz Gute Nacht zu sagen.“

Langsam nickte Samia. „Ich dachte, vielleicht ist er zu einem Patienten gerufen worden“, erklärte sie. „Oder er braucht mal einen Abend für sich … Dabei lag er bewusstlos neben der Leiche meines Vaters!“

„Sie glauben ihm also nach wie vor die Version mit den K.-o.-Tropfen?“

„Sie nicht, ich weiß“, erwiderte Samia müde. „Aber er ist unschuldig. Auch wenn die Tropfen nicht nachgewiesen werden konnten.“

„Als Sie ihn und Ihren Vater gefunden haben – wie wirkte Doktor Bergmeister da auf Sie?“

Samia runzelte die Stirn. „Wie soll er gewirkt haben? Durcheinander, verwirrt …“ Erst da begriff sie, worauf Jana hinauswollte. „Aber absolut nicht so, als ob ich ihn gerade bei einem Mord ertappt hätte, falls Sie das meinen! Er ist unschuldig!“

„Vielleicht“, entgegnete die Kommissarin. „Vielleicht aber auch nicht. Doktor Bergmeister ist – angesichts all dessen, was gegen ihn spricht – nach wie vor der Hauptverdächtige.“

„Entschuldigen Sie, ich kann jetzt nicht weiter mit Ihnen reden.“ Samia war sichtlich am Ende ihrer Kraft. „Meine Mutter ist heute Morgen ganz plötzlich abgereist …“

„Ihre Mutter ist weg?“ Jana wurde hellhörig.

Samia nickte stumm.

„Interessant.“

„Wenn Sie jetzt glauben, sie war es … oder ihre Abreise hätte irgendetwas mit dem Mord zu tun – dann irren Sie sich.“ Samias Stimme klang bitter. „Sie hat mir einen Brief geschrieben. Da steht drin, warum sie geht …“

„Darf ich den mal sehen?“, bat Jana.

„Tut mir leid, den habe ich weggeworfen.“ Und damit ließ Samia sie stehen.

Werner Saalfelds Laune hätte an diesem Tag schlechter nicht sein können. Dem „Fürstenhof“ liefen aufgrund der Berichterstattung über den Mordfall Obote scharenweise die Gäste davon. Und obwohl er inzwischen allen Journalisten Hausverbot erteilt hatte, prangte auf der Titelseite der heutigen Zeitung ein Foto von dem Gästezimmer, in dem der Mord passiert war. Das konnte nur bedeuten, dass jemand vom Personal sich hatte bestechen lassen!

„Wir haben einen Verräter in unseren Reihen!“, erklärte der Senior, nachdem er Viktoria die Zeitung vorgelegt hatte. „Jemand, der uns in den Rücken fällt. Und das in diesen schweren Zeiten, in denen wir zusammenhalten müssten.“

„Ich nehme an, Sie wollen, dass ich mich darum kümmere …“, sagte Viktoria.

„In der Tat, das möchte ich. Ich will, dass Sie diesen Mistkerl finden. Und dann fliegt er. Achtkantig!“

Sofort machte Viktoria sich auf den Weg.

In der Lobby erklärte sie Alfons Sonnbichler, was geschehen und wie aufgebracht der Direktor gewesen war.

„Sie meinen, jemand von uns hat diesen Zeitungsmenschen ins Hotel gelassen?“, fragte Alfons.

Ben, der ebenfalls gerade am Rezeptionstresen stand, spitzte die Ohren – schließlich war er es gewesen, der dem Journalisten Joshua Obotes Zimmer gezeigt hatte. Gegen eine gute Bezahlung. Von selbst war er allerdings nicht auf diese Idee gekommen – André Konopka hatte ihn dazu angestiftet.

„Der Kerl kann was erleben“, erklärte Viktoria entschieden. „Wenn Herr Saalfeld ihn erwischt … Der ist schneller draußen, als er ‚Piep‘ sagen kann.“

Dem Pagen zog sich der Magen zusammen.

Kurze Zeit später rief ebenjener Journalist, der das Foto des Tatorts in die Zeitung gebracht hatte, auf Bens Handy an. Er wollte noch einmal in Obotes Zimmer. Doch diesmal lehnte Ben entschieden ab. Er hatte keine Lust, wegen dieser Sache seinen Job zu verlieren. Das war es einfach nicht wert. Hektisch beendete er also das Gespräch. Allerdings hatte er nicht bemerkt, dass Simon das Telefonat mit angehört hatte … Und nun musste der Sommelier nur eins und eins zusammenzählen.

