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Dunkle Obsession

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Erstes Kapitel
  5. Zweites Kapitel
  6. Drittes Kapitel
  7. Viertes Kapitel
  8. Fünftes Kapitel
  9. Sechstes Kapitel
  10. Siebtes Kapitel
  11. Achtes Kapitel
  12. Neuntes Kapitel
  13. Zehntes Kapitel
  14. Elftes Kapitel
  15. Zwölftes Kapitel

Erstes Kapitel

»Aber ich kann doch nicht allein nach Leyton Hall fahren!«, rief Annabel und starrte David ungläubig an.

David Crosbie, fünfzig Jahre alt und seit langer Zeit der gefragteste Innenarchitekt des Landes, lächelte sie an. »Natürlich kannst du das, Annabel. Du hast in den letzten drei Jahren so viele Renovierungen mit mir gemeinsam durchgezogen, dass du weißt, was verlangt wird.«

»Aber doch immer mit dir zusammen«, wandte Annabel ein. »Ich habe noch nie etwas allein ausgeführt.«

»Dann ist es umso wichtiger, dass du damit anfängst. Du bist jetzt dreiundzwanzig Jahre alt. Wenn Martin und ich uns auf die Seychellen zurückziehen, wirst du das ganze Geschäft übernehmen. Wie willst du bestehen, wenn du noch nie allein gearbeitet hast?«

Annabel fuhr sich mit den Fingern durch die langen braunen Haare und schob die widerspenstigen Locken aus dem Gesicht. »Aber das wird noch Jahre dauern! Außerdem hatte ich gedacht, du würdest mir einen kleineren Auftrag geben. Lady Corbett-Wynne wird einen Trainee vielleicht gar nicht akzeptieren. Ich würde es nicht tun an ihrer Stelle.«

»Mädchen, Schatz, du hast das Kunststudium mit Auszeichnung abgeschlossen und drei Jahre lang an meiner Seite gearbeitet. Wenn das für die Lady nicht genug ist, wird sie sich eine andere Adresse suchen müssen. Ich habe nicht die Zeit, mehrere Wochen irgendwo in Wiltshire unterzutauchen, denn so lange wird es zweifellos dauern, bis sie sich entschieden hat, was sie will. Ich meine, schau dir doch nur den Brief an! Hast du schon mal so was von Unentschlossenheit gelesen?«

Annabel lächelte. »Sie klingt ein bisschen unsicher, aber deshalb braucht sie dich.«

»Nein, deshalb bekommt sie dich!«, korrigierte David sie. »Du bringst frische Ideen mit und gehst mit viel mehr Elan an die Aufgabe heran, als ich das tun würde. Ich werde es langsam müde, verfallende Landhäuser mit knappen Budgets zu retten. Dann lieber jede Woche ein Penthouse in London.«

In diesem Augenblick kam Martin Wells dazu, Davids Partner und langjähriger Lebensgefährte. Er war zehn Jahre jünger als David, und während David groß, schlank und grauhaarig war, hatte Martin eine gedrungene Figur und eine dichte schwarze Mähne, die immer so aussah, als brauchte sie dringend einen Schnitt. Trotz ihrer körperlichen Gegensätze bildeten sie ein perfektes Paar. David war intensiv und neigte zu Depressionen; Martin nahm das Leben leichter und hatte eine Schwäche für guten Humor, den aber nicht alle Kunden schätzten.

»Wo liegt das Problem?«, fragte er und schenkte sich eine Tasse des starken Kaffees ein.

»Ich habe Annabel gerade gesagt, dass sie den Leyton-Hall-Auftrag übernehmen soll«, erklärte David. »Sie sagt, dafür sei sie nicht gut genug.«

»Du bist gut genug für alles«, sagte Martin und ließ sich in einen Sessel fallen. Er hielt die Tasse in beiden Händen. »Verdammt, wie viel habe ich gestern Abend getrunken?«

»Zu viel«, gab David zurück. »Haben wir dich bei unserer Heimkehr geweckt, Annabel?«

»Ich war noch nicht eingeschlafen. Ich habe darüber nachgedacht, welches Blau ich für Amanda Grants Bad verwenden soll und …«

»Siehst du, das ist haargenau der Grund, warum ich dir Leyton Hall übertrage«, sagte David triumphierend. »Du lebst in deiner Arbeit. Tag und Nacht, wach oder im Schlaf. Du denkst an nichts anderes als an Inneneinrichtungen. Von dem, was ich gehört habe, wirst du auf Leyton Hall deinen ganzen Enthusiasmus brauchen. Den habe ich nicht mehr, meine Liebe, und das ist die reine Wahrheit.«

»Es wird dir guttun, eine Weile von uns weg zu sein«, sagte Martin, der sich langsam wieder als ganzer Mensch fühlte, nachdem die Wirkung des Kaffees eingesetzt hatte. »Du musst junge Leute kennen lernen und mehr ausgehen.«

»Aber ich will nicht ausgehen und auch keine jungen Leute kennen lernen. Ich liebe es, mit euch hier zu arbeiten. Außerdem seid ihr meine Familie. Falls meine Eltern jemals nach London kommen, bezweifle ich, dass sie sich bei mir melden würden. Und wenn doch, würden sie mich nicht erkennen. Sie haben mich das letzte Mal gesehen, als ich siebzehn war.«

»Niemand würde dich heute noch für siebzehn halten«, sagte Martin und sah sie musternd an. Sie war immer gut gekleidet, und heute trug sie eine marineblau und weiß gestreifte Jacke, die eine gute Handbreit über ihrem Knie endete und fünf Zentimeter länger war als der Mini, den sie darunter trug.

Eine frische weiße Bluse mit einem marineblauen Seidenschal, den sie mit einer Schleife um den Hals gebunden hatte, komplettierten ihr Kostüm, und die schlanken Beine steckten in undurchsichtigen blauen Strümpfen. Die hochhackigen Schuhe betonten ihre wohl geformten Waden, und nicht zum ersten Mal fragte sich Martin, warum sie kaum Freunde hatte, seit sie bei ihnen war.

»Wie soll ich junge Leute auf Leyton Hall kennen lernen?«, fragte Annabel. »Lady Corbett-Wynne ist doch nicht mehr jung, oder?«

»Nein, ich schätze sie auf Anfang vierzig«, sagte David. »Sie ist Lord Corbett-Wynnes dritte Ehefrau, recht hübsch und zierlich, wenn ich mich recht erinnere. Gute Knochenstruktur, aber nicht jung in dem Sinn, den du meinst.«

»Aber es gibt einen Sohn«, warf Martin ein. »Ich kann mich noch gut an den Ehrenwerten Crispian erinnern.«

»Es gibt auch eine Tochter im Haus«, ergänzte David. »Sie ist Lady Corbett-Wynnes Tochter. Ich glaube, nach der Heirat hat der Lord sie adoptiert, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Mir fällt auch ihr Name nicht ein, aber sie muss etwa in deinem Alter sein. Beide Kinder leben auf Leyton Hall.«

»Es ist auch egal«, sagte Annabel. »Ich bin an solchen gesellschaftlichen Dingen nicht interessiert. Es ist die Arbeit, die mich begeistert.«

»Du solltest an mehr als nur an Arbeit interessiert sein«, sagte Martin. »In deinem Alter habe ich kaum Zeit für Arbeit gefunden. Das kam erst später, als sich die Leidenschaft abgeschwächt hatte.« Er sah liebevoll zu David, und sie lachten beide.

Annabel seufzte. Sie liebte das Paar. Sie hatten sich ihr gegenüber beide als sehr großzügig erwiesen und sie wie ein Kind aufgenommen. Aber sie wünschte, dass sie aufhören würden, sie in die Arme junger Männer zu schieben.

Es war nicht so, dass sie Männer nicht mochte, aber sie glaubte allmählich, dass sie eine geringe Langweiligkeitsschwelle besaß. Kaum hatte sie eine Beziehung begonnen, begann der jeweilige Mann, ihr den Nerv zu töten. In letzter Zeit hatte sie es erst gar nicht zu einer Beziehung kommen lassen; weil es schwierig für sie war, einem jungen Mann den Laufpass zu geben, ohne dass er sich verletzt fühlte.

»Hast du Lady Corbett-Wynne schon gefragt, ob es ihr recht ist, dass ich den Auftrag übernehme?«, fragte sie David.

»Noch nicht, aber ich habe mir das für heute Morgen vorgenommen.«

»Und du glaubst wirklich, dass ich es schaffe?«

»Wenn ich das nicht glaubte, würde ich dir den Job nicht überlassen. Du musst in Erinnerung behalten, dass du es mit einer wahrscheinlich gelangweilten Lady zu tun hast, die Geld wie Heu hat, Zeit im Überfluss und keinen Geschmack. Sie wird dir freie Hand lassen. Ist das keine Verlockung, wenn schon der Ehrenwerte Crispian keine ist?«

Annabel kicherte. »Ich muss zugeben, der Job ist die größere Verlockung.«

»Eines Tages wirst du den Irrtum deiner Lebensweise erkennen«, seufzte Martin in gespielter Sorge. »Du magst zwar alles über Stoffe, Farben und Oberflächen wissen, aber wenn es um die Freuden des Fleisches geht, bist du unschuldig wie ein Lamm.«

»Ich bezweifle, dass ein paar Wochen auf Leyton Hall mein Wissen auf diesem Gebiet vermehren werden«, rief Annabel und nahm ihre Autoschlüssel an sich. »Sage David, dass ich ihn im Büro treffe. Wir haben einen Termin mit Amanda Grant um halb zwölf. Kannst du ihn daran erinnern, bitte?«

Wenn er sich an einige Geschichten erinnerte, die er über Leyton Hall gehört hatte, bezweifelte Martin, dass Annabel mit ihrer Prognose richtig lag. Falls die Gerüchte auch nur ein Körnchen Wahrheit enthielten, würde sie als neue Frau nach London zurückkehren. Er hoffte das. Seiner Meinung nach musste sie erkennen, dass es mehr im Leben gab, als die Häuser anderer Leute in großartige Schmuckstücke zu verwandeln. Das sollte für eine hübsche junge Frau nur eine zweitrangige Befriedigung sein, fand Martin.

Zur gleichen Zeit, als Annabel sich durch die verstopften Londoner Straßen kämpfte, wachten die Bewohner von Leyton Hall allmählich auf.

In seinem Schlafzimmer im dritten Stock schlug Lord Corbett-Wynne die Augen auf und ging die Liste der Dinge durch, um die er sich an diesem Tag zu kümmern hatte. Es waren die üblichen Anforderungen, die das Anwesen an ihn stellte, aber er schätzte, dass der Hausverwalter die meisten allein regeln konnte. Doch er selbst musste seiner Frau beibringen, dass er den neuen Nachbarn am Freitag zum Abendessen eingeladen hatte. Das war keine sehr erfreuliche Aufgabe, doch er gab auch was, worauf er sich freute – in den Ställen arbeitete ein neues Mädchen.

Er hatte schon gestern Nachmittag einen Blick auf sie werfen können. Die gerundeten Gesäßbacken in den engen Jodhpurs waren ihm aufgefallen, als sie Solomons Stall ausmistete. Sie hatte zu ihm geschaut und auf eine Weise gelächelt, die er als ›wissend‹ bezeichnen würde.

Es war das Wissen hinter diesem Lächeln, das er erforschen wollte, und zwar schon an diesem Morgen. Bei diesem Gedanken rührte sich sein schwerer, wenn auch noch schlaffer Penis. Erregung erfasste ihn. Nichts genoss er mehr, als sich die neuen Stallmädchen vorzunehmen.

Im Westflügel des Hauses war Lady Corbett-Wynne schon seit einigen Stunden wach. Ihr Dienstmädchen Mary hatte ihr um halb neun den Earl-Grey-Tee und zwei Scheiben Toast gebracht, und seither lag sie im Bett und starrte an die Zimmerdecke. Sie hoffte, dass sie an diesem Tag von David Crosbie hören würde. Es ging ihr nicht schnell genug, bis die neue Gestaltung des Hauses beginnen konnte. Sie strich mit den Händen über die Flanken ihres schlanken Körpers, schwang die Beine aus dem Bett und drückte auf die Klingel.

Mary konnte ihr Bad einlaufen lassen, dann würde sie sich auf einen Spaziergang begeben, bevor sie sich ihrer Nadelarbeit widmete. Einen kurzen Moment lang kam ihr in den Sinn, dass sie mit ihren vierundvierzig Jahren zu jung war, um ihre Tage allein zu verbringen, aber die Alternative war schlimmer. Wenn sie sich an die amourösen Begegnungen mit ihrem Mann erinnerte, die meist bizarr verliefen und ihr keine Freude brachten, schüttelte es sie. Dann war sie ohne ihn besser dran.

Aber es gab Zeiten, in denen sie sich vorstellte, wie es mit einem anderen Mann sein könnte, mit einem Mann, der mehr Rücksicht auf sie nahm und auf ihre Wünsche einging. Der sie in die Arme nahm. Sie dort berührte, wo jetzt ihre Finger schwelgten, zwischen den heißen Schenkeln. Ihre Berührungen waren federleicht und zuckersüß.

Das Klopfen gegen die Tür unterbrach ihre Gedanken, und rasch zog sie ihre Hände zurück und legte sich wieder aufs Bett, überrascht von ihrem eigenen Verhalten. Das muss an der Jahreszeit liegen, dachte sie, währen Mary das Bad einlaufen ließ. Der Mai war immer ein wunderbarer Monat mit so vielen Versprechungen.

Zurück zur dritten Etage, in der auch Lady Corbett-Wynnes Tochter Tania ihr Zimmer hatte, aber im Gegensatz zur Mutter war sie nicht allein. Sie lag auf allen vieren, das Gewicht auf Arme und Beine gestützt, während ihr Stiefbruder, der Ehrenwerte Crispian Corbett-Wynne, unter ihr stöhnte, da sie ihre inneren Muskeln um seine berstende Erektion einsetzte.

Seine kräftigen Hände umfassten ihre festen Brüste und drückten sie, und als Tania ihre Pobacken hart über seinen Unterleib rieb, drückte er noch fester zu, und sie wimmerte, weil sie sein Pressen liebte.