Du hast den Journalisten in Obotes Zimmer gelassen!“ Simon funkelte Ben an.

Der Page begriff, dass es zwecklos war zu leugnen. Also gab er sich betont lässig. „Meine Güte, jetzt mach kein Drama draus. Der wäre sowieso hier reingekommen.“

„Du kannst schon mal deine Sachen packen!“, fuhr Simon ihn an. „Wenn mein Onkel das erfährt …“

Ben schluckte. „Ich hatte doch keine Ahnung, was der Typ schreibt“, beteuerte er hastig. „Und ich brauchte dringend neue Software für meinen Synthi …“

„Und da hast du die Gelegenheit ergriffen, um schnell mal an Geld zu kommen?“ Wütend sah Simon Ben an.

„Das war saublöd“, gab Ben kleinlaut zu. „Aber niemand hat etwas davon, wenn du mich jetzt verrätst. Es haben sowieso schon alle den Artikel gelesen …“

Angesichts von Bens verzweifelt frecher Antwort konnte Simon sich ein Schmunzeln nicht verbeißen. Und er fühlte sich zwar nicht ganz wohl bei der Sache, aber zunächst einmal hielt er dicht. Er verriet nicht einmal Viktoria, dass er wusste, wer der „Verräter“ war, der dem Hotel so geschadet hatte.

Charlotte Saalfeld hatte sich den Kopf zerbrochen, wie man dem akuten Gästemangel im „Fürstenhof“ beikommen konnte. Sie schlug André Konopka vor, im Hotel unter seiner Leitung Kochkurse anzubieten.

„Ausgezeichnete Idee“, erklärte André. „Mit dem Gedanken habe ich auch schon mal gespielt.“

„Und beim ersten Mal laden wir Vertreter der wichtigsten Reiseveranstalter zu einem Erlebniswochenende mit Wellness, Ausflügen und so weiter ein, um ihnen das Konzept vorzustellen“, fuhr Charlotte voller Begeisterung fort. „Damit sie die Idee anschließend weitervermarkten.“

Der Chefkoch nickte. „Damit kommen wir endlich wieder wegen etwas anderem in die Schlagzeilen als diesem verdammten Mord“, entgegnete er hoffnungsvoll.

Charlotte verlor keine Zeit und erzählte Werner von dem Projekt zur Rettung des „Fürstenhofs“.

Doch Werner hielt überhaupt nichts von der Idee seiner Exfrau und seines Bruders. Er glaubte, dass man ganz andere Geschütze auffahren musste, um dieser Situation Herr zu werden. Und er hatte bereits einen Plan, wie er das Problem auf seine Weise lösen konnte.

„Aber warum versuchen wir es nicht wenigstens mit meinem Vorschlag?“, beharrte Charlotte.

„Selbst wenn wir die Reiseveranstalter von dem Event überzeugen, heißt das noch lange nicht, dass es von den Gästen auch angenommen wird“, versetzte er. „Und wenn du die Veranstalter jetzt einlädst, werden sie das für Bestechung halten. Was es in gewissem Sinne ja auch ist.“

„Bestechung? Hast du es nicht eine Nummer kleiner?“

„Wir müssten das Wochenende komplett vorfinanzieren“, erwiderte er. „Und so viel Geld haben wir im Augenblick nicht.“ Mehr hatte er zu dieser Angelegenheit nicht zu sagen.

Bürgermeister Pachmayr reagierte mehr als erstaunt darauf, dass Werner sich nicht nur mit ihm versöhnen wollte, sondern ihn auch noch zum Essen in den „Fürstenhof“ einlud.

„Was wollen Sie?“, fragte er argwöhnisch.

„Durch diese leidige Mordgeschichte sind wir in die Schlagzeilen geraten …“, begann der Senior. „Was zur Folge hat, dass das Hotel leer bleibt. Und das können wir uns auf Dauer nicht leisten. Wir genauso wenig wie die Gemeinde – immerhin sind wir einer der wichtigsten Steuerzahler hier am Ort.“

Der Bürgermeister nickte. Doch was sollte er wegen der Zeitung unternehmen?