»Lass mich kommen, verdammt«, knurrte Crispian.

Tania lachte. »Nicht, bevor du dich für dein Flirten mit Amanda gestern Abend entschuldigt hast.«

»Ich habe nicht geflirtet. Ich war nur höflich. Du kennst Pa doch. Er will, dass ich sie heirate, also kannst du mich nicht beschuldigen, denn ich habe nur höfliche Konversation betrieben, sonst nichts.«

Die grün-grauen Augen seiner Stiefschwester funkelten boshaft, und plötzlich richtete sie sich auf und schaute von ihm weg, wodurch sie den steten Aufstieg seines Höhepunkts ruinierte. Ihr geschicktes Muskelspiel war nicht mehr da.

»Ich glaube, ich werde vor dem Frühstück ausreiten«, kündete sie an, und bevor Crispian begriff, was geschah, glitt sie von ihm und stand am Fußende des Betts. »Du gehst besser zurück auf dein Zimmer«, sagte sie süß. »Was würde dein Papa sagen, wenn er dich so bei mir entdeckt?«

Crispian starrte sie an. »Du kannst mich doch nicht so einfach liegen lassen.«

»Und wie ich das kann! Vielleicht bringen wir es später zu Ende, nach dem Frühstück.«

»Ich muss an einem Gespräch mit Papa und dem Hausverwalter teilnehmen.«

»Wie schade.«

»Du bist ein Luder, und das weißt du, nicht wahr?«, murmelte Crispian wütend.

Tania nahm eine Bürste in die Hand und zog sie durch ihre kurzen rotbraunen Haare. »Deshalb liebst du mich doch«, gab sie zurück.

Crispian stand hinter ihr. Seine Erektion pochte gegen ihre Pobacken. »Bück dich«, wisperte er. »Lass mich mal auf diese Weise ran. Ich will es so sehr wie du.«

Tania schüttelte sich. Er hatte Recht; sie wollte ihn, aber er würde trotzdem warten müssen. Sie liebte es, die Kontrolle zu haben und ihn zappeln zu lassen, bis sie ihn so weit gebracht hatte, die Beherrschung zu verlieren. Das gefiel ihr am besten, denn dann vergaß er alles außer seinen geilen Gefühlen.

»Später«, wiederholte sie und begann sich anzukleiden. »Lauf jetzt zu Papa. Du willst ihn doch nicht wieder verärgern, nicht wahr?«

»Ich kann mir nicht erlauben, ihn zu verärgern«, antwortete Crispian. »Wenn ich nicht aufpasse, streicht er seine Zuwendungen, und wie stehe ich dann da?«

Tania lachte. »Du würdest dir einen Job suchen müssen. Oder eine reiche Frau heiraten.«

»Du weißt, dass ich niemanden heiraten werde – du bist meine Auserwählte«, sagte er entschieden.

Tanias Augen blickten kalt. »Aber ich bin deinem Papa nicht gut genug. Meine Mutter war gut genug für ihn, aber er hat höhere Ziele für seinen Sohn und Erben.«

»Nun ja«, sagte Crispian neckend, »deine Mutter ist eine Lady, und du nicht.« Das war Tania egal. Sie wusste, wenn sie wie ihre Mutter wäre, hätte Crispian nie dieses heiße Interesse gefunden, und sie hatte nicht die Absicht, ein Leben wie ihre Mutter zu führen, die im Westflügel festsaß und sich Nadelarbeiten hingab. Lieber würde sie sterben, dachte Tania.

Tania Corbett-Wynne spukte an diesem Morgen auch in den Gedanken eines anderen Mannes herum, abgesehen von ihrem Stiefbruder. Als Sir Matthew Stevens um die alte Mühle herumging, ein weitläufiges Gebäude aus dem siebzehnten Jahrhundert, dessen Grundbesitz an den von Leyton Hall grenzte, musste er an das Mädchen mit den rotbraunen Haaren denken, das eben vorbeigeritten war. Sie hatte ihn auch gestern schon angeschaut, als sie ebenfalls über den Weg zwischen den beiden Grundstücken geritten war.

Seit Matthew vor kurzem Witwer geworden war, sah er in allen Frauen eine Herausforderung. Er war fast ein Meter neunzig groß, hatte dunkle krause Haare und ein gebräuntes Gesicht mit einem interessanten geheimnisvollen Ausdruck, und diese Zusammensetzung war vermutlich der Grund dafür, dass er kaum Schwierigkeiten hatte, eventuelles Zaudern der Frauen zu überwinden. Aber sobald er sie erobert hatte, verlor er das Interesse.

Es war wie bei einer Fuchsjagd – es war die Jagd, die für den größten Spaß sorgte.

Er pfiff seinen Hund herbei, der einem ihm angenehmen Geruch gefolgt war, und fragte sich, ob Tania eine Herausforderung für ihn sein könnte. Er zweifelte daran, aber die Jagd war es vielleicht doch wert. Sie kannte vielleicht den einen oder anderen Trick, und wenn nicht, würde er ihr einiges beibringen können.

Die Aussicht frischte seine Laune auf, vor allem, weil er in drei Tagen bei ihren Eltern eingeladen war. Er schritt weiter aus. Es gab kaum was Schöneres als ein Morgen im Mai.

Um ein Uhr, als das Treffen mit dem Hausverwalter beendet war, kehrten Crispian und sein Vater zum Mittagessen ins Haus zurück. Zu ihrer beider Überraschung wartete Crispians Stiefmutter im Esszimmer auf sie. Es geschah selten in diesen Tagen, dass sie den Westflügel verließ, es sei denn, sie hätten Gäste eingeladen, deshalb glaubte ihr Ehemann, dass irgendwas Ungewöhnliches geschehen war.

»Was ist denn, Marina?«, fragte er gereizt. Er war immer gereizt, wenn er sich etwas nicht erklären konnte.

Sie hob ihre perfekt gezupften Augenbrauen, ein sanfter Ausdruck von Überraschung im Gesicht. »Bin ich nicht mehr erwünscht im Hauptteil des Hauses? Seltsam, ich dachte, ich wohne hier.«

»Natürlich wohnst du hier, verdammt, aber daran kann man sich kaum erinnern, seit du beschlossen hast, dich vom Rest der Familie abzuschotten.«

»Ich wollte mit dir über die Renovierung sprechen«, sagte seine Frau. Ihre Stimme klang sicherer, als sie sich fühlte.

Ihr Mann blickte mürrisch drein. »Ich habe dir doch schon gesagt, dass wir kein Vermögen dafür ausgeben können. Die Zeiten sind schon schlimm genug.«

»Wenn du dich erinnerst«, sagte seine Frau mit eisiger Stimme, »habe ich selbst eine erkleckliche Summe mit in die Ehe gebracht. Eine bestimmte Summe gebe ich gern aus, um deinen Familiensitz zu kultivieren. Mit den menschlichen Bewohnern ist mir das nicht gelungen, deshalb dachte ich, ich wende mich jetzt dem Haus selbst zu.«

James, der an nichts anderes denken konnte als an die neue Pferdepflegerin, die er gleich nach dem Essen sehen würde, begriff aber, dass Marina bereit war, ihr eigenes Geld für die Renovierung einzusetzen, und so zwang er sich zu einem schwachen Lächeln, das er ihr zeigte. »In dem Fall, glaube ich, werden wir zu einer Einigung gelangen.«

»Mir ist es gelungen, uns die Dienste von David Crosbie zu sichern«, fuhr seine Frau fort, was James für eine maßlose Übertreibung hielt.

»Großer Gott! Wie viel Geld willst du denn aus dem Fenster werfen?«, explodierte er. »Du musst verrückt sein! Er ist der teuerste Mann im ganzen Land!«

»Er ist auch der beste. Aber es ist nicht ganz so schlimm, wie es sich anhört. Er schickt uns seine Assistentin. Er hat mir heute Morgen am Telefon versichert, dass sie hoch qualifiziert ist und extrem begnadet. Er verbürgt sich für sie. Sie trifft am Freitagmorgen hier ein und so lange, wie es nötig ist, wird sie in einem der Gästezimmer wohnen.«

»Eine Frau! Wie alt?«, fragte Crispian.

Marina warf ihrem Stiefsohn einen verächtlichen Blick zu. »Es wäre mir nicht im Traum eingefallen, David Crosbie nach ihrem Alter zu fragen.«

Crispian grinste. »Ich glaube nicht, dass sie jung ist. Eher Futter für dich, Pa.«

»Der Geschmack deines Vaters läuft auch auf junge Frauen hinaus«, sagte seine Stiefmutter scharf. »Wie auch immer, die Frau ist zum Arbeiten hier und nicht, um den Gentlemen zur Unterhaltung zu dienen.«

»Da wir gerade von Unterhaltung sprechen«, warf ihr Mann rasch ein, dankbar für das Stichwort, »ich habe unseren Nachbarn für den Freitagabend eingeladen. Es handelt sich um Sir Matthew Stevens, dessen Frau vor ein paar Monaten gestorben ist. Ich glaube, er ist wegen Verdiensten um die Industrie oder so zum Ritter geschlagen worden. Ich dachte, da er jetzt in der Old Mill wohnt, sollten wir ihn kennen lernen. Schaffst du das, meine Liebe?«

»Natürlich. Soll er der einzige Gast sein, oder hast du vor, noch jemanden einzuladen, damit er sich nicht so allein fühlt?«

James hob die Schultern. »Ich hatte das eigentlich nicht vor, aber warum lädst du diese Innenarchitektin nicht auch ein, dann haben wir eine gerade Zahl. Große Gesellschaften sind noch nicht sein Ding, nehme ich an, weil er noch in Trauer ist.«

»Ich dachte, Trauer wäre aus der Mode gekommen«, bemerkte Marina und wandte sich ab, um das Zimmer zu verlassen. »Ich kann mir nicht vorstellen, dass du lange um mich trauern würdest, wenn ich sterben sollte.«

Crispian schnaufte vor Lachen. »Sie hat es auf den Punkt gebracht«, sagte er, sobald seine Stiefmutter gegangen war. »Warum sollte Sir Stevens trauern?«

»Weiß ich auch nicht, aber ich habe gar nicht erst darüber nachgedacht, noch andere Leute einzuladen. Und was deine Stiefmutter angeht, so würde ich länger um sie trauern, wenn sie mir eine echte Ehefrau wäre.«

»Zum Glück für dich haben wir einen ganzen Stall voller Ersatzfrauen«, gab Crispian zurück. »Jedenfalls gibt es keinen Mangel an heiratsfähigen Mädchen.«

»Ich wünschte, du würdest mehr Interesse an heiratsfähigen Mädchen zeigen statt an diesem einen, das aber völlig unpassend ist«, kommentierte sein Vater.

»Du lebst dein Leben, und ich lebe meins«, sagte Crispian verärgert. »Schließlich war Tanias Mutter gut genug für dich.«

»Wenn Marina stirbt, geht der größte Teil ihres Vermögens an ihren Sohn. Da er verheiratet ist und eigene Kinder hat, wird für Tania nicht viel bleiben. Du musst Geld heiraten, Crispian. Du kannst das Mädchen vögeln, so oft du willst, aber zum Teufel, suche dir eine Frau. Du hast gehört, was Robert heute gesagt hat. Wir brauchen eine Geldinjektion für Leyton Hall.«

»Vielleicht kannst du das Haus für Besucher öffnen, wenn die Stiefmutter es erst einmal renoviert hat«, schlug Crispian vor. »Ich muss jetzt gehen. Dringende Verabredung, wenn du weißt, was ich meine.«

Sein Vater ließ einen knurrenden Laut der Verärgerung hören. Er wusste nur zu gut, was der Sohn meinte.

Crispian klopfte an die Tür seiner Stiefschwester und empfand tiefe Erleichterung, als sie ihn hereinrief. Sie würde wissen, dass er vor der Tür stand, dachte er grinsend. Niemand sonst im ganzen Haus traute sich in Tanias Zimmer. Sie betrachtete es als ihr Eigentum, das ihrem privaten Rückzug von der Welt diente, und den wollte sie nur mit ganz engen Freunden teilen, und das auch nur auf ausdrückliche Einladung.

Wie gewöhnlich herrschte in ihrem Zimmer das absolute Chaos. Ihre Reitstiefel lagen achtlos vor einem Sessel, ihre Jodhpurs und die Reitjacke lagen auf einem Haufen in einer Ecke, und ihre Unterwäsche zog eine Spur von den burgundroten Damastvorhängen an der Kopfseite ihres Betts bis zum Badezimmer nebenan.

Im Gegensatz dazu sah Tania makellos aus wie immer. Crispians Herz begann laut in seinen Ohren zu pochen, als er sie anschaute. Sie hatte ihren Körper von Kopf bis Fuß in einen olivgrünen, die Figur umschmeichelnden Bodysuit gezwängt, der auch ihre Beine bedeckte, aber die Arme freiließ. Passende Dreiviertelhandschuhe aus Seide und Schuhe mit sehr hohen Absätzen rundeten ihre Kleidung ab. Ihre rotbraunen Haare hatte sie mit einem Gel behandelt, das die Strähnen in ein aufregendes Durcheinander brachte.

Sie lag quer über ihrem Bett und zog mit ihren vollen Lippen einen Flunsch. Crispian begann, sein kariertes Hemd aufzuknöpfen.

»Lass das«, kommandierte sie streng. »Ich habe heute das Sagen.«

Crispian schluckte schwer und schob die langen hellen Haare aus der Stirn. Wenn sie sich so benahm, spürte er stets einen überwältigenden Drang, sie mit Gewalt zu nehmen, und manchmal tat er das auch, aber als er jetzt in ihre katzigen Augen sah, wusste er, dass er heute am besten auf das hörte, was sie von ihm verlangte.

Sie glitt vom Bett und schritt hinüber zu ihm, stellte sich auf die Zehenspitzen, damit sie den obersten Hemdenknopf erreichen konnte. Sein Atem beschleunigte sich, als die Hand mit dem Seidenhandschuh über sein Kinn strich, während sie ihre Mühe hatte, den Knopf zu öffnen.