„Sie nicht“, erklärte Werner. „Aber Ihr Bruder könnte etwas tun … Der schaltet doch regelmäßig Anzeigen für seine Wurstfabrik. Wenn er sich damit mal ein wenig zurückhalten würde …“

„… verbunden mit dem dezenten Hinweis, dass sich die Berichterstattung über den ‚Fürstenhof‘ ändern müsste“, ergänzte Pachmayr, der begriffen hatte, worum es ging. Er nickte. „Schön und gut. Aber was hätte ich davon?“

„Fünftausend“, sagte der Direktor sofort. „Als Provision.“

„Aber Ihr Verlust, wenn ich es nicht tue, ist doch viel, viel höher …“ Mit hochgezogenen Augenbrauen sah der Bürgermeister ihn an.

„Zehntausend. Das ist mein letztes Wort.“

Pachmayr wiegte bedächtig den Kopf. „Es geht mir gar nicht ums Geld“, sagte er unvermittelt.

„Worum dann?“, fragte Werner verblüfft.

„Das Grundstück für den Hubschrauberlandeplatz!“

Fassungslos starrte der Senior ihn an.

Dass Marc und Viktoria sich in der Mittagspause im Personalraum begegneten, war beiden sichtlich unangenehm. Immerhin war es noch nicht lange her, dass Simon sie beinahe miteinander im Bett erwischt hatte.

„Also, wegen gestern Morgen …“, begann Viktoria befangen.

„So eine Situation wird nicht noch einmal vorkommen“, fiel Marc ihr sofort ins Wort. „Das verspreche ich dir hoch und heilig.“

„Danke …“ Sie seufzte erleichtert.

„Ich werde mich in Zukunft beherrschen“, versicherte er ihr.

Die beiden wechselten einen angespannten Blick.

„Du bist nicht der Einzige, der sich beherrschen muss“, flüsterte sie.

„Dann reißen wir uns eben beide zusammen. Ich habe meine Gefühle in Zukunft jedenfalls im Griff.“ Damit ging er hinaus.

Viktoria blieb mit gemischten Gefühlen zurück. So etwas wie gestern durfte nicht noch einmal passieren. Aber trotzdem … Marc spukte in ihrem Kopf herum. Und in ihrem Herzen …

Philipp fiel sofort auf, wie müde Jana aussah, als er ihr in der Lobby über den Weg lief.

„Stress?“, fragte er mitfühlend.

Sie nickte seufzend. „Wenn ich nicht bald mit konkreten Ermittlungsergebnissen im Mordfall Obote komme, entzieht mir mein Chef den Fall noch.“

„Gibt es denn mittlerweile eine heiße Spur?“

Jana schüttelte den Kopf.

„Dann war es nicht der Arzt?“

„Ich weiß es nicht“, murmelte sie. Ihr Blick ging an ihm vorbei in die Ferne. „Mein Bauch sagt: Nein.“

„Obwohl er neben der Leiche gefunden wurde? Und trotz der Fingerabdrücke auf dem Aschenbecher?“

„Aber wenn er Obote damit erschlagen hätte, müssten auch Haare und Hautzellen des Opfers darauf zu finden sein“, erklärte sie. „Und das ist nicht der Fall. Was auch bedeuten könnte: Der Aschenbecher wurde abgewischt und dem Doktor nachträglich in die Hand gedrückt.“ Sie zuckte ratlos die Schultern. „Die Presse schießt sich im Augenblick auf Herrn Saalfeld ein.“

„Denkst du im Ernst, dass er es war?“, wollte Philipp wissen.

„Seine Fingerabdrücke sind auf der Kassette, in der der Diamant lag. Aber vielleicht hat er sie nur mal in der Hand gehabt. Als Beweis taugt das jedenfalls nicht.“

„Ganz schön kompliziert. Was hast du jetzt vor?“

„Vielleicht kann ich den Täter irgendwie aus der Ruhe bringen“, überlegte sie. „Sodass er nervös wird und Fehler macht.“

Zunächst einmal wollte Jana Schneider Johann Gruber noch einmal verhören. „Schildern Sie mir bitte den Abend, als Frau Obote sich von Ihnen getrennt hat …“, bat sie höflich.

„Wie oft denn noch?“, brauste Johann auf.

„So oft, bis wir die Wahrheit wissen.“

Er seufzte. „Also gut. Ich war hier“, begann er. „Allein. Und nein, ich habe dafür keine Zeugen.“

„Was haben Sie genau gemacht?“, fragte sie nach.

„Getrunken“, knurrte er. „Das wissen Sie doch.“

„Viel?“

Er zuckte die Achseln, nickte dann aber. „Ich habe mit dem Mord nichts zu tun“, beteuerte er nach einem kurzen Schweigen. „Bitte, glauben Sie mir …“

„Herr Gruber, Sie haben kein Alibi“, versetzte Jana. „Und ein starkes Motiv: Eifersucht.“

„Aber ich war es nicht“, versuchte er es noch einmal.

„Zudem ist Frau Obote nicht auffindbar“, fuhr Jana ungerührt fort.

„Sie ist abgereist“, entgegnete er. „Nach Uganda.“

„Behaupten Sie.“

Fassungslos sah Johann die Polizistin an.

„Sie hat in keinem Flugzeug gesessen, das gestern von München nach Afrika gestartet ist“, erklärte Jana. „Wir haben die Passagierlisten überprüft.“

„Vielleicht ist sie von Frankfurt aus geflogen …“, gab er hilflos zu bedenken.

„Auch das checken wir gerade“, erwiderte sie. „Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit. Sie könnte, sagen wir mal … verschwunden sein.“

„Und jetzt unterstellen Sie mir, ich hätte was damit zu tun?“ Er schüttelte entsetzt den Kopf.

„Ich unterstelle gar nichts“, widersprach sie. „Ich denke nur laut.“ Und damit ließ sie es fürs Erste gut sein und verabschiedete sich.

Philipp hatte indes nach Samia gesucht und sie im Roten Salon gefunden.

Sie sah so traurig aus! Nicht nur der Kummer wegen ihres Vaters quälte sie – auch die Sorge um Gregor lastete schwer auf ihr. Und die Frage, ob ihre Liebe diesem Druck noch lange standhalten würde, ließ ihr keine Ruhe mehr.

„Ich dürfte es dir gar nicht sagen …“ Philipp musste sie einfach ein wenig trösten. „Aber Jana, also Frau Schneider, hat mir verraten, dass Doktor Bergmeister gar nicht mehr der Hauptverdächtige ist.“

„Wirklich?“ Ungläubig hob Samia die Augenbrauen. „Das ist die beste Nachricht sein Langem! Danke! Danke, dass du mir das gesagt hast.“ Spontan fiel sie ihm um den Hals.

Alfons war bislang der Einzige, der wusste, dass Gregor sich für Joshuas Mörder hielt. Immer wieder versuchte der Portier, Gregor diese absurde Idee auszureden.

„Schön, dass Sie so fest an meine Unschuld glauben.“ Gregor seufzte. „Ich selbst kann es leider trotz allem nicht. Ich habe nämlich ein klares Gefühl – jenseits aller Indizien und Erinnerungen. Und dieses Gefühl sagt mir: Ich war es.“

Dazu fiel selbst Alfons nichts mehr ein.

Und als Gregor später mit Felix sprach, bestärkte ihn das in seiner Überzeugung nur noch mehr.

Felix hatte von seinem Vater erfahren, dass Kommissarin Jana Schneider inzwischen Johann verdächtigte, und regte sich furchtbar darüber auf. „Johann ist genauso unschuldig wie du!“, knurrte er. „Nur diese Möchtegernkriminalistin kapiert das nicht.“

„Aber wenn wir es nicht waren …“, murmelte Gregor. „Und Herr Saalfeld auch nicht … Wer kommt dann noch infrage?“

„Ein Gast. Der von dem Stein erfahren hat.“

Gregor wirkte wenig überzeugt.

„Der große Unbekannte – ich weiß …“, seufzte Felix. „Nicht besonders überzeugend, was?“

„Nein“, pflichtete Gregor ihm bei. Und er kam nicht umhin, erneut festzustellen, dass einfach alles darauf hinauslief, dass er Samias Vater ermordet hatte …

Die wahre Mörderin war indes in schlechter Verfassung. Fiona hatte Joshua nicht umbringen wollen – doch als sich Samias Vater auf André gestürzt hatte, hatte sie wie in Trance den Aschenbecher genommen und zugeschlagen. Und nun wurde sie von Albträumen heimgesucht und litt unter Angstzuständen. Der Chefkoch hatte ihr Beruhigungstabletten besorgt, die sie inzwischen schon tagsüber mit Whisky hinunterspülte. Eine Entwicklung, die André sehr beunruhigte – er hatte nicht die geringste Lust aufzufliegen, nur weil Fiona die Nerven verlor.