Tania befeuchtete ihre Lippen mit der Zunge und öffnete langsam alle Knöpfe. Zu seiner Überraschung zog sie ihm das Hemd nicht aus, stattdessen trat sie hinter ihn, presste ihren in Seide verhüllten Körper gegen seinen Rücken und ließ ihre Hände wandern, bis die seidenen Handschuhe seinen nackten Bauch erreichten. Sie drückte ihn leicht mit den Fingerspitzen, und er seufzte leise.

Ein paar Minuten lang ließ sie die Finger über seinen Torso gleiten, von der Brust bis hinunter zum Bauch, und er war nahe daran durchzudrehen, wenn sie nicht bald mehr für ihn tat. Sie bewegte sich nun wieder vor ihn und öffnete seine Kordhose. Sie zog sie ihm über die Hüften und bis ganz nach unten, dann richtete sich Tania wieder auf.

Sie starrte in seine Augen, und er sah das Glitzern der sexuellen Erregung in der Tiefe ihrer Pupillen. Langsam legte sie die Hände auf seine Schultern und übte einen leichten Druck aus, der sich dann verstärkte, bis er schließlich nachgab und zu Boden sank. Als er reglos vor ihr lag, zog sie seine Schuhe und Socken aus und dann auch seine Kords.

»Zieh deine Knie an«, flüsterte sie.

Wieder gehorchte er. Seine Erregung war an seiner Erektion zu erkennen, die sich gegen das Elastikband der Boxershorts drückte. Tania trat vorsichtig über ihn, dann ließ sie sich auf seinen Körper sinken und lehnte sich gegen seine Beine. Das Streicheln ihres Bodysuits gegen die nackten Stellen seiner Haut geilte ihn noch mehr auf, und er griff an ihre Taille.

»Fass mich nicht an!«, fauchte sie. »Wenn du das noch einmal machst, höre ich auf.«

Crispian murmelte einen Fluch und spürte die hohen Absätze, die gegen seine Gesäßbacken stießen. Diese Erinnerung an ihre absolute Kontrolle ließ seine Erektion noch mehr anschwellen, und er ruckte mit dem Unterleib gegen ihren.

Mit einem leisen Lachen drehte sich Tania um, sodass er ihr Gesicht nicht mehr sehen konnte. Ihre Hände hoben das Elastikband der Shorts an, damit seine geschwollene Eichel aus dem Gefängnis entweichen konnte. Ein paar Sekunden lang neckte sie die Penisspitze mit den Fingern in ihren Handschuhen und beobachtete interessiert die klare Flüssigkeit, die aus dem winzigen Schlitz drang und träge über den purpurnen Kopf und an den Seiten nach unten rann.

»Was für ein ungeduldiger Junge«, murmelte sie, dann senkte sie den Kopf und leckte mit der Zunge die Flüssigkeit auf, bis nichts mehr davon übrig geblieben war.

Crispian fühlte eine unangenehme Enge in den Hoden, und die Spitze des Penis begann zu prickeln. Er strich mit den Händen über Tanias kleine, feste Pobacken und fuhr über dem Stoff die Kerbe entlang.

Tania stand sofort auf. »Ich habe gesagt, du sollst mich nicht anfassen«, erinnerte sie ihn. »Jetzt hast du es dir verdorben. Du wirst bis heute Abend warten müssen.«

Zu seiner Verblüffung drehte sie sich um und wollte von ihm weg, aber er war zu schnell für sie. Seine rechte Hand schoss hervor und umklammerte ihr Fußgelenk. »Ich warte nicht bis heute Abend«, sagte er atemlos. »Um genau zu sein, warte ich höchstens noch fünf Minuten.«

Tania trat nach ihm, aber damit hatte Crispian gerechnet. Er wich aus, und Tania verlor ihr Gleichgewicht und fiel ungeschickt über ihn.

Crispian lachte, packte sie an den Handgelenken und zwang sie auf den Rücken. Er grätschte über ihren Körper. Sie schaute zu ihm hoch, und ihre Augen glänzten aufgeregt.

Crispian ließ seine Hände über ihren Körper wandern; er drückte ihre bedeckten Brüste und sah, dass die großen Nippel, die er so gut kannte, sich sofort aufrichteten und gegen die Seide pressten. Er leckte sie, saugte sie mit dem Stoff in den Mund, während seine Hände sich tiefer nach unten bewegten. Er streichelte über die Hüften seiner Stiefschwester.

Diesmal war es Tania, die kurzatmig wurde. »Ich wollte das Kommando übernehmen«, protestierte sie, aber er wusste, dass es nur ein symbolischer Protest war. Das verrieten ihm die Reaktionen ihres Körpers. Er streifte sich die Boxershorts ab und stieß mit der Erektion gegen ihren Bauch und Unterleib. »Gefällt dir das denn nicht?«

Tania antwortete nicht. Ihr Körper pulsierte im engen Bodysuit, und ihr Verlangen nach ihm ging in echten Schmerz über, der sich zwischen ihren Beinen ausbreitete. Sie fühlte einen seiner Finger, der mit den Falten ihrer Schenkelinnenseiten spielte. Sie erschauerte. Er lächelte hinunter auf sie, aber es war nicht unbedingt ein liebevolles Lächeln.

»Wo soll ich dich jetzt berühren?«, fragte er.

Tanias Hüften bäumten sich auf. Sie versuchte, ihre Vulva gegen seine Hand zu stoßen.

»Noch nicht«, murmelte er, dann griff er in den Ausschnitt des Bodysuits, und bevor sie es bemerkte, hatte er ihn vorn eingerissen, und ihre Brüste lagen nackt vor ihm.

Crispian liebte ihre Brüste. Sie waren groß, wenn man bedachte, wie zierlich der Rest ihrer Figur war, aber sie waren auch fest und cremig weiß, während im Tal der Brüste ihre Sommersprossen blühten.

Er barg den Kopf zwischen den Hügeln, nagte am zarten Fleisch und strich mit den Zähnen vorsichtig darüber, während er gleichzeitig die Hände zu ihrem Po gleiten ließ, den er leicht anhob, um sie noch fester an sich zu pressen. Jetzt konnte sie seine Erregung deutlicher fühlen.

Zwischen Tanias Schenkeln war der Bodysuit nass vor Erregung. Er lachte, als sie sich verzweifelt nach ihm streckte. Endlich, als er wusste, dass keiner von ihnen es länger aushalten konnte, zog er auch den unteren Teil des Bodysuits aus, zerrte ihn an ihren Beinen hinunter und hatte nun nichts anderes mehr im Sinn als die Erfüllung ihrer Lust.

Tania stöhnte erleichtert auf, dann spürte sie Crispians Hände, die ihr Gesicht seitlich auf den an vielen Stellen abgelaufenen Teppich drückten. Sofort hob sie den Po hoch in die Luft. Crispian gab ihr mit den Fingerspitzen einen Klaps auf den Hintern und langte zu der Schachtel, die Tania am Fußende ihres Betts aufbewahrte. Er zog etwas heraus, und Tania spürte die köstliche Berührung mit der kühlen Gleitcreme, die er um ihre hintere Öffnung schmierte.

Er nahm den schlanken, glatten Latexfinger aus der Schachtel und schob ihn langsam in Tanias Öffnung. Sie wimmerte ekstatisch, als sie die plötzliche Invasion spürte, und als er den Kunstfinger einschaltete und er sich gegen die empfindsamen inneren Wände zu drehen und zu winden begann, fühlte sie die wunderbare Enge in sich, und Funken der Begierde stoben hoch bis in ihren Bauch.

»Heb dich noch ein bisschen höher«, murmelte Crispian heiser, und Tania gehorchte bereitwillig. Ihr ganzer Körper pochte nun, denn ihre Anspannung wuchs noch, und als Crispian dann seinen Penis zwischen ihre Schamlippen presste, fühlte sie, wie sich ihre Muskeln bündelten, als wollten sie sich sofort für den Orgasmus vorbereiten.

»Warte auf mich«, raunte Crispian, dessen Höhepunkt auch schon gefährlich nahe war, aber Tania wollte nicht warten. Sie spannte ihre vaginalen Muskeln an, die seinen Schaft quetschten und gleichzeitig ihre eigenen Sensationen erhöhten. Die Erregung breitete sich immer mehr in ihrem Körper aus, und bald schon konnte sie sich nicht mehr um ihren Geliebten kümmern, sondern nur noch um sich selbst. Der Latexfinger drehte sich unablässig, und sie wankte auf eine glückliche Erlösung zu.

Als Crispian begriff, dass sie beide nicht länger warten konnten oder wollten, reagierte er mit wilden, stürmischen Stößen, bis er spürte, dass auch er bald den Punkt ohne Wiederkehr erreicht hatte.

In diesem Moment griff er um Tania herum, und seine Finger fanden die feuchte, geschwollene Klitoris, die stolz aus ihrem Versteck hervorlugte. Er spürte, wie der Samen aufstieg, und nahm sie zwischen die Finger und drückte zu.

Für Tania war diese heftige Sensation, so ganz anders als die sanften Gefühle, die ihren Körper erbeben ließen, der Auslöser für ihren Orgasmus, und mit einem Schrei der Erregung spannte sich ihr Körper an. Sie bäumte sich gewaltig auf, dann erlebte sie die Intensität der Explosion, die sie von Kopf bis Fuß kräftig durchschüttelte.

Crispian steckte immer noch tief in ihr und fühlte das Zusammenziehen ihrer gut trainierten Muskeln, als ihr Körper sich in den Zuckungen des Höhepunkts verlor, und obwohl sein Orgasmus vorbei war, hielten ihre Muskeln ihn umschlungen, bis sich auch ihr Körper beruhigte. Langsam zog er sich zurück, und als er den Latexfinger aus ihr herausziehen wollte, murmelte Tania ihren Protest.

Er bewegte den Finger sanft in ihr hin und her. »Was ist denn?«, fragte er.

»Lass ihn da, wo er ist. Ich glaube, ich kann noch einmal kommen.«

»Wir haben keine Zeit«, antwortete Crispian, und ohne jede Warnung zog er den Latexstab aus ihr heraus.

Tania sackte auf dem Boden zusammen. Sie wandte den Kopf und schaute ihn an. »Warum hast du das gemacht?«

»Weil ich es wollte.«

Sie bewegte sich schlängelnd auf dem Teppich. »Ich bin noch nicht fertig.«

Crispian lachte. »Aber ich, muss ich leider sagen.«

Tania rollte sich auf den Rücken und starrte zu ihm hoch, und plötzlich wusste er, dass er sie noch einmal haben wollte. »Gib mir fünf Minuten.«

»Nimm die Peitsche«, flüsterte sie. »Bitte.«

Eine dunkle Erregung schoss durch Crispians Gehirn. »Bist du sicher?«

»Natürlich bin ich sicher. Du kannst mich zuerst fesseln, wenn du willst«, fügte sie noch hinzu, weil sie wusste, wie gern er das mochte.

Crispian fühlte, wie seine Hände zitterten. »Also gut, ich werde …«

Es klopfte an die Tür. Die beiden sahen sich überrascht an, aber es war Tania, die sich zuerst zusammenriss. »Wer ist da?«, fragte sie.

»Dein Stiefvater. Ist Crispian da drinnen?«

Tania hatte Mühe, ein Kichern zu unterdrücken. »In was, bitte?«

»In deinem Zimmer«, kam die wütende Antwort.

»Nein, tut mir leid. Vielleicht ist er ausgeritten?«

»Ich habe in den Ställen nachgesehen. Er ist bei dir, nicht wahr?«

»Nein«, quetschte Tania heraus. »Geh jetzt. Ich muss mich ausruhen.«

»Wenn du ihn siehst, sagst du ihm, dass ich ihn sofort im Stall sehen will. An diesem Nachmittag kommt eine Stute, die Solomon decken soll, und keiner hat irgendwas vorbereitet.«

»Okay«, sagte Tania. »Wenn ich ihn sehen sollte, werde ich es ihm ausrichten.«

Sie verhielten sich sehr still, bis sie hörten, dass James’ Schritte sich entfernten.

»Verdammt«, knurrte Crispian. »Ich muss gehen. Wir können uns das nicht entgehen lassen. Solomon bringt uns ein Vermögen ein.«

»Er sollte dich als Deckhengst verpflichten, du würdest wahrscheinlich auch ein Vermögen bringen.«

Crispian begann sich anzuziehen. »Wir machen heute Abend weiter«, versprach er.

»Heute Abend bin ich vielleicht nicht mehr in dieser Stimmung«, antwortete Tania, hob sich vom Boden hoch und ging aufs Bad zu. »Ich bin fast sicher, dass ich nicht in Stimmung sein werde. Vielleicht morgen.«

Crispian hielt sie an der Schulter fest. »Warum tust du das? Warum kannst du nicht ehrlich sein und zugeben, dass du das die ganze Zeit schon tun willst?«

»Weil das nicht wahr wäre«, log Tania, die genau wusste, wie sie Crispian in ihren Bann ziehen konnte. »Manchmal brauche ich eine Auszeit, solltest du wissen. Lauf jetzt zu deinem Papa, er wartet auf dich.«

Crispian ging. Manchmal wünschte er, dass Tania nicht so einen großen Einfluss auf ihn hätte, aber bisher hatte er noch keine Frau kennen gelernt, die ihn derart erregte wie sie, oder die so köstliche Praktiken liebte, denen er nicht widerstehen konnte. Er konnte sich nicht vorstellen, irgendwann mal eine Frau zu treffen, die es mit ihr aufnehmen konnte.

»Heißt das, du hast es ihr gesagt?«, fragte Annabel am Ende des Tages.

David Crosbie nickte. »Sie hat es sehr gut aufgenommen. Ich habe ihr erklärt, du würdest bald sehr gefragt sein, und diese Situation gäbe ihr die Chance, den anderen einen Schritt voraus zu sein. Sie könnte ihren Freundinnen erzählen, dass du Leyton Hall renoviert hast, bevor du zur Berühmtheit wurdest.«

»Aber was ist, wenn ihr meine Ideen nicht gefallen?«, wandte Annabel ein.