„Ich sehe es immer und immer wieder vor mir …“, murmelte sie.

„Es ist nicht mehr zu ändern“, erwiderte er und zog sie beruhigend an sich. „Egal, was du tust …“ Er schloss Fiona tröstend in die Arme. „Du wirst sehen: In ein paar Tagen denkst du anders über die Geschichte.“

„Meinst du wirklich?“

Er blickte ihr tief in die Augen. „Ich hoffe es sehr“, heuchelte er. „Ich möchte dich nämlich nicht verlieren. Weil ich dich liebe.“

Und an diese Worte klammerte sich Fiona wie an den letzten Strohhalm. Obwohl sie eigentlich hätte wissen müssen, dass sie gelogen waren.

2. KAPITEL

Am nächsten Morgen begegneten Samia und Johann sich im Personalraum.

„Wenn ich dir irgendwie helfen kann …“, begann Johann. Seine Stimme klang rau. „Ich bin für dich da.“

Sie lächelte ihn voller Wärme an.

„Erst die Geschichte mit deinem Vater …“, fuhr er fort. „Und jetzt ist auch noch Vera weg.“

„Nicht zu vergessen der Mordverdacht gegen Gregor“, ergänzte sie niedergeschlagen.

„Es ist wirklich keine leichte Zeit für dich“, stellte er mitfühlend fest. Die beiden saßen einen Augenblick schweigend am Tisch, bevor er wieder das Wort ergriff. „Du musst deinen Vater sehr vermissen … Genau wie ich Vera …“

„Trotz allem?“ Samia wirkte überrascht. „Obwohl sie dich verlassen hat?“

Er nickte. „Ich komme schon darüber hinweg. Auch wenn es schwer ist“, sagte er leise.

„Du hast wenigstens noch die Chance, dich mit Mama auszusprechen. Du könntest nach Uganda reisen …“

Johann verstand, worauf sie hinauswollte. „Dich beschäftigt noch immer, dass du mit Joshua im Streit auseinandergegangen bist, ehe er starb?“, fragte er vorsichtig.

Sie senkte stumm den Blick und nickte.

„Mach dir keine Vorwürfe“, bat er. „Du hast deinen Vater geliebt. Und das wusste er auch.“

Gerührt griff sie nach seiner Hand. „Du bist so lieb …“, flüsterte sie unter Tränen. „Du … und alle hier. Besonders Gregor. Ohne ihn …“ Unwillkürlich straffte sie die Schultern. „Also: Wenn ich dir irgendwie helfen kann …“

„Du hast doch einen Brief von Vera …“, entgegnete Johann zögerlich. „Dürfte ich den mal lesen?“

„Tut mir leid.“ Sie schüttelte den Kopf. „Ich habe ihn weggeworfen.“

Charlotte und Werner frühstückten zur selben Zeit im Restaurant. Beiden blutete bei dem Anblick der kümmerlichen Zahl von Gästen das Herz.

„Ich werde die Reiseveranstalter zu dem Kochevent einladen“, sagte Charlotte entschlossen. „Auch wenn du nicht damit einverstanden bist – ich ziehe das durch. Zusammen mit deinem Bruder.“

„Grundsätzlich habe ich nichts dagegen“, erwiderte der Senior. „Ich bitte dich nur, noch etwas zu warten. Bis ein wenig Gras über den Mord gewachsen ist.“

„Und bis dahin steht das Haus leer? Nur weil die Presse Unsinn über uns schreibt?“

„Das hört jetzt auf“, erklärte er zuversichtlich. „Verlass dich drauf … Der alte Werner Saalfeld hat immer noch einen Pfeil im Köcher.“

„Und den hast du jetzt abgeschossen?“

Er nickte zufrieden. „Wenn die Zeitung weiterhin negativ über uns berichtet, stoppt Pachmayrs Bruder alle Anzeigen seiner Wurstfabrik.“

Charlotte glaubte, ihren Ohren nicht zu trauen.