»Sie werden ihr gefallen. Vermutlich gefallen ihr alle Ideen, die ihr vorgetragen werden, aber in deinem Fall holt sie einen größeren Vorteil heraus, als sie verdient hat.«

Annabel seufzte. »Du weißt doch nicht, was sie verdient hat und was nicht. Vielleicht ist sie eine sehr nette, kenntnisreiche Lady.«

»Und Schweine können fliegen.«

»Ich habe das Gefühl, dass ich keine große Freude an diesem Auftrag haben werde«, murmelte Annabel. »Ich hoffe, dass ich nicht allzu lange da bleiben muss.«

»Es sollte nicht länger als drei Wochen dauern, wobei man das erst vor Ort genauer entscheiden kann«, meinte David. »Martin und ich wollen dich heute Abend zum Essen einladen, um deinen ersten Alleinauftrag zu feiern. Was sagst du?«

Annabel lächelte. »Das klingt eher nach Bestechung, aber nach einer sehr schönen.«

»Gut, dann haben wir das geklärt.«

Es war fast Mitternacht, als sie vom Abendessen nach Hause zurückkehrten, und Annabel fühlte sich nach dem vorzüglichen Essen und dem köstlichen Wein angenehm angeregt. »Ich hoffe, dass das Essen auf Leyton Hall auch so gut ist«, sagte sie seufzend. »Dann werden die drei Wochen wie im Flug vergehen.«

»Ist es aber nicht«, sagte Martin und blickte zu David, der sich damit beschäftigte, ihnen allen einen Brandy einzuschenken. »Hat David dir nicht erzählt, dass wir mal ein Wochenende dort verbracht haben?«

»Nein«, sagte Annabel erstaunt.

»Nun, es war kein großer Erfolg, deshalb hat er es wahrscheinlich für sich behalten. Das Essen war entsetzlich, und die Gesellschaft war noch schlimmer.«

»David, ist das der Grund, warum du mit dem Auftrag nichts zu tun haben willst?«, fragte Annabel anklagend.

Es war einer der seltenen Momente, in denen David errötete. »Nicht wirklich, Darling. Sagen wir eher, dass das Landleben und ich nicht zusammenpassen.«

»Aber du kennst Lord und Lady Corbett-Wynne?«

»Ja«, gestand David widerwillig. »Um genau zu sein, ich habe mit ihnen sinnloses Zeug geplaudert, aber ich würde nicht sagen, dass ich sie kenne.«

»Warum hast du mir das nicht vorher gesagt?«

»Es hat keine Bedeutung«, gab David zurück, und man hörte seiner Stimme an, dass er leicht irritiert war. »Ich weiß nicht, warum Martin das überhaupt erwähnt hat.«

»Natürlich ist es von Bedeutung!«, rief sie. »Um Himmels willen, sage mir, was das für Menschen sind.«

»Ziemlich typisch für ihren Stand. Lord Corbett-Wynne ist groß und schwer, hat angegraute Haare und so eine blühende Gesichtsfarbe, wie man sie häufig bei Menschen auf dem Land sieht. Einmal im Monat schafft er es, im Oberhaus anwesend zu sein, die restliche Zeit kümmert er sich um Leyton Hall. Oder um die Pferdepflegerinnen von Leyton Hall.«

»Was ist mit seiner Frau?«, fragte Annabel verwundert. »Hat sie nichts dagegen?«

»Sie ist wahrscheinlich dankbar«, sagte Martin lachend. »Wenn ich mich richtig erinnere, ist sie eine von diesen zierlichen, schönen Frauen, die total asexuell wirken. Es ist schwierig, sich Lady Corbett-Wynne in sexueller Ekstase vorzustellen, findest du nicht auch, David?«

»Kann schon sein, ganz bestimmt nicht bei ihrem Ehemann. Ihre Tochter ist das genaue Gegenteil. Nach Aussage ihres Stiefvaters kann man einen Sack Flöhe leichter hüten als Tania. Nicht, dass er sich länger darüber ausgelassen hat, aber ich zog meine Schlüsse aus seinen Andeutungen.«

»Und der Sohn?«, fragte Annabel.

»Du wirst dich sofort in ihn verlieben«, behauptete Martin. »Er ist groß, hat helle Haare, eine gebräunte Gesichtsfarbe und trägt eine gewisse Trägheit zur Schau, der man nicht widerstehen kann.«

»Ich bin sicher, dass ich ihm widerstehen kann«, sagte sie aufbrausend. »Wessen Sohn ist er?«

»Hörst du nicht zu?«, fragte David, der gern das Thema gewechselt hätte. »Er ist der Ehrenwerte Crispian Corbett-Wynne, Erbe von Leyton Hall. Tania, seine Stiefschwester, ist Lady Corbett-Wynnes Tochter aus erster Ehe. Ihr damaliger Mann starb oder brachte sich um bei einem Sprung über eine Hecke.«

»Wenn ihr über Nacht bei ihnen geblieben seid, müsst ihr mit ihnen befreundet sein«, schloss Annabel. »Warum hast du trotzdem den Auftrag abgelehnt?«

»Ich bin müde«, gab David kurz angebunden zurück. »Ich lasse euch mit euren Drinks allein. Schlaf gut, Annabel.«

Als er gegangen war, wandte sie sich überrascht an Martin. »Was sollte das denn?«

Martin lachte. »David ist verlegen. Er hat James – das ist Lord Corbett-Wynne – einmal gut gekannt, deshalb waren wir auch nach seiner dritten Heirat eingeladen. Leider war unser Aufenthalt dort eine einzige Katastrophe.«

»Wieso?«

»Weil niemand Tania von David und mir erzählt hatte. Sie glaubte, wir wären nur Geschäftspartner, deshalb hat sie ihn auf eine sehr plumpe Weise angemacht. Bevor er die Situation klären konnte, wurde ihr Stiefbruder eifersüchtig und drohte damit, David auf den Hof zu schleppen und dort auszupeitschen. Alles sehr melodramatisch.«

Annabel musste lachen. »Ich kann mir nicht vorstellen, dass David sich von einer solchen Drohung einschüchtern lässt.«

»Am nächsten Morgen sind wir abgereist. David sagte, wir wären unerwartet zurück nach London gerufen worden. Alle haben das akzeptiert. Wahrscheinlich hatte man Tania inzwischen die Lage erklärt, daher waren sie froh, uns abreisen zu sehen.«

»Aber das hat Lady Corbett-Wynne nicht daran gehindert, David mit der Renovierung zu beauftragen.«

»Sie hat vielleicht nicht gewusst, was sich da abgespielt hat. Selbst damals schon, als die Heirat noch ziemlich frisch war, schien sie sich von den anderen zu separieren. Wann immer es möglich war, hat sie sich auf ihre Zimmer zurückgezogen. Sie gefiel mir, aber für mich stand fest, dass sie sich auf eine Ehe eingelassen hatte, die nur unglücklich enden konnte. Sie waren so ein ungleiches Paar, wie ich es noch nie gesehen hatte.«

Annabel schlang die Arme um ihre Knie. »Jetzt hört sich meine Arbeit auf Leyton Hall schon viel spannender an. Ich wünschte, David hätte mir das alles früher erzählt.«

»Er will wirklich, dass du anfängst, mehr Arbeiten selbstständig zu übernehmen«, erklärte Martin. »Ich nehme an, dass er glaubte, wenn er dir von unserer gesellschaftlichen Katastrophe auf Leyton Hall erzählte, hätte es nur negativen Einfluss auf dich.«

»Ja, vielleicht. Aber da ich jetzt mehr von der Familie weiß, wird sie mir vertrauter. Ich glaube, ich freue mich jetzt auf die Arbeit, aber es kann auch sein, dass ich das auf Champagner und Brandy zurückführen muss.«

»Es wird in jedem Fall eine Erfahrung für dich sein«, sagte Martin und wich ihrem Blick aus.