„Genial, nicht wahr?“, fuhr Werner triumphierend fort. „Das werden die sich dreimal überlegen, ob sie auf das Geld verzichten.“

„Und mir wirfst du vor, ich würde die Reiseveranstalter bestechen?“, platzte sie heraus. „Und wie nennst du das, was du tust? Erpressung? Ich finde das erbärmlich!“

Verständnislos blickte Werner sie an. Was für ein Problem hatte sie damit?

Felix lief seinem Vater vor Dienstbeginn in der Lobby über den Weg.

„Hast du wenigstens ein paar Stunden geschlafen?“, fragte Felix besorgt.

„Ein bisschen“, behauptete Johann.

„Also gar nicht.“

„Nein. Aber ich will nicht jammern wie ein altes Waschweib.“

„Es ist nicht immer schlecht, über Probleme zu reden.“

„Das will ich aber nicht“, erwiderte Johann. „Das ganze Gequatsche über Gefühle …Vera und ich – wir haben geredet und geredet. Und was ist dabei herausgekommen?“

„Guten Morgen.“ Jana Schneider trat zu den beiden und wandte sich direkt an Johann. „Wir haben alle infrage kommenden Flüge nach Uganda gecheckt“, erklärte sie kühl. „Vera Obote war auf keiner der Passagierlisten.“

„Sie ist also nicht geflogen“, stellte Johann nachdenklich fest. „Aber was haben wir damit zu tun? Hier ist sie nicht mehr.“

„Genau das ist das Problem“, entgegnete die Kommissarin. „Erst wird Herr Obote umgebracht, für dessen Mord Sie kein Alibi haben, dafür aber ein starkes Motiv. Und jetzt verschwindet auch noch seine Exfrau. Die Sie verlassen hat, um zu ihm zurückzukehren.“

„Was wollen Sie damit sagen?“ Johann ahnte Böses.

Jana Schneider zog die Handschellen aus der Tasche. „Herr Gruber, ich nehme Sie vorläufig fest. Sie sind dringend tatverdächtig, Joshua Obote und seine Exfrau Vera getötet zu haben.“

Vater und Sohn tauschten einen fassungslosen Blick.

„Verdammt noch mal!“, polterte Johann los. „Ich bin unschuldig!“

„Sie machen einen großen Fehler!“ Felix funkelte Jana aufgebracht an.

„Darüber sprechen wir im Präsidium“, versetzte sie ruhig. „Machen Sie bitte keine Schwierigkeiten. In Ihrem eigenen Interesse.“

„Wieso gehen Sie überhaupt davon aus, dass Frau Obote tot ist?“, mischte sich Felix wieder ein. „Es gibt noch nicht mal eine Leiche!“

„Vielleicht hat Vera keinen Flug mehr bekommen und ist noch ein paar Tage in München!“, überlegte Johann laut.

„Wir ermitteln in alle Richtungen“, versicherte Jana.

„Frau Obote hat einen Abschiedsbrief an ihre Tochter geschrieben“, sagte Felix. „Das erklärt ihr Verschwinden eindeutig.“

„Uns liegt kein Brief vor“, wandte Jana ein.

„Dann gehen Sie zu Samia und lassen ihn sich zeigen!“, verlangte Felix.

„Samia hat ihn weggeworfen …“ Johann seufzte resigniert. Es nützte nichts – er musste Jana Schneider folgen.

Auch Gregor hatte schlecht geschlafen. Immer wieder plagten ihn Albträume, in denen er sich als Mörder von Samias Vater sah. So konnte es einfach nicht weitergehen …

„Du weißt, dass ich immer für dich da bin“, versicherte Samia, der nicht entgangen war, wie schlecht es ihm ging.

„Genau das ist ja das Problem!“, platzte Gregor heraus. „Ich halte das nicht länger aus.“

„Was?“, fragte sie erschrocken. „Was hältst du nicht mehr aus?“

„So geht es nicht weiter“, erklärte er verzweifelt. „Ich kann nicht länger mit dir zusammen sein.“

Sprachlos vor Entsetzen starrte sie ihn an.

„Samia, wir müssen uns trennen.“

„Wieso?“, flüsterte sie geschockt. „Hast du eine andere?“

„Nein, natürlich nicht.“ Ihre Verzweiflung machte ihm zu schaffen. „Aber es geht einfach nicht.“ Damit wollte er sich abwenden und gehen.

Doch sie stellte sich ihm in den Weg. „So leicht kommst du mir nicht davon! Wenn du Schluss machen willst, musst du mir schon den Grund dafür nennen!“

Er atmete tief durch.

„Liebst du mich nicht mehr?“

„Unsinn“, antwortete er. „Mit meinen Gefühlen für dich hat das nichts zu tun, das musst du mir glauben. Gerade weil ich dich liebe, muss ich diese Entscheidung treffen.“

„Aber ich verstehe sie nicht!“, hielt sie dagegen. „Ist es wegen meiner Mutter? Weil sie dich beschuldigt? Du weißt, dass ich ihre falschen Verdächtigungen nicht glaube.“

Er zögerte. Irgendwann musste er Samia die Wahrheit sagen. „So falsch sind sie gar nicht …“, sagte er leise. „Wahrscheinlich bin ich wirklich der Mörder deines Vaters.“

Vollkommen entgeistert blickte sie ihn an. „Erinnerst du dich wieder, was in Joshuas Zimmer passiert ist?“

„Nein.“ Er schüttelte den Kopf. „Jedenfalls nicht mehr als bisher.“

„Wie kommst du dann darauf, dass du ihn …“

Er fiel ihr ins Wort. „Weil wir uns gestritten haben! Er hat gemerkt, dass mit dem Wein etwas nicht in Ordnung war. Und er hat mir vorgeworfen, dass ich etwas hineingetan hätte – um ihn zu betäuben.“

„Aber warum solltest du das tun?“ Plötzlich ahnte Samia die Antwort. „Er hat dir unterstellt, dass du den Diamanten stehlen wolltest?“

Gregor nickte stumm.

„Wenn er dich besser gekannt hätte, wäre er nie auf so eine absurde Idee gekommen“, stellte sie traurig fest. Sie ergriff tröstend seine Hand. „Ich weiß, dass du dazu nicht in der Lage bist. Du bist kein habgieriger Mensch!“

„Und was ist mit dem Aschenbecher?“, hielt er aufgewühlt dagegen.

„Das beweist gar nichts“, versetzte sie. „Der Mörder hat dir das Ding in die Hand gedrückt, um von sich abzulenken.“

„Du möchtest daran glauben, dass ich unschuldig bin.“ Es tat ihm in der Seele weh, dass sie noch immer so bedingungslos zu ihm hielt.

„Gregor, ich bin sicher!“, beharrte sie. „Ich spüre es, wenn jemand böse Absichten hegt. Erinnerst du dich? Bei Frau von Heidenberg habe ich es vom ersten Moment an gewusst!“ Sie schenkte ihm ein zärtliches Lächeln. „Du bist ein guter und ehrlicher Mensch. Ich würde für dich meine Hand ins Feuer legen. Und wir stehen das durch. Gemeinsam!“

„Es geht nicht.“ Seine Stimme klang gepresst. „Ich bekomme das nicht aus dem Kopf. Ich bin in die Sache verstrickt – und offensichtlich mehr, als du dir vorstellen kannst.“

„Du hast nichts getan!“

„Vielleicht aber doch. Und deswegen kann ich nicht länger mit dir zusammen sein.“ Damit stürmte er davon.

Samia stiegen Tränen in die Augen – das konnte doch alles nicht wahr sein!

Gregor kann nicht wirklich glauben, dass er selbst meinen Vater umgebracht hat, dachte sie. Und auch wenn die beiden gestritten hatten – er redete sich das alles nur ein, weil er neben Joshuas Leiche aufgewacht war.

Vielleicht hätte sie in so einer Situation auch an sich gezweifelt.

Aber sie würde diese Trennung nicht einfach so hinnehmen! Sie liebte Gregor, und sie glaubte an ihn. Und deswegen würde sie um die Beziehung kämpfen!

Gregor hatte alle Termine in der Praxis abgesagt – er konnte im Augenblick einfach keine Patienten behandeln. Und bald würden sie sowieso wegbleiben. Denn wer wollte schon einen Mörder als Arzt …

Alfons Sonnbichler konnte nur den Kopf schütteln, als Gregor ihm das alles erzählte. Und dass der Junge sich auch noch von Samia getrennt hatte, machte den Portier gänzlich sprachlos.