Annabel nickte glücklich, und natürlich konnte sie nicht ahnen, welcher Art die Erfahrung sein würde.

Zweites Kapitel

Annabel brauchte über eineinhalb Stunden für die Strecke von London nach Wiltshire. Und dann noch einmal eine halbe Stunde, um Leyton Hall zu finden. Davids Orientierungssinn war noch nie gut gewesen, und was Leyton Hall betraf, schien er dessen geographische Lage völlig aus dem Gedächtnis gestrichen zu haben. Deshalb verspätete sich Annabel um eine Dreiviertelstunde.

Leyton Hall selbst überraschte sie. Sie hatte ein heruntergekommenes, konventionelles Landhaus erwartet, stattdessen fand sie ein großes, gut erhaltenes Haus vor, gebaut am Ende des achtzehnten Jahrhunderts im Palladian Stil. Die Front des Hauses zeigte nach Süden mit wunderschönen kleinen Anbauten, und obwohl man sah, dass es im Laufe der Jahre mehrere Renovierungen gegeben hatte, waren die Besitzer so klug gewesen, die verzierten Steine um Fenster und Türen, die so typisch für diesen Baustil waren, zu erhalten.

Im Erdgeschoss gab es zwei Dreibogenfenster mit Jalousien und darüber die traditionellen niedrigen Giebel. Die übrigen Fenster waren von einem Gesims umgeben, das aus der Mauer leicht herausragte. Der Westflügel war mit Türmchen an den Enden des Dachs verziert, und Glyzinen und Geißblatt wuchsen an den Mauern hoch.

All diese Details, dazu noch die Fülle der Rhododendren, Azaleen und Birken, die ihr auf der Fahrt zum Haus begegnet waren, stimmten Annabel fröhlich. Wenn die Außenanlagen so liebevoll gepflegt und gut erhalten waren, würde ihr Job vielleicht einfacher sein, als sie vermutet hatte.

Sie hielt ihr Auto an, und in diesem Moment öffnete sich die Haustür, und sechs Hunde stürzten die Treppe hinunter, direkt auf sie zu. Es war eine merkwürdige Sammlung. Zwei schwere Bassetts mit ihren fliegenden Ohren wurden gerade überspurtet von zwei Springerspaniels. Zwei eindrucksvolle graue Weimaraner näherten sich vorsichtig, aber in deutlich unfreundlicher Absicht. Sie hatten die Ohren zurückgelegt, und ihre Beine bewegten sich steif vor unterdrückter Aggression.

Annabel öffnete die Autotür, und die Weimaraner ließen tiefe knurrende Laute hören. Sie verharrte reglos auf dem Sitz, und obwohl sie wusste, dass ihre Angst von den Hunden wahrgenommen wurde, konnte sie sie nicht zurückhalten. Hunde waren nie ihr Fall gewesen, ob klein oder groß, und sie hatte keine Ahnung, wie sie sich in dieser Situation verhalten sollte.

»Kommt her, ihr stupiden Tiere!«, rief eine Stimme von der Tür aus, und zu Annabels Erleichterung trat ein junger Mann aus den Schatten.

Er war groß und schlank und hatte hoch angesetzte Wangenknochen und einen breiten Mund mit dünnen Lippen. Er öffnete den Mund zu einem Willkommenslächeln, wobei er seine perfekten weißen Zähne zeigte. Seine langen hellen Haare warf er aus dem Gesicht, und erst jetzt konnte Annabel seine hellblauen Augen sehen, die sie interessiert musterten.

»Sie brauchen keine Angst vor ihnen zu haben«, sagte er schleppend, »sie attackieren nur, wenn’s dunkel ist.«

Annabel lachte und hoffte, dass es ein Scherz war.

»Wer ist da?«, fragte eine helle Frauenstimme, dann trat eine junge Frau mit rotbraunen kurzen Haaren und einer unglaublichen Figur zu dem Mann auf die Treppe. Die engen braunen Jodhpurs und das maßgeschneiderte Seidenhemd betonten ihre Schlankheit noch.

»Keine Ahnung«, sagte der Mann.

Die junge Frau taxierte Annabels körperliche Attribute. »Ich schätze, du bist die Dekorateurin, die Mama aus London bestellt hat«, sagte sie dann.

»Ja, ich bin Inneneinrichterin«, sagte Annabel.

»Das wird sie freuen. Endlich hat sie mal was zu tun in ihrem Leben. Ich bin ihre Tochter Tania Corbett-Wynne, und das hier ist mein Stiefbruder Crispian.«

Annabel streckte ihre Hand aus. »Ich bin Annabel Moss. Ich arbeite für David Crosbie.«

»Ein erstklassiger Name für eine erstklassige Lady«, kommentierte Crispian. »Lass mich deine Koffer tragen. Wo hat Stiefmama sie einquartiert, Tania?«

»Im dritten Stock. Sie wohnt in den Gästezimmern auf dem Flur, wo ich mein Zimmer habe«, sagte Tania und warf Crispian einen mahnenden Blick zu.

»In dem Fall soll George die Koffer tragen. Es macht keinen Sinn, mir die Bandscheibe auszurenken, nur weil ich höflich sein will.« Seine Lippen hoben sich leicht, als er lächelte, und als er einen Koffer aus Annabels Hand nahm, strich seine Hand über ihre Finger.

»Mutter wartet schon seit Stunden«, sagte Tania, als sie zu dritt durch die Haustür gingen und in die Halle traten, die zum Treppenhaus führte. Es war eine hübsche Halle; die Wände waren mit Jagdszenen behangen, und die Regale waren mit Trophäen, Pokalen und Fotos verschiedener Familienmitglieder gefüllt, die Preise beim Reiten und bei anderen Sportarten gewonnen hatten. Reitstiefel und Gummistiefel lagen verstreut auf dem Boden herum. Ein schmaler Tisch mit einer Marmorplatte war der Platz für eine Vase, in der Flieder und Mimosen standen, der einzige Hinweis auf eine weibliche Hand.

»Ich weiß, ich habe mich verspätet«, entschuldigte sich Annabel. »Meine Wegbeschreibung war ein bisschen vage. David hat mir die falsche Abfahrt von der Landstraße genannt.«

Tania lächelte. »Ich erinnere mich an David Crosbie. Hat er dir gesagt, dass er mal bei uns war?«

»Ja«, sagte Annabel, dann fügte sie hinzu: »Vielleicht sollte ich deine Mutter nicht länger warten lassen.«

»Ich hoffe, du hast ein paar ausgefallene Kleider mitgebracht«, sagte Crispian. »Heute Abend gibt es eine kleine Dinnerparty, und du bist auch eingeladen.«

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