Gegen Mittag sah Samia Gregor im Park auf einer Bank sitzen. Gedankenverloren starrte er vor sich hin. Samia straffte die Schultern, ging zu ihm und setzte sich neben ihn. Sie musste noch einmal mit ihm reden. „Ich liebe dich und bin mehr als glücklich mit dir“, begann sie entschlossen. „Wir mussten so viele Hürden überwinden, bis es so weit war. Das gebe ich nicht einfach auf!“

„Versteh doch, dass ich nichts anderes tun kann“, erwiderte er.

„Ich kann nachvollziehen, dass dich die Umstände von Vaters Tod durcheinandergebracht haben“, fuhr sie fort. „Trotzdem: Du hast damit nichts zu tun! Überleg doch mal … Du hast selbst gesagt, Joshua hat gemerkt, dass im Wein ein Betäubungsmittel war!“

„Das allerdings weder in seinem noch in meinem Blut nachgewiesen werden konnte“, wandte er ein.

„Das heißt doch nichts“, winkte sie ab.

„Gut, es gibt Mittel, die keine Rückstände hinterlassen“, gab er zu. „Aber davon abgesehen – wir haben uns heftig gestritten.“

„Wegen einer Meinungsverschiedenheit bringt man niemanden um! Und du schon gar nicht!“

„Vielleicht habe ich deinen Vater ja im Affekt erschlagen …“, murmelte er verzweifelt. „Oder es war ein Unfall … Es macht mich einfach fertig, dass ich nicht weiß, was ich getan habe. Und dass ich keine Möglichkeit ausschließen kann. Ich kann das nicht ertragen – und vor allem will ich dich damit nicht länger belasten. Der Mord wird immer zwischen uns stehen. Deswegen ist die Trennung das einzig Vernünftige!“

Er meinte es wirklich ernst! Samia kämpfte mit den Tränen. „Ich will nicht glauben, dass du uns, unsere Zukunft aufgeben willst“, flüsterte sie.

„Jetzt wirst du mich wahrscheinlich hassen …“

Sie schüttelte den Kopf und nahm seine Hand. „Ich liebe dich. Und ich weiß, dass du niemals zu so einer Tat fähig wärst. Ich glaube an dich.“

Doch ihre Worte erreichten ihn nicht. Aufgewühlt entzog er ihr seine Hand und ging.

Und es wurde noch schlimmer.

Denn als Gregor am Nachmittag zufällig auf Jana Schneider traf, berichtete sie ihm von der Verhaftung Johann Grubers.

„Er wird gerade im Präsidium verhört“, erklärte Jana. „Ich bin sicher, dass er bald ein Geständnis ablegt.“

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass er es war“, erwiderte Gregor.

„Sie wären nicht der Einzige, der sich in einem Menschen irrt …“ Sie warf ihm einen intensiven Blick zu. Es ließ sich nicht leugnen – sie musste zugeben, dass dieser Arzt ihr gefiel.

Und obwohl Gregor im Grunde mit ganz anderen Dingen beschäftigt war, entging ihm das nicht.

Samia erfuhr indes von Felix, was mit Johann passiert war.

„Johann soll meinen Vater ermordet haben?“ Darüber konnte sie nur den Kopf schütteln.

„Selbst wenn er manchmal aufbrausend ist – so etwas würde er niemals tun“, stellte auch Felix fest. „Und das wird die Kommissarin hoffentlich kapieren, wenn sie ihn zum x-ten Mal verhört. Ich habe schon mit Frau Zwick gesprochen. Sie wird Johann vertreten.“

Samia war unfähig, etwas zu erwidern. Hörte dieser Albtraum denn niemals auf?

„Hey, die Zwick ist eine gute Anwältin“, versuchte Felix, sie zu trösten. „Sie holt Johann da schon wieder raus.“

„Im Moment … Es ist so furchtbar …“ Samias Stimme war nicht mehr als ein Flüstern. „Das ist alles zu viel auf einmal.“ Und dann begann sie zu weinen.

„André, hast du einen Moment?“ Charlotte kam am Nachmittag in die Küche, um mit Werners Bruder zu sprechen. „Wegen des Wochenendes für die Reiseveranstalter – ich würde gern das Programm mit dir durchgehen.“

Die beiden setzten sich an den Tisch.

„Ich habe ein Wellnesspaket mit diversen Anwendungen und Massagen zusammenstellen lassen“, erläuterte sie. „Außerdem wird es eine geführte Bergtour geben. Aber im Mittelpunkt steht natürlich dein Kochkurs.“

Der Chefkoch nickte zufrieden.

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